Das lettische Tal Memorial

GM Daniel Fridman

Ob Russland dieses Jahr wieder ein Superturnier Tal Memorial hat, wird sich zeigen; Lettland ehrt am Wochenende (Freitag bis Sonntag) seinen bekanntesten Schachspieler mit Blitz- und Schnellschach. Bestehende Turniere in Jurmala bekommen offenbar einen neuen Namen – aus Petrov Memorial wurde Tal Memorial.

Der Schachticker hatte bereits 2016 und 2015 über Jurmala berichtet – damals waren die Turniere etwas prominenter besetzt: 2016 z.B. Ivanchuk, 2015 neben Chucky auch Karjakin, Gelfand und Mamedyarov. Dieses Jahr doch einige bekannte Namen, nicht unbedingt die ersten der Setzlisten nach Blitz- und Schnellschachelo. Am international bekanntesten wohl Alexei Shirov, in Lettland quasi Nachfolger von Mikhail Tal. Noch ist er schachlich Lette – nach Krach mit dem lettischen Schachverband (bzw. offenbar mit einem Funktionär) hat er angekündigt, zukünftig wieder für Spanien spielen zu wollen.

Der bekannteste deutsche Name ist Daniel Fridman, der öfters mal in seiner alten Heimat spielt. Zweitbester Deutscher ist Dmitrij Kollars – bei der Redaktion nicht bekannt, wo der gebürtige Bremer (inzwischen Hamburger) genau seine familiären Wurzeln hat. An Jurmala hat er jedenfalls gute Erinnerungen: 2016 gewann er zusammen mit Lokal-GM Neiksans ein vorgeschaltetes Rundenturnier und erzielte dabei eine GM-Norm. Die Niederlande sind doppelt-grossmeisterlich vertreten: Loek van Wely reist offenbar eigens an, Benjamin Bok macht einen Zwischenstop auf der Rückreise vom Aeroflot-Open.

Aus Lettland natürlich neben Shirov noch mehr Titelträger, u.a. Igor Kovalenko und Altmeister Evgeny Sveshnikov, der allerdings seit 2015 für Russland spielt. Bekannteste Damen sind Valentina Gunina (im Dezember 2016 hatte sie in London bewiesen, dass sie Schnellschach spielen kann) und Natalia Zhukova. Noch einen Namen kennen jedenfalls treue (oder vor kurzem aktive) Leser des Schachtickers: IM Kirill Shevchenko, gerade Überraschungssieger des Pfalz Opens. Unten in der Setzliste auch jeweils viele Spieler mit Elo unter 2000, vor allem aus dem Baltikum.

Am Freitag werden ab 16:50 Ortszeit (15:50 in Deutschland) 11 Runden Blitzschach gespielt (Bedenkzeit 3 Minuten plus 3 Sekunden Inkrement). Auch im Schnellturnier (12 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement) 11 Runden, sechs am Samstag ab 14:30 Ortszeit, fünf weitere am Sonntag ab 11:00 lokal.

TurnierseiteResultate BlitzResultate Schnellschach

Regulation

Nachfolgend die vorläufigen Teilnehmerlisten

chessResultsList
chessResultsList