Historisches

Eine Schach-Ticker-Übersicht zu runden Geburtstagen wichtiger Persönlichkeiten und Jubiläen von bedeutenden Turnieren sowie den dazu vorgesehenen Beiträgen – Von RAYMUND STOLZE

 

Cover_W_SK2016_02_mlZum Jahresende 2013 haben wir beim Schach die Rubrik Kalenderblätter eingeführt und inzwischen sind bereits 28 erschienen – zuletzt das für die Schachlegende David Bronstein [19. Februar 1924 bis 5. Dezember 2006], zu dessen zehnjährigem Todestag 2016 wir eine monatlich erscheinende Serie seiner besten Partien von JULIA KIRST veröffentlichen werden.

 

Selbstverständlich wollen wir auch künftig an runde Geburtstage von Persönlichkeiten der Schachgeschichte sowie Jubiläen von bedeutenden Turniere erinnern. Deshalb veröffentlichen wir zum dritten Mal eine Jahresübersicht. Natürlich muss auch diese für 2016 subjektiv bleiben, und sie kann gern von unseren Besuchern durch Beiträge ergänzt werden kann.

 

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Eine Schach-Ticker-Chronik zur Erinnerung an die Verstorbenen des Jahres – Redaktion RAYMUND STOLZE

 

chess-king-1372062558ApoSeit einigen Jahren habe ich ein Wochenend-Kurzabo der Tageszeitung DER TAGESSPIEGEL. Der Grund ist eigentlich die Freitagausgabe, wo es eine ganze Seite NACHRUFE gibt. „Vorbei – ein dummes Wort“, das Goethe-Zitat aus dem „Faust“, ist das Leitmotiv, und erinnert wird in lesenswerten Kurzportraits an Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind.

 

Beim Schach-Ticker habe ich die Rubrik „In Memoriam“ eingeführt, um aktuell zu reagieren. Einmal im Jahr wollen wir jedoch chronologisch eine Liste jener Personen veröffentlichen und, wo wir es für angemessen halten, auch kurze Texte dazu stellen, die das nationale und internationale Schachleben besonders mitgeprägt haben. Grundlage für die Aufstellung ist dabei das Wikipedia-„Portal Schach/Nekrolog“ des jeweiligen Kalenderjahres [https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Schach/Nekrolog#2015].

 

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Die Emanuel Lasker Gesellschaft lädt ein zum Symposium „Politik und Fußball“ ins Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin

 

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Programm

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Gerne unterstützen wir die Emanuel Lasker Gesellschaft bei einem außergewöhnlichen Projekt, das im eigentlichen Sinn nichts mit Schach zu tun hat, aber fraglos mehr als interessant zu werden verspricht. Deshalb veröffentlichen wir die nachfolgende Einladung und das inhaltliche Programm des am kommenden Montag [9. November] im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Berliner Friedrichstraße stattfindenden Symposiums sowie selbstverständlich das höchst informative Programmheft „Politik und Fußball“.

 

Was den Fußball betrifft, so geht es dabei um das legendäre Länderspiel am 21. August 1955 im Moskauer Dynamo-Stadion vor 80.000 begeisterten Zuschauern, das Deutschland damals 2:3 gegen Gastgeber Sowjetunion nach einer 2:1-Führung verlor.

 

Der amtierende Weltmeister Deutschland spielte damals in folgender klassischer 2-3-5-Aufstellung:

  • Herkenrath
  • Juskowiak, Posipal
  • Eckel, Liebrich, Harpers
  • Rahn, F. Walter, Morlock [Schröder], Röhrig, Schäfer

Die beiden Tore schossen Kapitän Fritz Walter und Hans Schäfer.

 

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Wolfgang Unzicker bleibt mit 386 Länderspielen Deutschlands Rekordnationalspieler für die Ewigkeit – Von RAYMUND STOLZE

 

Wolfgang Unzicker 1953

Wolfgang Unzicker 1953

Wissen Sie auf Anhieb, wer die deutschen Rekordnationalspieler im Fußball sind? Bei den Männern ist es immer noch Lothar Matthäus mit 150 Einsätzen und bei den Frauen Birgit Prinz, die zwischen 1994 und 2011 insgesamt 214 Mal das Trikot mit dem Bundesadler trug und dabei 128 Tore erzielte.

 

Und im Schach – wie sieht es da aus???

 

Die Nominierung der beiden Teams für die Mannschafts-Europameisterschaften im November in Islands Hauptstadt Reykjavik war mir Anlass, einmal die Statistik zu befragen. Leider gibt es auf der DSB-Webeseite nur eine Übersicht mit Stand 24. Juli 2013 [ http://www.schachbund.de/einsaetze.html ]. Und so heißt es selbst ergänzen, was aber doch relativ leicht geht, denn wie in vergangenen Zeiten gibt es doch kaum Länderspiele. Lediglich die Frauen haben am 5./6. März 2014 in Berlin in Vorbereitung auf die Schacholympiade im norwegischen Tromsö einen Vergleich gegen eine Auswahl der Gastgeberinnen ausgetragen, den das Quartett Zoya Schleining, Elena Levushkina, Jade Schmidt und Josefine Heinemann mit 5,5:2,5 für sich entschied.

 

Schauen wir uns also bei unseren Zahlenspielen die TOP 10 insgesamt an, wobei ich darauf hinweisen muss, dass Fehler und nicht korrekte Angaben, wie einleitend in der DSB-Statistik zu lesen, darin derzeit nicht zu vermeiden sind. „Weitgehend vollständige Listen seit etwa 1950 liegen nur in gedruckter Form vor und müssen noch elektronisch aufbereitet werden.“

 

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Ein Reisebericht voller Kontraste

 

Masterclass RomanishinUnd noch ein alliterierender Untertitel: Romanischin, Robert Ris-ing Stars und der rasende Reporter Rudi Thomas Richter. Ziemlich zu Anfang sollte ich erwähnen, dass dies quasi die Eröffnung der Amsterdam Chess Academy war, ein Projekt von IM Robert Ris. Auf deren Homepage fand ich auch das Titelfoto von Peter Doggers – zu sehen sind im Uhrzeigersinn Romanischin am Demobrett, hinten Robert Ris, zwei mir unbekannte Schachfreunde, ich selbst (mit rotem Pullover über dem Stuhl), noch ein Unbekannter und Yochanan Afek – IM, Endspielstudienkomponist, Schachtrainer, Journalist usw. , Romanischin begrüsste ihn zuvor mit „hello, my dear old friend!“. Dahinter, nicht auf dem Foto, noch eine Reihe Stühle, insgesamt waren es etwa ein Dutzend Zuschauer/Zuhörer. Als ‚Teaser‘ vorab eine ganz kurze Zusammenfassung dessen, was Romanischin erzählte: Erinnerungen an alte Zeiten. Damals gab es noch die Sowjetunion und Hängepartien, damals gab es weder starke Schachcomputer noch Rauchverbot am Brett und anderswo. Sowjetunion wird im weiteren Bericht nur insofern erwähnt, dass fast alle gezeigten Partien aus sowjetischen Turnieren stammen, der Rest wird nach und nach einfliessen.

 

Kontrastprogramm bezieht sich darauf, dass ich vormittags den Amsterdam Marathon in drei Stunden lief und nachmittags vier Stunden meinem anderen Hobby widmete. Quatsch, erstens laufe ich maximal Halbmarathons, zweitens brauche ich auch für zwei Halbmarathons zusammen (mit dazwischen einigen Wochen Pause) mehr als drei Stunden, drittens könnte ich mich nach einem (Halb)Marathon nicht auf Schach konzentrieren. Ich war stattdessen doppelt Konsument, Zuschauer zuerst beim Marathon-Finish und dann im Cafe Batavia direkt gegenüber vom Amsterdamer Hauptbahnhof.

 

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Schach-Ticker eröffnet demnächst eine Hall of Fame des deutschen Schachs im Internet

 

Nun ist Schach sogar ein Thema in einer Sitzung des Deutschen Bundestages geworden. Am 21. Mai gab es in der 35. Sitzung des hohen Hauses eine mündliche Anfrage des Abgeordneten Dr. André Hahn [Die Linke] zur Streichung der Fördermittel durch das Bundesinnenministerium [BDI].

 

„Ist es zutreffend, dass im Bundesministerium des Innern entschieden worden ist, die Förderung des Deutschen Schachbundes noch in diesem Jahr vollständig einzustellen, obwohl im Deutschen Bundestag bislang weder der Haushaltsplan für das Jahr 2014 beschlossen wurde noch die künftige Bezuschussung der einzelnen Sportarten in Deutschland im fachlich zuständigen Sportausschuss überhaupt diskutiert worden ist, und wenn ja, welche Gründe gaben für die überraschende Streichung der Zuschüsse den Ausschlag, nachdem auch der Deutsche Olympische Sportbund noch auf seiner letzten Mitgliederversammlung am 7. Dezember 2013 bezüglich Schach einstimmig für die Beibehaltung des Status als Sportart votiert hatte?“

 

BDI-Staatssekretär Dr. Günter Krings antwortete wie folgt:
 

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Eine weitere niederländische Erfolgsgeschichte – Das Internationale Schachturnier in Groningen fand zum 51. Mal statt

 

Ohne Kenntnis der Vergangenheit ist die Gegenwart nicht zu verstehen. Diese fundamentale Erkenntnis gilt unbestritten auch für das Jahrtausende alte Königliche Spiel. Der Schach-Ticker hat deshalb im Januar 2013 damit begonnen, eine Chronik der bedeutenden Schachturniere zu veröffentlichen. Der erste Beitrag dieser Serie war aus gegebenem Anlass dem 75-jährigen Jubiläum der nach Hastings wohl wichtigsten Turnierserie der Welt in Wijk aan Zee gewidmet. Es folgten das Gibraltar Chess Festival und Baden-Baden, wo mit de, 1, GRENKE Chess Classic im Februar eine Tradition in der berühmten Kurstadt fortgesetzt wurde. Teil 4 widmeten wir den Gedenkturnieren an Alexander Aljechin, Teil 5 dem Tal-Memorial und Teil 6 dem Internationalen Schachfestival in Biel. Nun wird diese Chronik mit einem Beitrag über das Schaakfestival Groningen fortgesetzt, das seine 51. Auflage vom 21. bis 30. Dezember erlebte.

 

Die Schachszene in den Niederlanden scheint gesund zu sein, und wenn es um internationale Veranstaltungen geht, noch dazu sogar äußerst robust. Von den großen Turnieren ist eigentlich nur das IBM in Amsterdam aus dem internationalen Terminkalender verschwunden das zwei Jahrzehnte verschwunden, dass von 1961 bis 1981 [alle Sieger der 21 von IBM gesponserten „international chess tournaments“ finden Sie unter dem Link http://en.wikipedia.org/wiki/IBM_international_chess_tournament. In aller Munde war insbesondere die Auflage im Juli 1976, weil Co-Sieger Viktor Kortschnoi – er teilte den Sieg mit Anthony Miles damals sich in den Westen absetzte und die niederländische Regierung um politisches Asyl ersuchte.

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Eine Hommage an einen großen französischen Künstler, der auch ein leidenschaftlicher Schachspieler war, von PAUL PASCAL

 

In der Regel erhalte ich einmal wöchentlich aus Barcelona von Frank Meyer einen bebilderten Artikel zum Thema „Schach und Kultur“. Es gibt inzwischen auch eine entsprechendes Buch mit den besten Beiträgen zum Thema, der in der Edition Jung erschien ist [ISBN 978-3-933648-40-2]. Interessant ist für mich der Verteiler, an den die Geschichten gehen. Unter anderem gehört dazu auch Carlos Eliskases. Ich vermute einmal, dass es der Sohn von Erich Eliskases ist, der für drei Länder an Schacholympiaden teilnahm und 1939 in Argentinien, wo er nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auch blieb, die Goldmedaille für Deutschland gewann…

 

Nun also erreichte mich die ursprünglich dreiteilige Hommage an den großen französischen Künstler Marcel Duchamp [28. Juli 1887 bis 2. Oktober 1968], der auch ein leidenschaftlicher Schachspieler war. Die Kunstwelt ist spätestens im Dezember 1913, also vor genau 100 Jahren, auf ihn aufmerksam geworden. In Paris stellte der 26-jährige sein ready-made vor. Das Fahrrad-Rad bestand aus einer Kombination aus Rad, Fahrrad-Vordergabel und Holzhocker. Das erste Objekt Roue de Bicyclette ging vermutlich mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges und Duchamps Umzug nach New York verloren. Der einzige Nachweis des Original-Rads ist eine Fotografie von Duchamps Atelier in Paris aus dem Entstehungsjahr. Dort steht das Hockerrad neben weiteren Objekten – rechts daneben ist an der Wand ein Schachbrett zu erkennen… Mehr

Ein Bericht über das Jubiläumsturnier von ANTON LINDENMAIR, Augsburg

 

Am vergangenen Wochenende feierten unsere Österreichischen Schachfreunde das 60-jährige Vereinsjubiläum des bedeutendsten Blindenschachclubs in Österreich. Genauer gesagt wäre diese Feier der "Wiener Schachrunde" schon im vergangenen Jahr fällig gewesen, konnte aus diversen Gründen aber erst in 2013 stattfinden.

Organisator Gerhard Zipko hatte zu diesem Anlass Schachfreunde aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz eingeladen, um ein Wochenendturnier mit verkürzter Bedenkzeit zu spielen. Am Ende fand sich ein 15-köpfiges Teilnehmerfeld zusammen, das durch kurzfristige Absagen nicht die ursprünglich geplante Zahl von über 20 erreichen konnte.

 

Am Donnerstag [24. Oktober] reisten die Spieler in den Niederösterreichischen Ort Mönichkirchen, der unmittelbar an der Grenze zur Steiermark auf etwa 1000 Meter  Höhe liegt und etwa 600 Einwohner hat. Im Hotel Thier fanden wir sehr gute Spielbedingungen vor,und auch für das leibliche Wohl war mehr als gut gesorgt. Weiterlesen

[captionpix imgsrc=“http://www.chess-international.de/wp-content/uploads/IMG_0035.jpg“ captiontext=“Lev Psakhis – Boris Spasski, Burewestnik Moskau – SG Solingen, EU-Cup 1984″]

Ein Ausflug in die Vergangenheit mit Großmeister HANS-JOACHIM HECHT

 

(Als Heft mit Partie)

Mit einiger Wehmut las ich das Interview mit Herbert Scheidt, der den Rückzug der ruhmreichen SG SOLINGEN 1868 aus der 1. Bundesliga für dir kommende Saison ankündigte. Dazu passt auch die Entsendung eines schwachen Solinger Teams zum gerade laufenden 29. europäischen Vereinspokal auf Rhodos . Angesichts der international hochkarätig besetzten Spitzenmannschaften kommen die Recken aus dem Bergischen Land gewiss nicht über die Rolle spielender Zuschauer hinaus. Das gilt übrigens auch für Eppingen und Mülheim Nord sowie annähernd vierzig der gut fünfzig teilnehmenden Teams [Ergebnisse http://euro2013.chessdom.com/results/results-and-pairings-r2-open/ ]

 

Ich hatte das Glück, zwischen 1970 und 1983 der SG Solingen 1868 anzugehören, in der die Erfolge an der Tagesordnung waren. Machen Sie mit mir einen Ausflug in die Vergangenheit [alle Statistiken siehe auch http://www.olimpbase.org. unter CLUB & CITY EVENTS, Link . European Club Cup].

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DeepChess!!! auf den Spuren alter Meister…

In der 4. Sendung der Reihe Historical Games beschäftigen sich die DeepChess!!! Mitarbeiter, Andreas Hecker und Sven Mühlenhaus mit dem Schachspieler Max (Miksa) Weiss. Dieser war zwar Ende der 19. Jahrhunderts einer der stärksten Schachspieler seiner Zeit, jedoch den meisten heute völlig unbekannt. Hecker und Mühlenhaus durchleuchten das Leben des Ungarn und beschäftigten sich mit einer Partie die Weiss gegen Isidor Gunsberg vor knapp 125 Jahren bei dem 06. Kongress in den Vereinigten Staaten gespielt hat. Sehenswert!
Des Weiteren beschäftigen sich beide Moderatoren mit dem einer Partie aus dem Jahre 1872 zwischen Carl Hamppe und Phillip Meitner (Verwandt mit Lise Meitner) die von einem sehr kuriosen Königslauf gekennzeichnet ist. Viel Spaß !    Partien

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