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Deutschlands Nummer 1 hat exklusiv für den Schach-Ticker die acht WM-Kandidaten gecheckt und erwartet einen Riesenkampf zwischen Aronjan, Kramnik und Topalow


Wer qualifiziert sich im März für den wahrscheinlich teuersten WM-Kampf aller Zeiten gegen Magnus Carlsen wird die große Frage nächsten Monats sein. Nehmen wir doch die acht Qualifikanten ein wenig näher unter die Lupe, von denen nur der Sieger des doppelrundigen WM-Kandidatenturniers im russischen Chanty Mansijsk [11. März bis 1. April] das Recht erwerben kann, im November den amtierenden Weltmeister in einem Mach um die Schachkrone herauszufordern.

 

LEVON ARONJAN

 

[6. Oktober 1982 in Jerewan/Armenien, Weltranglistenplatz 2, Elo 2826 (Stand 1. Februar 2014), Platz 4 Kandidatenturnier London 2013]

 

In den letzten sechs Monaten scheint der Armenier in Bestform zu sein, und der 31-Jährige hat noch das nötige Glück. Bei der Mannschafts-EM und Team-WM zeigte er eine fantastische Performance, was jedoch mehr an seinem Glück als an der Spielweise lag. Ein kleines Bespiel: In drei nahezu verlorenen Stellungen gegen Csaba Balogh, Etienne Bacrot und Georg Meier holte er 2 aus 3!
Dafür spielte Aronjan in Wijk aan Zee im Januar unglaublich gutes Schach – genauso wie kurz darauf beim Chess Challenge in Zürich.
Der Weltranglistenzweite ist ganz klar der Mann mit der besten Vorbereitung in der Welt, er spielt sehr praktisch und kämpft um jeden halben Punkt.

 

WLADIMIR BORISSOWITSCH KRAMNIK

 

[25. Juni 1975 in Tuapse/Russland, Weltranglistenplatz 3, Elo 2787 (Stand 1. Februar 2014), Platz 2 Kandidatenturnier London 2013]

 

Für den Exweltmeister ist es vielleicht die letzte Chance, noch einmal ein WM-Match zu spielen und sich den Titel zu holen. An Motivation fehlt es Kramnik nicht, der sogar das sehr lukrative Superturnier in Zürich absagte um sich noch ganz gezielt auf das Kandidatenturnier zu konzentrieren. Schon vor zwei Jahren lieferte er Magnus Carlsen ein tolles Rennen, und nur die Feinwertung mit 5:4-Siegen machte den Norweger damals zum Sieger.
Obwohl sich Kramniks Elo deutlich von Carlsens unterscheidet, und zwischen ihm und Aronian sind es auch mehr als 30 Punkte, hat er eine tolle Bilanz gegen die beiden und ist einer der ganz wenigen WM-Kandidaten, der vor dem Weltmeister keine Angst hat.

 

WESSELIN TOPALOW

 

[15. März 1975 in Russe/Bulgarien, Weltranglistenplatz 4, Elo 2785 (Stand 1. Februar 2014)]

Der FIDE-Weltmeister von 2005 spielt jede Partie bis zum Ende aus, und scheut sich dabei auch nicht, große Risiken einzugehen – also Kampfschach pur. Seine Resultate der letzten Jahre sind eine Kombination aus Erfolgen, und auch eher schlechteren Resultaten, die bei Aronian oder Kramnik deutlich seltener vorkommen. Topalow ist zudem jemand, der viele Partien hintereinander gewinnen kann. Für ihn ist es ebenfalls vielleicht die letzte Chance, mit einem Sieg in Chanty Mansijsk noch einmal um den WM Titel kämpfen zu dürfen. Die Frage bleibt: Wie gut wird seine Vorbereitung sein und hält er wirklich gegen Aronian und Kramnik stand? Gegen die anderen Teilnehmer könnte er eventuell mehr Punkten als seine Kontrahenten erreichen.

 

VISWANATHAN ANAND

 

[11. Dezember 1969 in Madras/heute Chennai/Indien, Weltranglistenplatz 8, Elo 2773 (Stand 1. Februar 2014)]

 

Wahrscheinlich ist „ Vishy“ der beste Spieler der letzte 20 Jahre. Er hat wirklich alles erreicht im Schach, was nur möglich war. Es gab Zeiten, da war Anand zudem, fast unbesiegbar in Schnellschach und Blitz. Was aber seine Leistungen der letzten Jahre angeht, so sind so doch eher bescheiden geworden. So spielt er deutlich langsamer als früher, versucht keine Risiken mehr einzugehen und scheint außerdem sehr glücklich zu sein, wenn die Partie endlich zu Ende ist. Sein WM-Match gegen Carlsen war auch mehr ein Schlachtfeld als ein Duell zwischen Herausforderer und Weltmeister.
Ob Viswanathan Anand die letzten zwei bis drei Jahre jetzt innerhalb von nur drei Wochen rückgängig machen kann, scheint doch eher unwahrscheinlich. Man wird schließlich nicht jünger, die Nerven werden nicht besser und mit dem Druck geht man auch nicht mehr so einfach um.

 

SCHACHRIJAR MAMEDJAROW

 

[12. April 1985 in Sumgajit/Aserbaidschan, Weltranglistenplatz 13, Elo 2757 (Stand 1. Februar 2014)]

 

Er ist ein sehr, sehr talentierter Spieler, toll im Angriff, rechnet fantastisch schnell und genau. Jedoch hat er nicht die gleiche Spielstärke wie die bereits genannten WM-Kandidaten. Immer wieder fehlten ihm die Stabilität und vielleicht auch etwas mehr Ausgeglichenheit in seiner Spielweise, um sich in den Top 5 der Welt zu etablieren. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Schachrijar ein Plus-Score machen wird, aber als Sieger des Kandidatenturniers kommt er für mich nicht infrage.

 

SERGEJ ALEXANDROWITSCH KARJAKIN

 

[12. Januar 1990 in Simferopol/Ukraine, Weltranglistenplatz 9, Elo 2766 (Stand 1. Februar 2014)]

 

Sergej hält den Rekord als jüngste Großmeister der Welt [12. April 2002 im Alter von zwölf Jahren und sieben Monaten]. Er hatte die besten Trainer der Welt und ist seit Jahren knapp in den Top 10 der Welt platziert. Sergej ist ein sehr starker Spieler, der einen tollen Aufschlag mit Weiß hat, und seine Spielweise weist keine großen Schwächen auf. Ein wenig schade ist aber, dass Karjakin fast immer die gleichen Eröffnungen in seinem Repertoire hat. So scheint seine Spielweise auch recht langweilig zu sein. Vielleicht macht er einfach zu wenig. um wirklich der beste Spieler der Welt zu sein. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass er es Spielern wie Aronian oder Kramnik relativ einfach in der Vorbereitungsphase macht, was ihm durchaus klare Eröffnungsnachteile bringen könnte.

 

PETER WENIAMINOWITSCH SWIDLER

 

[17. Juni 1976 in Leningrad/heute St. Petersburg/Russland, Weltranglistenplatz 11, Elo 2758 (Stand 1. Februar 2014), Platz 3 Kandidatenturnier London 2013]


„Peter der Große“ ist mit sieben Titeln der Dauersieger der Russischen Einzelmeisterschaft, er gewann im September 2011 den im K.o.-Modus ausgetragenen World-Cup und kann mit Platz 3 auch auf eine gute Bilanz bei dem letzten Kandidatenturnier in London 2013 verweisen. Doch diesmal gehört Peter, der für Chanty Mansijsk diesmal den Freiplatz des Veranstalters erhalten hat, für mich nicht zu dem Favorit. Er ist sicherlich bestens vorbereitet mit Schwarz, besonders sein Grünfeld-Inder steht wie eine Wand. Doch mit Weiß zeigt er oft eine eher friedliche Einstellung und irgendwie nicht die Härte der Top 5 der Welt. Und die braucht man unbedingt, um einen solches schweres Turnier zu gewinnen.

 

DMITRI WLADIMIROWITSCH ANDREIKIN

 

[5. Februar 1990 in Rjasan/Russland, Weltranglistenplatz 3, Elo 2709 (Stand 1. Februar 2014)]

 

Qualifiziert hat sich Andreikin durch eine tolle Leistung beim letzten World-Cup, und dabei eher durch seine Stärken im Schnellschach als im Normalschach. So konnte er nur im Finale von Wladimir Kramnik gestoppt werden. Andreikin hat eine relative passive Art zu spielen, doch nimmt er jede Chance wahr, die sich ihm bietet. Und er verfügt über eine sehr gute Verwertungstechnik. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er den einen oder anderen Turnierfavoriten einen wichtigen Punkt abknöpfen wird. Trotzdem wäre es mehr als überraschend, ihn in der oberen Tabellenhälfte zu sehen.

 

MEIN FAZIT:

 

Ich erwarte einen Riesenkampf zwischen Aronian, Kramnik und Topalow. Jeder hat seine Vorteile, daher ist es für mich zum jetzigen Zeitpunkt doch sehr schwer zu sagen, wer der Favorit sein wird. Ich denke, dass die aktuelle Form in Chanty Mansijsk letztlich darüber entscheidet, wer sich das Recht erkämpft, Magnus Carlsen um den WM-Titel herauszufordern.

 

P.S.:  Wir haben auch unsere Besucher zu einem Voting „Wer fordert Magnus Carlsen?“ aufgefordert. Bis zum heutigen Dienstag [25. Februar] sind 580 Tipps registriert. Das Ergebnis ist dabei ziemlich eindeutig: Levon Aronjan liegt klar in Führung [338 Votes/58 Prozent] vor Wladimir Kramnik [122 Votes/21 Prozent].

Elf Tage später [8. März] haben bereits mehr als 2400 Besucher abgestimmt. Die meister Votes kommen jetzt auf Kramnik [760], der knapp vor Karjakin [733] an der Spitze liegt. Auf Platz 3 zurück gefallen ist Aronjan [624]. Unser Voting endet übrigens am 12. März um 24 Uhr!

 

[Redaktion des Beitrages: Raymund Stolze]

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