‚Caissa‘ ante portas – Von MARIO ZIEGLERZiegler

 

Eine wissenschaftliche Zeitschrift für Schach- und Brettspielgeschichte – wer braucht denn so etwas? Als ich im Sommer 2014 die Idee, ein solches Magazin unter dem Titel ‚Caissa‘ zu gründen, einigen Schachfreunden unterbreitete, war selbst bei Gesprächspartnern, die sich nachgewiesenermaßen für Schachgeschichte und -kultur interessieren, ein zweifelndes Stirnrunzeln noch die positivste Reaktion.

 

Gibt es denn nicht schon genug Schachmagazine auf dem Markt, die sich neben dem Turnierschach auch mit den etwas ausgefalleneren Bereichen, etwa dem Problemschacaissa_web_1ch, beschäftigen? Und nicht zuletzt: Was ist mit der Zeitschrift ‚Karl‘, die immerhin den Titel „kulturelles Schachmagazin“ bereits im Untertitel trägt, und – völlig zu Recht übrigens – 2014 mit dem Deutschen Schachpreis ausgezeichnet wurde? Und doch gibt es deutliche Unterschiede zwischen ‚Karl‘ und ‚Caissa‘. Der eine ist die thematische Offenheit der einzelnen Ausgaben, denen kein spezifisches Rahmenthema zu Grunde gelegt ist wie bei ‚Karl‘. Das kann Vor- und Nachteile haben, erlaubt aber in jedem Fall eine größere Themenvielfalt. Der andere und noch wichtigere ist die Behandlung auch anderer Brettspiele als des Schachs.

 

Nutach fast zwei Jahren Vorarbeiten steht die Veröffentlichung des ersten Bandes nun dicht bevor. Für die Erstausgabe konnte mit Dr. Robert Hübner einer der profiliertesten Schach­experten Deutschlands gewonnen werden. Daneben sind verschiedene bekannte Autoren auf dem Gebiet der Schachgeschichte aus In- und Ausland vertreten: Prof. Dr. Bernd Gräfrath, der Vorsitzende der Problemschachvereinigung ‚Schwalbe‘, der Sammler und Kunsthistoriker Siegfried Schönle, die durch zahlreiche Publikationen bekannten Schachhistoriker Dr. Adrian Harvey und Tony Gillam (England), Dr. Peter J. Monté (Niederlande) und Iván Bottlik (Ungarn).

 

Die Saarbrücker Kunsthistorikerin Antonella Ziewacz widmet sich in ihrem Aufsatz der NS-Ideologie im Brettspiel und blickt damit über die Grenzen des Schachspiels hinaus. Das Geleitwort stammt aus der Feder des Präsidenten des DSB und Vizepräsidenten der FIDE, Herbert Bastian [http://caissa-journal.de/ausgaben/caissa-1-2016/geleitwort-zur-erstausgabe/].

 

 

Angesichts der renommierten Autoren und der abwechslungsreichen, viele Aspekte behandelnden, Themen kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich von der Qualität der Erstausgabe überzeugt bin. Der Erfolg und damit auch ein langes Leben von ‚Caissa‘ jedoch steht und fällt mit dem Interesse der Leser. Am 28. April wird ‚Caissa‘ in den Handel gehen.

 

Erscheinen wird Caissa in zwei Bänden pro Jahr mit einem Umfang von jeweils ca. 100 Seiten. Artikel erscheinen in Englisch oder Deutsch und es wird eine Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache beigefügt.

 

Die erste Ausgabe von Caissa kann per Mail [info@Caissa-Journal.de] oder über unser Kontaktformular (english contact form) bestellt werden (Preis: 14,90 €).

 

Weitere Informationen und eine Übersicht über die Themen unter www.caissa-journal.de.

2 Antworten auf Eine neue Schach-Zeitschrift stellt sich vor

  • Als freie Mitarbeiterin beim Schach-Ticker war ich ganz besonders erfreut, diesen Artikel heute hier zu lesen – konnte ich doch Herrn Dr. Ziegler im Rahmen der Deutschen Schachmeisterschaft im Dezember 2015 in Saarbrücken persönlich kennenlernen und ein paar Worte mit ihm reden. Ich bin ganz gespannt auf die Erstausgabe und wünsche dem ganzen Projekt viel Erfolg !!

  • Marcel Gottofrey sagt:

    Guten Abend sehr werter Dr. Ziegler ! 🙂 Ganz herzlichen Glückwunsch für das Gelingen Ihrer sehr guten Idee ! Und Ihre neue Zeitschrift wird bestimmt zur Bereicherung der Schachliteratur beitragen ! Mit besten Wünschen und Grüßen von Marcel Gottofrey aus Morges (Schweiz)

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