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Kolumne

„Jahrhundert-Partie“: Navara auf den 64 Feldern ein Draufgänger – Von Hartmut Metz

 

Navara – Wojtaszek: Weiß steht am Abgrund, weicht jedoch (erfolgreich) Remisvarianten aus

Navara – Wojtaszek: Weiß steht am Abgrund, weicht jedoch (erfolgreich) Remisvarianten aus

Das Turnier in Biel hat einmal mehr gezeigt: Um dem Publikum spannendes Schach zu bieten, bedarf es nicht einer kompletten Ansammlung der Top-Ten-Spieler. Sie neutralisieren sich oft, viele Unentschieden sind die Folge. Die gab es in metzder Schweiz zwar auch – aber ebenso eine Fülle von spektakulären Partien! Ein Garant dafür ist Richard Rapport. Der Ungar bezahlte einmal mehr die Zeche für sein unterhaltsames Spiel und wurde Letzter mit nur zwei Punkten aus zehn Runden. Mit 6,5 Zählern setzte sich der Franzose Maxime Vachier-Lagrave durch. Auf den Plätzen folgten die beiden Baden-Badener Bundesligaspieler Radoslaw Wojtaszek (6) und Michael Adams sowie David Navara (je 5,5). Der Ukrainer Pawel Eljanow (4,5) schnitt neben Rapport als einziger Teilnehmer mit einer negativen Bilanz ab. Der Held der Fans war in Biel Navara.

 

Der äußerst bescheidene Tscheche ist im Leben mehr als zurückhaltend und – völlig konträr dazu – auf den 64 Feldern ein wagemutiger Draufgänger. Dies bewies der 30-Jährige einmal mehr in der vierten Runde: Gegen den Polen Wojtaszek ließ Navara furchtlos seinen weißen König übers Brett treiben, bis er auf der gegnerischen Grundreihe ein sicheres Plätzchen fand! Dort wurde Ihro Majestät nicht matt und führte das weiße Heer zum Sieg. Die Kunde von einer „Jahrhundert-Partie“ machte ob des spektakulären Königs-Marschs die Runde. Kommentatoren stellten Vergleiche mit einem Erfolg des Engländers Nigel Short an, der mit seinem König einst ähnlich nach vorne stürmte, um von h6 aus dem feindlichen Monarchen den Todesstoß zu versetzen. Der Holländer Jan Timman konnte dies 1991 in Tilburg nicht verhindern. Wojtaszek hätte immerhin ein Remis erzwingen können. Nachstehend das spektakuläre Duell… Mehr

Keymer – Peczely: Schwarz zieht – und ruiniert seine bis dahin gut vorgetragene Partie

Keymer – Peczely: Schwarz zieht – und ruiniert seine bis dahin gut vorgetragene Partie

Deutsche „Schach-Prinzen“ und Vincent Keymer trumpfen auf – Von Hartmut Metz

 

Seinen Spitzenspieler hat Deutschland verloren mit dem Wechsel des Baden-Badeners Arkadij Naiditsch nach Aserbaidschan. Aber wachsen bereits neue, noch bessere heran? Das Konzept des Deutschen Schachbundes (DSB), einige metzTalente als „Schach-Prinzen“ besonders zu fördern, ging auf. Mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Alexander Donchenko wurden drei Jugendliche nicht nur Großmeister, sondern liegen in der U18-Weltrangliste auf den Plätzen drei bis fünf! Alle drei zählen überdies bereits zu den Top 20 in Deutschland. Und es könnte noch besser kommen: Mit erst zehn Jahren sorgt Vincent Keymer für Furore. Der Knabe vom SK Gau-Algesheim ist in seinem Alter deutlich weiter als Weltmeister Magnus Carlsen. Im Juli war Keymer der bisher jüngste Teilnehmer an der U18-Europameisterschaft in Polen – und holte mit dem Quartett von Bundestrainer Bernd Vökler den Titel!

 


Dabei war etwas Glück dabei, denn das Nationalteam verlor gegen die schärfsten Rivalen Tschechien und die Israelis 1,5:2,5. Doch weil Letztere gleich viermal remisierten, ging Deutschland mit 10:4 Punkten doch knapp vor Israel und Tschechien (9:5) über den Zielstrich.
Den neuen Europameister führte Blübaum an, der am ersten Brett in sieben Runden stolze 5,5 Punkte sammelte. So hievt sich der Bremer Bundesligaspieler über die Schallmauer von 2600 Elo-Weltranglistenpunkten, die früher sogenannte „Super-Großmeister“ kennzeichnete. Der Hofheimer Christian Schröder gewann mit ebenfalls 5,5 Zählern den Brett-Preis an Position zwei. Thore Perske (Heidesheim) kam im polnischen Karpacz ebenso wie Keymer auf vier Punkte. Bei dem
Zehnjährigen folgten auf drei Startrunden-Siege drei Niederlagen, ehe die nachstehende interessante Partie die EM erfolgreich abschloss…. Weiterlesen

Schmaltz – Pfrommer: Die schwarze Gabel ist gut, der weiße Spieß ist besser…

Schmaltz – Pfrommer: Die schwarze Gabel ist gut, der weiße Spieß ist besser…

„Falkenauge“ Schmaltz beweist alte Scharfsicht auf 64 Feldern – Von Hartmut Metz

 

Mit Neid darf man auf die Landesmeisterschaften im Nachbarverband Baden blicken. Das Turnier in Sasbach zog einen Großmeister, drei Internationale Meister sowie viele weitere prominente Smetzpieler an. Kein Vergleich zu den württembergischen Meisterschaften, die in drei Wochen in Botnang beginnen“, schreibt Harald Keilhack in seiner renommierten Schach-Kolumne in der „Stuttgarter Zeitung“. Die badischen Titelkämpfe waren nach einer Reform so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr besetzt, wenn nicht gar besser denn je. Nachdem im Vorjahr in Waldshut-Tiengen nur zehn Teilnehmer an die Bretter gegangen waren, startete der badische Turnierleiter Michael Schneider eine Umfrage unter der badischen Spitze, wie die Titelkämpfe wieder interessanter werden könnten. Der bundesligaerprobte Günther Beikert (SC Viernheim) gehörte zu jenen, deren „Vorschläge umgesetzt wurden. Deshalb sah ich mich auch in der Pflicht, nach langer Abstinenz teilzunehmen“.

 

Die wesentlichen Neuerungen: Verkürzung der Meisterschaft auf fünf Tage und sieben Runden. Noch wichtiger für viele: Das Turnier ist nicht mehr offen für ausländische Profis, die nur auf das Preisgeld aus sind und sich nicht für die deutschen Meisterschaften qualifizieren können. So durften sich Beikert, der Eppinger Christopher Noe und Roland Schmaltz gute Chancen auf 800 Euro aus dem mit 3000 Euro gefüllten Preistopf erhoffen… Weiterlesen

Wahrer Simultan-Weltrekordler spielt in Straßburg mehr als 30000 Partien – Von Hartmut Metz

 

Roos – Wohlfahrt: Weiß gewinnt im „Schweinsgalopp“

Roos – Wohlfahrt: Weiß gewinnt im „Schweinsgalopp“

Schach-Omi stellt neuen Weltrekord auf“, titelte die „Bild“-Zeitung unlängst und beschäftigte sich ausnahmsweise mit Denksport. Die 87-jährige Brigitta Sinka sorgte weltweit für Aufsehen, weil sie 13600 Partien im Simultanschach gespielt metzhat. Die Ungarin gelangt damit wohl ins „Guinness-Buch der Rekorde“, weil sie akribisch jeden Gegner und jedes Resultat notierte. In einem vollbesetzten Partyzelt in einem Budapester Park hievte die Ungarin die Zahl ihrer Partien auf über 13545. Eigentlich wollte Sinka beim Erreichen der neuen Bestmarke eine kurze Gedenkminute abhalten für den bisherigen Rekordhalter. „Aber da waren so viele Leute, die darauf warteten, dass ich meinen nächsten Zug tue, also spielte ich einfach weiter“, erzählte die 87-Jährige, bevor sie bei über 13600 Partien Feierabend machte. Bis zu diesem Tag hatte der 1942 verstorbene José Raùl Capablanca die Bestmarke gehalten. Der dritte Weltmeister ist heute noch für viele der beste Spieler der Schach-Historie. Der Kubaner verlor in seiner Karriere nur 36 Turnierpartien und wurde wegen seiner Präzision auch die „Schach-Maschine“ genannt. Jean-Luc Roos hält Capablanca noch immer für den Größten.

 

„Ich wusste nicht, dass es solch einen Rekord gibt – und hätte aber auch dann nicht seine Bestmarke anfechten wollen“, betont der Straßburger und „findet das alles ein bisschen lächerlich“. Im Gegensatz zu der ungarischen Oma hatte der Kubaner sicher weit hochkarätigere Gegner. Und wenn es allein um Quantität geht, ist der 60-Jährige aus der berühmten Schach-Familie Roos – seine Brüder Daniel und Louis tragen ebenfalls den Titel eines Internationalen Meisters – die klare Nummer eins. Der Spieler der Rochade Kuppenheim und des französischen Rekordpokalsiegers CE Straßburg (CES) hat nämlich bereits rund 300 Simultans gegeben „und im Durchschnitt sicher jedes Mal mehr als 100 Partien“ gespielt… Mehr

Deutscher Spitzenspieler wechselt schweren Herzens nach Aserbaidschan / Ausführliches Interview im Schach-Magazin 64 zu den Hintergründen – Von Hartmut Metz

 

Naiditsch – Meister: Weiß stößt alsbald auf eine „Ölquelle“

Naiditsch – Meister: Weiß stößt alsbald auf eine „Ölquelle“

Arkadij Naiditsch hat sich den Wechsel alles andere als leicht gemacht – seit Monaten liefen die Verhandlungen. Der aserische Schachverbanmetzd unterbreitete der deutschen Nummer eins ein lukratives Angebot für einen Wechsel. Schließlich will der Gastgeber bei der Schach-Olympiade 2016 in Baku ganz vorne mitmischen. Naiditsch zögerte dennoch seit Wochen – vor ein paar Tagen fällte der 29-Jährige dann im Urlaub in der Toskana die Entscheidung, zu neuen Ufern aufzubrechen. Dem Badischen Tagblatt in Baden-Baden bestätigte er als erstem Medium den Wechsel. Im „Schach-Magazin 64“ (Ausgabe August) nimmt der Großmeister ausführlich Stellung zu dem Schritt, erzählt, wie es dazu kommen konnte und was er sich unter aserischer Flagge erhofft. Die Gründe für die Rochade sind dabei nicht rein monetärer Natur. Die kolportierten 50 000 Dollar Handgeld bestätigte der Baden-Badener, der nun nach Baku umzieht, nicht: „Die finanzielle Seite ist aber definitiv besser als in Deutschland.

 

Es ist aber auch nicht so, dass ich eine Ölquelle kriege“, berichtet Naiditsch mit Blick auf den Ölmulti Socar als Sponsor und betont, „der Wechsel nach Aserbaidschan ist kein Feiertag für mich!“ … Mehr

16-jährigem Chinesen gelingt gegen Bruzon fantastische Glanzpartie – Von Hartmut Metzmetz

 

Schach-Legende Garri Kasparow hat sich kurz gefasst, als er um einen Kommentar zu einer Partie von Wei Yi gebeten wurde: billionphotos-1629683_xsmall150„Beeindruckend!“, schrieb er nur. Der 16-jährige Chinese hatte beim „6. Hainan Danzhou“- Turnier den Kubaner Lazaro Bruzon nicht nur geschlagen, sondern mit einer Opferkaskade dessen König über das ganze Brett gehetzt und die Glanzpartie mit einem Mattangriff beendet. Nach neun Runden landete der Wunderknabe zwar mit fünf Punkten nicht auf dem Platz an der Sonne und musste sich mit Rang vier hinter seinen National- mannschaftskollegen Wang Yue (7), Ni Hua (6) und Ding Liren (5,5) bescheiden. Aber trotzdem bewies der Youngster mit der einen Partie, die in die Schach-Geschichte eingeht, erneut sein riesiges Potenzial. Der Tischtennis-Fan hatte zuvor Ende Mai auch bei den chinesischen Landesmeisterschaften auf sich aufmerksam gemacht: Bei diesen landete Wei mit 7,5 Zählern aus elf Runden vor Ding (7), Wang Hao und Yu Yangyi (je 6,5) ganz vorne und wurde mit 15 Jahren der bisher jüngste Champion seines Landes. Nach einem Bericht in der Zeitschrift „Schach“ ist der Weltranglisten-29. offensichtlich ein Scherzbold Weiter

 

 

US-Großmeister gewinnt traditionsreiches Turnier in Dortmund – Von Hartmut Metz

 

Nisipeanu – Caruana: Die schwarze Falle schnappt – ganz langsam – zu

Dank eines phänomenalen Schlussspurts hat Fabiano Caruana das traditionsreiche Schach-Turnier in Dortmund gewonnen. Der Italiener kassierte zwar gegen den Filimetzpino Wesley So – beide wechselten vor kurzem unter die Flagge des US-Verbandes – in der zweiten Runde eine Null, danach war der Topfavorit allerdings nicht mehr zu stoppen. Caruana feierte fünf Siege in Folge. Eine umso erstaunlichere Leistung des 22- Jährigen, reiste er doch direkt vom Turnier in Norwegen an und spielte munter weiter, als sei er nicht ausgelaugt. „Caruana ist wie eine Maschine“, hatte die deutsche Nummer eins Arkadij Naiditsch schon Bewunderung kundgetan. Der Sandweierer in Diensten der OSG Baden-Baden konnte nicht an seine Glanzleistungen bei Weltklasse-Turnieren anknüpfen. In seiner alten Heimatstadt Dortmund musste sich Naiditsch im Achterfeld mit dem sechsten Platz begnügen. Mit 3:4 Punkten vermochte er nur Ex-Weltmeisterin Hou Yifan und Nationalmannschaftskamerad Georg Meier (beide 2,5:4,5) hinter sich zu lassen. Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik ging es kaum besser.

 

Der frühere Dortmund-Dauersieger landete mit einer ausgeglichenen Bilanz als Vierter im Mittelfeld vor seinem russischen Landsmann Jan Neopmniachtschi (3:4). Liviu-Dieter Nisipeanu verlor zwar die letzte Partie gegen Caruana, durfte sich aber dennoch mit Rang drei hinter dem punktgleichen So (beide 4:3) als einer der Gewinner des Turniers fühlen. Der Baden-Badener Bundesligaspieler hätte nach famosem Start mit zwei Siegen am Schluss auch den mit 4,5 Zählern führenden Caruana abfangen können – aber der Weltranglistenfünfte spielte nicht auf das ihm ausreichende Remis. Dank einer tiefen Falle sicherte er sich seinen fünften Erfolg in Serie… Mehr

Bulgare „Unstopalov“ triumphiert dank eines grandiosen Starts – Von HARTMUT METZ

 

Carlsen – Topalow: Weiß am Zug verliert – in Gewinnstellung – auf Zeit

Jede Serie reißt einmal. Kaum hatte das deutsche Fachblatt „Schach“ die Konstanz des Weltmeisters gewürdigt, der in den vergangenen sieben, acht Jahren bei jedem Turnier im Vorderfeld landete und stets mit einem positiven Score abschloss – schon patzte Magnus Carlsen. Ausgerechnet beim Heimspiel, dem 3. Norway-Chess-Turnier, landete der 24-Jährige abgeschlagen auf dem achten von zehn Plätzen. Selbst sein Landsmann Jon Ludvig Hammer bezwang ihn in der letzten Runde. Das Schlusslicht hätte Carlsen damit fast überflügelt. Auch wenn der Weltranglistenerste mit 3,5 Zählern den Absturz auf den letzten Platz vermied, sind vier Niederlagen und nur zwei Siege alles andere als befriedigend für den norwegischen Nationalhelden. In der Juli-Weltrangliste rückten so Wesselin Topalow und Viswanathan Anand fast wieder auf Schlagweite heran.

 


Der Inder, der die letzten WM-Kämpfe gegen Carlsen klar verloren hatte, überzeugte als Zweiter vor dem Amerikaner Hikaru Nakamura (beide 6). Die aufsteigende Formkurve des Baden-Badener Spitzenspielers deutet darauf hin, dass Anand selbst mit 45 Jahren ein weiteres Mal Herausforderer des bisher dominierenden Carlsen werden könnte. Noch grandioser spielte jedoch Topalow. Der 40-jährige Bulgare begann seinen Siegeslauf gegen Carlsen, remisierte mit Nakamura und wurde nach vier weiteren Erfolgen schon auf der englischsprachigen Turnier-Webseite als „Unstopalov“ gefeiert. Am Schluss brach der Ex-Weltmeister etwas ein, rettete jedoch mit 6,5 Zählern die 75 000 Dollar Siegprämie. „Norway Chess“ wäre jedoch ganz anders verlaufen, hätte Carlsen bereits zum Auftakt das Reglement gekannt! Gegen Topalow stand der Weltmeister auf Gewinn. Mehr als ein Remis konnte Schwarz wirklich nicht erhoffen – bis Carlsen im 61. Zug die Zeit überschritt, weil er glaubte, eine weitere 15-minütige Bedenkzeitgutschrift zu erhalten … Mehr

Tiefschlag für Naiditsch trotz des Titelgewinns mit den Elsässern – Von Hartmut Metz

 

Giri – Fressinet: Weiß wickelt rasch ab in ein gewonnenes Endspiel

Geld schießt keine Tore“, hat es früher einmal geheißen. Die alte Sportler-Weisheit mag zu Amateur- zeiten gegolten haben, im Profisport setzen sich besser dotierte Teams jedoch überproportional oft durch. Das gilt im Schach genauso wie im Fußball. Seit zehn Jahren dominiert die OSG Badenmetz-Baden die Bundesliga dank der Unterstützung von Wolfgang Grenke. Weil seine Grenke-Leasing AG unter anderem auch in Frankreich agiert, unterstützt die Firma aus der Kurstadt den grenznahen Klub CE Bischwiller mittler- weile ebenso. Die Elsässer beherrschten deshalb im Stile der OSG Baden-Baden die Meisterschaft. Sie gewannen beim „Top 12“-Turnier, das anders als die Bundesliga in knapp zwei Wochen durchgezogen wird, alle elf Begegnungen. Das entscheidende Match gegen Mitfavorit Clichy endete 2:1 (die Franzosen zählen bei ihren Endergebnissen nur die Einzelsiege und lassen die Unentschieden außer Acht). Mit 33 Punkten sicherte sich das Team um die Baden-Badener Etienne Bacrot, Arkadij Naiditsch und Philipp Schlosser den Titel vor Clichy (31) und Bois-Colombes (28).
Wacker schlug sich der frühere elsässische Vorzeigeklub CE Straßburg (25), der ohne Stars Rang vier belegte.

 

Völlig von der Rolle war Naiditsch. Die deutsche Nummer eins büßte durch 3:6 Zähler 32 Elo-Weltranglistenpunkte ein und dürfte im Juli-Ranking aus den Top 50 fallen. Momentan steht der Sandweierer noch auf Platz 29. Bacrot (6,5:3,5) und Schlosser (3,5:1,5) schnitten gemäß ihrer Erwartung ab. Herausragend agierten der Österreicher Markus Ragger (7:1) und Spitzenspieler Anish Giri. Der Niederländer mit nepalesischen Wurzeln, der morgen 21 Jahre alt wird, holte 8:2 Punkte. Vor allem sicherte er zusammen mit Bacrot den 2:1-Erfolg über Clichy. Der Weltranglistenzehnte Giri bezwang Laurent Fressinet. … Weiterlesen

Fitness-Guru zählt zehn positive Auswirkungen durch Schach auf – Von Hartmut Metzmetz

 

Das deutsche Innenministerium war sich 2014 nicht klar darüber, ob Schach überhaupt ein förderungs- würdiger Sport ist. Der Gesundheits- und Fitness- experte Samir Becic hält Schach hingegen für einen wahren Wundersport, der das Gehirn stärkt und die Kreativität fördert“, beschreibt die stets unterhaltsame Webseite www.chessbase.de den plötzlichen Wandel vom Saulus zum Paulus. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ scheint nun das Brettspiel für sich entdeckt zu haben. Diese Woche berichtet das Blatt auf drei Seiten über den zehnjährigen deutschen Wunderknaben Vincent Keymer (wir berichteten). Kurz davor beschäftigte sich Becic auf den Gesundheitsseiten von www.focus.de mit Schach. Der ehemalige Martial-Arts-Sportler aus den USA zählt laut „Focus“ zu den begehrtesten Fitnesstrainern der Welt und entwickelte „seine revolutionäre Resnyc-Fitness-Technik“. In seinem Plädoyer für Schach nennt Becic zehn Plus- punkte und belegt sie mit Studien… Weiterlesen

Nakamura qualifiziert sich ebenfalls für WM-Kandidatenturnier – Von Hartmut Metz

 

Jakowenko – Gelfand: Schwarz hat keine Chance – aber er nutzt sie

Zwei weitere potenzielle Herausforderer von Welt- meister Magnus Carlsen stehen fest: Fabiano Caruana und Hikaru metzNakamura. Die beiden Amerikaner mussten zwar im dicht gedrängten Feld Dimitri Jakowenko den Sieg beim letzten Grand-Prix-Turnier des Schach-Weltverbandes FIDE überlassen, aber der Weltrang- listenzweite und -vierte qualifizierten sich hauchdünn in Chanty-Mansiysk vor dem Russen für das Kandidaten-Turnier um die Weltmeisterschaft. Mit 370 Punkten landete der bisher für Italien spielende Caruana nach vier Wettbewerben in der Gesamtwertung vor Naka- mura (347) und Jakowenko (310). Egal, wer sich sonst noch für das Kandidatenturnier qualifizieren wird: Zusammen mit dem indischen Ex-Weltmeister Viswanathan Anand, der als dritter Teilnehmer der WM-Ausscheidung feststeht, sind die beiden Amerikaner die Topfavoriten darauf, den Platz als Herausforderer von Carlsen einzunehmen.

 

Der entscheidende halbe Punkt beim letzten Grand-Prix-Turnier ging Jakowenko in der neunten Runde verloren. Der Weltranglistenelfte ließ in einer Gewinnstellung den fünftplatzierten Israeli Boris Gelfand (6:5 Punkte) noch entwischen. So kam der Russe nach elf Runden statt auf sieben Zähler nur wie Caruana und Nakamura auf 6,5. Trotzdem ein gutes Resultat, missriet Jakowenko doch der Start mit 1:2 Zählern. Nachstehend das sehenswerte Ende der Partie gegen den trickreichen Gelfand, das Jakowenko den siebten Partie-Sieg in Chanty-Mansiysk kostete… Mehr

16-jähriger Wei Yi nun auch Mannschafts-Weltmeister – Von Hartmut Metz

 

Ding – Amin: Weiß hat Dauerschach, geht jedoch aufs “Ganze”…

Vier Weltklasse-Großmeister haben die Chinesen zu Hause gelassen und auf die Jugend gesetzt – Weltmeister wurden die Youngsters aus dem Reich der Mitte dennoch. Acht metzMonate nach dem Erfolg bei der Schach-Olympiade in Norwegen stand China bei der Mannschafts-WM erneut auf dem obersten Treppchen in Zaghkadsor. In den neun Kämpfen gab das Quartett nur drei 2:2 ab und blieb mit 15:3 Punkten ungeschlagen. Die Ukraine (12:6) sicherte sich Silber vor Gastgeber Armenien (11:7). Topfavorit Russland (10:8) enttäuschte einmal mehr. Herausragender Chinese war Wei Yi. Der erst 16-Jährige ist damit der bisher jüngste Spieler, der sowohl bei der Olympiade wie bei der Mannschafts-WM Gold abräumte. Zuvor hielt der Ukrainer Ruslan Ponomarjow den Double-Rekord, berichtet das „Schach-Magazin 64“ in seiner Juni-Ausgabe. Wei Yi war auch der beste Akteur am vierten Brett mit 7:2 Punkten. Der Junge dürfte bald zu den schärfsten Rivalen von Weltmeister Magnus Carlsen heranreifen. Inzwischen kletterte er schon auf Platz 30 der Weltrangliste!

 

Hätte nicht „Altmeister“ Bu Xiangzhi mit seinen 29 Lenzen im Team gestanden, läge das Durchschnittsalter des Stammteams bei lediglich 19 Jahren. Bu war vor rund eineinhalb Jahrzehnten der jüngste Großmeister auf dem Planeten, konnte aber die Hoffnungen nicht erfüllen.
Die kurzweiligste Partie gelang Chinas Spitzenmann Ding Liren. Der Weltranglisten-15., der ungeschlagen blieb, überrannte in seinem gewohnten Angriffsstil den Ägypter Bassem Amin. Die Nordafrikaner landeten mit 1:17 Zählern abgeschlagen auf dem letzten Rang… Mehr

Aserische Öl-Barone locken deutsche Nummer eins – Von Hartmut Metz

 

Dautov – Dauth: Ein (weißes) Damenopfer liegt in der Luft

Das Karussell hat Fahrt aufgenommen: Die Wechsel von Liviu-Dieter Nisipeanu vom rumänsichen zum Deutschen Schachbund oder von Alexej Schirow zurück aus Spanien nach Lettland sorgten noch für moderates Aufsehen. Die beiden Großmeister gehören zwar zur erweiterten Weltspitze, sinmetzd aber mit 38 und 42 Jahren über ihren Zenit hinaus. Weit mehr in die Schlagzeilen gerieten der Filipino Wesley So und der Italiener Fabiano Caruana. Dem Weltranglistensiebten und -dritten (Jahrgänge 1993 und 1992) gehört die Zukunft – und sie machen plötzlich die USA zur Schach-Supermacht. Mit dem 27-jährigen Weltrang- listenvierten Hikaru Nakamura haben die Amerikaner auf einen Schlag drei Asse in den Top Ten! Föderationswechsel sind im Schach einfacher als im Fußball, bei dem sich alle Optionen nach einem Auswahlmatch erledigten. In anderen Sportarten muss man jahrelang warten, bevor ein Wechsel möglich wird. Beim königlichen Spiel überweist man 50 000 Euro an den alten Verband – und der Wechsel ist geritzt. Nach dem Zugang durch Nisipeanu droht dem deutschen Schach nun ein herber Verlust.

 

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) vermeldete diese Woche den Transfer von Arkadij Naiditsch nach Aserbaidschan. In Baku fließen Öl-Millionen für den Denksport, und die deutsche Nummer eins eckt häufiger bei ein paar trägen DSB-Funktionären an. „Alles Quatsch“, dementiert Naiditsch, dass der Wechsel perfekt sei. „Mitte Juni“ will er ausgiebig Stellung nehmen. Ihm seien aber „keine Paläste“ in Aserbaidschan versprochen worden, wie kursiere. Mehr möchte der Sandweierer, der zuletzt Weltmeister Magnus Carlsen zweimal schlagen konnte, nicht sagen… Mehr

Weltmeister deklassiert Rivalen beim Gaschimow-Gedenkturnier – Eine Kolumne von Hartmut Metz

 

Carlsen – Mamedjarow: Weiß setzt Matt in Eins

Magnus Carlsen hat das Interesse an Schach weltweit befeuert. In Norwegen führt das Interesse am Superstar inzwischen sogar dazu, dass selbst Turniere ohne ihn gleich im Fernsehstudio von TV 2 ausgetragen werden! Sechs Spieler kämpfen um den Freiplatz, den es beim Turnier „Norway Chess“ in Stavanger gibt. Der Wett- bewerb ist eine der drei Stationen auf der mit einer Million Dollar dotierten „Grand Chesmetzs Tour“. Carlsen ist sich dabei nicht zu schade, bei dem Qualifikations-Wettbewerb in Oslo als Kommentator zu fungieren und gegen Prominente eine Blitzpartie in der Schach-Show von TV 2 auszutragen. Seine Klasse bewies der Welt- meister im vergangenen Monat einmal mehr in Aserbaidschan. In Schamkir fand das Wugar Gaschimow Memorial statt, das an den ehemaligen Weltranglistensechsten erinnert, der 2014 mit nur 28 Jahren an einem Gehirntumor gestorben war. Carlsen deklassierte die Rivalen deutlich.

Mit 7:2 Punkten lag er einen vollen Zähler vor Ex-Weltmeister Viswanathan Anand und zwei Punkte vor Fabiano Caruana und Wesley So. Die beiden Letzteren sorgten im Übrigen zuletzt für Aufsehen, weil sich der Italiener und der Filipino dem US-Verband anschlossen. Die Amerikaner sind nun heißer Anwärter auf alle Mannschaftstitel, denn mit Hikaru Nakamura haben sie einen dritten Top-Ten-Spieler in ihren Reihen.
Einer der drei Schach-Amerikaner könnte durchaus der nächste WM-Herausforderer von Carlsen werden. Doch einstweilen thront der 24-Jährige weit über allen anderen. In der Weltrangliste steht er kurz vor einer neuen Bestmarke und besitzt mit 2876 Elo beachtliche 72 Ratingpunkte mehr als Anand. Der Inder (2804) schob sich dank des zweiten Platzes in Aserbaidschan knapp vor Caruana (2803) und Nakamura (2799).
Der Sieg von Carlsen über Lokalmatador Schachrijar Mamedjarow ist ein brillantes Beispiel für die Kunst des Weltmeisters: Präzise erhöht er mit glänzenden Bauernzügen den Druck – bis der Gegner zusammenbricht…  Weiterlesen …..

Schach-Großmeister und jüngster Oxford-Student seit 500 Jahren / Blitz-Turnier zum 60. Geburtstag

 

Beljawsky – Nunn: Weiß am Zug – steht vor den Trümmern seiner Stellung

Von Hartmut Metz
Englische Wunderkinder im Schach hat es in den 80er und 90er Jahren mit Nigel Short, Matthew Sadler und Luke McShane gleich drei gegeben. John Nunn wurde auch Großmeister und ist ein Wunderkind – allerdings mehr in der Mathematik. Der am 25. April 1955 geborene Londoner wurde der jüngste Smetztudent an der Universität Oxford seit Kardinal Wolsey im 15. Jahr- hundert. Die Medien stürzten sich deshalb auf den Knaben. Mit 23 wurde Nunn nahezu gleichzeitig Großmeister und Doktor der Mathematik (Thema: algebraische Topologie). „Ich mag dieses Wunder- kinder-Ding nicht. Okay, du bist in einem speziellen Bereich den Anderen ein bisschen voraus – aber das ist nur dieses enge Spektrum. Die gesamten menschlichen Fähigkeiten sind facettenreicher“, sagte der beliebte Schachbuch-Autor einmal dem „Guardian“, als dieser mehrere Wunderkinder vorstellte. Weil Nunn nicht nur äußerst eloquent schreibt, sondern auch stets bescheiden wie freundlich auftritt, kam die britische Elite gerne zu seinem Blitzturnier anlässlich seines 60. Geburtstags
– nur Short und Michael Adams fehlten wegen Turnierverpflichtungen. Geschenke auf dem Brett wollte der Gastgeber nicht und belegte so „nur“ Platz zwölf mit 5:10 Punkten. Zu seinen besten Zeiten in den 80er und 90er Jahren hätte Nunn wohl eher um Rang eins mitgespielt. 1984 stand er in der Weltauswahl, die die Sowjetunion herausforderte.,,Mehr

Triumphales Comeback: 8,5:1,5-Sieg bei „Schlacht der Legenden“

 

Short – Kasparow: Eine kleine Fingerübung für Schwarz…

Von Hartmut Metz
Die Haare ergraut – aber sonst schien es fast wie immer zu sein: Garri Kasparow fegte über die Gegner hinweg. Vor der Schach-WM 1993 in London gegen Nigel Shometzrt hatte das „Ungeheuer von Baku“ auf Englisch gekalauert: „Mein Gegner heißt Short und das Match wird short (kurz)!“ Den großen Tönen ließ der Weltmeister damals wie heute Taten folgen. In der „Schlacht der Legenden“ im amerikanischen St. Louis zertrümmerte der 52-Jährige seinen ehemaligen Herausforderer mit 8,5:1,5! In der ersten Schnellschach-Partie und den Blitzpartien konnte Short noch einigermaßen mithalten – am zweiten Tag überrollte ihn Kasparow mit 5:0! Nun zählt der in Athen lebende Großmeister nicht mehr ganz zur absoluten Creme de la Creme – aber der bald 50-Jährige bewies bei seinem Open-Sieg in Thailand, dass er noch durchaus in Schuss ist. Und einen Weltranglisten-59. wie Short pflückt vielleicht höchstens Weltmeister Magnus Carlsen so auseinander. Den pries im Übrigen Kasparow als Segen für die Schachwelt.
Er steigere das Interesse an dem Denksport ungemein als Werbeikone. Der Norweger ist auch die Galionsfigur einer neuen Turnierserie, die in St. Louis anlässlich des Schaukampfs angekündigt wurde: Die acht Topspieler mit Ausnahme des terminlich verhinderten Russen Wladimir Kramnik spielen bei Norway Chess (15.-26. Juni), dem Sinquefield Cup in St. Louis (21. August bis 3. September) und den London Chess Classic (3. bis 14. Dezember) um jeweils 300 000 US-Dollar Preisgeld. Durch Prämien für die Gesamtwertung klettert die Summe auf über eine Million Dollar… Mehr

SchnellschachBlitz

Zehnjähriger Vincent Keymer düpiert beim Pfalz-Open mehrere Großmeister

 

Von Hartmut Metzmetz
„Ein deutsches Jahrhunderttalent?“, titelt die belieb- teste deutsche Webseite www.chessbase.de begeis- tert mit Blick auf Vincent Keymer. „Er ist erst zehn Jahre alt und damit jetzt schon weiter, als es Magnus Carlsen im gleichen Alter war“, vergleicht Autor André Schulz das Talent mit dem norwegischen Weltmeister. Grund für die bundesweite Euphorie: Keymer trumpfte beim Pfalz-Open in Neustadt erstaunlich auf. Der Knabe vom SK Gau-Algesheim blieb im A-Open in den neun Runden ungeschlagen und belegte mit 6,5 Punkten Platz acht – gleichauf mit Elo-Favorit Wladimir Baklan (2652) aus der Ukraine und dem Serben Ivan Ivanisevic (2638). Den Hobby-Fußballer spülte es in Neustadt aber nicht – wie es manchmal in Open Amateuren mit etwas Glück passiert – durch zwei Schlussrunden-Siege zufällig nach vorne. Keymer bezwang zum einen den russischen Großmeister Aleksander Karpatschew und remisierte mit IM Juri Boidman, GM Mathias Womacka und vor allem auch dem jungen deutschen GM Dennis Wagner! Damit nicht genug: …Mehr

Alexej Schirow holt mit OSG Baden-Baden zehnten Titel in Folgemetz

 

Von Hartmut Metz
Der „Hexer von Riga“ ist „froh, dass ich seit zehn Jahren hier spielen darf“, betont Alexej Schirow. Wolfgang Grenke, Sponsor der OSG Baden-Baden erweist sich als Schach-Gourmet und ist ebenso „froh, dass wir einen Spieler wie Schirow haben, der immer aufregende Partien spielt“. Während der Lette offensichtlich ein starkes Herz fern der Infarkte zu haben scheint und ungerührt am Brett sitzt, genießen die Fans die Thriller mit für sie ungewissem Ausgang. Schirow bot solch ein Schauspiel erst wieder am Sonntag in Baden-Baden gegen Marcin Szelag. Der für Rostock spielende Pole wusste nicht, wie ihm geschah, und genoss später gebannt wie entspannt die Analyse seiner Niederlage mit dem Vizeweltmeister von 2000. Schirow ist aber nicht nur zusammen mit Wassili Iwantschuk der unberechenbarste Weltklasse-Großmeister. Der in Anlehnung an seinen großen Landsmann und Weltmeister Michael Tal ebenfalls „Hexer von Riga“ getaufte 42-Jährige dürfte vermutlich auch der erfolgreichste Vereinsspieler der Welt sein… Mehr

Maria Musitschuk bezwingt im WM-Finale Russin Pogonina – Von Hartmut Metz

 

Der Sieg ist für das ganze Land eine besondere Genugtuung: Eine Ukrmetzainerin schlägt im WM-Finale eine Russin – und das auch noch im russischen Olympia-Ort Sotschi! In der kriegsgeplagten Ukraine steigt Maria Musitschuk zur Nationalheldin auf. Die Schach-Großmeisterin aus Lwiw bezwang Natalia Pogonina mit 2,5:1,5. Die Partien eins, zwei und vier endeten mit Friedensschlüssen. Das dritte Duell entschied die neue Weltmeisterin für sich. Die 22-Jährige bekam bei der Siegerehrung nicht nur einen großen Teil des Fest-Kuchens ab, sie partizipierte auch mit 60000 Dollar am meisten vom 450000 Dollar großen Preiskuchen. Pogonina erhielt halb so viel wie ihre Bezwingerin. Nimmt man die Ratingzahl als Maßstab, durfte sich eher Musitschuks Schwester Anna Chancen auf die WM-Krone ausrechnen. Sie war schon mehrfach Weltranglistenzweite und steht aktuell auf Position sechs – Maria liegt „nur“ auf Platz zwölf. Doch dass die zwei Jahre jüngere Großmeisterin sich zuletzt prächtig entwickelt hatte, blieb nicht verborgen: Viktoria Cmilyte zeigte sich beim letzten gemeinsamen Bundesliga-Kampf für die OSG Baden-Baden äußerst beeindruckt „von Marias Spiel“.,, Mehr

Ukrainerin Maria Musitschuk gegen Russin Pogonina favorisiert

 

Musitschuk – Koneru: Ein Damenopfer erzwingt die sofortige (schwarze) Kapitulation

Von Hartmut Metz
Anna Musitschuk umarmt ihre zwei Jahre jüngere Schwester vor Freude – was der Weltrang- listensechsten misslang, gelang Maria Musitschuk: Die Ukrainerin zog ins Endspiel der Frauemetzn-WM ein. Die 22-Jährige trifft in Sotschi in maximal vier Partien auf Natalia Pogonina. Der Einzug der Russin kam noch überraschender: Schließlich steht die Juristin nur auf Platz 39 der Weltrangliste. Maria Musitschuk ist immerhin Zwölfte und somit im Finale klare Favoritin. Aber das will nicht viel heißen bei dieser Schach-WM. Favoritenstürze waren Alltag – und die beiden stärksten Damen spielten ohnehin nicht mit: Die jahrzehntelang herausragende Judit Polgar war 2014 zurückgetreten. Zudem hatte die 38-Jährige stets Frauen-Wettbewerbe mangels Herausforderung gemieden. Und die Weltranglistenerste und Titel- verteidigerin Hou Yifan war erst gar nicht bei dieser WM im K.o.-Modus angetreten. Die Chinesin hatte wegen einer schon lange zuvor eingegangenen Turnierverpflichtung auf Hawaii abgesagt, die mit der verschobenen WM kollidierte. Hou dürfte jedoch bei einem WM-Match gegen die neue Weltmeisterin die Gelegenheit erhalten, sich die Krone zurückzuholen. In ihrer Abwesenheit pflügte zunächst Humpy Koneru durchs Feld… Weiter

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