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Die Begegnungen der 10. Runde der Schachbundesliga verliefen größtenteils einseitig. Eine Zusammenfassung der Ereignisse an den Spielorten Wattenscheid, Hockenheim, Trier und Remagen.

Von Georgios Souleidis
Die Revierderbys lockten mehr Zuschauer als gewohnt nach Wattenscheid und bildeten eine schöne Kulisse für die Kämpfe Wattenscheid-Mülheim und Dortmund-Katernberg.
Die Mülheimer – das hatte man allerdings zu Beginn der Saison festgelegt – verzichteten auf ihre "Ausländer" und traten nur mit Spielern an, die im Ruhrgebiet wohnen. Das ergab die ungewöhnliche Konstellation, dass die Gastgeber favorisiert ins Rennen gingen. Am Spitzenbrett kam es zur Begegnung zwischen Daniel Fridman und Nikita Vitiugov.


Fridman,Daniel (2652) – Vitiugov,Nikita (2726)
SBL 2011/2012 (10.1), 25.02.2012

Stellung nach 17.Ld3:

In einem Nebenraum kommentierten lokale Fachkräfte die Partien und zusammen mit den Zuschauern war man auf Anhieb nicht in der Lage eine befriedigende Lösung gegen die Drohungen 18. Lxh7+ und 18. Le4 anzubieten. Dabei ist es denkbar einfach.
17…g6! 18.Le4 De8! Ach so. Schwarz überdeckt mit der Dame die angegriffenen Punkte c6 und e5. Jetzt wurde einiges abgetauscht, wonach die Stellung vollkommen ausgeglichen war – Remis nach 46 Zügen.


Daniel Fridman

Für die Gastgeber sollte es einfach gut laufen an diesem Tag. Insbesondere an den Brettern vier, sieben und acht kristallisierten sich klare Vorteile heraus. Interessant verlief das Mittelspiel zwischen Mihail Saltaev und Florian Handke.
Saltaev,Mihail (2484) – Handke,Florian (2518)
SBL 2011/2012 (10.7), 25.02.2012

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 a6 5.Sc3 Dc7 6.Ld3 Sf6 7.De2 Lc5 8.Sb3 Ld6 9.Ld2 Sc6 10.0-0-0 b5 11.g4 b4 12.Sa4 Se5 13.g5

Schwarz hatte die Entwicklung vernachlässigt, um strategische Pluspunkte auf den schwarzen Feldern zu sammeln. 13…Sfg4 Wenn Weiß präzise agiert, sollte der Entwicklungsvorsprung ein gewichtiger Faktor sein. 14.Kb1 Dc6 Mit Angriff auf den Springer a4. 15.f4 15.h3!? Sxd3 (15…Sxf2?! 16.Dxf2 Sxd3 17.cxd3 Dxa4 18.Dd4±) 16.hxg4 Sf4 17.Df3 Sg6 18.Le3! Retter den Springer auf a4 durch den Gegenangriff auf den Läufer d6. Nach 18…Lc7 19.Sac5 a5 sichert sich Schwarz Gegenchancen am Damenflügel. 15…Dxa4 16.h3 Sxd3 17.cxd3?! 17.Dxd3! war besser. Nach 17…Sf2 18.Dxd6 Sxe4 (18…Sxh1?? verbietet sich wegen 19.Lxb4 mit gewinnbringendem Angriff.) 19.Dd4 Sxd2+ 20.Txd2 0-0 hat Schwarz zwar einen Bauern mehr, doch der weiße Entwicklungsvorsprung kompensiert diesen zu Genüge. 17…Se5 18.fxe5 Lxe5 Hier hat Weiß für den Minusbauern kaum Spiel. Schwarz konsolidierte seine Stellung, gab den Bauern – b4 – zurück und gewann dank seines Angriffs am Damenflügel.


Florian Handke

An Brett vier kam in der folgenden Situation die entscheidende Wendung:
Rustemov,Alexander (2537) – Feygin,Michael (2521)
SBL 2011/2012 (10.4), 25.02.2012

Stellung nach 31.Dh4:

Weiß hatte unnötig zwei Bauern geopfert und seinen Vorteil verspielt. Hier ist er auf Mithilfe seines Gegners angewiesen. 31…Te8? 31…Le5! 32.Sf6 Txf6? 32…Lxf6 33.Lxf6+ Kg8 34.Te3 sieht gefährlich aus für Schwarz, es gibt aber keinen direkten Gewinn. Nach 34…Sg7 35.Th3 Txf6 36.Dxf6 De6 sind die Chancen verteilt. 33.Lxf6 Tf8 34.Lxf5! Weiß gewinnt einfach zu viel Material. Der Rest ist Sache der Technik, 1-0 nach 47 Zügen.


Alexander Rustemov

Nachdem Tobias Hirneise an Brett acht gegen Aleksej Litwak gewann, stand der Sieg für Wattenscheid fest. Das 5,5:2,5 ging auch in der Höhe in Ordnung.
Noch deutlicher gewannen die Sportfreunde Katernberg gegen Hansa Dortmund. Nach der Hälfte der Spielzeit sah es allerdings nicht nach einem klaren Sieg für die Essener aus. Grund war u.a. die Partie an Brett acht.
Bluebaum,Matthias (2388) – Scholz,Christian (2387)
SBL 2011/2012 (10.8), 25.02.2012

Stellung nach 19.f4:

19…Sxh3+! Das sollte Schwarz das Remis sichern. Allerdings gefiel Weiß dieses Ergebnis nicht und brachte sich stattdessen in Teufels Küche. In der Folge übersahen beide Spieler in dieser taktikgeladenen Stellung verschiedene Ressourcen. 20.Kh2 20.gxh3 Dh4 21.Lf2 Dxh3 22.Sd5 Ld7 und Schwarz hat drei Bauern für die Figur sowie Spiel gegen den weißen König. 20…a6 21.Kg3? Weiß möchte den Springer auf h3 endlich schlagen, ohne dass Schwarz …Dh4 spielen kann. Allerdings ist es selten eine gute Idee, im Mittelspiel mit dem König nach vorne zu laufen. 21.gxh3 Dh4 22.Sd5 Dxh3+ 23.Kg1 Dg3+ 24.Kh1 Dh3+= 21…Sxf4! 22.Lxf4 Le5?! 22…Tf8! 23.Sxe4 g5 gewinnt für Schwarz, da der Läufer wegen 24…Le5+ nicht ziehen darf. 23.Sd5?! Nach 23.Lxe5! Dg5+ 24.Kh2 Dxe5+ 25.Kg1 hat Schwarz nicht genug für die Figur. 23…Dg5+ 24.Kh2 Sd3? 24…Tf8! 25.Lxe5 (25.g3 Txf4! 26.Sxf4 h5 ist zu kompliziert.) 25…Dxe5+ 26.Kg1 Txf1+ 27.Lxf1 Ld7 mit dynamischen Gleichgewicht. 25.Lxe5 Dxe5+ 26.g3 Dxd4 27.Sf6+ Kh8 28.Sxe8 Lf5 29.Lxd3? Nach 29.g4!+- kann Schwarz aufgeben. 29…exd3 30.Tfe1 30.Txd3! Lxd3 31.Tf8+ Kh7 32.Dd2 Txe8 33.Txe8 Dxc4 34.Te7+ Kg8 35.Txb7± 30…dxc2 31.Txd4 c1D 32.Txc1 Txe8 33.Txd6 Te2+ 34.Kg1 Kg7 35.Kf1 Te3 36.Te1 Ld3+ 37.Kf2 Txe1 38.Kxe1 Lxc4 39.Td7+ Kf6 40.Txb7 Kg5 41.Kf2 Lb5 42.Tb6 h5 43.Td6 Kf5 44.Td5+ Ke4 45.Tg5 Le8 46.Kg2 Lf7

Ob die weiße Stellung gewonnen ist, ist für mich unklar, aber es folgte… 47.Kh3?? Le6+ 48.Kg2 Lf5 und der Turm auf g5 ist eingesperrt, bitter. 49.Kf2 a5 50.a4 Kd4 0-1


Christian Scholz

Sehenswert gewann Robert Fontaine an Brett zwei gegen Thomas Henrichs.
Henrichs,Thomas (2473) – Fontaine,Robert (2552)
SBL 2011/2012 (10.2), 25.02.2012

Stellung nach 19.Sd2:

Irgendwas ist schiefgelaufen für Weiß und Schwarz ergreift am Königsflügel die Initiative. 19…f4! 20.Le4 f3! Danach gibt es wohl schon keine Rettung mehr. Die Schwächung der Diagonale h1-a8 ist entscheidend und lässt sehenswerte taktische Motive zu. 21.Sxf3 Nach 21.Lxf3 gewinnt 21…Txf3! 22.Sxf3 Sd4!! in allen Varianten. 21…Txf3! 22.Lxf3 Sxb4! 23.Lxb7 23.axb4 Lxf3 24.Kf1 Dh3+ 25.Ke1 Dxh2-+ 23…Sxc2 24.Le4 Sxa3 25.Tb3 Da4 0-1


Robert Fontaine

Nach und nach nutzte Katernberg seine nominelle Überlegenheit und gewann mit 6,5:1,5. In Runde 11 kommt es somit zwischen Katernberg und Wattenscheid zum Duell um die inofizielle Ruhrgebietsmeisterschaft.
Berlin kurz vor Überraschung
Die einzige spannende Begegnung der 10. Runde fand in Hockenheim statt. Die Schachfreunde Berlin boten den favorisierten Eppingern einen guten Kampf, mussten sich aber letztendlich mit 4,5:3,5 geschlagen geben. Ilja Schneider brachte die Hauptstädter durch einen Sieg gegen Arik Braun in Führung. Dabei profitierte er von einem taktischen Versehen seines Gegners, der eine Qualität und die Partie kostete. Für den Ausgleich sorgte Ferenc Berkes, der seine aktiven Figuren im Endspiel gegen Martin Krämer zum Sieg führte. Beim Stand von 3,5:3,5 verwertete Zoltan Medvegy gegen Dennes Abel sein Turmendspiel mit einem Mehrbauern zum Sieg.
Das Duell zwischen Hockenheim und Hamburg war eine klare Sache. Die Gastgeber gewannen 6:2. Während Hockenheim damit endgültig den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse sicherte, stürzten die Hanseaten noch tiefer in den Abstiegsstrudel.
Deutliche Angelegenheit in Trier
Die OSG Baden-Baden und die SG Trier werden an diesem Wochenende gegen ihre Gegner König Tegel und Dresden keine Probleme haben, zwei Siege einzufahren. Neben der nominellen Überlegenheit kommt hinzu, dass die Sachsen auf den Einsatz mehrerer Spitzenspieler verzichten. Das 6:2 in beiden Kämpfen war nur folgerichtig.
Bremen hält Kurs
Werder Bremen befindet sich nach dem 5,5:2,5 gegen Remagen weiter auf Lauerstellung hinter Baden-Baden. Allerdings fiel der Sieg zu hoch aus. Insbesondere Klaus-Jürgen Schulz hätte gegen Vlastimil Babula seine bessere Stellung zum Sieg verwerten müssen. Im zweiten Kampf gewann die SG Solingen mit 5:3 gegen Emsdetten. Für die vollen Punkte sorgten Predrag Nikolic und Artur Jussupow. Sehr interessant verlief die Partie zwischen Anish Giri und Markus Ragger am Spitzenbrett. Lange Zeit sah es nach einem Sieg für den Österreicher aus, doch der 17-jährige Holländer bewies eindrucksvoll, wie schwierig es ist gegen einen Spieler seines Kalibers trotz Mehrfigur zu gewinnen.

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