Spanische Mannschaftsmeisterschaft 2016 – LIVE

liveVom 26.9. bis zum 2.10. wird die spanische Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. 8 Mannschaften kämpfen um den Sieg. Die Siegermannschaft ist Spanischer Mannschaftsmeister, während die letzten beiden Mannschaften absteigen. Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 90 Minuten zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Spielort ist das Hotel Mas Monzón in Monzón.
Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.


Das fünfte Qualifikationsturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft wird am Wochenende in Brühl gespielt – Ein Vorbericht von RALF MULDE

 

„Wir starten am 5.Februar mit wohl mehr als 350 Spielern in Brühl“, freut sich der Turnierdirektor der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] Dr. Dirk Jordan auf das bevorstehende bunteTurniersaal 2015 Spektakel. Es wird das vorletzte Qualifikations-Turnier der laufenden Saison sein, danach folgen nur noch Kassel [15.-17.April] und dann eben das Finale in Halle an der Saale [26.-28.Mai]. „Wie immer handelt es sich im rheinischen Brühl um unser traditionelles ‚Karnevals-Turnier’. Wir starten am Freitag in sechs Gruppen und ehren nach fünf Runden am Sonntag die Sieger.“

 

Wer den jecken Karneval schon einmal gesehen hat, wird die hohe Auszeichnung erkennen, die dem deutschen Schach namens der Stadt Brühl entgegen gebracht wird, denn Bürgermeister Dieter Freytag wird sich die Zeit nehmen, das Turnier trotz aller Narretei persönlich zu eröffnen.

 

Bei „Karneval“ denken die meisten Menschen in der Welt wohl zuerst an Venedig, dann an Rio de Janeiro und ganz viele gewiss auch an Mainz, Köln et cetera. Einige denken bei „Schach und Karneval“ inzwischen bestimmt auch an die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft in Brühl, die traditionell nur wenige Stunden vor Rosenmontag endet. Mehr als 350 Spieler [Webseiten-Link http://www.ramada-cup.de/bruehl/] hatten sich vorab angemeldet, so dass die „Anmeldung per Internet“ gestoppt werden musste; so ein Spielsaal hat nun mal nur eine endliche Größe, und es soll ja auch komfortabel bleiben und keine „Sitzordnung à la Ölsardine“ im RAMADA-Hotel in der Römerstraße werden.

 

Sarah Hund

Sarah Hund

 

Vielleicht sagen im letzten Moment doch noch Angemeldete ab, so dass für diesen oder jene eine mutige Anmeldung am Tagesschalter doch noch überraschenden Erfolg haben könnte. FM Georgi Tomov, Bulgarien, ist mit Elo 2250 der ratingbeste vorab Angemeldete, aber der Münsteraner Martin Molinaroli, sozusagen alt gedientes DSAM-Personal, ist mit Elo 2247 gewiss nicht schwächer einzuschätzen, was man aber eigentlich von allen bisher bekannten 28 Kombattanten in der A-Gruppe bis David Ramien mit Elo 2104 von der SG Porz sagen kann: Zumeist trennen die Spieler vom jeweils Nächsten immer nur drei, vier Elo-Pünktchen, also gar nichts.

 

Ratingbeste Dame ist einmal mehr WGM Barbara Hund [Elo 2154] von der SK Freiburg Zähringen 1887. Auf keinen Fall besonders erwähnen wollen wir hier aus der B-Gruppe Sandra Lobe, Elo 1937, die aus dem schönen Leipzig anreisen wird, denn das würde ja vielleicht zu viele Erwartungen wecken. Immerhin spielt sie in der 2.Frauen-Bundesliga für die SG Leipzig und war schon im vergangenen Jahr in Brühl dabei und holte damals drei aus fünf in der C-Gruppe. Und wenn da nicht die Niederlage in der letzten Runde gewesen wäre …

 

Eva Maria Titgemeyer

Eva Maria Titgemeyer

 

Da wir eben Venedig im Zusammenhang mit dem Karneval erwähnten: Das Schachturnier in der Gondel-Stadt fand 1948, schon sehr bald nach dem Zweiten Weltkrieg, in der aufatmenden Lagune statt, allerdings nicht im Karneval, der war schon vorbei [falls er überhaupt jemals aufhört], sondern im Oktober. Miguel Najdorf ließ seine Geschäfte in Südamerika ruhen [der zur Schacholympiade Buenos Aires 1939 geflohene Pole war in Argentinien vor allem mit Rindfleisch-Handel reich geworden und sollte bald ein zu Recht weltweit bewunderter Schach-Mäzen werden], eilte kurz nach Europa zurück und siegte. Kam, sah, … na ja, kennt man ja.

 

Der heute fast vergessene Peruaner Esteban Canal [1896 – 1981] lebte hingegen schon ab 1909 in Europa. Der 1977 zum Ehren-Großmeister Gekürte blieb irgendwann in Venedig und vielleicht auch beim Karneval hängen. Klar ist also, dass der „Canal Grande“ nach dem Schachspieler benannt wurde, der 1934 mit der in Budapest gegen den berühmten N. N. gespielten „Peruanischen Unsterblichen“ in die Geschichte der entzückenden Mattkombinationen einging.

 

Canal, E. – N. N.

Freie Partie, Venedig 1948

Skandinavische Verteidigung [B01]

 

1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 c6 5.Sf3 Lg4 6.Lf4 e6 7.h3 Lxf3 8.Dxf3 Lb4 9.Le2 Sd7 10.a3

2

 

10… 0–0–0?? [unbedingt musste N. N. hier auf c3 schlagen, also 10… Lxc3+ spielen.] 11.axb4! Dxa1+ 12.Kd2 Dxh1 [12…Se5 13.Lxe5 Dxh1 (13…Txd4+ 14.Lxd4 Dxh1 15.Lxg7) 14.Dxf7 jeweils mit weißem Gewinn.] 13.Dxc6+! bxc6 14.La6# 1–0

____

 

P.S.: Ob es in Brühl auch so ein schönes Finale mit Damenopfer geben wird? Nun, das Schach-Ticker-Team zeigt sich spendabel. Wem so eine taktischer Meisterleistung beim fünften DSAM-Qualifikationsturnier am kommenden Wochenende auch gelingt, in der die „Madame“ eine „Heldentat“ vollbringt, kann die Notation dieser Partie bitte per E-Mail an raymund.stolze@t-online.de senden und darf dann sogar auf einen Buchpreis als Motivation hoffen. Also, dann opfern Sie einmal schön die Dame!

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