Europameisterschaft

Elisabeth Pähtz führt das deutsche Quintett bei den 17. Frauen-Europameisterschaften in Mamaia/Rumänien an – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Apart: Elisabeth Paehtz, MOZ 21./22.5.2016, Foto: Luis Esquivel GolcherKaum haben die Männer ihre kontinentalen Meisterschaften in Gjakova/Kosovo beendet – am vergangenen Montag [23. liveMai] holte Ernesto Inarkiev Titel Nummer acht für Russland – da machen sich die Frauen auf nach Mamaia, um ihrerseits vom 26. Mai bis 8. Juni die beste Europäerin zu ermitteln und gleichzeitig 14 Plätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 zu ermitteln.

 

Was den Austragungsort angeht, so geht man halt doch getrennte Wege. Nur bei fünf von inzwischen 17 Titelkämpfen – 2003 [Silivri], 2007 [Kusadasi], 2007 [Dresden], 2008 [Plowdiw] und 2010 [Rijeka] – war das nicht so.

 

Was das Teilnehmerfeld in dem bekannten Badeort am Schwarzen Meer angeht, so sind immerhin 104 Anmeldungen aus 27 Ländern eingegangen [Stand 24. Mai]. Wie nicht anders zu erwarten, stellt Russland mit 20 Aktiven das größte Kontingent, gefolgt von Gastgeber Rumänien mit 12 und Georgien mit 11.

 

Für die spielerische Klasse spricht, dass immerhin 104 Teilnehmerinnen einen internationalen Titel tragen. Wobei darunter vier Großmeisterinnen und 32 Internationale Meisterinnen sind. Das kann sich wahrlich sehen lassen!

 

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Nisipeanu einer von 23 Weltcup-Teilnehmern, Donchenko mit „Pech“ in der Schlussrunde

Inarkiev (Bjornsson)
 
Das Geschehen nach dem Ruhetag bei der Europameisterschaft in Gjakova/Kosovo ganz kurz zusammengefasst: In Runde 7, 8 und definitiv 9 fiel bereits die Entscheidung über Gold. Danach und natürlich bereits parallel ging es noch um die anderen Medaillen und weitere Plätze mit attraktivem Preisgeld sowie – für manche vielleicht wichtiger als ganz vorne landen – die ersten 23 Plätze die zur Teilnahme am Weltcup berechtigten. Einige sicherten da das zuvor Erreichte mit (nicht immer ausgekämpften) Remisen ab, andere hatten noch Nachholbedarf bzw. (ein Leidtragender war Alexander Donchenko) Ambitionen auf mehr.

 

Und das kam am Ende dabei heraus: Inarkiev 9/11, Kovalenko 8.5, Jobava, Navara, Vallejo 8, Wojtaszek, Piorun, Fressinet, Goganov, Dubov, Vitiugov, Cheparinov, Najer, Hovhannisyan, Sergei Zhigalko, Palac, Salgado Lopez, Dreev, Anton Guijarro, Nisipeanu, Tari, Demchenko, Ter-Sahakyan, Lupulescu, Bortnyk 7.5. Alle Grossmeister, der erste IM dann auf Platz 42. Die drei Letzten der obigen Liste sind bewusst nicht fett gedruckt, da einige wenige Buchholz-Punkte zur (vermutlichen) Weltcup-Qualifikation fehlten. In der nächsten Gruppe mit 7/11 nach Wertung vorne der zum Ruhetag noch mit 5,5/6 alleine führende Ivan Saric, knapp dahinter Alexander Donchenko. In der nächsten Gruppe mit 6,5/11 unter anderem Ragger, Ponomariov und Matlakov – in der Setzliste unter den ersten zehn, aber es reichte nur für den geteilten 44. Platz.

 

Zu den anderen deutschen Teilnehmern komme ich noch, im Teaser nur noch der Hinweis auf das Titelbild: natürlich Europameister Ernesto Inarkiev. Fotos stammen weitgehend von der European Chess Union, Fotografen Tomasz Delega und Gunnar Bjornsson, gefunden hier und hier.

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11. bis 24. Mai 2016 in Gjakova, Kosovo – Text: Louisa Nitsche (Deutscher Schachbund)

 

Dieter Nisipeanu

Dieter Nisipeanu

Dem Aufruf zur Teilnahme an der Europameisterschaft in Gjakova nahe der albanischen Grenze folgten 4 unserer besten Spieler, die da wären:
GM Liviu-Dieter Nisipeanu (2667, Setzlistenplatz 23), GM Vitaly Kunin (2592, Setzlistenplatz 68), GM Alexander Donchenko (2573, Setzlistenplatz 78) und IM Rasmus Svane (2529, Setzlistenplatz 105). Weitere Spieler die unter deutscher Flagge spielen sind: Shpetim Nazarko, Dugagjin Amerllahi und Martin Gebigke. 263 Teilnehmer habliveen sich insgesamt registriert.

 

Zur Teilnahme eingeladen waren alle Schachspieler, die einer ECU-Föderation angehören, unabhängig von Titel oder Spielstärke. Start der ersten Runde ist am Donnerstag, 12. Mai um 15:30 Uhr.

 

Die 23 Besten qualifizieren sich für den nächsten World Cup. Mit anderen Worten: Wenn unser Nationalspieler Dieter Nisipeanu seinem Setzlistenplatz treu bleibt, ist er beim nächsten World Cup dabei.

 

Der Preisfonds beträgt 120.000 Euro; gespielt und gewohnt wird im Hotel „Pashtriku„.

TurnierseiteResultateTeilnehmerTermine

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18. bis 20.12. im Sportpalast von Minsk (Weißrussland) – Blitz: Freitag ab 10 Uhr und Schnellschach: Samstag und Sonntag ab 9 Uhr

 

Mamedyarov Shakhriyar

Mamedyarov Shakhriyar

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schnellschach und Blitz die idealen Disziplinen für eine Live-Übertragung mit liveLivestream sind. Schnelle Entscheidungen, wenig Remispartien und das Gefühl direkt dabei zu sein, machen das Zuschauen zu einem besonderen Erlebnis. Die Sprintdisziplinen in der Leichtatlethik sind auch die attraktivsten für die Zuschauer. Dazu kommt, dass die Russen in der Regel eine perfekte Organisation garantieren. Eine Live-Übertragung plus Livestream in HD-Qualität ist selbstverständlich. Die „Offizielle Seite“ ist sehr übersichtlich und bietet alle Informationen zum Ablauf beider Wettbewerbe. Zu meinem Bedauern habe ich keinen deutschen Spieler entdecken können (außer Igor Khenkin im Rapid und einigen Schachtouristen, wie schon im aktuellen Kurz&Knapp berichtet). Immerhin bietet das kleine Land Österreich seinen besten Spieler Markus Ragger auf.

 

Nachfolgend die ersten 20 der Teilnehmerliste im Blitz-Turnier:

 

1 Bogdanovich Stanislav 2815 UKR 2 Navara David 2806 CZE 3 Mamedov Rauf 2777 AZE 4 Shkuro Iuri 2765 UKR 5 Sargissian Gabriel 2749 ARM 6 Mamedyarov Shakhriyar 2749 AZE 7 Smirin Ilya 2743 ISR 8 Andreikin Dmitry 2742 RUS 9 Zubov Alexander 2736 UKR 10 Bortnyk Oleksandr 2732 UKR 11 Alekseev Evgeny 2729 RUS 12 Kovalenko Igor 2718 LAT 13 Andriasian Zaven 2700 ARM 14 Jobava Baadur 2700 GEO 15 Fressinet Laurent 2699 FRA 16 Melkumyan Hrant 2687 ARM 17 Bocharov Dmitry 2683 RUS 18 Rakhmanov Aleksandr 2681 RUS 19 Savchenko Boris 2680 RUS 20 Guseinov Gadir 2672 AZE … insgesamt 678 Teilnehmer – Rapid 801 Teilnehmer!
(Die Zahlen hinter den Namen sind die neuerdings eingeführten speziellen Blitz-Elozahlen).

 

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Silber für Armenien, Bronze für Ungarn, Blech für Frankreich, Platz 6 für Deutschland

 

Wie bereTeam Russia + MVLits im letzten Bericht erwähnt – vor den letzten beiden Runden war Russland im offenen Turnier klarer Favorit für Gold, dort nicht erwähnt: bei den Damen auch. Beide Teams wurden dann auch Europameister (und damit übergebe ich die Damen wieder an Kollege Raymund Stolze, bzw. dieser Bericht ist bereits veröffentlicht). Den russischen Herren reichte ein doppeltes 2-2 in den letzten beiden Runden: gegen Armenien wurde es noch spannend, gegen Ungarn wollte der Gegner vielleicht nicht unbedingt gewinnen oder jedenfalls nicht viel riskieren, denn: wie ebenfalls im letzten Bericht erwähnt, Spannung pur was Silber und Bronze betrifft. Warum Ungarn plötzlich im Medaillenrennen war, gehört zur Dramatik der letzten beiden Runden.

 

Zuvor der Endstand: Russland 15, Armenien 13(220,5), Ungarn 13(217), Frankreich 13(211,5), Ukraine 12(185,5), Deutschland 12(168,5), Aserbaidschan, Spanien, Georgien, England, Niederlande, Tschechische Republik 11

 

Das Titelbild (Fotoquelle Turnierseite) gebe ich der russischen Mannschaft – es stammt aus dem Match Russland-Frankreich in Runde 7, aber diese Fotos waren bei Redaktionsschluss noch nicht im Netz. Ausserdem bietet es sich an, Maxime Vachier-Lagrave (vorne links) mit auf das Foto zu nehmen. Nur ein Trostpreis, darauf kann er sicher verzichten – aber mehr kann ich nicht für ihn tun. Und nun zunächst die letzten beiden Runden, dann noch ein paar Worte allgemein zum Turnier:

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Exweltmeisterin Alexandra Kostenjuk war immer im Gold-Team dabei – Deutschland auf Platz 6 – Ein Abschlussbericht von RAYMUND STOLZE

 

Chess Queen Alexandra Kostenjuk (Foto: www.kosteniuk.com)

Chess Queen Alexandra Kostenjuk

Die heute am 22. November zu Ende gegangene Mannschafts-Europameisterschaft 2015 fand an einem historischen Ort statt, denn vor 43 Jahren fand in Reykjavik das sogenannte „Match des Jahrhunderts“ zwischen Boris Spasski und Robert James Fischer statt, bei dem der damals 29-jährige Amerikaner die Vorherrschaft der Russen mit einem 13,5:8,5-Sieg beendete. Damals war Schach in den Schlagzeilen, denn dieses Duell war quasi auf den 64 Feldern die „Fortsetzung des Kalten Krieges“ mit anderen Mitteln.

 

Nun, in diesem Novembertagen fanden die kontinentalen Titelkämpfe – bei den Männern sind es bereits die 20. und bei den Frauen die 11. gewesen – nicht unbedingt ein solches Medienecho, obwohl für Norwegen Superstar und Weltmeister Magnus Carlsen dabei war.

 

Was die Open-Konkurrenz angeht, so waren und sind sie bei meinem Kollegen Thomas Richter bestens aufgehoben, während ich mich wie immer bei Großereignissen ganz für die Frauen verantwortlich fühle.

 

Ob Spasskis Geist die Russinnen motiviert hat, weiß ich nicht, aber das Quintett mit Alexandra Kostenjuk, Katerina Lagno, Walentina Gunina, Alexandra Gorjatschkina und Anastasia Bodnaruk war auf dem Weg zur vierten EM-Krone einfach nicht aufzuhalten. Und die Exweltmeisterin an Brett 1, die vom Frauen-Bundesliga-Klub OSG Baden-Baden für die aktuelle Saison verpflichtet wurde, ist bei allen Goldmedaillen für Russland [2007, 2009, 2011 und 2015] dabei gewesen. Auf drei kommt Walentina Gunina, die in der höchsten deutschen Damen-Liga in Bad Königshofen spielt [2009, 2011 und 2015]. Und zwei hat Katerina Lagno. 2013 war sie in Warschau für die Ukraine erfolgreich, und sie ist jetzt gewissermaßen die einzige „Titelverteidigerin“, allerdings durch ihren Föderationswechsel im Sommer 2014 nun im „Dress“ der russischen Auswahl.“ Im Schach ist eben fast alles möglich …

 

Dass die Ukraine mit Silber und Georgien mit Bronze geehrt werden, ist auch kein Wunder. Es sind ja beides Teams aus ehemaligen Sowjetrepubliken, und Schach hat eben bis heute nicht an Bedeutung verloren.

 

Und nun der Spielfilm der durchaus nicht undramatischen zweiten Halbzeit …

 

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Wer bekommt Silber und Bronze hinter Russland?

Armenien-Deutschland

 
Offiziell ist es noch nicht – morgen ist auch noch ein Tag, übermorgen auch aber dann ist die Entscheidung vielleicht schon definitiv und Russland ist Mannschafts-Europameister. Drei Punkte Vorsprung haben sie nach Runde 7 von 9, einen brauchen sie am Ende – eventuell auch keinen da sie vermutlich auch die beste Wertung haben werden. So steht es momentan: Russland 13, Frankreich, Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Ungarn 10, Deutschland, Lettland, Niederlande 9. Wo ist die Ukraine? Nach einer, sagen wir mal vermeidbaren, Niederlage gegen Georgien haben sie nur 8 Mannschaftspunkte. Beinahe hätte auch Aserbaidschan gegen Lettland verloren, aber sie retteten noch ein 2-2.

 

Da fünf Runden im letzten Bericht eher etwas zuviel waren, und da das Turnier in die entscheidende Phase geht, gibt es den nächsten Bericht bereits heute. Das Titelfoto (Fotoquelle wie immer Turnierseite) habe ich schon nach Runde 6 ausgewählt – egal was tags darauf passieren würde, das Drama beim Match Armenien-Deutschland ist kaum zu überbieten. Aronian und Nisipeanu sind zu Spässen aufgelegt, Dennis Wagner im Hintergrund dagegen bereits voll konzentriert (später in der Partie konnte er zwar gut rechnen, aber schlecht zählen). Der Herr dazwischen – Blick nicht in die Kamera, sondern Richtung Wagner – ist vielleicht Bundestrainer Rogozenco, ansonsten bin ich überfragt (Georg Meier ist es nicht, Daniel Fridman auch nicht).

 

Das war natürlich nicht das einzige interessante und relevante Match, nun im Detail zu Runde 6 und 7:

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Russland Frauen sind bei der Team-Europameisterschaft vorerst nicht aufzuhalten, deutsche Damen zur Halbzeit auf Platz 5 – Ein Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Rogozenko, Pähtz, Heinemann, Ohme, Schleyning, Osmanodja, Lobzhanidze

Das deutsche Team in Reykjavik

Meine Vorschau hatte ich getitelt: Gibt es ein Double für die Georgierinnen?  Na ja, bis Runde 4 konnten die amtierenden Weltmeister und Setzranglistenersten in Reykjavik durchaus darauf livehoffen. Immerhin wurden im dritten Durchgang die Mädels aus der Ukraine mit Weltmeisterin Maria Musitschuk am Spitzenbrett, die ihre Partie gewann, mit 2,5:1,5 bezwungen. Also war die Weste blütenweiß mit drei Siegen. Doch danach folgte bereits der Showdown mit den Russinnen, und der wurde klar mit 0,5:3,5 in den Sand gesetzt. Nur an Brett 1 konnte Nana Dsagnidse ihrer Kontrahentin Alexandra Kostenjuk ein Remis abtrotzen. Die Teamkolleginnen der russischen Exweltmeisterin Katarina Lagno, Walentina Gunina und das „Kücken“ Alexandra Gorjatschkina fegten dagegen Bela Chotenaschwili, Nino Batsiaschwili und Meri Arabidse vom Brett – zumindest was das Ergebnis angeht.

 

Der Traum vom EM-Titel könnte also für die Kaukasierinnen bereits geplatzt sein. Die russische „Dampfwalze“ ist einfach nicht zu stoppen.

 

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Ein Untertitel zu jeder Runde

 

MVLDie Europa-Mannschaftsmeisterschaft hat jede Menge zu bieten, mehr als in einen Bericht zum Ruhetag passt. Auch beim Titelbild habe ich die Qual der Wahl: In Frage kamen Svidler und Aronian, aber ich entschied mich für Maxime Vachier-Lagrave. Das prozentual beste Ergebnis an Brett 1 teilt er sich momentan mit Bologan und Jobava, aber er hatte die stärksten Gegner. Und es gibt noch einen anderen Grund – wer liveneben Schach auch andere Nachrichten verfolgt (wobei ich es zunächst auf einer Schachseite gesehen hatte), weiss sicher was ich meine. Nicht in Frage kommt dagegen ein Spieler mit momentan 0,5/3, auch wenn er aufgrund früherer Erfolge aktuell Elo 2832 hat. Alle Fotos stammen von der Turnierseite.

 

Generell konzentriere ich mich auf die vorderen Tische, dann die deutsche Mannschaft, dann Carlsen (wenn er spielte und auch wenn er nicht spielte), und mitunter auch ein bisschen bunt Gemischtes – Eröffnungen und auch einige Teams weiter hinten in der Tabelle. Die Damen sind Sache von Kollege Raymund Stolze, aber ganz ignorieren werde ich sie auch nicht. Zuerst der aktuelle Stand im Turnier: Russland 9, Frankreich, Ukraine, Georgien 8, Aserbaidschan, Niederlande, Deutschland 7. Plötzlich sieht es aus deutscher Sicht recht gut aus, wobei das Turnier bisher dennoch durchwachsen war – gilt auch für meine anderen niederländischen Landsleute, und beide bekommen in Runde 6 voraussichtlich schwere Gegner. Nun Runde für Runde:

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Nach Skopje kommt Reykjavik

 

live

Ab 16 Uhr

Vor kulaugardalsholl_utan_1rzem erst traf sich Schach-Europa beim Europacup für Vereinsteams in Skopje; ab Freitag sitzen zum Teil dieselben Spieler (und Spielerinnen, aber die Damen übernimmt Kollege Raymund Stolze) in Reykjavik am Brett. „Zum Teil“ hat mehrere Gründe: Amerikaner, Chinesen, Inder und andere Nicht-Europäer sind gar nicht spielberechtigt, jedes Land (bis auf Gastgeber Island) darf nur ein Team nominieren, und jedes Team hat statt sechs Spielern plus zwei Reservisten nur deren vier plus einen. Nur Inländer sind spielberechtigt, damit hat Italien (an 23 gesetzt) wohl keine Medaillenchancen, und Mazedonien verzichtet ganz auf die Teilnahme. Die werden nicht unbedingt vermisst, andere eventuell schon (siehe später im Bericht). Immerhin konnten die doppelt eingesetzten Spieler auf der Durchreise von Skopje nach Reykjavik zwischendurch zu Hause vorbeischauen und dann beim erneuten Koffer packen eine andere Garderobe auswählen.

 

Beim Titelbild (Quelle Turnierseite) mache ich es wie immer: kein Spieler (und keine Mannschaft) bekommt visuelle Vorschuss-Loorbeeren, stattdessen ein Foto des Austragungsortes: Laugardarshöll ist normalerweise eine Sporthalle, auch wenn es 1972 bereits Mittelpunkt der Schachwelt war – als Austragungsort des berühmt-berüchtigten WM-Matches Fischer-Spassky. Die „Konkurrenz“ (soweit sie bereits Vorberichte haben) entschied sich anders:

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Abschlussbericht von der Jugendeuropameisterschaft in Poreč – Von A-Trainer BERND ROSEN

 

Die deutsche DelegationKinder, dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf! Nachdem ich mich über die Jahre immer besser in die Rolle des Niederlagen-Erklärers hineingefunden habe, der regelmäßig via JugendSchach erläutert, warum unsere Jugendspieler bei den internationalen Wettbewerben trotz hoher ELO-Zahlen ohne zählbare Erfolge bleiben, staune ich diesmal zusammen mit unserer Delegation und dem Rest von Schachdeutschland über den einmaligen Siegeslauf von Leonid Sawlin, der nach seiner Startniederlage sage und schreibe sieben Partien en suite gewann und mit einem hart erkämpften Remis in der Schlussrunde seinen knappen Vorsprung von einem halben Punkt über die Ziellinie rettete.

 

Der Erfolg hat bekanntlich im Gegensatz zum Waisenkind Misserfolg viele Väter. War es das Innenministerium, das mit seinen Kürzungsandrohungen dem erfolglosen deutschen Schachsport endlich den Leistungsgedanken eingeimpft hat? Absurd!

 

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Zum dritten Mal Gold für Deutschland – Leonid Sawlin aus Berlin gewinnt in Porec/Kroatien den EM-Titel in der Altersklasse U16 – Von RAYMUND STOLZE

 

Es gibt nur kluge Menschen: die einen, die es vorher,
und die anderen, die es hinterher wissen.“

Voltaire

 

U-16 Europameister Leonid Sawlin (hier bei der Makkabiade 2015, Berlin), Foto: DSB

U16-Europameister Leonid Sawlin

Ob Sie es glauben oder nicht: Der von mir zitierte große französische Philosoph hat tatsächlich auch Schach gespielt. Und das ist der Grund, warum ich seinen schlauen Gedanken voranstelle, der am heutigen Schlusstag der partien25. Jugend-Europameisterschaften auf der Webseite der Sportfreunde Katernberg als ein Spruch zum Mittwoch [30. September] steht.

 

Als eigentlich Unbeteiligter aus der Ferne versuche ich das Geschehen in der aus deutscher Sicht erfreulichen Kategorie U16 Open zu beleuchten. Unser Berichterstatter Bernd Rosen wird noch einen ausführlichen Abschlussartikel vermutlich erst nach der anstrengenden Rückfahrt aus Porec/Kroatien schreiben können. Der Bericht zu Tag 8, quasi der Vorbericht zum „Show Down“, findet sich auf den Seiten der Deutschen Schachjugend  –> http://www.deutsche-schachjugend.de/

 

Da passt dann erst einmal Voltaire als Einstieg wirklich bestens, denn nicht nur ich hatte der deutschen Delegation [elf Jungen und sieben Mädchen] eine mögliche Medaille höchstens durch Dmitrij Kollars [Elo 2443] vom Hamburger SK zugetraut. Doch wie die beiden in der Setzrangliste vor ihm Platzierten Bogdan-Daniel Deac [Elo 2455] aus Rumänien und Nicolas Theodorou [Elo 2450] aus Griechenland, war er frühzeitig aus dem Titelrennen. Manchmal läuft es eben nicht so, wie man sich erhofft, oder der Druck, der auf einem lastet, ist zu groß …

 

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Mit Familie Müdder zur Jugendeuropameisterschaft nach Poreč – Ein Bericht von A-Trainer BERND ROSEN

 

Maskottchen Jünner

Maskottchen Jünner

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. In meinem Fall geht die Reise auf die kroatische Halbinsel Istrien zur Jugendeuropameisterschaft in den Bade- und Urlaubsort Poreč. Und so ein Turnier beginnt ja nicht mit liveder ersten Runde, sondern schon viel früher mit der Anreise. Die erfolgte in meinem Fall in zwei gemütlichen Teiletappen per Auto zusammen mit Familie Müdder, deren Tochter Melanie sich mit dem 2. Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft das Startrecht bei dieser internationalen Meisterschaft erkämpft hatte. „Jünner“ musste auch mit – obwohl ich nicht sicher bin, ob es ein guter Omen ist, sein Vertrauen in diesen Zeiten ausgerechnet in das Maskottchen der Gladbacher Borussia zu setzen. Immerhin zeugt es auch von einer gewissen Charakterfestigkeit, nicht gleich beim ersten Gegenwind den eigenen Farben abtrünnig zu werden.

 

Dass die Anfahrt dann doch nicht so geruhsam wurde wie ursprünglich gedacht, lag vor allem an einem etwas merkwürdigen Hobby der Eltern Müdder – und damit ist nicht etwa das Schachspiel gemeint:

 

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Bei den 25. Jugend-Europameisterschaften in Porac /Kroatien hat von den 18 deutschen Startern nur Dmitrij Kollars Medaillenchancen – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Ich gebe zu, die Erfolgsliste bei den Jugend-Europameisterschaften, die ab 21. September ihre 25. Auflage in Porac/Kroatien erleben wird, ist mehr als elivernüchternd. Seit der Premiere 1991 im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer rangieren wir in der ewigen Medaillenwertung mit zwei EM-Titeln, sechsmal Platz 2 und einmal Rang 3 unter ferner liefen. Bei den Mädchen holte sich Lara Stock 2004 in der U12 die Krone, dazu kommen fünfmal Edelmetall durch Elisabeth Pähtz [1995 Silber U10], Jewgenia Naiditsch [1997 Bronze U10], Filiz Osmanodja [2008 Silber U12, 2009 Silber U14], Tina Mietzner [2000 Silber U16]. Bei den Jungen gab es einen EM-Titel durch Fabian Döttling [1996 in der U16] sowie Medaillen durch Arik Braun [2000 Silber U12] und Christian Gabriel [1991 Silber U16].

 

Dmitrij Kollars vom SK Hamburg

Dmitrij Kollars

Und wie es ausschaut, wird bei dieser Jubiläumsmeisterschaft – die Altersklasse U18 kam 1994 dazu, die U8 ergänzte das Programm 2010 – von den 18 deutschen Teilnehmern [sieben Mädchen und elf Jungen] kaum mit größeren Erfolgen zu rechn

Zeitplan/ Regularien

en sein. Unter den TOP 10 in den jeweils sechs Alterskategorien weiblich/männlich [U8, U10, U12, U14, U16, U18] habe ich bei Meldeschluss lediglich nur Dmitrij Kollars entdeckt. Der 16-Jährige vom Hamburger SK wird auf Setzranglistenplatz 3 geführt, was hoffen lässt. Wobei Prognosen gerade beim Nachwuchs schwierig sind, weil es sicherlich für Jugendliche leichter ist gegen Erwachsene zu spielen als gegen ihre Altersgefährten. Die haben nämlich ein völlig anderes Schachverständnis. Und das mag sicher ein Grund dafür sein, dass beispielsweise der gegenwärtig stärkste deutsche U18-Spieler Alexander Donchenko [22. März 1998] nicht mehr an internationalen Jugend-Titelkämpfen teilnimmt. Mit seiner aktuellen Elo-Zahl von 2568 [Stand 1. September 2015] würde Alex, der im späten Frühjahr sein Abitur erfolgreich abgelegt hat, mit klarem Abstand die Königsklasse bei den Jungen vor dem Russen Daniil Yuffa [2476] anführen. Damit wäre er eindeutig der heiße Favorit auf EM-Gold.

 

TurnierseiteErgebnisseLIVE

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Grußwort des DSB-Präsidenten Herbert Bastian an die deutschen Teilnehmer der 25. Jugendeuropameisterschaften U8 bis U18 in Porac/Kroatien

DSB-Präsident Herbert Bastian (Dortmund 2012, Foto: GF Hund)

Herbert Bastian

 

Kaum sind Filiz Osmanodja und Matthias Blübaum [mit Bronzemedaille] von der Junioren-WM in Chanty-Mansijsk zurückgekehrt, da steht mit den 25. Jugend-Europameisterschaften U8 bis U18 in Porac/Kroatien schon das nächste Nachwuchs-Highlight an. Mit großem Interesse habe ich die Vorschau von Raymund Stolze gelesen, die die bisherige Medaillenbilanz beleuchtet und sich mit den Erfolgschancen unserer 18 Starterinnen und Starter auseinandersetzt.

 

Selbstverständlich wünschen wir uns Medaillenerfolge, aber das ist nicht alles! Wir haben mit einem Zeitgeist zu kämpfen, der durch schnellen Konsum und rasches Wechseln der Interessen gekennzeichnet ist. Setzt man sich hingegen mit dem Leben der großen deutschen Schachpioniere des 19.Jahrhunderts auseinander, so findet man sich in einer ganz anderen Welt wieder.

 

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Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 3

 

JANA SCHNEIDER

JANA SCHNEIDER

Schachhochzeit für den Nachwuchs in Österreich, denn in Mureck finden vom 5. bis 13. August die 13. European Union Youth Chess Championships in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14 statt. Jeweils neun Runden im Schweizer System werden gespielt, und eine zweigeteilte deutsche Delegation ist am Start. Neben den „Nationalspielern“ Jana Schneider, Lara Schulze, Nina Kunisch, Matteo Metzdorf und Maximilian Mätzkow, die vom Trainer des Jahres 2012 Holger Borchers aus Berlin betreut werden, hat auch eine Gruppe vom Schachzentrum am Tegernsee den Weg in die Steiermark gefunden..

 

Wir haben Jana Schneider gebeten, die in der Altersklasse U14 startet, für den Schach-Ticker ihre Erlebnisse in einem Tagebuch festhalten [Link zu Teil 1 http://www.chess-international.de/Archive/42192#more-42192, Teil 2 http://www.chess-international.de/Archive/42370 ]. Mit bisher 5/6 liegt die 13-Jährige drei Runden vor Schluss auf Medaillenkurs – Mädchen und Jungen spielen zwar in den Altersklassen jeweils zusammen, wobei das Verhältnis in der U14 bei 13:10 für die Boys steht, aber die Wertung erfolgt getrennt.

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Ein Interview mit Margaryta Paliy, Teilnehmerin im Schach und Silbermedaillengewinnerin bei den 14. Europäischen Maccabi Games – von JULIA KIRST

 

Am Dienstag vor einer Woche fand die Abschlussfeier der 14. European Maccabi Games [27. Juli bis 5. August] in Berlin statt. Die Makkabiade sind die jüdischen Sportspiele und werden genau wie die Olympischen Spiele immer im Abstand von vier Jahren ausgetragen.

Margaryta Paliy

Margaryta Paliy

 

Auch Schach war unter den Sportarten vertreten und erfreute sich prominenter Teilnehmer, denn drei Großmeister waren mit von der Partie: Der deutsche Nationalspieler Georg Meier, [nahm kurz vorher noch beim Weltklasse-Turnier in Dortmund teil], der aus der Zweiten Bundesliga bekannte Gennadi Ginsburg und der russische GM Maxim Novik. Diese drei machten auch die ersten drei Plätze unter sich aus. Da sie punktgleich [alle 5,5 Punkte aus 7 Partien] waren, musste die Wertung entscheiden. Der Favorit Georg Meier hatte knapp die beste Wertung und gewann Gold, Gennadi Ginsburg holte Silber und Maxim Novik Bronze.

 

Bekannte Spieler aus dem Jugendbereich wie Mark Kvetny, Robert Baskin, Leonid Sawlin und Raphael Lagunow nahmen auch teil und belegten starke Plätze: Robert Baskin [5/7] wurde Fünfter, Mark Kvetny [4,5/7] Sechster, Leonid Sawlin [4,5/7] Siebter und Raphael Lagunow Elfter [4/7].

 

Unter den 29 Teilnehmern aus neun Ländern gab es vier weibliche Spielerinnen: WFM Katsiaryna Beinenson aus Weißrussland, die Schwedin Rina Weinman, Elisabeth Rosenfeld aus Düsseldorf und meine Freundin Margaryta Paliy vom USV Potsdam. Auch hier war die Entscheidung zwischen Gold, Silber und Bronze knapp. Katsiaryna holte 4/7 und sicherte sich die Goldmedaille. Zwischen Margaryta und Elisabeth musste die Feinwertung entscheiden, denn beide hatten 3,5/7. Hier hatte Margaryta die Nase vorne und holte Silber. Rina Weinman wurde Vierte mit 3/7. Zu erwähnen ist, dass die Mädels insgesamt 50 Prozent geholt haben. Allen, die behaupten, dass Mädchen/Frauen kein Schach spielen können, wurde also das Gegenteil bewiesen 🙂 . Meine Freundin Margaryta spielte sogar gegen den FM Eugen Heifez aus Österreich Unentschieden.

 

Um etwas über ihre Eindrücke, die Vorbereitung und Atmosphäre allgemein zu erfahren, führte ich mit ihr ein Interview.

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Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 2

 

Coach Holger Borchers mit seinen U14-Trio Jana Schneider, Maximilian Mätzkow und Lara Schulze [von links]

Coach Holger Borchers mit seinen U14-Trio Jana Schneider, Maximilian Mätzkow und Lara Schulze [von links]

Schachhochzeit für den Nachwuchs in Österreich. Mureck findet von 5. bis 13. August die 13. Europian Union Youth Chess Championships in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14 statt. Jeweils neun Runden im Schweizer System werden gespielt, und eine zweigeteilte deutsche Delegation ist am Start. Neben den „Nationalspielern“ Jana Schneider, Lara Schulze, Nina Kunisch, Matteo Metzdorf und Maximilian Mätzkow, die vom Trainer des Jahres 2012 Holger Borchers aus Berlin betreut werden, hat auch eine Gruppe vom Schachzentrum am Tegernsee den Weg in die Steiermark gefunden..

 

Wir haben Jana Schneider gebeten, die in der Altersklasse U14 startet, für den Schach-Ticker ihre Erlebnisse in einem Tagebuch festhalten[Link zu Teil 1 http://www.chess-international.de/Archive/42192#more-42192]. Mit zwei Siegen hat die 13-Jährige eine super Start.

 

Heute Janas Tagebuch Teil 2!  

 

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Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 1

 

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Der Sommer 2015 ist auch eine Jana SchneiderSchachhochzeit – und er verläuft bislang international durchaus erfolgreich für Deutschland. So konnte das Männer-Team mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Andreas Heymann, das Elisabeth Pähtz verstärkte, beim Mitropacup in Mayrhofen/Österreich Bronze holen, chronologisch folgte der Titel bei der Team-Europameisterschaft U18 in Karpacz/Polen [Matthias Blübaum, Jan-Christian Schröder, Thore Perske und Vincent Keymer mit Kapitän Bernd Vökler], Bronze holte schließlich am vergangenen Sonntag [2. August] der Bremer Oliver Müller bei der sechsten Europameisterschaft der blinden- und sehschwachen Schachspieler in Lyon/Frankreich.

 

Und nun warten auf den Nachwuchs in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14, für die der Österreichische Schachbund Ausrichter ist, in Mureck/Steiermark die 13. Europian Union Youth Chess Championships [5. bis 13. August], bei der neun Runden im Schweizer System gespielt werden.

 

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Der Bremer Vizeweltmeister bezwingt bei den 6. IBCA-Europameisterschaften in Lyon Titelverteidiger Piotr Dukaczewski und stürmt auf Platz 2 vor – Ein Zwischenbericht

 

Oliver Müller – by Werder Bremen

Oliver Müller – by Werder Bremen

 

liveDie 6. Europameisterschaften der in der IBCA [Internation Braille Chess Association] organisierten Blinden- und Sehschwachen Schachspieler tritt in die entscheidenden Phase. Zwei Runden vor Schluss führt in Lyon erwartungsgemäß Großmeister Martin Tazbir [Elo 2516] mit 6/7. Auf Platz 2 mit 5,5/7 und ebenfalls noch ohne Niederlage liegt der Bremer Vizeweltmeister Oliver Müller, der in seiner gestrigen siebten Partie keinen geringeren als den polnischen Titelverteidiger Piotr Duakaszewski bezwang. Am heutigen Sonnabend kommt es nun zum Showdown mit dem Spitzenreiter, der ebenfalls aus Polen kommt, wobei Oliver, der beim SV Werder Bremen II im Aufgebot steht, Schwarz hat.

 

Von seinem Teamkollegen Dieter Riegler , der auf Platz 21 mit 4,0/7 liegt, haben wir übrigens den nachfolgenden Bericht erhalten, den wir gern veröffentlichen!

 

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