Jugend

Schiedsrichter-Eindrücke bei der Regionaleinzelmeisterschaft 2016 in Schönow von JULIA MÄTZKOW

 

„Darf ich mich selbst matt setzen?“, sagte ein U8 Spieler ganz begeistert. Und der Gegner? Der hatte das Matt noch nicht gefunden und knobelte. Der U8 Spieler war iimg_0399mmer aufgeregter, denn er hatte das Matt zuerst gefunden. Und der Gegner? Der überlegt immer noch. Doch aufgeben oder dergleichen kam für unseren U8 Spieler nicht in Frage, da er doch das Matt gefunden hatte… Ja, und endlich hat auch der Gegner eingesehen: es muss ein Matt geben!

 

Es ist immer wieder schön für mich, aufs Neue Schiedsrichter in der U8 und U10 zu sein. Die Kinder sind noch so schön unverbraucht und es ist völlig egal, wer Matt gesetzt wird. Hauptsache es ist: ein Matt auf dem Brett. Ob nun der eine oder der anderen den Punkt bekommt – wen kümmert das schon? In den Pausen gehen sowieso alle auf das Klettergerüst und spielen Ritter, König und Prinzessin. Oder was auch noch ganz angesagt ist, und die Trainer sollten das jetzt lieber nicht lesen, da schon lange und viel ermahnt und dagegen gesprochen wurde, Computerspiele zum Mitnehmen. Ob es nun ein portables Gerät sei, wie der Nitendo oder etwas veraltete der GameBoy, oder doch das Handy ist, sei mal dahingestellt.

 

Doch eines sollte nicht geschehen, dass die Gerätschaften während des Spieles, Töne von sich geben. So hatte Emily auch verloren, weil sie das Handy mit zum Brett nehmen musste und die Mutti von zuhause angerufen hat, um nach dem Wohlergehen des Kindes zu fragen. Doch da fragt sich: Wozu braucht jemand, der nicht älter als zehn seien kann, ein Handy? Selbst wenn die Eltern nicht da sind, werden die Kinder doch großartig von unseren brandenburgischen Trainern betreut.

 

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Vom 19. bis zum 30.10.2016 finden in Batumi (Georgien) die Weltmeisterschaften der Jugend U8-U10-U12 statt. Insgesamt 6 Gruppen, aufgeteilt in Mädchen und Jungen.

 

Vincent Keymer

Vincent Keymer

In der U12 Jungen startet Vincent Keymer, unser großes Talent, um Weltmeister zu werden. Sicher eines der größten deutschen Talente. Das Wort Jahrhunderttalent möchte ich jedoch nicht nutzen. Auch der Vergleich mit Carlsen ist verfrüht, gibt es doch 2 Konkurrenten, die er zu fürchten hat. Sein wohl (bisher) bestes Turnier spielte Vincent Keymer im August 2016 in Wien, wo er drei Großmeister besiegte und letztlich den hervoragenden 3. Platz belegte. Er ließ 13 Großmeister hinter sich. Insgesamt nahmen 310 Spieler teil.

 

Seine beiden Konkurrenten sind der Inder und Internationale Meister R. Praggnanandhaa (2442) und der usbekische Knabe CM Javokhir Sindarov mit einer Elo von 2402.

 

R. Praggnanandhaa

R. Praggnanandhaa

R. Praggnanandhaa gewann die Jugendweltmeisterschaften 2013 in der Altersklasse U8 und 2015 in der Altersklasse U10. Im Jahr 2016 wurde Praggnanandhaa als jüngstem Spieler in der Geschichte des Schachsports der Titel eines Internationalen Meisters verliehen. Bei seiner dritten Norm war er 10 Jahre, 10 Monate und 19 Tage alt. Die Normen für seinen Titel erfüllte er beim 30. Internationalen Schachfestival in Cannes im Februar 2016, beim B-Turnier des Aeroflot Opens in Moskau im März 2016, bei dem er unter anderem gegen die Großmeister Lewon Babujian und Borys Chartschenko gewann, sowie beim 9. Internationalen KIIT-Schachfestival in Bhubaneswar im Mai 2016.

Javokhir Sindarov ist eines der großen Talente der Schachnation Usbekistan. In seiner noch kurzen Karriere hat er bereits zahlreiche Großmeister besiegt. 

 

Es wird also für Vincent Keymer nicht leicht werden den Titel zu gewinnen. Die Beiden werden es ihm sehr schwer machen, aber auch den Wettbewerb aufwerten.

Anmerkungen von Thomas Richter: Vielleicht können aber auch andere in den Kampf um Titel oder Medaillen eingreifen, denn Elo ist – gerade in dieser Altersklasse – nicht alles:

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IM Roman Vidonyak erzählt aus seinem Schulschachlehrerleben

 

Insgesamt knappe 50 Teilnehmer kamen zum 3. Bayerischen Schulschachkongress, der in der Deutschen Schachschule Gymnasium Roth ausgetragen wurde.dsc_0655

 

Der Lehrer Till Paulus und der Vorsitzende der Mittelfränkischen Schachjugend Daniel Häckler hatten für perfekte Bedingungen gesorgt.
IM Roman Vindonyak hat von der FIDE für seine Erfolge die höchste Auszeichnung erhalten. 2001 kam er vom Leistungsschach in das Tegernseer Schulschachmodell, das von Horst Leckner großartig aufgezogen wurde.

 

Seitdem sammelt er jede Woche mit fast 200 Grundschulkindern Erfahrungen. Eine Schülerin, Svenja Butenandt konnte sogar bei den Deutschen Meisterschaften mit 11 Punkten aus 11 Runden den Titelgewinn feiern! Vom Schulschach zum Leistungsschach ist in Miesbach kein Widerspruch.
Den sehr disziplinierten Schulschachaktivisten aus ganz Bayern, sogar aus Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg kamen Teilnehmer angereist, erläuterte er sein Konzept und seine Arbeitsweise.

 

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Bitte nicht wieder Platz 5 für unser SH- Team bei der DJLM – Ein Beitrag von Eberhard Schabel

 

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Still und fast unbemerkt konnte sich im Norden, genau genommen in Schleswig-Holstein viel in Sachen Jugendschach entwickeln. Bei meinem eigenen Beginn 2004 als Jugendtrainer in SH wurde über unsere Teilnahmen bei überregionalen Meisterschaften zumeist der olympische Gedanke bemüht „Dabei sein ist Alles“.

 

Gleiches galt auch insbesondere für unsere Besuche der Deutschen Jugend- Ländermeisterschaften. 2011 wurde unser Landesteam in Xanten zum 1x Letzten. Ein Jahr später in Hannover gelang immerhin wieder der Vorletzte Platz, auf dem wir in der Vergangenheit schon ein ABO hatten.
Mit einem völlig neuen Gefühl kamen unsere SpielerInnen 2013 aus Hannover zurück. Platz 5 von 18 Teams, was war passiert? Wahrscheinlich ein Ausrutscher? 2014 wurden wir SHler schon wieder Fünfter und bestätigten unser gutes Vorjahresergebnis. Nun, und 2015 erspielten sich unsere Mädels und Jungs schon wieder den 5. Platz, was im Jugendschach auf Bundesebene unsere gute Entwicklung der letzten Jahre unterstrich.
2016 gingen wir nach DWZ/ELO als Nummer 3 und in der Setzliste als Eins, vor Bayern, Hessen, Niedersachsen, NRW und all die Anderen an den Start. Turnierseite

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Jugendweltmeisterschaft in Chanty-Mansijsk – Ein Beitrag von Bernd Vökler

 

Josefine Heinemann, in Runde 5 wieder alles ausgebügelt

Josefine Heinemann, in Runde 5 wieder alles ausgebügelt

 

„Mit 4 aus 5 in den Ruhetag zu gehen, halte ich für eine gute Idee“ unbekannter Fußballguru Jonathan. Dieser These folgte einzig Josefine Heinemann, die ihre Viertrundeniederlage problemlos in Runde 5 ausbügelte.

 

 

„Das Schachbrett ist rund und ein Spiel dauert 90 Züge!“ Frei nach Sepp Herberger agierte Dmitrij Kollars in der fünften Runde. Im Damenendspiel war plötzlich der wertvolle g2-Bauer weg und die Partie musste noch einmal gewonnen werden.

 

„Kontrollierte Offensive“ nach Otto Rehhagel praktiziert Roven Vogel. 2 Siege bei 3 Remis lassen noch Luft nach oben. „Wenn der Gegner keinen Fehler macht, kann ich nicht gewinnen.“

 

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Ausschreibung des Wettbewerbes „Schachlehrer/Schachlehrerin des Jahres 2016“deutsche_schachjugend_logo

 

Ziel
Die Auszeichnung „Schachlehrer/Schachlehrerin des Jahres 2016“ wird von der Deutschen Schachjugend verliehen, um eine größere Wertschätzung der Schachlehrer in der Öffentlichkeit zu erreichen, die Leistungen der Schachlehrer zu honorieren sowie den Schachlehrernachwuchs zu motivieren. Die Auszeichnung wird in den beiden Kategorien „Lehrer“ und „AG-Leiter“ vergeben.

 

Bewerberkreis
Lehrer beziehungsweise Lehrerinnen, die noch aktiv im Schuldienst sind oder AG-Leiterinnen beziehungsweise AG-Leiter, die an einer oder mehreren Schulen über mehr als drei Jahre hinweg Schülern Schach beibringen und sie trainieren, sowie sich um das Schulschach in ihrer Region verdient gemacht haben.

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„Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.“ – Susan Sontag – Ein Beitrag von Bernd Vökler

 

Ab 12 Uhr (1. Runde: 22.9.)

(v.l.) K. Urban, R. Vogel, L. Schulze, J. Roseneck, F. Sieber, J. Heinemann, A. Rieß, D. Kollars

(v.l.) K. Urban, R. Vogel, L. Schulze, J. Roseneck, F. Sieber, J. Heinemann, A. Rieß, D. Kollars

Seit heute können zumindest einige deutsche Schachspieler zwei weiße Flecken als getilgt betrachten. Nach dem problemlosen Flug nach Moskau Domodedovo unternahmen wir eine geführte Tour durch Moskau. Natascha erwies sich als sehr kompetente und perfekt deutsch sprechende Reiseführerin. Auf dem langen Weg in die Innenstadt fasste sie die über tausendjährige Geschichte Mütterchen Russlands zusammen. Schlagworte waren Kiewer Rus, Mongolen, Zaren, Bojaren, Moskau, St. Petersburg, Vaterländische Kriege, Lenin, Stalin, Putin usw.

 

Moskau ist eine permanent wachsende Megacity mit über 13 Millionen Einwohnern. Von Putins Wahlsieg am Sonntag und der überwiegend positiven Sicht der „einfachen Leute“ auf den Präsidenten sprach sie im Brustton ehrlicher Überzeugung. Er bringt Russland (wieder) nach vorn, glauben 75 % aller Russen!

 

Das Herz Moskaus, der Kreml war uns eine Besichtigung wert. Vladimir Putin haben wir leider nicht gesehen!

 

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Ein Vorbericht von Bernd Vökler

 

Fiona Sieber und Lara Schulze (by Bernd Vökler)

Fiona Sieber und Lara Schulze (by Bernd Vökler)

Ab 12 Uhr (1. Runde: 22.9.)

Vor Jahren (vermutlich kurz nach der JWM 2013 in Al Ain mit 4.500 Teilnehmern, Eltern und Begleitern) beschloss die FIDE die Kinder- und Jugend-Weltmeisterschaften zu teilen. Einen Grund sehe ich in der Halbierung der Teilnehmerzahlen. Es lassen sich leichter Ausrichter finden, die Meisterschaften werden womöglich konzentrierter ausgerichtet. Der zweite Grund ist die Verdopplung der Meisterschaften. Es können mehr Bewerber bedient werden. Aufmerksame Leser verschiedener Seiten und Blogs ahnen worum es geht, es geht ums Geld! Ausrichter dieser Meisterschaften verdienen an den Selbstzahlern und Begleitpersonen [siehe Budva JEM 2013].

 

Von diesem Verdacht möchte ich die russischen Schachfreunde im fernen Sibirien ausdrücklich ausnehmen. Es geht nur um Schach! Deutschland ist prominent vertreten in Chanty-Mansijsk. Titelverteidiger Roven Vogel spielt in der Königsklasse U18, Europameisterin Fiona Sieber U16w strebt auch bei den Welttitelkämpfen nach einer Medaille. Josefine Heinemann U18w, Dmitrij Kollars U18, Lara Schulze U14w sind erfahren genug für Top-Ten-Plätze.

 

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Wie geht Schachverein heute – ein Erfahrungsbericht?

 

Das ist eine Frage, die sich immer wieder die Verantwortlichen in den Schachvereinen heutzutage stellen, denn offensichtlich ist es ja so, dass die Zahl der Schachspieler, die im Deutschen Schachbund (DSB) zusammengefasst sind, seit Jahren rückläufig ist. Das hat natürlich auch Konsequenzen für die am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine. Auch ihre Zahl geht chronisch abwärts. Ist das nun ein Abbild des Zeitgeistes, wie von vielen Funktionären unterstellt, oder müssen sich gerade dieseIMG_3634 den Vorwurf gefallen lassen, dass es nur eine Rechtfertigung für eigenes Unvermögen bzw. Scheitern ist. Natürlich sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung heutzutage vielfältiger als zu Zeiten unserer Eltern (Freizeitparks und Straßenfeste seien hier nur einige Stichworte). Auch muss ich nicht unbedingt einem Verein beitreten, um meinem Hobby nachgehen zu können- man denke nur an öffentliche Tennis- und Golfplätze, Muckibuden, sowie das breite Spektrum privater Anbieter von Aktivitäten, vom Trödel bis zum Tango. Schließlich hat aber auch das Internet unser Freizeitverhalten maßgeblich beeinflusst – und das trifft insbesondere auf das Schachspiel zu (warum soll ich in einen Verein gehen, wenn es vom heimischen Computer aus bequemer ist).

 

Wenn wir all diese Fakten berücksichtigen, so bleibt aber doch festzuhalten, dass es auch Schachvereine gibt, welche sich positiv entwickeln. Ein Beispiel dafür ist der Verein in dem ich selbst seit über 5 Jahren Mitglied bin. Es ist noch nicht sehr lange her, vielleicht so um die 15 Jahre, da gehörte dieser Verein zu den Krematoriumskandidaten und es wurden schon Wetten darauf abgeschlossen, wann er das Zeitliche segnet. Die Mitgliederzahl erlaubte es gerade noch, eine Mannschaft zu stellen – mit etwas Glück sogar zwei. Das Vereinsleben tendierte gegen Null – sozusagen ein hoffnungsloser Fall. Dann, um die Jahrtausendwende, kam das eine oder andere Mitglied eher zufällig hinzu. Schachlaien, welche die Szene nicht kannten, aber von ihrer Art her zu dem Verein passten. Empathisch, sozialkompetent und quer denkend. „Das war schon immer so“ zählte nicht und selbst die Altvorderen im Verein waren zum größten Teil sehr schnell bereit, den frischen Wind zu nutzen. Eigentlich änderte sich anfangs nicht sehr viel, sondern man hatte einfach nur ein gutes Gefühl. Bei der ersten Mitgliederversammlung wurde dann der Vorstand umstrukturiert, weil dieses aus beruflichen Gründen notwendig war. Mit Unterstützung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden die Karten neu gemischt und viele Funktionsträger machten engagiert weiter.

 

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Fiona Sieber, 1. Platz (u16) bei der EM in Prag – Das Interview führte Bernd Vökler

 

Fiona Sieber, Gewinnerin U16 (Copyright Bernd Vökler)

Fiona Sieber, Gewinnerin U16 (Copyright Bernd Vökler)

Unsere Teilnehmer(innen) der Jugendeuropameisterschaften sind alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. Unter ihnen dürfte eine ganz besonders glücklich sein: Fiona Sieber, denn sie kehrt mit Goldmedaille heim. Bevor sie morgen schon wieder zur nächsten Trainingseinheit nach Hamburg reist, um sich für für ihre Teilnahme an der WM in Chanty-Mansijsk fit zu machen, konnten wir ihr ein kleines Interview abringen.

 

DSB: Fiona, schön, dass Du Zeit für uns gefunden hast. Kannst Du kurz was zu Deiner Person sagen?

 

Fiona: Ich bin Fiona; Schach ist mein allerliebstes Hobby, aber ich betreibe auch gerne anderen Sport, insbesondere Fußball und Laufen. Zum Schach bin ich durch meinen Vater gekommen, der mich mit sieben Jahren die Grundregeln lehrte und mich kurz darauf schachbegeistert beim ESV Rot-Weiß Göttingen angemeldet hat. Dort hat mich WGM Tamara Klink sehr gefördert und vor allem für schnelle Turnierteilnahmen gesorgt. Bei meiner ersten niedersächsischen Landesmeisterschaft habe ich dann Alexander Markgraf (damals noch FM und Student in Göttingen) als Bezirkstrainer kennengelernt. Unsere Zusammenarbeit macht mir seither sehr viel Spaß und trägt viele Früchte! Ich bin sehr dankbar, dass er mich auch heute noch trainiert, obwohl er mittlerweile berufsbedingt nicht mehr viel Zeit hat und nur noch ganz wenige Schachschüler betreuen kann… weiterlesen auf der Webseite des DSB

Von der 26. Jugend-Europameisterschaft in Prag berichtet für den Schach-Ticker JANA SCHNEIDER – heute Tagebuch Teil 3 (Schluss)

 

Logo_Prag_201624. August 2016 – 6. Runde

Nach dem erholsamen freien Tag geht es jetzt also weiter mit dem Turnier. Heute steht die 6. Partie gegen die Russin Yuliya Vinokur an. Am Vormittag bereite ich mich darauf vor, mache ein bisschen Ausgleichssport und sammle Kraft für die Runde am Nachmittag. Um 15 Uhr ist es dann schon wieder so weit und das Spiel beginnt. Gegen die Englische Eröffnung erreiche ich mit Schwarz eine sehr gute, nahezu gewonnene Stellung, doch entgleitet mir in der Zeitnot die Kontrolle über das komplizierte Geschehen. Letzten Endes verliere somit ich diese wichtige Partie. Am Abend heitern mich die anderen wieder einigermaßen auf, aber ein bisschen Frust bleibt natürlich..

 

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Von der 26. Jugend-Europameisterschaft in Prag berichtet für den Schach-Ticker JANA SCHNEIDER – heute Tagebuch Teil 2

 

21. August 2016 – 4. Runde

Prag_Panorama

Meine Gegnerin in der heutigen Runde ist erneut eine Polin. Doch diesmal werde ich hoffentlich gewinnen. Am Morgen spiele ich wieder ein bisschen Fußball als Ausgleichssport und bereite mich auf die Partie vor. Nach einem stärkenden Mittagessen und erholsamer Ruhe am frühen Nachmittag ist es dann so weit. An Brett 9 spiele ich mit den schwarzen Steinen gegen Patrycja Waszczuk. Nach vielen Stunden Kampf steht das Ergebnis dann fest: Remis. Ich bin nicht zufrieden mit meinem Spiel. Zu viele Ungenauigkeiten habe ich gemacht und kann mich am Ende mit dem Remis dann glücklich schätzen, denn ich habe ein schlechteres Endspiel mit Minusbauer gehalten. Auch Annmarie hat Unentschieden gespielt, und wir lassen den Abend ruhig ausklingen.

 

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Ein Ausflug mit der Familie nach Düsseldorf lohnt sich allemal. Feiern Sie mit!

 

Drei Tage lang, vom 26. bis 28. August 2016, werden 70 Jahre Nordrhein-Westfalen und 70 Jahre Landeshauptstadt Düsseldorf beim NRW-Tag 2016 gefeiert. Rund eine Millionen Gäste werden zu dieser größten Party des Landes erwartet. „So bunt wie das Land – so soll es werden: Nach mehr als eineinhalb Jahren Vorbereitungen freuen wir uns, L_NRW70D_Claim_Datum_4cnun unsere Gäste aus dem ganzen Land in der Landeshauptstadt willkommen zu heißen. Ein Wochenende lang wird in Düsseldorf die  SFK_Logogrößte Party des Landes gefeiert“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel kurz bevor die heiße Phase des Aufbaus rechts- und linksseitig des Rheins beginnt.

 

Oberbürgermeister Thomas Geisel der bei Schach für Kids Schirmherr für Düsseldorf ist, wird die NRW Tage gemeinsam mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Freitag den 26. August auf der Hauptbühne eröffnen. Von Samstag den 27. August bis zum Sonntag den 28. August sind dann die vielen Bürgermeilen aktiv.

 

Schach für Kids hat seinen Stand in der Kinder & Jugend.Meile. Diese befindet sich auf den Rheinwiesen bzw. Festwiesen am Kaiser-Wilhelm-Ring in der Nähe der Hausnummer 46. Der Stand wird viele Schachspiele, eine Kinder-Freischachanlage, vielen anderen Spielgeräten und einen Informationstheke haben.

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Von der 26. Jugend-Europameisterschaft in Prag berichtet für den Schach-Ticker JANA SCHNEIDER – heute Tagebuch Teil 1

 

17. August 2016 – Anreise

Prag_PanoramaUm 10 Uhr geht es endlich los. Zur Jugend-Europameisterschaft 2016 in Prag (Tschechien). Wochenlang war ich aufgeregt, habe mich aber auch sehr auf dieses besondere Event gefreut, und heute ist es dann so weit. Zusammen mit Annmarie Mütsch (ebenfalls U14w-Spielerin) und meinen Eltern reise ich mit dem DB-Bus nach Prag. Wegen zwei Stunden Stau kommen wir erst um 20 Uhr im Top Hotel an und verpassen damit leider die Eröffnungsfeier. Trotzdem sind wir froh, endlich da zu sein und genießen die Atmosphäre der vielen Schachspieler um uns herum, von denen ich viele auch von anderen internationalen Turnieren kenne.

 

Das ist das besondere an internationalen Turnieren. Man lernt nicht nur neue Freunde kennen, sondern man trifft auch viele ehemalige Gegner und Schachspieler aus anderen Ländern, die man seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Am Abend packen wir unsere Sachen aus, spielen ein bisschen Karten und gehen ins Bett, denn morgen ist die erste Runde. Dann geht es richtig los.

 

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Vom 7. bis 22. August werden in Indien die Weltmeisterschaften der unter 20-Jährigen ausgespielt

 

GM Jeffery Xiong

GM Jeffery Xiong

liveNach dem unvergessenen Bobby Fischer hatte sich wenig getan in den USA. In den letzten Jahren hat sich das jedoch geändert. Viele Schachspieler mit ausländischen Wurzeln bereichern die Schachszene in den USA. Die Weltklassespieler Wesley So wechselte von den Philippinen ind die USA und Fabiano Caruana wurde möglicherweise mit Dollars geködert. Heimlich still und leise spielt sich jedoch ein Jüngling nach vorne, der die Schachwelt aufhorchen lässt. Gerade mal 15 Jahre alt ist GM Jeffery Xiong und erinnert schon stark an Bobby Fischer, der auch im Alter von 14 Jahren den GM-Titel errang. Die aktuelle Elozahl von Jeffery  beträgt  2633 und wird sich nach der U20-Weltmeisterschaft in Indien, die er überlegen vorzeitig gewann, erhöhen.

 

Auszug aus der Teilnehmerliste A-Open:

1 GM Artemiev Vladislav 2665 RUS 2 GM Xiong Jeffery 2633 USA 3 GM Alekseenko Kirill 2582 RUS 4 Maghsoodloo Parham 2576 IRI 5 GM Wagner Dennis 2572 GER 6 IM Svane Rasmus 2546 GER 7 GM Aravindh Chithambaram Vr. 2543 IND 8 IM Henriquez Villagra Cristobal 2520 CHI 9 Xu Yinglun 2516 CHN 10 GM Sunilduth Lyna Narayanan 2515 IND 11 GM Karthikeyan Murali 2514 IND 12 IM Tabatabaei M.Amin 2489 IRI 13 GM Gagare Shardul 2486 IND 14 IM Lorparizangeneh Shahin 2478 IRI 15 IM Studer Noel 2477 SUI 16 IM Tran Tuan Minh 2473 VIE 17 Firouzja Alireza 2464 IRI 18 FM Gholami Aryan 2461 IRI 19 IM Basso Pier Luigi 2455 ITA 20 IM Nasuta Grzegorz 2442 POL …

 

Auszug aus der Teilnehmerliste Girls:

 

1 IM Khademalsharieh Sarasadat 2423 IRI 2 WGM Saduakassova Dinara 2423 KAZ 3 WIM Bivol Alina 2362 RUS 4 WIM Pratyusha Bodda 2329 IND 5 WIM Tokhirjonova Gulrukhbegim 2328 UZB 6 IM Rodriguez Rueda Paula Andrea 2321 COL 7 WIM Kiolbasa Oliwia 2319 POL 8 WIM Styazhkina Anna 2315 RUS 9 WIM Dordzhieva Dinara 2304 RUS 10 WIM Frayna Janelle Mae 2292 PHI 11 WIM Vaishali R 2284 IND 12 WIM Blagojevic Tijana 2267 MNE 13 WGM Buksa Nataliya 2261 UKR 14 WFM Injac Teodora 2252 SRB 15 WIM Gu Tianlu 2239 CHN…

Turnierseite

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Deutschland mit einer großen Delegation vertreten

 

Jana Schneider

Jana Schneider

Vom 17. bis 28.8. 2016 werden in Prag die Jugend-Europameisterschaften der U8, U10, U12, U14, U16, U18 ausgetragen. 40 Schüler/Jugendliche aus Deutschland werden versuchen eine gute Platzierung zu erreichen. In der Gruppe U8 hat Leonardo Costa durchaus Chancen Europameister zu werden, nimmt er doch in der Rangfolge den 3. Platz ein. Gespielt wird täglich ab 15 Uhr.

 

Alle deutschen Spielerinnen und Spieler:
3 Costa Leonardo GER 1600 B8 76 Hagner Bennet GER 0 B8 86 Nitsche Nikolai GER 0 B8 35 Tham Nam GER 1698 B10 40 Bui Bao Anh Le GER 1659 B10 41 Laux Dominik GER 1659 B10 47 Eilenberg Jonas GER 1634 B10 77 Prieb Robert GER 1470 B10 18 Nguyen Alex Dac-Vuong GER 2069 B12 19 Trifan Andrei Ioan GER 2069 B12 43 Dobrikov Marcliveo GER 1911 B12 48 Astner Sebastian GER 1893 B12 55 Koelle Tobias GER 1866 B12 72 Hommel Niclas GER 1816 B12 6 Engel Luis GER 2383 B14 31 Zimmer Raphael GER 2180 B14 60 Suvorov Alexander GER 2059 B14 62 Kopylov Daniel GER 2050 B14 31 FM Schroeder Kevin GER 2286 B16 46 Schmidek Emil GER 2223 B16 33 Grigorian Spartak GER 2340 B18 34 Sawlin Leonid GER 2322 B18 63 Beeck Mats GER 2196 B18 48 Peglau Dora GER 0 G8 4 Bashylina Luisa GER 1664 G10 7 Nguyen Phuong Thao Vivien GER 1578 G10 12 Butenandt Svenja GER 1501 G10 43 Schneider Anna GER 1332 G10 9 Ziegenfuss Antonia GER 1829 G12 63 Basovskiy Jana GER 1488 G12 9 Schneider Jana GER 2105 G14 15 Muetsch Annmarie GER 1966 G14 39 Moenster Madita GER 1808 G14 7 WFM Sieber Fiona GER 2173 G16 18 WFM Rogozenco Teodora GER 2071 G16 25 Koehler Inken GER 2008 G16 28 Waechter Nathalie GER 1993 G16 31 Leser Katrin GER 1979 G16 33 Boehm Jana GER 1954 G18 39 Weis Olga GER 1895 G18

 

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EU-Meister Maximilian Maetzkow und EU-Meisterin Lara Schulze

EU-Meister Maximilian Maetzkow und EU-Meisterin Lara Schulze

Zweimal Gold für Deutschland – Ein Beitrag von Christian Schulze

 

Bei der EU-Meisterschaft in steirischen Mureck dominierten in der Altersklasse U14 die Deutschen Spieler das Turnier und belegten in der männlichen und weiblichen Wertung jeweils den ersten Platz.  Gegen die starke Konkurrenz aus Irland, Österreich, Slowenien und Bulgarien konnten sich Lara Schulze und Maximilian Maetzkow am Ende durchsetzen.

 

Lara startete mit einer überraschenden Niederlage ins Turnier, um zwischenzeitlich mit sechs Siegen in Folge Platz 1 der gesamten U14 Wertung zu übernehmen. Für Lara Schulze war der Titel EU-Meisterin schon 2 Runden vor Schluss sicher. Maximilian musste noch weiter kämpfen. Schaffte aber in Runde 8 einen Sieg gegen Can-Elian Barth aus der Schweiz, um in der letzten Runde gegen Lorenz Schilay mit einem Remis den sicheren ersten Platz und damit den Titel EU-Meister zu erreichen. Lara kam in Runde 9 trotz guter Stellung in massive Zeitnot und verlor die Partie, was am Titelgewinn nichts änderte. Lorenz Schilay belegte Platz 4 in der männlichen Endtabelle.

 

Fotos hat uns Christian Mätzkow direkt aus Mureck geschickt.

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Von der U16 – Schacholympiade aus der Slowakei berichtet Bernd Vökler

 

Sieber- Schulze

Sieber- Schulze

Dieses Jahr sind drei deutsche Teams bei der Olympiade U16 in Poprad Tatry am Start. Poprad Tatry gehört zu den größeren Städten in der Slowakei. Sie ist für das Panorama auf die hohe Tatra, die restaurierte Fußgängerzone und den Wasserpark Aqua-City bekannt.

 

Die Rahmenbedingungen sind für dieses internationale Turnier völlig angemessen. Wir spielen in einer gut klimatisierten Arena mit Zuschauerrängen und übernachten in einem standardgemäßen 3* Hotel.

 

Alle Partien werden sogar live übertragen.

 

Germany 1 ( meine Mannschaft)

 

Runde 1 und 2 lief relativ problemlos mit Siegen gegen Island und Israel. Die Unentschieden gegen Weißrussland und Rumänien waren heiß umkämpft und hätten durchaus auch anders ausgehen können. Beispielhaft:

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Eine Vorschau auf die U16-Olympiade in Poprad Tatry (Slowakei) von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Eva Repkova aus Poprad Tatry – slowakische Nationalspielerin und 8-fache Olympiateilenehmerin – hat es offensichtlich verstanden, Mittel für die U16 Olympiade in der Slowakei (22. bis 29.7.2016) zu mobilisieren. Ca. 100.000,- € sollte der Etat schon umfassen. Davon lädt der Veranstalter jeweils eine Nationalmannschaft kostenfrei ein.

 

Eva Repkova

WGM Eva Repkova

Kevin Schroeder

Kevin Schroeder

Deutschland tritt mit drei Mannschaften an. Das erste Team besteht aus den besten U16 Spielern Deutschlands, mit dabei sind Roven Vogel, Konstantin Urban aus Sachsen, Kevin Schröder und Valentin Buckels aus NRW und Fiona Sieber (SAN). Wir sind an Platz fünf der Startliste gesetzt.

 

Im zweiten Team finden wir eine „Nordauswahl“ Luis Engel, Alexander Riess, Daniel Kopylov, Jakob Pajeken und Lara Schulze. Trainer ist hier Wolfgang Pajeken.

 

Aufgrund einer Initiative Mädchenschach im Deutschen Schachbund treten wir mit einer reinen Mädchenmannschaft als Deutschland 3 an.
Jana Schneider, Teodora Rogozenco, Annmarie Mütsch und Katrin Leser werden einige Jungenmannschaften aufmischen! Trainerin ist dort Tatiana Melamed aus Magdeburg.

 

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Ein Abschlussbericht von der U18-Team-Europameisterschaft aus Celje von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

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Tolles Ergebnis: Paula Wiesner

Auch für die Nachwuchsspieler ist der Monat Juli eine Schach-Hochzeit. Am gestrigen Sonnabend ging im slowenischen Celje die U18-Team-Europameisterschaft zu Ende. Dass die deutschen Jungs Titelverteidiger waren, sei angemerkt, allerdings wurde in 2016 nichts daraus, obwohl sie an vier gesetzt waren. Dabei war das Aufgebot durchaus erstklassig.

 

Mit Jan Christian Schröder und Thore Perske waren zwei Titelverteidiger an Bord. Alexander Donchenko und Vincent Keymer wurden durch zwei Goldmedaillengewinner des Vorjahres in der Altersklasse U16 ersetzt: Europameister Leonid Sawlin und Weltmeister Roven Vogel. Ersatzmann Maximilian Paul Mätzkow hatte kürzlich in Lüneburg das zweite Jugendmasters gewonnen. Aber leider spielten die Jungs nicht einmal eine Rolle im Kampf um die Medaillen.

 

Den folgenden Abschlussbericht, den wir gern veröffentlichen, schickte uns Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER.

[Raymund Stolze]

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