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Eine Stadtmeisterschaft der besonderen Art

 

Moskauer Blitz Championship 2014

Moskauer Blitz Championship 2014

Die Moskauer Meisterschaft im Blitz findet traditionsgemäß im freien, in der Mall Gorbushkin Yard, unter der Schirmherrschaft des Buchmacherunternehmen Liga Stavok, statt. Der Internationale Schachverband (FIDE), vertreten durch seinen Präsidenten Kirsan Iljumschinow, wird an der Eröffnungsfeier teilnehmen.

 

Die erste Ausgabe des Moskauer Blitz Championship wurde im Jahre 1948 gespielt. Das Schachereignis erwies sich sofort ein Hit unter den stärksten Meistern und Amateuren der Hauptstadt. Die Gewinner der vergangenen Jahre, hier nur einige genannt, die Weltmeister Michail Tal, Vasily Smyslov, Tigran Petrosian und Garri Kasparow.

 

In diesem Jahr wird die Meisterschaft von einigen der landesweit stärksten Schachspielern, einschließlich der internationalen Schach-Stars und Gewinner der Europa- und Weltmeisterschaften, bestritten werden.

„2012 World Blitz Meister Alexander Grischuk, 2010 Europameister Ian Nepomniachtchi, 2014 Frauen-Fußball-Blitz-Champion Yekaterina Lagnö, 2014 Frauen-Europameisterin Valentina Gunina neben vielen anderen.

 

„Seit vielen Jahren ist dieses Turnier eines der wichtigsten Ereignisse des Moskauer Schachkalender“, sagt Moskaus Chess Federation Präsident Wladimir PALIKHATA.

 

Die Meisterschaft kann live per Video-Webcast, mit einem Kommentar von GM Sergey Shipov, verfolgt werden. Beginn  der 1. Runde am Sonntag um 10 Uhr deutscher Zeit

 

TurnierseiteTeilnehmer MännerTeilnehmer FrauenLIVE

Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

kerstenDass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen.

 

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Kombiecke 71

Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke konnten wir in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai 2014 die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“(Foto) gestartet, die jetzt schon zum 71. Mal zum Wochenende veröffentlicht wird [ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten!

 

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Von Hans-Joachim Hecht [„Rochaden – Schacherinnerungen“] und Wolfgang Uhlmann [„Meine besten Partien“] sind neue Bücher erschienen – Eine Betrachtung von RAYMUND STOLZE

 

Leseprobe

Leseprobe

Neuerscheinung in der Edition Marco, 2015Ich gebe zu, dass die Gefahr bei Buchbesprechungen vor allem darin besteht, dass dem Autor häufig ungerechtfertigt vorgeworfen wird, nicht jenen Erwartungen zu entsprechen, die der Rezensent hat. Nun, wenn es denn so ist, dann kann ich dem Kritiker nur empfehlen, selbst zu schreiben …

 

Und noch ein einleitender Gedanke: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich jede Ausgabe des inzwischen nicht mehr erscheinenden Magazins „SCHACHWELT“ käuflich am Kiosk erworben habe, allein wegen Robert Hübners Serie „Erinnerungen“. Die erste Folge erschien in der Nummer 1 im September 2009, die letzte mit der letzten Ausgabe im Juli 2010. Leider hat der vielleicht bedeutendste deutsche Schachspieler nach Weltmeister Emanuel Lasker bis heute aus diesem mehr als interessanten Lesestoff – und ich hatte ja gerade erst einmal die Mitglieder in seinem Kölner Klub kennen gelernt – immer [noch] keine Autobiographie verfasst …

 

Anders haben es dagegen kürzlich die beiden Schachlegenden Hans-Joachim Hecht [*10. Januar 1939 in Luckenwalde] und Wolfgang Uhlmann [*29. März 1935 in Dresden] getan, denn beide haben fast zur gleichen Zeit ihr Buch vorgelegt!

 

Ich gebe gern zu, dass mich nicht nur Hechts Konzept seines Titels „Rochaden – Erinnerungen“ eindeutig mehr überzeugt. Und das aus mehreren Gründen.

 

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Da freut sich nicht nur Kasparov

Aronian

Die „Pointe“ habe ich bereits in der Überschrift verraten, aber das weiss der Leser wohl ohnehin bereits. Mein Sinquefield Cup Abschlussbericht kommt etwas verspätet – es dauerte etwas, um das üppige Material zu sortieren und daraus zu selektieren, ausserdem bin ich ja Teilzeit- bzw. Freizeit-Reporter. Zunächst der Endstand: Aronian 6/9, Carlsen, Nakamura, Vachier-Lagrave, Giri 5, Grischuk und Topalov 4.5, Caruana und Anand 3.5, So 3. Die punktgleichen Teilnehmer sind jeweils nach Tiebreak sortiert – was für die Chess Tour Gesamtwertung (und womöglich auch das Preisgeld in diesem Turnier) aus meiner Sicht viel wichtiger ist, als es sein sollte. Tiebreaks waren in dieser Reihenfolge Anzahl der Siege, direktes Resultat, Sonneborn-Berger, Koya und dann Elo. Empirisch kann man auch sagen: Tiebreaks bevorzugen immer Carlsen, nur Aronian war dennoch ausser Reichweite. Wie es dazu kam, nachdem Carlsen bei Halbzeit plötzlich im Rennen um den Turniersieg war – siehe Rundenberichte.

 

Das Titelfoto habe ich, wie alle anderen Fotos, von Facebook via Turnierseite. Sie mögen mir verzeihen, dass ich nicht per Foto notiert habe von wem es stammt – Spectrum Studios, Austin Fuller oder Lennart Ootes. Aktuell ist dieses Foto nicht mehr: Aronian hat sich nach dem Turnier und vor der anschliessenden Pressekonferenz rasiert. Eingangs noch ein Satz zu Aronian: Vor dem Turnier hatten zumindest drei Leute jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass er in St. Louis seine Krise überwinden würde – nach Alphabet oder auch Elo sortiert Levon Aronian, Arianne Caoili und Thomas Richter. Und nun zunächst Runde für Runde nach dem Ruhetag:

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Zeitgeschichte – Briefe des Arztes Georg Benjamin aus dem Zuchthaus Brandenburg, enthalten als Spielzüge getarnte politische Botschaften. Sie gelten dem Sohn Michael wie seiner Frau Hilde
Von Bernd-Peter Lang

 

Michael Benjamin Anfang der 40er Jahre Foto: Privatarchiv Ursula Benjamin

Michael Benjamin Anfang der 40er Jahre Foto: Privatarchiv Ursula Benjamin

Georg Benjamin (1895-1942) ist im kulturellen Gedächtnis bis heute meist noch der „unsichtbare Bruder“ des längst im Kultstadium angekommenen großen Walter Benjamin. Die Brüder hatten unterschiedliche Rollen im Widerstand gegen den NS-Staat; sie führten den einen ins Exil und in den Freitod, den andern ins Zuchthaus und KZ Mauthausen. Walter Benjamins Schriften sind weltweit verbreitet, die seines Bruders kaum mehr in Erinnerung. Dies gilt auch für seine nur in Auszügen bekannten Briefe, die er zwischen 1936 und 1942 im Zuchthaus Brandenburg-Görden schrieb. Über die dortigen Haftbedingungen der politischen, darunter auch die der jüdischen, Häftlinge, liegt inzwischen Leonore Ansorgs Buch Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug vor.

 

Ein aus Brandenburg an den Sohn Michael – er lebte von 1932 bis 2000 – gerichteter Schlussabsatz in einem Brief Georg Benjamins für seine Frau Hilde vom April 1940 lobt den siebenjährigen Sohn fürs Erlernen des Schachspiels. „Das ist ja eine Überraschung, daß Du jetzt Schachspielen gelernt hast. Ich habe, glaube ich, erst mit 10 oder 11 J. angefangen. Aber ich habe immer sehr gern gespielt, auch jetzt noch!“ Fortan gibt es häufiger in Briefen an Hilde Benjamin (in den 50er Jahren DDR-Justizministerin) abschließende Passagen. Für den Sohn bestimmt, werden sie bald zu einer kleinen eigenständigen Korrespondenz. Georg Benjamin stellt die eigenen Anfänge als Schachspieler denen seines Sohnes gegenüber: „Ich habe früher viel mit anderen Schuljungen u. mit meinem Bruder gespielt; aber da war ich schon ein paar Jahre älter als Du.“

 

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Gelungene Premiere für das 1. Frauen-Team-Turnier – Von RAYMUND STOLZE

 

Elisa Silz (BSV-Frauenreferentin)

Elisa Silz (BSV-Frauenreferentin)

Neue Ideen braucht das Schach – und vor allem, um endlich die Potenzen bei den Frauen und Mädchen zu wecken, die im Deutschen Schachbund bei den rund 90.000 Mitgliedern starr bei lediglich sieben Prozent verharren.
Und sie müssen öffentlichkeitswirksam sein, so jedenfalls wie die tolle Initiative der Frauenreferentin des Berliner Schachverbandes. Am 27. Juni um 23.26 Uhr veröffentlichte Elisa Silz den folgenden Aufruf auf der Homepage des Berliner Schachverbandes .

 

Für einen optimalen Start in die neue Saison 2015/16 habe ich mir dieses Jahr etwas Besonderes überlegt. Sowohl für unsere Berliner Frauen als auch für Frauen von ‚auswärts’ wird es in diesem Jahr am 30.8. ein „Team-Turnier“ geben. Soll heißen: Es werden Teams zu je 3 Personen gebildet, über Vereins- und Landesgrenzen hinaus. Diese Teams werden 7 Runden Schnellschach spielen, um den 1. Frauen-Team-Titel zu erlangen. Anmeldungen werden bereits jetzt gerne entgegen genommen.

 

Ich freu´ mich auf euch!   :-)  

 

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Filiz Osmanodja und Matthias Blübaum tragen die deutschen Hoffnungen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Chanty Mansijsk – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

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Filiz Osmanodja (Foto: Georgios Souleidis)

shotZugegebenermaßen: Das „Endlich“ in meiner fragenden Schlagzeile signalisiert, dass der hoffnungsvolle deutsche Schachnachwuchs – die Altersklasse U20 würde ich ganz sicherlich noch dazu zählen – wohl wieder mit einem Podestplatz dran wäre. Und wenn nicht, dann wäre zumindest wie bei den olympischen Sportarten, wo eine Finalplatzierung über die Sportförderung entscheidet, ein achter Rang bei den diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften im russischen Chanty Mansijsk [1. bis 16. September] von enorm wichtiger Bedeutung. Die Höhe der finanziellen Unterstützung der Sportart Schach durch das Bundesministerium des Inneren ist nämlich kein Selbstläufer mehr, sondern an vorzeigbare Erfolge bei internationalen Titelkämpfen gebunden.

 

Nun also sind unsere Junioren dran, bei denen Filiz Osmanodja [7. März 1996] und Matthias Blübaum [18. April 1997] die deutschen Hoffnungen tragen.

 

TurnierseiteTeilnehmerLIVEZeitplan In Chanty-Mansijsk ist es 3 Stunden später als in Deutschland

 

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Bei den Aufsteigern SK Norderstedt und Erfurter SK sind mit je einer Ausnahme die Spielvereinbarungen noch nicht unterzeichnet – Von RAYMUND STOLZE

 

Anatoly Karpov (SV Hockenheim)

Anatoly Karpov (SV Hockenheim)

So langsam rückt die 1. und 2. Runde der Schach-Bundesliga näher. Am 19. und 20. September sind Titelverteidiger OSG Baden-Baden, der SK Schwäbisch Hall und der SC Hansa Dortmund die Ausrichter, während der Spieltag in Emsdetten auf den 31. Oktober/1. November verlegt wurde, was neben dem Gastgeber noch den USV TU Dresden, den SV Werder Bremen und die Schachfreunde Berlin betrifft.

 

Da für die Saison 2015/16 von allen Aktiven eine „Spielervereinbarung“ zu unterzeichnen werden muss – diese ermächtigt die Schiedsrichter u.a. zu Lebensvisitationen im Falle eines Betrugsverdachtes mit elektronischen Hilfsmitteln – hat Jürgen Kohlstädt, Turnierleiter 1. Schachbundesliga e.V., in einer aktuellen Übersicht per 30. August über den Stand der Dinge informiert.

 

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IM Carlstedt Jonathan GER 2463

IM Carlstedt Jonathan GER 2463

Mit zahlreicher deutscher Beteiligung

 

Auszug aus der Teilnehmerliste:

1 GM Postny Evgeny ISR 2648 2 GM Lenic Luka SLO 2639 3 GM Bachmann Axel PAR 2623 4 GM Cornette Matthieu FRA 2586 5 GM Antal Gergely HUN 2524 6 GM Arnason Jon L ISL 2499 7 IM Schroeder Jan-Christian GER 2473 8 IM Carlstedt Jonathan GER 2463 9 Kollars Dmitrij GER 2437 10 Sandalakis Angelos GRE 2406 11 IM Daulyte Deimante LTU 2377 w 12 FM Kuznecov Mikhail RUS 2367 13 GM Yrjola Jouni FIN 2357 14 IM Ibrahim Hatim EGY 2305 15 WGM Mamedjarova Turkan AZE 2286 w 16 FM Seyb Dieter GER 2280 17 WGM Mamedjarova Zeinab AZE 2250 w 18 FM Gogolis Alexandros GRE 2238 19 Ilandzis Spyridon GRE 2178 20 CM Schmitz Andreas Arnold GER 2090 …

 

TurnierseiteErgebnisseLIVETermine

SCHACH Heft 9/2015: Der Leipziger Großmeister Rainer Knaak (Foto) entdeckt das entscheidende Loch in der Partie David Navara vs. Radoslaw Wojtaszek

 

Wenn es um die Partie des Jahres geht, so waren sich bislan1280px-Knaak_rainer_20070624_forstg nicht nur die Experten einig: Es ist jene mit der spektakulären Wanderung des weißen Königs bis nach h8, die der Tscheche David Navara beim 48. Internationalen Schachfestival in Biel [20. bis 30. Juli 2015] gegen seinen Freund Radoslaw Wojtaszek gewann.

 

Und natürlich wird sie ausführlich in der Septemberausgabe vom SCHACHMAGAZIN 64 [Seiten 5-6], der ROCHADE EUROPA Ausgabe 9/2015 [Seiten 9-11] oder in der Schach-Ticker-Sonntagskolumne von Hartmut Metz [23. August 2015 Link http://www.rochade-kuppenheim.de/aufregende-koenigs-wanderung-in-biel/] kommentiert.

 

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+++ Dmitrij ist der Schachprinz beim 27. Wiesbadener Schlosspark-Open +++ Schirow und Swidler landen in St. Petersburg nicht auf dem Treppchen +++ Der U16-Team-Olympiasieger kommt aus dem Iran +++

 

Dmitrij Kollars: Sieger in Wiesbaden (Foto: deutsche-schachjugend.de)

Dmitrij Kollars: Sieger in Wiesbaden (Foto: deutsche-schachjugend.de)

WIESBADEN. Nachdem der amtierende deutsche U16-Jugendmeister Dmitrij Kollars die drei notwendigen IM-Normen für die Titelverleihung erfüllt hat und auch die nötige Elo-Grenze von 2400 überbieten konnte, überzeugt der Neuzugang vom Hamburger SK weiterhin durch Leistung. Beim 27. Schlosspark-Open – die siebenrundige Veranstaltung im Schweizer System [27. bis 30. August] war mit über 180 Teilnehmern restlos ausgebucht – holte er sich   mit 6 aus 7 erstmals den Turniersieg in Wiesbaden, schon während der letzten Runde im 27. Wiesbadener Schlosspark-Open stand er als Turniersieger fest. Entscheidend dafür war sein Remis in einer großartigen Kampfpartie in der vorletzten Runde gegen den Setzranglistenersten Igor Khenkin [Elo 2596], der zuletzt zweimal in Folge 2013 und 2014 dieses traditionelle Sommer-Open gewann. In der finalen Runde genügte Dmitrij ein Remis gegen seinen Trainer Jonathan Carlstedt [Platz 4 mit 5,5/7], um sich aufgrund der besten Zweitwertung den Rang 1 vor Lokalmatador Daniel Malek vom Wiesbadener SV zu sichern. Dass der Nachwuchsspieler nach Abschluss der 10. Klasse nun gemeinsam mit seinem Coach den Weg zum Schachprofi einschlagen will, wobei Carlstedt als Manager, Berater, Vertrauter und Trainer fungieren wird, werden wir weiter mit Interesse verfolgen.

 

Die Paarungen, Ergebnisse und die Abschlusstabelle sowie Chroniken des vergangenen Schlosspark-Open bietet der Veranstalter auf seiner Webseite unter dem Link http://www.schlosspark-open.de/?q=taxonomy/term/19 an.

 

 

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Charaktere beim Schach oder Meine Teammitglieder beim Southport Chessclubvon JULIA MARIE MÄTZKOW, Eberswalde

Na, stehe ich nicht gut?! (Julia Marie Mätzkow, mit den schwarzen Steinen)

Na, stehe ich nicht gut?! (Foto: Christian Mätzkow)

 

Hey, da bin ich schon wieder! Schließlich gibt es gibt noch so viel zu erzählen, was ich alles mit meiner englischen Mannschaft erlebt habe. Und genau aus diesem Grund, stelle ich jetzt die einzelnen Teammitglieder vor. Man muss wissen, dass in unserer Liga ein Team aus sechs Spielern besteht, und es wird doppelrundig gespielt. Des Weiteren finden die Mannschaftskämpfe immer am Trainingstag der gastgebenden Mannschaft statt. Das heißt: meistens wurden die Mannschaftskämpfe an Montagen durchgeführt.

 

Wie schon in meinem ersten Artikel [http://www.chess-international.de/Archive/43199#more-43199] angedeutet, werde ich über den Vereinsleiter schreiben. Gleich am ersten Tag wurde ich mit offenen Armen empfangen. Er gab extra die gerade gespielte Partie auf, so dass ich einen Spielpartner finden konnte. Das hat er fortgesetzt, das ganze Jahr über. Zu Anfang dachte ich, dass er es aus purer Höflichkeit tat. Doch falsch gedacht. Immer wenn er am Verlieren war, hat er nur darauf gewartet, dass ich endlich komme, um sich dann schnellst möglichst aus der Affäre zu ziehen. Schachspieler können ganz schön hinterlistig sein.

 

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Ausstellung über Stefan Zweig im Münchner Literaturhaus – Von Hartmut Metz

 

Aljechin – Bogoljubow: Schwarz am Zug droht mit Damenumwandlung und zieht – zurecht – den König

Aljechin – Bogoljubow: Schwarz am Zug droht mit Damenumwandlung und zieht – zurecht – den König

Die Schachnovelle“ halten viele Laien für das epochale Werk über das „Spiel der Könige“. In einer Stefan-Zweig-Ausstellung im Münchner Literaturhaus steht das Abschiedswerk des Schriftstellers einmal mehr im Mittelpunkt. Zweig machte den Feinschliff, schickte die deutschen, spanischen und englischemetzn Manuskripte los – und brachte sich tags darauf, am 23. Februar 1942, im brasilianischen Exil gemeinsam mit seiner Frau Lotte um. Zunächst in einer limitierten Auflage von 300 Stück in Buenos Aires erschienen, wurde „Die Schachnovelle“ später zum Dauerbestseller mit Millionen-Auflage. In München lebt die aus Wien bekannte Schau noch einmal auf. „In ihrem Zentrum steht ein Nachbau des Hotels Metropol, das die Gestapo zu ihrem Wiener Hauptquartier machte und das Zweig für die Einkerkerung von Dr. B vor Augen hatte. An einer Seitenwand hängen schwarze Gestapo-Ledermäntel“, berichtet Stefan Löffler auf der Webseite www.chessbase.de. Die Verfilmung der „Schachnovelle“ von 1960 mit Curd Jürgens als Dr. B und Mario Adorf als Weltmeister Mirko Czentovic gibt es ebenfalls zu sehen. Schachspieler und -autoren sehen den Nachlass Zweigs eher kritisch.

 

Dabei geht es weniger um seine minimalistische Sprache, die etwa im Schatten eines Wortvirtuosen wie Vladimir Nabokov und seines brillanten Schachwerks „Lushins Verteidigung“ steht. Johannes Fischer plagt mehr „Unbehagen“, weil der Springer auch mal „Pferd“ genannt wird und sich weitere schachliche Patzer einschlichen. Vor allem aber sei Weltmeister Czentovic als tumber Kretin dargestellt, der in kürzester Zeit alle Feinheiten des Spiels verstehe, sonst aber über keinerlei intellektuelle Fähigkeiten verfüge. Typisch sei „trotz Zweigs Virtuosität“ auch, dass Dr. B in den Klauen der Nazis beim Blindspiel gegen sich selbst dem Wahnsinn verfalle und so „die geistige Gesundheit gefährdet“ ist.

 

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Im folgenden Beitrag präsentieren wir die Aufstellungen der Bundesliga-Teams für die Saison 2015/16 und gehen dabei auf die Ab- und Zugänge aller Vereine ein – Von Georgios Souleidis

 

Die OSG Baden-Baden startet natürlich als der Top-Favorit in die Saison 2015/16. Das Ziel ist die elfte Meisterschaft in Folge. Dieses Vorhaben soll Radoslaw Wojtaszek unterstützen, der vom vielleicht stärksten Rivalen Schwäbisch Hall an die Oos wechselt.

 

OSG Baden-Baden (2737)*

1. Anand,Viswanathan 2816; 2. Aronian,Levon 2765; 3. Adams,Michael 2740; 4. Wojtaszek,Radoslaw 2733; 5. Svidler,Plogo_osceter 2739; 6. Kasimdzhanov,Rustam 2704; 7. Shirov,Alexei 2702; 8. Bacrot,Etienne 2694; 9. Vallejo Pons,Francisco 2686; 10. Naiditsch,Arkadij 2685; 11. Nisipeanu,Liviu-Dieter 2667; 12. Movsesian,Sergei 2653; 13. Nielsen,Peter Heine 2655; 14. Meier,Georg 2652; 15. Gustafsson,Jan 2630; 16. Schlosser,Philipp 2579; 17.** Martin,Julian 2261; 18.*** Becker,Dirk 2200;

 

Abgänge: Rustem Dautov (2. Mannschaft) – Zugänge: Radoslaw Wojtaszek

 

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Die Rettung – Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

 

Video Nr. 60: Die Rettung

Video Nr. 60: Die Rettung

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie an einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet der 23-Jährige nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Drei seiner kreativen Ideen können die Schach-Ticker-Besucher nutzen: Es sind die Trainingsserien Let’s blitz – GM-Special, Let’s rapid und Unglaubliche Züge, deren inzwischen 60. Folge wir heute veröffentlichen.

 

In dieser Folge stellt Niclas einen unglaublichen Zug aus der Praxis von Großmeister Simon Williams vor. Der 35-jährige Engländer spielte mit den weißen Steinen und sah sich einer starken Mattdrohung gegenüber. Er findet aber einen bemerkenswerten Weg, um sich nicht nur vor dem Matt zu retten, sondern sogar mit Vorteil aus der Situation herauszukommen. Können Sie den richtigen Zug finden?

 

Niclas hat für Sie eine Checkliste – wir können sie auch „Goldene Regeln“ nennen – vorbereitet. Die wird Ihnen sowohl bei seiner Serie „Unglaubliche Züge“ als auch in der eigenen schachlichen Praxis schneller helfen, den richtigen Zug zu finden!

 

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Mirko Eichstaedt belegt bei der Jugend-Weltmeisterschaft der IBAC in Podgorica Platz 3 – Ein Bericht von RAYMUND STOLZE

Bronzemedaillengewinner Mirko Eichstaedt (Quelle: http://www.dem2013.de/impressionen/spieler/u16/)

Mirko Eichstaedt

 

Was das Turniergeschehen der blinden- und sehschwachen Schachspieler angeht, so hat der Schach-Ticker in Anton Lindenmair aus Augsburg einen mehr als zuverlässigen Korrespondenten. So erreichte mich am gestrigen Freitag [28. August] seine Info-Mail Schach Nr. 1513 mit dem Stichwort Jugendweltmeisterschaft. Und es gibt allen Grund zu feiern, denn in Podgorice [Montenegro] holte bei der IBCA-WM [20.-28. August] Mirko Eichstaedt vom USV Potsdam Bronze.

 

Hier ist der Bericht von Anton!

 

Einen schönen Erfolg konnte Mirko Eichstaedt bei der Jugend-WM der IBCA in Podgorica feiern. Bereits nach 8 Runden war die Bronzemedaille in trockenen Tüchern, theoretisch sogar noch mehr drin. In der Schlussrunde gaben sich dann aber die Konkurrenten keine Blöße und es blieb bei Bronze.

 

Herzlichen Glückwunsch Mirko!

 

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Wolfgang Uhlmanns neues Buch Meine besten Partien hatte beim 24. Dresdner Schachfestival Premiere – Ein Bericht von Dr. MARIO ZIEGLER

 

Leseprobe

Leseprobe

Neuerscheinung im Verlag ChessCoach

In meinem Rückblick auf das vierte Schachlegendentreffen in Dresden  hatte ich geschildert, dass neben Hans-Joachim Hecht auch Wolfgang Uhlmann ein neues Buch herausgebracht hat. Bei dem festlichen Empfang im Lingnerschloss hatte er mir freudig und mit sichtlichem Stolz von der Buchpremiere im Rahmen des ZMDI Open am 18. August berichtet. Der 80-Jährige war zugleich voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit Dr. Mario Ziegler vom Verlag ChessCoach in St. Ingbert.

 

Wenige Tage später erreichte mich von seinem Lektor ein kurzer Bericht in Wort und Bild, der u.a. dazu schrieb: Vielleicht können Sie ja etwas davon für den Schach-Ticker verwenden. Selbstverständlich steht es Ihnen völlig frei, den Bericht zu verändern oder zu ergänzen.“

 

Hier also zunächst seine Eindrücke von der Präsentation einer Partiesammlung vom „Wolfgang des Ostens“ – im gleichen Verlag hat übrigens im Vorjahr Gerhard Josten einen Band über den „Wolfgang des Westens“ mit dem schlichten Titel Wolfgang Unzicker herausgegeben.

 

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Ein etwas anderer Zwischenbericht

 

SONY DSCNun, jeder Autor hat seinen eigenen Stil und seine Art, eventuell auch auf das Drumherum einzugehen. Einen Ausflug zu Emil Sutovskys Facebook-Seite verdanke ich den französischen Kollegen von Europe Echecs. Einen kurzen Ausflug nach Abu Dhabi hat, meines Wissens, sonst niemand. Aber ich beginne mit Prophezeiungen. Der Herr auf dem Titelbild, Levon Aronian, wurde vor der ersten Runde (mal wieder) gefragt, wie er sein Formtief überwinden will. Darauf meinte er: vielleicht bei diesem Turnier, schliesslich ist in Amerika alles möglich („land of opportunities“). So steht es nach fünf Runden: Aronian und Carlsen 3.5/5, Topalov und Giri 3, Nakamura und Vachier-Lagrave 2.5, Caruana und Grischuk 2, Anand und So 1.5. Offiziell liegt Carlsen nach Sonneborn-Berger leicht vorne, aber erstens wird er ständig fotografiert und gezeigt, zweitens spielte Aronian aus meiner Sicht das interessantere Schach. Alle Fotos habe ich bei der Grand Chess Tour gefunden.

 

Noch eine kurze Vorschau auf den Hauptbericht: Wer dominierte in den ersten Runden noch, bevor Carlsen „irgendwie“ mit vorne landete? Wer ist, laut Aronian, mitschuldig an seinem bisherigen Abschneiden? Welcher andere Spieler hatte während einer Partie eine Prophezeiung, die tatsächlich eintrat? Und vieles andere mehr Runde für Runde:

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke konnten wir in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai 2014 die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“(Foto) gestartet, die jetzt schon zum 65. Mal zum Wochenende veröffentlicht wird [ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten!

 

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Ein Bericht vom vierten Dresdner Schachlegendentreffen von RAYMUND STOLZE

 

Ich hasse Abschiede, und doch lassen sie sich nicht vermeiden, auch nicht beim Treffen der Schachlegenden in Dresden, dass alljährlich im August dank des großzügigen Sponsorings des erfolgreichen Immobilien-Unternehmers Dr. Rainer M18aas stattfindet.

 

Warum nacht er das? Nun, diesen Mann zeichnet nicht nur eine große Liebe zum Schachspiel aus [mit Begeisterung trainiert er in Dresden bei Wolfgang Uhlmann und in Wien bei Andreas Dückstein], sondern es ist sein Respekt und die Verehrung der großen Meister des „goldenen Zeitalters des Schachs“, wie Maas es selbst formuliert, „die in der Schachwelt immer noch einen ganz besonderen Klang haben …“

 

Das Besondere dieses einzigartigen „Gipfeltreffens“ der lebenden Schachlegenden – und da stellt sich bei mir stets Wehmut ein – ist die Tatsache, dass auf Grund des fortgeschrittenen Alters der Schach-Nestoren „eine Wiederholung in der jeweiligen Konstellation kaum möglich ist. Damit erhält der PEGASUS CHESS SUMMIT die Erinnerung an Sternstunden des internationalen Schachspiels für die nachfolgenden Generationen lebendig“, so Dr. Rainer Maas.

 

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Fortsetzung der Chess Tour in St. Louis

 

2015 Sinquefield Cup SlideSonntag beginnt die dritte Auflage des Sinquefield Cups, was soll ich dazu schreiben? Man kann natürlich einige Sätze oder auch Absätze dafür ver(sch)wenden, wie toll, toll und nochmals toll dieses Turnier ist – das machen zum Teil andere, Jubelarien sind nicht mein Stil. Wer sich vor allem für Elo interessiert und eher nebenbei, da es nun einmal miteinander zu tun hat, auch für Schach, der kommt nach einer gewissen Durststrecke wieder auf seine Kosten. (Wer sich generell für Schach interessiert, der Schachticker und auch andere Quellen haben auch die letzten Wochen über diverse Turniere berichtet).

 

Die Teilnehmer setze ich eigentlich als bekannt voraus und erwähne sie trotzdem. In alphabetischer Reihenfolge: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Grischuk, Nakamura, Topalov, So, Vachier-Lagrave bzw. (durcheinander gewürfelt) Alexander, Anish, Fabiano, Hikaru, Levon, Magnus, Maxime, Veselin, Vishy und Wesley. Ist Fabiano Caruana Favorit, da er in beiden Kategorien in der vorderen Hälfte landet? Hat Wesley So auch diesmal in St. Louis schlechte Karten? Prognosen sind Schall und Rauch, ein bisschen spekuliere ich trotzdem:

 

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Meine Erfahrungen mit dem Southport Chessclub von JULIA MARIE MÄTZKOW, Eberswalde

 

JULIA MARIE MÄTZKOW

JULIA MARIE MÄTZKOW

Ich war ein Jahr in England.   Genau vom 28. August des vergangenen Jahres bis 12. Juni. Was? Das gehört hier doch nicht her! Aber das ist kein normaler Reisebericht …

 

Als meine Eltern mich in den Herbstferien im Oktober in Southport bei Liverpool besuchten, wollte sich mein Bruder unbedingt den örtlichen Schachclub ansehen. Trotz kleiner Sprachbarrieren, konnten sie sich irgendwie verständigen, und Max hat sie sofort verzaubert, sodass sie ihn abwerben wollten …

 

Zum nächsten Training des Southport Chessclub bin ich dann alleine hingegangen und habe mir große Sorgen gemacht, dass ich vielleicht unerwünscht sein könnte… Kurz vor dem Vereinstreffen bin ich dann auch noch in den falschen Bus gestiegen und konnte den Club erst nicht finden. Aber nach zweistündiger Suche hatte ich endlich Erfolg. Leicht verschüchtert kam ich in diesem großen Saal an. Doch schon an der Eingangstür wurde ich von den Mitgliedern freundlich empfangen. Sie haben mir den Vereinsvorsitzenden vorgestellt und dieser konnte sich an meinen Bruder erinnern und hoffte nun auf genauso viel Talent. Das war aber leider falsch gedacht. Er meinte dann, dass ich gegen diesen oder jeden Schachfreund spielen sollte, und ich schlug mich gar nicht so schlecht, wie ich anfangs noch angenommen hatte.

 

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+++ Christian und Almira sind neue Landesmeister in Frankreich+++ Der Sieg beim Jungmasters U16 in Apolda geht nach Tschechien +++ Markus Ragger unterliegt in einem Match ehrenvoll 2,5:3,5 gegen Schachrijar Mamedjarow +++

 

Almira Skripchenko

Almira Skripchenko

SAINT-QUENTIN. Mal ehrlich gefragt: Wissen Sie, welche aktuellen Landesmeister in den deutschen Bundesliga-Klubs in der Saison 2015/16 spielen werden? Also mir fällt zumindest ein Quartett ein: Da wäre Anish Giri, der am Spitzenbrett der SG Solingen gemeldet ist und kürzlich in Amsterdam das niederländische Championat gewann. Mit Jewgeni Tomaschewski hat der SV 1930 Hockenheim den aktuellen russischen Landesmeister verpflichtet. Für den SC Hansa Dortmund wird der 16-jährige Aryan Tari „auflaufen“, der jüngst in Norwegen zu Titelehren kam. Daniel Friedman vom SV Mühlheim kann im Dezember als Titelverteidiger in Saarbrücken seine vierte Deutsche Einzelmeisterschaft ins Visier nehmen.  Und schließlich hatte man beim Hamburger SK ein „goldenes Händchen“ mit einem Neuling, der gerade in Saint-Qentin die französische Landesmeister-Weihe erhielt. Es ist Christian Bauer [11. Januar 1977], der nach 1996 und 2012 bei den 90. Französischen Landesmeisterschaften zum dritten Mal auf dem obersten Treppchen stand. Nach elf Runden musste er der 37-jährige Großmeister allerdings gegen den mit 7,5/11 punktgleichen Tigran Gharamian in einen Stichkampf, den der Neu-Hamburger Bauer [ https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Bauer_%28Schachspieler%29 ] dann mit 1,5:0,5 für sich entschied. Favorit Etinne Bacrot wurde Dritter. Bei den Frauen setzte sich in dem ebenfalls elfrundigen Turnier „jeder gegen jeden“ Almira Skripchenko mit 9/11 durch. Entscheidend war, dass die Europameisterin von 2001 das direkte Duell gegen die Zweitplatzierte Nino Maisuradze [8,5/11] in Runde 8 gewann. Die neue Landesmeisterin ist übrigens hierzulande immer noch als Schachfiguren jonglierendes „Covergirl“ des SV Werder Bremen bekannt. Mit diesem Verein gewann Almira 2005 die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

 

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Erster German Master ist Daniel Fridman, israelischer GM Michael Roiz siegt beim ZMDI Open – Vom 24. Dresdner Schachsommer berichtet für den Schach-Ticker RALF MULDE

 

Daniel Fridman

Daniel Fridman

Es ist tatsächlich so: Immer im August ist Dresden zumindest die deutsche Schachhauptstadt. Und das war auch diesmal bei der 24. Auflage des Schachsommers [15.-23. August] nicht anders. Das Angebot an Turnieren reichte dabei von der Premiere des UKA German Masters für die besten deutschen Schachspieler mit dem attraktiven Challenge-Rapid-Wettbewerb als Qualifikationschance für ein Trio über das ZMDI Open in drei Gruppen bis hin zum Schachlegendentreffen [dazu wird es noch einen Extrabeitrag geben].

 

Was das ZMDI Open angeht, so spielten 236 Teilnehmer, darunter 22 weibliche Schachsportlerinnen, in Dresden heiß umkämpfte neun Runden bei im Durchschnitt 27°C Außentemperatur. Daraus ergaben sich 1.062 Partien, was bei einer geschätzten Partielänge von beiderseits je 40 Zügen insgesamt 83.960 Züge ausmacht. Nun ja, unterstellt man in nur jedem zwanzigsten Zug einen Patzer, ergibt sich … um Gottes Willen!

 

Der älteste Open-Teilnehmer war Christoph Helbig aus Altenberg, Jahrgang 1933, der jüngste, der Dresdner Dai Phan Tron, wurde 2007 geboren. Rund 10 Prozent Damen nahmen teil und es wurden möglicherweise insgesamt 2.465 Tassen Kaffee getrunken …

 

Unter diesen knallharten und durch das wunderbare Wyndham Dresden Hotel doch komfortablen Bedingungen entspannten sich in allen drei Open-Gruppen und im German Masters spannende Partien. „Natürlich gab es auch hier und da ein Kurz-Remis“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, „aber jeder braucht mal eine kurze Pause.“ Und manchmal zwingt eben auch der aktuelle Tabellenstand zu außergewöhnlichen Maßnahmen.

 

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GM Gerhard Schebler lebt glücklich und zufrieden in Tailand – Interview mit einem Großmeister den es nach Thailand verschlagen hat

 

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Gerhard Schebler spielt seit seinem 12. Lebensjahr Schach. Er erhielt vom Weltschachbund FIDE den Titel Internationaler Meister im Jahr 1995 verliehen, seit November 2004 trägt er den Titel Großmeister (GM). Die GM-Normen erfüllte er in den Saisons 2001/02 und 2002/03 der niederländischen Meesterklasse sowie im Juli 2004 beim A-Skanska Open in Pardubice. Schebler ist ein professioneller Spieler und außerdem als Trainer aktiv.

 

In der deutschen Schachbundesliga spielte Schebler von 1995 bis 1997 für den PSV/BSV Wuppertal und von 2004 bis 2011 für den SV Mülheim-Nord, dessen Mitglied er von 1998 bis 2011 war. Mit Mülheim nahm er auch am European Club Cup 2008 teil. In der niederländischen Meesterklasse spielte er von 1998 bis 2005 für den Enscheder Verein ESGOO, in den Saisons 2008/09 und 2010/11 für die Schaakvereniging Voerendaal. In Belgien spielte er für den KSK 47 Eynatten, mit dem er 2005, 2006, 2010 und 2011 belgischer Mannschaftsmeister wurde und dreimal am European Club Cup teilnahm, in Luxemburg für De Sprénger Echternach, mit dem er 2006 Meister wurde.

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Hallo Gerhard. In den Jahren als im Ruhrgebiet an jedem Wochenende ein Schnellschachturnier veranstaltet wurde, war Gerhard Schebler dabei. Auch in der Bundesliga hast du für den SV Mülheim-Nord gespielt. Durch Zufall sah ich auf Facebook, dass dich deine Wege nach Thailand geführt haben. Wieso das?

 

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Boris Gruzmann und Mira Kierzek gewinnen die Titel – Abschlussbericht von BRUNO MÜLLER-CLOSTERMANN

 

Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften  in Magdeburg (15.-23.8.2015) wurden in der letzten Runde die beiden führenden Berthold Bartsch und Peter Rahls (beide 7 Punkte) doch noch von den  direkten Verfolgern Jefim Rotstein und Boris Gruzmann (beide 6,5 Punkte) abgefangen.

Jefim Rotstein (2-mal "Vizemeister"), Boris Gruzmann (Senioren- und Nestorenmeister!), Mira Kierzek (Seniorenmeisterin)

Jefim Rotstein (2-facher „Vizemeister“), Boris Gruzmann (Senioren- und Nestorenmeister!) und Mira Kierzek (Seniorenmeisterin)

Im direkten Vergleich mit Rotstein erreichte Bartsch ein deutlich besser stehendes Dame-Turm-Endspiel, um dann zuerst einen Bauern einzustellen und anschließend die immer noch ausgeglichen stehende Partie sogar noch zu verlieren. Sehr ärgerlich für Berthold Bartsch, da ihm ein Remis  zum sicheren Titelgewinn gereicht hätte! Auch Peter Rahls als Tabellenzweiter verlor seine Partie gegen Boris Gruzmann, so dass die Tabellenspitze nach der 9. und letzten Runde gedreht war: Gruzmann und Rotstein (beide 7,5 Punkte) vor Bartsch und Rahls (beide immer noch 7 Punkte). Durch die bessere Sekundärwertung wird Boris Gruzmann sowohl „Deutscher Seniorenmeister“ als auch  „Deutscher Nestorenmeister“ vor Jefim Rotstein, der sich „zweifacher Vize-Meister“ nennen darf!?

 

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