Bundesliga

Hockenheimer Neuzugang Großmeister Baadur Jobava bester Spieler der Schacholympiade 2016 in Baku – Lokalmatador Rainer Buhmann mit solider Leistung – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Jobava - Caruana (by Paul Truong)

Jobava – Caruana (by Paul Truong)

Für eine Sensation bei der Schacholympiade in Baku sorgte der Hockenheimer Neuzugang im Rennstadtteam, Großmeister Baadur Jobava, mit seiner überragenden Leistung mit 8 Punkten partienaus 10 Kämpfen an Brett 1 im georgischen Team. Bei versammelter Weltelite blieb er unbesiegt, gewann 6 Partien gegen stärkste Konkurrenz am Spitzenbrett und spielte vier Mal unentschieden. Kurz vor dem Saisonstart der Spielsaison 2016/2017 Mitte Oktober ist der Hockenheimer Neuzugang in blendender Form und bestätigt das „glückliche Händchen“ des Hockenheimer Managements mit seiner Verpflichtung.

 

Nachdem sich kurz vor Meldeschluss Serienmeister OSG Baden-Baden mit dem Zweiten der Weltrangliste, Maxime Vachier-Lagrave, sowie mit dem Vierten, Fabiano Caruana, verstärkt hat, scheint ein erfolgreicher Angriff auf den Titel Deutscher Meister für die übrigen Meisterschaftsanwärter fast unmöglich. Baden-Baden ist dem Prognosen der Schachexperten zufolge die klare Nummer Eins gefolgt von Schwäbisch Hall, Solingen und Hockenheim, wobei der ELO-Durchschnitt der Verfolger gering ist, sodass die Erfolge dieser Teams von der Häufigkeit der Einsätze ihrer Spitzenspieler geprägt sein wird.

Webseite Hockenheim

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Jan-Krzysztof Duda vor Robin van Kampen – Von Georgios Souleidis

 

Jan-Krzysztof Duda

Jan-Krzysztof Duda

Die Wahl zur Partie der Saison 2015/16 war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jan-Krzysztof Duda und Robin van Kampen. Zuerst schien der Holländer auf der Siegerstraße, doch am Ende trudelten immer mehr Stimmen für den 18-jährigen Polen ein, so dass Duda letztendlich die Nase vorn hatte. Drei Schachfans dürfen sich dank ihrer Teilnahme auf einen Gutschein unseres Kooperationspartners Schach Niggemann freuen.

 

Für die Wahl zur Partie der Saison 2015/16 standen in diesem Beitrag 15 Partien zur Diskussion. Robin van Kampen bekam zu Beginn für seinen Sieg gegen Jaroslaw Krassowizkij, der am letzten Spieltag mitentscheidend für den Solinger Titelgewinn war, die meisten Punkte. Nach und nach holte ihn aber Jan-Krzysztof Duda ein. Der 18-jährige Pole spielte in der 14. Runde der letzten Saison eine Glanzpartie gegen seinen Landsmann Grzegorz Gajewski, was die Schachfans zu würdigen wussten. Der Vorjahressieger, Richard Rapport, war mit zwei Partien vertreten und lag in der Gunst der Wähler auch weit vorne. Als bester deutscher Spieler darf sich Jonathan Carlstedt über einen hervorragenden dritten Platz freuen

 

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Nachdem die namentlichen Meldungen für die Schachbundesliga schon Ende Juli fällig waren, war jetzt einen Monat später auch der Meldetermin für die Frauenbundesliga – Ein Beitrag von Dr. Thomas Marschner

 

Nach dem Rückzug von Friedberg und Großlehna rückten Lehrte als Drittletzter der Vorsaison sowie Augsburg als Zweiter der 2. Liga Süd in die Frauenbundesliga nach.

 

Elisabeth Pähtz nach Hamburg

Elisabeth Pähtz nach Hamburg

Mit Spannung wurde erwartet, wo insbesondere die bisher für Friedberg spielenden deutschen Nationalspielerinnnen unterkommen würden. Melanie Lubbe hat sich den Rodewischer Schachmiezen angeschlossen, die damit ein ernstzunehmender Konkurrent auf einen Platz auf dem Siegertreppchen geworden sind. Filiz Osmanodja und Alisa Frey gehen für Bad Königshofen an den Start. Die Truppe von Kapitän Jürgen Müller muss allerdings die Abgänge von Elisabeth Pähtz nach Hamburg (dafür fehlt dort Marta Michna, die für Kiel in der 2. Liga spielt) und Josefine Heinemann nach Baden Baden verkraften. Elena Levushkina schließlich verstärkt Deizisau. Auch die Damen aus dem Schwabenland werden sicher in der Spitzengruppe der Liga mitspielen.

 

Praktisch unverändert geht Meister Baden Baden an den Start. Mit gleich 3 Exweltmeisterinnen (Alexandra Kosteniuk, Marija Muzychuk, Antonaeta Stefanova) ist der Rekordmeister auch diese Saison wieder hoher Favorit. Ebenfalls nur wenige Änderungen gab es beim zweimaligen Vizemeister aus Schwäbisch Hall. Eine georgische Rochade gab es am Spitzenbrett: Lela Javakishvili ersetzt Bela Kotenashvili, deren enger Terminkalender kaum Einsätze erlaubte. Neben Rückkehrerin Jovana Vojinovic (jetzt nach ihrer Hochzeit mit dem ungarischen Spitzenspieler Richard Rapport Jovana Rapport) rückt mit der U14 Spielerin Annmarie Mütsch aus Heilbronn eines der größten deutschen Talente ins Team.
Mit diesen 6 Mannschaften sind die Anwärter für die Podiumsplätze genannt. Dahinter sollte Karlsruhe im gesicherten Mittelfeld der Tabelle einlaufen.

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richard_rapportDas Bundesligaportal ruft zu regen Teilnahme auf! Autor: Georgios Souleidis

 

Die Leser sind aufgerufen, die beste Partie der Saison 2015/16 zu küren. Von den vielen Höhepunkten haben wir 15 Partien ausgewählt. Unter allen Einsendern werden Gutscheine im Wert von insgesamt 100 Euro verlost. Einsendeschluss ist der 31. August 2016.

 

Die folgenden 15 Partien der Saison 2015/16 sind – nach Datum sortiert – nominiert. Der Sieger des Vorjahres Richard Rapport (Foto) dürfte dieses Jahr wieder einer der Favoriten sein, da er dank zahlreicher Glanzleistungen mit zwei Partien vertreten ist:

 

Gleich in der 1. Runde setzte der ungarische Star mit einem herrlich herausgespielten Sieg gegen den starken Großmeister Li Chao ein Ausrufezeichen… Weiterlesen

Meldung der Schachbundesliga

 

Ab der kommenden Saison bezieht die Schachbundesliga auch das „Unterhaus“ in den Newsbereich unserer Webseite mit ein und wird, neben aktuellen Berichten, insbesondere die Tabellen, Ergebnisse, Spielpläne und Statistiken der vier zweiten Bundesligen veröffentlichen.

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Die Einstiegsseite ist unter Menüpunkt 2. Liga zu finden; auf der Startseite dieses Bereiches finden Sie eine Schnellübersicht der Ligen mit direkten Links zu den Tabellen, Spielplänen und Ergebnisseiten. Zusätzlich finden Sie dort Runden- und Spielberichte sowie News rund um die Ligen. Hinsichtlich der Quantität sind wir im Augenblick auch von den jeweiligen Vereinen abhängig, die uns – hoffentlich – mit reichlich Material versorgen werden.

 

Die Erweiterung ist aktuell noch im Beta-Status, d.h. es werden noch einige Änderungen am Layout und der Funktionalität vorgenommen und es können durchaus auch noch Fehler auftreten. Wenn Sie auf einen „Bug“ stoßen, würden wir uns freuen, wenn Sie uns diesen in den Kommentaren oder per E-Mail mitteilen könnten. Ebenso sind wir jederzeit offen für Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

Im folgenden Beitrag präsentieren wir die Aufstellungen der Bundesliga-Teams für die Saison 2016/17 und gehen dabei auf die Ab- und Zugänge aller Vereine ein. Wir haben die Mannschaften nach Spielstärke sortiert – Autor: IM Georgios Souleidis

 

Die OSG Baden-Baden hat nach der „Schmach“ der letzten bundesligaSaison auf dem Transfermarkt zugeschlagen. An Brett eins und zwei sind mit Fabiano Caruana und Maxime Vachier-Lagrave die Nr. 4 und Nr. 2 der Welt gemeldet. Vachier-Lagrave ist nach dem Gewinn des Sparkassen Chess-Meetings und dem Wettkampfsieg gegen Peter Svidler in Biel mit einer Live-Elo-Zahl von 2817 auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Der 25-jährige Franzose wechselt vom Ligakonkurrenten SV Mülheim Nord nach Baden-Baden. Fabiano Caruana ist kein Unbekannter für den 10fachen Titelträger. Die Nr. 4 der Welt war schon in der Saison 2009/10 für Baden-Baden gemeldet, spielte damals aber nur zwei Partien. Der Kader, mit dem Baden-Baden, in die nächste Saison geht, ist offensichtlich der stärkste in der Geschichte der SBL. Genauso offensichtlich ist es, dass dieses Team als klarer Favorit in die Saison 2016/17 startet… Weiterlesen

Deutschlands Nummer 1 Liviu-Dieter Nisipeanu wechselt von Baden-Baden nach Dresden und Hockenheim hat mächtig „aufgerüstet“ – Von RAYMUND STOLZE

 

nisipeanu_liviu-dieter_2013_neckaropen_foto_souleidis_4-fb8d575e, by G. Souleidis

Liviu-Dieter Nisipeanu

 

In der „stärksten Schach-Liga der Welt“, wie sich die Bundesliga öffentlich darstellt, ist vor Beginn der neuen Saison Bewegung was die Aufgebote der 16 Teams angeht. Auf der Webseite [http://schachbundesliga.de/] sind zum Thema jedenfalls zahlreiche Beiträge aus den Vereinen zu finden, also erlaube ich mir gut zwei Wochen vor Meldeschluss der Kader einmal eine Zusammenfassung.

 

Dass die OSG Baden-Baden Deutschlands Nummer 1 der Männer ziehen lässt, verwundert mich doch. Immerhin war Liviu-Dieter Nisipeanu [*1. August 1976] seit 2006 für den letztjährigen Vizemeister aktiv. Aber mit bald 40 Jahren sucht der gebürtige Rumäne sicherlich noch einmal eine neue sportliche Herausforderung, und die wird ihm sein neuer Verein USV TU Dresden bieten. Das Spitzentrio mit Pawel Eljanow und Zoltan Almasi ist wahrlich „bärenstark“.

 

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Neuling TuRa Harksheide trifft zum Auftakt der Saison 2016/17 als Gastgeber auf Vizemeister Schwäbisch Hall und die SF Deizisau – Von RAYMUND STOLZE

 

Von links nach rechts: Ketevan Arakhamia-Grant, Ekaterina Kovalevskaya, Ketino Kachiani-Gersinska, Antoaneta Stefanova, Teamchef Thilo Gubler, Alexandra Kosteniuk, Anna Zatonskih, Iamze Tammert. Es fehlen: Anna Muzychuk, Victoria Cmilyte, Mariya Muzychuk, Elena Sedina, Lisa Schut, Julia Bochis und Cécile Haussernot

Die Deutsche Meistermannschaft 2016: Baden-Baden (Foto: Thilo Gubler)

Nachdem die SG Augsburg sozusagen auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen ist und das Angebot angenommen hat, erstklassig zu spielen, steht der Spielplan der Frauen-Bundesliga für die Saison 2016/17. Staffelleiter Thomas Rondio hat die zwölf Erstliga-Vereine über die Ansetzungen der 26. Spielzeit informiert.

 

Los geht es am 22./23. Oktober. Und das sind die Paarungen der ersten beiden Runden, bei denen Neuling TuRa Harksheide, Meister OSG Baden-Baden und SK Lehrte Gastgeber sind.

 

Sonnabend, 22. Oktober, 14 Uhr:

  • TuRa Harksheide – SK Schwäbisch Hall
  • Hamburger SK – SF Deizisau
  • OSG Baden-Baden – SG Augsburg
  • Karlsruher SF – FC Bayern München
  • SK Lehrte – SC Bad Königshofen
  • SV Medizin Erfurt – Rodewischer Schachmiezen

 

Sonntag, 23. Oktober, 9 Uhr:

  • SF Deizisau – TuRa Harksheide
  • SK Schwäbisch Hall – Hamburger SK
  • FC Bayern München – OSG Baden-Baden
  • SG Augsburg – Karlsruher SF
  • Rodewischer Schachmiezen – SK Lehrte
  • SC Bad Königshofen – SV Medizin Erfurt

 

Bereits in Runde 2 gibt es dabei das Spitzenduell zwischen Vizemeister Schwäbisch Hall, der zuvor gegen Gastgeber TuRa Harksheide einen leichten Auftakt haben sollte, und dem Dritten Hamburger SK, der mit Deutschlands Nummer 1 Elisabeth Pähtz den sicherlich namhaftesten Neuzugang vorzuweisen hat.

 

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SF Friedberg und SK Großlehna ziehen sich aus der Frauen-Bundesliga zurück, … und Augsburg rückt nach!  – Von RAYMUND STOLZE

 

Melanie Lubbe, Foto: http://www.lubbe-schach.de

Melanie Lubbe

Nun gibt es sie auch, die wirklich schlechten Nachrichten aus der Frauen-Bundesliga. In aller Stille haben sich nämlich die SF 1891 Friedberg und der SK Großlehna nicht nur aus der höchsten deutschen Spielklasse zurück gezogen, sondern gleichzeitig wie im Vorjahr der USV Volksbank Halle vorerst gänzlich vom Frauen-Schach auf überregionaler Ebene verabschiedet.

 

Beide Teams gehörten bisher zu den wichtigen Eckpfeilern in der 1. Liga. Die Burgfräuleins aus Hessen, die in der Saison 2011/12 erstmals erstklassig waren, belegten dabei auf Anhieb Platz 4. Im Jahr darauf war man bereits ernsthafter Konkurrent von OSG Baden-Baden um die Meisterschaft, wobei der Titelverteidiger nur durch den schwer erkämpften 3,5:2,5-Sieg im direkten Vergleich mit einem Punkt Vorsprung erneut triumphierte. Hinter dem blieb jedoch ein ehrenvoller Rang 2.

 

Dass die Vizemeisterschaft allerdings mit dem folgenden finanziell nicht gerade „billigen“ Aufgebot geholt wurde, sei erwähnt: Almira Sripcenco [Frankreich], Eva Repková [Slowakei], Melanie Ohme, Elena Lewuschkina [beide Deutschland], Ticia Gara [Ungarn], Adriana Nikolowa [Bulgarien], Irina Bulmaga [Rumänien], Deimante Daulyte [Litauen].

 

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Klassenerhalt am „grünen Tisch“ –Ein Kommentar von JÖRG WENGLER, Abteilungsleiter Schach des FC Bayern München

 

Logo_Bayern_Muenchen_SchachabteilungAus gegebenem Anlass haben wir uns immer wieder mit der Situation in der Schach-Bundesliga nicht zuletzt kritisch und ebenso konstruktiv beschäftigt. Da in der zurück liegenden Saison mit Turm Emsdetten und dem SC Hansa Dortmund zwei Vereine ihren Rücktritt aus der höchsten deutschen Spielklasse erklärten sowie der Erfurter SK als 13. auf die dadurch mögliche Erstklassigkeit verzichtete, nutzte neben dem SV Griesheim auch der FC Bayern München diese Chance. Auf die Münchener trifft das übrigens seit dem Aufstieg 2013 bereits zum dritten Mal in Folge zu. Diesen Klassenerhalt am „grünen Tisch“ hat der Abteilungsleiter Schach des FC Bayern München, JörgWengler, in einem lesenswerten Beitrag auf der vereinseigenen Webseite kommentiert [http://www.fcbayern-schach.de/] und uns auf Rückfrage die Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben.

[Raymund Stolze]

 

 


„Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt!“ – Sie können sich nicht vorstellen, wie oft ich dies in den vergangenen Tagen gehört habe. Und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, stelle ich jetzt einfach mal fest, dass in vielen Fällen eine sarkastische Note im Unterton nicht zu überhören war.

 

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JOSEF SEMMLER aus Rosenheim macht sich Gedanken über die Schach-Bundesliga

 

Anfang dieser Woche erhielt auch ich von meinem Fernschachgegner Josef Semmler aus Rosenheim – wir sind beide Mitglied beim Deutschen E-Mail-Schachclub [DESC] und stehen uns in einem Mannschaftskampf als Gegner an Brett 2 gegenüber – die nachfolgende E-Mail. Der 59-jährige Vorruheständler aus Rosenheim – er spielt für das Team Keres Kumpels, ich bin für Die Original Schachkatzen seit fast einem Jahrzehnt unterwegs – macht sich dabei ernsthaft Gedanken um die Schach-Bundesliga. Doch lesen Sie selbst!

[Raymund Stolze]


 

Logo_SBL_eVHallo liebe Schachfreunde,

 

ich bin ja nur ein einfacher Hobby-Spieler und weit weg von der großen Welt des Schachs, interessiere mich aber trotzdem für das Geschehen im Profibereich und vor allem auch im deutschen Schach.

 

Ich habe jetzt hier einen relativ großen Kreis von Schachfreunden ausgewählt, von denen ich weiß, dass sie einen besseren, zum Teil auch unmittelbaren Zugang zum Deutschen Schachbund haben. Ich hoffe, mir kann jemand schlüssig erklären, was in unserer höchsten Spielklasse, der Bundesliga, eigentlich los ist [1]. Ich bin ja auch DSB-Mitglied und insofern auch interessiert.

 

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Spielplan der Bundesliga steht – M[eine] etwas andere Chronik der „stärksten Schachliga der Welt“  – Von RAYMUND STOLZE

 

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Bundesliga-Neuzugang: Julio Granda Zuniga

Ich hatte mich schon bei meinem etwas anderen Rückblick auf die Bundesliga-Saison 2015/16 geoutet, dass ich Zahlen liebe, … unser Graf Zahl lässt grüßen! Nun, da die Ansetzungen für die Saison 2016/17 feststehen [siehe http://www.schachbund.de/SchachBL/blte.htm], lohnt es sich, Ihnen eine kleine Chronik der „stärksten Liga der Welt“ in unser Rubrik „Zahlenspiele“ zu präsentieren.

 

Zunächst ein kurzer geschichtlicher Rückblick. Gegründet wurde die Schach-Bundesliga gemäß eines Beschlusses des DSB-Kongresses 1973 in Trier, wobei der wichtigste Initiator fraglos der spätere DSB-Sportdirektor Helmut Nöttger [14. April 1923 bis 3. März 2010] war, der dieses Amt von 1980 an ausübte.

 

Die höchste deutsche Spielklasse bestand zunächst aus vier Gruppen, wobei die jeweils vier Erstplatzierten am Saisonende in einem Endrundenturnier den Deutschen Mannschaftsmeister ermittelten.

 

Mit der Spielzeit 1980/81 wurde dieser Modus aufgegeben und fortan in der Bundesrepublik Deutschland eingleisig an sieben Wochenenden um den höchsten Titel gespielt. Und das waren die 16 Mannschaften, welche die Premieren-Saison in der 1. Liga bestritten:

 

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Nach einer spannenden Saison mit einem überraschenden Sieger im Meisterschaftsrennen musste die 1. Schach-Bundesliga leider den Rückzug zweier Mannschaften hinnehmen. Jeder Weggang ist ein Verlust, und jeder Verlust schmerzt uns. Das gilt für Mannschaften, die absteigen müssen, genauso wie für diejenigen, die sich zurückziehen – Von Markus Schäfer

 

Da sich die Rückzugsgründe von Fall zu Fall stark voneinander unterscheiden können, ist es erforderlich, genauer hinzusehen. Pauschalurteile helfen nicht weiter.bundesliga

 

Wegfall der Finanzierungsmöglichkeiten, worauf in Stellungnahmen regelmäßig verwiesen wird, ist in eher seltenen Fällen der eigentliche Grund für einen Rückzug. Häufig sind vielmehr fehlende personelle Ressourcen oder gravierende vereinsinterne Konflikte ausschlaggebend. Die einzelnen Faktoren treten in manchen Fällen auch kumuliert auf.
Darüber hinaus machen auch vor Erstligisten Probleme nicht Halt, mit denen heute sehr viele Schachvereine konfrontiert werden. Das Vereinssterben und die vermehrte Abmeldung von Mannschaften aus dem Spielbetrieb findet auf allen Ebenen statt. So ist auch die 2. Bundesliga, also der Unterbau der 1. Schach-Bundesliga, weit weniger stabil als noch vor einigen Jahren.
Die Vereine in der 1. Schach-Bundesliga sollten sich personell und organisatorisch möglichst nachhaltig aufstellen und länger als eine Saison im Voraus planen. Wir müssen mit den Mitgliedsvereinen im Schachbundesliga e.V. überlegen und beschließen, wie dies künftig besser gewährleistet werden kann… Weiterlesen

Aufsteiger DJK Aufwärts Aachen versteigert Brett 4 in Liga 1 – Wer hat Lust mindestens zehn Partien in der „stärksten Schach-Liga der Welt zu spielen?“ – Von RAYMUND STOLZE

 

Gerade hat mit die folgende Pressemitteilung der DJK Aufwärts Aachen für einen Aktion erreicht, die es meines Wissens so noch nicht in der „stärksten Schach-Liga der Welt“ gegeben hat. erreicht. „Wir versteigern 2eine Spielberechtigung für das 4. Brett auf der Auktionsplattform ebay. Als Ausrichter der ersten Deutschen Schach-Blitzmeisterschaft in einer Kirche 2012 geht der Klub auch in der Bundesliga völlig neuartige Wege. Möglicherweise wäre dies ein interessantes Thema für den Schach-Ticker, auf dem traditionell viel über die Bundesliga berichtet wird.“, so Gerd Kathstede.

 

Gern greifen wir das ungewöhnliche Projekt auf und veröffentlichen die Pressemitteilung in der Hoffnung, dass die Idee wie eine Rakete zündet. Also: Wer hat also Lust, endlich einmal garantiert zehn Partien in Liga 1 zu spielen? Und vielleicht findet sich ja sogar ein Sponsor, der das Brett ersteigert und der Aufsteiger dafür vielleicht sogar einen Wunschspieler einsetzen können – wäre schließlich auch eine Möglichkeit, oder?!
Hier ist nun die Pressemitteilung der zu entnehmen ist, dass die Aktion genau zehn Tage läuft. Das Schach-Ticker-Team drückt den Aachener in jedem Fall die Daumen!

 

Die DJK Aufwärts Aachen versteigert ein Bundesligabrett! – Neue Wege in der Schach-Bundesliga

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Vier Aufsteiger aus der 2. Liga sind in der Saison 2016/17 dabei – Berlin und München stellen zwei Mannschaften – Von RAYMUND STOLZE

 

Logo_SBL_eVEin Blick auf die Webseite der Schachbundesliga lohnt sich heute ganz besonders, denn nun ist es amtlich: Die Bundesliga-Teams für die neue Spielzeit stehen fest, und es werden auch nach dem Rücktritt von SK Turm Emsdetten [Platz 8] und SC Hansa Dortmund [Platz 12] und dem Rückzug des Erfurter SK [Platz 13] nach der Saison 2015/16 weiterhin 16 sein.

 

Einerseits werden nämlich die Zweitliga Meister SK König Tegel [Nord], MSA Zugzwang [Ost] die SG Speyer-Schwegenheim [Süd] sowie mit DJK Aufwärts Aachen der Zweite in der Staffel-West ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen – ihre Meldung ist beim Turnierleiter 1. Schachbundesliga e.V., Jürgen Kohlstädt, eingegangen. Andererseits haben sich sowohl der SV Griesheim als auch der FC Bayern München entschlossen, die beiden freien Plätze zu besetzen, die durch das Rücktrittsduo Eppingen und Dortmund im Angebot gewesen sind. Erfurt war ja offiziell mit Rang 13 auf einem Abstiegsplatz, hat dann aber seinen Rückzug erklärt.

 

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2016-04-20 RN Ein fragwürdiges Konzept-thumbnailDer „stärksten Schach-Liga der Welt“ laufen die Mannschaften davon – Von RAYMUND STOLZE

 

Am Sonnabend [30. April] hatten wir unter der Schlagzeile „Auch Hansa Dortmund zieht sich aus der Liga 1 zurück“ einen Beitrag veröffentlicht, der das uns bekannt gewordene Ergebnis der Jahresmitgliederversammlung des Vereins reflektiert.

 

Nun werden sich einige Besucher zu Recht wundern, dass der Artikel nicht mehr online steht.

 

Es scheint so zu sein, dass der neugewählte Vorstand intensiv Geldgeber sucht, um gegen die Meinung [oder Abstimmung?!] der Mitglieder doch noch weiter zu machen. So wurde entsprechend der Spielordnung des Schachbundesliga e.V. eine Terminverschiebung um eine Woche bis zum 8. Mai beantragt, um sich endgültig zu entscheiden.

 

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Anmerkungen zum Rückzug des Erfurter SK aus der 1. Schachbundesliga – Von THOMAS CASPER & CHRISTIAN TROYKE 

 

Mannschaft des Erfurter SK

Mannschaft des Erfurter SK

Der Erfurter SK gibt hiermit bekannt, die durch den Rückzug von Emsdetten erhaltene Spielberechtigung für die Saison 2016/17 in der 1. Schachbundeliga nicht wahrzunehmen und wieder in der 2. Bundesliga anzutreten. Die Entscheidung in der Vorstandssitzung am 28.04.2016 fiel recht leicht, da wenig für einen Verbleib in der 1. SBL spricht, aber für einen Verein von der Größe des ESK viel dagegen.

 

Als reiner Amateurverein ist die Finanzierung einer Saison in der 1. SBL eine Gratwanderung. Gesunde Finanzen haben für den ESK jedoch Priorität – monetäre Abenteuer können und wollen wir uns nicht leisten. Bis wenige Tage vor Abschluss der Saison 2015/16 war nicht sicher, ob wir sportlich die Klasse halten können. Sponsorenakquise ist unter diesen Voraussetzungen äußerst schwierig. Nachdem nun am 24.04.2016 klar war, dass der ESK nicht absteigen muss, hatten wir genau eine (!) Woche Zeit, eine solide Finanzierung für die Saison 2016/17 auf die Beine zu stellen. Warum der Schachbundesliga e.V. die verbindliche Meldefrist für die kommende Saison bereits auf den 01.05.2016 terminiert hat, erschließt sich uns leider nicht. Ein wesentlicher Aspekt für unseren Rückzug ist daher der ungemein knappe Meldetermin, der uns die finanzielle Sicherung für eine weitere Saison in der 1. SBL unmöglich macht.

 

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Der etwas andere Rückblick auf die Bundesliga-Saison 2015/16 – Zusammengestellt von RAYMUND STOLZE

 

Manchmal zähle ich den ganzen Tag und zähle alles was ich mag!

Ich zähle langsam, langsam, langsam und dann immer schneller,

und ich merke bald, es gibt für mich kein´ Halt!

Das Lied von Graf Zahl

 

Ich liebe Zahlen, und so war in der guten alten „Sesamstraße“, die ich „gezwungener Maßen“ mit unseren Kindern im Fernsehen anschauen musste, natürlich Graf Zahl meine Lieblingsfigur – sieht man einmal von Ernie und Bert ab. Schach haben übrigens alle drei wohl niemals gespielt …

 

zahlen_spieleWas Graf Zahl angeht, liegt es eben auf der Hand, dass ich zum Abschluss der Bundesliga-Saison 2015/16 deshalb einen etwas anderen Rückblick zusammengestellt habe. Wobei ich gern auf einen ergänzenden statistischen Beitrag meines geschätzten Kollegen Marc Lang auf der Webseite der Schach-Bundesliga verweise [http://schachbundesliga.de/bundesliga/saison-201516-die-statistiken]. Vielleicht können wir solche Zahlenspiele in der nächsten Spielzeit zusammen machen. Unsere Besucher können von einer solchen „Bündelung der Kräfte“ nur gewinnen.

 

Also, lege ich einmal los, wohl wissend, dass mein Mitstreiter Bruno Müller-Clostermann vor der nicht zu unterschätzenden Herausforderung steht, wenn er diese Zahlenspielerei erhält, sie auch entsprechend optisch attraktiv zu präsentieren!

 

Die Steilvorlage habe ich auch schon gefunden, denn die Frage lautet: Wie viele Frauen kamen in den 16 Teams zum Einsatz? Na, wissen Sie es?

 

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Eine Spurensuche von GM GERALD HERTNECK

1. Mannschaft von Zugzwang auf der Siegesfeier nach der Schlussrunde in Leipzig. Links vorne der alte Käptn Gerry Hertneck, rechts vorne der junge Käptn IM Markus Lammers

1. Mannschaft von Zugzwang auf der Siegesfeier nach der Schlussrunde in Leipzig. Links vorne der alte Käptn Gerry Hertneck, rechts vorne der junge Käptn IM Markus Lammers

 

Der Meldetermin 1. Mai 2016 ist für den aufstrebenden Münchener Verein MSA Zugzwang ein Datum, das sich in die Vereinsgeschichte einprägen wird, denn erstmals gelang es den tapferen Recken der Ersten Mannschaft, in die höchste Spielklasse, also die legendäre 1. Schachbundesliga aufzusteigen. Der Verein wurde 1982 von einem engagierten Häuflein Münchner Amateure gegründet, die ihrem Geisteskind erfreulicherweise zum Teil bis heute die Treue halten. Die Chronik führt aus, dass es neben dem prägnanten Namensvorschlag „Zugzwang“ auch andere Vorschläge gab, so wie Schluckzwang (nein, hier ist nicht die Spucke gemeint), doch das ist Geschichte.

 

Für den Verfasser dieser Zeilen beginnt die Annäherung an diese Instanz mit Münchner Lokalkolorit etwa 15 Jahre später, als er sich nach einem Wohnungswechsel nach einem passenden Verein an der Isar umschaute, und alsbald auf ein gemütliches Lokal an der Fraunhoferstraße namens Isargrill verfiel. Und in ebendiesem Lokal residierte ein sympathischer kleiner Schachverein, der ihm auf Anhieb taugte. Legendär war dort nicht nur das lustige Vereinsleben, sondern zum Beispiel auch die spanische Händelpfanne, die in viel Knoblauch gebraten wurde, und sehr gefragt war. Damals (im Jahre 1997) war der Großmeister Hertneck spielerisch zwar noch für den TV Tegernsee tätig, und das sollte die nächste Dekade auch so bleiben. Doch da der Tegernsee von meiner Heimatstadt München ungefähr so weit weg liegt wie der FC Bayern vom TSV 1860, bot es sich an, jeden Freitag Abend drei Straßenbahnstationen Richtung Isar zu fahren, und dort einen gelungenen Abend zu verbringen.

 

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Liga 2: Nun ist nach MSA Zugzwang [Ost], SK König Tegel [Nord] und der SG Speyer-Schwegenheim [Süd] auch das Hilgert-Team [West] Meister – Von RAYMUND STOLZE

 

Jan Timman

Jan Timman

Zum Finale der Saison 2015/16 wurde am Sonntag nicht nur in der „stärksten Schach-Liga der Welt „geblasen“ – Glückwunsch nach Solingen! -, sondern auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse.

 

Dass ich mit der Gruppe West beginne, hat gute Gründe. Mit einem 7:1-Kantersieg beim SV Mülheim Nord II sicherte sich die SG Köln Porz bereits zum achten Mal den Meistertitel. Nur nach dem Rückzug aus der Beletage des deutschen Schachs musste das Hilgert-Team in der ersten Zweitliga-Spielzeit 2007/08 erst einmal ankommen, und Platz 3 war dann alles andere als das sportliche Ziel. Danach wurde mit der diesjährigen Meisterschaft achtmal Platz 1 belegt. Insgesamt verlor man dabei lediglich fünf Punktspiele – die letzte Niederlage gab es am zweiten Spieltag im Herbst 2014 gegen den diesjährigen Vizemeister DJK Aufwärts Aachen mit 3,5:4,5, gegen den es in der abgelaufenen Saison am 10. April ein 4:4 gab. Schade eigentlich, dass die Porzer etwas gegen den sportlichen Aufstieg haben, denn eine echte Bereicherung wären sie ganz bestimmt. Aber es soll halt nicht sollen sein, und ich habe für die Gründe von Mäzen Winfried Hilgert durchaus Verständnis …

 

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