Vom dritten Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Aalen berichtet RALF MULDE

 

Dr Dirk Jordan beendet Aalen 2015

Dr. Dirk Jordan beendet Aalen 2015

Dass Schlusswort in Aalen hatte der Turnierdirektor der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] Dr. Dirk Jordan: „“Wir sind sehr zufrieden mit dem äußerst angenehmen Verlauf im Kreis unserer netten Spieler.“ Und Recht hat der Mann, der ein erstklassiges Team seit Jahren um sich weiß. Dazu gehört natürlich auch unser Mann in Aalen RALF MULDE, der vom dritten Qualifikationsturnier in der Saison 2015/16 für den SCHACH-TICKER berichtet.

 

Fünf aus fünf klingt ganz einfach, oder? Wer das schon einmal selbst probiert hat, wird vom Gegenteil berichten können. Der Aalener Richard Haidl [SV Unterkochen] dachte sich jedenfalls: „Wenn nicht hier, wo dann?“. So nutzte er den Heimspiel-Vorteil vor „Tausenden skandierenden Groupies“ und siegte in der D-Gruppe mit knallharten 100%. Der 1998 geborene Unterkochener [das ist nicht das Gegenteil von überkochen] weist aktuell eine DWZ 1660 und Elo … noch gar keine aus. Kommt noch.

 

Weil die D-Gruppe mit ihrer Ratingspanne von 1700 bis 1501 ungefähr den Wert spiegelt, den die meisten deutschen Schachspieler aufweisen, nannte es einer die „Jedermann-Gruppe“. Nicht schlecht, denn Dauerläufer „Jedermann“, Hugo von Hofmannsthal 1911, wird immerhin seit 1920 jedes Jahr in Salzburg aufgeführt – anscheinend also kein ungünstiges Etikett. Wir hatten Glück, dass Schachfreund Haidl so knapp vor dem Fest abkömmlich war, denn nebenher ist er sozial engagiert [in der Aalener katholischen Kirche – sozusagen Gegenpol des Jedermann], ein Vorbild für uns alle.

 

Sarah Hund Aalen 2015

Sarah Hund Aalen 2015

Der Brühler Marius Gramb zeigte, was so ein knorriger Rheinländer kann. Als Fünfzehnter der Ratingliste legte er los und als Erster der A-Gruppe hörte er wieder auf! Allerdings, dem nicht mehr mitspielenden Roy Black folgend [„Du bist nicht allein …“ cha-cha-cha] waren da noch ein paar andere neben ihm, die ebenso wie Marius Gramb 3,5 Punkte schafften, nämlich Hans Lotzien [Godesnberger SK], Andreas Schulze [TG Bieberach] und Christian Schatz [TWSV Rottendorf ], die durch die Unwägbarkeiten der Feinwertung auf die Plätze 2-4 verwiesen wurden. Ebenso wie Arend Brümmel [Stader SV] und Gerald Löw [TSV Bindlach Aktionär] – das Duo kam auf 3/5 – waren sie damit aber für das Finale der DSAM in Halle/Saale vom 28. bis 30 Mai kommenden Jahres qualifiziert.

 

Spannend fanden viele [oder gar alle?], wie denn das „Duell der jungen Damen“ in der B-Gruppe zwischen den beiden Hoffnungsträgerinnen Sarah Hund [Freiburg] und Annmarie Mütsch [Eppingen] ausgehen würde. Eine lange Story kurz erzählt: Die Eppingerin siegte mit Schwarz in der direkten Begegnung der zweiten Runde, beide machten sich durch eine größere Zahl von schachlichen Weihnachtsgeschenken noch beliebter als ohnehin schon und „die Mütsch“ schloss das Turnier im Mittelfeld ab, aber eben vor Sarah Hund, womit sie Bestfrau der B-Gruppe war.

 

Juergen Denk

Juergen Denk

Imponiert hat in dieser Gruppe der 1968 geborene Jürgen Denk. Irgendwie ganz unauffällig spielte er nahe seiner Heimat, siegte dabei Stück für Stück … und hatte am Ende 4,5 Punkte und damit den ersten Platz errungen. Er spielt für den SC Leinzell, je nach den wechselnden Geschicken des Clubs mal in der Landesliga, mal in der Bezirksklasse Ostalb und hatte in der „Stadtmeisterschaft Schwäbisch Gmünd 2013“ [klingt jetzt aber auch noch nicht so richtig wie Linares 2012] mit 5,5 aus 7 einen noch ziemlich frischen, tollen Erfolg.

 

Ebenfalls einen kleinen Fanclub [im Schach, Ladies …!] hat an diesem Wochenende vielleicht Daniel Walter vom SK Sontheim/Brenz bilden können, der mit 4,0 Punkten ein solides Ergebnis ablieferte, damit Erster der E-Gruppe wurde und durch seine recht ernsthafte Art auffiel, mit dem Spiel umzugehen.

 

Eine Etage drunter, in der F-Gruppe, waren wir neben dem Sieger, Hilmar Merz, besonders von „den drei Efthymious“ von der SG Schramberg-Lautenbach beeindruckt. Sohn Jonas [4,0 Punkte], der sich mit Rang 2 ebenfalls eine Fahrkarte in den schöne Stadt an der Saale sicherte, Vater Thomas [2/5], und Tochter Clara [1/5. – na gut, der eine Punkt war kampflos …] verfügten offenbar noch über keinerlei größere Turniererfahrung, machten mit, hatten Spaß und blieben keineswegs erfolglos. So soll’s sein!

 

Sämtliche Details zu den sechs Spielklassen weitere Textbeiträge und noch viel mehr sieht man hier auf der Veranstalterwebseite http://www.ramada-cup.de/aalen/ . Und wer genau hinschaut, der weiß auch: Im neuen Jahr geht es gleich wieder los, denn da ruft Hamburg vom 8. bis 10. Januar.

 

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