Bei anderen gelesen

Die ertschrieb in ihrer Onlineausgabe vom 15.11.2016 einen lesenswerten Beitrag: Verkabelte Toiletten und andere Skandale

 

Fehden, Betrugsvorwürfe und ein 19-Jähriger, der den Rest der Welt bmaxresdefaultesiegt – die Schachwelt sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wir blicken zurück auf fünf legendäre Partien.

 

In New York duellieren sich zurzeit der Shootingstar Magnus Carlsen und Sergei Karjakin um den Titel des Weltmeisters. Wir blicken zurück auf fünf Schachpartien, die auch abseits der Schachwelt für Aufsehen gesorgt haben.
Der Computer ist schlauer

 

Kasparow vs. Deep Blue. New York, 1997. Sieg: Deep Blue.

 

Vor zwanzig Jahren verlor der damalige Schachweltmeister Garry Kasparow gegen den IBM-Computer Deep Blue ein Turnier über sechs Partien. Es war das erste Mal, dass ein Schachweltmeister einer Maschine unterlag. Kasparow sagte nach der Niederlage, er glaube, das Spiel von Deep Blue sei manipuliert worden. Das Team habe dem Computer geholfen und Züge von Hand eingegeben, sonst wäre der Sieg der Maschine nicht möglich gewesen. Kasparow forderte, dass IBM die Computer-Logs herausgibt, um nachvollziehen zu können, was der Computer gerechnet hat. IBM weigerte sich anfänglich, was erneut zu Manipulationsvorwürfen führte. Schliesslich wurden die Logs doch veröffentlicht… Weiterlesen

AW: 87. Deutsche Schachmeisterschaften – Von Olaf Steffens

 

„heute ist der 4. Tag der DEM und der letzte Satz den der DSB auf seiner Homepage hierzu äußerte ist schon fast eine Woche her. Auch wenn die DEM aufgrund der Umstände sicher nicht die Massen elektrisiert, so kriegt man schon den eindruck, dass die eigene eigentlich wichtigste Meisterschaft des jahres selbst nicht so ernst genommen wird. ob das wirklich so ist und das teil des Problems ist, kann ich nicht sagen, es drängt sich aber der eindruck auf.“

als Beitrag im Schachfeld-Forum, 24.Oktober 2016

 

Huch, so haben wir uns das aber nicht vorgestellt mit der Deutschen Meisterschaft 2016!

 

Der Lübecker SV hatte mit einer noblen Großtat im Mai diesen Jahres das Zustandekommen des Wettbewerbs gesichert und den Deutschen Schachbund, unser aller Verband, vor der Blamage bewahrt, dass in diesem Jahr leider k54f5be3ea3d707845e48b51427471fd9_xlein neuer Meister ermittelt werden würde.
Doch da waren wie gesagt die Lübecker in Gestalt von Thilo Koop und Ullrich Krause vor, die mit ihrem Team, viel Elan und noch mehr souveräner Projektplanung im hohen Norden ein sehr würdiges Turnier samt Rahmenprogramm auf die Beine stellten.

Einen Preisfonds gibt es leider so gut wie gar nicht für die teilnehmenden Meister und Amateure, doch das war Teil der Abmachung, unter der der LSV dem Durchführen dieses sportlich wichtigen Turniers zugestimmt hatten. Der DSB, unser Verband, hatte leider keine Mittel zur Hand, um durch ein etwas fabelhafteres Preisgeld die Anzahl der vertretenen Meisterspieler zu erhöhen – die Chance, dass noch mehr Bären, Riesen, Meisterspieler aus dem Lande anreisen, ist ja durchaus höher, wenn der ausgelobten Preise attraktiver sind, wir verstehen das gut.

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Nur zwei Großmeister in der aktuellen Teilnehmerliste der Deutschen Einzelmeisterschaft – Von Stefan Löffler kritisch betrachtet

 

Rasmus Svane

Rasmus Svane

Heft

Heft

Am kommenden Freitag beginnt die Deutsche Einzelmeisterschaft im Schach. Ein Aushängeschild des deutschen Schachs ist sie schon lange nicht mehr. Die diesjährige Auflage ist so erbärmlich besetzt wie noch nie. So sehr sich der Lübecker SV als einer der bestgeführten Schachvereine Norddeutschlands als Ausrichter ins Zeug legt, ist diese Deutsche Meisterschaft ihren Namen nicht wert. Angeführt wird die Teilnehmerliste für Lübeck von der deutschen Nummer 24 Rasmus Svane.

 

Der nächstbeste angemeldete Spieler ist gerade noch die Nummer 99 der deutschen Rangliste. Nicht einmal zur Förderung von Nachwuchs-Talenten taugt der Wettbewerb noch. Man sollte ihn in Deutsche Amateurmeisterschaft umbenennen. Leider geht das nicht, weil dieser Titel bereits durch eine kommerzielle Turnierserie ohne leistungssportlichen Anspruch belegt ist.

 

Der Präsident des Deutschen Schachbunds Herbert Bastian bekennt sich einerseits zum Leistungs- und Profischach und steht andererseits voll hinter einem Modus, der praktisch ausschließt, dass Deutschlands beste Spieler Deutscher Meister werden wollen. Kein Widerspruch für Bastian, der als Saarländischer Meister selbst mehr als zwanzig Deutsche Meisterschaften bestreiten durfte, ohne je zur deutschen Spitze gehört zu haben… Weiterlesen

Schach-Großmeisterin Elisabeth Pähtz spricht im Interview mit Sportredakteur Axel Eger über die umstrittene Weltmeisterschaft im Iran im kommenden Jahr – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Axel Eger

 

Elisabeth Paehtz-by Kublashvili

Elisabeth Paehtz-by Kublashvili

Die an den Iran für Februar 2017 vergebene Schach-WM erhitzt die Gemüter. Einige Spielerinnen planen aus Protest gegen die dortige Unterdrückung der Frauen mit dem Boykott. Sie auch?

 

Nein. Sicher ist der Iran aufgrund seiner strengen Gesetze nicht der ideale Ort. Aber es gab leider keinen anderen Ausrichter, der bereit war, eine Frauen-WM zu finanzieren. Also werde ich mit Kopftuch dort spielen.

 

Die Amerikanerin Nazi Paikidze hat bereits öffentlichkeitswirksam ihren Verzicht erklärt. Können Sie ihre Argumente nachvollziehen?

 

Es ist jedem selbst überlassen, ob er mitspielt oder nicht. Man muss aber auch sehen, wer sie ist. Wenn die 98. der Weltrangliste auf ihren WM-Start verzichtet, relativiert das einiges. Wie hätte sie sich entschieden, wenn sie die Chance auf eine Medaille hätte? Von den Top-Spielerinnen habe ich das nicht gehört. Die werden alle dabei sein.

 

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Ein interessanter Beitrag auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – Von Stefan Löffler

 

In vielen Ländern ist Schach das Strategiespiel Nummer eins. Oft ist es das einzige, über das regelmäßig in den Medien berichtet wird, das als anerkannter Sport Subventionen erhält und das an Schulen Fuß gefasst hat. Kein anderes Strategiespiel ist international so verbreitet.

 

Schachspieler scheren sich oft nicht darum, was in anderen Denksportarten passiert. Während in Europa oder Nordamerika praktisch jeder Go-Spieler auch Schach beherrscht, können umgekehrt nur wenige Schachspieler das in Ostasien dominierende Spiel. Dabei könnte sich Schach, wie auf einer von mir mitorganisierten Tagung über Strategiespiele in der Schule an der Universität Cambridge deutlich wurde, gerade von Go allerhand abschauen.

 

Zum Beispiel beobachte ich im Schach eine Verschlechterung der Manieren: Da gibt es unangebrachte Remisangebote, die nur die Konzentration stören. Da werden aufgabereife Stellungen unnötig in die Länge gezogen. Die gemeinsame Partie-Nachbesprechung wird stets kürzer oder fällt ganz weg. Das ist schade. Im Go dagegen sind Höflichkeit und Respekt Teil des Spiels (geblieben). Nicht nur in Japan verbeugt man sich vor seinem Gegner. Selbst für Berufsspieler ist eine Partie erst beendet, wenn sie alle Go-Steine ihrer Farbe selbst in die Schale zurückgelegt haben… Weiterlesen

Baden-Baden schon wieder mitten in den Vorbereitungen – Auf Schachwelt schrieb Olaf Steffens

 

Es war eine lange, zähe Zeit, aber nun hat das Warten ein Ende: die Schach- Bundesliga setzt sich wieder an die Bretter!  Doch haben wir wirklich darauf gewartet? Fiebern die Schachfreunde in Süd und Ost, West, Nord und Mitte schon den ersten Springermanövern und Königsbauerzügen entgegen, ähnlich den Fußballfans, für die mit dem Auftaktspiel der Bundeslig808b8abbfd1fb3b14dda865dee2d7062_xla das Leben erst wieder richtig Sinn macht? (Und das selbst dann, wenn der eigene Verein, nennen wir ihn zum Beispiel Hamburger SV, die ersten zwei Spiele ohne Sieg bleibt … oder die ersten vier .. oder so …).

 

Die Relevanz der Schach-Bundesliga für unser tägliches Dasein bleibt also noch zu prüfen. Wir Schachspieler sind ja ohnehin ein eher reserviertes Völkchen, dass seine Emotionen gut zu kontrollieren und auch das Interesse für die höchste deutsche Spielklasse durch reserviertes Ignorieren auszudrücken weiß.
Doch was soll man auch alles verfolgen – immerfort gibt es irgendwo ein großartiges Turnier, Tal-Memorial, Olympiade, Norway Chess, Niedersächsische Meisterschaften und Schach-WM in New York, man kommt mit dem Interesse haben ja schon gar nicht mehr hinterher.
Und immer diese aufregenden, inspirierten Partien, die überall gespielt werden. Kaum, dass man sie alle würdigen kann – es ist wirklich ein tolles, aufregendes Schach, was dort auf die Bretter gefeuert wird, unbedingt, doch es ist einfach zu viel manchmal. So viel Schach! … Weiterlesen

Stefan Löffler schreibt auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Copyright: Croes, Rob C. / Anefo

Copyright: Croes, Rob C. / Anefo

Größen der Schachgeschichte Turniere zu widmen, das hat Tradition. Das gilt vor allem in Russland, wo auf diese Weise immer mal wieder des ersten russischen Weltklassespielers Michail Tschigorin, des ersten russischen Weltmeisters Alexander Aljechin und des Patriarchen des sowjetischen Schachs Michail Botwinnik gedacht wird. Mit einem armenischen Sponsor kommt auch mal Tigran Petrosjan ins Spiel. Doch kein Name steht so hoch in der Gedächtnispolitik wie Michail Tal.

 

Von Kollegen und Freunden wurde er Mischa genannt, von den Journalisten der „Hexer aus Riga“, weil er am Brett nicht nur kombinierte, was das Zeug hielt, sondern oft am Rande der Korrektheit und darüber hinaus Figuren opferte, und weil es einfach nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, sondern wohlmöglich mit seinem stechenden Blick zu tun hatte, dass er damit meistens durchkam. 23 Jahre alt löste er 1960 Botwinnik als Weltmeister ab, verlor aber im Jahr darauf den Revanchewettkampf. Bis Mitte der Achtzigerjahre blieb er in den Top Ten der Weltrangliste.

 

Nun in neuem Glanz

 

Als Kind war Tal oft krank und daher hatte er Schach überhaupt gelernt. Seiner schlechten Gesundheit zum Trotz rauchte und trank er und ließ keine Party aus. Schon todgeweiht, weil seine Organe versagten, stahl er sich im Mai 1992 von der Intensivstation eines Spitals, um die Moskauer Blitzmeisterschaft mitzuspielen… Weiterlesen

Ein Beitrag von Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Russland soll endlich wieder Gold holen. Eigens dafür schlüpft An22drei Filatow, der Milliardär an der Spitze des Russischen Schachverbands, während der nun unmittelbar bevorstehenden Schacholympiade in die Rolle des Kapitäns. Studierter Schachtrainer ist er schließlich, auch wenn er dann ins Business umgestiegen ist und es als Transportunternehmer mit guten Beziehungen zum Kreml weit gebracht hat. Zuletzt gewann Russland diesen Wettbewerb im Jahr 2002 – damals noch mit dem mittlerweile ungeliebten früheren Champion Garri Kasparow am Spitzenbrett.

 

Die höchste durchschnittliche Elo-Zahl aller Teams, nämlich 2760, hat Russland immer noch. Trotzdem hat Filatow vor der Abreise nach Baku, wo das zweijährliche Stelldichein der internationalen Schachwelt an diesem Donnerstagabend feierlich eröffnet wird, vorsorglich darauf verwiesen, dass ja alle die Vereinigten Staaten als Favoriten ansehen. Die Amerikaner haben zwar im Durchschnitt nur 2740 Elo-Punkte, können aber drei Spieler an den vier Brettern aufbieten, die derzeit zu den Top Ten der Welt zählen – und würden von keinem geringeren als Kasparow trainiert …

 

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Ein Beitrag von Stefan Löffler auf dem neuen Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Der UK Chess Challenge ist das teilnehmerstärkste Schachturnier der Welt. 45.000 Schüler und Schülerinnen waren dieses Jahr dabei. Im Spitzenjahr waren eUK Chess Challenges sogar 74.000. Los geht es mit Ausscheidungsspielen an der Schule, gefolgt von regionalen „Terafinals“, je einem nördlichen und südlichen „Gigafinale“ und schließlich einem landesweiten „Megafinale“, ergänzt durch sogenannte Last-Chance-Saloons und Relax-with-Chess-Events.fa

 

Der jüngste Eintrag auf der Website verheißt „Ein märchenhaftes Finale“. Dabei müsste, damit die Geschichte gut ausgeht, ein Retter auftauchen. Denn der im Jahr 1996 von Michael Basman ins Leben gerufene Wettbewerb steht vor dem Aus. Wie der Daily Telegraph berichtet, hat Basman vorige Woche in London Insolvenz angemeldet, weil er eine Steuernachforderung in Höhe von 300.000 Pfund (etwa 360.000 Euro) nicht erfüllen kann.

 

In Britannien gilt Schach nicht als Sport

 

Sowohl das britische Finanzamt als auch der Englische Schachverband hatten Basman immer wieder gewarnt, dass er auf das eingenommene Startgeld Mehrwertsteuer ausweisen und abführen müsse… Weiterlesen auf dem Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Eine Betrachtung von Alexander Armbruster auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Stadien mit Tausenden Zuschauern, die mucksmäuschenstill verfolgen, wie in der Mitte an einem Schachbrett Super-Großmeister grübeln und ziehen – das gibt es nicht. Zu den Bproxyundesliga-Wettkämpfen kommen einige Schach-Begeisterte, schon in der Zweiten Liga spielen die Spieler häufig sogar unter sich.

 

Es gibt Ausnahmen: Der legendäre deutsche Schach-Manager Hans-Walter Schmitt (ein Interview mit ihm darüber, wie Schach vermarktet werden kann, gibt es hier) hatte viele Jahre lang mit seinen „Chess Classic“ riesige Events auf die Beine gestellt – da gab es Turniere für jedermann, Simultan-Veranstaltungen und Wettstreits zwischen Weltklasse-Spielern inklusive Live-Kommentierungen durch erfahrene Großmeister. Mehrere hundert Zuschauer kamen beispielsweise in die Ballsporthalle nach Frankfurt-Höchst, als Schmitt dort im Jahr 1999 die beiden früheren Weltmeister und Dauerrivalen Kasparow und Karpow ans Brett brachte und man ihnen zusehen und zugleich die Partien auf Großleinwand verfolgen konnte!

 

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Aktuelles KARL-Magazin mit Schwerpunkt SCHACH & MATHEMATIK sowie Erinnerungen an „Schach der Großmeister“ von GERALD HERTNECK

 

Karl_2016_08_tit216„LIEBE KARL-LESER, bei Schach und Mathematik fällt den meisten wohl zuerst die Weizenkornlegende ein, auf die auch unser Titelblatt abzielt. Sie ist ein verblüffendes Beispiel für eine einfache progressive Zahlenfolge, die von einer sehr kleinen Einheit durch exponentielle Zunahme innerhalb kurzer Zeit zu einem monströsen Etwas heranwächst, das sich unserer Vorstellung entzieht. Unser vorliegendes Heft beschäftigt sich u.a. damit, wie man mit dem Schach mathematische Zusammenhänge anschaulich machen kann.“, so KARL-Herausgeber HARRY SCHAACK in seinem Editorial.

 

Ein sehr lesenswerter Beitrag außerhalb des Schwerpunkt-Themas stammt von GERALD HERTNECK. In „Wochenlange Vorbereitung“ erinnert er an einen denkwürdigen Abend im Juni 1991. Damals traf Hertneck in der WDR-Sendung „Schach der Großmeister“ auf die noch 14-jährige Judit Polgar.

 

Lesen Sie hier  „WOCHENLANGE VORBEREITUNG – Erinnerungen von Gerald Hertneck“ aus der KARL 2/2016!

 

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27. Juli 2016 – Alexander Armbruster schreibt auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Schach und die große Politik hängen seit Jahrzehnten immer irgendwie zusammen, manchmal mehr, manchmal weniger. Die Dauerrivalität der beiden früheren Wproxyeltmeister Garri Kasparow und Anatoli Karpow war ein schillerndes Beispiel – Karpow, der Liebling des sowjetischen Establishments gegen Kasparow, der schließlich sogar seinen eigenen Wettkampfverband auf den Weg brachte (und sich als stärkerer Spieler durchsetzte).

 

Dann natürlich das spektakuläre Weltmeisterschafts-Match zwischen den Amerikaner „Bobby“ Fischer und dem Russen Boris Spasski in der isländischen Hauptstadt Reykjavík im Jahr 1972. Der Kalte Krieg sozusagen auf 64 Feldern – besonders für die Sowjetunion, die Schach dominierte, ging es um viel. Fischer gewann bekanntlich spektakulär, der Zweikampf erregte Aufsehen über die Schachgemeinde hinaus. Medial ist dieser Kampf immer wieder inszeniert worden, jüngst zum Beispiel im Film „Bauernopfer“ … weiterlesen

Bundestrainer Dorian Rogozenco hat die Nominierungen für die Schacholympiade in Baku bekanntgegeben

 

logoDer Countdown für das größte und bedeutenste Schachereignis in der Welt läuft. Noch 64 Tage bis zur Schacholympiade in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. Der DSB gab das deutsche Aufgebot bekannt.nationalteam_baku

 

Bei den Männern stehen GM Liviu-Dieter Nisipeanu (Elo 2668, Nr. 1 in Deutschland, 18 Länderspiele), GM Georg Meier (2657/2/92), GM Rainer Buhmann (2653/3/58), GM Matthias Blübaum (2633/4/41) und GM Daniel Fridman (2607/6/81) im Aufgebot. Bei den Frauen sind IM Elisabeth Pähtz (2502/1/190), WGM Marta Michna (2375/2/52), WGM Melanie Lubbe (2319/10/93), WGM Elena Levushkina (2321/7/26) und WIM Judith Fuchs (2321/7/64) nominiert worden.

 

Die Olympiade findet vom 1. bis 14. September 2016 in der aserbaidschanischen Hauptstadt statt. Ursprünglich sollte das Turnier in der zweiten Septemberhälfte stattfinden.

 

Die Schachweltmeisterin Hou Yifan vertraut nicht mehr aufs Glück – Johannes Fischer auf dem Blog von Zeit-Online

 

Schach ist kein Glücksspiel. Beide Seiten spielen mit den gleichen Figuren nach den gleichen Regeln, es gibt keine Mitspieler, keine Karten, keinen Würfel, keinen Zufall. Aber troHou Yifantzdem triumphiert in manchen Partien der Außenseiter, der eigentlich schlechtere Spieler. Deshalb nahmen sich die Schachspieler imzeit_Onlinemer viel Zeit, um herauszufinden, wer der Beste ist. 1886, beim ersten Weltmeisterschaftskampf der Schachgeschichte, spielten Wilhelm Steinitz und Johann Hermann Zukertort 20 Partien gegeneinander. Nach fünf Partien lag Zukertort mit 4 zu 1 vorne, am Ende gewann Steinitz mit 12,5 zu 7,5.

 

Aber irgendwann hielt der Weltschachverband Fide lange Wettkämpfe nicht mehr für zeitgemäß und beschloss, den Schachweltmeister von 1997 bis 2004 in kurzen K.-o.-Runden zu ermitteln. 124 Spieler traten in Mini-Matches über zwei Partien gegeneinander an, wer gewann, kam eine Runde weiter, wer verlor, schied aus. Bei Gleichstand entschieden Schnell- und Blitzpartien. Das Finale ging über sechs Partien… Weiterlesen auf Zeit-Online

Die Lage überblicken
Weil das Go-Spiel komplexer ist als Schach, dauerte es viel länger, bis ein Computer einen Menschen besiegte. Worin liegt die Komplexität von Go, und was bedeutet sie kulturell? – Von Hoo Nam Seelmann

 

Ein Beispiel für eine Gruppe mit zwei Augen

Ein Beispiel für eine Gruppe mit zwei Augen – by Life of Riley

Am 15. März besiegte das Computerprogramm Alpha Go von Google Deepmind den Koreaner Lee Sedol in einem Brettspiel 4 zu 1. Damit war im Vorfeld des Showdowns zwischen Mensch und Maschine nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Es handelt sich um das unter dem japanischen Namen «Go» bekannte Spiel, das als ältestes und bekanntestes Strategiespiel Ostasiens gilt.

 

Lee trat als einer der besten Spieler der Welt an und verlor. 3Der Siegeszug des Computers begann aber schon, als 1997 das Computerprogramm Deep Blue den russischen Schachweltmeister Garri Kasparow schlug. Die Berichte über das Alpha Go wurden daher bisher weitgehend von der Frage beherrscht, ob die von Menschen erschaffene künstliche Intelligenz es schaffen würde, ihren Meister zu schlagen. Je lernfähiger der Computer wird, desto unbehaglicher ist uns vor den eigenen Geschöpfen. Interessant aber ist auch die Frage, warum es für einen Sieg im Go viel länger gebraucht hat als für einen im Schach. Zwei Gründe wurden genannt: Go sei unendlich viel komplexer als Schach, und es erfordere auch mehr Intuition.

 

Was bedeuten aber diese Unterschiede? Liegen ihnen auch kulturelle Pattern zugrunde? Bekanntlich haben verschiedene Kulturen ganz unterschiedliche Strategiespiele entwickelt. Jahrhundertelang haben die Menschen daran ihr Denken geschult, den Verstand geschärft und Grundmuster von Entscheidungen und deren Folgen studiert.

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Mit Stars von heute und morgen in Karlsruhe Ostern feiern – Geschrieben von MIKE ROSA

 

Li Chao möchte nicht nur der letzte Sieger in Deizisau sein, er will auch der erste in Karlsruhe werden! Foto: by Georgios Souleidis

Li Chao möchte nicht nur der letzte Sieger in Deizisau sein, er will auch der erste in Karlsruhe werden! Foto: by Georgios Souleidis

Haben Sie vielleicht schon verwundert im Turnierkalender nach dem weltbekannten Neckar-Open in Deizisau gesucht, welches stets um Ostern stattfand? Nein, es wurde nicht einfach eingestellt, es wurde umbenannt und an einen anderen Austragungsort verlegt. Veranstalter ist nun das Schachzentrum Baden-Baden, und Hauptsponsor ist die GRENKE-Gruppe, welche für ihr Engagement rund ums Schach schon sehr lange bekannt ist.

 

Gespielt wird fortan im CT_Logo_UniKongresszentrum in Karlsruhe und zwar mit einem nochmals deutlich erhöhten Preisfonds. So warten alleine runde 10.000,- Euro auf den Sieger des A-Opens. Dies lockt auch den letzten Champion Deizisaus nach Karlsruhe. Der Chinese Li Chao tritt (bis jetzt) mit 2757 als ELO-Favorit an, doch Nikita Vitiugov und Richard Rapport sind mit ihren 2721 nicht weit weg. Neben vielen weiteren Großmeistern (teils nur knapp unter der 2700) wird das Augenmerk besonders auf zwei erstaunlichen Talenten liegen. FM Jonas Bjerre aus Dänemark kommt mit einer ELO von 2424 um die Ecke und ist gerade mal 12 Jahre jung, und Vincent Keymer aus Deutschland ist sogar noch ein Jahr jünger und hat schon 2350!

 

Da bekommt so mancher Jugendtrainer feuchte Augen. Wer später mal berichten möchte, mit oder sogar gegen Keymer und Bjerre in einem Turnier gespielt zu haben, der braucht eine Rating über 1800 und muss sich möglichst bald anmelden. Aber auch Spieler mit niedrigeren Wertungszahlen sind in Karlsruhe herzlichst willkommen, denn die traditionellen B- und C-Open wird es natürlich auch wieder geben. Wie schon in Deizisau stellen die Chess Tigers an neuer Spielstätte einen großen Teil des hochwertigen Spielmaterials und unser Know-how in Sachen Schachevents zur Verfügung. Welche Titelträger bisher für das A-Open gemeldet haben, entnehmen Sie der folgenden Liste.

 

AusschreibungAnmeldungTurnierseiteSchachzentrum Baden-Baden

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Die THÜRINGER ALLGEMEINE hat von Gerhard Mester ein beeindruckendes Schach-Cartoon zur Flüchtlingsproblematik veröffentlicht – Von RAYMUND STOLZE

 

 

Eigentlich müsste diese Rubrik heute „Bei anderen gesehen“ heißen. Und dass wir das beeindruckende Cartoon zur Flüchtlingsproblematik veröffentlichen können, verdanken wir Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler, der es mir per E-Mail geschickt hat.

 

Die hintersinnige Zeichnung zum vom Deutschen Bundestag mehrheitlich verabschiedeten ASYLPAKET II ist in der Serie MESTERS WELT am gestrigen Freitag [26. Februar] in der THÜRINGER ALLGEMEINEN auf Seite 2 erschienen.

 

Karikatur, Thüringer Allgemeine, 26.2.2016

 

Gerade für Karikaturisten ist das Thema unerschöpflich. Mir scheint aber, dass Gerhard Mester [Jahrgang 1956], der in Wiesbaden lebt, der erste Künstler ist, der zu „Asyl in Deutschland“ das Schachspiel auf äußerst originelle Art und Weise für sein Cartoon benutzt hat.

 

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Eine Betrachtung und Analyse von IM ILJA SCHNEIDER – Erschienen am 22.2.2016 auf dem Schachblog von Zeit-Online

 

Lange vor unserer Zeit zermarterten sich die Schachspieler ausschließlich über das Spiel auf dem Brett den Kopf. Sie organisierten Turniere und Wettkämpfe, um die Besten unter ihnen zu ermittelzeit_Onlinen, die fortan den Titel “Großmeister” tragen durften. Weltweit gab es von diesem edlen Menschengeschlecht nur einige wenige Dutzend Vertreter, die ersten fünf wurden vom russischen Zaren persönlich zum Großmeister ernannt. Objektive Kriterien zur Messung der Spielstärke gab es so gut wie keine.

 

Foto: by Saibo

Dann schuf der ungarisch-amerikanische Professor Arpad Elo ein Wertungssystem, das 1970 vom Weltschachbund Fide übernommen wurde und im Wesentlichen auf Gewinnwahrscheinlichkeiten beruht. Treffen zwei Spieler aufeinander, deren Spielstärken – Elo-Zahlen – sich um den Betrag x unterscheiden, ermittelt das System das mathematisch erwartete Ergebnis (zum Beispiel 0,89:0,11 in einem hypothetischen Match von Magnus Carlsen gegen mich). Danach wird das reale Ergebnis mit dem Erwartungswert verglichen und einige Elo-Punkte vom Verlierer auf den Sieger übertragen. Das System ist dynamisch, Auf- und Abstieg sind bei entsprechenden Leistungen rasch möglich. Titel werden nur noch im Zusammenhang mit der Elo-Zahl vergeben.

 

Die Erfindung schlug ein. Endlich erhielten die Schachspieler (bekanntlich alles Männer, nicht wenige davon ausgestattet mit Minderwertigkeitskomplexen unterschiedlichster Art) die Möglichkeit, ganz offen das zu tun, wovon sonst nur aus der Jungenumkleide kolportiert wird: nämlich ständig nachzumessen, wer das größte Smartphone hat oder sonst was. Unglaublich, wie viele Spieler auf die Frage nach ihren schachlichen Zielen die Antwort geben: “meine Elo verbessern”. Sie könnten ja auch beispielsweise sagen, dass sie endlich ihr Zeitnotproblem beheben, die Philidor-Stellung im Turmendspiel verinnerlichen oder ihr Najdorf-Repertoire auf Vordermann bringen wollen. Nichts kann dem Schachspieler so schmeicheln wie ein satter Elo-Zuwachs. Verlusten trauern sie nach wie einem amputierten Körperteil oder gar einem verlorenen Springer. Zwischen Elo und Ego ist nur ein Buchstabe Unterschied.

 

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DIE ZEIT ONLINE:  Schachweltmeister Magnus Carlsen im Exklusiv-Interview mit ULRICH STOCK – Ein Lesetipp von RAYMUND STOLZE

 

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Magnus Carlsen (Pastellzeichnung von Rosemarie J. Pfortner)

zeit_Online Am kommenden Sonnabend [20. Februar] startet im ehemaligen Hauptzollamt in Hamburg ab 15 Uhr Magnus Carlsen eine Simultanshow an 70 Brettern, die von der Wochenzeitung DIE ZEIT aus Anlass ihres 70-jährigen Jubiläums veranstaltet wird. Grund genug für den ZEIT-Reporter ULRICH STOCK, ein Interview mit dem inzwischen 25-jährigen Norweger zu führen, der seit Juli 2011 an der Spitze der FIDE-Weltrangliste steht und zwei Jahre später Schachweltmeister wurde.

 

In dem ausführlichen Gespräch werden zahlreiche Themenkreise angesprochen. So hofft Magnus Carlsen natürlich, dass möglichst bald der Ort in den USA verkündet wird, an dem er im November die Schachkrone verteidigen muss.

 

Auf die Frage, warum seine sportlichen Ergebnisse Zuhause nicht so gut sind – beim Norway Chess in Stavanger im Juni vergangenen Jahres hatte er mit Rang 7 unter zehn Teilnehmern einen echten Aussetzer – lautet seine Antwort: Im Schach ist der Heimvorteil nicht unbedingt ein Vorteil. Ich weiß nicht genau warum, aber vielleicht ist es etwas schwerer, hundertprozentig fokussiert zu sein, wenn man jeden kennt und die Umgebung sehr vertraut ist.“

 

Sehr aufschlussreich finde ich auch Carlsens Antwort auf die Frage, wie er mit dem gewaltigen Druck umgeht, immer der Favorit zu sein.

 

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Das Tradewise Chess Festival in Gibraltar, das Anfang Februar zu Ende ging, hatte alles, was ein Schachturnier braucht: ein starkes Teilnehmerfeld, eine gute Organisation, hohe Preise und ein vielfältiges Rahmenprogramm – Eine Nachbetrachtung von JOHANNES FISCHER

 

Erik Blomqvist - Vishy Anand (Foto: John Saunders)

Erik Blomqvist – Vishy Anand (Foto: John Saunders)

Doch so richtig freuen konnte sich der Ex-Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien darüber nicht. Er spielte nicht gut. Mit einer Ratingzahl von 2784 startete er als Nummer drei der Setzliste, landete aber mit 6,5 Punkten aus 10 Partien am Ende nur im oberen Mittelfeld. Dabei lieferte er eine Ratingperformance von 2541 Punkten ab, womit Anand die Nummer 27 der deutschen Rangliste wäre. Dabei gehört der Inder seit über einem Vierteljahrhundert zur absoluten Weltspitze, von 2007 bis 2013 war er Schachweltmeister, 2013 und 2014 spielte er gegen Magnus Carlsen um die Weltmeisterschaft – und jetzt so etwas. Was ist da passiert?

 

Es war wohl die Natur des Turniers, die für Anand zum Problem wurde. In Gibraltar handelte es sich um ein sogenanntes offenes Turnier. Das letzte Mal, dass Anand so ein Turnier gespielt hat, war 1986, seitdem standen für ihn nur Rundenturniere und Wettkämpfe auf dem Programm. Aber in offenen Turnieren weht ein anderer Wind – und der ist oft rauer.

 

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