Patt in 192 Zügen

Von Stefan Löffler – Wenn die zwei nominell stärksten Spieler eines Turniers aufeinandertreffen, sind die Erwartungen hoch. Zumal wenn es der Weltmeister mit jenem Rivalen zu tun hat, der ihn so oft geschlagen hat wie sonst keiner. Die Kampfhandlungen zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana in der vierten Runde des Grenke Chess Classic währten indessen nur kurz. Nach 20 Zügen war der Weltmeister auf den ersten Blick in Schwierigkeiten, weil der Läufer, der seinen frech vorgepreschten Springer deckte, angegriffen war und kein Rückzugsfeld hatte, wo er nicht entweder geschlagen würde oder seine Deckungsaufgabe verlor.

Natürlich hatte Carlsen das berechnet, und nach seinem Zug 21. Se6! schlug Caruana natürlich nicht den Springer, weil er ihn nach 21. … fxe6? 22. dxe6 wegen des drohenden Abzugsschachs mit Zinsen gleich wieder los wäre, sondern den Läufer: 21. … Sxf4 22. Sxf4 Ld6 23. Sd3 Sc5 24. Sxc5 Txc5, und der vom schwarzen Läufer zuverlässig blockierte weiße Mehrbauer war wegen der unterschiedlichen Felderfarbe der Läufer bedeutungslos, so dass auch Carlsens vierte Partie in diesem Turnier remis endete… Weiterlesen auf dem Schachblog der FAZ

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