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2. Liga: im Osten können SK Göggingen, MSV Zugzwang und Nickelhütte Aue noch auf den Aufstieg hoffen, acht Neulinge sind aktuell in Abstiegsgefahr – Von RAYMUND STOLZE

 

Ergebnsdienste_2BLKaum zu glauben, aber es gibt sie noch, die „Außenseiter“ in der Zweiten Bundesliga. Seit zwei Spielzeiten nämlich gehen die zehn Vereine in der Staffel Ost bewusst eigene Wege. Um den Rhythmus der höchsten deutschen Spielklasse zu simulieren, wird die Saison doppelrundig gespielt. Das hat zudem den Vorteil, bereits im März mit dem Punktspielbetrieb fertig zu sein und lässt dem Meister genug Zeit, um sich für oder gegen einen Aufstieg zu entscheiden. Neben dem Faktor sportliche Perspektive in Liga 1 ist nämlich vor allem auch der finanzielle Etat für ein solches Abenteuer für den Verein eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Mit Zuschauereinnahmen ist bekanntlich im Schach nicht zu rechnen, also braucht es schon potente Sponsoren – die beste Lösung ist sicherlich ein entsprechender Pool, damit bei einem Ausfall eines Mitstreiters nicht das Bundesliga-Projekt in Gefahr gerät.

 

In der vergangenen Spielzeit hat das der Erfurter SK auf die Reihe bekommen, sprich das Aufstiegsrecht wahrgenommen.

 

Nach neun Spieltagen in Liga 1 liegen die Thüringer auf Platz 12 [5:13/30,5], was die Rettung bedeuten würde. Mit dem SV Griesheim [4:14/27,0] auf Platz 14 und dem SK Norderstedt [1:17/15,5] auf Rang 16 sind allerdings zwei Neulinge derzeit auf Abstiegsplätzen. Die beiden weiteren Anwärter für den „Fahrstuhl Richtung Liga 2“ sind der FC Bayern München [4:14/25] auf 15 und überraschenderweise der SC Hansa Dortmund [5:13/27,0] auf 14. Allerdings sind noch sechs Spieltage zu absolvieren, und die Situation für Erfurt ist durchaus nicht chancenlos. An diesem Wochenende [12./13. März] ist u.a. der SK Norderstedt der Gegner. In Runde 13 [10. April] trifft man auf des FC Bayern München und bei der finalen Doppelrunde [23./24. April] heißen die Kontrahenten Turm Emsdetten und Werder Bremen.

 

Die Situation in der Liga Ost ist im Übrigen ebenso spannend wie der Abstiegskampf in der Beletage des deutschen Schachs. Mit dem SK Göggingen [12:4/39,5], dem MSA Zugzwang München und Nickelhütte Aue [jeweils 11:3/31,5] kann ein Trio noch aufsteigen. Der Nachteil des Neulings aus dem Augsburger Stadtteil, der mit sechs Siegen uneinholbar schien, bevor er zuletzt zweimal verlor – 3,5:4,5 gegen Bindlach-Aktionär und 3:5 gegen Aue – ist allerdings, dass er nur noch ein Heimspiel gegen den Tabellensiebten SC Forchheim [6:12/28,5] hat, während die Konkurrenz mit je zwei Siegen locker vorbeiziehen kann. Zugzwang mit dem Großmeistertrio Stefan Brombacher, Stefan Kindermann und Gerald Hertneck an den drei Spitzenbrettern hat dabei mit den Abstiegskandidaten SG Leipzig [0:14/21,0] und der SG AE Magdeburg [2:12/18,5] fraglos das leichtere Restprogramm gegenüber den Auern, die sich mit Bad Mergentheim [10:4/32,5] und den SF Neuberg [7:7/28,5] – hier spielen an den Brettern 1 und 2 die Eheleute Nikolas und Melanie Lubbe – auseinandersetzen müssen.

 

Tabelle_BL2_Ost_20160310

2. Bundesliga-Ost: Tabellenstand vor dem Finale

 

Fragt sich nur, ob der Staffelsieger sein sportlich erkämpftes Aufstiegsrecht wahrnehmen wird. So gesehen können bei einem Verzicht auch noch die Teams auf Platz 2 und 3 hoffen …

 

In den drei restlichen Staffeln, wo sich die Teams nach einer Umfrage mehrheitlich für den alten Modus entschieden haben, jeweils am Sonntag nur eine Runde zu spielen, stehen noch drei Runden an [13 März, 10 und 24. April.

 

 

In der Gruppe Nord könnte dabei der SK König Tegel Berlin [11:1/29,5] mit einem Sieg gegen Rotation Pankow [4:8/20,5] angesichts eines Vier-Punkte-Polsters gegenüber den Verfolgern SK Zehlendorf [7:5/27,0] und den Hamburger SK II [7:5/26,0] alles klar machen. Doch die Hauptstädter gehen sicherlich sehr selbstbewusst in diese Begegnung, haben sie doch erneut das Final Four im DSB-Pokal erreicht und dabei den Hamburger SK im Viertelfinale heraus gekegelt. Fakt ist, dass König Tegel bei einem Staffelsieg in jedem Fall wieder in der höchsten Liga auflaufen wird. Und es ist insofern auch interessant, weil es bekanntlich in der Saison 2016/17 eine Zentrale Endrunde in Berlin geben wird. Ob diese Veranstaltung, an der auch die Frauen-Bundesliga teilnehmen soll, wirkliche Impulse für die Anerkennung des Schachs als Leistungssport in der Öffentlichkeit setzen wird, bleibt freilich abzuwarten.

 

Einen souveränen Spitzenreiter haben wir auch in der Gruppe Süd. Die SG Speyer-Schwegenheim [12:0/31,5] hat bislang alle sechs Punktspiele gewonnen und trifft am Sonntag [13. März] im sicherlich vorentscheidenden Match auf den Tabellenzweiten SC Unterbrombach [9:3/25,5]. Bei einem erneuten Sieg – dann wären es in der Tat „Sieben auf einen Streich …“ müsste man sich schon ernsthaft Gedanken machen, ob der Sprung in Liga 1 gewagt werden kann.

 

Für den Tabellenführer im der Staffel West SG Köln Porz [12:0/34,0] kommt der Ruhetag – bekanntlich hat der Godesberger SK sein Team zurückgezogen und steht als erster Absteiger fest – sicherlich nicht ungelegen. Es gilt schließlich noch die Wunden vom unerwarteten Pokal-Aus zu lecken. Ran muss aber der Tabellenzweite DJK Aufwärts Aachen [9:1/24,5] auswärts gegen die Sportfreunde Katernberg [6:4/21,5], die die Saison gerne auf dem „Treppchen“ beenden würden.

Der Katernberger SchalDJK Aufwärts Aachen trifft auf die Sportfreunde Katernberg

 

Da das Hilgert-Team sich weiterhin der Bundesliga verwehrt, ist hier der zweite (oder sogar dritte) Rang gleichbedeutend mit einer Qualifikation für höhere Weihen. Allerdings haben im Vorjahr alle infrage kommenden Kandidaten einschließlich der Domstädter verzichtet.

 

Was schließlich die Abstiegsfrage angeht – immerhin trifft es zwölf Mannschaften, also drei pro Staffel – , so steht für acht Neulinge das Wasser ziemlich bis zum Hals. Im Osten sind das die SG Aufbau Elbe Magdeburg [9.] und der SC Garching [8.], im Norden Rotation Pankow [9.] und der Preetzer TSV [8.], im Süden der SK Landau [10.] und die SC Brombach [9.] und im Westen der SV Dinslaken [9.] und SV Mülheim Nord II [8]. Retten kann man sich freilich nur selbst, und so darf man durchaus gespannt sein, wem das aus diesem Oktett gelingen wird. Noch erscheint jedenfalls fast alles möglich …

 

 

 

 

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