Fernschach

Sechster Olympiasieg und eine Silbermedaille für Deutschland – Von UWE BEKEMANN

 

Auch im "Brettschach" Meister: Fritz Baumbach in Binz 2015 (Foto: B. Müller-Clostermann)

Auch im „Brettschach“ Meister: Fritz Baumbach in Binz 2015

Bekanntlich braucht der Fernschachspieler einen längeren Atem als sein Kollege im Brettschach, denn er brütet nicht Stunden über seinen Stellungen, sondern Tage, Wochen und Monate. Manchmal aber dauert es auch einige Jahre, bis der letzte virtuelle Handschlag in einem Turnier erfolgt.

 

So ist es vor wenigen Tagen in der 16. Fernschach-Olympiade geschehen. Dieses Turnier, das den Rang einer Mannschaftsweltmeisterschaft bekleidet und auf dem Postweg ausgetragen wurde, war am 10. Juni 2010 gestartet worden und ist eben erst vor wenigen Tagen mit einer letzten bis dahin noch offenen Partie zu Ende gegangen. Gespielt wurde sie zwischen dem deutschen Exweltmeister Dr. Fritz Baumbach und dem Engländer Pegg. Die deutsche Silbermedaille im Turnier stand schon lange fest, nur eben abgeschlossen werden konnte es bis dahin nicht. Mit seinem Erfolg hat Baumbach, inzwischen bereits 80 Jahre alt, als erster Deutscher fünf olympische Medaillen errungen.

 

Wie sagt man heute so modern: Fritz Baumbach kann nicht nur Einzeltitel, er kann auch Mannschaft! Unser Bild zeigt Fritz Baumbach beim Seniorenturnier in Binz 2015, das er als Sieger beenden konnte! Er kann also auch „Brettschach“!

 

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Der „Normen“-Weltrekordler – Zum Tod von Achim Soltau [13.April 1938 bis 29.Januar 2016] – Von UWE STAROSKE, Präsident des Deutschen Fernschachbundes

 

Achim Soltau, früherer Präsident des Deutschen Fernschachbundes e.V. [BdF] ist am 29. Januar 2016 nach schwerer Krankheit verstorben. Das Amt des Präsidenten übernahm Achim Soltau im Jahr 1988 und gab es 1993 an seinen Nachfolger Dr. Fritz Baumbach ab. In seine AmSoltau_Achimtszeit fielen große und bedeutende Aufgabenstellungen, von denen besonders das Zusammenwachsen der Fernschachgemeinden der früheren Bundesrepublik und der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung sowie auch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Verbandes zählten. Nach dem Ausscheiden aus seinem Vorstandsamt blieb Achim Soltau der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden. So leistete er große und erfolgreiche Arbeit als langjähriger Team Captain der deutschen Olympiamannschaft im Fernschach. Seine große ehrenamtliche und auch berufliche Erfahrung stellte Achim Soltau als sehr hilfsbereiter Fernschachfreund gerne zur Verfügung, wenn Rat und Tat benötigt wurden.
Auch als Fernschachspieler hat Achim Soltau Großes geleistet. Er ist Weltrekordler im Erringen von Großmeisternormen Nur drei Spieler haben die gleiche Anzahl [13] an Normen erreicht: Dr. Hans-Dieter Wunderlich, Joop van Oosterom [Niederlande] und Toro Solis de Ovando [Chile]. Niemand dagegen bisher mehr.

 

Es gelang ihm mehrfach, eine Endrunde um die Fernschach-Weltmeisterschaft zu erreichen. Zurecht stolz war Achim Soltau darauf, dass er der Gewinner des höchsten je vergebenen Geldpreises im Fernschach war.

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SV Osnabrück ist zum vierten Mal Deutscher Fernschach-Meister – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Klaus Koegler - Gerhard Mueller - Matthias Ruefenacht - Heinrich Repp. Foto: Heike Bekemann

Klaus Koegler – Gerhard Mueller – Matthias Ruefenacht – Heinrich Repp. Foto: Heike Bekemann

Der zehnte Deutsche Fernschach-Mannschaftsmeister 2015 kommt aus Osnabrück! Eigentlich lebt zwar nur Mannschafts-Kapitän Gerhard Müller in der Remarque-Stadt am (mehr oder weniger reißenden) Hase-Else-Flussdelta, aber natürlich sind seine Crew-Mitglieder Klaus Kögler, Heinrich Repp und Matthias Rüfenacht ebenfalls Mitglied im SV Osnabrück.

 

Mit Fernschach-Großmeister Matthias Rüfenacht ist sogar ein Basler dabei. Und gerade der freut sich wie ein Schneekönig: „Als Schweizer Bürger Mannschaftsfernschachmeister in dem Land zu werden, dem seit Jahrzehnten meine Sympathie gehört und in dem ich meine Frau Annette kennen lernen durfte, mit der ich bald 33 Jahre glücklich verheiratet bin, macht diesen Erfolg zu einen meiner schönsten im Fernschach überhaupt.“

 

Prompt tauchten auch schon anderswo Begehrlichkeiten auf: Aus dem fernen Island stammte die prompte Überlegung einer Schachfreundin, dass nun doch wohl auch eine Spielerin ihrer Vulkan- und Trolle-Insel „Deutsche Frauen-Fernschach-Mannschafts-Meisterin“ werden könne …? Nun ja, im Prinzip schon – wenn es diesen Wettbewerb für Damen überhaupt gäbe. Aber natürlich dürfte zum Beispiel auch eine hawaiianische Fernschach-Spielerin in einem deutschen Team siegen! Nach der wird aber zur Zeit noch gesucht.

 

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Fernschach-Duell zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und dem Wissenschaftler Robert Schwarz am Südpol wird fortgesetzt – „Kleine Schachpost“ jetzt mit elektronischer Variantebillionphotos-1024707_small500

 

Das Fernschach-Duell  über zwei Partien zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und dem Wissenschaftler Robert Schwarz, der fast ein halbes Jahr eine Arbeitspause an seinem eigentlichen Aufenthaltsort einlegen musste, war deswegen shotunterbrochen. Doch seit März ist Robert wieder am Südpol, und so können die beiden Partien fortgesetzt werden.

 

Ob es jemals so ein „Fernschach-Match“ gegeben hat, weiß ich nicht, aber bekanntlich gibt es ja immer das berühmte erste Mal.

 

Am 13. April um 17:39 Uhr hat Robert mir bei der Zugübermittlung mitgeteilt:

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Ostern war hier ned viel, jeder hatte ein Plastikosterei vorm Zimmer mit eine paar Jelly Beans, aber ansonsten nix Besonderes.
Vorgestern hatten wir das erste mal -72C, aber 24h später waren es nur wieder -47C. Kann schnell gehen, wenn der Wind dreht und Wolken kommen

 

Viele Grüße, Robert … Weiter

25 Jahre Fernschachbund Brandenburg aus meiner Sicht von KLAUS TRAUTMANN, Ehrenvorsitzender des FSBBbillionphotos-1209956_128x128

 

Klaus Trautmann

Klaus Trautmann

Im April dieses Jahres jährt sich die Gründung des Fernschachbundes Brandenburg (FSBB) zum 25. Male. Am 21. April 1990 konstituierte sich der neue Verein in Frankfurt(Oder). Der aktuellen politischen Entwicklung folgend ergriffen die beiden Vorsitzenden der Fernschachkommissionen der Bezirke Potsdam und Frankfurt(Oder), Siegmund Berndt (Rhinow) und ich die entsprechende Initiative, und wir trafen uns mit den Kommissionsmitgliedern im Kosmonautensteig in der Oderstadt. Wir gaben uns ein Statut, organisierten fortan die Meisterschaften und Länderkämpfe und betrachteten uns nach der Vereinigung der beiden deutschen Fernschachorganisationen als Abteilung des Deutschen Fernschachbundes (BdF).

 

Es waren fünfundzwanzig erfolgreiche Jahre, die für unseren schönen Sport warben und das Fernschachversuch2a Brandenburgs in Deutschland und in Europa bemerkenswert bekundeten. Freilich – Probleme und Sorgen waren auch nicht zu übersehen. Vor allem brachen nach der deutschen Wiedervereinigung die Zahlen der Mitglieder und Teilnehmer rapide und in unerwarteter Höhe aus den unterschiedlichsten Gründen ein. Dazu schaffte der Computer, der heute in der Probierstube jedes Fernschachspielers läuft, gerade in dieser Zeit den Aufstieg vom dilettantischen Spiel bis zur Großmeisterreife.

 

Viele Schachfreunde resignierten wegen der Vervielfachung des Portos durch die Post. Der damalige Finanzminister Deutschlands war wohl kein Fernschachfreund und reagierte auf unsre Bitte abweisend. … Weiter

Schachgruppe der JVA Straubing verliert spannendes Fernschachmatch gegen den Berliner Großmeister Robert Rabiega 0,5:1,5 – neuer Gegner ist der Wissenschaftler Robert Schwarz am Südpol

 

Selbst wenn Fernschachpartien per Email gespielt werden, können sie lange dauern. Das Minimatch zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Robert Rabiega begann am 4. Oktober 2011 um 13.32 Uhr und endete mehr als zwei Jahre und drei Monate später am 27. März 2014 mit einem 1,5:0,5-Sieg für den Berliner Großmeister.

„Unsere zweite Fernschachpartie durften wir ja leider ‚begraben’, und ich sage natürlich herzlichen Glückwunsch’ an Robert Rabiega. Es hat uns viel Spaß gemacht und war immer eine Bereicherung im Schachalltag.

Liebe Grüße aus Straubing an den Champion.

Wir freuen uns jetzt auf eine neue Herausforderung gegen den eiskalten Südpoleroberer Schwarz, welcher sicher durch die langen, ruhigen Winternächte (soviel Aktion dürfte dort ja nicht sein?) im schachlich-analytischen Vorteil ist. Hierzu haben wir einen Artikel

 

in der "Kleinen Schachpost" verfasst und senden Ihnen diesen gleich mit“, so das Straubinger Betreuertrio mit den Herren Kasberger Freudenstein und Klein, sowie das Team der Schachredaktion. „Natürlich können Sie auch unseren Beitrag veröffentlichen!“ Was wir hiermit gern tun!
Foto: DSB

 

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Zweite Partie des Fernschach-Matches zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Großmeister Robert Rabiega (Foto) geht in die entscheidende Phase…

 

Seit Oktober 2011 läuft nun schon das Fernschachmatch zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Robert Rabiega. Gab es in der ersten Partie in der sich die Kontrahenten des Berliner Großmeisters Skandinavisch verteidigt hatten, nach 36 Zügen ein leistungsgerechtes Remis, so dürfte die zweite Begegnung sich der entscheidenden Phase nähern, wie die aktuelle Stellung nach 45.Te1 zeigt:

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Die Fernschach-Meisterschaft auf dem alten Kontinent wird radikal reformiert

 

Die Europameisterschaft im Fernschach stand in der Vergangenheit immer etwas im Schatten der Weltmeisterschaft wie auch der nationalen Fernschachmeisterschaften. Mit einer radikalen Änderung des Spielsystems soll sich daran etwas ändern.

 

Bisher verlief die Qualifikation zur Europameisterschaft über Turniere im sogenannten Klassensystem. Über durch Auf- und Abstieg miteinander verbundene Turniere arbeitete sich der Spieler nach oben, bis er in der höchsten Spielklasse die Tür zur Europameisterschaft für sich aufstoßen konnte. Zukünftig wird der kontinentale Titelkampf quasi zum Dauerturnier, das die bisherige Organisation im Klassensystem ablöst. Die Spielerinnen und Spieler melden sich unmittelbar zur Vorrunde der Europameisterschaft an und lösen im Falle ihres Erfolges die Fahrkarte ins Semifinale und dort dann für das Finale. Der Weg zum Titel ist kürzer, direkter und – gewissermaßen auch – europäischer!

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Ein kurzer Informations- und Motivationsfilm des BdF soll Folgen haben

 

Im Fernschach wird die Bedenkzeit typischerweise in Tagen bemessen. Generell gilt „Bedenkzeit satt“, d.h. je Zug stehen dem Spieler umgerechnet mehrere Tage zur Verfügung. In nationalen deutschen Turnieren sind dies zumeist vier, in internationalen Turnieren auf der Ebene des Weltfernschachbundes ICCF zumeist fünf oder sechs Tage.

 

Was hat es dann mit der Überschrift „180 Sekunden Fernschach“ auf sich? Diese Zeitangabe bezieht sich natürlich nicht auf eine Partie, sie betrifft einen kurzen Informations- und Motivationsfilm. Dieser trägt den einfachen und zugleich prägnanten Titel „Fernschach“ und ist neuerdings bei youtube abrufbar. Der exakte Link ist http://youtu.be/k4Q6uwbliMM.

 

Der Film ist eine Publikation des Deutschen Fernschachbundes e.V. (BdF) und veranschaulicht,

– was Fernschach ist,

– welche Spiel- und Turnierangebote der BdF unterhält,

– welche Vorzüge der vereinseigene Fernschachserver hat und

– was der Fernschachbund darüber hinaus noch alles so zu bieten hat.

Nach 180 Sekunden wird der Betrachter bestätigen, dass Fernschach – im wahrsten Sinne – rockt.

Uwe Bekemann

Der Berliner Großmeister Robert Rabiega bestreitet ein Fernschachmatch

gegen das Team der JVA Straubing – ein Bericht von FIRAT H.*

Die Herausforderung kam vom Großmeister. Wir haben diese angenommen. Seit Oktober 2011 werden nun zwischen dem GM Robert Rabiega und der SG-JVA zwei Fernschachpartien ausgetragen. Möglich wurde dieser Vergleich erst durch das Engagement des damaligen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit beim DSB. Herrn Raymund Stolze. Vereinbart wurden zwei Fernpartien, mit jeweils abwechselnder Farbe und 30 Tagen Bedenkzeit für 10 Züge.

Am 4. Oktober 2011 durfte die Schachgemeinschaft, mit Weiß, die erste Partie beginnen. Nach gut 1,5 Jahren gibt es nun die erste Entscheidung. Bei der zweiten Partie – die SG führte hier die schwarzen Figuren – konnte mit dem Großmeister ein Remis vereinbart werden. 

Da beide Partien nach Beendigung des Fernschachmatches von Herrn Rabiega analysiert und kommentiert werden, wollen wir nur die Endstellungen präsentieren.

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