Spanische Mannschaftsmeisterschaft 2016 – LIVE

liveVom 26.9. bis zum 2.10. wird die spanische Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. 8 Mannschaften kämpfen um den Sieg. Die Siegermannschaft ist Spanischer Mannschaftsmeister, während die letzten beiden Mannschaften absteigen. Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 90 Minuten zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Spielort ist das Hotel Mas Monzón in Monzón.
Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.


Vom 12. Open in der russischen Hauptstadt berichte exklusiv für den Schach-Ticker JÜRGEN MÜLLER

 

Tatjana Wassiljewitsch

Tatjana Wassiljewitsch

Dass der Moskauer Betrugsversuch bei den Besuchern des Schach-Tickers sofort wie eine Bombe einschlägt [siehe Popular Posts], hätte ich nicht gedacht. Das Beweisbild werde ich nachreichen, möchte aber die Freigabe vom Turnierdirektor haben, es ist ja noch ein schwebendes Verfahren. Bei der Pressestelle habe ich angefragt, ob es ein aktuelles Foto vom Open von Sergej gibt. Ich hab leider keines. Bin ja in erster Linie Schiedsrichter …

 

Der gestrige Tag fing gleich prima an. Spät ins Bett, voll verpennt, nur noch zehn Minuten bis der Bus fährt, ansonsten 13 Minuten Fußweg zur Metro, eine Station fahren und 12 Minuten Fußweg zur Uni oder gleich 40 Minuten laufen. Also schnell, schnell und dann … Chipkarte im PC stecken lassen. Heute keine Fotos. Mist.

 

Mein Weg in den Spielsaal führt am Speisesaal vorbei, in dem die Delegation der Deutschen Schachjugend das Mittagessen einnimmt. Kurz eine Mahlzeit reingehauen und dann Turniersaal vorbereiten: 40 Bretter aufbauen, alle Stühle rücken. Vormittags findet hier ja das Turnier E statt, in dem leider nach einem anderen Modus gespielt wird, deshalb auch noch Uhren stellen. Dann Formulare legen, Tischkarten aufstellen. Bis man endlich fertig ist, hat man stramm zu tun, vor allem wenn man erst um 15:00 Uhr in den Saal kann, weil noch die letzte Partie des E-Turniers läuft.

 

Gut, dann mal rüber ins Pressebüro, Eteri Kublaschwili und Galina Popowa nach der SD-Karte gefragt, doch die haben in ihren High-Tech-Foto-Schuss-Maschinen andere Formate. Sie meinten Eldar Mukhatov könnte eine haben, der kommt aber erst um 5. O.k.! Unverrichteter Dinge wieder durch Regenwetter bei vier Grad Plus. So warm war es hier noch nie in den letzten sechs Jahren, wo ich jetzt hierher komme.

 

Mein Schiedsrichter-Kollege musste derweil einen Krankheitsausfall in einem anderen Raum kompensieren, so dass ich die meiste Zeit alleine gewesen bin. Somit war wieder nix mit DSJ besuchen, obwohl mir Eldar dann doch noch ne SD-Karte brachte. In der Zwischenzeit war Jörg Schulz, der DSJ-Geschäftsführer, zu mir gekommen und wir unterhielten uns darüber, wie es den zu dem Besuch der DSJ-Delegation hier gekommen ist, und wie die Eindrücke bei ihm und bei den Jugendlichen so sind.

 

Die Ausschreibung für die acht zu vergebenden Plätze war kaum zwei Wochen auf der DSJ/DSB-Seite im Internet, da gab es auch schon über 50 Bewerbungen, teils richtig ausführliche mit Bildern, Bewerbungstexten. Es war wirklich schwer, die acht Kandidaten für die Moskau-Reise auszuwählen und allen anderen abzusagen. Die Delegation reiste schon am Donnerstag [28. Januar] an und wird am Montag [8. Februar] nach dem Turnier wieder abreisen. Insgesamt zehn Personen stark ist die Gruppe um Jörg Schulz und Michael Kopylov. Der Norderstedter Bundesliga-Spieler ist als Dolmetscher mit von der Partie, denn ohne geht es leider nicht. Englisch wird zu wenig gesprochen in der Stadt. Auch innerhalb der RGSU sind es nur wenige, doch jährlich werden es mehr…

 

Untergebracht ist die DSB-Delegation in einem Studentenwohnheim der Uni etwas im Grünen, ca. 30 Minuten mit dem Minibus. Eine halbe Stunde – das ist für Moskau nichts. Wer in der russischen Hauptstadt irgendwo hin will, ist auch schnell mal ne Stunde unterwegs, obwohl die Moskauer U-Bahn das leistungsfähigste Metrosystem ist, das ich bisher erlebt habe. So fährt tagsüber aus jeder Station alle 90 Sekunden eine Bahn auf allen Linien. Warten muss man nie länger als eine Minute auf die Bahn, später ab 20 Uhr geht’s dann auf drei Minuten und noch später auf fünf.

 

Um ein Uhr fährt die letzte Bahn, dann wieder früh ab 5:30. 32 Rubel kostet der Eingang zur U-Bahn. Solange man nicht wieder raus geht, kann man fahren so lange man will. Auch nur eine Station kostet soviel. Also zur Zeit 40 Cent.

 

Das Studentenwohnheim ist für deutsche Verhältnisse sehr spartanisch und einfach, aber es ist das beste Moskaus, also praktisch: Die anderen wollt ihr erst gar nicht sehen.

 

Doch die Jugendlichen stört das nicht. Der Tenor geht eher Richtung Erlebnis und Bildung. Ja, Kunst, Museen Architektur, das können und konnten die Russen. Da gibt es an jeder Ecke was zu sehen. So auch für die DSJ-Delegation. Jeden Vormittag geht es zur Erkundung des Moloch Moskau. Roter Platz, Kreml, Dreifaltigkeitskirche, Museum der nationalen Kunst und vieles mehr. Schach spielen steht nicht im Vordergrund, da es mehr ein Jugendaustausch sein soll, daher auch das Kulturprogramm.

 

Ach ja … Es gab ja auch noch Schach, die fünfte Runde wurde gespielt.

 

Die Partie an Brett1 des B-Turniers [Frauen]sollte man sich einmal anschauen. Leider verlor Tatjana Wassiljewitsch von den Rodewischer Schachmiezen gegen die 14-jährige Alexandra Obolentsewa [Elo 2196] , aber sehenswert. Ob ihre Stellung zu verteidigen war, kann ich nicht sagen, aber sie ist einfach gut anzuschauen. [Partien unter dem Link http://open.moscowchess.org/en/online – und wichtig ist, dass sie zum Downloaden im PGN-Format sind, da kann man sie dann in aller Ruhe nachspielen!].

Alexandra liegt jetzt bei 5/5 und trifft auf nun mit Schwarz die zweite „Schachmieze“Alexandra Bodnaruk, die 4,5/5 vorweisen kann und mit Elo 2453 gut 250 Rating-Punkte mehr aufzuweisen hat. Mal sehen, wie diese Spitzenbegegnung ausgehen wird …

 

Wer sich im Endspiel Turm-Läufer gegen Turm üben will findet im A-Turnier [Männer] genug Anschauungsmaterial.

 

Nach fünf Runden hat nur noch der Russe Urii Elisejew [Elo 2582] eine weiße Weste. Es folgen fünf Mann mit je 4,5 Punkten, wobei der Ukrainer Anton Korobow [El 2710], der auf Rang 1 der Setzliste ins Turnier gestartet ist, die beste Wertung hat. Ergebnisse und statistische Angaben zum Abschneiden finden Sie sowohl unter http://open.moscowchess.org/en/festival als auch http://chess-results.com/tnr205684.aspx?lan=1&art=0&flag=30&wi=821 – schauen Sie einfach einmal vorbei!

 

So, ich muss jetzt los, Hemden kaufen! Denn schließlich ist eins auf der Strecke geblieben, als ich den „Betrüger“ gestellt habe …

 

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