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Vom vierten DSAM-Qualifikationsturnier der Saison 2015/16 in Hamburg-Bergedorf berichtet RALF MULDE

 

David Kardoeus

David Kardoeus

„Dass ein Spieler zum ersten Mal an dieser Turnierreihe teilnimmt, kommt selbstverständlich immer wieder vor“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan vergnügt. „Dass er dann aber auch gleich die A-Gruppe gewinnt, ist vermutlich neu.“ Dieses Kunststück gelang David Kardoeus, Landesliga-Spieler bei Werder Bremen, Elo 2164, Jahrgang 1997, ein eher ruhiger Vertreter. In der zweiten Runde quittierte er eine Niederlage gegen den Norderstedter FM Thomas Kahlert [DWZ 2091, Elo 2166], ansonsten ein Sieg nach dem anderen. Am Ende waren es 4,0 Punkte aus fünf Runden, das reichte dem Bremer zum Turniersieg.

 

Teodora Rogozenco vom HSK startete beim vierten Qualifikationsturnier zu Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] im schicken RAMADA Hotel Hamburg-Bergedorf diesmal ganz schlaff in den Wettbewerb, zwei Niederlagen, dann eine Pause durch Freilos, und das ließ Kräfte [oder einfach die Lust am Spiel] wachsen: Zwei Siege und fast noch die Platzierung unter den ersten Sechs. Schach ist Kampfsport. Und ihr Teamkollege Julian Grötzbach, von Raymund Stolze zuletzt noch publizistisch mit der bangenden Frage des Goldenen Blatts begleitet, ob „er es schaffen“ werde, qualifizierte sich tatsächlich so gerade eben noch – er wurde mit 3,0 Punkten „nur“ Siebter, aber der vor ihm platzierte Greifswalder Wilfried Woll hatte sich bereits in einem vorigen Turnier finalqualifiziert, so dass dafür nun auch der siebte Rang genügte.

 

Thomas Kahlert

Thomas Kahlert

„Es ist schön, dass wir in dieser Turnierserie immer wieder Zeugen von Sensationen werden dürfen“, freute sich Dr. Jordan. „Die 100 Prozent, die der begabte, aber zuvor weitgehend unbekannte Artur Oganessjan hier hingelegt hat, sind eine tolle Leistung!“ Artur, der in der C-Gruppe diese tolle Leistung zeigte, spielt oder trainiert in einer der erfolgreichen deutschen Talentschmieden, der TuRa Harksheide [ist ein Ortsteil von Norderstedt] und wurde zumindest in Bergedorf von seinem stets dicht am Tisch mitfiebernden Vater bewundert. So hat sich der noch sehr junge Mann vom Jahrgang 2002 schon zur Elo 1815 und DWZ 1793 entwickelt.

 

Mindestens so spannend wie in der A-Gruppe ging’s auch in der B-Gruppe zu. Erst zog Stephan Grochtmann mit erstaunlichen vier aus vier allen davon. In solchen Fällen neigt man ja schon fast dazu, den Bundestrainer anzurufen, aber dessen Tochter war ja schon da. Aber die fünfte Runde … Bei dem bis dahin so bestrickend auftretende Gütersloher riss nämlich der Faden. eine Niederlage im Spitzenduell gegen Thomas Haase [DWZ 2004, Elo 2029] ließ den Bochumer mit allerdings sehr guten 4,5 Punkten an dem bis dato Führenden vorbei schlüpfen.

 

In der D-Gruppe [1501 – 1700] gab es gleich drei Spieler, die mit 4,5 Punkten einfach Großartiges boten – schließlich heißt das lediglich ein einziges, krümeliges Remis abzugeben und alles andere knallhart zu gewinnen!

 

Karina Tobianski

Karina Tobianski

Karpow hat das öfters mal so hingekriegt, Kasparow auch und jetzt eben Karina Tobianski, SF Sasel 1947, Christian Röhr vom heimischen Bille SC und Sascha Fröhlich, Bad Oldesloe. Die beiden Erstgenannten, also jetzt nicht Kasparow und Karpow, waren komplett punktgleich, feinwertungsgleich, alles gleich. Oberschiedsrichter Jürgen Kohlstädt, der sich aufopfernde Schachfunktionär mit dem Kap’tän Iglu-Bart, schritt gravitätisch zum Münzwurf im Anstoßkreis und … Christian Röhr war Erster!

 

Du als aufmerksamer Leser rutscht hin und her auf dem Sessel und fragst: „Was ist denn mit der E- und der F-Gruppe?“ Erstere hatte den Dominator [4,5/5] Marcel Böttcher vom SK Altenkirchen am Brett. Der ohnedies schon „von irgendwann damals“ qualifizierte Waldkirchner Falk Blechschmidt gab sich alle Mühe, kam aber mit seinen 4,0/5 und bester Haltungsnote doch nicht ganz hinterher. Und die F-Gruppe sah gleich drei Spieler mit je 4,5 Punkten gaaaanz vorne. Man fragt sich ja, wie die das machen, 90 Prozent? Geht aber! Gerald Arnold, Hannes Helbig, Jakob Bender, das waren diese schweren Jungs. Auch hier gab eine schon vorab qualifizierte Spielerin, nämlich Tanja Yüksel, und die hätte in Bergedorf fast ein dolles Ding gedreht. Vier aus vier, da denkt man sich, alles klar, geht so weiter. Ging es aber nicht, denn sie verlor in der Schlussrunde gegen Jakob Bender, und so war es am Ende mit vier Punkten der fünfte Platz und zwar direkt hinter ihrem Sohn Baran Yüksel. Die werden sich zu Hause was zu erzählen haben …

Das „Karnevalsturnier“ in Brühl weist bereits einen Anmeldestopp aus, aber im zentral gelegenen Kassel sind für die letzte Qualifikations-Runde vom 15. bis 17. April 2016 noch Anmeldungen möglich. Näheres dazu erfährt der Leser auf der Turnier-Homepage http://www.ramada-cup.de/. Und da gibt es natürlich wie stets die komplette Statistik!

 

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