Heike Makatsch kennt Diskriminierung nur vom Schach?

Am Rande einer Veranstaltung zur Verleihung der „Goldenen Kamera“ äußerte sich die Schauspielerin Heike Makatsch negativ über Schach. Sie hätte in ihrer Schauspielerkarriere niemals eine Diskriminierung erlebt, außer im Schach. „Ich war als junges Mädchen eine richtig gute Schachspielerin. Aber keiner hatte je Lust, mit mir zu spielen“, sagte sie mit Blick auf den Weltfrauentag am 8. März.

Für Männer sei es oft nicht in Frage gekommen, sich mit ihr im Schach zu messen. „Das war ein Geschlechterproblem“, sagte die 45-Jährige.

Liebe Frau Makatsch!
Ist es möglich, dass Sie einfach nur etwas gesagt haben, ohne zu überlegen welche Folgen das haben kann? Mir ist kein Fall von Diskriminierung in meiner langen Schachlaufbahn bekannt, oder bekannt geworden. Gerade beim Schach kennt man, nach meiner Ansicht,  keine Diskriminierung. Der lateinische Wahlspruch der FIDE lautet Gens una sumus („Wir sind eine Familie“). Egal welche Hautfarbe oder Herkunft. Egal ob Mann oder Frau.

Sie sind eine „Öffentliche Person“ und nicht Irgendwer. Sie sollten Ihre Worte sorgfältig abwägen, besonders dann, wenn Sie mit Journalisten sprechen. Für die Medien war es natürlich ein gefundenes Fressen. Eine negative Schlagzeile über Schach, bringt viele Leser.

Was sollen Mütter jetzt ihren Kindern sagen, die den Wunsch hatten in einen Schachverein einzutreten? Wer mag in der heutigen Zeit schon Diskriminierungen. Derartige, vor allem öffentliche Äußerungen über Schach, schaden dem Schachsport.

Leider stimmt das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Geschöpfen, die in deutschen Vereinen spielen, in keinster Weise. Möglicherweise finden Mädchen/Frauen das Schachspiel zu abstrakt oder zu langweilig. Aus eben diesem Grund bemühen sich fast alle Vereine versärkt um weiblichen Nachwuchs, um sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Ich weiß aus sicherer Qulle, dass gerade Mädchen besonders hofiert werden und das nicht auf Grund ihres Aussehens. Das ist in allen deutschen Vereinen ungeschriebenes Gesetz.

Liebe Frau Makatsch, mit Ihren unbedachten Äußerungen tragen Sie leider nicht dazu bei, bei  Mädchen und Frauen das Interesse an unserem wunderschönen Schachspiel zu steigern. Sie haben dem Schachsport und vor allem den interessierten Damen einen Bärendienst erwiesen!

Vielleicht waren Sie in jungen Jahren ein wenig zickig? Das mögen natürlich Männer nicht, hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun. Das wäre übrigens der einzige Grund für mich, nicht gegen eine Frau zu spielen. Es gibt übrigens auch Männer die „zickig“ sind, Mann sagt es nur nicht.

Von Foto: © JCS /, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28838620

41 thoughts on “Heike Makatsch kennt Diskriminierung nur vom Schach?

  1. Bei den Kommentaren, die gelöscht worden sind, wurde eine nicht existierende Mailadresse verwendet. Ich diskutiere nicht gerne mit einem Phantom.

  2. „Kein Wunder, dass das Image der Schachspieler so ist, wie es ist…“ Ist das nicht auch eine Unterstellung?
    Ich würde eher sagen, es ist eine Tautologie…

  3. „Kein Wunder, dass das Image der Schachspieler so ist, wie es ist…“ Ist das nicht auch eine Unterstellung?

  4. Wow! Ein Autor unterstellt Heike Makatsch, in der Jugend zickig gewesen zu sein, ein Kommentator empfiehlt „Frauen schlägt man nicht – Frauen tritt man wie ein Hahn!!“, ein anderer Kommentator bezeichnet einen Mitforisten als „Gut-Mensch“ – und das alles, ohne dass die Moderation eingreift. Kein Wunder, dass das Image der Schachspieler so ist, wie es ist…

  5. Lieber Herr Jittenmeier!
    als neutraler Beobachter möchte ich versuchen, die Diskussion ein wenig zu deeskalieren. Wer Sie bzw. Ihren Einsatz für das Jugend- und Mädchenschach kennt, weiß, dass Ihr Artikel zu Heike Makatsch auf jeden Fall gut gemeint war. Durch die teilweise unglücklichen Formulierungen ist das in der Diskussion leider überdeckt worden. Vielleicht wollen Sie einfach diese Formulierungen im Artikel ersetzen, damit Ihr wahres Anliegen besser zum Tragen kommt?
    Weniger schön finde ich, dass anscheinend selektiv Kommentare gelöscht werden, weil eine „falsche Identität“ angegeben wird. Die wahre Identität kann hier sowieso niemand überprüfen, auch Sie nicht. Ich plädiere dafür, keine Zensur zu üben, sondern alle Kommentare zu veröffentlichen, die nicht religiös/rassistisch/sexistisch/politisch oder sonstwie diskriminierend oder eindeutig beleidigend sind.
    Die Wortwahl von „peter“ finde ich allerdings, genauso wie Olaf, anstößig. Vielleicht ist Ihnen nicht bekannt, dass der Begriff „Gutmensch“ regelmäßig in rechtsextremen bzw. rechtspopulistischen Kreisen zur diffamierenden Abstempelung Andersdenkender gebraucht wird? Und die Rechtfertigungsversuche von „peter“ sind dem Niveau dieses Forums nun wahrhaft nicht angemessen.
    Beste Grüße
    Thomas

  6. Hallo Olaf! Hallo Peter!
    Ich möchte an dieser Stelle die Diskussionen zwischen euch beiden beenden und mache darauf aufmerksam, dass kein weiterer Kommentar veröffentlicht wird.

  7. Hallo peter,

    Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen, dass ich für die große Mehrzahl der Leser dieses Schachblogs spreche, wenn ich sage, dass wir diese Sprache (Gutmensch, Makatsch-Versteher) hier weder brauchen noch wollen. Wenn der Hinweis, dass man hier keine unmotivierten Zicken-Kommentare braucht, Sie nur zu diesem Verhalten/dieser Wortwahl motiviert, dann sind Sie möglicherweise in anderen Diskussionen/anderen sozialen Medien besser aufgehoben. Dort wird dann auch sofort nach fehlender Meinungsfreiheit/Duldung anderer Meinung geschrien, wenn man Kritik äußert, wie sie es hier so eloquent in 4 Punkten herausgearbeitet haben.
    Soweit dazu. Sie hätten sich nüchtern/objektiv äußern können, Sie haben sich anders entschieden. Ich denke ihr Kommentar spricht für sich selbst.
    An den Schluß angehängte Kalendersprüche reißen das auch nicht mehr raus.

  8. Lieber Schachfreund Peter Häbel!
    Wenn ein Kommentar geöscht wird, ging er entweder unter die Gürtellinie, oder es wurde die falsche Identität angegeben. Letzteres war der Fall. Eine nicht existierende Mailadresse ist beispielsweise ein Grund. Dass ich gut mit Kritik umgehen kann beweist ja, dass ich Ihren Kommentar nicht gelöscht habe, obwohl Sie mich auf das primitivste beleidigen. Jeder, der Ihren Kommentar liest, möge sich sein eigenes Bild machen.
    Ich mache Sie jedoch vorsorglich darauf aufmerksam, dass ein weiterer Kommentar von Ihnen nicht veröffentlicht wird.

  9. Hallo Olaf,
    ich gehöre nicht zu dieser Klientel, die den Begriff „Gut-Mensch“ erfunden hat. Prinzipiell lehne ich derartige Wortkonstruktionen ab. Mittlerweile aber weiß ich, was damit gemeint ist. Für Leute wie sie ist dieser Ausdruck erfunden worden. Sie haben sich mit 3 Kommentaren zu Wort gemeldet und immer die moralische Keule geschwungen. Zudem lassen sie
    1. keine andere Meinung zu
    2. glauben sie haben die Wahrheit erfunden
    3. halten sich für das Gewissen der Nation
    4. sind das Maß aller Dinge
    Im übrigen macht es sehr wohl einen Unterschied, ob ich sage: „Sie waren in ihrer Jugend vielleicht etwas zickig“ oder ich behaupte: „Sie waren in ihrer Jugend bestimmt eine Zicke!“
    Ob das nun im 1. Fall eine Hypothese oder ein Konjunktiv ist, spielt dabei in der Tat keine Rolle.
    Leute, wie sie, wollen oder können das nicht erkennen!
    Tipp von mir an sie und mich: Nicht in Alles und Jedes die gelben Zähne „reinhängen“!!!
    Oder: Hätten sie geschwiegen, wären sie Philisoph geblieben!

  10. Hallo Olaf,
    Kritik an den unsäglichen Begriffen „Makatsch-Versteher“ und „Gut-Menschen“ wurde hier gestern von einem anderen User schon geäußert. Dessen kritische Kommentare wurde aber zwischenzeitlich gelöscht. Damit dürfte klar sein, wes Geistes Kind Herr Jittenmaier und seine Anhänger hier sind.
    Viele Grüße
    Peter H.

  11. Eins ist mir ja doch noch übel aufgefallen hier, und zwar ein Kommentar von „peter“ vom 9. März. Lieber peter, was soll das mit dem „Gutmensch“? Makatsch-Versteher diskutiere ich gar nicht weiter. Wollen Sie hier eine Sprache einführen, die von ganz anderen Personen in anderen Zusammenhängen in diffamierender Absicht verwendet wird? Warum versuchen Sie diejenigen, die auf Beleidigungen hinweisen oder, wie im vorliegenden Fall vielleicht eher, persönliche Angriffe, lächerlich zu machen? Der Konjunktiv spielt bei der Bewertung der Sache übrigens überhaupt keine Rolle, da die Aussage, die man damit treffen will, davon völlig unberührt ist.

  12. Die meisten Menschen lesen Texte nur oberflächlich, von daher bleibt am Ende nur die DPA-Schlagzeile im Gedächtnis hängen. Dabei wurde Heike Makatsch das Wort Diskriminierung in den Mund gelegt, das sie nie gesagt hat. Und der Franz ist auch drauf reingefallen. So wie ich auch, bevor mich Raymund Stolze anrief und bat, den DPA-Text nochmal genau durchzulesen.

    P.S. Daß Heike Makatsch hier persönlich kommentiert, ist eher sehr unwahrscheinlich. Die Urheber von Kommentaren können hier eher nicht verifiziert werden. Genausowenig könnte dieses Posting hier wirklich vom DSB-Webmaster Frank Hoppe sein.

  13. Sorry, gerade erst gesehen. Herr Jittenmeier, Ihre Frage war „welche beiden Sätze“ (2. Message des Threads). Ich hatte geschrieben „die letzten 2 Sätze“. Das ist ja eigentlich eineindeutig. Mittlerweile ist das Ende des Textes aber abgeändert. Ich hoffe nicht erst geändert und dann die Frage gestellt …

    Viele Grüße

  14. Hallo
    Wenn man davon ausgeht, dass sich die Einschätzung auf einen Zeitpunkt bezieht der schon ca 30 Jahre her ist, dann ist die Erinnerungseinschätzung eventuell garnicht so falsch. Wenn mann jedoch den damaligen „Zustand“ in das Jahr 2017 1:1 verpflanzt, dann kommen so Berichte wie der von Franz heraus. Natürlich hat sich in den Jahren einiges, wenn auch nicht Alles zum guten geändert, aber damals kann es so gewesen sein wie es HM beschreibt bzw wahrgenommen hat.
    Übrigens vor ca 20 Jahren meinte mal ein Vereinsverantwortlicher zu mir, dass man schon Frauen im Verein aufnehme, da sie ja eine Funktion übernehmen könnten (Finanzen oder Protokollführerin) und auch sonst gute Schnittchen scmieren und Kaffee kochen würden.

  15. Raymund Stolze hat die Dinge doch schon auf den Punkt gebracht: Hier wurde journalistisch schlampig gearbeitet. Zunächst von der dpa, die eine Überschrift verfasst hat, die sich nicht mit den Äußerungen von Frau Makatsch decken, aus welchen Gründen auch immer. Dann aber auch von Herrn Jittenmeier, der entweder unwissentlich der dpa-Meldung auf dem Leim gegangen ist oder wissentlich einzelne Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und zum Anlass genommen hat, sich auf ein ganz hohes moralisches Ross zu setzen, um Frau Makatsch mit sachlich völlig überzogenen Vorwürfen zu überziehen. Diese hohen moralischen Ansprüche selbst ernstnehmend, dürfte eine Entschuldigung angebracht sein. Das würde zumindest doch von einer gewissen menschlichen Größe zeugen.

  16. Auf den Begriff „zickig“ stürzen sich fast alle Makatsch-Versteher oder Gut-Menschen. Dabei wird übersehen, dass Herr J. mit „vielleicht etwas zickig“ einen Konjunktiv benutzte und keine Behauptung aufstellte. Des weiteren stellt er zu Recht die Frage, ob sich Heike Makatsch ihrer medienwirksamen Aussage bewusst sei. ( wie nachfolgend bewiesen)
    Laut Raymund Stolze habe sie gesagt: Für Männer sei es OFT nicht in Frage gekommen mit ihr Schach zu spielen, das war ein Geschlechterproblem. Wenn ein dpa-Redakteur daraus „Diskriminierung gibt es nur im Schach“ macht, hört sich die Geschichte dramatischer an als sie in Wirklichkeit war. Ich gebe den Kommentatoren recht, die zu mehr Gelassenheit raten.:

  17. Vielen Dank, Raymond Stolze, für den Kommentar! Man sollte doch einfach mal die Kirche im Dorf lassen und nicht jedes Wort, von dem man zudem nicht weiß, unter welchen Umständen es geäußert wurde, auf die Goldwaage legen. Ob der Artikel nun nötig war und die Wortwahl von Franz Jittenmeyer angemessen, sei dahingestellt, im Grunde stimme ich ihm aber zu. Ich spiele seit über 40 Jahren Schach und ich habe mich nie diskriminiert gefühlt. Im Gegenteil wurde ich stets – als Kind, als Jugendliche und als Erwachsene – sehr positiv aufgenommen, es haben sich meist alle sehr gefreut, gegen ein Mädchen bzw. Frau spielen zu dürfen. Eventuell geht es mir ja auch genauso wie Heike Makatsch: „Ich glaube ich bin zu stoisch und sehe links und rechts nichts, wenn mir so etwas entgegen wehen sollte.“( Es erhebt sich allerdings die Frage, warum sie diese stoische Ruhe dann beim Schach nicht hatte – aber ich vermute mal: Die Journalisten …).

  18. Als langjähriger ehemaliger Schach-Ticker-Mitstreiter hatte ich mir eigentlich geschworen, nach meinem Rücktritt aus persönlichen Gründen weder Beiträge zu schreiben noch einen Kommentar abzugeben. Im konkreten Fall „Heike Makatsch“ muss ich aber im Interesse der Wahrheit rückfällig werden, weil nicht zuletzt der vom Autor verfasste Artikel anschaulich zeigt, wie aus einer normalen Nachricht eines Redakteurs eine Fake News wird.

    Hier das Original dpa-Meldung:

    Heike Makatsch kennt Diskriminierung nur vom Schach
    Geschlechterfrage
    5. März 2017, 15:10 Uhr
    Hamburg (dpa) – Die Schauspielerin Heike Makatsch hat im Filmgeschäft bisher keine Diskriminierung erlebt – nur im Schach.
    „Ich war als junges Mädchen eine richtig gute Schachspielerin. Aber keiner hatte je Lust, mit mir zu spielen“, sagte sie am Rande der Verleihung der Goldenen Kamera am Samstag mit Blick auf den Weltfrauentag am 8. März.
    Für Männer sei es oft nicht in Frage gekommen, sich mit ihr im Schach zu messen. „Das war ein Geschlechterproblem“, sagte die 45-Jährige. Auf die Frage, ob sie Diskriminierungen von Frauen im Filmgeschäft erlebt habe, sagte sie: „Ich glaube ich bin zu stoisch und sehe links und rechts nichts, wenn mir so etwas entgegen wehen sollte.“
    Goldene Kamera 2017

    Wer diese Nachricht genau liest, wird zu folgendem Ergebnis kommen:

    1. Urheber der Schlagzeile „Heike Makatsch kennt Diskriminierung nur vom Schach“ ist letztlich die dpa-Redaktion, die diese Meldung verbreitet hat. Ausgangspunkt ist eine durch eine im Text nicht bewiesene Behauptung des Journalisten im ersten Satz.

    2. Die Schauspielerin Heike Makatsch hat gegenüber dem dpa-Redakteur niemals behauptet, dass sie bisher nur im Schach Diskriminierung erlebt hat.

    3. Der dpa-Redakteur hat zum Thema Diskriminierungen von Frauen Heike Makatsch eine konkrete Frage gestellt, die allerdings das Filmgeschäft betrifft. Ihre persönliche Antwort ist dazu eindeutig!

    Ich denke, dass uns dieses Beispiel herausfordert, journalistisch sorgfältig zu arbeiten – da schließe ich mich keineswegs aus! Zugriffszahlen = Einschaltquoten im Internet dürfen deshalb niemals der alles entscheidende Maßstab sein …

  19. Die Aussage von Frau Makkatsch finde ich nicht tragisch. Dass unser Sportart bei den Frauen nicht sehr erfolgreich ist, zeigt schon die Statistik. Der DSB-Präsident freut sich gerade, dass der Frauenanteil in den Vereinen die 8%-Marke überschreitet.
    Tragisch finde ich jedoch die Antwort von Herrn Jittenmeier, dessen Artikel ich ansonsten gerne lese, aus zwei Gründen:
    1. Er schreibt, dass es im Schach keine Diskriminierung gibt. Das finde ich eine starke Aussage, die ich so pauschal nicht unterschreiben würde. Auf jeden Fall passt es überhaupt nicht dazu, wenn er Frau Makkatsch unterstellt, sie sei eine Zicke gewesen und deshalb selber schuld gewesen, dass sie schlechte Erfahrung beim Schach gemacht hat.
    2. Offenbar soll der Artikel Schaden vom Schachsport abwenden. Ich fände es jedoch für unseren Sport schädlich, wenn z.B. die Presse diesen Artikel aufgreifen würde, in dem auf Kritik reagiert wird, in dem man der Kritikerin Zickigkeit unterstellt.

    Ich hätte mir mehr Souveränität gewünscht. Es könnten vielleicht Schachvereine aus Frau Makkatschs Heimat an die Öffentlichkeit gehen und Frau Makkatsch und alle interessierten Frauen und Mädchen zu ihrem Schachabend einlade, um zu demonstrieren, dass sich in den letzten Jahrzehnten viel verbessert hat. Ich kann mich auch noch an meine Jugend erinnern, in denen es Vereine gab, in denen nur Männer waren, die sich in einer verrauchten Kneipe trafen. Dass heute Mädchen und Frauen besser aufgenommen werden, steht ja nicht im Widerspruch zu einer schlechter Erfahrung, die vor vielen Jahren gemacht wurde.

  20. Wenn man das alles hier liest kann, man sich nur verwundert die Augen reiben. Frau Makatsch vorzuhalten sie habe als öffentliche Person eine besondere Verantwortung und solle ihre Worte sorgfältig auswählen und im gleichem Atemzug so einen Unfug zu veröffentlichen, hat schon eine gewisse Komik. Nur vergeht einem das Lachen schnell, wenn man an die Situation im Frauenschach denkt. Und vielleicht liegt auch genau hier der Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht. Genauso wie der Versuch die Probleme ‚wegzuhofieren‘. Auch wenn man die von Frau Makatsch geäußerte Kritik als ungerechtfertigt empfindet, wäre ein gelassenerer Umgang damit deutlich souveräner gewesen.

  21. Frau Makatsch sollte sich die Berichte des Franz Jittenmeier, der unentgeltlich und unermüdlich über das Schachgeschehen in aller Welt berichtet, etwas genauer ansehen.
    Wie liebevoll er über Frauenschach berichtet und den ach so unterdrückten Damen einen mehr als großen Raum widmet. Ihm dem Frauenversteher/-flüsterer Chauvinismus
    vorzuwerfen, ist der blanke Hohn!!

  22. Danke für den Post und insbesondere den Kalauer, ruediger.
    Endlich weiss ich, was Fremdschämen bedeutet.

  23. Frau Makatsch mag eine gute Schauspielerin sein, vom Schachgeschehen hat sie keine Ahnung. Allein ihre Behauptung, eine gute Schachspielerin gewesen zu sein, ist schon mehr als vermessen. Ab wann ist man ein guter Schachspieler?
    Ich weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass Frauen in Schachvereinen, die ich kenne, gehegt und gepflegt werden wie zarte Pflanzen. Keiner der mir bekannten Männer würde es wagen, einer Frau einen Korb zu geben.
    Ich gebe allerdings zu, dass es nicht ganz einfach ist, eine Frau zu schlagen. Sollte das gelingen, wird man schnell zum Antikavallier. Möglicherweise gäbe ein solches Verhalten Anlass zur Kritik und steigert sich in die Behauptung, der Diskriminierer zu sein.
    Ich schließe mit dem alten Kalauer: Frauen schlägt man nicht – Frauen tritt man wie ein Hahn!!

  24. Das Ganze ist ein Streit um Kaiser`s Bart! Fakt ist, dass aus biologischen, evolutiven und anderen Gründen Mädchen/ Frauen kein oder wenig Interesse am Schachspiel haben.
    Frauen führen keine Kriege, Männer sehr wohl. Mädchen spielen mit Puppen, Jungen mit der Eisenbahn. Es ist auch alles eine Frage der Erziehung und keine Frage der Diskriminierung. Quotenregelungen würden hier ins Leere stoßen!!

  25. Warum denn gleich in die Luft gehen? Hier wird ja richtig rumgezickt. Wer im Glashaus sitzt ….

    Kopfschüttel
    WF

  26. Der Artikel als Reaktion auf die Aussage der Schauspielerin schadet dem Schach mehr! Leute wir haben einen Frauenanteil um die 5% das ist weniger als in Aufsichtsräten, etc. Schaut man sich den Frauenanteil 25+ an wird es noch trauriger … also müssen WIR schon was falsch machen – oder??

  27. Wie cool ist das denn!
    HM schachtickert und postet darüberhinaus.
    Fand sie schon immer klasse und meine Hochachtung steigt.
    Gehe mit ihrem Kommentar vollkommen d’accord.
    Bei allem Engagement von Herrn Jittenmeier seine Schlussbemerkung war schon arg windschief.

  28. Folgender Satz ist wirklich bemerkenswert:
    „Mir ist kein Fall von Diskriminierung in meiner langen Schachlaufbahn bekannt, oder bekannt geworden.“

    Was Franz Jittenmeier nicht sieht und kennt, kann es natürlich auch nicht geben. In der Zeitschrift „JugendSchach“ wird in fast jeder Ausgabe auf das Thema Diskriminierung eingegangen. Auch im neusten Heft.

    Aber für manche Menschen liegen viele Dinge einfach über dem eigenen Horizont.

  29. Ich möchte auf vier Punkte eingehen:

    (1) Es ist korrekt: Wenn jemand mit mir nicht Schach spielt, hat das nicht notwenig mit meinem Geschlecht zu tun.Frau Makatsch hat das in ihrem Fall ohne weitere Begründung so dargestellt. Die Behauptung und die fehlende Begründung überraschen.

    (2) Als Vater einer Schach spielenden Tochter kann ich bestätigen, daß sie, wie Franz schreibt, seit Jahren von mehreren Schachvereinen hofiert (sic!) wird, und zwar gerade wegen ihres Geschlechtes. Das ist ein eklatanter Fall von Diskriminierung, nämlich ein Fall von positiver Diskriminierung, die es auch gibt und die oft von Diskriminierungskritikern vergessen wird. Indirekt werden so die Schach spielenden Jungs diskriminiert. Doch von denen würde sich niemand öffentlich beschweren.

    (3) Ich war jahrelang mit einer Schachspielerin liiert. Mir ist kein Fall von Diskriminierung erinnerlich, außer der in (2) beschriebenenen positiven Diskriminierung.

    (4) @Ingrid: Die von Dir erwähnten, aber nicht genannten dümlchen Bemerkungen (und das „Anderweitige“) müssen sich auf Dein Geschlecht bezogen haben. Das wird aber aus Deinem Kommentar nicht erkenntlich. Dümmliche Bemerkungen hat jeder Mensch erfahren, vielleicht sogar oft, ohne deswegen diskriminiert worden zu sein.

  30. Hallo Heike!
    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Allerdings wusste ich nicht, dass ich Sie vorher fragen muss, wenn ich Ihnen einen gut gemeinten Ratschlag gebe. Dass Sie mir eine chauvinistische Einstellung unterstellen trifft mich schon hart. Ich habe viele Jahre in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet und hatte überwiegend mit Frauen zu tun. Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet. In einem Unternehmen mit über 500 Frauen ist das nicht immer so. Aber gut, jedem seine Meinung.

  31. Hömma,
    wat is denn nur mit unsere Weibsen los? Die leben in unser Land
    wie in ein Paradies. Kriegen allet wat dat Herz begeert und werden
    von uns Männer auf Händen getragen.
    Zum Dank dafür beklagen se sich, dat se angemacht und nich ernst genommen werden.
    Wat dat Schach angeht, so wissen wir Mannsbilder, dat se uns nich dat Wasser reichen
    können. (hat wat mit de Größe von Gehirn zu tun) Abba dat ham wer se nie und nimmer spüren lassen.
    Ich sach nur sofiel; Lass se reden, wat se wollen. Wir Männer bleiben die Krone von die
    Schöpfung.
    Bis die Tage
    Euer Peule

  32. Hast Du gut und sachlich formuliert, Franz. Vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz für das Schach. Die „Zickenpassage“ passt nicht ganz ins Bild, bringt aber eine gewisse Würze rein.

  33. Mein Gott Herr Jittenmeier,
    hätten Sie mal den ungefragt erteilten Ratschlag („Sie sollten Ihre Worte sorgfältig abwägen…“) selbst beherzigt. Stattdessen hielten Sie es für angebracht, Ihre verquaste chauvinistische Einstellung zu dokumentieren: „Vielleicht waren Sie in jungen Jahren ein wenig zickig. Das mögen natürlich Männer nicht, hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun.“

    Kopfschüttel
    HM

  34. Es ist immer wieder spannend, wenn Maenner glauben beurteilen zu koennen, ob Frauen Diskriminierung erlebt haben oder nicht..Aus meinen Erfahrungen und Gesprächen mit anderen, würde ich sagen, es gibt kaum eine Schachspielerin, die nicht zumindest einmal den Versuch der Diskriminierung erlebt haette, sei es durch duemmstmögliche Bemerkungen oder anderweitig. Im allgemeinen dürften die Schachspielerinnen sich genau dadurch auszeichnen, dass Sie ueber solchem Verhalten stehen und trotzdem oder erst recht spielen. Viele andere mag das aber erfolgreich vom Schach abgehalten haben. Diese jetzt daher als „Zicken“ bezeichnen zu wollen, genuegt weder den Umstaenden, noch wird es der Popularitaet des Schachs nuetzen.

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