Frauenschach

Vorletzte Runde der Grand-Prix Serie der Frauen in China – Valentina Gunina (Russland) und  Nana Dzagnidze (Georgien) führen nach Punkten die Tabelle an.

 

Valentina Gunina (Russland)

Valentina Gunina (Russland)

Nana Dzagnidze (Georgien)

Nana Dzagnidze (Georgien)

Der „Chinesische Schachverband“ in Zusammenarbeit mit der FIDE, organisiert das 4. Turnier der Grandprix-Serie der Frauen. Vom 1. bis 15. Juli spielen 12 Top-Frauen im Hotel Wang Jian, in der 14- millionen Stadt Chengdu, einer Provinzhauptstadt in Westchina.

 

Die Veranstaltung wird von der Chinese Chess Association und Chengdu Sports Bureau, gemeinsam mit der Chengdu Volksregierung der Stadt, Brett- und Kartenspiele Verwaltungszentrum der General Administration of Sport von China, Chengdu Schach Institute und Chengdu Chess Association, gesponsert.

 

Chengdu unterstützt nachdrücklich die Entwicklung und Popularisierung der Gedankenspiele. Die Stadt veranstaltete schon eine Mannschafts-Weltmeisterschaft. Das Preisgeld beträgt insgesamt 60.000 Euro. 10.000 Euro für den Sieg.

 

Die Teilnehmerinnen:
Koneru Humpy IND GM 2575; Ju Wenjun CHN GM 2559; Muzychuk Anna UKR GM 2551V Muzychuk Mariya UKR GM 2546; Harika Dronavalli IND GM 2514; Tan Zhongyi CHN WGM 2509; Stefanova Antoaneta BUL GM 2505; Zhao Xue CHN GM 2503; Javakhishvili Lela GEO IM 2497;
Cramling Pia SWE GM 2474; Khotenashvili Bela GEO GM 2456; Girya Olga RUS WGM 2448;

 

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Neuling TuRa Harksheide trifft zum Auftakt der Saison 2016/17 als Gastgeber auf Vizemeister Schwäbisch Hall und die SF Deizisau – Von RAYMUND STOLZE

 

Von links nach rechts: Ketevan Arakhamia-Grant, Ekaterina Kovalevskaya, Ketino Kachiani-Gersinska, Antoaneta Stefanova, Teamchef Thilo Gubler, Alexandra Kosteniuk, Anna Zatonskih, Iamze Tammert. Es fehlen: Anna Muzychuk, Victoria Cmilyte, Mariya Muzychuk, Elena Sedina, Lisa Schut, Julia Bochis und Cécile Haussernot

Die Deutsche Meistermannschaft 2016: Baden-Baden (Foto: Thilo Gubler)

Nachdem die SG Augsburg sozusagen auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen ist und das Angebot angenommen hat, erstklassig zu spielen, steht der Spielplan der Frauen-Bundesliga für die Saison 2016/17. Staffelleiter Thomas Rondio hat die zwölf Erstliga-Vereine über die Ansetzungen der 26. Spielzeit informiert.

 

Los geht es am 22./23. Oktober. Und das sind die Paarungen der ersten beiden Runden, bei denen Neuling TuRa Harksheide, Meister OSG Baden-Baden und SK Lehrte Gastgeber sind.

 

Sonnabend, 22. Oktober, 14 Uhr:

  • TuRa Harksheide – SK Schwäbisch Hall
  • Hamburger SK – SF Deizisau
  • OSG Baden-Baden – SG Augsburg
  • Karlsruher SF – FC Bayern München
  • SK Lehrte – SC Bad Königshofen
  • SV Medizin Erfurt – Rodewischer Schachmiezen

 

Sonntag, 23. Oktober, 9 Uhr:

  • SF Deizisau – TuRa Harksheide
  • SK Schwäbisch Hall – Hamburger SK
  • FC Bayern München – OSG Baden-Baden
  • SG Augsburg – Karlsruher SF
  • Rodewischer Schachmiezen – SK Lehrte
  • SC Bad Königshofen – SV Medizin Erfurt

 

Bereits in Runde 2 gibt es dabei das Spitzenduell zwischen Vizemeister Schwäbisch Hall, der zuvor gegen Gastgeber TuRa Harksheide einen leichten Auftakt haben sollte, und dem Dritten Hamburger SK, der mit Deutschlands Nummer 1 Elisabeth Pähtz den sicherlich namhaftesten Neuzugang vorzuweisen hat.

 

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SF Friedberg und SK Großlehna ziehen sich aus der Frauen-Bundesliga zurück, … und Augsburg rückt nach!  – Von RAYMUND STOLZE

 

Melanie Lubbe, Foto: http://www.lubbe-schach.de

Melanie Lubbe

Nun gibt es sie auch, die wirklich schlechten Nachrichten aus der Frauen-Bundesliga. In aller Stille haben sich nämlich die SF 1891 Friedberg und der SK Großlehna nicht nur aus der höchsten deutschen Spielklasse zurück gezogen, sondern gleichzeitig wie im Vorjahr der USV Volksbank Halle vorerst gänzlich vom Frauen-Schach auf überregionaler Ebene verabschiedet.

 

Beide Teams gehörten bisher zu den wichtigen Eckpfeilern in der 1. Liga. Die Burgfräuleins aus Hessen, die in der Saison 2011/12 erstmals erstklassig waren, belegten dabei auf Anhieb Platz 4. Im Jahr darauf war man bereits ernsthafter Konkurrent von OSG Baden-Baden um die Meisterschaft, wobei der Titelverteidiger nur durch den schwer erkämpften 3,5:2,5-Sieg im direkten Vergleich mit einem Punkt Vorsprung erneut triumphierte. Hinter dem blieb jedoch ein ehrenvoller Rang 2.

 

Dass die Vizemeisterschaft allerdings mit dem folgenden finanziell nicht gerade „billigen“ Aufgebot geholt wurde, sei erwähnt: Almira Sripcenco [Frankreich], Eva Repková [Slowakei], Melanie Ohme, Elena Lewuschkina [beide Deutschland], Ticia Gara [Ungarn], Adriana Nikolowa [Bulgarien], Irina Bulmaga [Rumänien], Deimante Daulyte [Litauen].

 

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Zweite Auflage des Jugendmasters in Lüneburg startet am 29. Juni in Lüneburg – Von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Ausschreibung

Bernd Vökler (by DSJ)

Nach dem „relativ schlechten“ Elo-Ergebnis der deutschen Delegationen bei der Jugend-WM in Durban und der Jugend-EM in Batumi vor zwei Jahren, hatte Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler eine Analyse erstellt und war zu dem Ergebnis gekommen: Ursache ist die Elo-Flut in deutschen Open und nicht, wie fälschlich vermutet, die schlechte Form der deutschen Spieler! Silbermedaillengewinnerin Filiz Osmanodja hat selber nur 7 Punkte gewonnen. Matthias Blübaum auf Platz 4 ging schon ins Negative!

 

Nichtsdestotrotz waren vom Deutschen Schachbund neue Ansätze für diese Problematik gefragt. Und diese hat Bernd Vökler geliefert. Zum ersten Mal führte der DSB ein Jugendmaster im August 2015 in Apolda als Vorbereitung auf die internationalen Saisonhöhepunkte durch. Die Premiere gewann übrigens die tschechische Gastspielerin Nela Pychova [ http://www.jugendmasters-2015.steffans-schachseiten.de/ ].

 

Nun erreichte uns vom Bundesnachwuchstrainer die erfreuliche Nachricht, dass die zweite Auflage dieser Veranstaltung für den Jahrgang 2000 und jünger vom 29. Juni bis 3. Juli in Lüneburg stattfinden wird.

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Anna Uschenina neue Europameisterin, Elisabeth Pähtz verpasst in der finalen Runde eine Medaille und wird Fünfte – Ein EM-Abschlussbericht von RAYMUND STOLZE

 

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Europameisterin 2016: Anna Uschenina

So gnadenlos kann Schach sein. Auf der einen Seite wird gejubelt, denn Exweltmeisterin Anna Uschenina holt nach Natalja Schukowa [2000 und 2015] und Ekaterina Lagno [2005] bei den 17. Frauen-Europameisterschaften im Mamaia/Rumänien den vierten Titel für die Ukraine. Auf der anderen Seite bietet Elisabeth Pähtz bis zur finalen Runde eine wirklich erstklassige Vorstellung, die erste deutsche EM-Medaille für die Frauen ist greifbar – um dann noch kurz vor dem sportlichen Ziel „abzustürzen“.

 

Dass die 31-Jährige mit Rang 5 – es ihre bisher beste EM-Platzierung – einen der insgesamt 14 Quotenplätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 verdientermaßen erkämpft hat, wird sie in der Stunde einer bitteren Niederlage erst einmal nicht unbedingt trösten.

 

Stierkampf, Bild: Ulrike Ertel (Berlin)Sie verlor ihre an dramatischen Momenten nicht zu überbietende Begegnung – es war wie ein Stierkampf – gegen die Spanierin Sabrina Vega Gutierrez, womit zugleich ihre Serie von unglaublichen 30 Partien ohne Niederlage endete, in der „Verlängerung“ höchst unglücklich. Ihre sicherlich überglückliche Gegnerin, die den „Stier bei den Hörnern gepackt hat“, um im Bild zu bleiben, holt Silber vor Exweltmeisterin Antoaneta Stefanowa.

 

Ich denke, dass Elisabeth dennoch mit Abstand gesehen, allen Grund dazu hat, stolz über ihre Tage in Mamaia zu sein. Nach dem Turnier ist bekanntlich vor dem Turnier, und deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass sie durchaus weiterhin für Schlagzeilen sorgen kann. Dass „Lizzy“ kürzlich die 2500er-Elo-Schallmauer gebrochen hat sowie das Auftreten bei ihrer inzwischen 15. EM-Teilnahme sollten Motivation genug sein, weiterhin das sportlichen Ziel nicht aus den Augen zu lassen, in der Weltrangliste unter die TOP 10 zu kommen. Das Potenzial dazu hat sie allemal!

 

Hier nun ihr wahrlich dramatischer Spielfilm der letzten beiden Runden …

 

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Elisabeth Pähtz kann weiter vom EM-Titel und Medaillen träumen – Ein zweiter Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Runde 7: Pähtz - Stefanowa

Runde 7: Pähtz – Stefanowa

Eigentlich wollte ich mich erst wieder nach Abschluss der 17. Frauen-Europameisterschaft im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer melden. Das wäre am kommenden Dienstag [7. liveJuni], denn dann findet die finale elfte Runde statt. Aber der Verlauf der diesjährigen kontinentalen Titelkämpfe ist aus deutscher Sicht bislang so überraschend, dass ich mich einfach nicht zurückhalten kann. Die Hauptrolle spielt nämlich keine Unbekannte, sondern unsere Elisabeth Pähtz!

 

Ich kann Chess24-User WenChen im Grundtenor nur zustimmen, der am heutigen Sonntag nach dem fünften Sieg der 31-jährigen Thüringerin schreibt: „Sie wird in dieser Form die EM gewinnen!“ Aus „wird“ würde ich allerdings gegen „kann“ austauschen …

 

Dass Elisabeth seit einiger Zeit in einer fantastischen Form ist, hatte ich sowohl in meiner Vorschau als auch dem ersten Zwischenbericht  angedeutet. Sie spielt wahrlich ein sehr gutes Schach und ist mit dem heutigen Erfolg seit nunmehr 29 Partien ungeschlagen. Mit einem Live-Rating [Stand 5. Juni 15:59 Uhr] von 2514,5 hat sie Platz 12 in der FIDE-Frauen-Weltrangliste erreicht – wow, das ist tatsächlich Weltklasse, worüber sich nicht nur „Schach-Deutschland“ freuen kann“!

 

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Deutschlands Nummer 1 weiterhin an der Spitze der Frauen-Europameisterschaften im Mamaia – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Mit 4,5 Punkten nach sechs Runden liegt die bisher für Hockenheim gemeldete beste deutsche Spielerin, Elisabeth Pähtz, nur einen halben Punkt livehinter der Großmeisterin Antoaneta Stefanowa. Nach dem paehtz1einzigen Ruhetag am gestrigen Donnertsag in Mamaia, Rumänien, bei den Europameisterschaften der Frauen wurde die deutsche Nr.1 in Runde 7 gegen die führende bulgarische Ecxweltmeisterin ausgelost. Prinzipiell hätte diese Runde bereits eine Vorentscheidung bei der Titelvergabe bringen. Mit den weißen Farben gelang es Elisabeth mit einem Remis, ihre Chancen vorläufig weiter offen zu halten, zumal sie sich in guter Form befindet und erstmals mit 2502 ELO-Punkten eine Schallmauer auf dem Weg zum Großmeistertitel und zur Weltspitze durchbrach.

 

Um sich die nötige Anzahl von Einsätzen gegen starke Gegner für die letzte Großmeisternorm zu sichern, wird Elisabeth Pähtz in der kommenden Saison für Dresden an den Start gehen und bei Hockenheim Passiv gemeldet. Da Elisabeth auch Mitglied der Karpow-Schachakademie Rhein-Neckar ist und bleibt, wird sie der Region RN nicht verloren gehen, zumal ihr Ehemann ein Studienplatz in Heidelberg in Aussicht hat.

TurnierseiteResultate

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Elisabeth Pähtz hat die letzten 26 Partien nicht verloren und liegt nach sechs Runden bei der Frauen-EM in Mamaia auf Platz 9 – Ein Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Bei den 17. Europameisterschaften der Frauen im bekannten rumänischen Schwarzmeer-Badeort Mamaia ist Halbzeit, und so gibt es am morgigen Donnerstag [2. Juni] einen verdienten Ruhetag. Aus deutscher Sicht ist vor allem das bisherige Auftreten von Elisabeth Pähtz mehr als erfreulich, denn sie spielt ambitioniert und ist vorn mit dabei. Das ist für die Erfurterin bei kontinentalen Titelkämpfen fraglos eine neue Qualität.

 

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Elisabeths FIDE Kartei-Karte am 1.6.2016

 

Hier ihr „EM-Spielfilm“ der Runden 1 bis 6 im Schnelldurchlauf …

 

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Die Asien Meisterschaften finden vom 25. Mai bis 5. Juni im Hotel Uzbekistan, in Tashkent (Uzbekistan) statt

 

Männer und Frauen ermitteln ihre Meister und kämpfen um die Qualifikation am World Cup. Die ersten 5 der Männer qualifizieren sich für die WM 2017 und bei den Frauen die Siegerin.
Insgesamt gibt es 75.000 US-Dollar zu verteilen. Open Männer: $11,000, $9,000, $7,000, $5,000, $3,000 etc – Open Frauen: $5,000, $4,000, $3,000, $2,000 etc – Blitz: $4000 Open und $2000 Siegprämie für Frauen.

 

Auszug aus der Teilnehmerliste der Männer:
1 GM Le Quang Liem VIE 2718 2 GM Kasimdzhanov Rustam UZB 2703 3 GM Wei Yi CHN 2694 4 GM Ni Hua CHN 2682 5 GM Adhiban B. IND 2665 6 GM Vidit Santosh Gujrathi IND 2658 7 GM Ganguly Surya Shekhar IND 2654 8 GM Gupta Abhijeet IND 2654 9 GM Sethuraman S.P. IND 2647 10 GM Nguyen Ngoc Truong Son VIE 2636 11 GM Salem A.R. Saleh UAE 2625 12 GM Lu Shanglei CHN 2614 13 GM Wen Yang CHN 2611 14 GM Kazhgaleyev Murtas KAZ 2582 15 GM Lalith Babu M R IND 2579 live16 GM Vakhidov Jahongir UZB 2578 17 GM Bai Jinshi CHN 2567 18 GM Gao Rui CHN 2556 19 GM Ghaem Maghami Ehsan IRI 2551 20 GM Sengupta Deep IND 2543 …

 

Open Frauen:
1 IM Khademalsharieh Sarasadat IRI 2459 2 IM Guo Qi CHN 2447 3 IM Munguntuul Batkhuyag MGL 2442 4 IM Padmini Rout IND 2433 5 WGM Saduakassova Dinara KAZ 2415 6 IM Batchimeg Tuvshintugs MGL 2412 7 WIM Tokhirjonova Gulrukhbegim UZB 2390 8 WGM Hejazipour Mitra IRI 2349 9 IM Pham Le Thao Nguyen VIE 2348 10 WGM Soumya Swaminathan IND 2346 11 WGM Pourkashiyan Atousa IRI 2336 12 WIM Pratyusha Bodda IND 2336 13 WIM Vaishali R IND 2322 14 WIM Gevorgyan Irina UZB 2311 15 WGM Gomes Mary Ann IND 2304 …

TurnierseiteResultate MännerResultate Frauen

 

 

Elisabeth Pähtz führt das deutsche Quintett bei den 17. Frauen-Europameisterschaften in Mamaia/Rumänien an – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Apart: Elisabeth Paehtz, MOZ 21./22.5.2016, Foto: Luis Esquivel GolcherKaum haben die Männer ihre kontinentalen Meisterschaften in Gjakova/Kosovo beendet – am vergangenen Montag [23. liveMai] holte Ernesto Inarkiev Titel Nummer acht für Russland – da machen sich die Frauen auf nach Mamaia, um ihrerseits vom 26. Mai bis 8. Juni die beste Europäerin zu ermitteln und gleichzeitig 14 Plätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 zu ermitteln.

 

Was den Austragungsort angeht, so geht man halt doch getrennte Wege. Nur bei fünf von inzwischen 17 Titelkämpfen – 2003 [Silivri], 2007 [Kusadasi], 2007 [Dresden], 2008 [Plowdiw] und 2010 [Rijeka] – war das nicht so.

 

Was das Teilnehmerfeld in dem bekannten Badeort am Schwarzen Meer angeht, so sind immerhin 104 Anmeldungen aus 27 Ländern eingegangen [Stand 24. Mai]. Wie nicht anders zu erwarten, stellt Russland mit 20 Aktiven das größte Kontingent, gefolgt von Gastgeber Rumänien mit 12 und Georgien mit 11.

 

Für die spielerische Klasse spricht, dass immerhin 104 Teilnehmerinnen einen internationalen Titel tragen. Wobei darunter vier Großmeisterinnen und 32 Internationale Meisterinnen sind. Das kann sich wahrlich sehen lassen!

 

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Deutschlands Nummer 1 gehört seit dem 8. Mai endgültig zur Weltelite im Frauen-Schach mit einer Elo über 2500 – Von RAYMUND STOLZE

 

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Elisabeth Pähtz

Als ich am vergangenen Sonnabendabend [7. Mai] Thomas Pähtz anrief, um ihm zum sportlichen Erfolg seiner Tochter Elisabeth zu gratulieren, die erstmals bei den französischen TOP 12 der Frauen-Teams in Mulhouse erstmals die 2500er-Elo-Schallmauer geknackt hatte, gab er zu bedenken, dass Elisabeth ja noch eine Runde spielen müsste.

 

Die Gegnerin am folgenden Vormittag wäre immerhin Pia Cramling [23. April 1963], und die sei ein Profi. So eben mal einmal ein Remis würde die Schwedin niemals abschenken. Würde aber Elisabeth verlieren, dann würde sie wieder unter diese Marke fallen, wo im Frauen-Schach die Weltelite beginnt.

 

 

In der Tat ist die Leistung der „eisernen Pia“ beeindruckend. In der FIDE-Weltrangliste von 1. Juli 1984 wurde sie gemeinsam mit Zsusza Polgar auf Platz 1 geführt [jeweils 2415 Elo]. Da war Elisabeth Pähtz [8. Januar 1985] übrigens noch nicht geboren!

 

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Die Russin Walentina Gunina gewinnt das dritte Turnier der Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16 in Batumi und geht in der Gesamtwertung in Führung – Von RAYMUND STOLZE

 

Walentia Gunina: "Tal im Rock" (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

Walentina Gunina: „Tal im Rock“ (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

So langsam gewöhne ich mich daran, meine Artikel möglichst mit einer guten Nachricht zu beginnen. Was das Frauen-Schach angeht – hier ist sie: Es wird nun doch ein fünftes Turnier in der vierten FIDE-Grand-Prix Serie geben. Allerdings findet es nicht, wie Adrian Michaltschischin „orakelte“ in Kiew statt, obwohl der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko als Schachfan bekannt ist. Dagegen hat wohl gesprochen, dass die Honorare für die Frauen-Weltmeisterschaft, die im März in der ukrainischen Stadt Lwiw stattgefunden haben, angeblich immer noch nicht bei Hou Yifan, die den WM-Titel zurück geholt hat, und Maria Musitschuk gelandet sein sollen.

 

Nun raten Sie einmal, wer jetzt als Gastgeber einspringen wird, obwohl im FIDE-Kalender [http://www.fide.com/calendar.html] noch keine Infos zu lesen sind?

 

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Beim dritten Turnier der vierten Auflage 2015/16 der Frauen in Batumi ist Maria Musitschuk die große Favoritin – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

 

Wie heißt es so schön: Die Karawane zieht weiter … In diesem Fall die FIDE-Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16, die vom 19. April bis 3. Mai Station in Batumi macht. Nach Monte Carlo im Oktober vergangenen Jliveahres [Siegerin Hou Yifan] und Teheran [hier gewann Ju Wenjun] findet in der Hafenstadt am Schwarzen Meer die dritte Etappe dieser Veranstaltung statt. Bestätigt ist auch bereits das vierte Turnier im chinesischen Chengdu [1. bis 15. Juli], und wie Adrian Michaltschischin in SCHACH Heft 4/2015 berichtet, will Geofrey Borg, der FIDE-Verantwortliche für den Grand Prix, „noch zwei weitere Turniere auf die Beine stellen, damit die Serie wieder deren sechs umfasst. Gute Chancen bestehen dafür in Kiew, der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko ist als Schachfan bekannt“.

 

Auf dem FIDE Presidential Board Meeting in Moskau [28.-29. März 2016] wurde allerdings inzwischen präzisiert, dass es endgültig fünf Turniere geben wird und jede der 20 Teilnehmerinnen – da fehlt noch eine genaue Liste – drei Wettbewerbe spielen muss, deren Resultat dann in die Gesamtwertung eingeht.

 

Wenn man das Teilnehmerfeld in der Hauptstadt Adschariens im südwestlichen Georgien betrachtet, so dürfte nicht nur ich leicht irritiert sein. Neben den „Gesetzten“ um die Musitschuk Schwestern Maria [Aktuelle Weltrangliste vom 1. April Platz 4] und Anna [6] sowie Alexandra Kostenjuk [5], Nana Dsagnidse [8], Harika Dronavalli [11], Zhao Xue [14], Walentina Gunina [16] und Nino Batsiashwili [25] tauchen völlig neue Gesichter auf. Dass der gastgebende nationale Verband eine Wildcard erhält – in Monte Carlo fiel sie an Almira Skripchenko – ist laut Reglement normal. In Batumi profitiert davon das Duo Bela Khotenashwili [17] und Lela Javakhishwili [22], dazu kommen ferner die Armenierin Elina Danielijan [42/Elo 2445] und die Russin Olga Girya [44/2442]. Was dann doch eher verwundert.

 

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Vom Finale der Frauen-Bundesliga ein Beitrag von Dr. THOMAS MARSCHNER

 

Blick in die Aula der Max-Planck-Schule

Blick in die Aula der Max-Planck-Schule

Der SK Schwäbisch Hall hat beim Finale der Frauenbundesliga den Meistertitel um 1,5 Brettpunkte verpasst. Trotz zweier Siege gegen Kiel und Hamburg, die in der Endabrechnung Dritter wurden, reichte es „nur“ zur erneuten Vizemeisterschaft hinter Baden Baden. Raymund Stolze hat schon über die Dramaturgie des letzten Spieltags, die insbesondere aus den verschiedenen Internetblogs hervorging, berichtet, daher hier jetzt noch ein paar Impressionen aus Schwäbisch Haller Sicht vom Bundesligawochenende in Kiel.

 

Die Kielerinnen um die gerade erst aus Reykjavik vom Open zurückgekehrte Ulla Hielscher erwiesen sich bei ihrem vorerst letzten Bundesligaauftritt als vorbildliche Gastgeberinnen. Spielerinnen, Betreuer und Zuschauer wurden bestens versorgt. Vielleicht klappt es ja schon in der nächsten Saison mit dem direkten Wiederaufstieg.

 

Gespielt wurde in der geräumigen Aula der Max-Planck-Schule, und die Hamburger sorgten mit ihren DGT-Brettern für eine Liveübertragung aller Partien.

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Mit Glück und Können holt sich die Weltauswahl vom OSG Baden-Baden den zehnten Deutschen Meistertitel – Ein Bericht von RAYMUND STOLZE

 

Die Ausgangssituation vor dieser letzten Doppelrunde der Frauen-Bundesliga-Saison 2015/16 war klar: Noch ein Quartett konnte Deutscher Meister werden, wobei Titelverteidiger OSG Baden-Baden die beste Ausgangsposition besaß, wie der Blick auf die Tabellespitze nach neun von elf Runden zeigt:

 

 Platz  Mannschaft  MP  BP
 1.  OSG Baden-Baden  15:3  39
 2.  Hamburger SK  15:3  36½
 3.  SK Schwäbisch Hall  15:3  36
 4.  Bad Königshofen  14:4  39

 

Die Marschrichtung für den Titelverteidiger Baden-Baden war klar: Zwei Siege mit insgesamt zehn Brettpunkten mussten gegen die SF Friedberg [Platz 7/10:8/30,0] und den SC Bad Königshofen her. Die zehnte Deutsche Meisterschaft seit dem Aufstieg in die Bundesliga in der Saison 2002/03, wo es auf Anhieb klappte, wäre damit aus eigener Kraft sicher. Laut DSB-Turnierordnung entscheidet bei allen Plätzen bei Gleichstand die Brettwertung.

 

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Titelverteidiger OSG Baden-Baden, Hamburger SK, SK Schwäbisch Hall und SC Bad Königshofen sind im Rennen – Von RAYMUND STOLZE

 

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Wird die Ex-Weltmeisterin mit dabei sein?

Samstag

Sonntag

Seit Einführung der Frauen-Schach-Bundesliga in der Saison 1991/92 – damals trug sich Lasker Steglitz Berlin als Erster vor Rotation Pankow, das heute zweitklassig ist, und dem Hamburger SK in die Siegerchronik ein – war ein Saisonfinale noch niemals so spannend. Jedenfalls kann nach dem Tabellenstand vor der finalen Doppelrunde am kommenden Wochenende [19./20. März] der Meister aus einem Quartett gekürt werden.

 

Am aussichtsreichsten sind sicherlich die Damen von Titelverteidiger OSG Baden-Baden, denen der zehnte Meistertitel winkt. Auf Anhieb war der Verein als Aufsteiger in der Spielzeit 2003/03 – damals hieß er noch SG Baden-Oos – ungeschlagen mit 21:1 Punkten Deutscher Vereinsmannschaftsmeister geworden. Lediglich gegen den Tabellenzweiten Dresdner SC wurde beim 3:3 ein Unentschieden zugelassen.

 

Von der Meisterschaft der „ersten Stunde“ ist mit Ketino Kachiani-Gersinska, Jekaterina Kowalewskaja, Elena Sedina und Iamze Tammert immerhin noch ein Quartett dabei, das in der 25. Spielzeit 2015/16 nunmehr Titel Nummer 10 im Visier hat.

 

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Das WM-Match zwischen Titelverteidigerin Maria Musitschuk und Herausforderin Hou Yifan begann am 1. März in Lwiw/Ukraine – Von RAYMUND STOLZE

 

Maria Musitschuk (UKR) und Hou Yifan (CHN)

Maria Musitschuk und Hou Yifan

Nun wird es doch endlich ernst mit dem WM-Match der Frauen, das die FIDE für den vergangenen Oktober liveausgeschrieben hatte, aber da sich kein [geeigneter] Ausrichter fand, erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

 

Dass in einer solchen Situation kurzfristig wieder einmal die Russen einspringen würden – siehe Sotschi mit dem WM-Duell der Männer zwischen Magnus Carlsen und Viswananthan Anand – war diesmal jedoch nicht zu erwarten. Erstaunlicherweise hielt sich auch die chinesische Föderation zurück, obwohl mit der bald 22-jährigen Hou Yifan doch ihr absoluter Top-Star Herausforderin der amtierenden Weltmeisterin war. Aber 200.000 € als Minimum an Preisgeld aufzubringen für ein scheinbar ungleiches Duell, das in der Öffentlichkeit doch wenig Interesse finden würde, wollte man selbst für eine Landsfrau nicht.

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Die Saison in der Frauenbundesliga neigt sich dem Ende zu, 4 Runden waren noch zu spielen, zwei Wochenenden, die es in sich haben, der Spielplan und die Ergebnisse machen es möglich, dass es so spannend ist, wie vielleicht noch nie, seit die Liga existiert. – Ein Bericht von ANDREAS ALBERS

 

frauenschach1-200x300-200x300_negativDoch der Reihe nach: Die Vorbereitungen für das vergangene Wochenende gestalteten sich unkompliziert, Judith Fuchs und Sarah Hoolt nutzten die Verbindung mit einem kleinen Trainingslager bei Bundestrainer Dorian Rogozenco und einer „Lockerungsübung“ bei der Schachwoche des Hamburger Schachklubs im Harburger Phoenix-Center. Die beiden Freundinnen spielten gegen insgesamt 24 Gegnerinnen und Gegner „alternierend Simultan“ (eine schöne Wortschöpfung unseres Vorsitzenden Christian Zickelbein, der damit meint, dass die beiden immer abwechselnd ziehen).

 

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg auf allen Seiten, das Publikum hatte seinen Spaß („Darf ich mal schätzen, wie alt Ihr seid? 17,18?“), Sarah und Judith gewannen die meisten Partien, mussten allerdings auch 4 Mal resignieren. Am Ende war Sarah sich sicher „Gut, dass ich morgen wieder alle meine Züge selber machen kann!“.

 

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Von der vorletzten Doppelrunde der Frauen-Bundesliga in der Saison 2015/16 berichtet aus Kiel ULLA HIELSCHER

 

frauenschachWie kann das sein, Kiel liegt doch abgeschlagen auf dem 10. Platz, wieso spreche ich jetzt vom Meisterschaftskampf? Ganz einfach: In der vorletzten Doppelrunde [27./28. Februar] spielen zwei der drei Mannschaften, die punktgleich an der Tabellenspitze liegen, bei uns in Kiel um nicht weniger als die Deutsche Meisterschaft, darunter auch unser Reisepartner Hamburger SK, der bisher eine unglaubliche Saison abliefert. Und wir sind live dabei! Wäre das cool, wenn der Deutsche Mannschaftsmeister der Frauenbundesliga bei uns in Kiel gekrönt würde!

 

Der Spielplan meinte es wirklich gut mit uns, dass wir Ausrichter sein durften. Wir hatten die beiden Mannschaften aus Rodewisch und Niederwiesa zu Gast, und sowohl die Kielerinnen als auch die Niederwieserinnen hatten als Ziel ausgegeben, die rote Laterne abzugeben. Da traf es sich ganz gut, dass sowohl Rike Wohlers-Armas als auch Monica Calzetta Ruiz Zeit hatten, und wir endlich einmal mit der stärksten Aufstellung der Saison antreten konnten. Und das hatten wir auch nötig, denn die in hübschen Trikots angetretenen Sächsinnen spielten bärenstark.

 

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Was hat diese Rechnung mit Schach und unserem Verein TuRa Harksheide zu tun? Nun, sie beschreibt den Weg unserer tuRa- maedchen-thumbnailMädchenligateams seit 2003 in die 1. Frauenbundesliga! Ein Bericht von EBERHARD SCHABEL

 

Vor 13 Jahren wurde innerhalb des TuRa SCHACH die Idee geboren, mittels spezieller Programme und Angebote mehr Mädchen in Norderstedt und unserer Region für Schach zu motivieren. Dabei hatten wir das Gefühl, dass die Mädchen in den Schulen ihre anfänglichen Bedenken, ob dieses Spiel auch was für sie wäre, schnell ablegten und sich sehr gern an unseren Angeboten beteiligten. Natürlich war zu dieser Zeit bei weitem nicht zu erkennen, dass unter den neuen Vereinsmitgliedern des TuRa SCHACH zukünftige Bundesligaspielerinnen den Weg zu uns fanden. Vielmehr war es unser Traum in naher Zukunft mit Spielerinnen bei den Landesturnieren und mal mit einem Vierer bei den U 14w- Mannschaftsmeisterschaften teilzunehmen. Lag dies noch etwas in der Zukunft, gelang es jedoch einen Kader für die Frauen- Landesliga aufzustellen. Der Altersschnitt lag dabei bei ca 14 Jahren.

 

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