Frauen-Bundesliga-Spitzenreiter SC Bad Königshofen steht vor schwerer Prüfung gegen den Hamburger SK – Eine Vorschau auf die dritte Doppelrunde von RAYMUND STOLZE

 

Walentina Gunina (by Zhaoqin Peng)

Walentina Gunina (by Zhaoqin Peng)

In der Frauen-Bundesliga bringt fast jeder Spieltag eine Spitzenbegegnung. Und die findet am kommenden Wochenende [23./24. Januar] in Friedberg statt, wo sich die Burgfräuleins als gute Gastgeberinnen zeigen wollen. Mit dabei sind Reisepartner SC Bad Königshofen sowie die beiden „Nordlichter“ Hamburger SK und Doppelbauer Kiel.

 

Na ja, für den Neuling von der Förde wird am Sonnabend gegen die SF Friedberg und tags darauf gegen Bad Königshofen nichts zu holen sein. Spannung versprechen dagegen die beiden Auftritte der HSK-Deerns. Zuerst steht Spitzenreiter Bad Königshofen [10:0/25,0] vor einer durchaus schweren Prüfung. Es sei nämlich daran erinnert, dass am zweiten Spieltag die Hamburgerinnen Titelverteidiger OSG Baden-Baden ein 3:3-Unentschieden abgetrotzt hatten.

 

Und damit waren die Frauen aus der Kurstadt gut bedient.

 

Entscheidend für den Ausgang dieses Matches wird sicherlich sein, ob es dem Meister von 2014 gelingt, die Mehrzahl seines gemeldeten Stammsechsers aufzubieten. Das wären Walentina Gunina, Zhao Xue – die Chinesin wurde in der Saison 2015/16 bisher noch nicht eingesetzt – Elisabeth Pähtz, Olga Girya, Josefine Heinemann und Lilit Mkrchjan – auch die Georgierin war noch nicht dabei. Allerdings ist auch die „Bank“ mit Anastasia Sawina [bisher 4,5/5], Maria Schöne [4/5] und Tatjana Melamed [3,5/4] bestens besetzt.

 

Der HSK ist bisher das Überraschungs-Team der Liga. Mit drei Siegen [Karlsruhe, Lehrte, Kiel und zwei Unentschieden [Baden-Baden, Großlehna] liegen die Frauen auf Platz 2 – punktgleich dahinter folgen der SK Schwäbisch Hall und die Rodewischer Schachmiezen.

 

Und wo ist der OSG Baden-Baden? Platz 5 mit einem „Kontostand“ von 7:3/20,5 ist keineswegs das, was die hochkarätig besetzte Mannschaft mit einer Weltmeisterin [Maria Musitschuk] und zwei Ex-Schachköniginnen [Alexandra Kostenjuk, Antoaneta Stefanowa] erwartet haben. Eigentlich zählt nur der Titel, doch der ist aus eigener Kraft nicht mehr zu holen, obwohl es in der finalen elften Runde am 20. März gegen den Erzrivalen aus Bad Königshofen geht. Und selbst, wenn es durch Schützenhilfe von Hamburg und Schwäbisch Hall – diese Paarung gibt es in Runde 9 am 28. Februar – gelingen sollte, nach Mannschaftspunkten gleichzuziehen, dann entscheiden die Brettzähler. Und in dieser Wertung steht es aktuell 25,0:20,5 für den aktuellen Tabellenführer.

 

Es müssen also viele Punkte her – diesmal in Rodewisch gegen die Schachmiezen und gegen Aufsteiger Grün-Weiß Niederwiesa – hier ist ein 6:0 geradezu Pflicht!

 

Was den SK Schwäbisch Hall angeht, so hat der gegen Gastgeber SK Lehrte und den SK Großlehna auch nichts zu verschenken. Zwei Siege sind Pflicht, wobei die Aufgabe gegen Großlehna durchaus kein Spaziergang sein dürfte.

 

Und hier sind die kompletten Ansetzungen der dritten Doppelrunde [Ausrichter sind Rodewisch, Lehrte und Friedberg], wobei Spielbeginn am Sonnabend um 14 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr ist!

 

Sonnabend, 6.Runde:

 

  • Rodewischer Schachmiezen – Karlsruher SF
  • SV Grün-Weiß Niederwiesa – OSG Baden-Baden
  • SK Lehrte von 1919 – SK Schwäbisch Hall
  • SK Großlehna – SF Deizisau
  • SF 1891 Friedberg – SK Doppelbauer Kiel
  • SC Bad Königshofen 1957 – Hamburger SK von 1830

 

Sonntag, 7. Runde:

 

  • OSG Baden-Baden – Rodewischer Schachmiezen
  • Karlsruher SF 1853 – SV Grün-Weiß Niederwiesa
  • SF Deizisau – SK Lehrte von 1919
  • SK Schwäbisch Hall – SK Großlehna
  • Hamburger SK von 1830 – SF 1891 Friedberg
  • SK Doppelbauer Kiel – SC Bad Königshofen

 

Ich wiederhole mich im Übrigen gern: Wer mehr wissen will über die Frauen-Bundesliga, dem empfehle ich die Webseite http://nsv-online.de/ligen/fbl-1516/, die von Michael Gründer und Marcel Jünnemann bestens präsentiert wird. So sind u.a. dort sämtliche 36 Teams der 1. und 2. Liga zu finden. Selbst über die sechs Regionalliga-Staffeln kann man sich per Link informieren. Das Portal wird übrigens im Auftrag der Frauenkommission des Deutschen Schachbundes geführt. Also weiter so!

 

 

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