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Sparkassen Chess-Meeting: Wladimir Kramnik ist und bleibt Schachkönig von Dortmund

Von admin - 07.Juli 2009, 11:34 Uhr

Der Russe Wladimir Kramnik hat das Großmeisterturnier beim Sparkassen Chess-Meeting 2009 gewonnen. Und zwar zum neunten Mal - das ist einsamer Rekord! Der Exweltmeister aus Russland erzielte 6,5 Punkte aus zehn Partien und distanzierte seine ärgsten Verfolger um einen ganzen Punkt. Mit diesem Erfolg erreichte Kramnik eine Bestmarke für das Guinness-Buch der Rekorde. Er ist der erste Spieler der Welt, der eines der drei Superturniere - Linares (Spanien), Wijk aan Zee (Niederlande) und Dortmund - neunmal gewonnen hat. Bislang standen Kramnik als achtfacher Dortmund-Sieger und Kasparow, achtfacher Linares-Sieger, gemeinsam an der Spitze. In einer ersten Reaktion nach seinem Sieg sagte Wladimir Kramnik: „Es ist eines meiner Karriereziele, Dortmund zehnmal zu gewinnen.“
 Die nächsten Plätze hinter dem souveränen Sieger belegten Titelverteidiger Peter Leko (Ungarn), Magnus Carlsen (Norwegen) und Dimitri Jakowenko (Russland). Kramniks junger Landsmann fiel in Dortmund durch kämpferisches Schach und große Verteidigungskunst auf. Jakowenko spielte gegen den Franzosen Etienne Bacrot mit 81 Zügen auch die längste Partie.
 Endstand Großmeisterturnier:
 1. Wladimir Kramnik (Russland) 6,5; 2. Peter Leko (Ungarn) 5,5; 3. Magnus Carlsen (Norwegen) 5,5; 4. Dimitri Jakowenko (Russland) 5,5; 5. Etienne Bacrot (Frankreich) 4,0; 6. Arkadij Naiditsch (Deutschland) 3,0
 Nicht nur aufgrund der spektakulären Schach-Erfolge zieht Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe für das Sparkassen Chess-Meeting 2009 eine positive Bilanz: „Etwa 3.500 Besucherinnen und Besucher im Schauspielhaus und – wie die Computerfachleute mitteilten – täglich etwa 50.000 Schachfreunde auf der offiziellen Internetseite zeigen die ungebrochene Anziehungskraft des Superturniers in der Westfalenmetropole. Auch die Besuche von Boris Kutin, dem Präsidenten der Europäischen Schachunion und des Präsidiums des Deutschen Schachbundes zeigen gemeinsam mit der Visite zahlreicher Journalisten den hohen Stellenwert der Dortmunder Veranstaltung.“
 In wenigen Tagen beginnen die Planungen für das nächste Turnier. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dortmund, Uwe Samulewicz, sagte bereits: „Die Finanzierung ist auf jeden Fall gesichert.“
 Im Helmut-Kohls-IM-Turnier gewann Markus Schäfer (SG Solingen) vor dem Vorjahressieger Thomas Trella (SF Gerresheim). Das A-Open im Rathaus wurde eine Beute des deutschen Großmeisters David Baramidze (Hamburger SK), der lange in Dortmund lebte. Im offenen B-Turnier siegte Wladimir Dolgopoly (SV Halver).
Turnierseite      WDR Lokalzeit Dortmund

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5 Kommentare

  1. Bartsch:

    Schon wieder mit den zwei größten Langweilern im Spitzenschach.

  2. Deep Mikey:

    Und dass es bis jetzt noch keine 2009er-Seite gibt, ist schon extrem peinlich!

  3. bardou:

    Ja Weltklasse, sicher, aber wo ist die spritzige Ueberraschung? Zuviel “habitués” in diesem Turnier. Schade!

  4. Heinz Besser:

    Ein mit so hohen Erwartungen gestartetes Turnier, gespickt mit 6 Top - Stars, muss für den objektiven Beobachter als maßlose Enttäuschung angesehen werden. Man hat das Gefühl, die Protagonisten riskieren nur so viel, wie gerade nötig ist. Wo bleibt Euer Mut, Euer Feuer, Eure Entschlossenheit, Eure Risikobereitschaft.
    Remispartien sind im Schachsport wahrlich keine Seltenheit. In dieser Häufung aber für den neutralen Beobachter eher eine Zumutung. Da lobe ich mir das Schach der Lasker- oder Capablanca - Zeit.
    Das, was in Dortmund geboten wird, ist mit o-o Spielen im Fußball vergleichbar.
    Ihr Kramnik`s und Co`s, Ihr solltet den Kindern und Jugendlichen die Schönheit des Schachspiels vermitteln! Was macht Ihr? Ihr langweilt uns zu Tode!!!

  5. Anton Thaler:

    Einmal mehr eine grosse Enttäuschung mit Ausnahme der Teilnahme von Magnus Carlsen, der sich als einziger gegen das Remisgeschiebe auflehnt. Betonschach zum abgewöhnen Remisquote über 70%. Man sollte motiviertere Spieler einladen die nicht nur auf Halten spielen. Auch eine Frechheit gegenüber Veranstalter und Zuschauern, wenn man bedenkt was die Leute abkassieren für ihre Leistung. Erstaunlich, dass man da überhaupt noch Sponsoren findet.
    Ein Vorschlag führt nächstes Jahr. Ein Gambit-Turnier mit den gleichen Spielern. Ich freue mich schon auf das Morra-Gambit zwischen Kramnik und Leko………na bei den Beiden wirds wohl trotzdem remis in 20 oder so……

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