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Der reisende Raphael kam, zog und siegteundsiegteundsiegte … – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Raphael Rehberg

Raphael Rehberg

Natürlich hat es das schon einmal gegeben. Eine Turnierserie, die Anfang November 2001 startete, hat schon (fast) alles erlebt, obwohl das organisierende Team rund um Dr. Dirk Jordan personell konstant blieb. Aber etwas wirklich ausragend Besonderes ist es schon, so ein Sieg mit glatten 100% in der schwierigen A-Gruppe (Ratingkorridor: 2101 – 2300).

 

Dieses Kunststück mit „fünf aus fünf“ gelang nun Raphael Rehberg beim Advents-Turnier der DSAM in Magdeburg. Er spielt für Lok Brandenburg, hissste schon zuvor mit Turnierleistungen wie 2473 (Lichtenberg) oder 2553 (Wildau) eine klar sichtbare Signalflagge, und in genau diesem Stil ging es der Go-Experte (Lasker lässt grüßen) dann eben auch in Magdeburg an. Raphael Rehberg wurde im Juli 1989 in Rheda-Wiedenbrück geboren und ist nun, kurze Zeit später, Student der TH Brandenburg. Auch das Fernsehen zeigte sich interessiert und interviewte so fleißig, wie es eben bei einer Deutschen Meisterschaft so ist.

 

Sonderbares geschah während des Turniers auch anderswo. Nicht nur in den fernen USA, wo sich in einem Kurz-Wettkampf die Herren Carlsen und „Car Jack“ Karjakin übten, sondern auch bei den Kickern, wo in der regional hoch bedeutenden Begegnung Magdeburg – Halle das bröselige (neue!) Stadion auch wegen der gewöhnlich rhythmisch hüpfenden Zuschauer knapp vor der Absage stand. Die stets sozialen, deutschen Amateur-Schachspieler zeigten sich gewohnt solidarisch und auferlegten sich ein freiwilliges Hüpfverbot im Turniersaal. Magdeburg siegte 1-0. Turnierseite

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Magdeburg 2016 – Ottonenschach an der Elbe – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Prof. Dr. Matthias Puhle,

Prof. Dr. Matthias Puhle,

„Das ist ja in den Analyseräumen und auf dem Flur der reinste Kindergarten“, freute sich Martina Jordan als Schatzmeisterin der DSAM über den ersten Tag der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM in Magdeburg 2016. Es war ein wirklich buntes Bild, das auch das Fernsehen einfing.

 

Tatsächlich ergab sich an diesem Standort für die Turnierserie mit 358 Teilnehmern nicht nur ein neuer Teilnehmer-Rekord, sondern mit 70 quirligen Spielerinnen und Spielern der Jahrgänge 2002 (und jünger) ein „Zwerge“-Anteil von knapp 20%. Wobei „quirlig“ und „jung“ keineswegs „laut“ heißt. Natürlich liegt das auch an den „Magdeburger Schachzwergen“, ein wahrer Mammut-Verein mit großer Ausstrahlung auch in die Rathaus-Etagen. Der bekannte Historiker Prof. Dr. Matthias Puhle, als Beigeordneter für Kultur und Sport den Magdeburger Oberbürgermeister mit einem lustigen Grußwort vertretend, ging besonders auf diesen Club ein, wünschte den Spielern viel Erfolg und zufrieden stellende Partien, was bekanntlich mehr bedeuten kann.

 

Der gewiss zu den Favoriten der stärksten Gruppe A zählende Manfred Menacher ließ es mit einem Start-Remis ruhig angehen, während der noch sehr junge Raphael Rehberg sein Turnier mit einem Sieg eröffnete. Der älteste Teilnehmer des Turniers, Hubert Walkewitz, zeigt in der B-Gruppe, dass er zu jener Generation gehört, die noch kräftig zubeißen kann und begann mit einem Sieg. Und die Damen? Verhalten sich unauffällig. In der Gruppe C gaben Heike Könze, Susan Reyher und Claudia Meffert der Konkurrenz einfach ein bisschen Vorsprung, aber es war ja nur die erste Runde.

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Bad-Soden wieder ein großer Erfolg – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Bernd Wronn

Bernd Wronn

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Gerade lesen wir von Franz Jittenmeier Aufmunterndes auf dem Schachticker: „… Amateurmeisterschaft. Die läuft zur Zeit mit großem Erfolg (360 Teilnehmer) in Bad Soden. Die Macher dieser Meisterschaft sind Profis. Anders ist der Erfolg nicht zu erklären. Da stimmt einfach alles.“ Wobei er mit „Profis“ natürlich keinen Geldfluss meint. Aber ansonsten stimmte eigentlich alles. Nur die Sieger kannte er noch nicht, der Franz. Und da hatte er Erhebliches verpasst! In der Gruppe A (DWZ / ELO 2101 – 2300), sozusagen der Bundesliga der DSAM, siegte nämlich in nie dagewesener Manier Bernd Wronn, St.Pauli (sollte man bei deren Kickertruppe gar nicht glauben) mit HUNDERT Prozent! Für diejenigen, die außerhalb Bayerns und Sachsens zur Schule gingen: Der Bernd Wronn hat demnach ALLES, jede einzelne Partie gewonnen. Jeweils 1-0, was ja doch ein bisschen langweilig wirkt, ein 2-0 oder 3-1 hätte er ja doch einmal einstreuen können. Jedenfalls: Am Ende „fünf aus fünf“.

 

Der danach folgende Spieler, gemeint ist der direkt danach Folgende, hatte zwei Punkte Abstand! Das war der an Eins gesetzte Bulgare Topa… nein, Georgi Tomov. Bernd Wronn wies – zu Beginn des Turniers … – „nur“ Elo 2107 (DWZ 2038) auf, hoffnungslos ganz unten in der Setzliste Ratinggruppe zwischen 2101-2300. FM Tomov hingegen ist aktuell bei der FIDE mit Elo 2276 verzeichnet.

 

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360 Schach-Amateure bei der DSAM in Bad Soden an den Brettern – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Dr Dirk Jordan _ Turnierdirektor DSAM

Dr Dirk Jordan _ Turnierdirektor DSAM

Bad Soden im herbstlichen Taunus ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Turnierkalenders des Deutschen Schachbundes. Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft DSAM startete am heutigen Freitag mit dem ersten der sechs Qualifikations-Turniere in die neue Saison. 325 „Knaben“ und 35 „Mädel“, mithin 360 Spieler, donnerten ihr 1.e4, 1.d4 oder was immer es war auf die Bretter. „Wir sind nicht nur über die 9,7% weibliche Teilnehmer glücklich, sondern auch, dass die Gesamtzahl von 360 einen neuen Rekord für Bad Soden bedeuten“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan. Er unterstrich jedoch zugleich, dass es sich bei den knapp 10% Damen-Anteil um „einen durchaus noch steigerungsfähigen Lichtblick“ handele.

 

Erste Runde hat begonnen

Erst ab der mit 89 Wettstreitern besetzten C-Gruppe finden wir Damen in größerer Zahl. Offenbar ist dem DSB der erste Schritt gelungen, nämlich in den Vereinen und in den Turnieren mehr Damen für das Schach zu entflammen, aber der zweite, eine größere (und dann auch reisefreudige) Anzahl in Rating-Bereiche um 2200 oder gar 2300 zu hieven, steht eben noch aus. Es gibt deutsche Damen auf diesem Niveau, aber bisher noch nicht sehr viele. Kommt aber noch.

 

Die meisten Spieler entsandte, durchaus verständlich, mit 13 Teilnehmern der SC Bad Soden. Unerwartet und dadurch noch erfreulicher ist, dass gleich 7 Spieler vom nicht gerade „um die Ecke“ liegenden Hamburger SK an den Main eilten. Die jüngste der Mädels ist Frieda von Beckh, Eschborn, die 2007 zur Welt kam, dicht gefolgt von der ganz aus Erfurt in den Saal geeilten Viktoria Wagner, Jahrgang 2006. Der Jüngste im Saal ist freilich der achtjährige Frankfurter Kilian Gabriel Gräf. Er wird versuchen, die F-Gruppe aufzumischen. Ähnliches hat auf der anderen Seite der Geburtenskala gewiss auch der erfahrenste Teilnehmer vor, nämlich der 1932 geborene Gerhard Hund, der weiterhin für Freiburg-Zähringen aktiv ist.

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Tolles Schach und herrlicher Kurzurlaub – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Dieses Turnier ist im Angebot des DSB einzigartig – und es ist nie ganz klar, ob die zum Teil ganz erstaunlichen Leistungen der Wettkämpfer in zwölf Leistungsgruppen (was eine sehr tiefe und dajuergen-juhnke-_-turniersiegermit für jeden chancenreiche Staffelung ist) im Vordergrund stehe oder das phänomenale und jedes Jahr wechselnde Rahmenprogramm, das für viele ganz sicher ein wichtiger Grund ist, an diesem Turnier teilzunehmen – zu diesem Preis und in so netter Umgebung wird man eben nie wieder durch historische Städte und Stätten wie Quedlinburg, Goslar geführt und kann die Klöster Drübeck, Gernrode und Hasseröder kennen lernen … Moment, das war schon die Brauerei-Besichtigung.

 

Im knallharten Wettkampf-Schach siegte Jürgen Juhnke! In der zusammengelegten Gruppe 1&2 (DWZ 2000 bis 2199) kam der Hannoveraner mit dem 2175-Rating vom Ldeutschlandcup_200ister Turm auf großartige fünf aus sechs! Er ließ damit die nächsten Konkurrenten Prof. Dr. Friedbert Prüfer (2142, Engelsdorf / Leipzig, Mathematisches Institut / Geometrie ebenda) und Micha Bahmann (2023, Schwäbisch Hall – auf diese Steine können Sie bauen) mit deren 4,0 Punkten fast im Nebel des herbstlichen Brocken stehen.

 

Der Brocken ist ja so was wie der Kilimandscharo des Harz, zwar ohne Hemingway als Erzähler, dafür aber mit maffzig Hexen, Klöstern – und Schachspielern. Er bildet die Kulisse und Mythenwelt dieses Turniers und wird natürlich auch immer wieder „erstürmt“, bei ebenso natürlich schlechtem Herbstwetter. Hält aber keinen ab. Knallhart, diese Schachspieler.

 

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Die Meister wurden gekürt – Ein Schlussbericht von RALF MULDE

 

DSAM Meister Thomas Hoefelsauer Muenchen

DSAM Meister Thomas Höfelsauer München

Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft DSAM kürte heuer in Halle (Saale) nach spannendem Verlauf seine sechs Deutschen Meister. DSB-Präsident Herbert Bastian nahm die Ehrung der Sieger vor. Thomas Höfelsauer, München, wurde mit 4,5 Punkten aus fünf Runden Deutscher Schach-Amateurmeister (A) 2015/16, während Manfred Berner, Kelkheim, C-Gruppe und Klaus Künitz, Mainz, D-Gruppe und Leonhard Thomas, Fellbach, E-Gruppe, ihre Deutschen Meistertitel sogar mit 100% errangen.

 

„Zusammen mit dem jeweiligen Titel für die Frauen haben wir hier im RAMADA-Hotel in Halle zwölf Titel ausgespielt, dazu noch der parallel veranstaltete Dähne-Pokal – das hat wieder Spaß gemacht!“ freute sich DSAM-Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, den auch seine üble Knie-Verletzung nicht vom Weg von Dresden nach Halle abhielt. „Wir DSAM-Organisatoren treffen hier immer wieder auf so viele Spieler, die schon sehr, sehr oft dabei waren und uns über die vielen Jahre zu netten Freunden wurden“, setzte er hinzu, bevor er sich auch schon wieder mit dem nächsten Fragenden beschäftigte.

 

Der A-Meister

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190 männliche und 26 weibliche DSAM-Finalisten plus 27 Dähne-Pokal-Finalisten, also insgesamt 216 Finalschachspieler, Tresenkräfte, Trainer, Begleiter, Ernährungsberater und Turnierpersonal wurden noch gar nicht gezählt, versammelten sich im RAMADA-Hotel Leipzig / Halle – eigentlich in Landsberg/Halle, jedenfalls aber Sachsen-Anhalt. Warum? Um miteinander Schach zu spielen, klar – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Lara Schulze

Lara Schulze

Fünf Runden noch, dann steht er fest, der Deutsche Schach-Amateurmeister der jeweiligen Leistungsgruppe (es gibt sechs). Und natürlich die liveentsprechende Deutsche Damen Amateurmeisterin, klar. Bei den „Dähnikens“ ist es entsprechend, wenn auch ohne Dame. Spätestens am Sonnabend bei der „Gala des Schachs“ muss der herbei eilende DSB-Präsident ja wissen, wen er zu ehren hat. Obwohl: Genügend dankbare Abnehmer würden sich wohl finden lassen … Eine Teilnehmerin wurde sozusagen schon ehrend bedient, nämlich die Deutsche Jugendmeisterin U14 Lara Schulze aus Lehrte (Gruppe B), zugleich „Spielerin des Jahres“ der DSJ, … das stets bereit liegende Lametta reicht ja oft gar nicht aus, um es all unseren verdienten Spielern umzuhängen.

 

Und dann ist da zumindest noch die Deutsche Jugendvizemeisterin U10, die Dresdnerin Phuong Thao Vivien Nguyen, die ihre erste Partie in der F-Gruppe schneller gewann als wir diesen Artikel fertigstellen konnten – irgendwie empörend. Aber auch verflixt gut.

 

Also guckt doch selbst – es gibt nämlich eine LIVE-Übertragung, die von Buli-Schiedsrichter Martin Sebastian betreut wird (nein, der ist da nicht mit im Bild!) : http://www.ramada-cup.de/live/

Turnierseite

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Hat man Freude am Spiel – und das ist die Hauptsache – ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück. [David Bronstein – dankbar dem Fernschach-Newsletter der kostenfreien www.desc-online.de entnommen] – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Das könnte und sollte das Motto jeder Amateur-Partie sein:

Freude am Spiel.

 

Teil des Turniersaales DSAM Halle 2013

Teil des Turniersaales DSAM Halle 2013

Jetzt erst recht, denn gleichsam der „Amateur-Gipfel“ der Saison Fuffzehn/Sechzehn steht nun ganz dicht bevor: Im RAMADA-Hotel in Halle an der Saale wird am Donnerstag, den 26.Mai 2016 wie immer pünktlich um 10:00 Uhr die erste Runde des FINALES der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM angepfiffen werden – und zwar wie jetzt schon traditionell im selben Saal des FINALES des Dähne-Pokals.

 

Das organisierende „DSAM-Team“ war zuletzt von einer mysteriösen Verletzungs-Serie betroffen worden, die geradezu an die Jungs erinnerte, die damals das Grab des Pharaos öffneten, aber einerseits ist die Ersatzbank des deutschen Schachs auch in diesem Orga-Bereich breit besetzt und andererseits geht es bei allen gesundheitlich schon wieder steil bergauf – weiter so! (Also nix mit 1922, Howey Carter beim Ausbuddeln von Tutenchamun, solltest Du noch über den Fluch des Pharao nachdenken.)

 

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Matthias Kiese

Matthias Kiese

Viele Schachspieler lieben Zahlen, manche Veranstalter auch, besonders, wenn es solche sind: Die DSAM – also der Deutsche Schachbund – begrüßte in Kassel mit Martin Fenner vom Schach-Klub Tönsberg Oerlinghaus den sage und schreibe 25.000sten Teilnehmer eines DSAM-Turniers am Brett! „Und im Finale in Halle zwischen dem 26. und 28. Mai spielen wir das einhundertste DSAM-Turnier“, sagte Hugo Schulz – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Bernd Wronn

Bernd Wronn

Christian Schindler (Elo 2214) aus Löberitz schoss hier das Hähnchen … den Vogel ab. 80% = vier aus fünf genügten ihm so gerade eben für den ersten Platz, denn der Kasseler Philipp Humburg (Elo 2171) schloss das Turnier punktgleich, aber mit der minimal schwächeren zweiten (!) Feinwertung als Zweiter ab. CM Prof. Dr. Matthias Kiese, Bochum (Elo 2259) wurde mit 3,5 Punkten Dritter, vor Bernd Wronn, St.Pauli (Elo 2109) mit gleicher Punktzahl. Wie man sieht, lagen die Spieler bzw. ihre Ergebnisse gerade in dieser Leistungsgruppe eng beieinander, umso mehr ist das Ergebnis der Sieger zu bewundern. Unserer Meinung nach gilt das auch ganz besonders für den Sieger der E-Gruppe, Roman Qayumi aus Stadtallendorf, der sehbehindert ist und doch weit mehr auf dem Brett erfasste als die meisten seiner Schachpartner.

 

Diesmal war etwas anders als sonst bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM in Kassel. Es waren zwar noch immer sechs Ratinggruppen und die Springer zogen noch immer so komisch im Dreieck, während noch immer das riesige Monument des Herkules den 348 Spielern fachkundig über die Schulter blickte und wohl einige Male, bei nicht ganz so überzeugenden Zügen, vernehmlich „tss, tss, tssss“ sagte … glaubten jedenfalls manche gehört zu haben. Ganz anders als sonst war allerdings, dass Breitenschach-Referent an Stelle des verhinderten Dr. Dirk Jordan als „Saalchef“ – im Klartext: Turnierdirektor – fungierte. Der Hamburger FIDE-Schiedsrichter tat das gewohnt charmant, gelassen und fachkundig.

 

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Letztes Turnier der 6 Qualifikationsrunden begann in Kassel – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

CM Prof. Dr. Matthias Kiese

CM Prof. Dr. Matthias Kiese

Kassel! Ideale Bedingungen im RAMADA-Hotel zum Schachspiel, denn die Sonne hat sich dieses Wochenende wohl doch ein wenig verzogen, so dass die 348 Spielerinnen und Spieler (43 weiblich, 305 männlich) der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM nur hin und wieder im hübschen Kurpark vor unserem Hotel schlendern, gedankenversunken zwischen Sizilianisch, Trompowski und dem üblichen „hätte ich doch auf … nehmen sollen?“

 

CM Prof. Dr. Matthias Kiese, Bochum, führt die Setzliste der Gruppe A an und muss daher als Turnierfavorit angesehen werden. Kaufen kann man sich dafür natürlich nix, denn gespielt werden muss ja noch. Völlig chancenlos ist dagegen wohl der hessische „Nationaltrainer“ FM Uwe Kersten, denn der Kasseler hat ja glatte zwei Elo-Punkte weniger als Meister Kiese …

 

Mit dabei ist wieder Emily Rosmait von der „TuRa Harksheide von 1945 Norderstedt“ (was für ein Name!), die mit DWZ 1816 und Elo 1931 als 62. in der B-Gruppe startet und also dies Gruppe auf gar keinen Fall gewinnen kann. – Ob ihr das aber vorher schon jemand gesagt hat …? Der völlig unneutrale Berichterstatter könnte sich für die aufstrebende Spielerin ein gutes Turnierergebnis vorstellen.

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Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft DSAM spielt an diesem Wochenende im RAMADA-Hotel Kassel das letzte Qualifikations-Turnier der Saison! Anmeldestopp gibt es schon seit einiger Zeit, aber wer es (seeeehr mutig!) wagt, könnte vielleicht am Freitag noch direkt an der Kasse ein quasi zurückgegebenes Ticket ergattern – falls jemand sich anmeldete, dann aber doch verhindert sein sollte.

 

Uwe Kersten

Uwe Kersten

Gespielt wird wie immer in sechs Leistungsgruppen und die ersten sechs qualifizieren sich für das Finale am 26. – 28.Mai 2016 in Halle (Saale). In Kassel spielt man mit Blick auf die riesige Herkules-Statue „dort drob’n auf dem Berg“. Wir wissen nur noch nicht, ob der „Kuli“ eigentlich umgekehrt auch die Spieler anstarrt … http://www.ramada-cup.de/kassel/

 

Angemeldet hat sich für das Turnier neben 353 anderen Wettkämpfern auch Michael Jordan vom SC Anderssen St.Ingbert, den seine DWZ 1980 in die B-Gruppe trug. Dieser hier spielt Schach, nicht Basketball. „Jordan?“, denkt man sich, „Jor… da war doch was?“ Genau! Da ist nämlich zunächst mal Martina Jordan, Schatzhüterin der DSAM – da, wo es klingelt, steht ihre Kasse. Genauer gesagt: Der Groschenstapel des deutschen Amateurschachs. Ihr zur Seite steht, sitzt und geht der Turnierdirektor der DSAM, nämlich Dr. Dirk Jordan, ebenfalls aus Dresden – die beiden sausen also immer (unbezahlt wie jeder im Team!) vom äußersten Ostzipfel der Republik direkt in den Spielsaal, stets gut gelaunt, bestens vorbereitet … wie man hört, scheppert’s beim Chef gerade ein wenig im Knie, aber das wird ihn vermutlich nicht abhalten. Und wenn doch, sind im DSAM-Team genügend gestandene Persönlichkeiten des deutschen Schachsports vertreten, die Aufgaben übernehmen könnten.

 

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Draußen Sturm, drinnen Jubel – Gibt es Schöneres als Schach? Vom 5. DSMA-Qualifikationsturnier in Brühl-Köln berichtet RALF MULDE

 

Rene Kellner

Rene Kellner

Um gleich die Frage in der Unterzeile aufzulösen: Jedenfalls nicht der Karneval, würden die Spieler wohl antworten, denn die waren drinnen und die Kamellenschmeißer draußen. Obwohl, wie es unsere Bilder zeigen, war man doch keineswegs vollkommen isoliert – warum auch? Das bunteste Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] zieht ja einen Teil seines Reizes gerade aus dieser Parallele zwischen Feier und Rochade. Witzig ist das immer, auch für das Turnierpersonal und den Hotelservice [Die hübsche Turnierbeguck-Seite: http://www.ramada-cup.de/bruehl/].

 

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon einmal drei Spielern in einem Turnier gelungen ist, mit 100% zu punkten“, verbeugte sich Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan vor der tollen Leistung von Manfred Berner[Kelkheim, C-Gruppe], Rene Kellner [Briesen, D-Gruppe] und Jean-Pierre Fuß [St.Augustin, E-Gruppe], die in ihrer jeweiligen Leistungsklasse diesen ungewöhnlichen Erfolg hervorzauberten.

 

In der sozusagen Königsdisziplin, der A-Gruppe, gelang dem für den SK Münster 32 spielenden Martin Molinaroli mit 4,5 Punkten der große Wurf, immerhin distanzierte er den Zweiten, nämlich Axel Stephan von Diogenes Hamburg um einen ganzen Punkt. „Ein voller Zähler Vorsprung auf die Verfolger sind im Schach Welten“, wie es hier auf dem Schach-Ticker der große Schachjournalist Hartmut Metz gerade treffend bemerkte, allerdings über Weltmeister Magnus Carlsen.

 

Aber so ganz „amateurig“ sind die Amateure in der besten Leistungsklasse vielleicht auch gar nicht, natürlich ohne jeden Bezug zur Klasse der Weltelite, aber eben doch Oberliga, Zweite Bundesliga – da ist „oben“ zumeist das Niveau im Ratingbereich 2300 – 2101. Im gar nicht so fernen DSAM-Finale in Halle / Saale [vom 26.-28.Mai, vorher steigt die letzte Quali-Party aber noch in Kassel vom 15.-17. April] wird man wieder mit den dähnischen … mit den Dähne-Pokal-Finalisten in einem Saal spielen – und die Rating-Unterschiede beider Finals werden wie immer nicht sehr groß sein. Im Matt sind wir alle gleich. Das erkannte auch Klaus Deventer, Vize-Präsident und Leistungsschach-Referent des DSB, der war bei der Ehrung der Sieger im Brühler RAMADA-Hotel tätig, was von allen dankbar wahrgenommen wurde.

 

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Vom fünften DSAM-Qualifikationsturnier in Brühl-Köln berichtet RALF MULDE

 

Hugo Schulz

Hugo Schulz

Gilt denn Schach nicht stets als „Königliches Spiel“ und wird eher mit den Weisen als mit Narren verbunden? Mag sein, aber im Karneval-Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] in Brühl-Köln ist es eben einmal anders! [Turnierhomepage: http://www.ramada-cup.de/bruehl/ ].

 

„350 Teilnehmer sind es diesmal, davon sind 34 weiblich, also 9,71 Prozent“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan. Der jüngster Spieler bei diesem fünften und damit vorletzten DSAM-Qualifikationsturnier in der Saison 2015/16 ist der 2007 geborene Max Pick. Im selben Jahr, aber doch ein paar Tage früher, kam auch Hannah Ramien zu Welt. Auf der anderen Seite finden wir als Nestor Gerhard Hund (hatte gestern übrigens Geburtstag), Jahrgang 1932, der wieder mit seiner Schach spielenden Familie anreiste und den [noch!] vereinslosen Dieter Krohn, der ebenfalls 1932 das Licht der Welt erblickte.

 

Der DSB-Breitenschachreferent Hugo Schulz ließ in seinem eröffnenden Grußwort kurz jene Zeit Revue passieren, als alles begann. Die Premiere der größten Breitenschach-Veranstaltung des Deutschen Schachbundes – die Veranstaltung war ein Projekt, dass das 125-jährige des 1977 in Leipzig gegründeten DSB flankierte – war übrigens in Brühl-Köln [2.-4. November 2001]. Damals waren 220 Teilnehmer am Start. Wie es oft so ist, entfalten solche für nur ein Jahr gedachten Initiativen aber ein sehr langes Leben. Inzwischen reichen die Säle in Brühl, erst recht in Aalen, streng genommen schon lange nicht mehr aus, um dem jedes Jahr wieder unglaublichen Ansturm der Schachfreunde gerecht zu werden. Doch aus irgendeinem Grund bauen die Hotels nur für die Schachsportler ihre Häuser nicht um. Und die Turnierstandorte aufzugeben, kommt natürlich überhaupt nicht in Frage.

 

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Das fünfte Qualifikationsturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft wird am Wochenende in Brühl gespielt – Ein Vorbericht von RALF MULDE

 

„Wir starten am 5.Februar mit wohl mehr als 350 Spielern in Brühl“, freut sich der Turnierdirektor der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] Dr. Dirk Jordan auf das bevorstehende bunteTurniersaal 2015 Spektakel. Es wird das vorletzte Qualifikations-Turnier der laufenden Saison sein, danach folgen nur noch Kassel [15.-17.April] und dann eben das Finale in Halle an der Saale [26.-28.Mai]. „Wie immer handelt es sich im rheinischen Brühl um unser traditionelles ‚Karnevals-Turnier’. Wir starten am Freitag in sechs Gruppen und ehren nach fünf Runden am Sonntag die Sieger.“

 

Wer den jecken Karneval schon einmal gesehen hat, wird die hohe Auszeichnung erkennen, die dem deutschen Schach namens der Stadt Brühl entgegen gebracht wird, denn Bürgermeister Dieter Freytag wird sich die Zeit nehmen, das Turnier trotz aller Narretei persönlich zu eröffnen.

 

Bei „Karneval“ denken die meisten Menschen in der Welt wohl zuerst an Venedig, dann an Rio de Janeiro und ganz viele gewiss auch an Mainz, Köln et cetera. Einige denken bei „Schach und Karneval“ inzwischen bestimmt auch an die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft in Brühl, die traditionell nur wenige Stunden vor Rosenmontag endet. Mehr als 350 Spieler [Webseiten-Link http://www.ramada-cup.de/bruehl/] hatten sich vorab angemeldet, so dass die „Anmeldung per Internet“ gestoppt werden musste; so ein Spielsaal hat nun mal nur eine endliche Größe, und es soll ja auch komfortabel bleiben und keine „Sitzordnung à la Ölsardine“ im RAMADA-Hotel in der Römerstraße werden.

 

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Vom vierten DSAM-Qualifikationsturnier der Saison 2015/16 in Hamburg-Bergedorf berichtet RALF MULDE

 

David Kardoeus

David Kardoeus

„Dass ein Spieler zum ersten Mal an dieser Turnierreihe teilnimmt, kommt selbstverständlich immer wieder vor“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan vergnügt. „Dass er dann aber auch gleich die A-Gruppe gewinnt, ist vermutlich neu.“ Dieses Kunststück gelang David Kardoeus, Landesliga-Spieler bei Werder Bremen, Elo 2164, Jahrgang 1997, ein eher ruhiger Vertreter. In der zweiten Runde quittierte er eine Niederlage gegen den Norderstedter FM Thomas Kahlert [DWZ 2091, Elo 2166], ansonsten ein Sieg nach dem anderen. Am Ende waren es 4,0 Punkte aus fünf Runden, das reichte dem Bremer zum Turniersieg.

 

Teodora Rogozenco vom HSK startete beim vierten Qualifikationsturnier zu Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] im schicken RAMADA Hotel Hamburg-Bergedorf diesmal ganz schlaff in den Wettbewerb, zwei Niederlagen, dann eine Pause durch Freilos, und das ließ Kräfte [oder einfach die Lust am Spiel] wachsen: Zwei Siege und fast noch die Platzierung unter den ersten Sechs. Schach ist Kampfsport. Und ihr Teamkollege Julian Grötzbach, von Raymund Stolze zuletzt noch publizistisch mit der bangenden Frage des Goldenen Blatts begleitet, ob „er es schaffen“ werde, qualifizierte sich tatsächlich so gerade eben noch – er wurde mit 3,0 Punkten „nur“ Siebter, aber der vor ihm platzierte Greifswalder Wilfried Woll hatte sich bereits in einem vorigen Turnier finalqualifiziert, so dass dafür nun auch der siebte Rang genügte.

 

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Vom vierten DSAM-Qualifikationsturnier in Hamburg-Bergedorf berichtet RALF MULDE

 

Julian Grötzbach

Mit Julian Grötzbach vom Hamburger SK geht in der A-Gruppe der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] in Bergedorf bei Hamburg ein frisch gekürter Deutscher Meister an den Start! Einen Tag vor Silvester holte er sich mit seinem Team den Titel in der Königsklasse U20 bei den Jungen. Der Vertreter der Stadt Bergedorf, Verwaltungsdezernent Ulf von Krenski, beglückwünschte den Champion, der zum Auftakt remis gegen Christof Köllner vom SV Bergneustadt/Dersch spielte, und in Runde 2 sogar gegen seinen Vereinskollegen Bernhard Jürgens verlor. Dann aber folgte endlich der erste Sieg gegen Sebastian Rudoph von Doppelbauer Kiel, was Julian auf Platz 13 brachte. Gelingen ihm noch zwei Punkten in den abschließenden Runden 4 und 5, dann ist noch alles drin für die finale Qualifikation. Und die sollte schon der Anspruch eines Deutschen Meisters sein … [Alle Ergebnisse, Tabellen und weiter Beiträge finden Sie auf der Veranstalterwebseite http://www.ramada-cup.de/hamburg/].

 

Das am Freitag gestartete Qualifikations-Turnier der DSAM fing allerdings auf alle Fälle schon mal positiv an. 434 Teilnehmer fanden sich im gerade erst renovierten RAMADA-Hotel ein und zwar nicht nur [aber auch], um die Happy Hour an der Bar, den Whirlpool, die Sauna oder die gute Küche zu genießen, sondern um in den fünf Runden möglichst einen Sieg an den anderen zu reihen!

 

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Eine Vorschau auf das vierte Qualifikationsturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft der Saison 2015/16 in Hamburg-Bergedorf von RALF MULDE

 

Emily Rosmait

Emily Rosmait

Also, wir müssen reden. Genau, mit Dir. Über Schach. Genauer, über die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM]. Die startet nämlich, wer hätte es gedacht, auch 2016 mit neuen Terminen. Das am 8.Januar 2016 beginnende Neujahrs-Turnier findet im mit 4 Sternen versehenen 205-Zimmer-RAMADA-Hotel in Bergedorf statt, also im S-Bahn-Netz von Hamburg. Mit der S21 [ohne Sterne] bist Du richtig; vom Hauptbahnhof aus dauert es damit keine halbe Stunde, das ist mit Deinem Lamborghini kaum zu schaffen.

 

Das wird wieder eine Menge Spaß machen“, freute sich Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan am Jahresende auf das größte einzelne Turnier, das der Deutsche Schachbund jährlich anbietet.“ [Veranstalterwebseite http://www.ramada-cup.de/hamburg/ ].

 

FM Bernd Laubsch von Post Uelzen ist der Ratingstärkste der 439 Angemeldeten. Der in Göttingen lebende Spielertrainer [aktuell DWZ 2232 / Elo 2275, geboren 1972] triumphierte in Bad Harzburg 2013 mit sechs aus acht und startete an Brett 1 der Landesliga Nord mit zwei aus vier in die laufende Saison – kein Anlass zum Freudenfest, aber auch kein Karfreitag. Und auch, wenn es zuletzt mal nicht so riesig lief: Das kann sich jederzeit wieder in die richtige Richtung verändern.

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Vom dritten Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Aalen berichtet RALF MULDE

 

Dr Dirk Jordan beendet Aalen 2015

Dr. Dirk Jordan beendet Aalen 2015

Dass Schlusswort in Aalen hatte der Turnierdirektor der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] Dr. Dirk Jordan: „“Wir sind sehr zufrieden mit dem äußerst angenehmen Verlauf im Kreis unserer netten Spieler.“ Und Recht hat der Mann, der ein erstklassiges Team seit Jahren um sich weiß. Dazu gehört natürlich auch unser Mann in Aalen RALF MULDE, der vom dritten Qualifikationsturnier in der Saison 2015/16 für den SCHACH-TICKER berichtet.

 

Fünf aus fünf klingt ganz einfach, oder? Wer das schon einmal selbst probiert hat, wird vom Gegenteil berichten können. Der Aalener Richard Haidl [SV Unterkochen] dachte sich jedenfalls: „Wenn nicht hier, wo dann?“. So nutzte er den Heimspiel-Vorteil vor „Tausenden skandierenden Groupies“ und siegte in der D-Gruppe mit knallharten 100%. Der 1998 geborene Unterkochener [das ist nicht das Gegenteil von überkochen] weist aktuell eine DWZ 1660 und Elo … noch gar keine aus. Kommt noch.

 

Weil die D-Gruppe mit ihrer Ratingspanne von 1700 bis 1501 ungefähr den Wert spiegelt, den die meisten deutschen Schachspieler aufweisen, nannte es einer die „Jedermann-Gruppe“. Nicht schlecht, denn Dauerläufer „Jedermann“, Hugo von Hofmannsthal 1911, wird immerhin seit 1920 jedes Jahr in Salzburg aufgeführt – anscheinend also kein ungünstiges Etikett. Wir hatten Glück, dass Schachfreund Haidl so knapp vor dem Fest abkömmlich war, denn nebenher ist er sozial engagiert [in der Aalener katholischen Kirche – sozusagen Gegenpol des Jedermann], ein Vorbild für uns alle.

 

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Vom dritten Qualifikationsturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Aalen berichtet RALF MULDE

 

Aalen liegt in Baden-Württemberg. Dieses Bundesland ist im Schach ein Unikum, da Banner DSAM Aalenes als einziges gleich zwei Landesschachverbände hat, eben den von Baden und den von Württemberg. Und weil Weihnachten und Schach sowieso ja eine einzigartig verbindende „gens una sumus“ Wirkung haben, stehen die Vertreter beider Verbände auf unserem Bild einträchtig nebeneinander. Das ist das allerdings wenig sensationell, denn auch sonst sind der Vizepräsident des DSB Prof. Dr. Uwe Pfenning, Baden und Walter Pungartnik, Württemberg, gewiss keine Antipoden.

 

Diesen Eindruck gewannen wohl auch die 246 Schachsportler – 227 Männer und 19 Frauen -, die sich an den Brettern im RAMADA-Hotel Aalen zum dritten Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM]versammelten, darunter auch Meister Pfenning, der so wie sein hessischer Kollege Thorsten Ostermeyer ein spielender Präsident ist. Den DSB-Vize finden wir Aalen übrigens in der C-Gruppe wieder [TWZ 1701 bis 1900].

 

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Vom zweiten DSAM-Qualifikationsturnier der Saison 2015-16 in Magdeburg berichtet RALF MULDE

 

Lara Schulze

Lara Schulze

Es gibt Wettkämpfe der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM], an die man sich ganz besonders gerne erinnern wird. Magdeburg 2015[20. bis 22. November] zählte dazu. „Hier sind aber sehr viele Kinder mit dabei“, wunderte sich der filmende Reporter des MDF1, des Magdeburger Fernsehens http://www.mdf1.de/MDF1_Direkt.html Es war durch die sehr vielen Kinder und Jugendliche ein äußerst buntes Turnier – und es waren diesmal tatsächlich noch mehr Spielerinnen und Spieler der U16-Kategorie mit dabei als es ohnehin schon oft bei der DSAM der Fall ist. Es handelt sich eben einerseits um ein Turnier der Ober- und Landesliga – und auch kampfstarke Spieler der 2. Bundesliga sind gerne dabei –, aber andererseits ist es auch ein Familien-Turnier. Und das heißt: Schachlicher Buntwaschgang. Fröhlich lachende, lustig über die Hotel-Gänge purzelnde Kinder wie Elina Heutling, Nalani Kurzweil, Nelly Adelmeyer oder Nare Khanbekyan sind unglaublich quirlige Beispiele dafür.

 

Aber wir wollen ja Spitzenschach; knochenharte Leistung, nichts anderes zählt hier in diesem Artikel, Du als mein Leser hast das längst gemerkt. Diese „DSB-Brillant-Kader-Sektion der Goldkanten-Amateure“ findet man bei der DSAM vermutlich in der A-Klasse [2001-2300 TWZ= DWZ oder Elo]. Klingt wie Luxuswagen – und ist auch so. Und wieder einmal hat es der Setzranglistenerste nicht geschafft! Der aus dem fernen München herbei gebeamte Mathematiker Thomas Höfelsauer [DWZ 2235/Elo 2250] sorgte dafür, dass dieser Bann irgendwelcher altägyptischer Pharaonen bestehen bleibt, nach dem niemals der Papierbeste DSAM-Sieger sein dürfe.

 

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