Schauen Sie doch mal kurz rein!

Anand marschiert, Karjakin stagniert auf höchstem Niveau

 

AnandDieser Zwischenbericht kommt etwas später und ist, was die Partien betrifft, vielleicht etwas kürzer und knapper, da ich die letzten Tage auch anderweitig beschäftigt war. Der Untertitel ist inspiriert von einer Fotoserie im Bericht zu Runde 9 auf ruchess.ru – wiederum stammen alle Fotos vom russischen Schachverband. Hinter Anand erkenne ich Aronian, der seinen Rückstand auch in der anschliessenden Partie nicht aufholen konnte. Die anderen Fotos vor der Runde zeige ich nicht, aber da ich auch Läufer bin will ich den Einmarsch einiger Teilnehmer kurz kommentieren. Alle haben die verkehrte Kleidung und die verkehrten Schuhe, aber es war ja vor allem ein Schachturnier (und Mr. Trainingsanzug Ivanchuk hat sich diesmal nicht qualifiziert). Neben Anand wirkt auch Svidler dynamisch. Nakamura und Topalov versuchen es ebenfalls, aber eine Hand in der Hosen- bzw. Jackettasche, das geht gar nicht. Giri wirkt im Vergleich zu ihnen schwerfällig, aber er hatte ja einen Elefanten im Gepäck (Auflösung kommt später).

 

Zum schachlichen Geschehen: Wieder gab es pro Runde eine Entscheidung, und zwar Nakamura-Topalov 1-0 (für den Stand an der Spitze unwichtig), Caruana-Nakamura 1-0 (Caruana holt auf) und Anand-Aronian 1-0 (Vorteil Anand, Nachteil Aronian). Mehr Entscheidungen waren durchaus drin, aber so wie die Ergebnisse lauteten ist der neueste Zwischenstand Karjakin und Anand 5.5/9 (Tiebreak-Vorteil Karjakin), Aronian und Caruana 5, Giri 4.5, Svidler 4, Nakamura 3.5, Topalov 3. Karjakin, Caruana und Giri sind weiterhin ungeschlagen; Giri, Svidler und Topalov sind weiterhin sieglos. Was Caruana und Giri betrifft, liegt es auch an ihrem Duell in Runde 9 das aus Giris Sicht das „falsche“ Ergebnis hatte (remis). Auch Svidler konnte einige bessere bis gewonnene Stellungen nicht verwerten, und hatte einen „offday“ gegen Anand.

 

Was noch als kurze Zusammenfassung von Runde 7-9? Einige (auch Giri in Runde 9 gegen Caruana) riskierten nun etwas mehr, einige sind vielleicht bereits etwas müde, daher Partien nach dem Motto „wir haben beide schlecht gespielt“.

 

Bevor ich zu Runde 7-9 komme, nochmals zu Runde 6. Bei „Redaktionsschluss“ (diesen Bericht hatte ich am selben Abend veröffentlicht) war noch nicht klar, welchen Wirbel Aronian-Nakamura 1-0 auslösen würde. Zur Erinnerung: Nakamura berührte seinen König und wollte dann die „Berührt geführt“ Regel ignorieren, Aronian und der Schiedsrichter waren damit (letzteres) nicht einverstanden. Das, Aronians Auftritt in der Pressekonferenz und Sutovskys Reaktion (er kritisierte beide direkt Beteiligte) bekamen dann auf Schachforen (z.B. chess24 und chess.com) mehr Kommentare als alle anderen Partien, zu diesem Zeitpunkt 23, zusammen. Tags darauf äusserte sich Nakamura im Interview mit Sagar Shah für Chessbase:

 

Nakamura interview

 

Nakamura akzeptierte die Entscheidung des Schiedsrichters („It’s not a big deal“). Seine Version ist, dass er den König ‚wahrscheinlich‘ (probably) für ein zwei Sekunden berührt hatte [das Video ist eindeutig], aber nicht absichtlich – es war ‚zwischendrin‘ („in between“). Er beschwerte sich nicht über den Schiedsrichter, aber über Aronian der – sagt Nakamura – persönlich wurde. Was genau gesagt wurde, wissen ja nur drei Personen: Nakamura (nicht neutral), Aronian (auch nicht neutral) und der Schiedsrichter (neutral, aber er kann, will oder darf sich wohl nicht äussern). Nakamura bekam eine Geldstrafe (10% seines Preisgelds), weil er zur Pressekonferenz nicht erschien. Das kann er sicher verkraften, auch wenn es auch für den letzten Platz im Kandidatenturnier (da hat er nach wie vor Konkurrenz von Topalov) noch 17.000/10 = 1700 Euro sind. Ob 1-4) seinem Ruf geschadet hat? 1) Verhalten direkt nachdem er seinen König offensichtlich berührte, 2) Verhalten nach der Partie, 3) Schwänzen der Pressekonferenz, 4) dieses Interview. Nakamura-Fans sagen „no big deal“, bei anderen ist er ohnehin umstritten. Zum Beispiel bei Nepomniachtchi, der inzwischen Kosteniuk (spielte in der deutschen Damen-Bundesliga) beim Livekommentar abgelöst hat – da war was beim Weltcup zwischen Nakamura und Nepomniachtchi … .

 

Aronian und Sutovsky gebe ich zumindest mildernde Umstände: Aronian war in der Pressekonferenz noch euphorisch und unter Adrenalin, Sutovsky reagierte ’spontan‘ am späten Abend. Dass er auch danach auf seiner Meinung besteht, ist aus meiner Sicht OK, und (da wiederhole ich mich wohl) gut, dass Leute Meinungen haben, egal ob ich (oder andere) diese teilen oder nicht. Meine Meinung zu diesem Fall: Sutovsky hat sich vielleicht etwas im Ton vergriffen, aber inhaltlich hatte er sicher recht. An der Facebook-Diskussion beteiligten sich diverse bekannte oder auch (mir) unbekannte Namen, ich erwähne nur zwei Kommentare: Александра Костенюк (ich kann kyrillisch kaum lesen, aber im Kontext ist klar: Alexandra Kosteniuk) schrieb „I don’t like these kind of debates, but since I was present during this press-conference, I feel like adding a few words: 1 – Levon was in no way sarcastic or trying to show some supeority, he repeated several times that he was not sure himself … I would rather call it a sense of humor, his sentence „Let me show, kids“, was said in a very harmless manner (unlike, for example the reply by Anish Giri to my question about Kramnik’s proposal, when Anish said „Well, Kramnik, after all, is not playing in this tournament“, which, left me speechless for a minute); 2 – The mistake he made in evaluating this endgame just shows how difficult these endgames are. ….“ [Ich mag derlei Diskussionen nicht, aber da ich bei der Pressekonferenz dabei war, ein paar Bemerkungen: 1 – Levon war absolut nicht sarkastisch oder wollte seine Überlegenheit demonstrieren, mehrfach sagte er, dass er sich selbst nicht sicher war … Ich betrachte es eher als Humor, sein Satz „Kinder, lasst mich das zeigen“ fiel auf sehr harmlose Weise (im Gegensatz zu z.B. Giris Antwort auf meine Frage zu Kramniks Vorschlag „Nun, Kramnik spielt nicht mit“, ich war für eine Minute sprachlos. 2 – Dass er dieses Endspiel verkehrt beurteilt hat, zeigt nur wie kompliziert derlei Endspiele sind. …]. Georg Meier – einer von wenigen die sich in dieser Diskussion zu Nakamura äusserten: „Maybe the ACP could introduce a prize for the most unsportsmanlike behavior?!  😉 Nobody could take it from Nakamura this year… Under stress the deficits we otherwise manage to contain reveal themselves.“ [Vielleicht sollte ACP einen Preis für das unsportlichste Verhalten einführen?! Dieses Jahr hat Nakamura keine Konkurrenz. Unter Stress zeigen sich Defizite, die wir ansonsten unter Kontrolle haben.]. Stress spielte sicher eine Rolle.

 

Sutovsky selbst nannte es (das bezieht sich wieder auf Aronian) quasi eine Art Generationenkonflikt: „These are simply two different perceptions: I am rather conservative in this regards – although I can’t deny that trash-talking becomes increasing popular among the younger generation of the top players. However,I believe that the classical Anand-Gelfand approach brings chess more dignity, even at a price of being less spectacular and debated.“ [Das ist schlichtweg Ansichtssache. Ich bin da eher konservativ – wobei ich zur Kenntnis nehme dass trash talking in der jüngeren Generation von Weltklassespielern immer beliebter wird. Aber ich denke, dass die klassische Art von Anand und Gelfand Schach mehr Würde bringt, auch wenn es dadurch weniger spektakulär mit Stoff für Diskussionen ist.]

 

Peter Doggers, inwischen für chess.com vor Ort in Moskau, befragte auch Aronian, der allerdings nur sagte „kein Kommentar, nach dem Turnier“.

 

War da noch was? Ach so, Runde 7: Wie eingangs angedeutet, kann ich diesmal nicht so ausführlich auf die Partien eingehen wie sonst üblich. Nakamura-Topalov 1-0: Die beiden Kellerkinder lieferten sich ein heisses Duell. Topalov opferte eine Figur, um den weissen König zu belästigen – egal ob dieser in der Mitte verbleibt oder (wie in der Partie) doch noch kurz rochiert, dann unter dem Motto „Sargnagel schwarzer Bauer auf f3). Beinahe wurde es dann doch, pünktlich zum 30. Zug, Remis durch Zugwiederholung, aber Nakamura wich mit 31.Sd1 ab und Topalov fand nicht die besten Züge, mit denen er weiterhin Kompensation (allerdings eher keinen Vorteil) gehabt hätte. Svidler-Caruana 1/2 war wohl eine von mehreren verpassten Chancen aus Svidlers Sicht. Nach ruhig-englischer Eröffnung mal wieder der h-Bauer (10.h4, 11.h5, 12.hxg6 – Weiss hatte noch nicht rochiert, im 22. Zug rochierte er dann lang). Zwischendrin („in between“) opferte er eine Figur, die er dann zurück bekam – mit besserem Endspiel das er nicht verwertete. Karjakin-Aronian 1/2 war das Duell der zu diesem Zeitpunkt (und auch nach der Runde) Führenden, von Karjakin hinterher so beschrieben: „Mein Eindruck ist, dass wir beide nicht besonders gut spielten“. Giri-Anand 1/2 drucke ich nicht fett: Aus Angst vor gegnerischer Vorbereitung tauschte Giri ab dem 12. Zug alles ab, und nach 31 Zügen konnten beide regelkonform Remis vereinbaren.

 

Ab Runde 8 ist es Wiederholung – dieselben Paarungen mit vertauschten Farben. Das heisst auch, den Regeln entsprechend, wieder zuerst Duelle unter Landsleuten:

 

Caruana-Nakamura

 

Caruana-Nakamura 1-0: Wie gewonnen, so zerronnen für Nakamura – und Caruana ist nach zuvor sieben Remisen im Turnier angekommen!? Es begann wieder mit 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.d3!?. Offenbar haben sich die Teilnehmer vor dem Turnier geeinigt: Sizilianisch spielen wir nicht (neben Nakamura haben das auch zumindest Topalov und mitunter Giri im Repertoire), das Berliner Endspiel auch nicht. Stattdessen der nächste Anti-Berliner: Weiss hatte da im weiteren Verlauf bereits diverse Züge/Pläne versucht, heute entschied sich Caruana für (4.-Lc5) 5.Lxc6 und im 10. Zug für die lange Rochade. Nun wurde es doch quasi-sizilianisch mit beiderseitigem Königsangriff, Caruana war schneller. Matt wurde es nicht, aber Weiss gewann entscheidend Material.

 

Svidler-Karjakin press conference

 

Svidler-Karjakin 1/2 – Foto mal von der anschliessenden Pressekonferenz. Statt „Pressekonferenz“ passt vielleicht „öffentliches Post-Mortem“ oder „gemeinsamer Auftritt in der Liveübertragung“ besser – die Spieler zelebrieren Varianten, Fragen von Journalisten gibt es (noch) nicht. Anschliessend erscheinen sie dann im Medienbereich für Interviews. Einige Journalisten machen das – bereits erwähnt Sagar Shah für Chessbase, Peter Doggers für chess.com und sicher auch zumindest der eine oder andere Russe. Dass die zuvor veranstaltete Pressekonferenz eigentlich keine ist, wurde hier und da thematisiert und kritisiert – aber ich kann nicht alles zum Drumherum vertiefen. Zur Partie: Zu Beginn der Pressekonferenz sagte Nepomniachtchi „eine Partie mit vielen überraschenden Entscheidungen“, und beide Spieler lachten. Diesmal stand (der sonst gut vorbereitete) Svidler nach der Eröffnung schlecht, sein Lg2 war eher ein Grossbauer. Aber Karjakin tauschte ihn freundlicherweise ab, und später hatte Svidler ein besseres/gewonnenes Endspiel, das er nicht gewann. Im Schach lautete das Ergebnis dann 1/2-1/2 – hätten sie Fussball gespielt, dann wäre es jedenfalls nicht 0-0 sondern zumindest 1-1 oder 2-2 oder 3-3.

 

Aronian und Giri wiederholten zunächst die Partie Aronian-Giri, Zürich 2016 – soviel zum Thema „im Vorfeld Eröffnungsvorbereitung verbergen“!? Damals und diesmal entstand schnell ein (Semi-)Endspiel, in dem Weiss zwar etwas besser steht aber kaum echte Gewinnchancen hat. Also remis. Giri fand ein Schwarzremis wohl OK, und Aronian hatte in seiner Turniersituation (zu diesem Zeitpunkt) nicht allzu viel gegen ein Weissremis einzuwenden. Topalov-Anand 1/2: Der Bulgare stand mit Weiss schlechter, aber nicht schlecht genug – remis.

 

Runde 9: Eine Entscheidung, und dreimal Remis, wie gehabt. Bevor ich zu den Partien komme, die Lösung des Elefantenrätsels. Laut Rundenbericht auf ruchess.ru wollte der Schiedsrichter vor Rundenbeginn die Grundstellungen aufbauen, und ein weisser Läufer fehlte – hat ein Spieler ihn etwa tags zuvor aus Versehen mitgenommen? Dem war so, und es war Anish Giri. Wer Erfahrung mit Google-Übersetzungen von russischen Artikeln (nicht nur der gerade verlinkte) hat, weiss dass der Läufer in Russland ein Elefant ist – daher auch das Logo des (seit 2 1/2 Jahren nicht mehr erneuerten) chessintranslation.com. Hier und heute hatte Giri Weiss und sammelte schwarze Bauern, aber zunächst zur einzigen Entscheidung in dieser Runde:

 

Anand-Aronian

 

Anand-Aronian 1-0 war insgesamt eine einseitige bzw. „Dreiviertelpunkt“- (kann Weiss gewinnen, oder hält Schwarz remis?) Partie. 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4!? – der nächste Anti-Berliner. Anand erarbeitete sich Raumvorteil und erreichte dann ein besseres Endspiel – das beide nicht 100% optimal behandelten, und Weiss gewann.

 

 

Giri-Caruana 1/2 – nach Caruana (Benoni gegen Aronian, heterogene Rochaden gegen Nakamura) spielte nun auch Giri mit mehr Risiko. 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.f3!? ist womöglich die schärfste Variante gegen Grünfeld, bzw. eine Art Anti-Grünfeld: wenn Weiss (noch) nicht Sc3 spielt, hat Schwarz nach 3.-d5 4.cxd5 Sxd5 5.e4 nicht -Sxc3. Schwarz muss nicht 3.-d5 spielen, aber das tun hier die meisten Grünfeld-Spieler, so auch Caruana. Sein 11.-Sa6 war neu. Idee war, einen Bauern zu opfern, aber irgendwas stimmte nicht mit seiner Vorbereitung bzw. er konnte sie am Brett nicht reproduzieren – selbst nannte er hinterher 18.-f5 falsch, „in meinen files steht sicher 18.-Tc8“. So hatte er später vier(!) Bauern weniger, und nach dem genauen 24.Ke1 (allerdings etwas „computeresk“, und ein paar weitere genaue Züge musste Weiss noch finden) hätte Giri sehr wahrscheinlich seine erste Partie gewonnen und (wie Anand und Aronian) mit seinem Gegner den Tabellenplatz getauscht. Mit dem „menschlichen“ 24.Td4?! gab er einen Bauern zurück, und scheiterte später in der „technischen Phase“ – diese war alles andere als trivial, zumal Schwarz mit seinem aktiven Läuferpaar durchaus Kompensation hatte.

 

Topalov-Svidler 1/2: Topalov wie wir ihn normalerweise kennen, 20.Sxf7 liess er sich nicht entgehen (war allerdings ein Scheinopfer, Weiss bekommt die investierte Figur sofort zurück). Später verzichtete er auf das gewinnträchtige 32.Le2 (beide hatten offenbar nicht gesehen, dass 32.-Sxe5 33.Lxb5 axb5 wegen 34.Te1 mit Röntgenblick (als nächstes entweder 35.Txe5 oder 35.Te8+ nebst 36.TxLa8) gar nicht geht. Ausnahmsweise bekam Svidler einen halben Punkt mehr als „verdient“, und wenn Topalov so weitermacht, gewinnt er vielleicht doch noch eine Partie in diesem Turnier.

 

Nakamura-Karjakin 1/2 – interessant vor allem aus eröffnungstheoretischer Sicht. Damenindisch ist womöglich die neueste „Moskau-Variante“, vor allem dank Karjakin (Wohnsitz Moskau). Nakamura wiederholte Topalovs Neuerung 11.Tb1, Karjakin wich ab von der Vorgängerpartie Topalov-Karjakin. Stolz schreibt Peter Doggers für chess.com, dass beide der Analyse von Maxime Vachier-Lagrave für chess.com bis zum 19. Zug folgten – haben beide Spieler das gelesen und geglaubt? Kann sein, muss nicht – zumindest ähnliche Varianten wurden auch im Livekommentar und in der Pressekonferenz diskutiert, und beide haben auch Sekundanten. Karjakin zumindest Potkin, Nakamura nach eigener Aussage neben seinem Kumpel Kris Littlejohn auch „Grossmeister via Skype, Namen sag‘ ich nicht“. Zwischendurch stand dann Karjakin mit Schwarz besser, am Ende remis.

 

Wie geht es weiter? Mittwoch mit Caruana-Anand (wieder können eventuell zwei Spieler die vorderen Plätze tauschen), Karjakin-Giri (remis, oder riskiert Giri etwas? dann sind alle drei Ergebnisse möglich), Aronian-Topalov (Chance für Aronian, oder ist Topalov aufgewacht?) und Svidler-Nakamura (eher irrelevant betrifft Turniersieg).

 

Im Internet gibt es bereits Diskussionen, ob „die Schachwelt“ ein drittes WM-Match Carlsen-Anand will oder nicht – auch einige Journalisten schrieben, dass „die grosse Mehrheit“ das nicht will. Dazu von mir hier und heute noch nichts, vielleicht später, vielleicht am Rande in meinem nächsten Artikel – über einen Spieler, der nur deshalb keine Kandidatenturniere spielte, weil es am Höhepunkt seiner Karriere noch Kandidatenmatches gab.

Eine Antwort auf Kandidatenturnier nach neun von vierzehn Runden

  • Rainer Beyer sagt:

    Hallo liebe Schachfreunde! Wie ich es mir gewünscht habe ist es nicht 9 Runden weiterhin hochspannend und die Spieler haben meinem Wunsch nach umkämpften und schönen Partien
    das seinige dazu beigetragen. Es gab so manche Überraschungen, eine davon ist für mich, dass Anish Giri noch keine Partie gewonnen hat, er scheut ein wenig das Risiko und spielt sehr konstant und sicher auf Remis, letztendlich wird das aber nicht reichen, zumal er die Partie gegen Caruana aus meiner Sicht gewinnen mußte?! Wenig überzeugt hat mich Nakamura, er spielt hop oder top und sein Aussetzer gegen Aronian war sicherlich dem Stress geschuldet, aber das er die anschliessende Pressekonferenz boykottierte ist nicht akzeptabel, wurde zu Recht bestraft und zeigt auch seine menschlichen Qualitäten. Mit Karjakin und Anand stehen zu Recht die beiden besten Spieler bis dato an der Spitze des Feldes, besonders angenehm hat mich Vishi überrascht mit glänzenden Partien und viel Mut zum Risiko in den entscheidenden Phasen, Hut ab und er wäre ein würdiger Sieger. Aber ich habe auch noch Fabiano Caruana auf dem Zettel, der besonders bei den langen Partien und in Zeitnot glänzt, extrem nervenstark und das er die Partie gegen Giri noch in ein Remis gerettet hat, echt klasse diese Verteidigungsleistung, für mich die bis dato beste Partie! Möge der Beste am Ende gewinnen, bin sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Endspurt!!

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