HEUTE: Reiner Stach [Deutschland]

 

Interview mit Rainer Stach

Interview mit Rainer Stach

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Das aktuelle Heft 2/2016 von SCHACH hat als den Schwerpunkt auf insgesamt 42 Seiten die Turnierberichterstattung mit einem „Rundflug zum Jahreswechsel“ von Moskau bis Wijk aan Zee. Klasse finde ich es, dass das Team um Chefredakteur Raj Tischbierek immer wieder neue Autoren gewinnt.

 

So gefällt mir beispielsweise die Reportage von Alexander Seyb „Magnus’ perfekter Dezember“ vom Quatar Masters in Doha ausgezeichnet. Sie ist auch deshalb authentisch, weil Alexander bei dem exzellent besetzten Open selbst mitgespielt und nicht nur kommentiert hat.

 

Zwei weitere lesenswerte Beiträge sind „Sind Sammler glückliche Menschen? Oder der Fuchs und die Trauben“ von Dr. Michael Negele und Mihail Marins SCHACH-Schule mit der Folge „Königsindische Strukturen“.

 

Es lohnt im Übrigen auch, Leserbriefe keineswegs zu übersehen. Der von Peter Anderberg aus Harmsdorf beantwortet jedenfalls endlich die Frage eindeutig, ob Klaus Bischoff „ältester Deutscher Meister“ ist.

 

Bei seinem neuerlichen Sieg nach 2013 zwei Jahre später in Saarbrücken war er immerhin 54 Jahre. Aber den Rekord hält Jefim Bogoljuow [14. April 1889 in Kiew bis 18. Juni 1952 in Triberg im Schwarzwald]. Bei seinem Triumph 1949 in Bad Pyrmont zählte der zweimalige WM-Herausforderer immerhin schon 60. „Bischoff kann somit frühestens im Jahre 2021 „ältester Deutscher Meister“ werden.“, so Peter Anderberg. Der älteste DDR-Meister war übrigens bei den ersten Titelkämpfen von Deutschland-Ost in Sömmerda 1950 Rudolf Elstner [13. Oktober 1889 bis 12. August 1966] mit immerhin auch schon 56 Jahren.

 

Unserer Kooperation mit der im 70. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift SCHACH verdanken wir die Veröffentlichung der Rubrik „Seite 64: Schach-Fragen“. Die Gesprächspartner erhalten dabei einen von der Redaktion vorgegebenen Fragebogen, den sie persönlich schriftlich beantworten. Diesmal kommt mit Rainer Stach ein international geschätzter Literaturwissenschaftler zu Wort. Der im Januar 65 Jahre alt gewordene Publizist hat nach 18-jähriger Arbeit eine dreibändige Franz-Kafka-Biografie beendet, für den ihm im November 2015 der Bayerische Buchpreis in der Kategorie Sachbuch verliehen wurde. Stach, der in den siebziger und achtziger Jahren für verschiedene Vereine in der hessischen Oberliga aktiv war, beobachtet bis heute mit kritischem Interesse die Schachszene.

 

So lautet seine Antwort auf die Frage, was er denn für die schädlichste Entwicklung im modernen Schach hält:

 


Es kommt mir so vor, als seien die Top-Spieler weniger an der Zukunft des Schachs und an dessen Kultur interessiert als je zuvor. Sie denken an das nächste Turnier, den nächsten WM-Zyklus, an Elozahlen und Preisgelder. Fragen, die darüber hinausgehen, interessieren sie nicht, oder sie beantworten sie so, dass es wieder erkennbar nur ihrem eigenen Interesse dient. Wie etwa Carlsen, der allen Ernstes die Rückkehr zum K.o.-Modus vorschlug.

Man könnte einwenden, dass das schon immer so war. Nein, war es nicht.“


 

Also, unbedingt lesen! Hier geht´s zum Interview mit Rainer Stach!

 

 

[Redaktion Raymund Stolze]

 

 

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