Abschied

„Ich bin endgültig weg“ müsste eigentlich jetzt die Überschrift lauten. Raymund Stolze ist ab sofort, nachdem er schon einmal vor einem halben Jahr zurückgetreten war, nicht mehr für den Schach-Ticker tätig. Er geht auf eigenen Wunsch. Das ganze Team wünscht ihm eine gute Zeit nach dem Schach-Ticker, der ihm offensichtlich ans Herz gewachsen war. Raymund Stolze hat mit seinen Beiträgen das Gesicht des Schach-Tickers, mit vielen anderen freiwilligen und ehrenamtlichen Redakteuren, geprägt. Der Erfolg des Schach-Tickers ist jedoch die Summe der Aktivitäten aller Mitstreiter. Keiner steht auf der Käpitänsbrücke und keiner in der ersten Reihe. Alle sind in der Bewertung gleich , ob Vielschreiber oder Gelegenheitsschreiber.

 

Raymund Stolze hinterlässt natürlich eine Lücke im Schach -Ticker Team. Deshalb suchen wir Kollegen/Kolleginnen, die Lust am  Schreiben haben. Es wird kein Dienstverhältnis sein. Für den Schach-Ticker schreiben ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Schreiben wenn man Lust und Laune hat. Rufen Sie mich einfach an. Hier meine Rufnummer: 02323 46153  Handy: 0176 10986863.  Ich freue mich auf Ihren Anruf

 

Franz Jittenmeier

Schach lebenslänglich – Zum Tode von Viktor Kortschnoi [23. März 1931 bis 6. Juni 2016] – Von RAYMUND STOLZE

 

 

Kortschnoi_mit_Paul_Maetzkow

Eine Begegnung der außergewöhnlichen Art im Sommer 2011: Der gerade neunjährige Eberswalder Maximilian Paul Mätzkow trifft den 80-jährigen Viktor Kortschnoi, der in Leukerbad zum fünften und letzten Mal die Schweizer Landesmeisterschaft gewinnt. (Foto: Christian Mätzkow)

 

 

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Alles hat seine Zeit – Persönliche Gedanken zu meinem Abschied vom Schach-Ticker – Von RAYMUND STOLZE

 

Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt!
Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann,
wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest.
Marc Aurel [121 – 180], römischer Kaiser und Philosoph

 

 

Ich liebe keine Nachrufe, denn sie stimmen mich doch irgendwie traurig. Und sie belasten sicher sogar jene, die sie schreiben müssen. Im konkreten Fall kenne ich mich jedenfalls am besten – was kein Nachteil für Sie sein muss, wenn ich Sie jetzt einlade, mir einen Moment Aufmerksamkeit zu schenken …

 

Raymund Stolze: Ich bin dann mal weg (Foto: Dr. Gabriele Stolze)

 

Also, alles hat wirklich seine Zeit, und so gesehen muss ich meinen Abschied vom Schach-Ticker nicht weiter begründen. Das hätte etwas von Rechtfertigung und würde vor allem mein Team nicht unbedingt motivieren.

 

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Eine Schach-Ticker-Chronik zur Erinnerung an die Verstorbenen des Jahres – Redaktion RAYMUND STOLZE

 

chess-king-1372062558ApoSeit einigen Jahren habe ich ein Wochenend-Kurzabo der Tageszeitung DER TAGESSPIEGEL. Der Grund ist eigentlich die Freitagausgabe, wo es eine ganze Seite NACHRUFE gibt. „Vorbei – ein dummes Wort“, das Goethe-Zitat aus dem „Faust“, ist das Leitmotiv, und erinnert wird in lesenswerten Kurzportraits an Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind.

 

Beim Schach-Ticker habe ich die Rubrik „In Memoriam“ eingeführt, um aktuell zu reagieren. Einmal im Jahr wollen wir jedoch chronologisch eine Liste jener Personen veröffentlichen und, wo wir es für angemessen halten, auch kurze Texte dazu stellen, die das nationale und internationale Schachleben besonders mitgeprägt haben. Grundlage für die Aufstellung ist dabei das Wikipedia-„Portal Schach/Nekrolog“ des jeweiligen Kalenderjahres [https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Schach/Nekrolog#2015].

 

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ZEIT EXTRA vom 12. November 2015: „Ein riskantes Spiel …“  – Von ULRICH STOCK

 

Die wichtigste Frage, die auf der Titelseite des aktuellen ZEIT EXTRA vom 12. November 2015, der Sonderausgabe zum Tod von Helmut Schmidt [23. Dezember 1918 – 10. November 2015], gestellt wird, lautet: „Wie geht das – ohne dich?“

 

Und in der Unterzeile von ZEIT-Chefredakteur GIOVANNI DI LORENZO ist zu lesen: „Das Unwichtige vom Wichtigen unterscheiden, den Effekt von der Substanz, das Gefühlige vom Vernünftigen: Warum Helmut Schmidt so anders war als die meisten Politiker und viele Deutsche ihn als letztes Vorbild verehrten …“

 


 

Ein großer Kanzler
Ein Hanseat
Ein guter Freund

 


 

So lautet der tragende Text in der Traueranzeige von Redaktion, Verlag und Eigentümer der Wochenzeitung DIE ZEIT [www.zeit.de], deren Mitherausgeber Helmut Schmidt seit 1983 gewesen ist. Und ganz nebenbei erwähnt – und das ist sicherlich eher eine Fußnote – er war seit der Kindheit ein begeisterter Schachspieler. „Ich habe das Spiel mit sechs von meinem Vater gelernt«, sagte Schmidt. „Und habe seither nichts dazugelernt.“

 

Foto: Hamburger Morgenpost (Archivbild)

 

 

Eine der inhaltlichen Rubriken in diesem 28 Seiten umfassenden ZEIT EXTRA lautet LETZTE BEGEGNUNGEN. Reporter ULRICH STOCK war es vergönnt, einige Male mit Helmut Schmidt Schach spielen zu dürfen. Und vor wenigen Tagen traf er sich zum letzten Mal mit dem ZEIT-Herausgeber auf eine Partie …

 

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„The Art of SACRIFICE“  von Rudolf Spielmann, durchgesehen und ergänzt von Karsten Müller, Russell Enterprises Inc. 2015 – eine Buchempfehlung von RAYMUND STOLZE

Grandmaster Karsten Müller’s notes
to the original text, along with the new material,
brilliantly complements
Spielmann’s classic work.“

Garry Kasparov

 

The_Art_of_SACRIFICE_Titel_2015_AusgabeIch kann mich noch gut daran erinnern, wie Frau Rau mich bei einem Besuch in Düsseldorf Ende 1989 dafür begeisterte, in der Schach-Praxis Reihe ihres Verlages den Klassiker „So darfst Du nicht Schach spielen“ von Eugène Snosko-Borowsky zu „modernisieren“.

 

Mit Rainer Knaak und Lothar Vogt hatte ich schnell zwei Großmeister gefunden, die damals mehr als ein halbes Jahrhunderts nach dem Erscheinen dieses kleinen geistreichen Büchleins sich dieser reizvollen Aufgabe gestellt haben. Und das ganz im Sinne des Autoren. Aufgenommen wurden damals in die 4. erweiterte Fassung all jene Themen, die man gewöhnlich in Schachbüchern für Anfänger vermisst …

 

Ja, die guten alten Klassiker – sie sind einfach nicht wegzudenken, vor allem bei der Ausbildung von jungen Spielern. Was für diese freilich auch selbstständiges Arbeiten bedeutet und nicht nur eben einmal schnell das aktuelle Schachprogramm befragen, das in der Praxis nicht am Brett sitzt. Daran musste ich denken, als bei mir vom Verlag Russel Enterprises Inc. aus den USA der Band „The Art of SACRIFICE in Chess by Rudolf Spielmann …“ per Post eintraf.

 

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Warum Michael Wiemer im Dezember 2014 tatsächlich von Bord des Schach-Tickers ging…

 

Eigentlich hatten wir das Kapitel spätestens zum Jahreswechsel endgültbillionphotos-1889129_small500ig geschlossen – aus und vorbei. Dass ein Mitarbeiter von Bord geht und wo anders anheuert, ist schließlich nicht zu verurteilen.

 

Im Fall von Michael Wiemer, der beim Schach-Ticker die Rubrik „Im Internet gefunden…“ mehr als eineinhalb Jahre betreute, sehen wir das allerdings doch etwas anders.

 

Bei unseren zumeist wöchentlichen Telefonschalten, wo wir gemeinsam die laufende Woche abklärten und neue Ideen prüften, um dann an ihre Umsetzung zu gehen, teilte er uns Ende Oktober mit, dass das Zeitfenster im November für ihn arbeitsmäßig „dicht“ sei, also wir mit keinem Artikel von ihm zu rechnen hätten. Es wäre ja auch WM…

 

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Die Ungarin hat vor der Schlussrunde der Schacholympiade in Tromsö ihr Karriereende verkündet – ein Match Polgar gegen Hou Yifan wird es danach nicht mehr geben

 

Mein Kollege Thomas Richter ist immer für Überraschungen gut. Und so hat er in seinem Live-Bericht von der finalen Runde bei der Schacholympiapolgarde in Tromsö auch gleich eine Top-News zu Beginn verkündet. Er hatte nämlich für das Fehlen von Judit Polgar im Männer-Team der Ungarn gegen die Ukraine  die plausible Erklärung! Die Magyarin, die ein Vierteljahrhundert die Weltrangliste bei den Frauen anführte und in ihrer besten Zeit sogar unter den TOP 10 der Männer war [ Platz 8!], hatte am 13. August der Londoner Zeitung The Times  „plötzlich jedoch nicht ganz unerwartet ihr Karriereende verkündet hat – damit wird ihre Niederlage gegen Jungstar Sam Shankland aus Runde 8 ihre letzte Turnierpartie1. Ich würde es Polgar gönnen, wenn sie bei der Siegerehrung noch einmal fotografiert wird – dafür müsste Ungarn eine Medaille gewinnen“, so Thomas in seiner Reportage [ http://www.chess-international.de/Archive/27419#more-27419 ].

 

Und so kam es dann ja auch, denn Ungarn, das 1978 sensationell in Argentinien olympischen Gold gewonnen hatte, holte dank des 2:2 polgarund der besten Wertung von einem Quartett mit 17:5-Mannschaftspunkten vor Indien, Russland und Aserbaidschan die Silbermedaille. Da dürfte bei der 38-Jährigen doch Freude aufgekommen sein, die 1988 und 1990 mit dem Frauen-Team ihres Landes – dazu gehörten ihre beiden Schwestern und Zsuzsa und – jeweils Gold geholt hatte. Danach mied Judit [23. Juli 1976] konsequent alle  Frauen-Veranstaltungen und trat nur noch bei Männer-Wettbewerben und in Open an.

 

In Erinnerung ist das Finalturnier der FIDE-WM im Jahr 2005, bei dem sie nach einer Babypause als erste Frau der Schachgeschichte um den Weltmeistertitel spielte. Judit, die mit dem Tierarzt Gusztáv Font verheiratet ist und inzwischen  zwei Kinder hat, belegte damals  zwar nur den achten und  letzten Platz, aber zwei Jahre zuvor war sie mit einer Elo von mehr als 2700 bereits in die Reihe der Supergroßmeister aufgestiegen. Bei den Europameisterschaften im April 2011 im französischen Aix-les-Bains errang Judit Polgar, die im Alter von  15 Jahren und 4 Monaten ihre letzte Großmeisternorm erkämpfte und damit  den Rekord von Bobby Fischer um einen Monat verbesserte, einen tollen dritten  Platz. Auch mit dieser Leistung war sie die erste Frau, die eine Medaille bei einer offiziellen offenen Meisterschaft gewann.

 

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Eine der bekanntesten und meist verlinkten Schachseiten im Internet ist "The Week in Chess" (seit 1998). Doch was wäre "The Week in Chess" ohne den eifrigen Webmaster Mark Crowther, der Woche für Woche auf seiner Seite Schachpartien zum downloaden zur Verfügung stellt. Gesponsert wird die Seite vom "Londoner Schachcenter". Während die Arbeit an der weltbekannten Seite immer mehr zunahm, waren die Einnahmen dagegen sehr mager. Alle Versuche von Mark Crowther durch mehr Service den Besuchern Freude zu bereiteten, zahlte sich dass entgegen seinen Vorstellungen nicht aus. Die Besucher einer Nachrichtenseite sind gerne bereit die Informationen anzunehmen, sprechen auch per Mail oder über Facebook viel Lob aus, doch wenn man um einen finanziellen Beitrag bittet, verstummen die meisten Schachfreunde.
Mark Crowther beklagt zudem auf seiner Seite, dass zunehmend kommerzielle Seiten bei ihm Inhalte kopieren und auf ihren Seiten für Bares verkaufen. Viel Arbeit und wenig Nutzen ist auf die Dauer kein Zustand. Bei Mark Crowther machte sich auch eine tiefe Enttäuschung breit, dass so genannte Schachfreunde nicht bereit sind für eine ausgezeichnete Arbeit auch nur einen Cent zu entrichten. Deshalb wird Mark Crowther seine Arbeit für "The Week in Chess" einstellen. Welch ein Verlust das für Schachfreunde in aller Welt bedeutet wird man erst ermessen können, wenn man vergeblich nach seinen Informationen sucht.
Foto: Mark Crowther

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