In Liga 2 wird kräftig aufs Tempo gedrückt – Eine Vorschau auf Runde 5 von RAYMUND STOLZE

 

SF_Katernberg-Porz_20151213_Br4_Pijpers_Khenkin, Foto: B. Müller-Clostermann

Bisher 3 aus 3: Igor Khenkin (Köln-Porz)

Laut Spielplan steht in den 2. Liga-Gruppen Nord, Süd und West am kommenden Sonntag [17. Januar] schon die Runde 5 an, aber es ist für die Teams erst das vierte Punktspiel. Bekanntlich wurde Runde 2 wegen der Rapid- und Blitz-WM im Oktober in Berlin auf den 24. April verlegt und die „Runde 2“ ist nun das Finale.

 

Längere Pausen gibt es aber in diesen drei Staffeln nicht, denn am 31. Januar und 21. Februar heißt es wieder „ran ans Brett!“. Drei Spieltag in fünf Wochen – das ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern vor allem jene Teams, die auf „Ausländer setzen“, sind auch logistisch gefordert.

 

Sie haben sicherlich bemerkt, dass ich die Gruppe Ost nicht erwähnt habe, aber die zehn Teams haben sich für einen anderen Modus entschieden. Hier sind Doppelrunden angesagt – die nächsten beiden folgen am 30.-31. Januar und am 20.-21. Februar. Und dann wird ebenfalls nachgeholt. Im Osten heißt es bereits am 13. März Finale!

 

Unsere Vorschau auf den aktuellen Spieltag betrifft also nur ein Trio, und da beginnen wir in der Gruppe Nord. Spitzenreiter sind derzeit die SF Schwerin [6:0/14,5] mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung vor dem SK König Tegel [5:1/14,0], dem Fahrstuhl-Team im überregionalen Schach. Für die Berliner steht „auswärts“ das Lokalderby gegen den SC Kreuzberg an. Und der Gegner steht gewaltig unter Druck, den bisher gab es drei Niederlagen. Die Schweriner müssen nach Rüdersdorf. „Glück Auf“ ist nach dem Vereinswechsel von Henrik Teske – er soll wohl wieder beim SC Remagen angeheuert haben – nun ein reiner „Polen-Express“. Geht das überhaupt?

 

Wie wir sehen, geht das, denn 13 der insgesamt 14 gemeldeten Aktiven kommen aus dem Nachbarland. Lediglich der Vereinsvorsitzende Jörg Zähler ist an Brett 14 zu finden, aber es gilt als 100 Prozent sicher, dass er nicht zum Einsatz kommen wird. Auf keinen Fall sollte der Tabellenführer aus Schwerin die Rüdersdorfer unterschätzen, die mit einem überzeugenden 7:1-Sieg gegen den Preetzer TSV sowie zwei Unentschieden [Hamburger SK, SV Werder Bremen] gut dabei sind. Bundesliga-Absteiger SSC Rostock 07 hat nach zwei Pleiten [3,5:4,5 gegen Schwerin und 3:5 gegen Tegel] zuletzt beim 4,5:3,5 gegen Neuling Rotation Pankow den ersten Doppelpunkt eingefahren. Nun geht es erneut nach Berlin – diesmal gegen den SK Zehlendorf.

 

In der Süd-Staffel heißt das Spitzenspiel TSV Schönaich gegen den SC Untergrombach – der Zweite trifft auf den Dritten, und beide haben noch eine weiße Weste mit jeweils drei Siegen. Beim Aufsteiger aus Schönaich – der Ort mit rund 10.000 Einwohnern ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen – verwundert der Tabellenplatz freilich nicht. In der Mannschaft ist Substanz, vorausgesetzt sie bietet den kompletten „Stammachter“ auf: Borki Predojevic [Elo 2621], Karsten Volke [2481], Ante Saric [2577], Marin Bosiocic [2552], Vishnu Prasanna V. [2502], Jadranko Plenca [2369], Dimitrij Bunzmann [2449] und Julijan Plenca [2395]. Und das ist sicherlich gegen Untergrombach nötig, will man zum vierten Mal in Folge gewinnen.

 

Ein weiteres interessantes Duell steht in Hofheim an, wo die Gastgeber den Spitzenreiter SG Speyer-Schwegenheim [6:0/17,0] empfangen und sicherlich keine Geschenke verteilen wollen. Für die drei Schlusslichter OSG Baden-Baden II [0:6/10, auswärts gegen den SC Brombach], SC Landau [0:6/7,5, Zuhause gegen den TSV Schott Mainz] und den SC Viernheim [0:6/5,5, ebenfalls ein Heimspiel gegen den SC Eppingen] schrillen bereits kräftig die Alarmglocken. Noch ein Doppelpunktverlust kann sich keiner aus diesem Trio leisten.

 

Und was steht in der Gruppe West an? Bekanntlich haben wir hier mit dem Godesberger SK nach dem Rückzug bereits den ersten Absteiger der Saison 2015-16. Für die übrigen neun Teams ist das insofern mehr als ärgerlich, da für eine internationale Norm neun Partien nötig sind und jetzt nur maximal acht Partien gespielt werden können!

 

Dass die SG Köln Porz [6:0/15,0] sich bereits einen Zwei-Punkte-Vorsprung erkämpft hat, ist auch darauf zurück zu führen, dass DJK Aufwärts Aachen erst zwei Runden absolviert hat [4:0/10,5]. Porz hat mit Igor Khenkin (im Bild beim Kampf gegen Arthur Pijpers von den Sportfreunden Katernberg) und Vladimir Baklan die einzigen 100-Prozenter im Westen; beide weisen 3 Punkte aus 3 Runden auf.  Spielfrei ist diesmal der SV Mülheim Nord II, und so ist nicht zu erwarten, dass Porz [Heimspiel gegen die SF Schöneck, 0:6/8,5] sich von Rang 1 verdrängen lassen wird. Aufwärts Aachen sollte mit einem Sieg gegen die SG Solingen II auf „Tuchfühlung“ bleiben wie auch die Sportfreunde Katernberg [4:2/12,5], die zuletzt etwas unglücklich 2,5:5,5 gegen Porz verloren. Ganz so einfach dürfte allerdings die Auswärtsaufgabe für das Team um Captain Ulrich Geilmann gegen den Aachener SV [4:2/12,5] nicht zu lösen sein …

 

Alle Ergebnisse, die Tabellen und Übersichten zu den Teams sowie die Ansetzungen finden Sie unter dem DSB-Ergebnisdienst [Link http://www.schachbund.de/SchachBL/]. Dann ist nur die entsprechende Staffel anzuklicken, und es gibt die gewünschten Informationen zu Ihrer Lieblingsmannschaft. Das gilt selbstverständlich auch für die diversen Oberliga-Gruppen.

 

 

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