Super-Ergebnis für Carlsen – Ein tolles Erlebnis für die Nummer 2 der U10, Jeremy Hommer – Ein Erlebnisbericht von KAROL LALLA

 

Jeremy Hommer mit Carlsen

Jeremy Hommer mit Carlsen

Von 15 Uhr bis 21.30 Uhr, stolze 6,5 Sunden zog sich das Schachevent, Carlsen vs ZEIT-Leser in dem Alten Hauptzollamt, in der Hafencity Hamburg. Lediglich 2 Remisen und 1 Niederlage gab der Weltmeister dabei ab.

 

Magnus Carlsen zeigte sich gut gelaunt, aber auch fit genug für einzeit_Onlineen Marathonauftritt. Der Weltmeister nahm es gleich mit 70 Spielern auf. Sicherlich war der größte Teil Schach-Breitensportler, es saßen aber auch genügend spielstarke Vereinspieler am Brett.

 

Eine Runde nahm ca 8 Minuten in Anspruch, 2 Tischreihen so dicht zusammengestellt, dass Magnus gerade auf- und abgehen konnte. Zwischendurch ein Schluck aus der Wasserflasche, ein Biss in den Fitnessriegel, paar Sätze auf englisch ins Mikro, mehr gönnte er sich und den vielen Zuschauern nicht. Ein Wimpernschlag pro Brett und weiter gings, Spieler für Spieler. Kein Mitleid kannte Magnus dabei bei seinen Zügen, ob Peer Steinbrück, der nicht einmal den 20. Zug erleben durfte, oder Felix Magath, der nach dem 24. Zug aufgab. Magnus spielte sein gewohnt kompromissloses Spiel.

 

Karol Lalla mit Carlsen

Karol Lalla mit Carlsen

Mit dabei auch Jeremy Hommer (9), Nr 2 der deutschen U10 und satte 1750 Elo auf seinem Konto. Jeremy entwickelte sehr geschickt seine Caro-Kann-Verteidigung, hielt gut mit, gewann sogar einen Mehrbauern und traute sich sogar dem Weltmeister ein Remis anzubieten. Doch dann kam Carlsen immer besser ins Spiel, je weniger Spieler es wurden. Schließlich musste Jeremy nach dem 33. Zug dem Weltmeister gegenüber seine Niederlage eingestehen. Magnus lächelte, reichte freundlich Jeremy die Hand und signierte ihm das „Play Magnus“ Schachset, welches er nach dem spannendem Spiel auch behalten durfte. Karol Lalla, wie Jeremy aus Lüneburg, hatte etwas mehr Glück mit seiner Eröffnungswahl und zähem Mittelspiel, ganze 61. Züge konnte er Carlsen abringen. Als Vorletzter durfte er nach gut 6 Stunden Spiel das  Spielbrett mit Autogramm entgegen nehmen. Dem starken Endspurt des Weltmeisters war auch er nicht gewachsen.

 

Lediglich drei Spieler waren Weltmeister Magnus Carlsen gewachsen. Nur zwei Unentschieden und eine Niederlage gab er ab.

 

004Im Abschlußinterview von ZEIT-Redakteur und Ausrichter Stock, wurde Magnus auf eventuelles „Glück“ in einigen verlustträchtigen Partien angesprochen. Trocken erwiderte der Weltmeister, das Schachspiel hätte sehr wenig mit „Glück“ zu tun. Wer nicht in der Lage sei, seine bessere Stellung in einen Sieg umzuwandeln, hätte es auch nicht verdient zu gewinnen – rumms. Er hätte seine Erfahrung und sein besseres Spielverständnis besser zum Schluß ausgespielt – so sei einfach das „echte“ Schach!

 

Weltmeister Carlsen zeigte sich gewohnt fit, klar, kompromisslos, aber auch freundlich, lächelnd und gerade Kindern gegenüber zugewandt. Er munterte auf, das gerade aus der Niederlage die größte Motivation erwächst, weiter zu machen und besser zu werden. Er lobte das viele Talent, welches er an den Brettern gesehen hätte. Er freute sich ehrlich über diese Erfahrung mit 70 Gegnern gleichzeitig zu spielen. Das sportliche Maß glich aber locker den Strapatzen eines Marathons. Respekt Magnus Carlsen, ein junger, fitter aber auch sehr sympathischer Weltmeister zum anfassen!!!

 

Alle Fotos Karol Lalla. Herzlichen Dank für den ausgezeichneten Artikel

 

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