Frauenschach

Nachdem die namentlichen Meldungen für die Schachbundesliga schon Ende Juli fällig waren, war jetzt einen Monat später auch der Meldetermin für die Frauenbundesliga – Ein Beitrag von Dr. Thomas Marschner

 

Nach dem Rückzug von Friedberg und Großlehna rückten Lehrte als Drittletzter der Vorsaison sowie Augsburg als Zweiter der 2. Liga Süd in die Frauenbundesliga nach.

 

Elisabeth Pähtz nach Hamburg

Elisabeth Pähtz nach Hamburg

Mit Spannung wurde erwartet, wo insbesondere die bisher für Friedberg spielenden deutschen Nationalspielerinnnen unterkommen würden. Melanie Lubbe hat sich den Rodewischer Schachmiezen angeschlossen, die damit ein ernstzunehmender Konkurrent auf einen Platz auf dem Siegertreppchen geworden sind. Filiz Osmanodja und Alisa Frey gehen für Bad Königshofen an den Start. Die Truppe von Kapitän Jürgen Müller muss allerdings die Abgänge von Elisabeth Pähtz nach Hamburg (dafür fehlt dort Marta Michna, die für Kiel in der 2. Liga spielt) und Josefine Heinemann nach Baden Baden verkraften. Elena Levushkina schließlich verstärkt Deizisau. Auch die Damen aus dem Schwabenland werden sicher in der Spitzengruppe der Liga mitspielen.

 

Praktisch unverändert geht Meister Baden Baden an den Start. Mit gleich 3 Exweltmeisterinnen (Alexandra Kosteniuk, Marija Muzychuk, Antonaeta Stefanova) ist der Rekordmeister auch diese Saison wieder hoher Favorit. Ebenfalls nur wenige Änderungen gab es beim zweimaligen Vizemeister aus Schwäbisch Hall. Eine georgische Rochade gab es am Spitzenbrett: Lela Javakishvili ersetzt Bela Kotenashvili, deren enger Terminkalender kaum Einsätze erlaubte. Neben Rückkehrerin Jovana Vojinovic (jetzt nach ihrer Hochzeit mit dem ungarischen Spitzenspieler Richard Rapport Jovana Rapport) rückt mit der U14 Spielerin Annmarie Mütsch aus Heilbronn eines der größten deutschen Talente ins Team.
Mit diesen 6 Mannschaften sind die Anwärter für die Podiumsplätze genannt. Dahinter sollte Karlsruhe im gesicherten Mittelfeld der Tabelle einlaufen.

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Ketino Kachiani-Gersinska gewinnt das German Masters der Frauen, Anton Demchenko das 24. IDT Open – Ein Beitrag von Laura Jordan

 

Trotz ihrer Niederlage in der letzten Runde konnte IM Ketino Kachiani-Gersinska den Sieg im Frauenturnier erringen. Auf Platz 2 und deutlich bewegt zur Siegerehrung folgt ihr IM Elisabeth Pähtz. Den 3. Platz DSC_2472 Top 3 German Masters der Frauen 2016konnte WGM Marta Michina (Auf dem Foto von links nach rechts) für sich beanspruchen.

 

Ausgezeichnet wurden die Frauen vom Geschäftsführer des Hauptsponsors UKA – Umweltgerechte Kraftanlagen – Gernot Gauglitz. Jede der Teilnehmerinnen konnte neben dem Preisgeld ein kleines Modell der Kraftanlagen der UKA mit nach Hause nehmen. Eine schöne Erinnerung an das ausgezeichnete Turnier.

 

24. IDT Open

 

Nach einer spannenden letzten Runde konnte GM Anton Demchenko (Russland) in der A Gruppe des IDT Open knapp den 1. Platz ergattern. GM Demchenko liegt damit, mit nur einem Buchholzpunkt, vor dem Verfolger GM Eduardo Pat Iturrizaga Bonelli (Venezuela). Beide erlangten die selbe Punktzahl (7,5) im A-Turnier. Platz 3 und 4 gehen an GM Zoltan Medvegy (Ungarn) und GM Dusan Popovic (Serbien), mit jeweils 6,5 Punkten.

Turnierseite

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Lesen Sie den interessanten Beitrag zum Frauenschach von Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen

 

Warum gibt es im Schach eigentlich eigene Wettbewerbe für Frauen? Diese Frage stellten einige unserer Leser nachdem wir berichtete hatten, dass Ausnahmespielerin Elisabeth Pähtz die diesjährigfaze Deutsche Frauenmeisterschaft im Blitzschach gewann. Sind Frauen nicht gerade im Schach als einer der ganz wenigen Sportarten nicht körperlich benachteiligt gegenüber Männern? Weil es eben um Denkkraft und Konzentrationsfähigkeit geht?

 

Zunächst ein kleiner Rückblick: Das erste nennenswerte Turnier ausschließlich für Frauen war die Frauenweltmeisterschaft. Bereits drei Jahre nach seiner Gründung etablierte der Weltschachbund Fide diesen Wettbewerb im Jahr 1927. Vera Menchik war allen Zeitgenossinnen am Brett überlegen und gewann sämtliche acht Austragungen, wiederholt mit 100-Prozent-Ergebnissen – bevor sie während eines Luftangriffs auf London im Jahr 1944 starb.

 

Moskaus Einfluss

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg führten dann immer mehr Länder nationale Frauenmeisterschaften ein, und die Fide erfand eigene Rangtitel: Woman Grandmaster (Großmeisterin) zu werden ist leichter als Großmeister oder Internationaler Meister. Starke Spielerinnen erwerben oft auch die beiden Geschlechtern offen stehenden Titel, was zwar mitunter für Verwirrung sorgt, aber auf jeden Fall für doppelte Gebühreneinnahmen für den Weltschachverband… Weiterlesen

23. u. 24.7.2016 – Elisabeth Pähtz bei der Deutschen Blitzmeisterschaft in Gladenbach – Ein Beitrag von ALISA FREY

 

Deutsche Blitzmeisterin 2016 Elisabeth Paehtz, 2. Platz Josefine Heinemann und 3. Platz Melanie Lubbe

Deutsche Blitzmeisterin 2016 Elisabeth Paehtz, 2. Platz Josefine Heinemann und 3. Platz Melanie Lubbe

Deutsche Frauen Blitzmeisterschaft 2016 in Gladenbach. Wie im vergangenen Jahr, wird am Wochenende die Deutsche Frauen Blitzmeisterschaft wieder in Gladenbach stattfinden. Etwas ungewöhnlich ist die Austragung dieser Meisterschaft im Juli, aber möglicherweise ist es genau dieser Termin, der so viele starke Spielerinnen auf den Plan gerufen hat. Mit 10 von 21 gemeldeten Spielerinnen ist fast die Hälfte mit Titel dekoriert.

 

Angeführt wird das Feld von keiner geringeren als Deutschlands bester Schachspielerin Elisabeth Pähtz, die einen weiteren nationalen Titel in ihre Sammlung aufnehmen möchte. Ernstzunehmende Konkurrenz hat sich allerdings ebenfalls angemeldet. Mit Marta Michna ist eine weitere starke Nationalspielerin und Blitzerin im Teilnehmerfeld, die sicherlich nach knapp verpasstem Titel im letzten Jahr, nun diesen Sonntag ganz oben stehen möchte. Apropos Titel des letzten Jahres, auch Gisela Fischdick hat sich als Titelverteidigerin zur Teilnahme gemeldet. Ebenfalls gespannt sein kann man auf das Abschneiden von Josefine Heinemann, in der vermutlich auch eine starke Blitzerin steckt. Nicht zu vergessen ist mit Sicherheit auch Melanie Lubbe. Ob sie Blitzen selbst zu ihren Stärken zählen würde oder nicht … … zumindest im öffentlich ausgeblitzen Namensduell gegen ihren Ehemann war der Ausgang trotz der Elodifferenz lange unklar. Außerdem sollte beim Blitzen auch immer ein Auge auf die erfahrene und starke Blitzerin Alina Rath aus Berlin geworfen werden, die bestimmt der ein oder anderen weniger erfahrenen Blitzerin – egal mit welcher Elozahl– gefährlich werden könnte. Ihre Blitz- ELo liegt nicht umsonst 200 Punkte über ihrer Zahl.

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Die beiden Inderinnen Harika Dronavalli und Humpy Koneru teilen sich den Sieg beim vierten Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2015/16 – Von RAYMUND STOLZE

 

So ist das halt mit den Sprichwörtern: „Schwestern teilen alles“ trifft diesmal auf Anna und Maria Musitschuk nicht zu, aber „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ dann auf Harika Dronavalli und Humpy Koneru. Den Inderinnen gelang es nämlich mit je 7/11 beim vierten Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2015-16 den Sieg zu teilen.

 

Chengdu_2016_Humpy_Koneru_Harika_Dronavalli

In Chengdu gemeinsam auf Platz 1: Humpy Koneru und Harika Dronavalli

 

Das trifft dann auch auf die Punkte in der Gesamtwertung zu, denn die Co-Siegerinnen können beide 145 Zähler auf ihrem Konto gut schreiben. Humpy Koneru, die sich 2009 in Istanbul als erste in die Chronik dieses attraktiven Wettbewerbs eintragen konnte, geht damit in der Gesamtwertung gleichzeitig mit total 335 Punkten in Führung. Allerdings hat sie alle ihre drei möglichen Auftritte absolviert, muss also warten, was die hartnäckigsten Verfolger im Oktober in Chanty-Mansijsk bei der letzten Etappe bieten werden.

 

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Die Inderin Harika Dronavalli hat beim vierten Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2015/16 in Chengdu die Führung übernommen – Ein zweiter Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Harika Dronavalli, Chengdu 2016

Harika Dronavalli

Bei meinem ersten Zwischenbericht hatte ich eingangs die Frage gestellt Was ist die Frauen-Grand-Prix 2015/16 sportlich gesehen Wert ohne die noch amtierende Weltmeisterin Hou Yifan? Was die Qualität partiendes Teilnehmerfeldes angeht, so sind ja die gleichen „verdächtigen Frauen“ wie immer dabei. In Chengdu beim vierten Turnier der Grand-Prix-Serie 201-16 wird es den FIDE-Verantwortlichen also egal sein, ob die 22-Jährige Chinesin aus dem aktuellen Zyklus ausgestiegen ist.

 

Von den TOP 10 der Weltrangliste [Stand 1. Juli 2016] sind Hou Yifans Landsfrau Ju Wenjun [Elo 2578/Platz 2], die Inderin Humpy Koneru [2575/3], die ukrainischen Schwestern Anna und Maria Musitschuk [je 2545/ 5 und 6] und die zweite Inderin Harika Dronavalli [2526/10] dabei. Die russische Exweltmeisterin Alexandra Kostenjuk [2549/4 ], derzeit Drittplatzierte in der Gesamtwertung [65+130=195 Punkte] wird in Chanty-Mansijsk ihren dritten Wettbewerb spielen, während die Georgierin Nana Dsagnidse [2529/9] bereits alle drei Turnieren absolviert hat und mit ihren 205 Punkten allerdings keine Chance besitzt, Gesamtsiegerin zu werden. Dieser winkt nämlich irgendwann – wer weiß das schon – ein WM-Match gegen die dann amtierende Schachkönigin. Die wird bei der nächsten K.o.-Weltmeisterschaft ermittelt, wobei bisher noch kein Veranstalter gefunden werden konnte. Ursprünglich war von der FIDE der Oktober als Termin ausgegeben worden …

 

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Humpy Koneru und Harika Dronavalli liegen nach vier Runden beim vierten Turnier der Frauen-Grand-Prix-Serie in Shengdu in Führung – Ein Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

HumpyKoneru

Humpy Koneru

Die Frage sei eingangs gestattet: Was ist die Frauen-Grand-Prix 2015/16 sportlich gesehen wert ohne die noch amtierende Weltmeisterin Hou Yifan ? Die Chinesin hat immerhin die Gesamtwertung aller bisher drei Auflagen gewonnen. Zum Auftakt des vierten Wettbewerbs im Oktober vergangenen liveJahres im „Spielerparadies“ in Monte Carlo siegte sie souverän mit zwei Punkten Vorsprung vor der damaligen Schachkönigin Maria Musitschuk, von der sie sich dann im März 2016 in Lviv/Ukraine den ausgeliehenen Titel mit 6:3 [+3 =6 -0 ] zurück holte.

 

Beim dritten Turnier der aktuellen Grand-Prix-Serie in Batumi hätte die 22-Jährige problemlos wieder einsteigen können, doch daraus wurde nichts. Die beste Schachspielerin der Welt ist mit dem derzeitigen Modus der Frauen-Weltmeisterschaft nicht einverstanden. Ihr missfällt der Wechsel von K.o-Turnier und einem Matchkampf, für den die Siegerin der Grand-Prix-Gesamtwertung qualifiziert ist. Hou Yifan hat sich in der Vergangenheit diesem Procedere dennoch immer wieder gestellt. So gewann sie im Dezember 2010 durch einen 5:3-Sieg gegen ihre Landsfrau Ruan Lufei das Finale der K.o.-WM und wurde damit zugleich jüngste Schachweltmeisterin aller Zeiten. Im Jahr darauf verteidigte sie in Tirana die Schachkrone mit 5,5:2,5 gegen die Inderin Humpy Koneru, um 2012 überraschend bei den im K.o.-System ausgetragenen Titelkämpfen in der zweiten Runde in Chanty-Mansijsk gegen die Polin Monika Socko auszuscheiden. 2013 fertigte sie allerdings als Herausforderin die Ukrainerin Anna Uschenina im heimischen Taizhou locker mit 5,5:1,5 in einem WM-Match ab. Es folgte der kampflose Verlust des WM-Titel 2015 wegen eines Terminkonfliktes, aber mit dem dritten Sieg in Folge beim FIDE-Grand-Prix der Frauen 2013/14 bekam sie das Recht auf einen Zweikampf mit Maria Musitschuk.

 

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Vorletztes Turnier  der Grand-Prix Serie der Frauen in China – Valentina Gunina (Russland) und  Nana Dzagnidze (Georgien) führen gemeinsam in der Gesamtwertung mit 205 Punkten.

 

Valentina Gunina (Russland)

Valentina Gunina (Russland)

Der „Chinesische Schachverband“ in Zusammenarbeit mit der FIDE, organisiert das 4. Turnier der Grandprix-Serie der Frauen. Vom 1. bis 15. Juli spielen 12 Top-Frauen im Hotel Wang Jian, in der 14- livemillionen Stadt Chengdu, einer Provinzhauptstadt in Westchina.

 

Die Veranstaltung wird von der Chinese Chess Association und Chengdu Sports Bureau, gemeinsam mit der Chengdu Volksregierung der Stadt, Brett- und Kartenspiele Verwaltungszentrum der General Administration of Sport von China, Chengdu Schach Institute und Chengdu Chess Association, gesponsert.

 

Chengdu unterstützt nachdrücklich die Entwicklung und Popularisierung der Gedankenspiele. Die Stadt veranstaltete schon eine Mannschafts-Weltmeisterschaft. Das Preisgeld beträgt insgesamt 60.000 Euro. 10.000 Euro für den Sieg.

 

Die Teilnehmerinnen:
Koneru Humpy IND GM 2575; Ju Wenjun CHN GM 2559; Muzychuk Anna UKR GM 2551V Muzychuk Mariya UKR GM 2546; Harika Dronavalli IND GM 2514; Tan Zhongyi CHN WGM 2509; Stefanova Antoaneta BUL GM 2505; Zhao Xue CHN GM 2503; Javakhishvili Lela GEO IM 2497;
Cramling Pia SWE GM 2474; Khotenashvili Bela GEO GM 2456; Girya Olga RUS WGM 2448;

 

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Neuling TuRa Harksheide trifft zum Auftakt der Saison 2016/17 als Gastgeber auf Vizemeister Schwäbisch Hall und die SF Deizisau – Von RAYMUND STOLZE

 

Von links nach rechts: Ketevan Arakhamia-Grant, Ekaterina Kovalevskaya, Ketino Kachiani-Gersinska, Antoaneta Stefanova, Teamchef Thilo Gubler, Alexandra Kosteniuk, Anna Zatonskih, Iamze Tammert. Es fehlen: Anna Muzychuk, Victoria Cmilyte, Mariya Muzychuk, Elena Sedina, Lisa Schut, Julia Bochis und Cécile Haussernot

Die Deutsche Meistermannschaft 2016: Baden-Baden (Foto: Thilo Gubler)

Nachdem die SG Augsburg sozusagen auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen ist und das Angebot angenommen hat, erstklassig zu spielen, steht der Spielplan der Frauen-Bundesliga für die Saison 2016/17. Staffelleiter Thomas Rondio hat die zwölf Erstliga-Vereine über die Ansetzungen der 26. Spielzeit informiert.

 

Los geht es am 22./23. Oktober. Und das sind die Paarungen der ersten beiden Runden, bei denen Neuling TuRa Harksheide, Meister OSG Baden-Baden und SK Lehrte Gastgeber sind.

 

Sonnabend, 22. Oktober, 14 Uhr:

  • TuRa Harksheide – SK Schwäbisch Hall
  • Hamburger SK – SF Deizisau
  • OSG Baden-Baden – SG Augsburg
  • Karlsruher SF – FC Bayern München
  • SK Lehrte – SC Bad Königshofen
  • SV Medizin Erfurt – Rodewischer Schachmiezen

 

Sonntag, 23. Oktober, 9 Uhr:

  • SF Deizisau – TuRa Harksheide
  • SK Schwäbisch Hall – Hamburger SK
  • FC Bayern München – OSG Baden-Baden
  • SG Augsburg – Karlsruher SF
  • Rodewischer Schachmiezen – SK Lehrte
  • SC Bad Königshofen – SV Medizin Erfurt

 

Bereits in Runde 2 gibt es dabei das Spitzenduell zwischen Vizemeister Schwäbisch Hall, der zuvor gegen Gastgeber TuRa Harksheide einen leichten Auftakt haben sollte, und dem Dritten Hamburger SK, der mit Deutschlands Nummer 1 Elisabeth Pähtz den sicherlich namhaftesten Neuzugang vorzuweisen hat.

 

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SF Friedberg und SK Großlehna ziehen sich aus der Frauen-Bundesliga zurück, … und Augsburg rückt nach!  – Von RAYMUND STOLZE

 

Melanie Lubbe, Foto: http://www.lubbe-schach.de

Melanie Lubbe

Nun gibt es sie auch, die wirklich schlechten Nachrichten aus der Frauen-Bundesliga. In aller Stille haben sich nämlich die SF 1891 Friedberg und der SK Großlehna nicht nur aus der höchsten deutschen Spielklasse zurück gezogen, sondern gleichzeitig wie im Vorjahr der USV Volksbank Halle vorerst gänzlich vom Frauen-Schach auf überregionaler Ebene verabschiedet.

 

Beide Teams gehörten bisher zu den wichtigen Eckpfeilern in der 1. Liga. Die Burgfräuleins aus Hessen, die in der Saison 2011/12 erstmals erstklassig waren, belegten dabei auf Anhieb Platz 4. Im Jahr darauf war man bereits ernsthafter Konkurrent von OSG Baden-Baden um die Meisterschaft, wobei der Titelverteidiger nur durch den schwer erkämpften 3,5:2,5-Sieg im direkten Vergleich mit einem Punkt Vorsprung erneut triumphierte. Hinter dem blieb jedoch ein ehrenvoller Rang 2.

 

Dass die Vizemeisterschaft allerdings mit dem folgenden finanziell nicht gerade „billigen“ Aufgebot geholt wurde, sei erwähnt: Almira Sripcenco [Frankreich], Eva Repková [Slowakei], Melanie Ohme, Elena Lewuschkina [beide Deutschland], Ticia Gara [Ungarn], Adriana Nikolowa [Bulgarien], Irina Bulmaga [Rumänien], Deimante Daulyte [Litauen].

 

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Zweite Auflage des Jugendmasters in Lüneburg startet am 29. Juni in Lüneburg – Von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Ausschreibung

Bernd Vökler (by DSJ)

Nach dem „relativ schlechten“ Elo-Ergebnis der deutschen Delegationen bei der Jugend-WM in Durban und der Jugend-EM in Batumi vor zwei Jahren, hatte Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler eine Analyse erstellt und war zu dem Ergebnis gekommen: Ursache ist die Elo-Flut in deutschen Open und nicht, wie fälschlich vermutet, die schlechte Form der deutschen Spieler! Silbermedaillengewinnerin Filiz Osmanodja hat selber nur 7 Punkte gewonnen. Matthias Blübaum auf Platz 4 ging schon ins Negative!

 

Nichtsdestotrotz waren vom Deutschen Schachbund neue Ansätze für diese Problematik gefragt. Und diese hat Bernd Vökler geliefert. Zum ersten Mal führte der DSB ein Jugendmaster im August 2015 in Apolda als Vorbereitung auf die internationalen Saisonhöhepunkte durch. Die Premiere gewann übrigens die tschechische Gastspielerin Nela Pychova [ http://www.jugendmasters-2015.steffans-schachseiten.de/ ].

 

Nun erreichte uns vom Bundesnachwuchstrainer die erfreuliche Nachricht, dass die zweite Auflage dieser Veranstaltung für den Jahrgang 2000 und jünger vom 29. Juni bis 3. Juli in Lüneburg stattfinden wird.

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Anna Uschenina neue Europameisterin, Elisabeth Pähtz verpasst in der finalen Runde eine Medaille und wird Fünfte – Ein EM-Abschlussbericht von RAYMUND STOLZE

 

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Europameisterin 2016: Anna Uschenina

So gnadenlos kann Schach sein. Auf der einen Seite wird gejubelt, denn Exweltmeisterin Anna Uschenina holt nach Natalja Schukowa [2000 und 2015] und Ekaterina Lagno [2005] bei den 17. Frauen-Europameisterschaften im Mamaia/Rumänien den vierten Titel für die Ukraine. Auf der anderen Seite bietet Elisabeth Pähtz bis zur finalen Runde eine wirklich erstklassige Vorstellung, die erste deutsche EM-Medaille für die Frauen ist greifbar – um dann noch kurz vor dem sportlichen Ziel „abzustürzen“.

 

Dass die 31-Jährige mit Rang 5 – es ihre bisher beste EM-Platzierung – einen der insgesamt 14 Quotenplätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 verdientermaßen erkämpft hat, wird sie in der Stunde einer bitteren Niederlage erst einmal nicht unbedingt trösten.

 

Stierkampf, Bild: Ulrike Ertel (Berlin)Sie verlor ihre an dramatischen Momenten nicht zu überbietende Begegnung – es war wie ein Stierkampf – gegen die Spanierin Sabrina Vega Gutierrez, womit zugleich ihre Serie von unglaublichen 30 Partien ohne Niederlage endete, in der „Verlängerung“ höchst unglücklich. Ihre sicherlich überglückliche Gegnerin, die den „Stier bei den Hörnern gepackt hat“, um im Bild zu bleiben, holt Silber vor Exweltmeisterin Antoaneta Stefanowa.

 

Ich denke, dass Elisabeth dennoch mit Abstand gesehen, allen Grund dazu hat, stolz über ihre Tage in Mamaia zu sein. Nach dem Turnier ist bekanntlich vor dem Turnier, und deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass sie durchaus weiterhin für Schlagzeilen sorgen kann. Dass „Lizzy“ kürzlich die 2500er-Elo-Schallmauer gebrochen hat sowie das Auftreten bei ihrer inzwischen 15. EM-Teilnahme sollten Motivation genug sein, weiterhin das sportlichen Ziel nicht aus den Augen zu lassen, in der Weltrangliste unter die TOP 10 zu kommen. Das Potenzial dazu hat sie allemal!

 

Hier nun ihr wahrlich dramatischer Spielfilm der letzten beiden Runden …

 

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Elisabeth Pähtz kann weiter vom EM-Titel und Medaillen träumen – Ein zweiter Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Runde 7: Pähtz - Stefanowa

Runde 7: Pähtz – Stefanowa

Eigentlich wollte ich mich erst wieder nach Abschluss der 17. Frauen-Europameisterschaft im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer melden. Das wäre am kommenden Dienstag [7. liveJuni], denn dann findet die finale elfte Runde statt. Aber der Verlauf der diesjährigen kontinentalen Titelkämpfe ist aus deutscher Sicht bislang so überraschend, dass ich mich einfach nicht zurückhalten kann. Die Hauptrolle spielt nämlich keine Unbekannte, sondern unsere Elisabeth Pähtz!

 

Ich kann Chess24-User WenChen im Grundtenor nur zustimmen, der am heutigen Sonntag nach dem fünften Sieg der 31-jährigen Thüringerin schreibt: „Sie wird in dieser Form die EM gewinnen!“ Aus „wird“ würde ich allerdings gegen „kann“ austauschen …

 

Dass Elisabeth seit einiger Zeit in einer fantastischen Form ist, hatte ich sowohl in meiner Vorschau als auch dem ersten Zwischenbericht  angedeutet. Sie spielt wahrlich ein sehr gutes Schach und ist mit dem heutigen Erfolg seit nunmehr 29 Partien ungeschlagen. Mit einem Live-Rating [Stand 5. Juni 15:59 Uhr] von 2514,5 hat sie Platz 12 in der FIDE-Frauen-Weltrangliste erreicht – wow, das ist tatsächlich Weltklasse, worüber sich nicht nur „Schach-Deutschland“ freuen kann“!

 

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Deutschlands Nummer 1 weiterhin an der Spitze der Frauen-Europameisterschaften im Mamaia – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Mit 4,5 Punkten nach sechs Runden liegt die bisher für Hockenheim gemeldete beste deutsche Spielerin, Elisabeth Pähtz, nur einen halben Punkt livehinter der Großmeisterin Antoaneta Stefanowa. Nach dem paehtz1einzigen Ruhetag am gestrigen Donnertsag in Mamaia, Rumänien, bei den Europameisterschaften der Frauen wurde die deutsche Nr.1 in Runde 7 gegen die führende bulgarische Ecxweltmeisterin ausgelost. Prinzipiell hätte diese Runde bereits eine Vorentscheidung bei der Titelvergabe bringen. Mit den weißen Farben gelang es Elisabeth mit einem Remis, ihre Chancen vorläufig weiter offen zu halten, zumal sie sich in guter Form befindet und erstmals mit 2502 ELO-Punkten eine Schallmauer auf dem Weg zum Großmeistertitel und zur Weltspitze durchbrach.

 

Um sich die nötige Anzahl von Einsätzen gegen starke Gegner für die letzte Großmeisternorm zu sichern, wird Elisabeth Pähtz in der kommenden Saison für Dresden an den Start gehen und bei Hockenheim Passiv gemeldet. Da Elisabeth auch Mitglied der Karpow-Schachakademie Rhein-Neckar ist und bleibt, wird sie der Region RN nicht verloren gehen, zumal ihr Ehemann ein Studienplatz in Heidelberg in Aussicht hat.

TurnierseiteResultate

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Elisabeth Pähtz hat die letzten 26 Partien nicht verloren und liegt nach sechs Runden bei der Frauen-EM in Mamaia auf Platz 9 – Ein Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Bei den 17. Europameisterschaften der Frauen im bekannten rumänischen Schwarzmeer-Badeort Mamaia ist Halbzeit, und so gibt es am morgigen Donnerstag [2. Juni] einen verdienten Ruhetag. Aus deutscher Sicht ist vor allem das bisherige Auftreten von Elisabeth Pähtz mehr als erfreulich, denn sie spielt ambitioniert und ist vorn mit dabei. Das ist für die Erfurterin bei kontinentalen Titelkämpfen fraglos eine neue Qualität.

 

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Elisabeths FIDE Kartei-Karte am 1.6.2016

 

Hier ihr „EM-Spielfilm“ der Runden 1 bis 6 im Schnelldurchlauf …

 

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Die Asien Meisterschaften finden vom 25. Mai bis 5. Juni im Hotel Uzbekistan, in Tashkent (Uzbekistan) statt

 

Männer und Frauen ermitteln ihre Meister und kämpfen um die Qualifikation am World Cup. Die ersten 5 der Männer qualifizieren sich für die WM 2017 und bei den Frauen die Siegerin.
Insgesamt gibt es 75.000 US-Dollar zu verteilen. Open Männer: $11,000, $9,000, $7,000, $5,000, $3,000 etc – Open Frauen: $5,000, $4,000, $3,000, $2,000 etc – Blitz: $4000 Open und $2000 Siegprämie für Frauen.

 

Auszug aus der Teilnehmerliste der Männer:
1 GM Le Quang Liem VIE 2718 2 GM Kasimdzhanov Rustam UZB 2703 3 GM Wei Yi CHN 2694 4 GM Ni Hua CHN 2682 5 GM Adhiban B. IND 2665 6 GM Vidit Santosh Gujrathi IND 2658 7 GM Ganguly Surya Shekhar IND 2654 8 GM Gupta Abhijeet IND 2654 9 GM Sethuraman S.P. IND 2647 10 GM Nguyen Ngoc Truong Son VIE 2636 11 GM Salem A.R. Saleh UAE 2625 12 GM Lu Shanglei CHN 2614 13 GM Wen Yang CHN 2611 14 GM Kazhgaleyev Murtas KAZ 2582 15 GM Lalith Babu M R IND 2579 live16 GM Vakhidov Jahongir UZB 2578 17 GM Bai Jinshi CHN 2567 18 GM Gao Rui CHN 2556 19 GM Ghaem Maghami Ehsan IRI 2551 20 GM Sengupta Deep IND 2543 …

 

Open Frauen:
1 IM Khademalsharieh Sarasadat IRI 2459 2 IM Guo Qi CHN 2447 3 IM Munguntuul Batkhuyag MGL 2442 4 IM Padmini Rout IND 2433 5 WGM Saduakassova Dinara KAZ 2415 6 IM Batchimeg Tuvshintugs MGL 2412 7 WIM Tokhirjonova Gulrukhbegim UZB 2390 8 WGM Hejazipour Mitra IRI 2349 9 IM Pham Le Thao Nguyen VIE 2348 10 WGM Soumya Swaminathan IND 2346 11 WGM Pourkashiyan Atousa IRI 2336 12 WIM Pratyusha Bodda IND 2336 13 WIM Vaishali R IND 2322 14 WIM Gevorgyan Irina UZB 2311 15 WGM Gomes Mary Ann IND 2304 …

TurnierseiteResultate MännerResultate Frauen

 

 

Elisabeth Pähtz führt das deutsche Quintett bei den 17. Frauen-Europameisterschaften in Mamaia/Rumänien an – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Apart: Elisabeth Paehtz, MOZ 21./22.5.2016, Foto: Luis Esquivel GolcherKaum haben die Männer ihre kontinentalen Meisterschaften in Gjakova/Kosovo beendet – am vergangenen Montag [23. liveMai] holte Ernesto Inarkiev Titel Nummer acht für Russland – da machen sich die Frauen auf nach Mamaia, um ihrerseits vom 26. Mai bis 8. Juni die beste Europäerin zu ermitteln und gleichzeitig 14 Plätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 zu ermitteln.

 

Was den Austragungsort angeht, so geht man halt doch getrennte Wege. Nur bei fünf von inzwischen 17 Titelkämpfen – 2003 [Silivri], 2007 [Kusadasi], 2007 [Dresden], 2008 [Plowdiw] und 2010 [Rijeka] – war das nicht so.

 

Was das Teilnehmerfeld in dem bekannten Badeort am Schwarzen Meer angeht, so sind immerhin 104 Anmeldungen aus 27 Ländern eingegangen [Stand 24. Mai]. Wie nicht anders zu erwarten, stellt Russland mit 20 Aktiven das größte Kontingent, gefolgt von Gastgeber Rumänien mit 12 und Georgien mit 11.

 

Für die spielerische Klasse spricht, dass immerhin 104 Teilnehmerinnen einen internationalen Titel tragen. Wobei darunter vier Großmeisterinnen und 32 Internationale Meisterinnen sind. Das kann sich wahrlich sehen lassen!

 

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Deutschlands Nummer 1 gehört seit dem 8. Mai endgültig zur Weltelite im Frauen-Schach mit einer Elo über 2500 – Von RAYMUND STOLZE

 

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Elisabeth Pähtz

Als ich am vergangenen Sonnabendabend [7. Mai] Thomas Pähtz anrief, um ihm zum sportlichen Erfolg seiner Tochter Elisabeth zu gratulieren, die erstmals bei den französischen TOP 12 der Frauen-Teams in Mulhouse erstmals die 2500er-Elo-Schallmauer geknackt hatte, gab er zu bedenken, dass Elisabeth ja noch eine Runde spielen müsste.

 

Die Gegnerin am folgenden Vormittag wäre immerhin Pia Cramling [23. April 1963], und die sei ein Profi. So eben mal einmal ein Remis würde die Schwedin niemals abschenken. Würde aber Elisabeth verlieren, dann würde sie wieder unter diese Marke fallen, wo im Frauen-Schach die Weltelite beginnt.

 

 

In der Tat ist die Leistung der „eisernen Pia“ beeindruckend. In der FIDE-Weltrangliste von 1. Juli 1984 wurde sie gemeinsam mit Zsusza Polgar auf Platz 1 geführt [jeweils 2415 Elo]. Da war Elisabeth Pähtz [8. Januar 1985] übrigens noch nicht geboren!

 

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Die Russin Walentina Gunina gewinnt das dritte Turnier der Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16 in Batumi und geht in der Gesamtwertung in Führung – Von RAYMUND STOLZE

 

Walentia Gunina: "Tal im Rock" (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

Walentina Gunina: „Tal im Rock“ (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

So langsam gewöhne ich mich daran, meine Artikel möglichst mit einer guten Nachricht zu beginnen. Was das Frauen-Schach angeht – hier ist sie: Es wird nun doch ein fünftes Turnier in der vierten FIDE-Grand-Prix Serie geben. Allerdings findet es nicht, wie Adrian Michaltschischin „orakelte“ in Kiew statt, obwohl der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko als Schachfan bekannt ist. Dagegen hat wohl gesprochen, dass die Honorare für die Frauen-Weltmeisterschaft, die im März in der ukrainischen Stadt Lwiw stattgefunden haben, angeblich immer noch nicht bei Hou Yifan, die den WM-Titel zurück geholt hat, und Maria Musitschuk gelandet sein sollen.

 

Nun raten Sie einmal, wer jetzt als Gastgeber einspringen wird, obwohl im FIDE-Kalender [http://www.fide.com/calendar.html] noch keine Infos zu lesen sind?

 

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Beim dritten Turnier der vierten Auflage 2015/16 der Frauen in Batumi ist Maria Musitschuk die große Favoritin – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

 

Wie heißt es so schön: Die Karawane zieht weiter … In diesem Fall die FIDE-Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16, die vom 19. April bis 3. Mai Station in Batumi macht. Nach Monte Carlo im Oktober vergangenen Jliveahres [Siegerin Hou Yifan] und Teheran [hier gewann Ju Wenjun] findet in der Hafenstadt am Schwarzen Meer die dritte Etappe dieser Veranstaltung statt. Bestätigt ist auch bereits das vierte Turnier im chinesischen Chengdu [1. bis 15. Juli], und wie Adrian Michaltschischin in SCHACH Heft 4/2015 berichtet, will Geofrey Borg, der FIDE-Verantwortliche für den Grand Prix, „noch zwei weitere Turniere auf die Beine stellen, damit die Serie wieder deren sechs umfasst. Gute Chancen bestehen dafür in Kiew, der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko ist als Schachfan bekannt“.

 

Auf dem FIDE Presidential Board Meeting in Moskau [28.-29. März 2016] wurde allerdings inzwischen präzisiert, dass es endgültig fünf Turniere geben wird und jede der 20 Teilnehmerinnen – da fehlt noch eine genaue Liste – drei Wettbewerbe spielen muss, deren Resultat dann in die Gesamtwertung eingeht.

 

Wenn man das Teilnehmerfeld in der Hauptstadt Adschariens im südwestlichen Georgien betrachtet, so dürfte nicht nur ich leicht irritiert sein. Neben den „Gesetzten“ um die Musitschuk Schwestern Maria [Aktuelle Weltrangliste vom 1. April Platz 4] und Anna [6] sowie Alexandra Kostenjuk [5], Nana Dsagnidse [8], Harika Dronavalli [11], Zhao Xue [14], Walentina Gunina [16] und Nino Batsiashwili [25] tauchen völlig neue Gesichter auf. Dass der gastgebende nationale Verband eine Wildcard erhält – in Monte Carlo fiel sie an Almira Skripchenko – ist laut Reglement normal. In Batumi profitiert davon das Duo Bela Khotenashwili [17] und Lela Javakhishwili [22], dazu kommen ferner die Armenierin Elina Danielijan [42/Elo 2445] und die Russin Olga Girya [44/2442]. Was dann doch eher verwundert.

 

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