Interview

Die 18-jährige Iranerin Dorsa Derakhshani ist eine der weltbesten Schachspielerinnen. Hier spricht sie über ihren Ehrgeiz, die Kopftuchpflicht bei der Frauen-WM – und den Geschlechterkampf am Brett.

 

Die 18-jährige Iranerin Dorsa Derakhshani (o) ist in ihrer Altersklasse eine der besten Schachspielerinnen der Welt. Im Interview erzählt sie, warum sie nicht mehr für ihr Heimatland antritt, Frauen bei der WM in Iran verschleiert spielen sollen und warum sie lieber Männer herausfordert. „Es ist wie Tanzen. Wenn man jeden Tag tanzt, wird man ein guter Tänzer“, sagt Derakhshani.

 

SZ: Iran gilt als die Wiege des Schachspiels. Trotzdem haben Sie Ihre Heimat verlassen und sind nach Barcelona gezogen, um dort Schach zu spielen. Warum?

 

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Schach-Großmeisterin Elisabeth Pähtz spricht im Interview mit Sportredakteur Axel Eger über die umstrittene Weltmeisterschaft im Iran im kommenden Jahr – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Axel Eger

 

Elisabeth Paehtz-by Kublashvili

Elisabeth Paehtz-by Kublashvili

Die an den Iran für Februar 2017 vergebene Schach-WM erhitzt die Gemüter. Einige Spielerinnen planen aus Protest gegen die dortige Unterdrückung der Frauen mit dem Boykott. Sie auch?

 

Nein. Sicher ist der Iran aufgrund seiner strengen Gesetze nicht der ideale Ort. Aber es gab leider keinen anderen Ausrichter, der bereit war, eine Frauen-WM zu finanzieren. Also werde ich mit Kopftuch dort spielen.

 

Die Amerikanerin Nazi Paikidze hat bereits öffentlichkeitswirksam ihren Verzicht erklärt. Können Sie ihre Argumente nachvollziehen?

 

Es ist jedem selbst überlassen, ob er mitspielt oder nicht. Man muss aber auch sehen, wer sie ist. Wenn die 98. der Weltrangliste auf ihren WM-Start verzichtet, relativiert das einiges. Wie hätte sie sich entschieden, wenn sie die Chance auf eine Medaille hätte? Von den Top-Spielerinnen habe ich das nicht gehört. Die werden alle dabei sein.

 

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Der Erfurter Großmeister Thomas Pähtz wird 60 – Interview mit GM Thomas Pähtz, geführt von Axel Eger

 

DSC_9922k Thomas PähtzThomas Pähtz, Großmeister seit 1992, war gesamtdeutscher Meister und dreifacher Einzelmeister der DDR. Er galt als Naturtalent, gewann Schüler- und Jugendmeisterschaft der DDR und kam bei seiner ersten Männermeisterschaft 1974 als 17-Jähriger auf Anhieb auf Platz sechs. Später machte er sich als Trainer und jüngst auch als Turnierorganisator einen Namen. Tochter Elisabeth veredelte den Familiennamen mit zwei Weltmeistertiteln. Am 4. September feiert der Erfurter, der heute nur noch in der Thüringenliga spielt, seinen 60. Geburtstag.

 

Herzliche Gratulation! Wenn sie einen Geburtstagswunsch frei hätten, dann…

 

… würde ich gern mit meiner hoffentlich bald wieder komplett gesund gewordenen Frau Anna, die mir in all den Jahren immer den Rücken freigehalten hat, ein paar ruhige Urlaubstage genießen. Gern irgendwo im Warmen.

 

Ihre lange sportliche Karriere verlief gewissermaßen dreigeteilt – sie waren Spieler, waren und sind Trainer und neuerdings auch Organisator. Welche Epoche war die schönste?

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Fiona Sieber, 1. Platz (u16) bei der EM in Prag – Das Interview führte Bernd Vökler

 

Fiona Sieber, Gewinnerin U16 (Copyright Bernd Vökler)

Fiona Sieber, Gewinnerin U16 (Copyright Bernd Vökler)

Unsere Teilnehmer(innen) der Jugendeuropameisterschaften sind alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. Unter ihnen dürfte eine ganz besonders glücklich sein: Fiona Sieber, denn sie kehrt mit Goldmedaille heim. Bevor sie morgen schon wieder zur nächsten Trainingseinheit nach Hamburg reist, um sich für für ihre Teilnahme an der WM in Chanty-Mansijsk fit zu machen, konnten wir ihr ein kleines Interview abringen.

 

DSB: Fiona, schön, dass Du Zeit für uns gefunden hast. Kannst Du kurz was zu Deiner Person sagen?

 

Fiona: Ich bin Fiona; Schach ist mein allerliebstes Hobby, aber ich betreibe auch gerne anderen Sport, insbesondere Fußball und Laufen. Zum Schach bin ich durch meinen Vater gekommen, der mich mit sieben Jahren die Grundregeln lehrte und mich kurz darauf schachbegeistert beim ESV Rot-Weiß Göttingen angemeldet hat. Dort hat mich WGM Tamara Klink sehr gefördert und vor allem für schnelle Turnierteilnahmen gesorgt. Bei meiner ersten niedersächsischen Landesmeisterschaft habe ich dann Alexander Markgraf (damals noch FM und Student in Göttingen) als Bezirkstrainer kennengelernt. Unsere Zusammenarbeit macht mir seither sehr viel Spaß und trägt viele Früchte! Ich bin sehr dankbar, dass er mich auch heute noch trainiert, obwohl er mittlerweile berufsbedingt nicht mehr viel Zeit hat und nur noch ganz wenige Schachschüler betreuen kann… weiterlesen auf der Webseite des DSB

Kunst kann Schach durchaus populärer machen – Ein Exklusiv-Interview mit der Malerin, Grafikerin und Buchgestalterin ELKE REHDER

 

Elke_RehderObwohl auch Stefan Zweig, Autor der legendären „Schachnovelle“ sagt, dass Schach eine Kunst ohne Werke und ohne bleibenden Werte sei, so hat das Spiel doch viele Künstler angeregt und sie zu bedeutenden Werken inspiriert. Zu ihnen zählt fraglos Elke Rehder, die von 1979–1980 Freie Kunst an der „Heatherley School of Fine Art“ in London studierte. 1984–1987 war sie Mitglied der „Paddington Art Society“ und 1986–1996 der „Free Painters and Sculptors“ in der englischen Hauptstadt. Die Symbolik des Schachspiels wird in jener Zeit zu einem Schwerpunktthema in ihrer Kunst nach dem Motto von Boris Spasski: „Schach ist wie das Leben“. Seitdem schafft sie großformatige Rauminstallationen und Land Art Projekte zum Thema Schach.

 

1992 erhielt sie den hochdotierten 1. Preis der Bernhard-Kaufmann-Gesellschaft in Worpswede. Von diesem Preisgeld konnte sie sich in Barsbüttel bei Hamburg ein eigenes Atelier mit Handpressen für Radierung und Holzschnitt einrichten. Vom 11. bis 30. Juli werden in einer internationalen Sonderausstellung der ExpoChess in Spanien eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentiert. Aus diesem Anlass führte RAYMUND STOLZE mit ELKE REHDER das folgende Exklusiv-Interview.

 

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Carlsen-Bezwinger Jens-Erik Rudolph: „Irgendwann war ich dann auch „im Tunnel“ und habe gar nichts mehr vom Drumherum mitbekommen.“ – Von JULIA KIRST

 

Die Schlussstellung auf dem Brett inklusive Magnus‘ Autogramm auf g4! Foto: Jens-Erik Rudolph

Die Schlussstellung auf dem Brett inklusive Magnus‘ Autogramm auf g4! Foto: Jens-Erik Rudolph

Heute vor 4 Wochen spielte der Weltmeister Magnus Carlsen anlässlich des 70. Geburtstages der ZEIT an 70 Brettern Simultan. Unter den Teilnehmern waren auch prominente Schachfans wie Peer Steinbrück und Felix Magath. Carlsen ließ sich davon nicht beeindrucken, im Gegenteil: Er gewann den Wettkampf deutlich mit dem Ergebnis 68:2. Doch einer konnte den Norweger schlagen: Der Schachbuchverleger Jens-Erik Rudolph aus Hamburg.

 

Der Held des Carlsen-Simultans hat eine ELO-Zahl von 1981 und spielt für den Verein Barmbeker SK 1926 e. V. in der Hamburger Stadtliga. Er ist für mich kein Unbekannter, für den Schach-Ticker habe ich einige Bücher aus seiner Schachklassiker-Reihe rezensiert.

 

Anlässlich seines großen Sieges gegen den Weltmeister führte ich mit Jens-Erik Rudolph ein Interview über den großen Tag, die Vorbereitung auf das Duell gegen den Champion, den Partieverlauf, die Informatik – der Hamburger ist studierter Computerwissenschaftler – und vieles mehr. Aber lest am besten selbst! … Weiterlesen

HEUTE: Reiner Stach [Deutschland]

 

Interview mit Rainer Stach

Interview mit Rainer Stach

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Das aktuelle Heft 2/2016 von SCHACH hat als den Schwerpunkt auf insgesamt 42 Seiten die Turnierberichterstattung mit einem „Rundflug zum Jahreswechsel“ von Moskau bis Wijk aan Zee. Klasse finde ich es, dass das Team um Chefredakteur Raj Tischbierek immer wieder neue Autoren gewinnt.

 

So gefällt mir beispielsweise die Reportage von Alexander Seyb „Magnus’ perfekter Dezember“ vom Quatar Masters in Doha ausgezeichnet. Sie ist auch deshalb authentisch, weil Alexander bei dem exzellent besetzten Open selbst mitgespielt und nicht nur kommentiert hat.

 

Zwei weitere lesenswerte Beiträge sind „Sind Sammler glückliche Menschen? Oder der Fuchs und die Trauben“ von Dr. Michael Negele und Mihail Marins SCHACH-Schule mit der Folge „Königsindische Strukturen“.

 

Es lohnt im Übrigen auch, Leserbriefe keineswegs zu übersehen. Der von Peter Anderberg aus Harmsdorf beantwortet jedenfalls endlich die Frage eindeutig, ob Klaus Bischoff „ältester Deutscher Meister“ ist.

 

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HEUTE: Tiger Hillarp Persson [Schweden]

 

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Interview mit Tiger Persson

Tiger_Hillarp_Persson_Dez_2015Das aktuelle Heft 12/2015 von SCHACH  bietet viel Lesestoff. Der reicht vom Europapokal in Skopje, wo „Siberia“ den Titelverteidiger „SOCAR“ gefrostet hat, über eine Turnierrundschau von Hoogeven über die Jugend-WM, das Masters Final in Bilbao, den Länderkampf Deutschland-Rumänien, die Bundesliga, die Chinesische Liga [!], die 19. OIBM Bad Wiessee bis zum Showdown in St. Louis mit Caruna vs. Nakamura, einer neuen Folge der SCHACH-Schule von Mihail Marin und Bücher-Rezensionen von Frank Zeller.

 

Unserer Kooperation mit der im 69. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift SCHACH verdanken wir die Veröffentlichung der Rubrik „Seite 64: Schach-Fragen“. Die Gesprächspartner erhalten dabei einen von der Redaktion vorgegebenen Fragebogen, den sie persönlich schriftlich beantworten. Diesmal kommt der 45-jährige Großmeister aus Malmö Tiger Hillarp Persson zu Wort. Der zweifache schwedische Landesmeister [2007/2008], der auch auf hohem Niveau Go spielt, hat sein Land seit 1996 achtmal bei Schacholympiaden vertreten.

 

Auf die Frage, welche Bücher er empfehlen könne, hat er folgende Antwort gegeben:

 

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Interview mit dem kommissarischen DSB-Referenten für Öffentlichkeitsarbeit FRANK NEUMANN, der sich in Leipzig beim „Außerordentlichen Kongress des Deutschen Schachbundes“  zur Wahl für dieses Amt stellt

 

Frank Neuman (Foto: DSB)Schach finde ich gut, weil es einerseits in die digitale Zeit passt und andererseits den Menschen auf sich selbst reduziert: Denken, entscheiden, handeln – selbstverantwortlich!“, so FRANK NEUMANN, der sich auf dem Außerordentlichen DSB-Kongress in Leipzig der Herausforderung als DSB-Referent für Öffentlichkeitsarbeit stellen will und dort von den Delegierten gewählt werden soll.

 

Aus gegebenen Anlass bat ihn Schach-Ticker-Autor RAYMUND STOLZE zum Interview.



Seit dem 1. Februar 2012 ist die Position des DSB-Öffentlichkeitsarbeiters unbesetzt. Warum werden Sie sich beim Außerordentlichen DSB-Kongress in Leipzig am 7. November der Wahl für dieses Ehrenamt stellen?

 

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Elisabeth Pähtz coachte bei der Jugend-WM 2015 Teodora Rogozenco und Josefine Heinemann – Ein Gespräch mit Deutschlands Nummer 1 über diese Herausforderung

 

Foto: Jürgen Müller

Foto: Jürgen Müller

Dass ELISABETH PÄHTZ als Deutschlands Nummer 1 über genügend Erfahrungen verfügt, im Nachwuchsbereich als Trainerin zu arbeiten, steht außer Frage. Sie hat das nicht zuletzt im Ausland bewiesen. 2012 war sie beispielsweise mehrere Monate als Coach der B-Auswahl der türkischen Frauenmannschaft tätig.

 

Danach trainierte sie mit Akshaya Kalaiyalahan [Jahrgang 2001], die als eines der größten Talente in England gilt und bei den diesjährigen Jugend-Weltmeisterschaft in der U14 bei den Mädchen mit Elo 2233 auf Setzranglistenplatz 2 rangiert. Elisabeth, die selbst zweimal Weltmeisterin wurde – 2002 in Kreta in der Königsklasse der Mädchen U18 und 2005 in Istanbul bei den Juniorinnen [U20] – gehört bei der Jugend-WM in Griechenland zum deutschen Trainerstab.

 

Schach-Ticker-Autor RAYMUND STOLZE gab sie das folgende Interview.

 

Du betreust in Porto Carras Teodora Rogozenco [U16] und Josefine Heinemann [U18]. Wie ist es dazu gekommen?

 

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Exklusiv-Interview des Schach-Ticker mit Klaus Deventer, DSB-Vizepräsident für Leistungssport
 

 

Klaus Deventer (Bild: Deutsche_Schachjugend 2014)Am kommenden Sonnabend [7. November] findet in Leipzig – in der Messestadt wurde am 18. Juli 1877 der Deutsche Schachbund gegründet – ein außerordentlicher DSB-Kongress statt. Wir veröffentlichen deshalb bewusst die 102 Seiten umfassende Broschüre (8 MB) dieser wichtigen Tagung der Dachorganisation der rund 90.000 in Vereinen organisierten deutschen Schachspieler. Im Mittelpunkt der Beratungen in der Messestadt steht fraglos die Etatplanung für die Jahre 2016 und 2017. Grund genug für den Schach-Ticker, KLAUS DEVENTER, DSB-Vizepräsident für Leistungssport, um ein Exklusiv-Interview zu bitten, das RAYMUND STOLZE führte.

 

Sie waren bis zum Bundeskongress des Deutschen Schachbundes im Mai diesen Jahres DSB-Referent für Leistungssport. In Halberstadt haben Sie sich nun der Wahl als DSB-Vizepräsident für diesen Bereich gestellt. Welche Aufgaben haben Sie übernommen und an welchen Projekten möchten Sie aktiv mitwirken?

 

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HEUTE: Bernd Schneider [Deutschland]

 

Bernd Schneider (Foto: SCHACH - Deutsche Schachzeitung)

Bernd Schneider

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Zum Interview

Im aktuellen Heft 10/2015 von SCHACH [http://www.zeitschriftschach.de/] gibt es zwei Schwerpunktthemen. Zum Einen ist das der Report „Abenteuer beim K.o.-Spektakel“ vom Weltcup-Auftakt in Baku, wo Berichterstatter Dirk Poldauf die ersten beiden Runden live verfolgte und so auch Augenzeuge des tragischen Ausscheidens des WM-Finalisten 2012 Boris Gelfand im ersten Durchgang gegen den jungen Chilenen Cristobal Henriquez war.

 

Zum Anderen widmet Chefredakteur Raj Tischbierek seinen Bericht „Große Unterhaltung!“ dem Sinquefield-Cup in St. Louis, der mit einem Triumph für Levon Aronjan endete. Der armenische Elite-Großmeister, der sich beim Weltcup leider nicht für das Kandidatenturnier 2016 qualifizieren konnte, kommentiert dabei seine Siegpartie gegen Wesley So, die eine spannende Auseinandersetzung in einer der schärfsten Varianten des Nimzo-Inders ist.

 

Unserer Kooperation mit der im 69. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift SCHACH verdanken wir die Veröffentlichung der Rubrik „Seite 64: Schach-Fragebogen“. Diesmal kommt IM Bernd Schneider zu Wort, der in Nordrhein-Westfalen in Schachkreisen eine Legende ist und zu dessen größten sportlichen Erfolgen ganz sicherlich der Europapokalsieg 1990 mit der SG Solingen gehört.

 

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HEUTE: Bundesturnierdirektor Ralph Alt

 

Ralph Alt

Ralph Alt

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Schachfragen an Ralph Alt

Schwerpunktthema im aktuellen Heft 9/2015 von SCHACH [http://www.zeitschriftschach.de/ ] ist das 48. Internationale Schachfestival Biel. Neben dem geschlossenen doppelrundigen GM-Turnier, das Maxime Vachier-Lagrave vor Radoslaw Wojtaszek gewann, bekommt auch das Meisterturnier, in dem Platz 1 Ex-Europameister Emil Sutovsky belegt, gebührende Aufmerksamkeit. Immerhin belegen mit Daniel Fridman und Dennis Wagner, der im Oktober in Heidelberg ein Physikstudium beginnt, zwei deutsche Nationalspieler die Ränge 4 und 6. in Dortmund ein Schwerpunktthema ist, sein wird. Und empfehlen kann ich auch eine neue Folge von Mihail Marins SCHACH-Schule, der in seinem Artikel einige technische und psychologische Aspekte der schrecklich anzuschauenden Züge g3:h4 bzw. g6:h5 betrachtet.

 

In Teil 6 der Serie ECHOLOT beschäftigt sich schließlich der international geschätzte Schachhistoriker Dr. Michael Negele aus Wuppertal mit der Frage: „Wem gehört ein Schachweltmeister?“. Konkret geht es in seinem Rückblick um den Umgang mit dem zweiten Schachweltmeister Dr. Emanuel Lasker im geteilten Deutschland. Aber auch die bange Frage – „Was bringt uns ein „Lasker-Jahr“ 2018″ ? hat jüngst nicht nur den Autor umgetrieben, wie er selbst einleitend erklärt.

 

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GM Gerhard Schebler lebt glücklich und zufrieden in Tailand – Interview mit einem Großmeister den es nach Thailand verschlagen hat

 

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Gerhard Schebler spielt seit seinem 12. Lebensjahr Schach. Er erhielt vom Weltschachbund FIDE den Titel Internationaler Meister im Jahr 1995 verliehen, seit November 2004 trägt er den Titel Großmeister (GM). Die GM-Normen erfüllte er in den Saisons 2001/02 und 2002/03 der niederländischen Meesterklasse sowie im Juli 2004 beim A-Skanska Open in Pardubice. Schebler ist ein professioneller Spieler und außerdem als Trainer aktiv.

 

In der deutschen Schachbundesliga spielte Schebler von 1995 bis 1997 für den PSV/BSV Wuppertal und von 2004 bis 2011 für den SV Mülheim-Nord, dessen Mitglied er von 1998 bis 2011 war. Mit Mülheim nahm er auch am European Club Cup 2008 teil. In der niederländischen Meesterklasse spielte er von 1998 bis 2005 für den Enscheder Verein ESGOO, in den Saisons 2008/09 und 2010/11 für die Schaakvereniging Voerendaal. In Belgien spielte er für den KSK 47 Eynatten, mit dem er 2005, 2006, 2010 und 2011 belgischer Mannschaftsmeister wurde und dreimal am European Club Cup teilnahm, in Luxemburg für De Sprénger Echternach, mit dem er 2006 Meister wurde.

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Hallo Gerhard. In den Jahren als im Ruhrgebiet an jedem Wochenende ein Schnellschachturnier veranstaltet wurde, war Gerhard Schebler dabei. Auch in der Bundesliga hast du für den SV Mülheim-Nord gespielt. Durch Zufall sah ich auf Facebook, dass dich deine Wege nach Thailand geführt haben. Wieso das?

 

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HEUTE: Prof. Dr. Christian Hesse [Deutschland]

 

Interview mit Prof. Hesse

Interview mit Prof. Hesse

 

Prof. Dr. Christian Hesse

Prof. Dr. Christian Hesse

 

Natürlich war zu erwarten, dass im aktuellen Heft 8/2015 von SCHACH  das Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund ein Schwerpunktthema sein wird. Und der 36-seitige Bericht von Dirk Poldauf über das traditionelle Turnier, bei dem Arkadij Naiditsch seinen Abschied vom DSB gegeben hat, der allerdings mit Platz 5 für den 29-Jährigen eher durchwachsen war, ist nicht zu übertreffen. Und noch auf einen zweiten Turnierreport möchte ich hinweisen. Es ist der von Vitaly Kunin vom 50. Capablanca-Memorial in Kubas Hauptstadt Havanna. Ich finde, dass das ein wirklich gelungener Auftakt des diplomierten Linguisten ist, der 2001 nach Deutschland kam und seit 2002 für den SC Freibauer Mörlenbach-Birkenau spielt. Er gewann übrigens die Premier-Gruppe mit einem Punkt Vorsprung vor dem 17-jährigen Polen Jan-Krzysztof Duda. Theoriefreunde werden sicherlich beim zweiten Teil von Mihail Marins Artikel „Ein Waffe gegen Königsindisch“ auf ihre Kosten kommen.

 

Und ehe ich es vergesse, auch eine Personalie wird gewürdigt: Der langjährige Chefredakteur von SCHACH, Horst Rittner, seines Zeichens sechster Fernschachweltmeister, feierte am 16. Juli seinen 85. Geburtstag. Den Glückwünschen des SCHACH-Teams Sybille Heyme, Dirk Poldauf und Raj Tischbierek schließen wir uns gern an – alles Gute, Horst!

 

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Ein Interview mit Margaryta Paliy, Teilnehmerin im Schach und Silbermedaillengewinnerin bei den 14. Europäischen Maccabi Games – von JULIA KIRST

 

Am Dienstag vor einer Woche fand die Abschlussfeier der 14. European Maccabi Games [27. Juli bis 5. August] in Berlin statt. Die Makkabiade sind die jüdischen Sportspiele und werden genau wie die Olympischen Spiele immer im Abstand von vier Jahren ausgetragen.

Margaryta Paliy

Margaryta Paliy

 

Auch Schach war unter den Sportarten vertreten und erfreute sich prominenter Teilnehmer, denn drei Großmeister waren mit von der Partie: Der deutsche Nationalspieler Georg Meier, [nahm kurz vorher noch beim Weltklasse-Turnier in Dortmund teil], der aus der Zweiten Bundesliga bekannte Gennadi Ginsburg und der russische GM Maxim Novik. Diese drei machten auch die ersten drei Plätze unter sich aus. Da sie punktgleich [alle 5,5 Punkte aus 7 Partien] waren, musste die Wertung entscheiden. Der Favorit Georg Meier hatte knapp die beste Wertung und gewann Gold, Gennadi Ginsburg holte Silber und Maxim Novik Bronze.

 

Bekannte Spieler aus dem Jugendbereich wie Mark Kvetny, Robert Baskin, Leonid Sawlin und Raphael Lagunow nahmen auch teil und belegten starke Plätze: Robert Baskin [5/7] wurde Fünfter, Mark Kvetny [4,5/7] Sechster, Leonid Sawlin [4,5/7] Siebter und Raphael Lagunow Elfter [4/7].

 

Unter den 29 Teilnehmern aus neun Ländern gab es vier weibliche Spielerinnen: WFM Katsiaryna Beinenson aus Weißrussland, die Schwedin Rina Weinman, Elisabeth Rosenfeld aus Düsseldorf und meine Freundin Margaryta Paliy vom USV Potsdam. Auch hier war die Entscheidung zwischen Gold, Silber und Bronze knapp. Katsiaryna holte 4/7 und sicherte sich die Goldmedaille. Zwischen Margaryta und Elisabeth musste die Feinwertung entscheiden, denn beide hatten 3,5/7. Hier hatte Margaryta die Nase vorne und holte Silber. Rina Weinman wurde Vierte mit 3/7. Zu erwähnen ist, dass die Mädels insgesamt 50 Prozent geholt haben. Allen, die behaupten, dass Mädchen/Frauen kein Schach spielen können, wurde also das Gegenteil bewiesen 🙂 . Meine Freundin Margaryta spielte sogar gegen den FM Eugen Heifez aus Österreich Unentschieden.

 

Um etwas über ihre Eindrücke, die Vorbereitung und Atmosphäre allgemein zu erfahren, führte ich mit ihr ein Interview.

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Der Nachfolger von Helmut Escher im Gespräch mit Willy Rosen

 

Gerhard Meiwald

Gerhard Meiwald

Der Schachticker stellt seinen Lesern den kürzlich als Nachfolger des Urgesteins Helmut Escher neu gewählten DSB-Seniorenreferenten Gerhard Meiwald in einem Interview vor. Das Gespräch führte Willy Rosen von den Sportfreunden Katernberg, denen Gerhard Meiwald seit nunmehr 53 Jahren angehört, auch wenn er mit Erreichen des Rentenalters seinen Wohnort vom Ruhrgebiet in den hohen Norden verlegt hat.

 

Lieber Gerhard, Du bist zum Seniorenreferenten des Deutschen Schachbundes gewählt worden. Dazu gratulieren Dir die Schachfreunde aus Katernberg ganz herzlich und sie verhehlen auch nicht, dass sie darauf ein wenig stolz sind. Seit Kindesbeinen bist du Mitglied der SFK Schachabteilung. Solange kennen wir uns auch schon. So können wir anfangen mit „Weißt Du noch …? Wie alles anfing? Die ersten Schritte?“

 

Lieber Willy an eurer Gratulation liegt mir besonders viel. Denn meine Wurzeln liegen in Katernberg, die Verbundenheit zu unserem schönen Schachspiel naturgemäß bei den Sportfreunden. Mit 10 erlernte ich die Spielregeln von meinem Vater. Zur Ermutigung hat er mir immer eine Dame vorgegeben. Als ich diese Vorgabe als 12-jähriger umdrehte, fand er, ich müsse zu einem Schachverein.

 

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Ein Exklusv-Interview des Schach-Ticker zum Föderationswechsel von Deutschlands langjähriger Nummer 1 nach Aserbaidschan

 

Nun ist es endlich amtlich, was seit einigen Monaten ein Gerücht war. Arkadij Naiditsch wechselt die Föderation. Der 29-jährige Spitzenspieler, der als einziger Deutscher bisher die 2700er-Schallmauer durchbrochen hat – seine beste Elo war 2739 im billionphotos-1623961Dezember 2011 – und er wird künftig für Aserbaidschan spielen. Und es ist höchst wahrscheinlich, dass der jüngste deutsche Großmeister aller Zeiten bereits bei den Team-Europameisterschaften im November in Reykjavik in der Auswahl der Aseris steht. Für Schach-Ticker Autor RAYMUND STOLZE war es Grund genug, den DSB-Präsidenten HERBERT BASTIAN um das folgende Exklusiv-Interview zu bitten.

 

Jetzt, nach vollzogenem Wechsel, sagt Arkadij Naiditsch vielsagend in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk, das am heutigen Sonnabend [25. Juli Online veröffentlicht wurde [ Link: http://www.deutschlandfunk.de/schach-arkardij-naiditsch-kehrt-deutschland-den-ruecken.1346.de.html?dram:article_id=326361]: „Ich denke nicht, dass der Deutsche Schachbund es sehr bedauert, dass ich nicht mehr in Deutschland spielen werde. Die haben zumindest nichts dafür getan, dass ich bleibe.“ Wie kommentieren Sie diese Aussage?

 

Nach meiner Überzeugung hat der Schachspieler Arkadij Naiditsch in Deutschland viele Fans, die seinen Wechsel sehr bedauern, das trifft auch auf mich zu. Andere haben viel einstecken müssen und sind vermutlich erleichtert, aber auch diese Personen bedauern überwiegend seinen Wechsel. Wir verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um mit den Aseris mithalten zu können. Es wäre selbst dann nicht machbar gewesen, wenn es die persönlichen Konflikte in der Vergangenheit nicht gegeben hätte.

 

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„Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.“ – Interview des Schach-Ticker zu einem DSB-Modellprojekt mit Uwe Pfenning, Vizepräsident Verbandsentwicklung

 

Auf der DSB-Webseite wurde am 8. Juli das neue DSB-Projekt Deutschland Dreier angekündigt, das mit  den Auftaktturnieren in Bayerisch Eisenstein (1.-8.8.2015) gestartet wird.

Dr. Uwe Pfenning, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung

Dr. Uwe Pfenning

Grund genug für den Schach-Ticker, Dr. Uwe Pfenning, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung, zum Interview zu bitten, das Raymund Stolze führte.

 

Wer hatte die Idee zu dem Projekt „Deutschland Dreier“?

Die Idee ist über Wolfgang Fiedler in den DSB eingebracht worden. Ich greife diese Idee gerne auf, weil sie mehrere konkrete und zunehmende Probleme in der Turnierpraxis des DSB angeht: die Terminnot und die Stärkung des generationsübergreifenden Zusammenhalts im Schachsport. Deshalb ist sie allemal ein Modellprojekt wert. Dabei gilt es die bestehenden erfolgreichen Aktivitäten, wie vor allem die DSAM-Serie, zu berücksichtigen und Redundanzen zu vermeiden und anstatt dessen Synergien zu schaffen.

 

Was ist das Besondere an dem Format „Deutschland Dreier“?

 

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HEUTE: Ulrich Stock [Deutschland]

 

Interview mit Ulrich Stock

Interview mit Ulrich Stock

 

Ulrich Stock

Ulrich Stock

 

Dass im aktuellen Heft 7/2015 von SCHACH [http://www.zeitschriftschach.de/ ] das dritte Norway Chess in Stavanger ein Schwerpunktthema ist, war nicht anders zu erwarten. Immerhin war Weltmeister Magnus Carlsen beim seinem „Heimturnier“ der große Favorit – und erlebte mit Platz 7 bei vier Niederlagen in neun Partien eine echte Pleite. Als Kommentator konnte Mihail Marin gewonnen werden, der u.a. den glänzenden Sieg von Viswananthan Anand gegen den Champion unter die Lupe genommen hat. Und natürlich gibt es auch einen ausführlichen Turnierbericht von Wladimir Barski vom FIDE-Grand-Prix-Finale in Chanty Mansijsk, wo Caruana & Nakamura die beiden Tickets zum Kandidatenturnier 2016 endgültig gelöst haben. Theoriefreunde werden schließlich bei Mihail Marins Artikel „Ein Waffe gegen Königsindisch“ [Teil 1] auf ihre Kosten kommen.

 

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