Premiere für eine neue Schach-Ticker-Kolumne von ROSEMARIE J. PFORTNER

 

RoseMarie.J.Pfortner-Lichtstrahl

ROSEMARIE J. PFORTNER

Nicht selten passiert es uns: Wenn wir gründlich und hartnäckig suchen, finden wir Schätze – was das auch immer sein mag. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich sofort an eine Ballade „Die Schatzgräber“ von Gottfried August Bürger, die wie folgt beginnt:

 

„Ein Winzer der am Tode lag,

Rief seine Söhne an und sprach:

„In unserem Weinberg liegt ein Schatz.

Grabt nur danach!“ – „An welchem Platz?“

Schrie alles laut den Vater an.

„Grabt nur!“… O weh, da starb der Mann.

 

Natürlich ist das Internet ein idealer Suchplatz, und so ist unser Webmaster Franz Jittenmeier auf das Internetportal KUNST & SCHACH [ http://www.kunstundschach-rjp.com/ ] von RoseMarie J. Pfortner gestoßen. Unsere Anfrage, ob Sie nicht monatlich eine Kolumne zu diesem Thema schreiben könnte, fand sofort ihre Zustimmung,

 

Die Antwort auf meine Nachfrage, warum sie Schach gut findet, lautet: „… weil es in dem Ruf steht, dass es sehr schwer zu erlernen ist. Kaum nachvollziehbar, aber etwas zu machen, was von großen Geistern als schwierig bezeichnet wird, weckte schon immer mein Interesse. Darum lehne ich für mich auch Computerunterstützung ab, weil die guten Züge, die durch ‚Selbstdenken gemacht werden, ein unbeschreiblich tolles Gefühl hervorrufen – was geradezu ein geistiger Genuss ist! Darüber hinaus gefällt es mir natürlich, dass SCHACH in den Strahlenbereich der KUNST gerät, natürlich nicht im Sinne von Schachkunst’, die das beschreibt, was die genialen Schachgrößen vollbrachten bzw. vollbringen – sondern einen Künstler wie mich dazu inspiriert, beides miteinander zu verknüpfen.“

 

Hier ist nun ihre erste Kolumne zum Thema KUNST & SCHACH, und wir hoffen sehr, dass dieses neue Leseangebot von Ihnen angenommen wird!

 

„(…) Das Nachspielen und, nach eingehendem Studium, Verstehen einer Partie Capablancas stellt die Hohe Schule der Schachkunst dar. (…)“ lese ich in einem 1946 geschriebenen Vorwort zu einem Buch über J.R. CAPABLANCA .

Große „Schachkunst“ zuhause bei den Capablancas dieser Welt – mein Thema hier ist jedoch Schach und Kunst – also, die Verbindung dieser beiden himmlischen Elemente.

 

Was hat nun Schach mit Kunst zu tun? Eine Stellung auf dem Brett – was ist daran Kunst? Parallel zum eigenen und gegnerischen feindlichen Ansinnen betreffend des Geschehens auf dem „Kriegsschauplatz Schachbrett“ sollte man ein verliebtes und künstlerisches Auge für die Schönheiten der verschiedenen Stellungen haben – sich bewahren – ja, direkt danach suchen. Es ergeben sich so manches Mal so schöne Formationen, die man am liebsten nicht mehr ändern möchte…

 

Das Spiel erlernte ich vor zwei Jahren durch einen Schachfreund und jetzt sind Schachbücher meine einzigen Hilfen. Die darin neben den Übungen enthaltenen Geschichten rund ums Schach faszinieren mich derart, dass ich darüber auch schon mal das Üben vergesse… Laut Überlieferung sollen im Mittelalter Schachspieler, genau wie Sänger, Musikanten und Gaukler, an den damaligen Fürstenhöfen für Unterhaltung gesorgt haben und ganz besonders erfolgreiche Spieler seien sogar Statussymbol des Hofes gewesen. Die Entstehung des ersten Schachbuchs datiert etwa Mitte des 9. Jahrhunderts – und da es damals weder Schreibmaschine noch Computer gab, musste alles mit Tinte auf Pergament geschrieben und bestimmt auch gemalt werden – letzteres vielleicht sogar mit dem damals schon bekannten Rötel.

 

Muss doch wunderschön und erhebend gewesen sein, zu jener Zeit am Hofe mit solch einer Aufgabe betraut worden zu sein…

 

DIE AUTORIN

 

RoseMarie J. Pfortner geboren auf der „französischen Seite“ von Deutschland, lebt auf der „deutschen Seite“ von Frankreich. MALEN und SCHEIBEN – ihre zwei gleich stark ausgeprägten Interessen – sind schon seit ihrer Kindheit bis zum heutigen Tage und immer wieder verknüpfend anwendbar, sogar im Berufsleben als Justizbedienstete. Sie entwarf Formulare und allen den von ihr zu leistenden Schriftstücken, verlieh sie eine äußere Form, die optisch der Würde des Hohen Hauses entsprach. In den 1970er-Jahren stellte sie aus Zeitungsberichten, Buchauszügen, Reden, Pressefotos und eigenen Zeichnungen ein „Buch“ über die Kennedys zusammen, das sich heute im JOHN-F.-KENNEDY-MUSEUM in Boston/USA befindet. Seit 2008 ist sie ihr eigener Webmaster und inzwischen auch Mitarbeiter bei anderen Webseiten, wie z.B. bei der aus ihrer Heimatgemeinde in Deutschland. Parallel zu diesen doch überwiegend schriftlichen Tätigkeiten übte sie ohne Unterbrechung die Malerei aus. Von 1983 bis 2003 zeigte sie in über 20 Einzelausstellungen ihre Werke: Anfangs nur ihre Bleistiftportraits, später kamen dann noch andere Motive in Pastell und Rötel hinzu. Heute präsentiert sie einen großen Teil ihrer Werke als „Dauerausstellung“ auf ihrer ART-Webseite. 2011 traf sie auf das SCHACH – über die Kunst. In ganz kurzer Zeit erlernte sie das Schachspielen, um es dann – als „dritte große Passion“ – mit dem MALEN und SCHREIBEN zu verbinden. Seit 2013 spielt sie öffentlich über das Internet eine Fernschach-Künstlerpartie – einer Weltneuheit : „Fernschach und Kunst – Eine Symbiose aus Kunst und Fern-Schach“. Ein Projekt des Deutschen Fernschachbundes e.V. (BdF), bei dem zwei Künstler gegeneinander Schach spielen und zu jedem Zug ein Bild gestalten [hier der Link: http://www.bdf-fernschachbund.de/partner/kuenstlerpartie/kuenstlerpartie.htm#].

 

[Redaktion Raymund Stolze]

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