GM-Turnier

Mit Großmeister Liviu-Dieter Nisipeanu (Deutschland, Elo 2668) und GM Arkadij Naiditsch, ehemaliger deutscher Spitzenspieler, startet jetzt für Aserbeidschan. Das GM-Turnier geht vom 24. Juni bis zum 3. Juli 2016

 

Liviu-Dieter Nisipeanu

Liviu-Dieter Nisipeanu

Milan Vidmar wuchs in Laibach (nach 1918: Ljubljana), der Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Krain, auf. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte seine Heimat zu dem neu entstandenen jugoslawischen Staat.

 

liveNach seinem Studium an der Technischen Hochschule Wien und einer Tätigkeit in der Industrie wurde Vidmar nach Kriegsende im Jahr 1919 zum Professor für Transformatorentechnik an der Universität Ljubljana ernannt. In dieser Funktion, die er bis 1959 innehatte, verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Werke. Ein von ihm aufgebautes Institut zur elektrotechnischen Forschung trägt noch heute seinen Namen.

 

Obwohl er das Schachspiel nur als Amateur betrieb, zählte er zeitweise zur erweiterten Weltspitze und belegte beim Kandidatenturnier für die Schachweltmeisterschaft in New York 1927 den vierten Platz. 1914 beim 19. DSB-Kongress in Mannheim lag er hinter Alexander Aljechin auf dem zweiten Platz, als das internationale Turnier wegen Beginn des ersten Weltkrieges am 1. August abgebrochen wurde. Zwischen 1917 und 1923 lag er 21 unterschiedliche Monate auf Platz 4 der nachträglich berechneten Weltrangliste, seine höchste historische Elo-Zahl betrug 2731 im April 1919.

TurnierseiteProgramm

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Alexander Naumann gewinnt erneut Ehrenpreisturnier im Rahmen der Löberitzer Schachtage

 

von links nach rechts: Herbert Bastian, Andreas Domaske (Präsident des LSV Sachsen-Anhalt), Andreas Daus (Vorsitzender der SG 1871 Löberitz), Alexander Naumann, Dr. Robert Hübner, Jan Timman, Dana Reizniece-Ozola, Gert Kleint, Manfred Schöneberg, Konrad Reiß

von links nach rechts: Herbert Bastian, Andreas Domaske (Präsident des LSV Sachsen-Anhalt), Andreas Daus (Vorsitzender der SG 1871 Löberitz), Alexander Naumann, Dr. Robert Hübner, Jan Timman, Dana Reizniece-Ozola, Gert Kleint, Manfred Schöneberg, Konrad Reiß

Im Rahmen der Löberitzer Schachtage fand in langjähriger Tradition erneut das Großmeisterturnier um den Ehrenpreis statt. Schon 1883 konnte sich der 21-jährige Dr. Siegbert Tarrasch als Sieger durchsetzen.

 

Es ist schon sehr beeindruckend, wie es den Löberitzern mit Konrad Reiß als Spiritus Rector immer wieder gelingt, ein höchst attraktives Teilnehmerfeld für das Turnier zu begeistern. Langjährig verdiente und bekannte Schachpersönlichkeiten können noch einmal ihr Können zeigen, in dem sie gegen jüngere noch aktive Schachspieler antreten. Auf diese Weise können auch unsere Nachwuchsspieler, die zeitgleich am Supercup 2016 teilnahmen, ihre sportlichen Vorbilder kennenlernen.

 

Wenn der nach Dr. Lasker erfolgreichste deutsche Schachspieler, IGM Dr. Robert Hübner, schon das 4. Mal teilnimmt, ist dies ein Beleg für die hohe Attraktivität des Löberitzer Turniers, bei dem es nicht um Titel oder Geldpreise geht. Auch die Teilnahme des ehemaligen WM-Kandidaten IGM Jan Timman (Niederlande) und des Präsidenten des DSB bzw. Vizepräsidenten der FIDE, IM Herbert Bastian, ist eine hohe Wertschätzung für Konrad Reiß und sein Team. Über mehrere Jahre eng verbunden mit dem Löberitzer Verein sind WGM Dana Reizniece-Ozola (Lettland) und IGM Alexander Naumann, der für den diesjährigen deutschen Mannschaftsmeister SG Solingen spielt. Dana Reizniece-Ozola (Lettland) ist nicht nur eine erfolgreiche Schachspielerin sondern auch als Politikerin (gegenwärtig Finanzministerin ihres Landes) sehr aktiv. Nicht zuletzt reihte sich Manfred Schöneberg aus Leipzig (ehemaliger DDR-Meister von 1972) in die Schar der Altmeister ein.

 

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Am Ende lacht Carlsen

Carlsen
Es passiert mitunter, dass das „Konzept“ für einen Artikel (Überschriften, Fotos, …) bereits ’steht‘ – und dann doch hinfällig wird bzw. nach der jeweils letzten Runde im Turnier nicht mehr passt. Aber so unvorhersehbar wie beim Schnellschach in Leuven warlive es selten – auch wenn manche einwenden mögen „klar doch, dass Carlsen am Ende vorne liegt“. Auf dem Titelfoto (alle Fotos wieder von der Grand Chess Tour) blickt er noch recht mürrisch drein – erstens tut er das ohnehin oft, zweitens stammt das Foto von Tag eins (Tag zwei aktuell noch nicht online) und da hatte er durchaus Grund dazu.

 

Endstand des Schnellturniers dann: Carlsen 12/18, So 11, Aronian und Anand 10, Caruana 9, Topalov, Giri, Vachier-Lagrave 8, Kramnik und Nakamura 7. Ja, das stimmt so, auch was Nakamura betrifft.

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Diesmal im belgischen Leuven

Stadhuis1_CopyrightMarcoMertens small
Nach jedem Turnier kann man fragen „was, wenn es noch einmal komplett von vorne beginnt?“. Meistens ist diese Frage zwar „nett“ oder „interessant“, aber rein hypothetisch – aber die Chess Tour setzt in dieser Hinsicht neue Masstäbe im Schach. Gerade ist livedas Turnier in Paris vorbei, schon wird es in Leuven wiederholt – mit (bis auf ein Detail) identischem Format und fast identischem Teilnehmerfeld. Einziger Unterschied: Anand ist diesmal dabei, damit ist für Fressinet kein Platz (und ein belgischer Spieler, wer auch immer, wäre ohnehin aktuell eine ziemlich wilde Wildcard).

 

Für Leser mit kurzem Gedächtnis wiederhole ich die Teilnehmerliste – heute mal alphabetisch und damit zu Beginn die „Pointe“: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov, Vachier-Lagrave. Dieser Endstand wäre aus meiner Sicht sehr überraschend, denn MVL traue ich mehr zu.

Titelbild (Fotograf Marco Mertens, Quelle Turnierseite): Austragungsort, das historische Rathaus von Leuven.

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Blitzschach = Schnell spielen und keine Fehler machen!?

Nakamura
So definiert es ein Vereinskollege (Elo ca. 1500), wobei er „keine Fehler machen“ recht locker sieht: Man darf schon den einen oder anderen Fehler machen – wenn man schneller spielt als der Gegner und durch Zeitüberschreitung gewinnt, bevor dieser mattsetzen kann. Bei uns wird ohne Inkrement gespielt, da funktioniert diese Strategie mitunter. Auf GM- bis Weltklasseniveau gibt es heutzutage meistens ein Inkrement, und derlei Spieler können Gewinnstellungen oft auch mit Sekunden auf der Uhr verwerten. Im Paris-Abschlussbericht werden andere wohl die beiden Erstplazierten feiern, zumal sie ohnehin Medienlieblinge sind – ich versuche, den schachlichen Gehalt des Blitzturniers zu erkunden und tue mich da etwas schwer.

 

Aber zunächst der Endstand, Schnell- und Blitzschach kombiniert: Nakamura 25.5/36, Carlsen 24.5, Vachier-Lagrave 22, So 19.5, Aronian 19, Giri 18, Kramnik 15.5, Caruana 14, Topalov 12, Fressinet 10. Nach dem Schnellturnier (bei dem die Partien doppelt zählten) hatte Nakamura einen Punkt Vorsprung auf Carlsen. Den behielt er, wobei es zwei Runden vor Ende des Blitzturniers zweieinhalb Punkte waren. Was entscheidend war, es gibt drei Kandidaten: Carlsens unnötige Niederlage gegen So in der ersten Runde des Schnellturniers („unglücklich“ ist der falsche Begriff, denn Zeitüberschreitung = selber schuld), Nakamuras glücklicher Sieg gegen Caruana in der letzten Runde des Schnelllturniers, und/oder (siehe unten im Bericht) Nakamuras glücklicher Sieg aus Verluststellung im Blitzen gegen Topalov. Jedenfalls gewann Nakamura und bekommt damit das Titelfoto (alle Fotos hier gefunden).

 

Ich „werte“ das Blitzturnier nochmal separat: Carlsen und Nakamura 11.5 (direkter Vergleich 2-0 für Carlsen), Vachier-Lagrave 11, Aronian und Caruana 10 (direkter Vergleich 2-0 für Aronian), Giri 9, So 8.5, Topalov 8, Kramnik 5.5, Fressinet 5. Anlass, um in diesem Bericht zum Blitzturnier auch MVL zu würdigen, und Kramniks Ergebnis ist natürlich erklärungsbedürftig.

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Seriensieger Anand im spanischen Leon

 

0006Im ersten Halbfinale, das am heutigen Freitag stattfand, spielte der achtlivemalige Turniersieger Vishy Anand gegen den spanischen Großmeister David Anton (2627) 4 Partien mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten zuzüglich 10 Sekunden pro Zug. David Anton ist ein Spieler der in Spanien bereits alles gewonnen hat. Ab der U14 gewann er in allen Kategorien. Normalschach, Schnellschach und Internet. Sein größter Erfolg war die Silbermedallie bei der WM U18 in Al-Ain im Jahr 2013.

 

Das zweite Halbfinale bestreiten am Samstag der Chinese Wei Yi, der in 2014 und 2015 in  Leon gewann und der Spanier Jaime Santos. Beginn der Partien ist 16:30 Uhr deutscher Zeit. Das Finale findet am Sonntag im Auditorium der Stadt Leon statt.
Dem jungen Chinesen Yi sagt man eine große Zukunft voraus. Viele sehen in ihm den zukünftigen Weltmeister.

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Als Finalist steht Vishy Anand fest, er konnte den jungen Spanier David Anton mit 2,5:1,5 schlagen. Im 2. Halbfinale besiegte der Chinese Wei Yi den jungen Spanier mit 2,5:1,5 und spielt nun im Finale am Sonntag gegen Vishy Anand.

 

Erwähnenswert vielleicht noch, dass in dem eher schwach besetzten Open, das parallel stattfindet, GM Henrik Teske als Favorit ins Rennen geht.

 

TurnierseitePartien Halbfinale

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Nakamura vor Carlsen, Topalov und Caruana Flop

Bühne
Die beiden im Untertitel zuerst Genannten zählten natürlich, was Nakamura betrifft speziell bei verkürzter Bedenkzeit, zum engeren Favoritenkreis. Vorne liegen sie auch, da einige ihrer Gegner einfach schlecht gegen sie spielten bzw. übel patzten, währelivend sie selbst derlei in allen neun Runden vermeiden konnten (Ausnahme Carlsen gleich zu Beginn). Topalov am Tabellenende ist aus meiner Sicht nicht überraschend: erstens ist er kein guter Schnellschachspieler, zweitens hat er sich für die Chess Tour mit Ergebnissen aus der Vergangenheit qualifiziert, deren Haltbarkeitsdatum eventuell überschritten ist (sagte er selbst nach dem Kandidatenturnier). Caruana konnte dagegen in der Vergangenheit auch im Schnellschach überzeugen, diesmal hatte er ein für seine Verhältnisse ganz schlechtes Turnier.

 

Wie auf dem Titelfoto zu sehen, haben insgesamt zehn mitgespielt (einer ist ziemlich verdeckt aber doch dabei), mit diesen Ergebnissen: Nakamura 7/9, Carlsen 6.5, So und Vachier-Lagrave 5.5, Kramnik 5, Giri und Aronian 4.5, Fressinet 2.5, Topalov und Caruana 2. Alle Fotos stammen von der Grand Chess Tour – hier bzw. ab da über Flickr. Generell habe ich bei den Fotos den Eindruck, dass Inszenierung wichtiger ist als Schach an sich: bei weitem die meisten Fotos von Tag Null vor dem eigentlichen Turnier, und relativ wenige direkt von den Partien. Auf dem Titelfoto im Vordergrund das kaum erkennbare Publikum. Eintritt war 20 Euro bzw. 15 Euro für Mitglieder des französischen Schachverbands – angemessen oder nicht, das darf der Leser selbst beurteilen. Es ist jedenfalls mehr als doppelt so viel wie in Dortmund (Tageskarte 7 Euro, Dauerkarte 26 Euro), und unendlich mal so viel wie in Wijk aan Zee oder Zürich (Eintritt jeweils gratis).

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Paris, danach Leuven in Belgien

Nachdem Norway Chess sich nach einem Jahr schon wieder verabschiedete, hatte die Chess Tour bekanntlich ein Problem – nur noch Sinquefield Cup und London Classic wäre etwas wenig für eine „Tour“. Aber sie fanden neue Austragungsorte und neue Sponsoren, die allerdings Schnell- und liveBlitzschach bevorzugten und/oder nur ein „halbes“ Turnier finanzieren wollten. Da Frankreich und Belgien Nachbarländer sind und da im Juni noch Termine frei waren im Kalender, bot es sich an, die Turniere direkt nacheinander durchzuziehen – mit nahezu identischem Teilnehmerfeld. In Paris spielen vom 9.-12.6. Carlsen, Kramnik, Caruana, Aronian, Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, So, Topalov und Fressinet. In Leuven (17.-20.6.) macht dann Fressinet Platz für Anand. Wie das Teilnehmerfeld genau zustande kam und warum Anand in Paris fehlt, dazu später mehr. Damit die Spieler sich zwischendurch nicht langweilen bzw. jedenfalls beschäftigt sind, gibt es auch noch ein Rahmenprogramm.

 

Beim Titelfoto hebe ich generell fast nie einen Spieler besonders hervor, es gibt auch keine Ausnahmen für Norweger die – im Rahmen der Chess Tour – dieses Jahr nur Schnell- und Blitzschach spielen. Stattdessen der Austragungsort: das Maison de la Chimie ist durchaus repräsentativ, ausserdem mitten in Paris – ca. 300m Luftlinie zum Eiffelturm.

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Überraschendes Ende in Shamkir

Mamedyarov
Im Halbzeitbericht zu Shamkir Chess 2016 AKA Gashimov Memorial hatte ich bewusst vorsichtig formuliert, dass „derzeit“ (nun kann man sagen „damals“ vor dem Ruhetag) acht von zehn Spielern bereits abgeschlagen sind. Dabei hatte ich, wenn überhaupt jemand, am ehesten Karjakin zugetraut, doch noch um den Turniersieg mitzumischen – schliesslich hatte er nur einen bzw. anderthalb Punkte Rückstand auf Giri bzw. Caruana und ein relativ leichtes Restprogramm. Aber Karjakin gewann in den letzten vier Runden keine Partie, Caruana und Giri auch nicht. Dafür siegte Mamedyarov (Titelbild, alle Fotos Turnierseite) in Runde 7-9 dreimal, zuerst gegen Safarli (bemerkenswert da die Azeris sonst gegeneinander komplett remisierten), dann gegen Caruana, dann gegen Giri.

 

Und schon hatte er Giri überholt und Caruana eingeholt, dann gewann er auch noch den fälligen Stichkampf gegen Caruana. Endstand: Mamedyarov 6/9(+2.5/4), Caruana 6/9(+1.5/4), Giri 5.5, Karjakin 5, Mamedov 4.5, Harikrishna, Safarli, Radjabov 4, Eljanov 3.5, Hou Yifan 2.5.

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Fünf Tage (bisher) in Shamkir

Caruana
Caruana hat die Nase vorn, nur einer hatte bisher etwas einzuwenden gegen eine Wiederholung seines Auftritts 2014 in St. Louis. Aber ein anderer Spieler, der zuvor beim Kandidateliventurnier gar nicht und in Norwegen nur einmal zum Auftakt gewinnen konnte, liegt nur einen halben Punkt hinter ihm – das ist bei Shamkir Chess 2016, auch bekannt als Gashimov Memorial, der Zwischenstand nach fünf von neun Runden und vor dem einzigen Ruhetag: Caruana 4.5/5, Giri 4, Karjakin 3, Harikrishna und Mamedyarov 2.5, Mamedov, Radjabov, Safarli 2, Hou Yifan 1.5, Eljanov 1. Ziemlich sauber nach Elo sortiert, nur Gelegenheitsspieler Radjabov sollte eigentlich mehr Punkte haben als seine Landsleute Mamedov und Safarli, und Eljanov hat schon wieder (zuletzt auch in Stavanger) ein sehr schlechtes Turnier.

 

Das Titelfoto (fast alle Fotos Quelle Turnierseite) bekommt natürlich Fabiano Caruana. Bei einigen „kommerziellen Konkurrenten“ hat er offenbar quasi denselben Status wie Carlsen: Niederlagen gegen Caruana werden auch dann als ‚unvermeidlich‘ bezeichnet wenn sie eventuell vermeidbar waren; Gegner werden gelobt, wenn sie gegen Caruana kreativen Schrott spielen und recht chancenlos untergehen. Nun mein Blick auf die bisherigen Runden, wobei jede Runde ein eigenes Motto bekommt – ob ich das auch für Runde 6-9 durchziehen kann, wird sich herausstellen.

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Dieses Jahr mit „gemischtem“ Teilnehmerfeld

Gashimov
Superturniere experimentieren gerne mal mit dem Format, bzw. passen es eventuell an aktuelle Möglichkeiten (wer hat Zeit und Lust um zu spielen?) an. Das Gashimov Memorial gibt es seit 2014, da Vugar Gashimov (Titelbild von der Tliveurnierseite) am 10.1.2014 im viel zu jungen Alter von 27 Jahren verstarb. Die wichtigste Info gleich zu Beginn, wer ist diesmal dabei? Caruana, Giri, Karjakin, Harikrishna, Eljanov, Mamedyarov, Radjabov, Safarli, Hou Yifan, Mamedov. „Gemischt“ bezieht sich auf vier Azeris und sechs Ausländer(innen), sowie darauf, dass die Spieler ein bisschen überall in der aktuellen top100 zu finden sind. 2014 hatten sie eine ziemlich elitäre A-Gruppe mit sechs Teilnehmern (darunter Mamedyarov und Radjabov), und dazu ein B-Turnier mit fünf Azeris und fünf Ausländern. 2015 dann nur ein Turnier, dafür zehn Teilnehmer – neun mit Elo fast 2750 oder mehr, Mamedov durfte auch mitspielen (soweit ich mich erinnere, da Radjabov abgesagt hatte). Dieses Jahr ist das Feld zwei- bis dreigeteilt:

 

Caruana, Giri und Karjakin sind etablierte absolute Weltklasse, Harikrishna, Eljanov und Mamedyarov nach aktueller Elo knapp dahinter. Radjabov ist zwischendrin: vor drei Jahren war er noch Nummer 4 weltweit, danach ging es bergab, inzwischen hat er sich im Bereich top30 stabilisiert, spielt allerdings eher sporadisch. Die drei anderen haben Elo unter 2700 – Safarli hat sich bei der (nicht allzu stark besetzten) azerischen Meisterschaft qualifiziert, Mamedov ist ebenfalls Lokalmatador, Hou Yifan ist weiblich.

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Am Ende gewinnt Carlsen

Carlsen-Eljanov

Dabei hat er in den letzten drei Runden – Schwerpunkt dieses Berichts – jeweils etwas für dieses Turnier für ihn Neues gezeigt: In Runde 7 eine neue Idee in der Eröffnung – dass sie wunderbar funktionierte, lag allerdings auch an der gegnerischen Reaktion. In Runde 8, dass nicht nur seine Gegner, sopartienndern auch er selbst einfach schlecht spielen kann/können. In Runde 9, dass er auch dann gewinnen kann, wenn der Gegner nicht bereits die Eröffnung vergeigt. Insgesamt hat er durchaus verdient gewonnen, und sei es nur (wie Giri in seiner letzten Pressekonferenz sagte) weil sich sonst niemand um den Turniersieg „beworben“ hat. Am ehesten, meinte jedenfalls Kommentator Svidler, Aronian – der allerdings erst spät aufdrehte.

 

Das ist jedenfalls der Endstand: Carlsen 6/9, Aronian 5.5, Vachier-Lagrave, Topalov, Kramnik 5, Li Chao, Harikrishna 4.5, Giri 4, Eljanov 3, Grandelius 2.5. Die Turnierseite hat nach Runde 5 keine Fotos mehr, einige wenige gibt es auf Facebook, darunter das Titelfoto vor Beginn der letztlich turnierentscheidenden Partie Carlsen-Eljanov und ein weiteres unten im Text. Und die (für mich) grösste Überraschung des Turniers habe ich mit Screenshots aus der Liveübertragung selbst bildlich dokumentiert.

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Carlsen nun vor einem Quartett

Harikrishna
Morgen wird in Stavanger schon wieder kein Schach gespielt, stattdessen können sich die Spieler von den mehr oder weniger aufregenden Runden 5 und 6 erholen. Carlsen liegt immer noch vorne, aber das Titelbild (wieder Altibox Norway Chess/Joachim Steinbru) bekommt aus zwei Gründen ein anderer Spieler: Erstens wissen treue Leser, dass Herr Richter fast nie zweimal hintereinander demselben Spieler dalives Titelbild gibt; zweitens hat Carlsen in diesen beiden Runden wirklich nicht geglänzt – im Gegensatz zu Pentala Harikrishna. Die indische Nummer zwei, nur noch knapp hinter Vishy Anand, gewann zweimal hintereinander. Wenn er in Runde 1 nicht die Eröffnung gegen Carlsen vergeigt hätte und wenn er auch im weiteren Partieverlauf Paroli bieten könnte (ersteres ist vermeidbar, letzteres natürlich – egal gegen welchen Gegner – nicht immer der Fall), dann läge – bei sonst identischen Ergebnissen – nun Harikrishna alleine vorne. So steht es nun folgendermassen: Carlsen 4/6, Vachier-Lagrave, Topalov, Harikrishna, Kramnik 3.5, Aronian und Eljanov 3, Li Chao und Giri 2.5, Grandelius 1. Zu einem nicht unwesentlichen Teil ist dieser Zwischenstand davon beeinflusst, wer bereits gegen Grandelius spielte und in dieser Partie Weiss hatte. Ich mache dem Schweden dabei keinen Vorwurf, dass er seine Aussenseiterrolle in diesem Schachturnier bestätigt.

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Darf Carlsen dieses Jahr gewinnen?

Carlsen-interview
Zwei seiner bisherigen Gegner haben ihren Beitrag geleistet, indem sie bereits nach 12 oder 14 Zügen klar schlechter standen – jeder auf seine Weise: Harikrishna in einem an sich harmlosen damenindischen Abspiel, Grandelius mit Kaffeehausschach. Dann gab es noch drei entschiedene Partien, die eherlive eines Superturniers würdig waren – d.h. der Sieger musste zäheren Widerstand überwinden. Natürlich kann Carlsen nichts dafür, dass zwei seiner Gegner die Eröffnung einfach schlecht spielten – aber gestört hat es ihn sicher auch nicht, und das führte zu diesem Zwischenstand: Carlsen 3/4, Vachier-Lagrave und Kramnik 2.5, Li Chao, Topalov, Giri, Aronian 2, Eljanov und Harikrishna 1.5, Grandelius 1. Giri war – wie Carlsen – bereits an zwei entschiedenen Partien beteiligt; um den Titel des Remiskönigs bewerben sich momentan die drei anderen Spieler mit 2/4 die alle keinen einschlägigen Ruf haben. Für Li Chao ist es in seinem ersten Superturnier sicher ein bisher ordentliches Ergebnis, Topalov spielt jedenfalls besser als zuvor im Kandidatenturnier, Aronian ist wohl weder zufrieden noch unzufrieden.

 

Das Carlsen-Foto (Altibox Norway Chess/Joachim Steinbru) stammt aus Runde 2 gegen Topalov, da haben beide wenig riskiert und machten keine Fehler, also remis. Und nun Runde für Runde:

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Kramnik, Caruana und Vachier-Lagrave führen Achterfeld an

 

Kramnik (by David Llada)

Kramnik (by David Llada)

Das Sparkassen Chess-Meeting (9. bis 17. Juli 2016 im Orchesterzentrum NRW)  ist in diesem Jahr Teil des Jubiläums anlässlich des 175. Geburtstags der Sparkasse Dortmund. Es präsentiert erneut ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus den aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste. An der Spitze steht Wladimir Kramnik (Russland), derzeit die Nummer zwei der Welt. Titelverteidiger Fabiano Caruana (USA) liegt auf Platz drei, der „Neuling“ Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) auf Platz fünf des April-Rankings der FIDE. Neben Vachier-Lagrave werden auch der Kubaner Leinier Dominguez Perez, der Russe Jewgeni Najer als Sieger des AERO-Flot-Open von Moskau und der Deutsche Rainer Buhmann zum ersten Mal in Dortmund zu begrüßen sein. Das Feld wird komplettiert durch Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarjow und den deutschen Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu, der im vergangenen Jahr als Drittplatzierter für Furore sorgte. Wladimir Kramnik, der dreimalige Weltmeister, hat 1992 im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal in Dortmund beim Open des berühmten Chess-Meetings in den Westfalenhallen gespielt. 1993 feierte er seine Premiere im Großmeister-Turnier, belegte gleich einen eindrucksvollen zweiten Rang hinter dem legendären Anatoli Karpow und wurde anschließend zum Dauerteilnehmer und Seriensieger der Dortmunder Weltklasseveranstaltung. Hier ein kleines Zahlenspiel: Das Großmeisterturnier wird 2016 zum 44. Mal ausgetragen. Kramnik wird zum 22. Mal dabei sein und hat die Möglichkeit, das Turnier zum elften Mal zu gewinnen. Ein durchaus realistischer Ansatz, da er erneut zu den absoluten Favoriten zu zählen sein dürfte.

 

2016 wäre Ferdinand Fabra, der erste Meistertrainer des BVB und Schulschachpionier NordrheinWestfalens, 110 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund übernimmt die BVB-Fan- und Förderabteilung die Patenschaft über den Ferdinand-Fabra-Preis für die  erfolgreichsten lokalen Nachwuchsspieler. Das Preisgeld in Höhe von 500 € wird Abteilungsleiter Torsten Schild im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 9. Juli 2016 im Orchesterzentrum überreichen.

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Vorschau und was vor dem Turnier bereits alles passierte

Li Chao (Grenke Chess Open)
Normalerweise hat eine Turniervorschau (von mir) etwa diese Elemente: Wer spielt mit, wo und wann wird gespielt, eventuell wer kommentiert das live im Internet, eveliventuell Prognosen, eventuell ein paar Worte zur Geschichte des Turniers. Norway Chess 2016 hat mehr zu bieten, da es bereits vorab diverse Aufregungen gab. Die Konkurrenz hatte oft tagesaktuell berichtet, ich werde das ungefähr chronologisch zusammenfassen – aber zuerst das konventionelle Element, die nach momentaner Elo sortierte aktuellste Teilnehmerliste: Carlsen, Kramnik, Giri, Vachier-Lagrave, Aronian, Eljanov, Harikrishna, Li Chao, Topalov, Grandelius.

 

Bei Titelfotos versuche ich immer, etwas Abwechslung einzubauen, daher heute ein Spieler der – in der Rubrik GM-Turniere – wohl noch nie abgebildet wurde. Das ist ein ziemlich aktuelles Foto von Li Chao – vom Grenke Chess Open über Ostern in Karlsruhe. Derlei Turniere und Mannschaftskämpfe spielte er bisher vor allem – warum er nun ein Weltklasse-Rundenturnier mitspielen darf und worauf er dafür vorläufig verzichtete, dazu später mehr.

 

Die Vorgeschichte ab ca. Januar 2016 in Stichworten: Bisher war Norway Chess 2013 Anfang/Mitte Mai (zwischen zwei damals existierenden russischen Superturnieren, siehe unten), 2014 Anfang Juni, 2015 Ende Juni. Dieses Jahr wählten sie die zweite Aprilhälfte, um eine Kollision mit einem anderen „Schachturnier“ zu vermeiden. Denn wie sagte (nicht etwa Lukas Podolski, sondern) der inzwischen auch international bekannte, u.a. auch in niederländischen Medien erwähnte, Jan Böhmermann: „Fussball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ – und im Juni wird die Fussball-Europameisterschaft ausgetragen. Das war der offizielle Grund für die Terminverlegung von Norway Chess. Die Ausrichter wussten, dass es damit relativ kurz nach dem Kandidatenturnier und zumindest zeitnah zum üblichen Termin der US-Meisterschaften lag, beides hatte später Folgen.

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Ein Freiplatz für das „Norway Chess 2016“ zu vergeben. Schafft Weltmeisterin Hou Yifan ihren zweiten Triumpf?

 

Hou Yifa und Maria Muzychuk

Hou Yifan und Mariya Muzychuk

Keine Pause für die Chinesin und Weltmeisterin Hou Yifan. Nur wenige Tage ist es her, als Hou Yifan durch ihren überlegenen Sieg gegen die Titelverteidigerin Maria Muzychuk (Ukraine) den WM-Titel gewann. In Norwegen livewird über Ostern ein Startplatz für das „Norway-Chess 2016“ ausgespielt. Allerdings muss sie sich erst gegen starke männliche Spieler durchsetzen. Die Konkurrenten sind: Ludvig Hammer, Norway 2705; Nils Grandelius, Sweden 2637 und Aryan Tari, Norway 2537. Das Turnier wird doppelrundig und mit normaler Bedenkzeit gespielt. Eingebettet in das Oster Schachfestival in Fagernes.

 

Bis jetzt stehen 6 Teilnehmer des „Norway Chess 2016“ fest. Es sind dies: Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen), Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik (Russland), Veselin Topalov (Bulgarien), Levon Aronian (Armenien), Anish Giri (Niederlande)  und Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich). [Hinweis von Thomas Richter: Es gab danach offenbar keinen ‚grossen‘ Pressebericht, aber laut Turnierseite ist das Teilnehmerfeld inzwischen komplett, ausserdem Sergey Karjakin (Russland), Pavel Eljanov (Ukraine), Pentala Harikrishna (Indien) und Qualifikant(in).] Das Super-Turnier wird vom 18. bis 30. April ausgetragen. Das Qualifikationsturnier vom 23. bis 26. März.

 

Turnierseite Norway Chess 2016       Turnierseite Qualifikation

 

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Der Zocker/Glückspilz Nakamura ist gleicher als der Schachspieler Anand

 

Ja, das ist starker Tobak. Einem Leser, der alles weiss bis auf seinen eigenen Klarnamen (bzw. diesen im Internet nicht mitteilt), wiAnand-Nakamura (opening blitz)rd es sicher nicht gefallen. Und auch andere Nakamura-Fans werden „Nakamura hurra!“ rufen und Anand womöglich allenfalls nebenbei erwähnen. Aber ich sehe das anders und gebe jedenfalls beiden das Titelfoto – alle Fotos von David Llada, via Turnierseite bzw. Facebook. Der Untertitel „entstand“ im Turnierverlauf, nach und nach sollten zumindest unvoreingenommene Leser meine Einschätzung verstehen (wenn auch nicht unbedingt teilen). Vorab nur kurz zusammengefasst: Nakamura spielte zwar erfolgreiches aber relativ durchwachsenes Schach, Anand hat mich mehr überzeugt. Etwas gegnerische Hilfe gehört zumal im Schnell- und Blitzschach dazu, aber bei Nakamura war es bei gleich drei von vier Siegen offensichtlich, ausserdem überlebte er noch diverse Verluststellungen.
 

Wie dem auch sei, das ist der Endstand: Nakamura und Anand 10.5/15, Kramnik 9.5, Giri und Aronian 5.5, Shirov 3.5. Für 10 Partien gab es maximal 15 Punkte, da Schnellschach bzw. „neuklassisch“ doppelt zählte. Warum Nakamura gegenüber Anand den besseren Tiebreak hatte war kurios, was danach passierte war (vor allem wenn man Zürich 2015 mit einbezieht) auch kurios.

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14. Internationales Schach-Festival von « Meurthe et Moselle » in Nancy (Frankreich) vom 17. bis 21.2.2016

 

Höhepunkt des Festivals ist ein GM-Turnier mit deutscher Besetzung. Elisabeth Pähtz wird versuchen eine GM-Norm zu liveschaffen, während Alexander Donchenko sich der 2600er Marke nähern will, zu der dem 17-Jährigen noch 25 Elopunkte fehlen. Ein interessantes Turnier! Spielen doch in dem 10er-Feld 5 Frauen mit. Favorit ist der in Tiflis (Georgien) wohnhafte Brasilianer Alexandr Fier mit einer Elo-Zahl von 2608.

 

Die Teilnehmer/Innen:

 

1 g Alexandr FIER BRA 2608  2 g Alexander DONCHENKO GER 2575  3 m Pierre BAILET FRA 2509  4 m Elisabeth PAEHTZ GER 2472  5 m Nicolas BRUNNER FRA 2438  6 m Quentin LOISEAU FRA 2437  7 m Anastasia SAVINA RUS 2401  8 m Eesha KARAVADE IND 2400  9 g Ketevan ARAKHAMIA-GRANT SCO 2346  10 gf Nino MAISURADZE FRA 2302

 

Beginn der 1. Runde heute, 17.2., um 10 Uhr. 2. Runde um 16 Uhr

 

 

TurnierseiteFlyer

 

 

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Jorden und Thomas machen Platz für Magnus und Tom – dann Warten auf die Pressekonferenz

Adhiban

 
Der letzte Tag in Wijk aan Zee begann früher (Rundenbeginn 12:00 statt 13:30) und dauerte dann genauso lang wie sonst auch – bzw. einschliesslich Abschlussfeier noch länger, aber die verpasse ich aus logistischen Gründen (letzte Fähre nach Texel) jedes Jahr. Generell kann ich meine Reportertage so zusammenfassen: Anreise – Rundenbeginn – einige Zeit Leerlauf/Warten – Interviews – Rückreise. Diesmal bestand der Teil vor Ort aus Rundenbeginn – Warten – Interviews (Schlag auf Schlag) – Warten – Pressekonferenz. Warum es dazu kam und was es mit dem ersten Teil des Untertitels auf sich hat – siehe unten. Zunächst der Stand nach dreizehn von dreizehn Runden:

 

Masters Carlsen 9/13, Caruana und Ding Liren 8, So, Giri, Eljanov 7, Wei Yi und Mamedyarov 6.5, Karjakin 6, Navara und Tomashevsky 5.5, Hou Yifan, Adams, van Wely 5. Oben also grosse Lücken – Carlsen gewann am Ende (zahlenmässig) klar – unten bzw. ab Platz 4 alles dicht beieinander.

 

Challengers Adhiban, Safarli, Dreev 9/13, Bok und Antipov 7, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6.5, Ju Wenjun 6, Batsiashvili 5, Admiraal 4.5, Haast 2. Vorne ein Foto-Finish (Adhiban hatte zu Recht den besten Tiebreak, und das hat in der B-Gruppe Konsequenzen), dahinter und dann wieder zum Tabellenende grosse Lücken.

 

Carlsen hatte ich bereits im letzten Bericht, also bekommt heute Baskaran Adhiban das Titelfoto. Oder heisst er Adhiban Baskaran? Bei Indern, auch beim bekanntesten (und das wird wohl auf absehbare Zeit so bleiben) Vishy Anand, wird generell der Vorname erwähnt. Fotos auch heute von Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

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