Schauen Sie doch mal kurz rein!

Blitzen

23. u. 24.7.2016 – Elisabeth Pähtz bei der Deutschen Blitzmeisterschaft in Gladenbach – Ein Beitrag von ALISA FREY

 

Deutsche Blitzmeisterin 2016 Elisabeth Paehtz, 2. Platz Josefine Heinemann und 3. Platz Melanie Lubbe

Deutsche Blitzmeisterin 2016 Elisabeth Paehtz, 2. Platz Josefine Heinemann und 3. Platz Melanie Lubbe

Deutsche Frauen Blitzmeisterschaft 2016 in Gladenbach. Wie im vergangenen Jahr, wird am Wochenende die Deutsche Frauen Blitzmeisterschaft wieder in Gladenbach stattfinden. Etwas ungewöhnlich ist die Austragung dieser Meisterschaft im Juli, aber möglicherweise ist es genau dieser Termin, der so viele starke Spielerinnen auf den Plan gerufen hat. Mit 10 von 21 gemeldeten Spielerinnen ist fast die Hälfte mit Titel dekoriert.

 

Angeführt wird das Feld von keiner geringeren als Deutschlands bester Schachspielerin Elisabeth Pähtz, die einen weiteren nationalen Titel in ihre Sammlung aufnehmen möchte. Ernstzunehmende Konkurrenz hat sich allerdings ebenfalls angemeldet. Mit Marta Michna ist eine weitere starke Nationalspielerin und Blitzerin im Teilnehmerfeld, die sicherlich nach knapp verpasstem Titel im letzten Jahr, nun diesen Sonntag ganz oben stehen möchte. Apropos Titel des letzten Jahres, auch Gisela Fischdick hat sich als Titelverteidigerin zur Teilnahme gemeldet. Ebenfalls gespannt sein kann man auf das Abschneiden von Josefine Heinemann, in der vermutlich auch eine starke Blitzerin steckt. Nicht zu vergessen ist mit Sicherheit auch Melanie Lubbe. Ob sie Blitzen selbst zu ihren Stärken zählen würde oder nicht … … zumindest im öffentlich ausgeblitzen Namensduell gegen ihren Ehemann war der Ausgang trotz der Elodifferenz lange unklar. Außerdem sollte beim Blitzen auch immer ein Auge auf die erfahrene und starke Blitzerin Alina Rath aus Berlin geworfen werden, die bestimmt der ein oder anderen weniger erfahrenen Blitzerin – egal mit welcher Elozahl– gefährlich werden könnte. Ihre Blitz- ELo liegt nicht umsonst 200 Punkte über ihrer Zahl.

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Noch ein guter Tag für Carlsen

 

Carlsen
Insgesamt – einschliesslich der beiden Schnellschach-Tage – hatte Carlsen in Leuven abwechselnd (sicher für seine Verhältnisse) mittelmässige und gute Tage. Zwei gute Tage reichten für den klaren Turniersieg, da niemand mithalten konnte – auch wenn einer Carlsens Spielweise recht erfolgreich kopierte.

 

Zuerst die nackten Fakten: Insgesamt stand es am Ende so: Carlsen 23/36, So 20.5, Aronian 20, Anand 19.5, Caruana 17.5, Vachier-Lagrave 17, Nakamura 16.5, Kramnik und Giri 16, Topalov 14. Platz eins war bereits drei Runden vor Schluss vergeben, um Platz zwei bis vier blieb es bis zum Ende spannend, die nächsten fünf lagen auch dicht beieinander, und Topalov wurde wieder Letzter (bzw. in Paris war er Vorletzter, aber Fressinet war ja klarer Aussenseiter).

 

Im Blitz war das Feld quasi dreigeteilt: ein Erster, ein Letzter und der Rest zwischendrin: Carlsen 11, Aronian 10, So, Anand, Nakamura 9.5, Vachier-Lagrave und Kramnik 9, Caruana 8.5, Giri 8, Topalov 6. Nakamura spielte also besser als zuvor im Schnellschach, aber nicht „in seiner eigenen Liga“; daher konnte er auch nur ein bisschen Boden gutmachen.

 

Fotos gibt es bisher nur auf Facebook – von „Your Next Move Grand Chess Tour und Lennart Ootes“. Carlsens Wasserflasche wird im weiteren Bericht noch eine Rolle spielen.

 

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Farrukh Amonatov gewinnt vor bekannteren Spielern

 

Amonatov

Was machte die Chess Tour Truppe heute in Leuven? Blitzen und Geld verdienen (Bericht dazu nach den zweiten neun von achtzehn Runden). Was machten diverse andere Grossmeister gestern und heute – etwas weiter östlich in Kasachstan? Blitzen und eventuell Geld verdienen – „eventuell“ bezieht sich darauf, dass es für weit mehr als zehn Grossmeister zehn Geldpreise gab. Ob es auch Startgelder gab, entzieht sich meiner Kenntnis – das Regelwerk sagt nur, dass Spieler mit Blitzelo über 2750 Übernachtung und Verpflegung bekamen, mit Blitzelo über 2800 dazu auch noch Reisekosten. Am Ende gewann ein recht unbekannter Spieler, so unbekannt dass ich nur ein kleines Foto von ihm finden konnte (Quelle FIDE-Ratingseite). Aber hinter ihm, und auch noch ausserhalb der top10 beim „Eurasian Blitz Chess Cup of the President of Kazakhstan“ (Turnierseite) durchaus bekannte Namen.

 

Endstand: Amonatov und Nepomniachtchi 16/22, Jobava und Artemiev 15.5, Karjakin, Svidler, Vladimir Onischuk 15, Megaranto, Kovalenko, Moiseenko, Sjugirov, Kasimdzhanov, Ponomariov, Gelfand 14.5. Die letzten vier bewusst nicht fett gedruckt, da Preisgeld streng nach Tiebreaks vergeben und bei Punktgleichheit nicht geteilt wurde.

 

Wer ist Farrukh Amonatov?

 

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Starke Großmeister beim „Cup of Eurasia“, 17. bis 19.6.2016, auf hohem Niveau

 

GM Ian Nepomniachtchi (Russland) (by David Llada)

GM Ian Nepomniachtchi (Russland) (by David Llada)

Das Turnier, das in Almaty stattfindet, wird in diesem Jahr eine der wichtigsten Veranstaltungen in der Sportarena von Kazakhstan sein.  Mehr als 150 Schachspieler aus aller Welt nehmen an diesem Spektakel teil. Die Kazakhstan-Schachföderation unterstützt dieses Turnier um Schach im Land populärer zu machen. Bei der Verpflichtung von Spitzengroßmeistern hat der Verband keine Kosten und Mühen 1gescheut.

 

Hier ein Auszug aus der Teilnehmerliste:

 

1 Ian Nepomniachtchi RUS GM 2846 2 Le, Quang Liem VIE GM 2805 3 Rauf Mamedov AZE GM 2796 4 Boris Gelfand  ISR GM 2792 5 Wang Hao CHN GM 2784 6 Alexander Grischuk RUS GM 2766 7 Dmitry Andreikin RUS GM 2759 8 Peter Svidler RUS GM 2754 9 Rustam Kasimdzhanov UZB GM 2736 10 Gawain Jones ENG GM 2734 11 Onischuk Vladimir UKR GM 2734 12 Artemiev Vladislav RUS GM 2722 13 Alexey Dreev RUS GM 2721 14 Shakhriyar Mamedyarov AZE GM 2714 15  Savchenko Boris RUS GM 2706 16 Hou Yifan CHN GM 2704 17 Igor Kovalenko LAT GM 2699 18 Ruslan Ponomariov UKR GM 2695 19 Saric, Ivan CRO GM 2690 …

 

TurnierseiteResultateInformationLIVEVideos

 

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Diesmal im belgischen Leuven

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Nach jedem Turnier kann man fragen „was, wenn es noch einmal komplett von vorne beginnt?“. Meistens ist diese Frage zwar „nett“ oder „interessant“, aber rein hypothetisch – aber die Chess Tour setzt in dieser Hinsicht neue Masstäbe im Schach. Gerade ist livedas Turnier in Paris vorbei, schon wird es in Leuven wiederholt – mit (bis auf ein Detail) identischem Format und fast identischem Teilnehmerfeld. Einziger Unterschied: Anand ist diesmal dabei, damit ist für Fressinet kein Platz (und ein belgischer Spieler, wer auch immer, wäre ohnehin aktuell eine ziemlich wilde Wildcard).

 

Für Leser mit kurzem Gedächtnis wiederhole ich die Teilnehmerliste – heute mal alphabetisch und damit zu Beginn die „Pointe“: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov, Vachier-Lagrave. Dieser Endstand wäre aus meiner Sicht sehr überraschend, denn MVL traue ich mehr zu.

Titelbild (Fotograf Marco Mertens, Quelle Turnierseite): Austragungsort, das historische Rathaus von Leuven.

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Blitzschach = Schnell spielen und keine Fehler machen!?

Nakamura
So definiert es ein Vereinskollege (Elo ca. 1500), wobei er „keine Fehler machen“ recht locker sieht: Man darf schon den einen oder anderen Fehler machen – wenn man schneller spielt als der Gegner und durch Zeitüberschreitung gewinnt, bevor dieser mattsetzen kann. Bei uns wird ohne Inkrement gespielt, da funktioniert diese Strategie mitunter. Auf GM- bis Weltklasseniveau gibt es heutzutage meistens ein Inkrement, und derlei Spieler können Gewinnstellungen oft auch mit Sekunden auf der Uhr verwerten. Im Paris-Abschlussbericht werden andere wohl die beiden Erstplazierten feiern, zumal sie ohnehin Medienlieblinge sind – ich versuche, den schachlichen Gehalt des Blitzturniers zu erkunden und tue mich da etwas schwer.

 

Aber zunächst der Endstand, Schnell- und Blitzschach kombiniert: Nakamura 25.5/36, Carlsen 24.5, Vachier-Lagrave 22, So 19.5, Aronian 19, Giri 18, Kramnik 15.5, Caruana 14, Topalov 12, Fressinet 10. Nach dem Schnellturnier (bei dem die Partien doppelt zählten) hatte Nakamura einen Punkt Vorsprung auf Carlsen. Den behielt er, wobei es zwei Runden vor Ende des Blitzturniers zweieinhalb Punkte waren. Was entscheidend war, es gibt drei Kandidaten: Carlsens unnötige Niederlage gegen So in der ersten Runde des Schnellturniers („unglücklich“ ist der falsche Begriff, denn Zeitüberschreitung = selber schuld), Nakamuras glücklicher Sieg gegen Caruana in der letzten Runde des Schnelllturniers, und/oder (siehe unten im Bericht) Nakamuras glücklicher Sieg aus Verluststellung im Blitzen gegen Topalov. Jedenfalls gewann Nakamura und bekommt damit das Titelfoto (alle Fotos hier gefunden).

 

Ich „werte“ das Blitzturnier nochmal separat: Carlsen und Nakamura 11.5 (direkter Vergleich 2-0 für Carlsen), Vachier-Lagrave 11, Aronian und Caruana 10 (direkter Vergleich 2-0 für Aronian), Giri 9, So 8.5, Topalov 8, Kramnik 5.5, Fressinet 5. Anlass, um in diesem Bericht zum Blitzturnier auch MVL zu würdigen, und Kramniks Ergebnis ist natürlich erklärungsbedürftig.

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Paris, danach Leuven in Belgien

Nachdem Norway Chess sich nach einem Jahr schon wieder verabschiedete, hatte die Chess Tour bekanntlich ein Problem – nur noch Sinquefield Cup und London Classic wäre etwas wenig für eine „Tour“. Aber sie fanden neue Austragungsorte und neue Sponsoren, die allerdings Schnell- und liveBlitzschach bevorzugten und/oder nur ein „halbes“ Turnier finanzieren wollten. Da Frankreich und Belgien Nachbarländer sind und da im Juni noch Termine frei waren im Kalender, bot es sich an, die Turniere direkt nacheinander durchzuziehen – mit nahezu identischem Teilnehmerfeld. In Paris spielen vom 9.-12.6. Carlsen, Kramnik, Caruana, Aronian, Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, So, Topalov und Fressinet. In Leuven (17.-20.6.) macht dann Fressinet Platz für Anand. Wie das Teilnehmerfeld genau zustande kam und warum Anand in Paris fehlt, dazu später mehr. Damit die Spieler sich zwischendurch nicht langweilen bzw. jedenfalls beschäftigt sind, gibt es auch noch ein Rahmenprogramm.

 

Beim Titelfoto hebe ich generell fast nie einen Spieler besonders hervor, es gibt auch keine Ausnahmen für Norweger die – im Rahmen der Chess Tour – dieses Jahr nur Schnell- und Blitzschach spielen. Stattdessen der Austragungsort: das Maison de la Chimie ist durchaus repräsentativ, ausserdem mitten in Paris – ca. 300m Luftlinie zum Eiffelturm.

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Die SF Bad Ems/Wolfhagen sind mit dem russischen Exweltmeister und drei seiner Landsleute Goldfavorit bei den 33. Titelkämpfen – Von RAYMUND STOLZE

 

Ergebnisse/Tabelle

Ergebnisse/Tabelle

Die deutsche Schachwelt hat an diesem Sonnabend [21. Mai] ihr Highlight in Schifferstadt – ich habe die Stadt eigentlich immer mit dem Ringer Wilfried Dittrich in Verbindung gebracht. Das war der „Kran von Schifferstadt“, der bei den Olympischen Sommerspielen in München 1972 bereits in Runde 1 der Konkurrenz im Griechisch-römischen Stil den 182 Kilogramm schweren US-Amerikaner Chris Taylor auf Schulter besiegte. Diese Fernsehbilder bleiben wahrlich unvergesslich!

 

Nun aber sorgt Schifferstadt als Austragungsort der 33. Deutschen Blitz-Mannschaftsmeisterschaften ganz sicherlich erneut für Schlagzeilen.

 

Ich konnte die folgende Nachricht, die Bundesturnierdirektor Ralph Alt unter der Überschrift „Exweltmeister am Samstag bei der Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in Schifferstadt“ auf der DSB-Seite veröffentlichte, zunächst nicht glauben [ http://www.schachbund.de/news/ex-weltmeister-am-samstag-bei-der-blitz-mannschaftsmeisterschaft-in-schifferstadt.html ].

Turnierseite

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Seniorenweltmeister GM Predrag Nikolic siegt mit sensationellen 8,5 Pkt

 

vlnr. IA Gerhard Fröwis, Obmann-Stv. Dr. Ludwig Weh, Turniersieger GM Predrag Nikolic (BIH), 2. IM Thomas Henrichs (GER), 3. WIM Nato Imnadze (GEO) und IA Ing. Albert Baumberger

vlnr. IA Gerhard Fröwis, Obmann-Stv. Dr. Ludwig Weh, Turniersieger GM Predrag Nikolic (BIH), 2. IM Thomas Henrichs (GER), 3. WIM Nato Imnadze (GEO) und IA Ing. Albert Baumberger

Bulletin

Um den LeserInnen möglichst Nerven zu sparen, gleich eines vorweg. Alle Favoriten konnten sich großteils souverän „ihren“ Titel sichern.
Um den Gesamtsieg im 2. Int. Bodensee-Open gab Seniorenweltmeister GM Predrag Nikolic (BIH) noch eine Zugabe und besiegte in der Schlussrunde eindrucksvoll GM Mikail Ulybin (RUS).

 

Nikolic holt 8.5 Punkte aus neun Runden was eine Performance von 2777 und plus Elo 13,8 bedeutet.
Herzliche Gratulation!

 

IM Thomas Henrichs (GER) gewinnt in der letzten Runde gegen die bis dahin erfrischend aufspielende WIM Nato Imnadze (GEO) und sichert sich damit ebenfalls ungeschlagen mit 7,5 Punkten den zweiten Endrang.

 

Die in München lebende WIM Imnadze (7,0 Pkt.) darf sich mit dem dritten Rang, sowie einer IM und WGM Norm (plus 48,2 Elo, Performance 2449) trösten.

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Ultimate-Blitz Challenge in St. Louis war ein voller Erfolg – Nakamura siegte und Kasparov glänzpartiente. Allerdings nicht gegen Weley So in Runde 10.

 

Auf Facebook schrieb ein namhafter GM: „Für mich war die Partie So gegen Kasparov die beste Blitzpartie, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Sie wird in die Geschichte eingehen“. Ist das auch Eure Meinung, liebe Schachfreunde?

 

 

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Ein lesenswerter Beitrag von Johannes Fischer auf Zeit-Online

 

Garri Kasparow liebt die Show, den großen Auftritt, bei dem er im Mittelpunkt steht. Einen solchen hatte der Ex-Weltmeister im Anschluss an die US-Meisterschaften im Schach, die Anfang dieser Woche in St. Louis zu Ende gingen. Kasparow kündigte an, i1n einem Blitzturnier gegen die drei Ersten der Meisterschaft anzutreten. Vier Spieler, jeder spielt gegen jeden sechs Partien, 18 Runden Blitzschach der Weltklasse. Die erste Runde beginnt am Donnerstag, den 28. April, um 13 Uhr Ortszeit, in Berlin ist es da 20 Uhr, am Freitag folgt die zweite Hälfte des Turniers. Der Veranstalter überträgt das Spektakel live auf seiner Turnierseite und so kann die Schachwelt zuschauen, wie gut Kasparow noch spielt.

zeit_Online

Doch um in diesem Viererturnier zu bestehen, muss der Ex-Weltmeister so gut wie zu seinen besten Zeiten spielen. Seine Gegner zählen zur absoluten Weltspitze und den größten Talenten ihrer Generation: Fabiano Caruana, der Sieger der US-Meisterschaft 2016, ist 23 Jahre jung und Nummer drei der Weltrangliste, Hikaru Nakamura rangiert mit 28 Jahren auf Nummer sechs der Weltrangliste und Wesley So ist mit 22 Jahren die Nummer zehn in der Welt… Weiterlesen

Kann Garry Kasparov noch mit den „Jungen Wilden“ mithalten?

 

 

Die US-Einzelmeisterschaft ist entschieden. Bei den Männern holte der Neuamerikaner GM Fabiano Caruana den Titel und bei den Frauen  überraschend IM Nazi Paikidze. Am Donnerstag dieser Woche (28.4.) schließt sich  ein besondernakamuraes Ereignis an. Garry Kasparov nimmt teil an einem Blitzturnier über live6 Runden, wobei jede „Runde“ aus einem Turnier „Jeder-gegen-Jeden“ besteht, d.h. insgesamt 18 Partien pro Teilnehmer.  Weitere Teilnehmer sind die ersten drei der US-Meisterschaft der Männer, also Fabiano Caruana, Wesley So und Hikaru Nakamura. Man darf gepannt sein, wie Kasparov sich, nach langer Pause, gegen diese Hochkaräter schlägt. Die Bedenkzeit pro Partie beträgt 5 Minuten mit einem Aufschub von 3 Sekunden pro Zug (aber ohne Inkrement!), eine hierzulande unübliche Form der Bedenkzeitregelung. Gespielt werden am Donnerstag 3 Runden (=9 Partien pro Teilnehmer) und 3 Runden am Freitag (ebenfalls 9 Partien pro Teilnehmer). Beginn der Partien ist um 20 Uhr deutscher Zeit.

 

Der Gewinner des Blitzturniers erhält 20.000 US-Dollar, die Nächstplatzierten 15.000/ 10.000/ 5.000 US-Dollar. Kasparov hat bereits angekündigt, dass er das Preisgeld für das amerikanische Olympiateam spenden wird.

 

Kasparovs Spielstil ist angriffslustig, aggressiv  und dynamisch. Ein ähnlicher Spielstil wie Nakamura, der ebenfalls einen aggressiven Spielstil bevorzugt. Auf das Zusammentreffen dieser beiden darf man besonders gespannt sein.

Turnierseite

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Der sogenannte Schachfreund und Bürgermeister der Stadt Herne sieht das allerdings anders. Erich L. schwärzte den Schachverein SV Unser-Fritz beim Herner Ordnungsamt an

 

Bismarck gegen den Papst: Machtkampf zwischen Kirche und Staat

Bismarck gegen den Papst: Machtkampf zwischen Kirche und Staat

Zwei Herren vom Ordnungsamt, in einigen islamischen Ländern nennt man sie Religionspolizei, verhinderten am Karfreitag das traditionelle Osterblitzen des Schachvereins SV Unser-Fritz in Herne. Seit Bestehen des Vereins wird am Karfreitag, das bei den Vereinsmitgliedern beliebte Turnier, wie in vielen Vereinen Deutschlands auch, ausgetragen. Darüber hinaus finden über die Ostertage viele Open in Deutschland seit Jahren statt. Auch am Karfreitag. In Karlsruhe spielen über 950 Schachspieler um 40.000 Euro Preisgeld. Die Spitzenpaarungen wurden live über das Internet übertragen. Großmeister aus aller Welt nahmen daran teil. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn das Ordnungsamt das Spielen am Karfreitag verboten hätte. Man lässt 950 Spieler die ersten 3 Züge ausführen um dann das Open abzubrechen. So wie in Unser-Fritz. Es hätte einen weltweiten Aufschrei gegeben.

 

Zur Entlastung der beiden Ordnungshüter muss allerdings bemerkt werden, dass sie durch einen Informanten, der selbst Schachspieler ist, auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht wurden und deshalb tätig werden mussten. Dieses Vorgehen hat natürlich viel Unverständnis bei den Schachspielern hervorgerufen und sie haben es in ihren Kommentaren auf der Vereinseite kundgetan.

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Am kommenden Wochenende finden die Runden 10 und 11 der stärksten Schachliga der Welt wieder in Dortmund statt. Der Dortmunder Bundesligist SC Hansa empfängt am Samstag, den 12.3. um 14:00 Uhr den 11-fachen deutschen Meister SG Solingen, während im parallel laufenden Wettkampf Dortmunds Reisepartner SV Mülheim-Nord gegen SG Trier antritt – Autor MARC LANG

 

Am Sonntag werden die Gegner getauscht, dann kämpft der SC Hansa gegen die Trierer um den Klassenerhalt (Beginn 10:00 Uhr), während SV Mülheim-Nord und SG Solingen sich um die vorderen Plätze der Tabelle duellieren. Der Eintritt für alle Wettkämpfe ist schach-im-rathausfrei.

 

Schachliveinteressierte in Dortmund haben die einmalige Chance, den Tabellenführer der Schachbundesliga, die SG Solingen mit seinen zahlreichen Stars live zu erleben. Der Traditionsklub machte zum Schluss der vergangenen Saison eine Achterbahn der Gefühle durch. Aus Mangel an Sponsoren kündigten die Verantwortlichen nach 35 Jahren Zugehörigkeit den Rückzug aus der Bundesliga. Danach drohte der Titel des „Rekordmeisters“ an die Elite-Truppe des OSG Baden-Baden zu fallen, die in den vergangenen 10 Jahren ununterbrochen den Titel der deutschen Mannschaftsmeisterschaft nahezu konkurrenzlos für sich entscheiden konnte. Doch ein Traditionsunternehmen aus der Klingenstadt sprang in letzter Minute dem Club zur Seite und sicherte  mit einem erheblichen Volumen nicht nur den Verbleib der Solinger in der SBL, sondern verhalf ihr auch in der aktuellen Saison ein Starensemble aufzubieten.

 

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Kollars, Bortnyk und van Wely (und viele andere)

Schnellschach

van Wely
Die erste Märzwoche ist vorbei, und damit auch das erste Turnier aus meiner Liste – Aeroflot in Moskau hatte schon zuvor begonnen, ist allerdings noch in der heissen Phase, nebenbei-zwischendrin in diesem Artikel später ein kurzes Zwischenfazit. Ansonsten berichte ich heute aus dem lettischen Jurmala („aus“ ist nicht wörtlich gemeint, ich war im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Schachspielern nicht vor Ort), und zwar über gleich drei Turniere. Zunächst jeweils der Endstand, bei mehr als 10 Teilnehmern werde ich dabei nicht alle erwähnen:

 

GM-Normturnier: IM Kollars und GM Neiksans 6.5/9, IM Kantans und IM Meskovs 5.5, GM Stupak und IM Ladva 5, IM Carlstedt 4.5, GM Miezis 4, FM Lokander 2, FM Kenneskog 0.5. Da hat aus baltischer Sicht der falsche IM gewonnen und eine GM-Norm erzielt, aus deutscher Sicht war es der richtige.

 

Blitzturnier: GM Bortnyk 9/11, GM Kovalenko 8.5, GMs Vitiugov, Shirov, Naiditsch, IM Ladva, GMs van Wely, Piorun, IM Krivonosov, GM Gleizerov 8, usw. (118 Teilnehmer).

 

Schnellschach: GMs van Wely, Ivanchuk, Shabalov, Neiksans 9/12, GMs Stupak und Alekseev sowie IM Kantans 8.5, 8/12 unter anderem GMs Vitiugov, Naiditsch, Malakhov, Shirov und Kovalenko (128 Teilnehmer, der vorab angekündigte Daniel Fridman war doch nicht in seiner alten Heimat).

 

Das Titelbild (alle Fotos Quelle Turnierseite) gebe ich Loek van Wely.

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Schnellschach und Blitz für Herren und Damen

 

Teil 3 wird dann Baskisch, aber dazu gibt es einen eigenen Bericht (in dem ich unwissende Leser aufklären werde, was das bOpening ceremonyedeutet). Wenn es einen Nachfolger von Amber-Turnieren und Schnellschach in Mainz gibt, dann die Mind Games – dieses Jahr offiziell „IMSA Elite Mind Games“. Bisher wurden sie immer imlive Dezember in Peking ausgetragen – das kollidiert mittlerweile nicht nur mit dem London Chess Classic, sondern auch mit dem Katar Open. Vielleicht deswegen gab es das Turnier bzw. die Turniere 2015 nicht, aber nun Ende Februar/Anfang März 2016. Auch nicht mehr in Peking, sondern in Huai’an – mir ehrlich gesagt kein Begriff, aber immerhin, je nachdem welche Wikipedia-Seite man konsultiert und ob man „municipality“ oder „four urban districts“ berücksichtigt, eine Stadt mit 2,5-5 Millionen Einwohnern und einem Flughafen für Inlandsflüge. Da von den Teilnehmer(inne)n keine und keiner durchgehend herausragte, stammt das Titelfoto von der chinesisch angehauchten Eröffnungsfeier (alle Fotos Gu Xiaobing – Turnierseite).

Auch zu diesem Termin hatten die Mind Games Konkurrenz vom seine Schatten vorauswerfenden Kandidatenturnier, sowie vom WM-Match der Damen: Karjakin, Nakamura und Aronian, die bei früheren Auflagen oft vorne mitmischten, verzichteten auf die Reise nach China. Warum Grischuk – Doppelsieger im Dezember 2014 – ebenfalls verzichtete, weiss ich nicht. Hou Yifan, die bisher auch immer mitspielte (und phasenweise, aber nicht durchgehend dominierte), ist derzeit nicht in China sondern wohl bereits in Lviv/Ukraine. Dabei waren immerhin noch diverse Spieler mit Elo über 2700 oder gar (im Schnell- und/oder Blitzschach) über 2800. Um eines vorwegzunehmen: Mamedov hat im Blitz diesen Super-Elitestatus bestätigt, während Ivanchuk selbiges im Schnell- und Blitzschach nicht schaffte.

 

Aus deutscher Sicht interessant: Elisabeth Paehtz darf mitspielen. Für die FIDE Grand Prix Serie ist sie als Weltranglisten-27. nicht gut genug, aber im Schnell- und Blitzschach ist sie in den top20. 2012 gewann sie im Blitz immerhin Bronze, diesen Erfolg konnte sie seither nicht wiederholen, dieses Jahr auch nicht. Und nun vier Turniere der Reihe nach:

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerBaskisch LIVEWann wird was gespielt

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Elisabeth Paehtz in China – Ein Mammutturnier der Brettspiele

 

Offizielle Seite

Vom 25.2. bis 3.3. werden in der chinesischen Provinz Jiangsu, in der Millionenstadt Huaian, in nichtolympischen Sportarten  Sportarten wie Sclivehach, Go, Chinesisches Schach und Bridge, Wettkämpfe ausgetragen. Sowohl bei den Männern wie bei den Frauen sind Spieler und Spielerinnen der Weltklasse am Start. Insgesamt nehmen 143 Spieler und Spielerinnen an diesem Spektakel teil.

 

Frauen:
Ju, Wenjun CHN GM 2558; Kosteniuk, Alexandra RUS GM 2554; Lagno, Kateryna RUS GM 2529;  Dzagnidze, Nana GEO GM 2529; Harika, Dronavalli IND GM 2511;  tefanova, Antoaneta BUL GM 2509; Z;hao, Xue CHN GM 1985 ; Ta;n, Zhongyi CHN WGM 2504; Khotenashvili, Bela GEO GM 2502; Gunina, Valentina RUS GM 2496; Paehtz, Elisabeth GER IM 2472; Krush, Irina USA GM 2458; Huang, Qian CHN WGM 2450; Ushenina, Anna UKR GM 2450; Socko, Monika POL GM 2448; Mkrtchian, Lilit ARM IM 2434;

 

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerWann wird was gespielt In Huaian ist es 7 Stunden später als in Deutschland

 

 

Männer:

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Der Zocker/Glückspilz Nakamura ist gleicher als der Schachspieler Anand

 

Ja, das ist starker Tobak. Einem Leser, der alles weiss bis auf seinen eigenen Klarnamen (bzw. diesen im Internet nicht mitteilt), wiAnand-Nakamura (opening blitz)rd es sicher nicht gefallen. Und auch andere Nakamura-Fans werden „Nakamura hurra!“ rufen und Anand womöglich allenfalls nebenbei erwähnen. Aber ich sehe das anders und gebe jedenfalls beiden das Titelfoto – alle Fotos von David Llada, via Turnierseite bzw. Facebook. Der Untertitel „entstand“ im Turnierverlauf, nach und nach sollten zumindest unvoreingenommene Leser meine Einschätzung verstehen (wenn auch nicht unbedingt teilen). Vorab nur kurz zusammengefasst: Nakamura spielte zwar erfolgreiches aber relativ durchwachsenes Schach, Anand hat mich mehr überzeugt. Etwas gegnerische Hilfe gehört zumal im Schnell- und Blitzschach dazu, aber bei Nakamura war es bei gleich drei von vier Siegen offensichtlich, ausserdem überlebte er noch diverse Verluststellungen.
 

Wie dem auch sei, das ist der Endstand: Nakamura und Anand 10.5/15, Kramnik 9.5, Giri und Aronian 5.5, Shirov 3.5. Für 10 Partien gab es maximal 15 Punkte, da Schnellschach bzw. „neuklassisch“ doppelt zählte. Warum Nakamura gegenüber Anand den besseren Tiebreak hatte war kurios, was danach passierte war (vor allem wenn man Zürich 2015 mit einbezieht) auch kurios.

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Im Juni noch mehr Schnell- und Blitzschach auf hohem Niveau

 

„Hohes NiHotel Savoyveau“ bezieht sich jeweils jedenfalls auf die Elozahlen – wie hochklassig die Partien bei wenig Bedenkzeit dann sind wird sich zeigen. Geplant und umgesetzt: ein Vorbericht zur Zürich Chess Challenge 2016. Spontan da „breaking news“ und zeitlich (im doppelten Sinne) passend: neues von der Chess Tour – so neu dass es auf der hier verlivelinkten Seite noch nicht erwähnt wird, aber einige haben ihren Informationsvorsprung auf Twitter weltweitwebkundig gemacht.

 

Aber zunächst zu Zürich: Die Schachgesellschaft Zürich und/oder Sponsor Oleg Skvortsov experimentieren gerne mal, diesmal mit der Bedenkzeit. Dazu gleich mehr, zunächst die Teilnehmer nach aktuellster Elo sortiert: Kramnik, Giri, Aronian, Nakamura, Anand, Shirov. Das ist durchaus ein attraktives und hochklassiges Feld – auch wenn Anand nach seinem Abenteuer Gibraltar zum ersten Mal seit ewig (zumindest in diesem Jahrtausend) live nicht mehr top10 ist und Carlsen nicht eingeladen wurde. Das hat er hier bestätigt, zum möglichen Hintergrund siehe hier. Shirov ist wohl dabei, da er beim Europacup für die Schachgesellschaft Zürich spielte – nachdem russische Teams ihn wohl wegen inzwischen zu wenig Elo aussortierten. Das ist noch nicht alles: im Rahmenprogramm noch ein kurzes Match (zwei Partien) zwischen Gelfand und Morozevich. Gelfand hat aktuell Elo 2735 (war mal mehr), Morozevich 2683 (war mal viel mehr), beide muss ich dem Publikum wohl nicht vorstellen, die sechs zuvor erwähnten (einschliesslich Shirov) auch nicht.

 

Eines bleibt in Zürich beim alten: der Austragungsort im historisch-schicken Savoy-Hotel mitten in der Stadt (Titelfoto Quelle Turnierseite).

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Weitere Medaillen für Armenien, Ukraine und Russland

Turniersaal1
„Die Sowjetunion“ dominierte also. Zum Teil lag es wohl auch daran, dass nur wenige „nicht-sowjetische“ Grossmeister in Minsk dabei waren. Die besten (bzw. in diesem Turnier erfolgreichsten) waren im Blitz Ragger und Navara auf Platz 15 und 16. Im Schnellschach waren diese beiden erfolgreich genug, dass ich sie gleich erwähne, und Altmeister Short ist als Elfter der erste, den ich nicht erwähne (aber hiermit doch). In der top10 mit Smirin auch noch ein ex-sowjetischer Israeli. Und das sind die nackten Ergebnisse – bei Punktgleichheit nach Wertung geordnet:

 

Blitz: Mamedov und Savchenko 18/22, Riazantsev und Bocharov 17, Andriasian, Melkumyan, Petrosian, Grachev, Mykola Bortnyk, Alekseev, Kovalenko 16,5. (Alle Grossmeister, bis auf IM Bortnyk – bei dem ich den Vornamen nenne da Bruder GM Olexandr auch mitspielte)

 

Schnellschach: Popov 10, Melkumyan 9.5, Razin, Navara, Smirin, Petrosian, Ragger, Sychev, Fedorov, Matinian 9. (Razin ist titellos, Sychev und Matinian sind IMs)

 

Wenn der Leser bei einigen Namen, jedenfalls den Nicht-GMs, denkt „wer ist das denn?“, kann ich das nachvollziehen – mir geht es genauso. Einige bekannte(re) Namen landeten unter ferner liefen, und bekamen mitunter gar kein Preisgeld – wobei sich auch bei den niedrigsten Preisen (100 Euro für Platz 11-20 im Blitz, 150 Euro für Platz 18-25 im Schnellschach) die Reise nach Minsk eher nicht lohnte. Wie das Titelfoto (und später ein weiteres) zeigt, spielten noch viel mehr mit – im Blitz offiziell 604, im Schnellschach 759. Dabei haben allerdings eine Reihe die erste Runde kampflos verloren und wurden danach nicht mehr eingeteilt. Quelle für alle Fotos Turnierseite.

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