Heisse Duelle im eiskalten Tallinn

Kovalenko
Das Keres-Memorial konnte ich, ähnlich wie die WM im Schnell- und Blitzschach, nur bedingt live verfolgen. Freitag hatte ich Zeit, aber in den ersten vier Runden wird doch (Pflichtaufgaben für die Favoriten) noch nicht allzu viel passieren? Es kam teilweise anders … . Samstag hatte ich selbst einen Mannschaftskampf und habe daher nicht alle Runden in Tallinn live mitbekommen, nach acht von elf Runden führte David Howell. Heute (Sonntag) hatte ich morgens einen Crosslauf – um diese Jahreszeit, jedenfalls anno 2015/2016, muss man auf Texel alle Tage nutzen, an denen es nicht regnet und nicht stürmt. Parallel dazu übernahm Igor Kovalenko die Führung im Turnier, und nun sind alle elf von elf Runden vorbei.

 

Das Titelfoto passt zum Turnier, auch wenn es (Runde 8) verkehrt herum aufgenommen ist: vorne an Brett 4 Kovalenko, dann an Brett 3 Svidler, dahinter an Brett 2 zwei Polen (Kamil Miton und, von hinten, Jan-Krzysztof Duda) die ich nur im Kontext und aufgrund ihres roten Outfits erkenne. Dieses und alle weiteren Fotos stammen vom russischen Schachverband, der mit Vladimir Barsky einen Reporter und Fotografen vor Ort hatte. Da gpartienibt es auch kommentierte Partien, aber dafür bemühe ich nicht Google Translate sondern schreibe meinen eigenen Bericht – ein bisschen beeinflusst (u.a. betrifft Fotoquelle) von chess24, wo Colin McGourty täglich etwas schrieb. Fotos via die Turnierseite sind etwas wahllos, zum Beispiel fehlt Kovalenko ganz – was wird man als Reporter, der nicht selbst vor Ort war, doch mitunter verwöhnt … (diesmal eher nicht).

 

Unser Mannschaftskampf endete übrigens, etwas glücklich, 4,5-3,5. Mit 8-0 Mannschaftspunkten und 18 Brettpunkten (ja, viermal 4,5-3,5) sind wir, En Passant, nun Tabellenführer. Das erwähne ich, weil ich es gerne nebenbei erwähne und weil es auch ein bisschen zum Keres Memorial passt: Kovalenko gewann quasi 4,5-3,5 und hatte dabei in Runde 10 das Glück, das ein Sieger braucht. So stand es zum Schluss: Kovalenko 9/11, Howell, Gelfand, Ganguly 8.5, Duda, Georgiev, Svidler, Berkes, Motylev, Kosteniuk, Tregubov, Miton, Neiksans 8, usw. (178 Teilnehmer). Bei den ersten dreizehn fehlen einige bekannte Namen – einen nenne ich später noch, da er die deutschen Farben vertrat, einige andere Namen werde ich ebenfalls erwähnen.

 

Ganz kurze schachliche Zusammenfassung des Turniers – auch ein bisschen von chess24 inspiriert, aber auch mein eigener Gesamteindruck: Es gab taktische Perlen (nicht immer gewann da der Elo-Favorit); es gab auch interessante Endspiele, die nicht immer am Ende das „richtige“ Ergebnis hatten. Und nun Runde für Runde, TAG 1 eher im Schnelldurchlauf. In Runde 1 gewannen alle Favoriten, d.h. an den ersten zehn live übertragenen Brettern und weit darüber hinaus. Schon in Runde 2 war damit Schluss: Gelfand stand sehr gut, spielte dann zu kreativ und übersah dabei einen spektakulären taktischen Konter – der glückliche Gegner („happy“ war er danach sicher, ansonsten hat er seine Chance genutzt) hiess Juri Krupenski, estnischer FM mit Elo 2362. Auch weiter hinten gab es Überraschungen, vor allem mit estnischer und lettischer Beteiligung, einmal doppelt: im lettischen Duell gewann Lauris Laimins (2247) gegen GM Arturs Neiksans (2579). Aber ich konzentriere mich auf die live übertragenen und derzeit verfügbaren ersten zehn Bretter.

 

In Runde 3 gab es vorne wieder zwei bis drei baltische Überraschungen: GM Svidler – GM Kulaots 0-1 war dabei erstaunlich glatt, IM Sveshnikov – GM Kovalenko 1-0 offenbar Zeitüberschreitung in ausgeglichener Stellung. Gelfand, Svidler und Kovalenko sollten im weiteren Turnierverlauf zeigen, dass man sich einen Ausrutscher leisten kann. Brett 3 war auch ein quasi-baltisches Duell: 2015 hatte Daniel Fridman in Jurmala gegen den estnischen IM Ottomar Ladva verloren, diesmal gewann er – aus dem Nichts heraus, da der Gegner vermutlich in Zeitnot ein taktisches Detail übersah. Dahinter dann diverse Remisen – Eljanov-Cramling war das erste Beispiel für ein Endspiel mit „falschem“ Resultat: nach taktischen Verwicklungen im Mittelspiel hatte Eljanov vier Mehrbauern für einen Läufer, stand glatt gewonnen und wickelte falsch zum Remis ab. Eljanov leistete sich im weiteren Turnierverlauf noch zwei halbe und zwei ganze Ausrutscher gegen nominell unterlegene Gegner(innen) – das war zu viel, so landete er am Ende auf Platz 23. An Brett 8 erzielte Senior Balashov ein problemloses Schwarzremis gegen Motylev – zu ihm, dem anderen Sveshnikov und der Person, die per email an mich beide Namen erwähnte siehe unten.

 

Runde 4: An Brett 1 (Fridman-Tregubov 1-0) wurde ein interessantes, dabei wohl durchgehend ausgeglichenes Springerendspiel endlos geknetet – zum Schluss war es offensichtlich remis, aber Weiss gewann durch Zeitüberschreitung. An Brett 4 (Goganov-Ganguly 1-0) hatte Schwarz Endspielvorteil, der im 37. Zug wohl fast dahin war – aber das war kein Grund, um dreizügig-forciert eine Figur einzustellen. Ganguly spielte dann bis zum Matt weiter – auch er hatte nun seinen Ausrutscher, aber „einmal ist keinmal“. Damit war Tag eins vorbei, fünf Spieler (Georgiev, Fridman, Mikhalevski, Duda und Goganov) hatten noch eine weisse Weste. Dahinter acht Spieler mit 3,5/4, unter anderem David Howell und der lettische IM Tom Kantans, die in Runde 4 gegeneinander remisierten. So viele (halbe) Überraschungen mit baltischer Beteiligung – das lag natürlich auch daran, dass sehr viele in Tallinn mitspielten.

 

TAG 2 wurde, wie eingangs erwähnt, der Howell-Tag. Aber zunächst lag nach Runde 5 Jan-Krzysztof Duda alleine vorne – der will wohl, dass ich die Schreibweise seines zweiten Vornamens irgendwann doch auswendig lerne? Er überspielte Fridman im Endspiel – und da Mikhalevski und Georgiev remisierten und Goganov (herunter gelost) gegen Motylev verlor, hatte nur der junge Pole 5/5. Howell begann seine Aufholjagd (bei zuvor einem halben Punkt Rückstand etwas übertrieben) mit einem Sieg im Damenendspiel gegen Lintchevski. Dieses Endspiel war anfangs „nur besser“ (ein Mehrbauer), ab dem 79. Zug dann gewonnen (zwei Mehrbauern), und nach 91 Zügen gab der russische GM auf. Svidler und Gelfand waren inzwischen wieder in der Liveübertragung angekommen: Svidler gewann sizilianisch gegen Tom Kantans, Gelfand spielte 1.Sf3 und das reichte – da Gegner GM Maxim Novik, warum auch immer, nicht zur Partie erschien.

 

Runde 6: An Brett 1 war Vitiugov-Duda ein „leicht ausgekämpftes“ Remis. An Brett 2 erinnerte Howell-Matlakov 1-0 an Eljanov-Nakamura 1-0 vom Weltcup: ebenfalls Katalanisch, und zweimal tauschte Weiss zwei Leichtfiguren gegen Turm und zwei Bauern. Damals in Baku konnte Schwarz die Stellung vielleicht halten, diesmal war es – da Howell zuvor bereits einen Bauern verspeist hatte den er so nicht retournieren musste – ab sofort ein Spiel auf ein Tor. An Brett 3 war Georgiev-Motylev ein interessantes Endspiel – Computer bevorzugen Weiss da er eine Qualität für einen Bauern hatte, aber womöglich war es immer annähernd ausgeglichen, und nach 44 Zügen war Remisschluss. Das erwähne ich vor allem wegen Runde sieben und acht. An Brett 7 konnte Daniel Fridman Valentina Gunina im Endspiel überlisten.

 

Howell und Duda lagen nun gemeinsam vorne, und das sollte nach ihrem korrekten Remis in Runde 7 so bleiben, wobei andere aufschliessen konnten. Nicht Svidler und Motylev, die nach 15 Zügen remis vereinbarten – in bereits ziemlich verflachter bis „toter“ Stellung. Auch nicht Gelfand und Georgiev, wobei sie erst nach 64 Zügen in definitiv toter Stellung Frieden schlossen. Zuvor hatte Georgiev mit Schwarz zwei Mehrbauern und Läufer gegen Springer, Weiss hatte eine Art Festung. Zweimal konnte Georgiev diese mit dem Durchbruch -g5+ knacken (47.-Lg8 48.Sf8 g5+! bzw. 50.-g5+!), als er das im 58. Zug dann spielte brachte es nur ein Remis. Aber zwei andere: Jumabayev-Fridman 1-0 war aus schwarzer Sicht vertauschte Welt verglichen mit Runde 6: nun wurde er im Endspiel überlistet, bzw. hat sich selbst überlistet. Matlakov-Miton 0-1 ebenfalls im Endspiel.

 

Runde 8: Howell-Jumabayev 1-0 war kein Endspiel, sondern ein überfallartiger taktischer Sieg im Mittelspiel. Miton-Duda 1/2 erinnerte stark an Kosintseva-Kosintseva, vielfach und egal ob Tatiana oder Nadezhda Weiss hatte. Es war dieselbe Variante im Abtausch-Spanier mit „Damenopfer“ und Dauerschach – Polen hat also nicht verloren, Polen auch nicht, beide waren mit dem Remis zufrieden und wollten sich nicht weh tun. Dahinter diverse Siege und zweimal Remis, wieder verpasste Georgiev seine Chance: Ein Damenendspiel gegen Berkes war lange eher symbolisch besser, drei gegen zwei Bauern am selben Flügel. Auf Georgievs letzten Versuch 75.e6!? gab Berkes nicht das mögliche Dauerschach, sondern wickelte ab in ein Bauernendspiel. Das war zwei Züge lang für Weiss (Georgiev) glatt gewonnen, aber er machte den falschen dritten Zug – und nun war es remis, und das blieb so bis zum 99. Zug wo es vereinbart wurde. Nebendran konnte Fridman gegen den Letten Neiksans zwei Mehrbauern nicht verwerten – das lag aber nicht daran, dass er falsch weiterspielte, sondern am Remisfaktor ungleichfarbige Läufer.

 

Stand nach Tag zwei: Howell 7/8, Duda, Kovalenko, Svidler, Gelfand, Miton 6,5/8 – drei Favoriten (nach Schnellschach-Elo war Kovalenko zwischen Svidler und Gelfand an zwei gesetzt) und drei relative Aussenseiter (Howell, Duda und Miton waren Nummer 10, 14 und 16 der Setzliste)

 

TAG 3 wurde, auch das weiss der Leser bereits, der Kovalenko-Tag. Die Entscheidungen vorne in Runde 9: Svidler-Howell 1-0, nicht ganz souverän: In einem Anti-Berliner (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.d3) expandierte Schwarz am Königsflügel und stand, sagen jedenfalls Engines, besser. Dann „opferte“ er seinen Damenflügel, um nach 31.-Lxg3 fast unparierbar Matt zu drohen. Aber eben nur fast – Weiss hatte eine mehr als ausreichende Verteidigung: fast alle Figuren forciert abtauschen und in ein glatt gewonnenes Endspiel abwickeln. Nach 19.exf5?! (Computerurteil -0.94) hatte ich die Liveübertragung verlassen – einige Stunden später sah ich das Ergebnis und wie es entstand. Duda-Kovalenko 0-1, am Ende im Endspiel und trotz ungleichfarbiger Läufer. Gelfand-Miton 1-0: Damenfang auf vollem Brett. In dieser Runde war Polen also verloren. Ganguly-Tregubov 1-0 verstehe ich, jedenfalls auf die Schnelle, nicht – ich hatte schon gelegentlich erwähnt: Französisch ist eine Sprache, die ich fliessend beherrsche und eine Eröffnung, in der ich mich nicht auskenne, in der Bauernraubvariante mit 7.Dg4 nebst Dxg7 und Dxh7 schon gar nicht. Wie dem auch sei: Weiss gewann nach wilder Königsjagd. An Brett 9 gab es wieder ein quasi-baltisches Duell: GM Volodin aus Estland (Elo 2457) besiegte Daniel Fridman, da ging aus schwarzer Sicht jede Menge schief.

 

Runde 10: Die Schlüsselpartie war an Brett 1 Kovalenko-Svidler 1-0: Weiss war durchgehend am Drücker – ob und „wie“ gewonnen das Endspiel jemals war, kann ich nicht beurteilen. Kurz vor Schluss war es absolut remis, und dann verzichtete Svidler auf 57.-Kxf3 zugunsten von 57.-Kf4??! – warum weiss allenfalls er selbst. Dann erwischte er zwar den anderen weissen Mehrbauern (auf d5), aber das verbleibende Turmendspiel war – abgeschnittener König – elementar verloren. Da Howell-Gelfand gepflegt-korrekt remis endete, lag nun Kovalenko alleine vorne. Dahinter geschah natürlich einiges, aber das will ich nicht alles besprechen.

 

Runde 11 war vorne anti-klimaktisch: Gelfand-Kovalenko remis in 19 Zügen, das war angesichts bereits relativ verflachter Stellung einigermassen nachvollziehbar. Ganguly-Berkes remis nach 10 Zügen bei vollem Brett, da wollten beide wohl nichts (mehr) riskieren. Svidler-Miton war ein Remis der anderen Sorte: Nach 24 Zügen hatten beide noch ihre drei Schwerfiguren, und Svidler zwei Mehrbauern am Damenflügel, dafür am Königsflügel einen weniger und dadurch einen entblössten Monarchen. Wenn man die Freibauern am Damenflügel mobilisieren kann, dann nur langsam und nach und nach – am besten zuvor die Damen tauschen, aber wie? Stattdessen konnte er ein Turmpaar tauschen, aber dann wurde es für den weissen König brenzlig (Computerurteil bis zu -4.8). Schwarz musste die richtigen Schachs und dazwischen die richtigen stillen Züge finden, jedenfalls in einer Schnellpartie leichter gesagt als getan. Der weisse König wanderte bis nach e6, und nun sagen Engines „Weiss gewinnt“ – aber auch hier galt: nur wenn er sehr genau spielt. Das schaffte Svidler nicht, und es wurde remis – was keinem so recht nützte aber doch den Preisgeld-Spatz in der Hand einbrachte. Sutovsky-Howell 0-1 wurde quasi aus dem Nichts heraus scharf: für 15.-Ld3+ investierte Howell (in einer Schnellpartie!) satte 10 Minuten, aber auch Sutovsky hatte mehrfach lang nachgedacht und überschritt im 20. Zug, in mittlerweile ohnehin schlechter Stellung, die Bedenkzeit. Auch gegen Vitiugov war Sutovskys Stil – gerne mal mindestens einen Bauern opfern – am Ende nicht von Erfolg gekrönt; die meisten anderen Partien sind, knapp ausserhalb der Liveübertragung, nicht verfügbar. Matlakov-Georgiev 0-1 – diesmal gewann der Bulgare ein besseres Endspiel mit sauberer Technik.

 

Das war’s dann, einige Spieler will ich noch hervorheben: Wer ist eigentlich Igor Kovalenko (*1988)? Ursprünglich ist er Ukrainer, seit April 2013 spielt er für Lettland. Elomässig ist er etwa dieselbe Kategorie wie (womöglich beim Publikum dieser Seite bekanntere Namen) Howell, Ragger, Hammer, Sargissian oder Rodshtein – alle (bis auf Ragger, aber der war sehr nahe dran) hatten in letzter Zeit mal Elo knapp über 2700 bzw. haben das aktuell. Dabei taucht Kovalenko erst seit Januar 2015 in der top100 auf. Wie vergleichbare Spieler spielt er vor allem Mannschaftskämpfe (aber nicht in der deutschen Bundesliga) und offene Turniere, da waren seine grössten Erfolge 2015 Siege in Zalakaros, Ungarn (im geschlagenen Feld u.a. Adhiban, Ragger, Berkes, Bluebaum und Wagner) und beim Najdorf-Memorial in Warschau (zwar nicht unbedingt sehr stark besetzt, aber 8/9 war eine Hausnummer). Schnellschach und Blitz spielt er offenbar auch gern und viel – jede Menge ausgewertete Turniere, aber das will ich nicht näher untersuchen. Dass Sutovsky ihn quasi für den „B-Oscar“ (Definition hier) nominierte, liegt vielleicht auch daran, dass die ACP Turniere in Lettland ausrichtete.

 

Alexandra Kosteniuk muss ich wohl nicht vorstellen. Sie landete mitten zwischen höher einzustufenden Männern und gewann den Damenpreis mit Vorsprung – in der letzten Runde Sieg tief im Endspiel gegen GM Postny. Auf der Habenseite gegen GMs noch ein Remis gegen Berkes – zwar Niederlagen gegen Duda und Georgiev, aber immerhin mischte sie so weit vorne mit, dass sie in der Liveübertragung auftauchte und derlei Gegner bekam. Zwei andere GM-Gegner lasse ich aussen vor: keine Ahnung wann/warum der Este Igor Shvyrjov (aktuell Elo 2223) Grossmeister wurde, keine Ahnung ob das Remis gegen ihren Ehemann Pavel Tregubov (Brett 11 direkt unterhalb der Liveübertragung) ausgekämpft war. Am Ende landete sie direkt neben ihm, offiziell mit ganz leicht besserem zweitem Tiebreak. Zweite Dame war Altmeisterin Pia Cramling (7/11, glückliches Remis gegen Eljanov, Niederlagen gegen Motylev und Ganguly, recht erfolgreich gegen Nicht-GMs), dritte wurde die Inderin Rout Padmini (6,5/11, nach Wertung vor drei punktgleichen Damen), die Eljanov in seiner Schwächephase besiegte (nicht überliefert) sowie gegen Sutovsky, Rakhmanov und Fridman verlor. Valentina Gunina, die recht stark begann, hat die Niederlage gegen Fridman offenbar gar nicht verkraftet – danach 1/5 gegen durchweg nominell unterlegene Gegner.

 

Zu Daniel Fridman: Fridman-untypisch (? – Schnellschach ist eine eigene Disziplin) spielte er nur einmal Remis, aber drei Niederlagen waren zu viel um weit vorne zu landen. 7,5/11 sind, zumal das Keres-Memorial in der Breite doch schwächer besetzt war, schlechter als 8/11 beim Petrov Memorial 2015 in Jurmala (das er mit zwei Remisen abschloss, aber gegen Ivanchuk und Mamedyarov war das absolut OK) – Bericht hier. In der Rubrik „Wie geht es weiter“ ignoriere ich – Kategorie Schnellschach – mal Tata Steel und Gibraltar und erwähne das Petrov Memorial 2016 Anfang März – gemeldet haben u.a. Ivanchuk, Zhigalko, Kovalenko, Fridman, Matlakov, Shirov, Vitiugov – weiter unten noch einige deutsche Spieler, denen war es in Tallinn vielleicht zu kalt?

 

Im Vorbericht hatte ich angekündigt, zur Geschichte des Keres Memorials nachzuforschen. Auf meine entsprechende email reagierte namens Sportsclub Kalev Aleksander Tammert: das Turnier gibt es jährlich, dieses Jahr war die 25. Auflage (auch andere Quellen sagen 25th Keres Memorial). Meine Nachfrage zum früheren Format und zur Siegerliste (andere Quellen nennen mehrfach Shirov) hat er bisher nicht beantwortet, schliesslich hat er ja dann das Turnier mit organisiert. Dafür ein interessantes Detail: zwei Teilnehmer des Keres Memorials 2016 hatten noch selbst gegen Keres gespielt – Yuri Balashov und Evgeny Sveshnikov. Grund genug, um sie in die Bildergalerie aufzunehmen – nochmals Lob und Dank an Vladimir Barsky und ruchess.ru, konkret zwei Artikel. Als Service, für andere zur Nachahmung empfohlen, haben sie auch Bildunterschriften (bei Fotos ohne Namenschilder). Einiges verstand ich sofort, z.B. Евгений Свешников (Evgeny Sveshnikov) oder Борис Гельфанд и Петр Свидлер (Boris Gelfand und Peter Svidler, die hätte ich ohnehin erkannt), anderswo musste Google Translate helfen – vor allem bei Герой первого дня Юрий Крупенский (Der Held des ersten Tages Yuri Krupensky). Sie haben auch jede Menge Fotos aus dem winterlichen Tallinn, davon verwende ich nur eines.

 

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