Schauen Sie doch mal kurz rein!


2. Liga: Im Osten ist MSA Zugzwang Meister, im Süden holt sich die SG Speyer-Schwegenheim vorfristig den Titel – Von RAYMUND STOLZE

 

Stefan_Kindermann_at_Chess_Olympiad_Press_Conference_2008-11-15

Stefan Kindermann (MSA Zugzwang)

Sicherlich kennen Sie die Eselbrücke „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“ Das trifft irgendwie auch auf die Zweite Liga zu. Am vergangenen Wochenende [12./13. März] war in der Gruppe Ost die finale Doppelrunde, und danach durfte das Team vom MSA Zugzwang 82 jubeln. Platz 1, also Ost-Meister nach zwei Siegen gegen die SG AE Magdeburg [5:3] und Gastgeber SG Leipzig [4,5:3,5] mit zwei Punkten Vorsprung vor Aufsteiger SK Göggingen und Nickelhütte Aue. Die beiden Gegner der Münchener müssen dagegen den Fahrstuhl in die Oberliga nehmen, wobei die Messestädter alle neun Punktspiele verloren haben. Dritter Absteiger sind die SF Neuberg, die zwar wie der SC Forchheim auf 7:11 Mannschaftspunkte kamen, aber am Ende 1,5 Brettzähler zu wenig hatte, um die Franken zu überholen. Mit Magdeburg und Neuberg trifft es zwei der vier Neulinge, die postwendend wieder eine Klasse tiefer ihre Chance suchen müssen. In Göggingen und beim SC Garching kann dagegen schon für die Zweitliga-Saison 2016/17 geplant werden.

 

 

Tabelle_BL2_Ost_20160313

Schlusstabelle 2. Bundesliga, Gruppe Ost

 

Wie der MSA Zugzwang im Osten hat die SG Speyer-Schwegenheim in der Gruppe Süd die Qualifikation für die Bundesliga geschafft. Und das sogar zwei Spieltage vorfristig. Im Spitzenduell wurde Zuhause die SC Untergrombach vom Ergebnis her klar mit 5,5:2,5 bezwungen und der siebte Sieg in Folge eingefahren. Der Vorsprung vor einem Verfolgertrio mit TSV Schönaich, SV Hofheim und dem Gegner vom Sonntag beträgt uneinholbare fünf Punkte. Wie in München kann man sich nun auch in Speyer Gedanken machen, ob man das Aufstiegsrecht wahrnehmen will. Ein Abenteuer wäre es für die beiden Bundesliga-Neulinge in jedem Fall!

 

SFK-DJK: Kislinsky-Nijboer

Friso Nijboer (DJK Aufwärts Aachen)

In der Gruppe West hatte Spitzenreiter SG Köln Porz [12:0/34,0] spielfrei, weil bekanntlich der Godesberger SK vor der Saison sein Team zurück gezogen hatte. So gehörte die Aufmerksamkeit dem Duell zwischen den SF Katernberg und der DJK Aufwärts Aachen. Und beim Essener Verein gab es, nach einem 3:2-Rückstand für die Domstädter, zunächst den 3:3-Ausgleich durch  Friso Nijboer (im Bid) und dann durch die weiteren Siege von Buscher und Dambacher doch noch einen ungefährdeten 5:3-Auswärtssieg. Macht in der Tabelle unterm Strich nun 11:1/29,5, und damit gibt es am 10. April Zuhause gegen die Hilgert-Truppe sicherlich einen Showdown der Extraklasse. Selbst bei einer Niederlage behalten die Aachener den zweiten Tabellenplatz, denn der Stadtrivale Aachener SV [10:4/30,0] hat bereits ein Spiel mehr ausgetragen und muss dann aussetzen. Dem Zweiten winken im Westen bekanntlich die Bundesliga-Weihen, sodass es für den DJK durchaus erstmals „aufwärts“ gehen könnte, wenn man denn möchte …

 

Für den SK König Tegel ist die Beletage des deutschen Vereinsschachs dagegen kein Neuland. Zuletzt haben die Berliner in der Saison 2011/12 eine Bundesliga-Gastrolle gegeben [http://www.schachbund.de/SchachBL/saison2011-12/index.php]. In der Staffel Nord liegen die Männer um die Doppelspitze René Stern und Robert Rabiega sicher auf Platz 1 [12:2/33,5] deutlich vor dem Lokalrivalen SK Zehlendorf [9:5/33,0]. Zwar wurde gegen den Teilnehmer am Pokal Final Four [30. April/1. Mai] Rotation Pankow ein 4:4-Unentschieden zugelassen, aber aus den restlichen beiden Auswärtsbegegnungen gegen den Preetzer TSV [7:7/24,5] und die SF Schwerin [6:8/24,5] sollten schon die noch fehlenden zwei Punkte zur Meisterschaft geholt werden, um dann erneut ganz oben mitzumischen. Denn die „Schachkönige aus Tegel“ haben meines Wissens stets ihre sportliche Qualifikation in Liga 1 wahrgenommen.

 

Alle Einzelergebnisse, Ansetzungen und Tabellen finden Sie unter dem Link
http://www.schachbund.de/SchachBL/ auf der Webseite des Deutschen Schachbundes.

 

 

Bildnachweise:

  • Stefan Kindermann: Von Claas Augner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5553290
  • Friso Nijboer: Bruno Müller-Clostermann (13.3.2016, Essen)
Online spielen
Forum

Bundesliga-Statistik

de.wikipedia.org

Elo
DWZ/Spielersuche
RSS-FEED
Archive
Kategorien