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Gedanken zur dritten Doppelrunde der Frauen-Schach-Bundesliga aus Sicht des Spitzenreiters SC Bad Königshofen von JÜRGEN MÜLLER, KÖN-Vereinsvorsitzender

 

Monika Socko ( Fotograf Vladimír Jagr)

Monika Socko ( Fotograf Vladimír Jagr)

Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“, so die „Kobra“ Jürgen Wegmann, der einer der erfolgreichsten Fußball-Bundesliga-Torschützen in den 1980er-Jahren war. Seine Aussage gehört fraglos zu den beliebtesten und meistzitierten Spielersprüchen aller Zeiten.

 

Ich musste daran unwillkürlich denken, als mich heute Vormittag ein Stenogramm zur dritten Doppelrunde von Jürgen Müller, Vereinsvorsitzender des SC Bad Königshofen, per E-Mail erreichte.

 

Ja, wer hätte wohl gedacht, dass der bisherige Spitzenreiter mit fünf Siegen ausgerechnet am sechsten Spieltag am vergangenen Sonnabend [23. Januar] in Friedberg erstmals verlieren würde. Sicher, bereits in Runde 2 hatte der Hamburger SK mit einem 3:3 schon einmal angedeutet, dass das Team sich nicht wie in den letzten beiden Jahren im Unterhaus aufhalten will. Aber das man ausgerechnet dem Meister von 2014 ein Bein stellen würde – damit war nun wirklich nicht zu rechnen.

 

In meinem Bericht hatte ich angedeutet, dass man wohl bei den Königshoferinnen nicht den Einsatz der beiden Iranerinnen Sarasadat Khademlasharieh und Atousa Pourkashiyan erwartet hat, und bei Monika Socko war ich mir ebenfalls keineswegs sicher. Da widerspricht mir allerdings Jürgen Müller entschieden: Wir rechneten ganz klar mit den beiden Iranerinnen, da wir ja wussten, dass es für sie dann weiter nach Gibraltar zum Tradewise Chess Festival geht und dass es Direktflüge in der Nacht von Teheran nach Frankfurt gibt. Auch Monika Socko war logisch. Dass Judith Fuchs und Sarah Hoolt spielen, dafür muss man kein Prophet sein.“

 

Was das Spielgeschehen angeht, so tappe ich leider im Dunklen, denn es wurde weder eine Live-Übertragung im Internet angeboten, noch gab es einen Live-Blog der Burgfräuleins, die ja diesmal Gastgeber waren. So gebe ich nochmals Jürgen Müller das Wort:

 

Wir standen eigentlich klar auf Gewinn. Lilit hatte ein plus10-Stellung und Josefine ein plus5 Stellung auf dem Brett. Tatjana hatte schon recht bald Vorteile und zog das bis zum Gewinn durch. Anastasia bekam einen Bauern, dafür wurde aber der König im Zentrum festgehalten und in der Zeitnot blieb dann nur die Stellungswiederholung zum Remis. Elli hatte wohl immer das Remis, wollte aber dann zum Ende hin zu viel und fand nicht die optimalsten Züge. Lilit patzte dann gegen Judit in Zeitnot, nachdem sie zweimal nicht den Winnerzug e5 gefunden hatte. Auch Josefine konnte leider auch nicht den Gewinnweg finden und begnügte sich mit der Remisvariante.“

 

Dass neben Elisabeth Pähtz, die Monika Socko am Spitzenbrett unterlag (hier die von Monika Socko kommentierte Partie), auch Olga Girya ihre Partie an Brett 2 gegen die Iranerin Sarsadat Khademalsharieh verlor, sei der Vollständigkeit halber angemerkt. Und natürlich auch der Sieg von Tatjana Melamed an Brett 6 gegen Klaudia Kulon.

 

Jürgen Müllers faires Fazit zur 2:4-Niederlage von Bad Königshofen lautet dann: „Es war eine unglückliche Niederlage, aber der Sport ist kein Wunschkonzert, und deshalb gratulierte ich Andi Albers zum Sieg seines Teams.“

 

Da darf man gespannt sein, was der Hamburger Teamchef rückblickend schreiben wird …

 

Tags darauf [24. Januar] entlud sich dann für Neuling Doppelbauer Kiel ein wahres Gewitter mit 6:0. Wie Jürgen Müller mitteilt, spielte in seinem Team allein Josefine Heinemann schlecht und stand zwischenzeitlich wohl sogar auf Verlust. Doch ihre Gegnerin Ulla Hielscher wollte halt keine Geschenke annehmen, sodass „Josi“ schließlich ebenfalls einen ganzen Punkt bekam.

 

In meinem Bericht hatte ich auch Forderung nach den Live-Brettern aufgeworfen, die Jürgen Müller gerne erst mal an den Spielleiter der Frauen-Bundesliga weitergeben will.

 

Und wer wird Meister? Bei mir sind es noch fünf Kandidaten für den Titel – also SC Bad Königshofen, SK Schwäbisch Hall, OSG Baden-Baden, Hamburger SK und die Rodewischer Schachmiezen [ http://www.chess-international.de/Archive/50609#more-50609 ]. Und ich würde mich jetzt festlegen, dass der Titelkampf erst am letzten Spieltag [20. März] durch die Brettpunktwertung entschieden wird.

 

Jürgen Müller hat dazu selbstverständlich seine Meinung: „Die Meisterfrage ist wohl so spannend wie noch nie in der Geschichte der Frauen-Bundesliga. Ich hoffe natürlich, dass wir es aus eigener Kraft schaffen, den Titel zurück nach Bad Königshofen zu holen. Aber ich denke, die Meisterschaft wird zwischen Hall und KÖN entschieden. Es gibt zwar noch genügend andere Rechenmodelle, aber am wahrscheinlichsten ist die Variante Hall oder wir!“

 

Wie sagte doch so zutreffend die einstige „Lichtgestalt“ des deutschen Fußballs Franz Beckenbauer: „Schaun mer mal …“ – und spannend bleibt es allemal!

 

[Redaktion Raymund Stolze]

 

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