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Thomas Richter

„So sehe ich es“, andere Meinungen werden auch erwähnt
 

Ich beginne mal ohne Titelfoto (später kommt noch was) und mit (Abschluss-)Kommentaren anderer. Zeitungsblogger sahen es am Ende so: Für die ZEIT am Ende des Tiebreak-Liveblogs: „Der Herausforderer Karjakin kratzte gehörig am Mythos des Weltmeisters. Doch mit einem wunderschönen Zug beendete Carlsen die WM.“ (unklar wer das geschrieben hat, sie waren ja zu dritt). Im letzten WM-Blog der FAZ wählte Alexander Armbruster die Überschrift „Carlsen hat’s verdient – trotz allem.“ Ich gehe mal davon aus, dass bei Blogbeiträgen der Autor die Überschrift wählt (bei Artikeln macht es wohl mitunter die Endredaktion).

 

Ein bisschen internationale Presseschau: Die französische Liberation schrieb (Überschrift und ein bisschen mehr) „Magnus Carlsen bouscule mais toujours roi. Le champion du monde norvégien a conservé son titre mais le Russe Sergueï Kariakine lui a mené une vie beaucoup plus dure que prévu. … que ce fut laborieux alors que l’on attendait une victoire écrasante du Norvégien !“ [Magnus Carlsen stolpert aber bleibt König. Der norwegische Weltmeister behält seinen Titel, aber der Russe Sergei Karjakin machte ihm das Leben viel schwerer als prognostiziert. … was war es doch mühsam, wobei man einen eklatanten Sieg des Norwegers erwartet hätte!] Tendenz insgesamt: abgesehen vom recht zufälligen Schlussakkord ein eher glanzloser Sieg für Carlsen.

 

Dank an Europe Echecs für die französische Presseschau (alle 16 Links werde ich mir nicht reinziehen), dafür auch – repräsentativ für andere – ihr WM-Abschlusstweet auf Englisch: „Good News for Chess: Defending is not enough to get a World Chess Championship Title and Magnus Carlsen retains his crown!“ [Gute Nachricht für das Schach: Verteidigen reicht nicht, um Weltmeister zu werden und Magnus Carlsen behält seine Krone!]. Das – Karjakin hat nur verteidigt, das war seine Matchstrategie – wird oft behauptet, ebenso dass (Team) Carlsen eröffnungsmässig VIEL besser vorbereitet war. Beides werde ich später kommentieren. Zunächst die 12 Partien mit klassischer Bedenkzeit nochmals im Schnelldurchlauf:

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Karjakin gab ihm genug Tiebreak-Geburtstagsgeschenke

 

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Tiebreak

Das (Untertitel) ist, obwohl es stimmt, vielleicht etwas zu Kurz und Knapp. Man kann es auch so zusammenfassen; Am 30.11.2016, seinem 26. Geburtstag, war Magnus Carlsen der bessere Schnellschachspieler – nicht perfekt, aber er hat besser und auch schneller gespielt als Sergey Karjakin. Die Doppelkategorie „WM“ und „Schnellschach“ bedeutet nicht, dass ich hier über die Schnellschach-WM berichte – die gibt es erst an/nach Weihnachten in Katar. Nein, Thema heute ist der Schnellschach-Tiebreak in New York nach zuvor 12 Partien mit klassischer Bedenkzeit. Das reichte nicht, um einen Sieger zu ermitteln, nun reichten vier Schnellpartien. Blitzen mussten sie nicht, und auch für Mitteleuropäer war es zu noch relativ normaler Zeit (gegen 1:00 nachts) vorbei.

 

In New York hätte Carlsen wohl auch nach noch zehn Blitzpartien und dannpartien Armaggedon seinen Geburtstag (und eventuell den WM-Titel) noch im November feiern können, aber ich hätte dann wohl nicht live durchgehalten – auch bei den US-Wahlen liess ich mich am nächsten europäischen Morgen (unangenehm) überraschen.

 

Wieder eine (provokativ-)kurze Zusammenfassung der vier Schnellpartien. Erste Partie: nix los, remis. Zweite Partie: Carlsen bekam (mindestens) ein Geburtstagsgeschenk, die hat er dann zwar ausgepackt aber doch nicht akzeptiert – remis, dabei ein Beitrag zur Endspieltheorie. Dritte Partie: Carlsen bekam noch ein Geburtstagsgeschenk, diesmal war er einverstanden – Vorteil Carlsen und beim anschliessenden Matchball hatte er Aufschlag (Weiss). Vierte Partie aus Karjakins Sicht: Mit Schwarz auf Gewinn spielen wenn dem Gegner remis reicht ist nicht einfach – er versuchte alles und dann endete die WM mit einem bombastischen Schlussakkord von Carlsen.

 

Fotoquellen: diesmal vor allem vom russischen Schachverband (u.a. das Titelfoto), ausserdem Turnierseite (Fotografin Maria Yassakova) und einige andere Quellen. Hmm, nach der Entscheidung in New York war für mich zunächst Bettzeit, dann war ich ‚ewig‘ (oder jedenfalls länger als geplant-beabsichtigt) damit beschäftigt, Material zu sammeln und auszuwählen.

 

TurnierseiteRückblick WM 2014WM-Buch 2016

 

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Carlsen wollte es so (zwölfte Partie), für beide ist es ein Erfolgserlebnis?

 

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Ich beginne wieder mit einer ganz kurzen Zusammenfassung der vier letzten Partien. Neunte Partie: Karjakin war nahe am 2-0 (bzw. 5,5-3,5), dann wurde es remis. Zehnte Partie: Carlsen konnte ausgleichen, vor allem zu dieser Partie später mehr. Elfte Partie: Plusremis für Carlsen mit Schwarz, aber den Regeln entsprechend bekamen dafür beide jeweils einen wliveeiteren halben Punkt. Zwölfte Partie: Carlsen wollte ein Weissremis, Carlsen bekam ein Weissremis. (Dreizehnte bis sechzehnte und eventuell weitere Partien: bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt)

 

Das Titelbild (Max Avdeev, Quelle Turnierseite) zeigt mal wieder Magnus Carlsen und Sergey Karjakin, ausserdem Pamela Wasserstein und Ilya Merenzon – immer dabei, immer entspannt und gut gelaunt (ist schliesslich sein Beruf bei AGON). Wer ist Pamela Wasserstein? „Chief executive of New Yorker magazine“ – derlei Prominente durften bei der WM jeweils einen Zug lang mitspielen. Das ist der Beginn der zwölften und, wie sich später herausstellte, noch nicht letzten Partie. Es wurde eher Wasser (Isklar wird schliesslich auch ständig fotografiert) als Stein – lag nicht an Wassersteins 1.e4, sondern an Carlsens 5.Te1.

 

Andere Fotos teils von der Turnierseite, teils (dann ausdrücklich erwähnt) vom russischen Schachverband. Da die Leser wohl inzwischen wissen, dass Carlsen und Karjakin spielen sowie wer sie jeweils sponsort und auch genug Isklar-Wasserflaschen gesehen haben, zeige ich diesmal vor allem andere die, warum auch immer, ebenfalls in New York waren und vielleicht noch sind.

 

TurnierseiteLivestreamRückblick WM 2014LIVE-Blog auf ZEIT-ONLINEZEIT-ONLINE vor Ort

 

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Urii Eliseev (29.7.1996-26.11.2016), Mark Taimanow (7.2.1926-28.11.2016)


 
Nein, das WM-Match ist noch nicht (zu Ungunsten von Karjakin) entschieden – da gibt es heute (Montag) abends noch eine Partie, eventuell dann noch Verlängerung am Mittwoch. Darüber wird es natürlich noch mindestens einen Artikel geben, Thema heute sind zwei Todesfälle mit kleinen Gemeinsamkeiten und grossen Unterschieden. Beide waren russische Schachgrossmeister, beide starben Ende November 2016 – der eine in Moskau, der andere in St. Petersburg.

 

Die offensichtlichen Unterschiede: Urii Eliseev, im Westen wohl relativ unbekannt, starb jung und plötzlich, wenn auch (für Insider die sein anderes Hobby kannten) vielleicht nicht total unerwartet. Mark Taimanow, überall bekannt, erreichte das gesegnete Alter von 90 Jahren – in diesem Alter sterben ist nie unerwartet, und offenbar war er zuletzt schwer krank.

 

Ich beginne mit dem chronologisch ersten und schockierenden Fall, Titelbild also Urii Eliseev (wer die für mich kuriose deutsche Schreibweise bevorzugt: Juri Michailowitsch Jelissejew). Beide Fotos vom russischen Schachverband. Beide Nachrufe eher kurz und knapp – ich betrachte mich nicht als allzu kompetent und habe („Doppeldrohung“ Vereinsabend und zwölfte WM-Partie in New York) auch nicht viel Zeit um zu recherchieren.

 

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Carlsen schiesst ein Tor – es ist ein Eigentor

 

Der nächste Zwischenbericht war ohnehin nach acht von (höchstens oder auch mindestens) zwölf Partien geplanpress-conference-game-5-polina-gurtovayat, nun ist er – angesichts der dramatischen achten Partie – „Pflicht“. Wieder werde ich auf die Partien nur etwas eingehen – mit tagesaktueller Berichterstattung und GM-Kommentaren anderswo kann ich ohnehin nicht konkurrieren. Selbst habe ich vor allem chess.com und chess24 verfolgt – chess.com ist dabei durchgehend Carlsen-freundlich (auch zur achten Partie schafften sie es, vor allelivem über Karjakin zu lästern …), chess24 ausgewogen. Es gibt natürlich noch mehr, die andere Hamburger Schachseite Chessbase ist hiermit erwähnt.

 

Im Teaser eine kurze Beschreibung der vier letzten Partien: Runde 5 – für mich die beste Partie bisher, andere waren entweder relativ gehaltlos oder beiderseits phasenweise (für WM-Verhältnisse) schlecht. Es wurde remis – wenn einer Gewinnchancen hatte, dann Karjakin mit Schwarz. Runde 6 – sicheres Schwarzremis für Carlsen dank guter Eröffnungsvorbereitung. Runde 7 – ebenfalls Remis, beiderseits eher unteres WM-Niveau. Runde 8 – nicht remis, das weiss der mitdenkende Leser bereits, dabei unmöglich „kurz und knapp“ zusammenzufassen.

 

Fotos wieder weitgehend von der Turnierseite, diesmal teils auch vom russischen Schachverband. Das Titelbild (Polina Gurtovaya – Turnierseite) passt zur achten Partie – da gab es allerdings (siehe unten) keine Gelegenheit beide hinterher zusammen abzulichten; es stammt aus der Pressekonferenz nach der fünften Partie. Wer genau hinschaut (eventuell auf das Foto klicken um es zu vergrössern) sieht, dass die Spieler nicht bei ihren Namensschildern sitzen – das wurde vier Tage später (jedenfalls nach aktuellem Stand im WM-Match) quasi-symbolisch.

 

TurnierseiteLivestreamRückblick WM 2014

 

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Zweimal eher wenig los, zweimal beiderseits phasenweise schlecht

 

Icgame-1-ivanovh fragte mich: wann und warum erstmals über das WM-Match berichten? Täglich – das machen andere, das schaffe ich nicht. Da bisher alle Partien remis endeten, war es „eigentlich“ erst nach sechs Runden geplant, damit (wenn das Match über die volle Distanz geht) bei Halbzeit. Aber Samstag habe ich selbst einen Mannschaftskampf, also nun doch bereits nachlive vier Partien. Aus diversen Gründen erst nach dem zweiten Ruhetag, fertig und veröffentlicht ist der Bericht wohl erst wenn die fünfte Partie bereits läuft.

 

Den Zwischenstand nannte ich bereits. Es gibt ja das hartnäckige Gerücht, dass Carlsen (fast) jedes ausgeglichene Endspiel gewinnt. Das ist natürlich Unsinn, da muss der Gegner dann Fehler machen und das passiert zwar manchmal, aber keinesfalls immer. Bisher im Match konnte er auch zwei klar bessere, zeitweise wohl objektiv gewonnene Endspiele „remis halten“ – lag einerseits an Karjakins zäher Verteidigung, andererseits an Carlsens suboptimalem Spiel. Natürlich spielte Karjakin zuvor auch suboptimal, sonst wäre es gar nicht erst dazu gekommen.

 

Fotos: Allzu viel Abwechslung gibt es bei einem Match nicht – den einen Spieler, den anderen oder beide. Gut, etwas mehr Auswahl gibt es schon, beim Match in New York gab es ja auch Zuschauer und geladene Gäste. Alle Fotos von der Turnierseite, Titelfoto von Ilya Ivanov, danach wird ein anderer Fotograf namentlich erwähnt aber zu Runde 3 erwähnt AGON nicht, wer fotografiert hat.

 

TurnierseiteLivestream

 

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(Und noch ein Turnierchen in St. Louis)

 

el-correo-1Die USA sind immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – da kann man auch ohne einschlägige Erfahrungen (zuvor nur als Geschäftsmann oder auch – früher – Schauspieler/Muskelprotz) wichtige politische Ämter erwerben. Aber das ist nicht Thema dieses Beitrags, demnächst blickt auch die Schachwelt in die USA (New York und ein bisschen vielleicht auch St. Louis). Da fallen Entscheidungen wohl – für Mitteleuropäer – gegen Mitternacht oder etwas, aber nicht viel später.

 

live

Ab 11.11. um 20 Uhr

Schwerpunkt ist das WM-Match Carlsen-Karjakin in New York, aber parallel spendiert Rex $inquefield auch einigen, die sich dafür nicht qualifizieren konnten, ein paar $$$. Vor dem WM-Match sollte man beide Spieler zeigen – das letzte gemeinsame Foto stammt aus Bilbao. Es zeigt, dass Carlsen durchaus (was Benehmen betrifft) gewisse Schwächen hat, aber das wird akzeptiert und hat keinen Einfluss auf schachliche Resultate. Dass er diese Partie (und auch das Turnier) später gewann, ist allgemein bekannt – ich bewerte es etwas anders als andere.

 

New York, New York – nach 21 Jahren mal wieder Austragungsort einer Schach-WM, wie das zustande kam siehe später. Zuletzt war es 1995 Austragungsort der privaten WM Kasparov-Anand (lang lang ist’s her, damals gab es noch das World Trade Center), zuvor wurde 1990 die erste Hälfte des letzten Matches Kasparov-Karpov dort ausgetragen (zweite Hälfte in Lyon). Jeweils gewann Kasparov – das zweite Mal klar, das erste Mal knapp. London machte zuletzt auch politische Schlagzeilen – wobei die Stadt London gegen den Brexit war und auch die Stadt New York Donald Duck Trump nicht gewählt hat. Schachmetropole war London auch bereits vor dem jährlichen Superturnier im Dezember seit 2009: 1993 gewann beim (privaten) WM-Match Kasparov-Short der Favorit, aber an sein nächstes Londoner WM-Match 2000 gegen Kramnik hat Kasparov keine guten Erinnerungen. Beim Kandidatenturnier 2013 war Kasparov allenfalls indirekt beteiligt – da gewann am Ende der „haushohe Favorit“, ein gewisser Magnus Carlsen, knapp aufgrund eines Details im Regelwerk.

TurnierseiteLivestream

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Damen und Herren in Novi Sad

turniersaal
Noch nicht allzu viel los beim WM-Match in New York, während der „Champions Showdown“ in St. Louis (mit zwei Spielern die mal Weltmeister waren und zwei die das werden wollen bzw. davon träumen) die Erwartungen erfüllt oder auch nicht – eben eine Show-Veranstaltung. Daher zunächst nochmal zum Europacup für Vereinsteams in Novi Sad. Leser des Schachtickers wissen bereits, dass Alkaloid aus Mazedonien da gewonnen hat – Leser von z.B. Chessbase, chess.com und chess24 wissen es (vor lauter New York, New York und teils auch St. Louis) nur, wenn sie sich daneben auch anderswo im Internet informieren.

 

Als Nachtrag noch eine Bildergalerie, wieder alles von Lennart Ootes via die Facebook-Seite des Turniers. Dort auch Fotos von der Siegerehrung – wie mitunter, so auch diesmal bei „Redaktionsschluss“ des Turnier-Abschlussberichts noch nicht verfügbar, allerdings seit 13:00 heute (Sonntag) mittag. Wenn die kommerzielle Konkurrenz darauf gewartet hat, entfällt diese Ausrede mittlerweile. Da Hauptthema dieses ‚big pictorial reports‘ das Turnier insgesamt ist, bekommt der Turniersaal das Titelbild. Da spielten die Teams an den vorderen Tischen, bei mangelndem Erfolg landete man in einem Nebenraum (passierte z.B. Kennemer Combinatie aus den Niederlanden).

 

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Good ol‘ Ivanchuk bester individueller Spieler

 

partien

Open

ivanchuk

Man kann den Europacup für Vereinsteams aus verschiedensten Blickwinkeln betrachten: aus Teamsicht, aus individueller Sicht, aus internationaler, deutscher oder auch niederländischer Sicht. Ich mache ein bisschen alles und riskiere damit – der Leser ist vorgewarnt – Überlänge, zumal es nur einen Bericht zu sieben Runden gibt.

 

Ich beginne mal mit dem Endstand (Mannschaftspunkte, dann nach Tiebreak sortiert): Alkaloid (Mazedonien) 12/14, Mednyi Vsadnik (St. Petersburg), SHSM Moskau, Ashdod (Israel), Odlar Yurdu (Aserbaidschan), Syberia 11, Zhiguli (Samara), AVE Novy Bor, VSK Sveti Nikolaj Srpski (ja, Serbien), Schachgesellschaft Zürich, Ladya Kazan 10. Die Sponsoren kommen aus den genannten Orten und Ländern, die Spieler nur teilweise. 9 Mannschaftspunkte erzielten unter anderem OR Padova (damit sicher nicht zufrieden) und Werder Bremen (damit wohl zufrieden, und damit habe ich „aus deutscher Sicht“ bereits eingebaut).

partien

Women

 

„Im Schongang“ ist vielleicht falsch was Team Alkaloid betrifft – aber erst hatten sie etwas Losglück, dann knappe Ergebnisse zu ihren Gunsten in eigenen und teils auch passende Ergebnisse in anderen Matches. Individuell war bei ihnen eigentlich niemand überragend – rein elomässig durchaus Pavel Eljanov an Brett 3 (4,5/6, TPR 2810), aber das waren drei Siege gegen Spieler mit Elo unter 2650 und dreimal Remis gegen 2700+. Andererseits hat auch niemand enttäuscht, es war also eine Teamleistung. Haben bei ihnen auch Mazedonier mitgespielt? Ja, in den ersten vier Runden einer (zwei verschiedene) am sechsten Brett.

 

Da es kein Teamfoto von Alkaloid gibt, bekommt ein anderer das Titelfoto – immer fotogen, mal schachlich gut drauf und mal nicht. Diesmal erwischte „good ol‘ Ivanchuk“ ein Superturnier – in der letzten Runde Schwarzsieg gegen ein absolutes Schwergewicht (nicht nach Kilogramm, also nicht der lange Kramnik, aber nach Elopunkten), insgesamt 5,5/7, TPR 2888! Alle Fotos von Lennart Ootes via die Turnier-Facebookseite.

 

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Areshchenko und Nisipeanu nach Wertung vorne

 

Damit kommen sie auf das Titelfoto (Quelle Turnierseite), zusammen mit dem Dritten G.N. (Geetha Naranayan) Gopal. Für mehr war kein Platz auf oibm_sieger2016dem Foto, da links und rechts vom Podium wohl Vertreter der Veranstalter stehen. Areshchenko und Nisipeanu waren auch an zwei bzw. eins gesetzt, der Inder Gopal dagegen nur 17. der Setzliste. „Gefühlt“ waren diese drei durchaus etwas „besser“ oder „gleicher“ als die vier anderen mit ebenfalls 7,5/9. Die Ausschreibung verrät weder, was der Tiebreak war (vermutlich Buchholz) noch wie das Preisgeld verteilt wurde – gleichmässig, strikt nach Tiebreak oder die Mischform Hort-System.

 

Wie dem auch sei, natürlich nenne ich alle sieben und dann noch einige andere: Areshchenko, Nisipeanu, Gopal, Sergei Zhigalko, Lalith, Gupta, Landa 7.5/9 (alle GM). 7/9 unter anderem (Wertungsbester) GM Melkumyan, aus deutscher Sicht GMs Jan-Christian Schroeder und René Stern sowie FM Peter Wacker, aus internationaler Sicht am auffälligsten FM Andrey Esipenko aus Russland. 6.5/9 unter anderem aus deutscher Sicht GMs Graf, Buhmann und Khenkin (und noch diverse Deutsche [noch?] ohne GM-Titel), aus internationaler Sicht z.B. die Veteranen Zdenko Kozul und Ulf Andersson.

 

Im Teaser nur noch das: Für das Turnier war es das 20. Jubiläum, für mich persönlich das 5. Jubiläum – beides wird später noch einfliessen aber nun zunächst der relativ konventionelle Turnierbericht:

TurnierseiteEine Fahrt auf dem TegernseePartienBulletin

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Weitgehend dieselben (Weltklasse-) Spieler, teils für andere Vereine

 

Das war schon immer so: Einige spielen „alle Jahre wieder“ für denselben Verein – am konsequentesten vielleicht Pcup_ecueter Svidler. Der erste Eindruck täuscht da: seit 2009 (und vielleicht schon zuvor, dazu habe ich nicht recherchiert) spielte er sechsmal für St. Petersburg, und nunlive das zweite Mal für Mednyi Vsadnik. Aber das ist derselbe Verein mit auch weitestgehend denselben Spielern: nur einmal (2010) bekam Svidler nicht das Spitzenbrett, sondern Brett zwei hinter Ivanchuk, und immerhin seit 2012 sitzt neben ihm der Kubaner Leinier Dominguez. Aber andere – einige Beispiele später im Bericht – wechselten munter Vereine und oft auch Länder; speziell dieses Jahr gibt es bei Spitzenteams auffällige Zu- und damit anderswo Abgänge.

 

Warum habe ich rückwärts bis 2009 recherchiert (findet man ja alles noch im Internet)? Nun schliesst sich vielleicht ein Kreis: 2009 war das letzte Jahr ohne SOCAR Aserbaidschan, 2016 ist das erste Jahr ohne diese Startruppe – in wechselnder Besetzung, aber immer mit (neben Mamedyarov und Radjabov) auch ausländischen Weltklassespielern. Warum dem so ist, da bin ich überfragt. Geht es der Ölindustrie auch in Aserbaidschan nicht gut? War die Olympiade in Baku, wohl aus derselben (Öl-)Quelle finanziert, zu teuer? Dachten sie „zwei Titel bei sechs Versuchen (dabei immer an eins gesetzt), das reicht“? Letztes Jahr hatten sie Konkurrenz aus Sibirien (jedenfalls der Teamsponsor), die sind diesmal wieder dabei. Aus deutscher Sicht: 2012 war das letzte Jahr mit Baden-Baden – dann waren sie wohl definitiv genervt, dass neben Svidler auch andere „ihrer“ Spieler für den falschen, nämlich einen anderen Verein am Brett sassen.

 

live

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Im Teaser nur noch diese Statistik: Insgesamt sind 25 Spieler mit Elo 2700+ dabei – am anderen Ende der Liste auch eine Reihe mit Elo unter 2000 und vier ganz ohne. Von den 25 elobesten spielen sechs (fünf Russen und der Tscheche David Navara) für einen Verein aus ihrem eigenen Land. Warum andere anderswo spielen (natürlich spielen alle im serbischen Novi Sad), da gibt es diverse Gründe. Teilweise ist ihr eigenes Land gar nicht vertreten – gilt z.B. für Frankreich, Armenien, Indien, China, die Ukraine und Kuba. Die USA fehlen komplett, aus der top10 fehlen ausserdem Carlsen, Anand und Karjakin – bleiben vier von zehn.

 

Titelbild und auch ein weiteres Foto unten von der Turnierseite. Um diesen Pokal geht es offenbar. Ausserdem bekommt das siegreiche Team 8000 Euro (zu verteilen über sechs bis acht Spieler) und ewigen, oder zumindest vorübergehenden Ruhm. Die besten Spieler bekommen wohl schon vor dem Turnier Geld, werden den Pokal gegebenenfalls bei der Siegerehrung sehen und anfassen, aber selten bis nie im Vereinsheim vorbeischauen wo er dann aufbewahrt wird.

 

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Und Oparin über Oparin Teil zwei

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Mal was Neues: als Titelbild ein Diagramm – mit Dank an Chessbase (die Software, nicht die Webseite), Grigoriy Oparin der mich informierte und wahrscheinlich eine Engine, die Oparin informierte. Oder fand er es nach (nicht während) der Partie ohne Engine, oder wurde es von einer russischen Quelle erwähnt? Schwarz am Zug, was tun? Oparin nennt es eine „really nice idea“, dass er hier (Schwarz gegen Bocharov im Superfinale der russischen Meisterschaften) mehr hatte als – wie in der Partie gespielt – Dauerschach. Daher wähle ich auch die Kategorie „Faszination Schach“. Leser dürfen, falls gewünscht, zunächst selbst grübeln – oder auch Engines befragen, wobei „meine“ (Gratisversion von Stockfish auf einem Laptop) anderthalb Minuten brauchte und die der Liveübertragung auf chess24 (Einstellungen für Premium-Mitglieder) es erst kapiert, wenn man sie mit dem richtigen schwarzen Zug füttert.

 

Ansonsten: Chess24 hat zu diesem Turnier (und auch sonst) Peter Svidler, der Schachticker hat (mit Dank an chess24) Grigoriy Oparin – Teil eins war nach dem Halbfinale, Teil zwei nun. Bei uns dauerte es etwas länger und ist weniger ausführlich, dafür gibt es zwei Gründe: Chess24 hat Svidler bezahlt, das können wir nicht, und Oparin hat neben Schach auch andere Dinge zu tun. Hat Svidler zwar auch – Frau und Kinder, im Fernsehen Serien oder auch Kricket gucken. Aber vor Ort in Nowosibirsk musste er wohl auf ersteres verzichten, und hat letzteres zumindest verzögert und zuvor direkt nach der jeweiligen Runde seine Partien video-analysiert.

 

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Hou Yifan und Alexander Donchenko (und andere) haben zuvor auch mitgespielt

Finale

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Der „Corsican Circuit“, dieses Jahr war die 20. Auflage, ist eine Mischung aus Normalschach, Schnell- und wenn nötig Blitzschach (eventuell auch Armaggedon, aber diesmal war es nie der Fall). Zuerst ein Open mit klassischer Bedenkzeit, bei dem sich die besten 12 für die KO-Phase mit verkürzter Bedenkzeit qualifizieren. Warum 12 im KO-Turnier? Weil vier weitere für diese KO-Phase gesetzt waren: Anand, Vachier-Lagrave, Radjabov (hat im Schnellschach immer noch beachtliche Elo 2788) und Hou Yifan – warum sie und nicht der Elo-bessere Anton Korobov müsste man die Ausrichter fragen.

Open

 
Das Endergebnis habe ich bereits verraten, das Titelbild (alle Fotos von der Turnierseite) bekommen beide Favoriten zusammen – da sie zuvor dominierten, wobei das Finale dann eine recht einseitige Angelegenheit zugunsten von MVL war. Auch wenn man (wie ich) die französische Sprache beherrscht, ist es nicht ganz einfach Infos auf der Turnierseite zu finden – sie ist ziemlich unkonventionell aufgebaut. Fotos erwecken dabei den Eindruck, dass es eine nette Veranstaltung war – nicht nur für die Grossmeister.

 

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Und Statistik aus deutscher und internationaler Sicht

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Das wird ein eher „trockener“ Beitrag – ich mag Daten und Zahlenspiele, dabei wird es eher deskriptiv ohne viel Interpretation. Um es aufzulockern, auch ein paar Fotos von nach dem Turnier – bei Redaktionsschluss des Berichts über die „Keymer-Klasse“ U12 noch nicht verfügbar, oder ich wusste es jedenfalls noch nicht. Inzwischen stehen sie hier – Fotografin wohl wieder Sophie Nikoladze. Warum Vincent Keymer auf dem Titelfoto fehlt, siehe letzter Artikel. Später wird auch er nochmals gezeigt, aber das sind die Medaillensieger der Kategorie U12: zwei US-Amerikaner (Mitte offensichtlich, links – wenn man auf das Bild klickt um es zu vergrössern – auch) und ein Inder der das auch stolz erwähnt. Oder sind es – ethnisch – zwei Inder und ein Chinese? Silber Andrew Hong, Gold Nikhil Kumar, Bronze R(Rameshbabu) Praggnanandhaa.

 

Das hatte ich bereits, die anderen Sieger(innen) zunächst kurz und knapp erwähnt: U10 Ilya Makoveev (Russland), U8 Shageldi Kurbandurdyew (Turkmenistan), U12G Bibisara Abbausayeva (Russland), U10G Rochelle Wu (USA), U8G Aisha Zakirova (Kasachstan). Nicht alle wurden fotografiert, welche komplizierten Namen man sich merken muss (wobei Wu – einfacher geht es nicht) wird die Zukunft zeigen. Damit ist bereits klar, dass nur die USA und „die Sowjetunion“ goldene Erfolge feierten, ethnisch definiert war es dabei viermal Asien und zweimal Europa. Und nun zunächst immer noch kurz und knapp zu den anderen Turnieren:

 

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Andere Medaillen nach Tiebreak – „Pech“ für Glückspilz Vincent Keymer

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Einige US-Amerikaner kennen den neuen Weltmeister wohl schon – allerdings war er nach Elo nur Nummer drei von sieben US boys in diesem Turnier (in allen insgesamt sechs Turnieren für mich zu viele boys and girls um durchzuzählen), und insgesamt Nummer 25 von 137 Teilnehmern. Kaum einer, vielleicht auch nicht er selbst, hatte wohl vorab damit gerechnet, dass ausgerechnet er U12-Weltmeister wird – aber es war souverän.

 

Warum war Vincent Keymer sowohl Pechvogel als Glückspilz? Nun, „Pech“ steht ja in Gänsefüsschen, Glück bezieht sich auf die letzte Runde in der Silber und Bronze vergeben wurden – Kumar stand bereits als Weltmeister fest. Das ist der Endstand im Turnier: Kumar(USA) 9.5/11, Hong(USA) 8.5(2), Praggnanandhaa(IND) 8.5(1.5/76.5), Nihal(IND) 8.5(1.5/69.5), Keymer(GER) 8.5(1), Avila Pavas(COL), Subelj(SLO), Skatchkov(RUS), Uzumcu(TUR), Batsuren(MGL) 8. Für Platz 2-5 in Klammern der/die Tiebreaks – zunächst Ergebnis des Miniturniers dieser vier Spieler, dann wenn noch nötig Buchholz. Wertungsbester mit 7.5/11 der Mongole Ganzorig Amartuvshin, 7/11 hatten u.a. die Mitfavoriten (vor dem Turnier) Jonas Bjerre aus Dänemark und Javokhir Sindarov aus Usbekistan.

 

Auf der Turnierseite und der dazu gehörenden Facebook-Seite fand ich kein Foto des neuen Weltmeisters, jedenfalls habe ich ihn nicht sicher erkannt – daher bekommen „viele“ das Titelfoto. Alle Fotos von Sophie Nikoladze via Facebook. Im weiteren Bericht zunächst die letzten fünf Runden des offenen U12-Turniers und dann ein bisschen zum gesamten Turnier einiger Spieler – ein paar Worte zu den anderen Turnieren und ein paar generelle Bemerkungen aus deutscher und anderer Länder Sicht später in einem separaten Beitrag.

TurnierseiteResultatePartien

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Herren remislich, Damen rhythmisch

Partien Männer

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Wobei es bei den Damen nur auf einige zutrifft, die es auch nicht komplett so durchzogen, und die Herren in einigen Runden (darunter die turbulente elfte und letzte) auch mehrfach nicht remis spielten. Aber das ist der Gesamteindruck von den beiden Turnieren. Um die jeweils siebte bis elfte Runde ergebnismässig (egal wie das zustande kam) kurz zusammen zu fassen: Herren sechsmal Remis, drei entschiedene Partien (eine am Ende turnierrelevant), sechsmal Remis, ein Sieger und Verlierer (potentiell turnierrelevant), vier entschiedene Partien. Damen drei Entscheidungen (bisschen wenig), fünf, vier, fünf und zum Schluss wieder nur drei. In den ersten sechs Runden vor dem Ruhetag jeweils ein ähnliches Bild.

 

Partien Frauen

Am Ende stand es dann so: Herren Riazantsev 7/11, Grischuk und Tomashevsky 6.5, Svidler und Fedoseev 6, Oparin, Vitiugov, Jakovenko, Goganov 5.5, Inarkiev 5, Kokarev 4.5, Bocharov 2.5. Vor und auch direkt nach dem Ruhetag führte ein Sextett (Riazantsev, Grischuk, Tomashevsky, Svidler, Fedoseev, Jakovenko), und Kokarev hatte bis dahin alle Partien remisiert. Am Ende, nach und nach in den verbleibenden und definitiv in der elften Runde, hat sich die Tabelle sortiert. Das Titelbild (fast alle Fotos vom russischen Schachverband, fotografiert hat Eteri Kublashvili) bekommt natürlich Alexander Riazantsev.

 

Damen Kosteniuk 8.5/11, Pogonina 7, Bodnaruk 6.5, Girya, Gunina, Charochkina, Pustovoitova 6, Ovod 5.5, Goryachkina 5, Galliamova 4, Kashlinskaya 3.5, Ubiennykh 2. Nach sechs Runden war Kosteniuk punktgleich mit Pogonina und hatte einen halben Punkt Vorsprung auf Girya, nur Kosteniuk konnte ihr Tempo durchhalten und war bereits eine Runde vor Turnierende definitiv russische Meisterin.

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Praggnanandhaa top, Sindarov (und Sindarov) flop, Keymer zwischendrin

keymer
In Batumi (Georgien) werden derzeit sechs parallele Turniere gespielt (Altersklassen U8, U10 und U12 jeweils für „alle“, de fakto Buben, und für Mädels). Klarer Schwerpunkt dieses Berichts zum Ruhetag nach sechs von elf Runden ist die Altersklasse U12 ohne G für „girls“ dahinter, die ist aus deutscher und international-globaler Sicht am interessantesten. Aus deutscher Sicht, da „wir“ da einen Medaillen- oder gar Titelkandidaten haben, gemeint ist natürlich Vincent Keymer (Titelfoto, alle Fotos von der Turnierseite). In den anderen Gruppen ist Elo bedingt aussagekräftig, insofern gibt es da teilweise keine Favoriten, aber soviel kann man aus deutscher Sicht kurz nach Halbzeit bereits sagen: von elf Teilnehmer(inne)n hat derzeit keine und keiner ausser Keymer Medaillenchancen.

 

Aus internationaler Sicht, da Keymer nicht der einzige ist, der vielleicht schon offensichtliches Weltklassespieler-Potential hat, das haben auch andere – teils im Untertitel bereits genannt (warum Sindarov doppelt genannt wird, da muss sich der Leser noch etwas gedulden – es sei denn, er kennt den Vorbericht des Schachtickers). Im Teaser noch der Zwischenstand der Gruppe U12: Praggnanandhaa (IND) 6/6, Hong (USA) 5.5, Keymer (GER), Cai Yuhao (CHN), Amartuvshin (MGL), Huang (CHN), Nihal (IND), Skatchkov (RUS), Kumar (USA) 5, usw. . 4,5/6 haben unter anderem (Wertungsbester) der Mitfavorit Jonas Bjerre aus Dänemark, und der nach Elo drittbeste Deutsche Ruben Gideon Köllner. 4/6 hat unter anderem, auf Platz 25, der an zwei gesetzte Usbeke Javokhir Sindarov.

TurnierseiteResultateLIVE

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„Rules are rules“ oder „spirit of the game“?

Open

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„So sehe ich es“ bleibt (weitgehend) aussen vor – im Mittelpunkt dieses Nachtrags steht einer, der ein paar hundert Elopunkte mehr hat als meinereiner. Das ist hier aber eher egal – wichtiger ist, dass er in Hoogeveen Turnierdirektor ist. Vor dem Turnier (bzw. konkret Match) herrschte – siehe Titelfoto (Quelle Turnierseite, Fotograf Lennart Ootes) – gute Laune zwischen ihm (Loek van Wely), Nigel Short und Hou Yifan. Hinterher, bzw. schon nach der fünften und vor der sechsten Partie in diesem Match, war Nigel Short beleidigt bis wütend. Laut FIDE-Regelwerk sollte die letzte Partie nicht Elo-ausgewertet werden, da Short bereits als Matchsieger feststand (6.5 Where a match is over a specific number of games, those played after one player has won shall not be rated.). Darauf bestand Nigel Short, Loek van Wely sieht das anders – wer Recht bekommt, muss nun FIDE entscheiden. Breaking news: haben sie offenbar getan (und zugunsten von Nigel Short entschieden bzw. – da man es nicht auf „pro van Wely“ oder „pro Short“ reduzieren sollte – eben Regel 6.5 angewendet).

 

Im Teaser nur noch soviel: Samstagabend schickte ich dazu eine email an secretariaat@hoogeveenchess.nl, Antwort bekam ich von – email-Adresse sollte ich aus Privacygründen nicht verraten, es war Loek van Wely. Das hatte er parallel auch als Kommentar auf chess.com veröffentlicht, auf der Turnierseite steht es bisher noch nicht. Seine Antwort auf meine Nachfrage ist exklusiv für den Schachticker – ich habe elektronisch-schriftlich, dass ich auch das verwenden kann.

TurnierseitePartien: Hou Yifan gegen Nigel ShortPartien: van Foreest vs Ivan Sokolov

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Siege für Short gegen Hou Yifan, (Ivan) Sokolov gegen (Jorden) van Foreest, und Gupta im Open

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„Kinder“ ist Definitionssache: Gemeint ist nicht Nigel Short – der benimmt sich zwar vielleicht manchmal wie ein Kind (vielleicht auch diesmal in Hoogeveen), ist aber Jahrgang 1965. Gemeint sind auch nicht Hou Yifan (erwachsen) und Jorden van Foreest (fast erwachsen), sondern allenfalls einige jüngere Teenager die im Open recht erfolgreich waren. Inder waren immerhin 13 der 81 Teilnehmer im offenen Turnier, einige davon sind auch noch Kinder (definiere ich nun mal als „in diesem Jahrtausend geboren“). Ansonsten reimt es sich eben, wobei ich zu Hoogeveen keinen Reim fand.

 

Partien Open

Genug geplaudert, im Teaser noch die Ergebnisse: Nigel Short –  Hou Yifan 3,5-2,5; Ivan Sokolov – Jorden Van Foreest 3,5-2,5 – nur was das Endergebnis betrifft sind diese Matches vergleichbar. Spitzenstand im Open: Gupta 7.5/9, Sandipan 7, Lalith, Shyam, Van Foreest, Romanischin, Schoppen 6.5. 6/9 erzielten unter anderem der fünfte Inder Rakesh Kumar Jena sowie NL-Grossmeister Sipke Ernst. Van Foreest spielte nicht etwa zwei Turniere parallel – das machte er (Jorden) zwar vor gut einem Jahr in Lüneburg (morgens ein nicht so erfolgreiches Open, mittags ein – GM-Norm – durchaus erfolgreiches Rundenturnier) aber diesmal ging es nicht, also spielte im Open sein jüngerer Bruder Lucas.

 

Bei den Matches war Short – Hou Yifan etwas eloschwerer, aber Sokolov – Van Foreest gehaltvoller. Also bekommen die beiden (Schach-)Niederländer das Titelfoto – auch wenn man beide zuvor noch nie gesehen hat (persönlich oder auf anderen Fotos) ist wohl offensichtlich, wer Ivan Sokolov (*1968) ist und wer Jorden Van Foreest (*1999). Der bosnische Niederländer Ivan Sokolov ist nicht unbedingt verwandt mit dem russischen Franzosen Andrey Sokolov; beide sind ehemalige Weltklassespieler (wie auch Nigel Short). Alle Fotos von Lennart Ootes – hier gefunden, teilweise auch auf der Turnierseite.

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Sechs Spieler führen nach sechs Runden mit zusammen +6

 

turniersaalAm Horizont damit ein Szenario wie 2012: damals wurden insgesamt neun Runden gespielt, dann hatten sechs Spieler 5/9 und den fälligen Massen-Stichkampf gewann Schnellschach-Spezialist Dmitry Andreikin. Genau so wird es sich nicht wiederholen: erstens spielt Andreikin diesmal nicht mit, zweitens spielen inzwischen zwölf Spieler elf Runden, drittens kann in den fünf verbleibenden Runden noch einiges passieren. Schon in der heutigen sechsten Runde hatte sich das vorab geplante Konzept für diesen Artikel beinahe erledigt. Aber bei Oparin-Jakovenko konnte der Schwarzspieler seine Gewinnstellung nicht gewinnen – remis, wie in vielen anderen Partien.

 

Stand nach sechs von elf Runden: Grischuk, Jakovenko, Riazantsev, Svidler, Fedoseev, Tomashevsky 3.5/6, Oparin, Goganov, Kokarev 3, Vitiugov 2.5, Inarkiev 2, Bocharov 1.5. Keiner ‚bewarb‘ sich wirklich um das Titelfoto, also gebe ich es quasi allen – (fast) alle Fotos vom russischen Schachverband.

 

Der Zwischenstand bei den Damen passt auch noch in den Teaser: Kosteniuk und Pogonina 4.5/6, Girya 4, Charochkina, Goryachkina, Bodnaruk 3.5, Gunina und Pustovoitova 3, Ovod 2.5, Kashlinskaya und Galliamova 1.5, Ubiennykh 1.

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