Optimismus von MSA Zugzwang verfliegt

Münchner Schach-Bundesligisten kassieren in Schwäbisch Hall vier Niederlagen

Von Hartmut Metz

Die erwarteten Gegner waren andere – aber auch wenn Gastgeber SK Schwäbisch Hall schwächer und der USV Dresden stark aufstellte, blieben die Endresultate für die Münchner Schach-Bundesligisten negativ. Sowohl der FC Bayern München als auch Aufsteiger Münchener Schachakademie (MSA) Zugzwang mussten am Wochenende zwei Niederlagen quittieren und verharren auf Abstiegsrängen.

„Am Tabellenende ist die Situation nach diesem Wochenende unverändert, das heißt, wir haben weiter unsere Chance“, gibt sich Bayern-Abteilungsleiter Jörg Wengler dennoch optimistisch. Der FCB nimmt in der 16er-Liga Platz 14 ein – das rettende Ufer bleibt mit Speyer-Schwegenheim (5:15) jedoch bis auf zwei Punkte in Sichtweite. Das gilt selbst für Schlusslicht MSA Zugzwang (2:18). „Bei den nächsten Heimspielen am 8. und 9. April müssen aber nun Punkte her. Wir wollen gegen Hockenheim und Griesheim zuschlagen“, betont Wengler und hat dabei sicher den Tabellen-13. Griesheim (4:16) als Opfer im Visier. Der Tabellenvierte Hockenheim (15:5) ebnete schließlich Abonnementmeister OSG Baden-Baden (20:0) den Weg zum elften Titel in zwölf Jahren. Die Renndörfler schlugen Titelverteidiger SG Solingen (16:4) überraschend deutlich mit 5,5:2,5.

Am Samstag wurde zunächst MSA Zugzwang unangenehm überrascht: „Dresden trat unerwartet stark an“, beklagte Kapitän Markus Lammers. Angeführt vom Russen Pawel Eljanow überrollte der Tabellensechste (12:8) den Aufsteiger mit 7:1. Allein Leon Mons gegen den deutschen Topspieler Liviu-Dieter Nisipeanu und Falk Hoffmeyer gegen Hans Möhn konnten jeweils ein Remis verteidigen. Dagegen verwunderten die Schwäbisch Haller die Bayern ohne die sechs besten Spieler ihres Kaders. „Bei einem Heimspiel hätte ich mehr erwartet“, betont Wengler. Es reichte dem Tabellenzweiten (17:3) aber auch so zu einem 5,5:2,5 vor „spärlicher Kulisse“. Dem Schweden Linus Johansson gelang ein schöner Sieg über den französischen Großmeister Jean-Pierre Le Roux. Drei Friedensschlüsse von Spitzenspieler Klaus Bischoff, Philip Lindgren und Wolfgang Richter gesellten sich für die Bayern hinzu… Weiter auf der Bundesligaseite