Spanische Mannschaftsmeisterschaft 2016 – LIVE

liveVom 26.9. bis zum 2.10. wird die spanische Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. 8 Mannschaften kämpfen um den Sieg. Die Siegermannschaft ist Spanischer Mannschaftsmeister, während die letzten beiden Mannschaften absteigen. Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 90 Minuten zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Spielort ist das Hotel Mas Monzón in Monzón.
Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.


„Was braucht ein Schachspieler? Einen Spielpartner, einen Trainer, eine Schach-Bibliothek und einen Onlineschach-Zugang! FRITZ, das „populärste deutsche Schachprogramm“ bietet für Anfänger und Turnierspieler genau das.“  So wird das kürzlich in Version 15  erschienene Schachprogramm von seinem Hersteller angepriesen – Eine Rezension von „Fritz 15“ von UWE BEKEMANN

 

Auf die Meldung „Fritz 15 ist erschienen“ haben die Schachfreunde mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen reagiert. Diese wurden maßgeblich davon beeinflusst,

  • ob man Neuling oder „alter Hase“ ist,
  • was genau man am Computer in Sachen Schach machen möchte,
  • ob man schon eine Vorgängerversion hat,
  • ob man den Rechner für Nah-/Brettschach, Fernschach oder beides nutzen möchte

und sicherlich von noch manch anderen Kriterien darüber hinaus.

Fritz 15 ist quasi ein Paket, das eine ganze Reihe von Angeboten enthält. Über einen modern gestalteten Startbildschirm nimmt der Anwender die Weichenstellung vor. Dieser sieht wie folgt aus:

 

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Abb. 1: Startbildschirm

 

Eine zentrale Hauptauswahl mit den Einträgen „Fritz“, „playchess.com“, „Datenbank“ und „Verlassen“ gibt dem Anwender eine zentrale Steuerungsfunktion in die Hand. Von hier aus kann er Fritz als Spiel-, Trainings- und Analysepartner aufrufen, zum Onlineschach bei playchess.com wechseln, die integrierten Datenbankfunktionen nutzen oder eben Fritz auch wieder beenden.

 

Die zahlreichen Reiter am rechten Bildschirmrand bringen Ordnung ins weitere System. Je nach Wunsch kann der Anwender aus einem Strauß von Funktionen auswählen. Mit dem Kauf von Fritz 15 bekommt er für sechs Monate Zugang zum ChessBase Premium Account. Er kann Eröffnungen trainieren, Mittel- und Endspieltraining betreiben, eine Live-Datenbank mit mehr als 8 Millionen Partien aufrufen, online Schach spielen, sich „Let’s Check“ Analysen verfügbar machen, mehr als 300 Trainingsvideos aufrufen und mehr.

 

Eine Rezension soll dem Leser auch Hilfestellung bei seiner Entscheidung leisten, ob er das besprochene Produkt erwerben möchte oder nicht. Für die meisten Funktionen in der gerade skizzierten Auswahl ist der Mehrwert des Käufers von Fritz 15 leicht zu definieren. Möchte er sie nutzen und hat er sie noch nicht, dann lohnt sich der Kauf für ihn. Möchte er also beispielsweise Onlineschach spielen, dann gibt ihm Fritz 15 den Zugang zum Branchenprimus Playchess frei.

 

Nicht ganz so einfach verhält sich die Sache, wenn es um die Bestimmung dieses Mehrwertes hinsichtlich der eigentlichen Programmoberfläche und der integrierten Engine geht. Deshalb konzentriere ich mich in der weiteren Besprechung auf gerade diese beiden der Funktionen von Fritz 15.


 

Oberfläche

 

Hinter dem zentralen Eintrag „Fritz“ im Startfenster verbirgt sich „der wahre Fritz“, also der für die meisten Nutzer wichtigste Hauptanwendungsbereich von Fritz 15. Hier wird alles abgerufen, was man braucht, um mit Fritz spielen, trainieren und analysieren zu können. Dieses Hauptfenster des Programms sieht wie folgt aus:

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Abb. 2: Fritz als Spiel-, Trainings- und Analysepartner

 

Wer Vorversionen aus der jüngeren Vergangenheit hat, vor allem natürlich Fritz 14, wird sofort erkennen, dass sich für ihn nicht viel geändert hat. Der Mehrwert für den Käufer hängt insofern vor allem davon ab, ob man Neuling oder „alter Hase“ ist, und dies in einem doppelten Sinn. Der Neuling unter den Fritz-Anwendern bekommt mit Fritz 15 erstmals eine ausgezeichnete Programmoberfläche an die Hand, über die er bequem und übersichtlich alle gewünschten Spiel-, Trainings-, Analysier- und auch Verwaltungsfunktionen aufrufen kann. Alles ist benutzerorientiert und kontextabhängig aufgebaut, ohne dass für eine Standardnutzung irgendwelche weiteren Kenntnisse erforderlich wären. Die Programmnutzung ist somit auch demjenigen Anwender problemlos möglich, dessen „Computer-Fähigkeiten“ nicht allzu ausgeprägt sind. Natürlich könnte er dies in einer ähnlichen Qualität auch über beispielsweise Fritz 14 erreichen, aber wenn er sich schon für eine Neuanschaffung entscheidet, dann ist der Kauf der neuesten Version auch die richtige Entscheidung, selbst wenn der Preis etwas höher liegt.

 

Der Neuling wird zudem hinsichtlich des Umfangs der Funktionen und deren Leistungsvermögen ausreichend bedient. Beispielsweise werden für ihn die Datenbankfunktionen komplett ausreichen, sodass er zumindest erst mal auf zusätzliche spezielle Software verzichten kann, beispielsweise auf Chessbase 13.

 

Als Spielpartner stellt sich Fritz 15 auf ihn ein, wenn er es will. So kann er dessen Spielstärke an seine eigene Kragenweite anpassen und ihn so als Ersatz für einen Spielpartner „aus Fleisch und Blut“ nutzen, ohne immer quasi einem Großmeister gegenüber zu sitzen. Ein Teil dieser Möglichkeiten ist die „Freund-Funktion“, die Fritz 15 praktisch menschliche Fehler machen lassen soll, indem es sich laufend auf die Spielstärke des Nutzers einstellt.

 

Anders als der Neuling wird der Besitzer von jüngeren Vorversionen, besonders von Fritz 14, hinsichtlich der Oberfläche sowie der Spiel- und Analysefunktionen als solcher keinen bemerkenswerten Mehrwert erwarten können. Das meiste davon hat er schon.


 

Leistungsfähigkeit der Engine

 

Der spielstarke Anwender und besonders auch der Fernschachspieler wird besonderes Augenmerk darauf richten, was die neue Engine kann, wie stark also Fritz 15 spielen und analysieren kann. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Leistungsfähigkeit der Engine gegenüber den aktuellen Spitzen-Engines, insbesondere auch gegenüber Komodo, Stockfish und Houdini.

 

Bevor ich mich an einen Versuch einer Antwort auf diese Frage mache, möchte ich noch ein Wort zur Einbindung verschiedener weiterer Engines in Fritz 15 anbringen. UCI-Engines lassen sich kinderleicht als Alternativen zur mitgelieferten Fritz 15-Engine integrieren. An dem Vorgang als solchem hat sich im neuen Fritz nichts geändert. Komodo, Stockfish, Houdini „and friends“ können also problemlos die Rechenaufgaben übernehmen, wenn sie über die Fritz 15-Oberfläche entsprechend angestoßen werden.

 

Die mitgelieferte Engine wurde von Vas Rajlich programmiert. Dieser Name lässt aufhorchen, weil Rajlich der Programmierer von Rybka ist, der ehemals weltbesten Engine. Bei Internetrecherchen im Zuge der Vorbereitung dieser Rezension habe ich Aussagen in der Richtung gelesen, dass Fritz 15 das neue Rybka sein soll, also so etwas wie Rybka 4.2. Ich weiß nicht, worauf derartige Einschätzungen beruhen, vermute aber, dass sie mehr von Fantasie und Vorstellungskraft gespeist sind als einem fundierten Sachverhaltswissen.

 

Letztendlich aber zählt allein die Leistungsstärke der neuen Engine. Bei deren Einschätzung und vor dem Hintergrund der Frage nach einem Mehrwert für die Käufer gibt es eine subjektive und eine objektive Komponente. Subjektiv spielt es eine Rolle, was der Anwender will, und objektiv, wie stark die Engine ist, was sie im Vergleich zu anderen kann.

 

Im Internet ist zu lesen, dass Fritz 15 im Blitzspiel anderen Spitzen-Engines hoffnungslos unterlegen ist. Wenn der Anwender eine Engine einsetzen möchte, die gegen andere erfolgreich blitzt, dürfte danach Fritz 15 kein ratsamer Kandidat sein. Wenn er aber eine Engine sucht, die ihn selbst – auch als gutem Spieler – dann, wenn ihr kein Handicap auferlegt ist, regelmäßig beim Blitzen und auch in der Normalpartie schlägt, dann wird er mit Fritz 15 erhalten, was er will. Nur unbedingt brauchen tut er sie nicht, denn diesen Nutzen bieten ihm auch andere Engines, auch kostenlose natürlich.

 

Wer mit Fritz 15 tief analysieren möchte, wie dies nicht zuletzt die Fernschachspieler machen, muss wissen, was die Engine zu leisten vermag, wenn man das Letzte aus ihr herauskitzelt. Hier spielt der Vergleich mit den Top-Adressen unter den Engines eine besondere Rolle.

 

Die stärksten Fernschachspieler haben ihre ganz spezifischen Geheimnisse, wenn es darum geht, durch Änderungen an den Einstellungen die Stärke einer Engine an die eigenen Anforderungen anzupassen. Diese sind abhängig von der Partiephase, von der gerade verfolgten Analysetechnik, dem Ziel, beispielsweise eine Stellung zu halten oder auf Gewinn zu spielen, und zahlreichen weiteren Kriterien. Auf derartige Feinheiten kann in dieser Rezension nicht eingegangen werden. Dies gilt auch für die verschiedensten Analysetechniken, die Fernschachspieler entwickelt haben.

 

Bei meinen Tests zur Prüfung der Fernschachtauglichkeit von Fritz 15 habe ich mich aus systematischen Gründen wie auch aus Zeitgründen auf Standardmethoden konzentriert, die also zur sofortigen Anwendung von Fritz 15 mitgebracht werden. Diese sind

 

  1. die Daueranalyse, also das „brutale“ Rechnen am nächsten Zug in einer gegebenen Stellung, und
  2. die umfassende Stellungsanalyse.

 

Bei der genannten zweiten Methode habe ich Fritz 15 genau solche Stellungen berechnen lassen, die ich zuvor schon in meinen eigenen Partien mit anderen modernen Engines analysiert hatte. Verwendet habe ich dabei neben Analysen aus jüngster Zeit auch solche, die „leicht angegraut“ waren. Dabei habe ich mit identischen Analysekriterien gearbeitet. Während ich aber bei den damaligen Analysen mit optimierten Engine-spezifischen Parametern habe rechnen lassen, musste Fritz 15 mit seinen Grundeinstellungen ran.

 

Eine Vorbemerkung ist noch anzubringen: Fritz 15 bedient bis zu 16 Prozessorkerne. Aus Gründen der Vergleichbarkeit habe ich alle Prüfungen unter 4 Kernen durchgeführt.

 

Nun also zu den Ergebnissen …

 

Zu a. (Daueranalyse): Fritz 15 erzielt einen nur langsamen Fortschritt in der Variante. In der Zeit, in der Stockfish beispielsweise den 30. Halbzug erreicht, hält sich Fritz 15 noch bei vielleicht Halbzug 22 auf. Die Rechentiefe, die in der Hauptvariante hinter dem empfohlenen nächsten Zug steht, ist bei Fritz 15 entsprechend begrenzt. Der nächste Zug ist offensichtlich über eine gründliche Berechnung eines breiten Baumes abgesichert, wobei Fritz mehr Kapazität auch in Züge verwendet, die dann später aber doch verworfen werden müssen. Bei gleicher Zeit geht dieses Vorgehen von Fritz 15 zu Lasten des Rechenhorizontes, gibt aber die Chance, auch eher versteckte Kandidaten zu entdecken. Die „formelle Performance“ von Fritz 15 erinnert bei dieser Prüfung an Rybka 4.1, aber auch an Komodo und Houdini, nur Stockfish weicht ab.

 

Der beim Abbruch nach gleicher Rechenzeit von Fritz 15 ausgeworfene Favoritenzug bei 10 Tests (je fünf mit Rechenzeit von 30 und mit 60 Minuten) war in allen Fällen mindestens auch der Favorit einer der anderen Engines, mit einer Tendenz zu Rybka 4.1, aber auch wieder zu Komodo und Houdini.

 

Zu b. (umfassende Stellungsanalyse): Zur Herstellung gleichartiger Bedingungen habe ich zu insgesamt zehn Stellungen, für die mir Ergebnisse aus Stellungsanalysen anderer Engines vorliegen, Fritz 15 „nachrechnen“ lassen. Die Länge der angezeigten Varianten habe ich auf 8 begrenzt; für den ersten Folgezug habe ich die Zahl der zu ermittelnden Alternativvarianten auf drei und für den übernächsten auf zwei bestimmt. Die Engine-Parameter habe ich bei Fritz 15 in der Grundeinstellung belassen, während ich sie früher in meiner Spielerpraxis bei den anderen Engines modifiziert hatte.

 

Auch bei der umfassenden Stellungsanalyse kommt Fritz 15 mit seinen Ergebnissen besonders Rybka 4.1 nahe, eine Tendenz zur Übereinstimmung zeigt sich aber auch mit Komodo (hier verglichen mit der Version 7) und mit Houdini 4.

 

Im Ergebnis stelle ich fest, dass der Käufer mit Fritz 15 eine Engine erhält, die gute Analyseergebnise im Fernschach liefert. Ganz sicher werden sich die Einstellungen für einen Fernschach-Einsatz noch optimieren lassen, die Ergebnisse dementsprechend optimieren lassen.

 

Im Einsatz neben anderen modernen Engines kann Fritz 15 eine zusätzliche Rolle spielen, indem sie die Gründlichkeit der Suche nach zunächst versteckten Alternativen erhöht.

 

Im Folgenden kommen ein paar Einzelfunktionen unter die Lupe, die sowohl die Programmoberfläche als auch den Engineeinsatz betreffen.


 

Fritz 15 als Trainer

 

Die Trainingsfunktionen von Fritz 15 sind für Anwender jeder Spielstärke interessant. Das „Rechentraining“ ist dabei eine Funktion, die für das Nahschachspiel schult.

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Abb. 3: Trainingsfunktionen

 

Während die weiteren Funktionen, beispielsweise das Eröffnungstraining und das Endspieltraining, den Besitzern von Vorversionen bekannt sind bzw. sich inhaltlich leicht erschließen lassen, ist das „Rechentraining“ als neue Idee eine besondere Beschreibung wert.

 

Hier nimmt der Anwender eine Stellungsberechnung im Kopf vor, so wie es in einer herkömmlichen Wettkampfpartie passiert. Die ermittelten Züge werden auf dem Brett am Bildschirm nicht übernommen, der Fortschritt kann also nicht abgelesen werden. Abschließend können die Ergebnisse des Anwenders über eine eingebaute Analyse hinterfragt werden.


 

Analysefunktionen

 

Auch der Nutzer, der sich noch nicht tief in verschiedene Methoden der Stellungsanalyse eingefuchst hat, kann über die Standardfunktionen von Fritz 15 zu qualifizierten Ergebnissen kommen. Unter dem Registereintrag „Analyse“ findet er ein Besteck, das aus mehreren starken Hilfsmitteln besteht.

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Abb. 4: Mit Fritz 15 analysieren

 

Unter diesem Eintrag ist auch die „Stellunganalyse“ zu finden, die oben bereits in einem anderen Zusammenhang Thema war. Nicht an dieser Stelle zu finden ist die Daueranalyse, was aber auch schon bei Vorversionen so war. Diese ist im Register „Start“ zu finden.

 

Der erfahrene Fritz-Anwender findet in diesem Bereich keine Neuerungen. Er benötigt ein Upgrade von beispielsweise Fritz 14 nicht. Der Neuling bekommt mit seiner Anschaffung mächtige Werkzeuge an die Hand, die ihm nicht zuletzt auch dann beste Dienste leisten werden, wenn er das Fernschachspiel als Hobby hat.


 

Engine-Verwaltung

 

Im Bereich „Engine“ findet vor allem die Verwaltung der „Rechenknechte“ statt. Standardmäßig aktiv ist die eingebaute Fritz 15-Engine.

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Abb. 5: Die Engine-Verwaltung von Fritz 15

 

Wie oben in einem anderen Zusammenhang bereits angemerkt, ist der Nutzer natürlich nicht verpflichtet, mit der eingebauten Engine zu spielen und zu analysieren, sondern kann die Programmoberfläche unter Einsatz auch anderer Engines nutzen. Diese werden spielend einfach über „UCI Engine erstellen“ eingebunden und können dann sogleich als Primär-Engine oder als zusätzliche Helfer eingesetzt werden. Über „Engine laden“ kann jede zuvor eingebundene Engine aktiviert werden.

 

Auch wenig erfahrene Schachfreunde können hier beinahe profimäßig hantieren. Der Neuling verschafft sich mit dem Kauf von Fritz 15 damit einen echten Mehrwert. Der erfahrene Anwender, der mit Vorversionen bereits glücklich geworden ist, käme sicher auch ohne ein Upgrade auf „den neuen Fritz“ zurecht.


 

Fazit

 

Die Rezension über einen „Boliden“ wie Fritz 15 kann nicht alle Features abdecken. Das Paket ist dermaßen mit Funktionen vollgepackt, dass sich eine Besprechung nur auf wenige ausgewählte Aspekte beziehen kann, die natürlich subjektiv bestimmt sind.

 

Auf den Punkt gebracht ist Fritz 15 ein außerordentlich gutes Gesamtpaket. Inwieweit sich der Kauf für den Anwender lohnt, hängt von seiner existierenden Ausstattung und von seinen individuellen Anforderungen ab. Der ambitionierte Neueinsteiger erhält alles, was er braucht. Er wird quasi mit einem Profi-Set ausgestattet.

 

Der erfahrene und bereits gut ausgestattete Nutzer wird differenziert über die Neuanschaffung nachdenken müssen. Er wird sich beantworten müssen, ob ihm der Mehrwert durch Funktionserweiterungen durch Fritz 15 gegenüber früheren Versionen eine Anschaffung wert ist oder nicht. Konzentriert auf die Programmoberfläche ist der Umstieg umso lohnenswerter, je älter eine Vorversion ist. Mit Blick auf die Fritz 15-Engine wird es für ihn eine Rolle spielen, welche alternativen Engines er bereits nutzt. Nach den Ergebnissen der ausführlich geschilderten Fernschach-Analysen lässt sich eine hohe Qualifikation der Engine erkennen. Um diese optimal zu nutzen, bedarf es des zusätzlichen Knowhows des Anwenders selbst. Auch der beste Rennwagen fährt nicht von alleine seine Runden und ist im Gelände womöglich nicht die optimale Wahl.

 

Fritz 15 ist in meinen Augen ein ausgezeichnetes neues Angebot, das seinen Nutzen abgestuft je nach Anwenderverhältnissen und –ansprüchen unterschiedlich wertvoll entfaltet.

 

 

Redaktionelle Hinweise

  • Uwe Bekemann ist Buchautor und Rezensent von zahlreichen Schachbüchern. Er ist Fernschachspieler und Vorstandsmitglied im Deutschen Fernschachbund (BdF).
  • „Fritz 15“ ist ein Produkt der Firma ChessBase, die dem Schachticker freundlicherweise das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Zur inzwischen 25-jährigen Historie von „Fritz“ empfehlen wir den entsprechenden Wikipedia-Eintrag https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_%28Schach%29

 

 

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