Reykjavik und seine schönen Seiten – Ein Abschlussbericht von ULLA HIELSCHER

Ulla Hielscher auf Whale Watching Tour

Ulla Hielscher auf Whale Watching Tour

 

Bilder vom Ausbruch

Bilder vom Ausbruch

Am Sonntag war ich im Volcano house, bei dem schon im Vorraum eine interessante Ausstellung besichtigt werden kann. Dort wurde vulkanisches Gestein, Vulkanasche und Bilder der Vulkanausbrüche ausgestellt. Danach wurden zwei etwas halbstündige Filme über die Vulkanausbrüche 1973 und 2010 gezeigt.

 

Ende Januar 1973 brach auf den Vestmannaeyjar der Vulkan Eldfell aus. Der Ausbruch erfolgte in direkter Nähe der Stadt Heimaey (ca. 4264 Einwohner). Zum Glück war zu der Zeit die gesamte Fischereiflotte im Hafen, so dass die Stadt schnell evakuiert werden konnte. Die halbe Stadt wurde mit Asche bedeckt und viele Häuser brachen unter dem Gewicht der Asche zusammen.

 

2010 gab es dann den Ausbruch des Vulkans mit dem leicht auszusprechenden Namen Eyjafjallajökull, der den Flugverkehr in Europa lahmlegte, da die Vulkanasche ein Fliegen unmöglich machte. Beide Ausbrüche wurden in den Filmen eindrucksvoll dargestellt.

 

Die anschließende Runde verlor ich gegen den kanadischen FM Michael Dougherty, der in der Endtabelle der beste Spieler unter 2200 Elo wurde.

 

Wal

Wal

Am Dienstag morgen habe ich mit Ansgar und Herbert eine Whale Watching Tour unternommen. Auf dieser Tour haben wir white beaked dolphins (Weißschnauzendelfine) gesehen. Da es für Amateure sehr schwierig ist, Delfine zu fotografieren (da sie schnell aus dem Wasser springen und dann wieder untertauchen) habe ich zwei Fotos von der Elding Website (der Veranstalter der Whale Watching Tour) beigefügt. Ein von einem anderen Schiff gesichteten humpback whale (Buckelwal) haben wir leider nicht gesehen, aber auch so war es ein interessantes Erlebnis, Delfine im offenen Meer zu sehen. Etwas seltsam fand ich, dass einige Teilnehmer dieser Tour die Delfine im wahrsten Sinne des Wortes komplett verschlafen haben, warum dann die Tour? Nur um zu sagen, dass man dabei war, ziemlich teurer Schlaf?

 

Am Mittwoch endete das Turnier. Die Siegerehrung fand im Rathaus statt, und sie unterschied sich deutlich von vielen Siegerehrungen, die ich bisher bei anderen Turnieren miterlebt habe.

 

Zum einen gab es leckere Häppchen zu essen und wer wollte, konnte Sekt trinken.

 

Auch waren viele Teilnehmer anwesend, die nichts gewonnen haben, eine schöne Gelegenheit, sich voneinander zu verabschieden.

 

Die ersten 3

Die ersten 3

Die Platzierungen hat Thomas Richter ja bereits in seinem Bericht erwähnt, ich habe noch ein paar individuelle Fotos der Sieger und der Teilnehmer der Siegerehrung beigefügt.

 

Am Abend der Siegerehrung habe ich die beiden indischen Sieger (Gesamtsieger Abhijeet Gupta und die beste Frau Tania Sachdev) noch zufällig im Restaurant Ali Baba getroffen. Ich fand sie beide sehr sympatisch und gönne ihnen den Erfolg, Tania hat ja zusätzlich noch ihre 2. GM Norm gemacht, eine starke Leistung dieser bescheiden wirkenden Spielerin.

 

Frauenpreise

Frauenpreise

Das Schöne an dem Turnier war, dass man Weltklassespieler auch abseits des Schachbrettes treffen konnte. Auf dem Rückflug von Island nach Deutschland saß z.B. Mamedyarov im selben Flugzeug und sogar auf dem Sitz neben Herbert. Stars zum Anfassen und vor allem wirkten sie fast alle super nett und überhaupt nicht arrogant.

 

Abschlußbemerkung:

 

Es war ein sehr schönes Turnier in Reykjavik, und ich kann es nur jedem empfehlen.

 

Vulkangestein

Vulkangestein

Einige Dinge sollten aber beachtet werden: Island ist ein sehr teures Land, selbst Lebensmittel aus dem Supermarkt sind recht teuer, so kostet z.B. 1 Apfel ca. 4 Euro während eine Tafel leckerer Islandschokolade „nur“ 3 Euro kostet. Essengehen ist ca. doppelt so teuer wie in Deutschland, wenn man Glück hat, gibt es aber Gratiswasser zum essen dazu.

 

Auch muss man im März mit sehr viel Regen und Schnee rechnen, und die Temperaturen sind durch den Wind auch nicht immer angenehm. Aber wenn man das alles berücksichtigt, kann man ein schönes Land besuchen mit eindrucksvollen Wasserfällen, Lavafeldern, Geysiren und wenn man Glück hat Nordlichtern. Und man hat die Möglichkeit in einem Turnier sehr starke Großmeister jenseits der 2600 und 2700 zu sehen oder sogar gegen sie zu spielen. Und selbst bei einer Niederlage können einige von ihnen noch lachen, z.B. Nils Grandelius.

 

Und selbst die starken Spieler interessieren sich für die Sehenswürdigkeiten Islands und nehmen ein bye, um sich etwas anzusehen.

 

 

Musik zur Siegerehrung

Platz 3 bis 11

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