Doping ja, Doping nein?!

„Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes Treibmittel fürs Gehirn wie Schach und Kaffee.“ (Jean Paul) Von Dr. Helmut Pfleger

Man kann diese These indes auch wissenschaftlicher angehen.

Am 3. Februar erschien auf der Online-Seite des Deutschen Ärzteblattes ein Studien­bericht über die Wirkung von Dopingmitteln beim Schach, von der auch viele andere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung berichteten. In dieser Untersuchung der Universität Mainz spielten 39 Turnierschachspieler in ver­schiedenen Versuchsreihen insgesamt mehr als 3.000 Partien mit 15 Minuten Bedenk­zeit gegen ein Computerprogramm, welches auf ihre Spielstärke eingestellt wurde. Dabei wurde ihnen vorher entweder Modafinil, Methylphenidat (Ritalin), Koffein oder ein Placebo gegeben, wobei sie nicht wussten, was ihnen verabreicht wurde.

Dabei zeigte sich, dass bei Gabe von Stimulanzien aufgrund erhöhter Wachsamkeit und Konzentration die Turnierleistung geringfügig gesteigert wurde. Die Spieler dachten im Allgemeinen länger über die besten Züge nach, verloren dabei aber schon einmal die Bedenkzeit aus den Augen und verloren so durch Zeitüberschreitung. Als vorläufiges Ergebnis stellten die Versuchsleiter, die Psychiatrieprofessoren Andreas Franke und Klaus Lieb, fest, dass auch hochkomplexe kognitive Fähigkeiten durch Stimulanzien verbessert werden können und Dopingkontrollen insofern sinnvoll seien.

Diese Kontrollen gibt es im Schachsport schon seit 2001, nicht zuletzt, um vom Inter­nationalen Olympischen Komitee als Sportart bei den Olympischen Spielen zugelassen zu werden… Weiterlesen im Ärzteblatt

Diagramm

(wKg1, Dd1, Ta1, Te1, Lb3, Sg3, Ba2, b2, d4, f2, g2, h2;

sKg8, Dc7, Ta8, Te8, Lb7, Sd7, Bb6, c6, f7, f6, g7, h7)

Sehen Sie, wie Spassky als Weißer mich mit einer durchschlagenden Kombination überfuhr?

2 thoughts on “Doping ja, Doping nein?!

  1. Geringfügig gesteigert, in Bezug worauf bitte, die Tagesform oder die Blödheiten die hier verkauft werden sollen?

  2. Wer länger nachdenkt, findet wahrscheinlich bessere Züge, geht aber ein höheres Risiko ein, durch Zeitüberschreitung zu verlieren. Das ist ja mal eine unglaubliche bahnbrechende Erkenntnis, auf die ich ohne diese Studie bestimmt nie gekommen wäre 🙂

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