GM-Turnier

Dieses Jahr mit „gemischtem“ Teilnehmerfeld

Gashimov
Superturniere experimentieren gerne mal mit dem Format, bzw. passen es eventuell an aktuelle Möglichkeiten (wer hat Zeit und Lust um zu spielen?) an. Das Gashimov Memorial gibt es seit 2014, da Vugar Gashimov (Titelbild von der Tliveurnierseite) am 10.1.2014 im viel zu jungen Alter von 27 Jahren verstarb. Die wichtigste Info gleich zu Beginn, wer ist diesmal dabei? Caruana, Giri, Karjakin, Harikrishna, Eljanov, Mamedyarov, Radjabov, Safarli, Hou Yifan, Mamedov. „Gemischt“ bezieht sich auf vier Azeris und sechs Ausländer(innen), sowie darauf, dass die Spieler ein bisschen überall in der aktuellen top100 zu finden sind. 2014 hatten sie eine ziemlich elitäre A-Gruppe mit sechs Teilnehmern (darunter Mamedyarov und Radjabov), und dazu ein B-Turnier mit fünf Azeris und fünf Ausländern. 2015 dann nur ein Turnier, dafür zehn Teilnehmer – neun mit Elo fast 2750 oder mehr, Mamedov durfte auch mitspielen (soweit ich mich erinnere, da Radjabov abgesagt hatte). Dieses Jahr ist das Feld zwei- bis dreigeteilt:

 

Caruana, Giri und Karjakin sind etablierte absolute Weltklasse, Harikrishna, Eljanov und Mamedyarov nach aktueller Elo knapp dahinter. Radjabov ist zwischendrin: vor drei Jahren war er noch Nummer 4 weltweit, danach ging es bergab, inzwischen hat er sich im Bereich top30 stabilisiert, spielt allerdings eher sporadisch. Die drei anderen haben Elo unter 2700 – Safarli hat sich bei der (nicht allzu stark besetzten) azerischen Meisterschaft qualifiziert, Mamedov ist ebenfalls Lokalmatador, Hou Yifan ist weiblich.

Weiterlesen

Am Ende gewinnt Carlsen

Carlsen-Eljanov

Dabei hat er in den letzten drei Runden – Schwerpunkt dieses Berichts – jeweils etwas für dieses Turnier für ihn Neues gezeigt: In Runde 7 eine neue Idee in der Eröffnung – dass sie wunderbar funktionierte, lag allerdings auch an der gegnerischen Reaktion. In Runde 8, dass nicht nur seine Gegner, sopartienndern auch er selbst einfach schlecht spielen kann/können. In Runde 9, dass er auch dann gewinnen kann, wenn der Gegner nicht bereits die Eröffnung vergeigt. Insgesamt hat er durchaus verdient gewonnen, und sei es nur (wie Giri in seiner letzten Pressekonferenz sagte) weil sich sonst niemand um den Turniersieg „beworben“ hat. Am ehesten, meinte jedenfalls Kommentator Svidler, Aronian – der allerdings erst spät aufdrehte.

 

Das ist jedenfalls der Endstand: Carlsen 6/9, Aronian 5.5, Vachier-Lagrave, Topalov, Kramnik 5, Li Chao, Harikrishna 4.5, Giri 4, Eljanov 3, Grandelius 2.5. Die Turnierseite hat nach Runde 5 keine Fotos mehr, einige wenige gibt es auf Facebook, darunter das Titelfoto vor Beginn der letztlich turnierentscheidenden Partie Carlsen-Eljanov und ein weiteres unten im Text. Und die (für mich) grösste Überraschung des Turniers habe ich mit Screenshots aus der Liveübertragung selbst bildlich dokumentiert.

Weiterlesen

Carlsen nun vor einem Quartett

Harikrishna
Morgen wird in Stavanger schon wieder kein Schach gespielt, stattdessen können sich die Spieler von den mehr oder weniger aufregenden Runden 5 und 6 erholen. Carlsen liegt immer noch vorne, aber das Titelbild (wieder Altibox Norway Chess/Joachim Steinbru) bekommt aus zwei Gründen ein anderer Spieler: Erstens wissen treue Leser, dass Herr Richter fast nie zweimal hintereinander demselben Spieler dalives Titelbild gibt; zweitens hat Carlsen in diesen beiden Runden wirklich nicht geglänzt – im Gegensatz zu Pentala Harikrishna. Die indische Nummer zwei, nur noch knapp hinter Vishy Anand, gewann zweimal hintereinander. Wenn er in Runde 1 nicht die Eröffnung gegen Carlsen vergeigt hätte und wenn er auch im weiteren Partieverlauf Paroli bieten könnte (ersteres ist vermeidbar, letzteres natürlich – egal gegen welchen Gegner – nicht immer der Fall), dann läge – bei sonst identischen Ergebnissen – nun Harikrishna alleine vorne. So steht es nun folgendermassen: Carlsen 4/6, Vachier-Lagrave, Topalov, Harikrishna, Kramnik 3.5, Aronian und Eljanov 3, Li Chao und Giri 2.5, Grandelius 1. Zu einem nicht unwesentlichen Teil ist dieser Zwischenstand davon beeinflusst, wer bereits gegen Grandelius spielte und in dieser Partie Weiss hatte. Ich mache dem Schweden dabei keinen Vorwurf, dass er seine Aussenseiterrolle in diesem Schachturnier bestätigt.

Weiterlesen

Darf Carlsen dieses Jahr gewinnen?

Carlsen-interview
Zwei seiner bisherigen Gegner haben ihren Beitrag geleistet, indem sie bereits nach 12 oder 14 Zügen klar schlechter standen – jeder auf seine Weise: Harikrishna in einem an sich harmlosen damenindischen Abspiel, Grandelius mit Kaffeehausschach. Dann gab es noch drei entschiedene Partien, die eherlive eines Superturniers würdig waren – d.h. der Sieger musste zäheren Widerstand überwinden. Natürlich kann Carlsen nichts dafür, dass zwei seiner Gegner die Eröffnung einfach schlecht spielten – aber gestört hat es ihn sicher auch nicht, und das führte zu diesem Zwischenstand: Carlsen 3/4, Vachier-Lagrave und Kramnik 2.5, Li Chao, Topalov, Giri, Aronian 2, Eljanov und Harikrishna 1.5, Grandelius 1. Giri war – wie Carlsen – bereits an zwei entschiedenen Partien beteiligt; um den Titel des Remiskönigs bewerben sich momentan die drei anderen Spieler mit 2/4 die alle keinen einschlägigen Ruf haben. Für Li Chao ist es in seinem ersten Superturnier sicher ein bisher ordentliches Ergebnis, Topalov spielt jedenfalls besser als zuvor im Kandidatenturnier, Aronian ist wohl weder zufrieden noch unzufrieden.

 

Das Carlsen-Foto (Altibox Norway Chess/Joachim Steinbru) stammt aus Runde 2 gegen Topalov, da haben beide wenig riskiert und machten keine Fehler, also remis. Und nun Runde für Runde:

Weiterlesen

Kramnik, Caruana und Vachier-Lagrave führen Achterfeld an

 

Kramnik (by David Llada)

Kramnik (by David Llada)

Das Sparkassen Chess-Meeting (9. bis 17. Juli 2016 im Orchesterzentrum NRW)  ist in diesem Jahr Teil des Jubiläums anlässlich des 175. Geburtstags der Sparkasse Dortmund. Es präsentiert erneut ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus den aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste. An der Spitze steht Wladimir Kramnik (Russland), derzeit die Nummer zwei der Welt. Titelverteidiger Fabiano Caruana (USA) liegt auf Platz drei, der „Neuling“ Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) auf Platz fünf des April-Rankings der FIDE. Neben Vachier-Lagrave werden auch der Kubaner Leinier Dominguez Perez, der Russe Jewgeni Najer als Sieger des AERO-Flot-Open von Moskau und der Deutsche Rainer Buhmann zum ersten Mal in Dortmund zu begrüßen sein. Das Feld wird komplettiert durch Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarjow und den deutschen Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu, der im vergangenen Jahr als Drittplatzierter für Furore sorgte. Wladimir Kramnik, der dreimalige Weltmeister, hat 1992 im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal in Dortmund beim Open des berühmten Chess-Meetings in den Westfalenhallen gespielt. 1993 feierte er seine Premiere im Großmeister-Turnier, belegte gleich einen eindrucksvollen zweiten Rang hinter dem legendären Anatoli Karpow und wurde anschließend zum Dauerteilnehmer und Seriensieger der Dortmunder Weltklasseveranstaltung. Hier ein kleines Zahlenspiel: Das Großmeisterturnier wird 2016 zum 44. Mal ausgetragen. Kramnik wird zum 22. Mal dabei sein und hat die Möglichkeit, das Turnier zum elften Mal zu gewinnen. Ein durchaus realistischer Ansatz, da er erneut zu den absoluten Favoriten zu zählen sein dürfte.

 

2016 wäre Ferdinand Fabra, der erste Meistertrainer des BVB und Schulschachpionier NordrheinWestfalens, 110 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund übernimmt die BVB-Fan- und Förderabteilung die Patenschaft über den Ferdinand-Fabra-Preis für die  erfolgreichsten lokalen Nachwuchsspieler. Das Preisgeld in Höhe von 500 € wird Abteilungsleiter Torsten Schild im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 9. Juli 2016 im Orchesterzentrum überreichen.

Weiterlesen

Vorschau und was vor dem Turnier bereits alles passierte

Li Chao (Grenke Chess Open)
Normalerweise hat eine Turniervorschau (von mir) etwa diese Elemente: Wer spielt mit, wo und wann wird gespielt, eventuell wer kommentiert das live im Internet, eveliventuell Prognosen, eventuell ein paar Worte zur Geschichte des Turniers. Norway Chess 2016 hat mehr zu bieten, da es bereits vorab diverse Aufregungen gab. Die Konkurrenz hatte oft tagesaktuell berichtet, ich werde das ungefähr chronologisch zusammenfassen – aber zuerst das konventionelle Element, die nach momentaner Elo sortierte aktuellste Teilnehmerliste: Carlsen, Kramnik, Giri, Vachier-Lagrave, Aronian, Eljanov, Harikrishna, Li Chao, Topalov, Grandelius.

 

Bei Titelfotos versuche ich immer, etwas Abwechslung einzubauen, daher heute ein Spieler der – in der Rubrik GM-Turniere – wohl noch nie abgebildet wurde. Das ist ein ziemlich aktuelles Foto von Li Chao – vom Grenke Chess Open über Ostern in Karlsruhe. Derlei Turniere und Mannschaftskämpfe spielte er bisher vor allem – warum er nun ein Weltklasse-Rundenturnier mitspielen darf und worauf er dafür vorläufig verzichtete, dazu später mehr.

 

Die Vorgeschichte ab ca. Januar 2016 in Stichworten: Bisher war Norway Chess 2013 Anfang/Mitte Mai (zwischen zwei damals existierenden russischen Superturnieren, siehe unten), 2014 Anfang Juni, 2015 Ende Juni. Dieses Jahr wählten sie die zweite Aprilhälfte, um eine Kollision mit einem anderen „Schachturnier“ zu vermeiden. Denn wie sagte (nicht etwa Lukas Podolski, sondern) der inzwischen auch international bekannte, u.a. auch in niederländischen Medien erwähnte, Jan Böhmermann: „Fussball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ – und im Juni wird die Fussball-Europameisterschaft ausgetragen. Das war der offizielle Grund für die Terminverlegung von Norway Chess. Die Ausrichter wussten, dass es damit relativ kurz nach dem Kandidatenturnier und zumindest zeitnah zum üblichen Termin der US-Meisterschaften lag, beides hatte später Folgen.

Weiterlesen

Ein Freiplatz für das „Norway Chess 2016“ zu vergeben. Schafft Weltmeisterin Hou Yifan ihren zweiten Triumpf?

 

Hou Yifa und Maria Muzychuk

Hou Yifan und Mariya Muzychuk

Keine Pause für die Chinesin und Weltmeisterin Hou Yifan. Nur wenige Tage ist es her, als Hou Yifan durch ihren überlegenen Sieg gegen die Titelverteidigerin Maria Muzychuk (Ukraine) den WM-Titel gewann. In Norwegen livewird über Ostern ein Startplatz für das „Norway-Chess 2016“ ausgespielt. Allerdings muss sie sich erst gegen starke männliche Spieler durchsetzen. Die Konkurrenten sind: Ludvig Hammer, Norway 2705; Nils Grandelius, Sweden 2637 und Aryan Tari, Norway 2537. Das Turnier wird doppelrundig und mit normaler Bedenkzeit gespielt. Eingebettet in das Oster Schachfestival in Fagernes.

 

Bis jetzt stehen 6 Teilnehmer des „Norway Chess 2016“ fest. Es sind dies: Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen), Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik (Russland), Veselin Topalov (Bulgarien), Levon Aronian (Armenien), Anish Giri (Niederlande)  und Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich). [Hinweis von Thomas Richter: Es gab danach offenbar keinen ‚grossen‘ Pressebericht, aber laut Turnierseite ist das Teilnehmerfeld inzwischen komplett, ausserdem Sergey Karjakin (Russland), Pavel Eljanov (Ukraine), Pentala Harikrishna (Indien) und Qualifikant(in).] Das Super-Turnier wird vom 18. bis 30. April ausgetragen. Das Qualifikationsturnier vom 23. bis 26. März.

 

Turnierseite Norway Chess 2016       Turnierseite Qualifikation

 

Weiterlesen

Der Zocker/Glückspilz Nakamura ist gleicher als der Schachspieler Anand

 

Ja, das ist starker Tobak. Einem Leser, der alles weiss bis auf seinen eigenen Klarnamen (bzw. diesen im Internet nicht mitteilt), wiAnand-Nakamura (opening blitz)rd es sicher nicht gefallen. Und auch andere Nakamura-Fans werden „Nakamura hurra!“ rufen und Anand womöglich allenfalls nebenbei erwähnen. Aber ich sehe das anders und gebe jedenfalls beiden das Titelfoto – alle Fotos von David Llada, via Turnierseite bzw. Facebook. Der Untertitel „entstand“ im Turnierverlauf, nach und nach sollten zumindest unvoreingenommene Leser meine Einschätzung verstehen (wenn auch nicht unbedingt teilen). Vorab nur kurz zusammengefasst: Nakamura spielte zwar erfolgreiches aber relativ durchwachsenes Schach, Anand hat mich mehr überzeugt. Etwas gegnerische Hilfe gehört zumal im Schnell- und Blitzschach dazu, aber bei Nakamura war es bei gleich drei von vier Siegen offensichtlich, ausserdem überlebte er noch diverse Verluststellungen.
 

Wie dem auch sei, das ist der Endstand: Nakamura und Anand 10.5/15, Kramnik 9.5, Giri und Aronian 5.5, Shirov 3.5. Für 10 Partien gab es maximal 15 Punkte, da Schnellschach bzw. „neuklassisch“ doppelt zählte. Warum Nakamura gegenüber Anand den besseren Tiebreak hatte war kurios, was danach passierte war (vor allem wenn man Zürich 2015 mit einbezieht) auch kurios.

Weiterlesen

14. Internationales Schach-Festival von « Meurthe et Moselle » in Nancy (Frankreich) vom 17. bis 21.2.2016

 

Höhepunkt des Festivals ist ein GM-Turnier mit deutscher Besetzung. Elisabeth Pähtz wird versuchen eine GM-Norm zu liveschaffen, während Alexander Donchenko sich der 2600er Marke nähern will, zu der dem 17-Jährigen noch 25 Elopunkte fehlen. Ein interessantes Turnier! Spielen doch in dem 10er-Feld 5 Frauen mit. Favorit ist der in Tiflis (Georgien) wohnhafte Brasilianer Alexandr Fier mit einer Elo-Zahl von 2608.

 

Die Teilnehmer/Innen:

 

1 g Alexandr FIER BRA 2608  2 g Alexander DONCHENKO GER 2575  3 m Pierre BAILET FRA 2509  4 m Elisabeth PAEHTZ GER 2472  5 m Nicolas BRUNNER FRA 2438  6 m Quentin LOISEAU FRA 2437  7 m Anastasia SAVINA RUS 2401  8 m Eesha KARAVADE IND 2400  9 g Ketevan ARAKHAMIA-GRANT SCO 2346  10 gf Nino MAISURADZE FRA 2302

 

Beginn der 1. Runde heute, 17.2., um 10 Uhr. 2. Runde um 16 Uhr

 

 

TurnierseiteFlyer

 

 

Weiterlesen

Jorden und Thomas machen Platz für Magnus und Tom – dann Warten auf die Pressekonferenz

Adhiban

 
Der letzte Tag in Wijk aan Zee begann früher (Rundenbeginn 12:00 statt 13:30) und dauerte dann genauso lang wie sonst auch – bzw. einschliesslich Abschlussfeier noch länger, aber die verpasse ich aus logistischen Gründen (letzte Fähre nach Texel) jedes Jahr. Generell kann ich meine Reportertage so zusammenfassen: Anreise – Rundenbeginn – einige Zeit Leerlauf/Warten – Interviews – Rückreise. Diesmal bestand der Teil vor Ort aus Rundenbeginn – Warten – Interviews (Schlag auf Schlag) – Warten – Pressekonferenz. Warum es dazu kam und was es mit dem ersten Teil des Untertitels auf sich hat – siehe unten. Zunächst der Stand nach dreizehn von dreizehn Runden:

 

Masters Carlsen 9/13, Caruana und Ding Liren 8, So, Giri, Eljanov 7, Wei Yi und Mamedyarov 6.5, Karjakin 6, Navara und Tomashevsky 5.5, Hou Yifan, Adams, van Wely 5. Oben also grosse Lücken – Carlsen gewann am Ende (zahlenmässig) klar – unten bzw. ab Platz 4 alles dicht beieinander.

 

Challengers Adhiban, Safarli, Dreev 9/13, Bok und Antipov 7, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6.5, Ju Wenjun 6, Batsiashvili 5, Admiraal 4.5, Haast 2. Vorne ein Foto-Finish (Adhiban hatte zu Recht den besten Tiebreak, und das hat in der B-Gruppe Konsequenzen), dahinter und dann wieder zum Tabellenende grosse Lücken.

 

Carlsen hatte ich bereits im letzten Bericht, also bekommt heute Baskaran Adhiban das Titelfoto. Oder heisst er Adhiban Baskaran? Bei Indern, auch beim bekanntesten (und das wird wohl auf absehbare Zeit so bleiben) Vishy Anand, wird generell der Vorname erwähnt. Fotos auch heute von Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

Weiterlesen

Hou Yifan war lieb zu Carlsen

Carlsen

 
Geplant war eigentlich ein letzter Bericht zu Runde 11-13, aber das würde (qua Text und Fotos) zu viel. So versuche ich in diesem Bericht, die Spannung der letzten Runden zu reproduzieren – auch wenn die Entscheidungen inzwischen gefallen sind. Dazu gehört auch der Stand in beiden Gruppen nach Runde 12, da war es in beiden Gruppen – aber vor allem in der Challenger-Gruppe – noch spannend:
 

Masters Carlsen 8.5/12, Caruana 8, Ding Liren 7.5, So und Giri 6.5, Wei Yi, Mamedyarov, Eljanov 6, Navara und Karjakin 5.5, Hou Yifan, Tomashevsky, Van Wely, Adams 4.5. Potentiell war es nun ein Dreikampf um den Turniersieg: Ding Liren durfte oder musste tags darauf gegen Carlsen spielen. Was den Untertitel betrifft: Auch Caruana hat im Zeitraum dieses Berichtes einmal gewonnen, Ding Liren gar zweimal – damit hat er „plötzlich“ die 50%-Zone verlassen. Aber Carlsen – Hou Yifan 1-0 war womöglich doch die Schlüsselpartie dieser beiden Runden, wenn nicht des gesamten Turniers. Es wurde, milde ausgedrückt, recht unterschiedlich bewertet (siehe unten). Und nun bekommt Carlsen sein Titelfoto – alle Fotos wieder Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

 

Challengers Adhiban und Dreev 8.5/12, Safarli 8, Antipov und Bok 6.5, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6, Ju Wenjun und Batsiashvili 5, Admiraal 4, Haast 2. Trotz einiger Irrungen, Wirrungen und „Erdbeben“ in diesen beiden Runden war es weiterhin und nicht etwa „plötzlich“ ein Dreikampf um den Turniersieg.

 

Freitag und Samstag war ich nicht vor Ort. Freitag musste ein Gast kurzfristig absagen, daher entfällt das vorab halb angekündigte Interview mit einem FM. Ein anderes – schon zuvor entstandenes und nicht von mir geführtes – Interview werde ich noch erwähnen und verlinken. Samstag spekulierte ich darauf, dass die Entscheidungen noch nicht fallen würden, und hatte recht. Sonntag war dann ein Reportertag mit Überlänge, aber das kommt im nächsten Bericht.

Weiterlesen

Züge und Züge in Utrecht

 

Gruppenfoto Utrecht
Schwerpunkt dieses Berichts ist der Ausflug ins Utrechter Eisenbahnmuseum (siehe Titelfoto und später noch einige). Fotos stammen wieder vor allem von Tata Steel via Facebook, fotografiert hat wieder vor allem Alina l’Ami – aber diesmal nicht nur, andere Quellen werde ich, wenn es soweit ist, erwähnen. Da ich zwei Runden bespreche und auch die B-Gruppe nicht ignoriere, wird wiederum auch Wijk aan Zee einfliessen – was die Partien betrifft zu 75%, da nur die A-Gruppe für (noch) liveeinen Tag auf Tour ging.

 

Zunächst der aktuelle Stand in beiden Gruppen: Masters Carlsen 7/10, Caruana 6.5, So, Giri, Ding Liren, Eljanov 5.5, Wei Yi, Mamedyarov 5, Navara, Karjakin 4.5, Hou Yifan, Tomashevsky, van Wely 4, Adams 3.5. Inzwischen hat jede(r) mindestens eine Partie gewonnen, und nur Carlsen und So sind weiterhin ungeschlagen. Da So nur ein volles Erfolgserlebnis hatte (Runde 1 gegen Giri, seither remisiert er konsequent), können nach menschlichem Ermessen nur noch zwei andere Spieler das Turnier gewinnen.

 

Challengers Adhiban 7.5, Dreev 7, Safarli 6.5, Van Foreest, Sevian 6, Nisipeanu, Antipov, Abasov 5, Bok, l’Ami 4.5, Batsiashvili, Ju Wenjun 4, Admiraal 3, Haast 2. Da gab es einige schachliche Erdbeben und quasi täglich eine neue Spitzentabelle. Alle haben mindestens einmal gewonnen und mindestens einmal verloren, Remiskönig ist – wer hätte das erwartet – Nisipeanu. Jorden van Foreest hat endlich meinen Vorbericht gelesen, in dem ich ihm mehr als Platz 11 (der ihm laut Setzliste „gehört“) zutraute.

Weiterlesen

Ist es der van Wely-Faktor?

 

Heute, vvan Welyor dem nächsten Ruhetag, beginne ich mit dem aktuellsten Zwischenstand: A-Gruppe Carlsen 5.5/8, Caruana 5, So, Ding Liren, Giri 4.5, Eljanov, Karjakin, Navara, Wei Yi, Mamedyarov 4, Hou Yifan 3.5, Tomashevsky und van Wely 3, Adams 2.5. Carlsen wird ständig fotografiert und gezeigt, daher bekommt das Titelbild ein andeliverer der ihm geholfen hat. Ich hatte die Wahl zwischen Loek van Wely und David Navara, aber den Tschechen hatte ich bereits im frühen Vorbericht. Also King Loek – was es mit dem van Wely-Faktor auf sich hat, das passt nicht in den Teaser und kommt erst viel später in diesem Artikel. Wie üblich: Fotos von Tata Steel via Facebook vor allem von Alina l’Ami.

 

Auch in der B-Gruppe hat sich einiges getan, aktuell steht es so: Adhiban 6.5/8, Safarli 6, Dreev 5.5, Nisipeanu, Antipov, Sevian, Van Forest, Batsiashvili 4, Bok und l’Ami 3.5, Admiraal, Abasov, Ju Wenjun 3, Haast 2. Dreev erzielte nach zuvor 4/4 im weiteren Verlauf 1.5/4, Anne Haast nach anfangs 0/6 dann 2/2, Nisipeanu kann wohl definitiv nicht mehr in den Kampf um den Turniersieg eingreifen. Wie es dazu kam and ob es einen Zusammenhang gibt – siehe weiter unten. Wiederum bespreche ich auch die Challenger-Gruppe, und zum Amateurbereich gibt es immerhin ein Foto.

 

Weiterlesen

Reiseberichte, Figurenopfer, Interviews, …

 

Donnerstag und Freitag war ich vor Ort – Donnerstag beim Ausflug zum Science Center NEMO in Amsterdam (siehe Titelfoto), Gruppenfoto NEMOFreitag wieder in bekannter Umgebung in Wijk aan Zee. Fotos stammen wieder weitgehend von Tata Steel via Facebook – vor allem von Alina l’Ami aber auch von einem oder mehreren nicht namentlich genannten anderen Fotografen (einmal ist offensichtlich, dass dieses Foto nicht von ihr stammt). Dieser Bericht ist vor allem atmosphärisch, zwischendrin werde ich auch das rein schachliche Geschehen, d.h. die Partien besprechen. Jeder Tag vor Ort geht schon deshalb nicht, da ich an meinen Reisetagen kaum zum Schreiben komme – natürlich Notizen im Presseraum, abliveer keine kompletten Berichte. Professionelle Journalisten machen das abends oder morgens im Hotel, ich pendele, bin so immer den ganzen Tag unterwegs (9:30-21:00 oder 22:00) und denke dann „für heute reicht es“. Und nun kommt der Bericht erst, wenn Runde 7 bereits beendet ist.

 

Dennoch der Stand nach sechs Runden: A-Gruppe Caruana, Ding Liren, Carlsen 4/6, So, Hou Yifan, Eljanov 3.5, Giri, Wei Yi, Karjakin 3, Navara, Mamedyarov 2.5, Tomashevsky, van Wely 2, Adams 1.5. Carlsen hat also aufgeholt und zur Spitze aufgeschlossen – wie/warum siehe unten. In der B-Gruppe liegt nun ein Duo vorne, dahinter einer in Reichweite, der Rest (auch Elofavorit Nisipeanu) bereits etwas abgeschlagen: Dreev und Adhiban 5/6, Safarli 4.5, Nisipeanu, Antipov, Batsiashvili 3.5, l’Ami 3, Bok, Ju Wenjun, Sevian, van Foreest 2.5, Abasov, Admiraal 2, Haast 0. In der A-Gruppe ist 3,5/6 noch eine recht gute Ausgangsposition, aber bei den Challengers liegt das Tempo höher.

Weiterlesen

Caruana in der A-Gruppe, Dreev im B-Turnier

Caruana
Vier Runden sind bei Tata Steel Chess gespielt, Mittwoch ist Ruhetag (jedenfalls in der A-Gruppe), Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Noch ist unklar, ob meine Prognosen „stimmen“ (bzw. sie waren ohnehin flexibel), abgerechnet wird nach dreizehn Runden. Andererseits gibt es durchaus gewisse Tendenzen, wer die/meine Erwartungen eliverfüllt und wer (bisher) eher nicht. Sonntag war ich vor Ort in Wijk aan Zee, aber als ich abends zu Hause war war es bereits spät, Montag musste ich arbeiten und abends zum Vereinsabend, daher werden die Eindrücke Teil des üblichen Berichts zum Ruhetag. Vorab: zwei Spieler die mir zu Beginn der zweiten Runde auffielen sind auch auf andere, jeder auf seine Weise, aufgefallen.

 

Zuerst der Zwischenstand in beiden Gruppen: Masters Caruana 3/4, Hou Yifan, So, Karjakin, Ding Liren, Eljanov 2.5, Carlsen, Wei Yi 2, van Wely, Tomashevsky, Mamedyarov, Navara, Giri 1.5, Adams 1. Wer die Erwartungen bisher erfüllt hat und wer nicht, mag der Leser selbst entscheiden.

 

Challenger Dreev 4/4, Adhiban 3.5, Safarli 3, Nisipeanu, l’Ami 2.5, Batsiashvili, Antipov, Van Foreest 2, Bok, Sevian, Ju Wenjun 1.5, Abasov und Admiraal 1, Haast 0. Auch hier gilt: Einige spielten bisher besser als erwartet, andere sind mit dem bisherigen Turnier womöglich eher nicht zufrieden. Das Feld ist bereits weit auseinander, wie oft in der B-Gruppe – angesichts des recht grossen Elospektrums, bei dem die beiden momentan Letzten durchaus „da hingehören“. Und die fünf Elobesten stehen mit mehr als 50% oben, nur nicht intern sauber nach Elo sortiert.

 

Beide Gruppen werde ich besprechen, aber die A-Gruppe ist doch wichtiger – daher bekommt Fabiano Caruana das Titelfoto, auch dieses Jahr wieder (fast) alle Fotos von Alina l’Ami – alle via Facebook bzw. Twitter von Tata Steel. Für Caruana war im bisherigen Turnierverlauf (noch) mehr drin, allerdings auch weniger – und schon bin ich bei „Runde für Runde“:

Weiterlesen

„Total unfair, aber was soll’s“ (Grischuk)

 

Das Schachticker-Format mit Titel und Untertitel bietet diverse Möglichkeiten – heute beginne ich mit MVL-GiriSpielerzitaten. Carlsen (englisches Original „All’s well that ends well“) war zufrieden – schliesslich hatte er „irgendwie“ das Turnier und damit die gesamte Chess Tour gewonnen. Da musste alles passen: die Partie gegen Grischuk in der letzten Runde UND diverse Dinge im Regelwerk. Grischuk (englisches Original „Totally unfair, but whatever“) bezog sich auf den abschliessenden Schnellschach-Tiebreak und die Tatsache, dass einer der drei Sieger (nach Brettpunkten mit klassischer Bedenkzeit) da von Anfang an bessere Chancen hatte, mindestens doppelt so gute wie die beiden auf dem Titelfoto. Ich bin da mal wieder streng subjektiv – diese beiden haben mich mehr überzeugt als Carlsen, wobei Vachier-Lagrave am Ende fast leer ausging. Carlsen muss allerdings nicht überzeugen; seine Fans (darunter auch Journalisten) sind ohnehin von ihm überzeugt. Wiederum haben Ray Morris-Hill und John Saunders für mich fotografiert.

 

Sonntag war ein langer Tag in London, und einige Kollegen machten dann eine Nachtschicht: Colin McGourty hatpartien seinen Bericht auf chess24 um 2:46 veröffentlicht (dann ging er offenbar schlafen, auf Deutsch erschien er erst morgens um 11:11). Peter Doggers war für chess.com bereits um 17:53 fertig – wie geht das denn, da der Tiebreak erst nach Mitternacht Ortszeit zu Ende war? Ihr Server steht offenbar in Kalifornien. Ich musste heute zunächst normal arbeiten und bin daher später dran. Zunächst der offizielle Endstand, bei Punktgleichheit nach Tiebreak sortiert: Carlsen, Giri, Vachier-Lagrave 5.5/9, Aronian 5, Caruana und Adams, Grischuk 4.5, Nakamura 4, Anand 3.5, Topalov 2.5. Bei der Chess Tour Gesamtwertung erwähne ich die ersten drei Plätze, schliesslich bekamen nur diese extra Preisgeld und sind automatisch für die nächste Chess Tour qualifiziert: Carlsen 26, Giri 23, Aronian 22. Dahinter Vachier-Lagrave mit 20 Punkten – gegen Mitternacht ging ich noch davon aus, dass er im Londoner Turnier und damit in der Gesamtwertung (geteilt mit Aronian) Zweiter ist, heute morgen war dem nicht mehr so.

 

Die verbleibenden Runden seit dem Ruhetag waren eher Vorspeise für den abschliessenden Playoff, dennoch werde ich sie dokumentieren:

Weiterlesen

Auch Topalov hat schon zweimal remisiert

 

Nach fünf von neun Runden beim London Chess Classic ist das Feld sauber zweigeteilt: Fünf von zehn Spielern haben alle fünf Partien remisiert, die fünf anderen haben nicht alles remisiert. Die zweite Fünfergruppe kann man noch weiter unterteilen, dalives kommt noch … . Da bisher niemand wirklich positiv aufgefallen ist, kommen alle auf das Titelfoto – Fotos stammen von Ray Morris-Hill und John Saunders, da es jeweils auf den Fotos steht erwähne ich den Fotografen nicht separat. Aus mehreren verfügbaren Gruppenfotos habe ich das ausgewählt, das (teilweise) am besten zum bisherigen Turnierverlauf passt: Carlsen steht im Vordergrund, das passt nicht – aber wir und sie (die anderen neun) haben dieses und andere Turniere der Chess Tour tendenziell ihm zu verdanken, also passt es. Mit Vachier-Lagrave und Giri stehen zwei Sieger der ersten fünf Runden ebenfalls vorne, der dritte steht zwar hinten aber fällt trotzdem auf: Nakamura, der sich mal wieder nicht rasiert hat – später dachten Aronian und Grischuk „das können wir auch“, in London nichts wirklich Neues.

 

Topalov steht im Hintergrund, das passt zum Stand nach fünf Runden: Nakamura, Vachier-Lagrave und Giri 3, Anand 2,5 (+1=3-1), Adams, Carlsen, Aronian, Grischuk, Caruana 2,5 (alle =5), Topalov 1. Bei Punktgleichheit sind die Spieler nach Tiebreak sortiert – wenn fünf Spieler so weiter machen wie bisher, haben sie am Ende =9 und damit auch Gleichstand nach Sonneborn-Berger. Um Platz 1 wird gegebenenfalls gestochen (Schnellschach, eventuell Armaggedon) – nach momentanem Stand sind die neun Runden mit klassischer Bedenkzeit eher Qualifikation oder Ausscheidungsrennen für diesen abschliessenden Showdown. Und nun Runde für Runde:

Weiterlesen

Nicht ganz – es gibt auch ein Rahmenprogramm

 

Das LonLondon Classic2don Chess Classic hat seit der ersten Auflage 2009 schon verschiedene Formate ausprobiert: Es begann mit einem Modell, das es quasi schon vorher in Wijk aan Zee gab und das Dortmund danach übernommen hat: mehrere einheimische Spieler dürfen gegen etablierte Weltklassespieler antreten. 2013 gab es dann Schnellschach im KO-System, 2014 ein kleines Eliteturnier mit sechs Teilnehmern, in dem aus England nur für Adams Platz war. Davor mischten diese sechs sich im Schnellschach unters Volk und gönnten diesem immerhin das eine oder andere Remis.

 

Dieses Jahr ist London Teil der „Chess Tour“, also weitestgehend dasselbe Teilnehmerfeld wie in Stliveavanger und St. Louis, plus diesmal Michael Adams. Wer das bereits vergessen hat und die Spieler auf der Karikatur von ‚Ajedrez con Humor‘ nicht erkennt: dabei sind ausserdem nach aktueller Elo sortiert Carlsen, Topalov, Anand, Nakamura, Aronian, Caruana, Giri, Vachier-Lagrave und Grischuk. Da alle mit Carlsen beginnen, tue ich es auch:

Weiterlesen

Eher Kolumne als früher Vorbericht

 

NormNavara+Girialerweise schreibe ich Vorberichte erst einige Tage vor Turnierbeginn – auch diesmal gibt es dann noch einen relativ „konventionellen“, während dieser eher unkonventionell wird. Aber da „fast alle“ bereits einen ersten Vorbericht zu Tata Steel hatten, darf der Schachticker nicht fehlen. Wie immer (zumindest versuche ich es) setze ich eigene Akzente, schon mit dem Titel – die „Konkurrenz“ erwähnt zunächst ein bis zwei andere Spieler. Aber dass Carlsen mitspielt, hat aus zwei Gründen wenig Überraschungs- und damit aus meiner Sicht auch nicht so viel Nachrichtenwert: 1) Es ist allgemein üblich (Ausnahmen bestätigen die Regel), den Vorjahressieger wiederum einzuladen. 2) Alle wollen Carlsen, also kann er sich seine Turniere aussuchen und seine finanziellen Wünsche nach oben anpassen.

 

Daneben wird auch Wei Yi erwähnt, der – so steht „überall“ – letztes Jahr die B-Gruppe dominierte. Stimmt aber nicht ganz, es war bis zum Schluss ein Rennen zwischen ihm und David Navara – ich begrüsse es, dass die Veranstalter auch den Tschechen für die A-Gruppe einladen, auch wenn ihm am Ende ein halber Punkt fehlte. Das Titelfoto fand ich auf der Turnierseite 2015 – warum ich gerade dieses auswähle passt nicht mehr in den Teaser, nur noch die bereits bekannten Teilnehmer der A-Gruppe, nach aktueller Elo sortiert: Carlsen, Caruana, Giri, Ding Liren, So, Karjakin, Adams, Mamedyarov, Navara, Wei Yi, Hou Yifan, van Wely. Da fehlen noch zwei, von denen einer bereits ziemlich sicher feststeht (siehe unten). Die Teilnehmer der B-Gruppe kennen momentan nur Insider.

Weiterlesen

Und ein Ausflug nach Hoogeveen bei Dwingeloo

 

Mit der Berichterstattung über das „Bilbao Chess Masters Final“ tat ich mich etwas schwer – mangels Masse gab es auch keinen Bericht z20151027 11 2┬║ prensaum Ruhetag nach drei von sechs Runden. Nun wähle ich ein (teilweise) „anderes“ Konzept – unter anderem mit einem Foto, das garantiert auf keiner anderen Schachseite erscheinen wird und auf der Originalquelle nur eines von 682 ist. Gemeint ist nicht das Titelfoto von Wesley So – das stammt wie noch drei andere von „Press Bilbaochess 2015“. Wie und warum er am Ende gewonnen hat, ist natürlich auch Thema des Berichtes. Der schachliche Bezug des anderen Fotos ist durchaus konstruiert, dafür doppelt.

 

Zunächst der Endstand: So 8/6 + 4/2, Giri 8/6 + 1/2, Anand und Ding Liren je 5/6. Da Siege sehr selten waren, gab es dafür drei Punkte – und bei Remis bekamen beide Spieler jeweils einen Punkt. Quatsch, Bilbao hat immer Fussball-Regeln. Warum trotzdem fast alle Partien remis endeten? Aus meiner Sicht lag es auch am recht ausgeglichenen Feld, dann ist Remis ein logisches und legitimes Ergebnis. Was die Spieler auch versuchten – solide oder nicht so solide Eröffnungen sowie auch diverse Endspiele – zehn von zwölf Partien hatten keinen Sieger und keinen Verlierer. So und Giri gewannen je eine Partie – also Gleichstand und Blitz-Tiebreak. Dieser Tiebreak war dann, was Präsentation und Qualität der Partien (jedenfalls die erste) betrifft, antiklimaktisch. Aber zunächst wie üblich „Runde für Runde“, zwischendrin werde ich abschweifen.

Weiterlesen

Online spielen
RSS-FEED

Bundesliga-Statistik

de.wikipedia.org

Elo
DWZ/Vereinssuche
DWZ/Spielersuche
Archive
Kategorien
  • Aufrufe heute: 58.950
  • Aufrufe gestern: 154.350