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Kolumne

Ein Exklusiv-Beitrag für den Schach-Ticker von KLAUS TRAUTMANN, Frankfurt/Oder

 

GM Thomas Paehtz gegen GM Dr. Malich

GM Thomas Paehtz gegen GM Dr. Malich

Mein Freund Horst Ewald war ein angesehener und sympathischer Schachfreund, ein mit vielen Talenten ausgestatteter Schreiber und Zeichner und in den jungen Jahren Spitzenspieler des Oderbezirkes. Einmal hielt man ihn für mehr, für viel mehr.

 

Im September 1979 fand im Casino des Berliner Stadions der Weltjugend ein Großmeisterturnier statt, an dem neben den acht Meistern aus den befreundeten Ländern ebenso viele DDR-Spieler vom Groß- bis zum Nationalen Meister teilnahmen. Es siegte schließlich der 58-jährige Exweltmeister Wassili Smyslow vor dem punktgleichen Ungarn Istvan Csom und einem weiteren Russen, Wladimir Bagirow. Als bester Deutscher kam Großmeister Lothar Vogt auf den fünften Platz.

 

Wenn es sich irgendwie einrichten ließ, fuhr Horst Ewald, begünstigt durch seinen Freifahrtschein als Lok-Sportler, von Eberswalde zu den einzelnen Runden in die Hauptstadt. Die gute Stunde Fahrzeit verbrachte er mit unterhaltsamen Analysen auf dem Steckschach.

 

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Die „Künstler-Partie“ und der wunderbare Vorteil, eine Dame zu sein – Eine Kolumne von ROSEMARIE J. PFORTNER

 

Natürlich ist das Internet ein idealer Platz, um neue Ideen und Anregungen zu finden. So ist uDame2.16.Zug.grossnser Webmaster Franz Jittenmeier auf das Portal KUNST & SCHACH [http://www.kunstundschach-rjp.com/] von RoseMarie J. Pfortner gestoßen. Unsere Anfrage, ob Sie nicht monatlich eine Kolumne zu diesem Thema schreiben könnte, fand sofort ihre Zustimmung, und so erschien am 15. Oktober ihr erste Beitrag [ http://www.chess-international.de/Archive/29323 ] in der gleichnamigen Kolumne. Heute nun folgt mit Die „Künstler-Partie“ und der wunderbare Vorteil, eine Dame zu sein, ihre dritte Geschichte.

 

Das Schachspiel ist unvergleichlich,

ein königliches, ein kaiserliches Spiel.“

 

                                                                                   [Napoleon Bonaparte]

 

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Lesenswerter „Schachkalender 2015“: Robert Hübner würdigt großen Meister und Komponisten Philidor
Von Hartmut Metz

 

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Der „Schachkalender“ bleibt auch im 32. Jahr eine Wundertüte. Der neue Band für das Jahr 2015 listet nicht nur die Geburtstage und Todestage der wichtigsten Persönlichkeiten des königlichen Spiels, Bundesliga-Infos oder Weltranglisten auf. Kaufenswert machen ihn jedes Mal vor allem die vielen kleinen Geschichten auf den gebundenen 320 DIN-A6-Seiten (Edition Marco, 14,80 Euro)!
In diesen geht es um das Musical in Lettland, mit dem der „Hexer von Riga“, Michail Tal, jetzt gewürdigt wird, oder Jacques Mieses, den „unterschätzten Meister“. Dessen Karriere beleuchtet der langjährige Baden-Badener Michael Dombrowsky. „Ist das Leben wie eine Partie Schach?“, fragt Gregor Strick hintergründig – und ganz tiefgründig wird es, wenn Robert Hübner schreibt. Der begnadete Altsprachen-Forscher und ehemalige Weltranglistendritte aus Köln widmet sich auf 22 Seiten dem schillernden Leben von François-André Philidor. Der Franzose war im 18. Jahrhundert nicht nur der herausragende Schachspieler und ein erster großer Lehrmeister mit Kernsätzen wie „Die Bauern sind die Seele des Spiels“… weiterlesen

Bessere Nerven und stabileres Spiel geben Ausschlag für WM-Sieg / Zufriedener Verlierer Anand: „Carlsen ist mir überlegen“
Von Hartmut Metz

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„Ich muss zugeben, er ist mir überlegen“, räumt Viswanathan Anand nach seiner Niederlage gegen Magnus Carlsen im russischen Sotschi unumwunden ein. Der Norweger gewann eine Woche vor seinem 24. Geburtstag das Revanche-Match um die Schach-WM vorzeitig mit 6,5:4,5. Die Siege in der zweiten, sechsten und abschließenden elften Runde bescherten dem Weltmeister 900000 der 1,5 Millionen Dollar Preisgeld. Sein Vorgänger aus Indien konnte nur die dritte Begegnung für sich entscheiden. Entscheidend war die sechste Partie, in der Carlsen wie ein Kreisliga-Spieler patzte – der Herausforderer hatte jedoch nicht mit einem „Geschenk gerechnet“ und ließ die einmalige Chance in der WM-Geschichte ungenutzt verstreichen. So hieß es 3,5:2,5 für den Titelverteidiger statt für den Inder.  Anand versuchte bis zum Schluss alles, doch mehr als vier weitere Remis kamen nicht heraus. „Offensichtlich verliere ich als Erster die Nerven“, analysiert der unterlegene Herausforderer und wähnt den zuweilen fast schläfrig am Brett wirkenden Weltranglistenersten „psychologisch“ im Vorteil… Mehr

Magnus Carlsen hat „extrem viel Glück“ in der sechsten WM-Partie
Von Hartmut Metz

 

Der dickste Patzer ist es nicht in der WM-Geschichte gewesen – aber der erste, der eine Gewinn- direkt in emetzine Verluststellung verwandelte. Darauf verweist Garri Kasparow – und der Ex-Weltmeister mit kroatischem Pass dürfte es genau wissen: Schließlich hat er eine Buch-Reihe über seine Vorgänger verfasst. Sein kurzzeitiger Schützling Magnus Carlsen hat im WM- Match gegen Viswanathan Anand einen fürchterlichen Fehler begangen. Doch sein indischer Herausforderer war ebenfalls wie vernagelt und ließ die einmalige Chance auf die Führung im WM-Duell ungenutzt verstreichen. Beide Spieler entdeckten das Malheur erst, als sie „ihren Zug ausführten“, gestanden sie. Unglaublich, denn Anand hätte wohl in 99 von 100 Blitzpartien die taktische Möglichkeit sofort erkannt und genutzt. Nachdem Carlsen der Atem stockte während des Wartens auf des Gegners Antwort, konnte der 23-Jährige danach aufatmen und seine weiterhin überlegene Position doch zur 3,5:2,5-Führung in Sotschi verwerten. „Wenn der Springer auf e5 schlägt, hätte mich das den WM-Titel kosten können“, wusste der Norweger bei dem mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Wettkampf und schob nach, „ich hatte extrem viel Glück!“ Der Weltranglistenzweite Fabiano Caruana twitterte als Beobachter im Web: „Schockierende Patzer … Vishy wird heute Nacht nicht schlafen können.“ … Mehr

Schach hat manchen Schriftsteller zu genialen Werken inspiriert
Von Hartmut Metz

 

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Die größte Tragik mit Schach verbindet Stefan Zweig. Im Exil in Brasilien vollendete der Wiener Autor die „Schachnovelle“, verschickte die Typoskripte an drei Verleger – und beging tags darauf am 23. Februar 1942 in Petropolis zusammen mit seiner Gattin Lotte Selbstmord. Das anfänglich nur 300 Mal gedruckte Werk sollte das berühmteste von Zweig werden: Weit mehr als 1,2 Millionen Exemplare wurden von der fesselnden Geschichte über den tumben Schach-Weltmeister Czentovic verkauft. „Königin der Spiele oder Tummelfeld von Verrückten? Schach nimmt eine einzigartige Stellung in der westlichen Kultur ein und hat unzählige Schriftsteller inspiriert. Spektakulär und raffiniert, perfid und humorvoll, realistisch und grotesk – die Rolle des Schachspiels in der Literatur scheint unerschöpflich“, schreiben Richard Forster und Ulla Steffan. Die beiden haben im Unionsverlag das wunderbare Bändchen „Auf die Dame kommt es an“ (14,95 Euro) zusammengestellt, das auf 192 Seiten Ausschnitte aus der Weltliteratur kredenzt, die sich mit dem königlichen Spiel befasst. Es sind 15 Beispiele, die die Magie der Könige, Figuren und Bauern erspüren und selbst dem größten Laien verständlicher machen… Mehr

Über entshotscheidende Fehler in WM-Partien – Eine Betrachtung aus aktuellem Anlass von RAYMUND STOLZE

 

Am heutigen Donnerstag [13. November] steht im WM-Duell in Sotschi der zweite Ruhetag an. Nach dem ersten Drittel steht es zwischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und seinem Herausforderer Viswanathan Anand wie vor einem Jahr 2:2. Allerdings gibt es den feinen Unterschied, dass sich die beiden Kontrahenten seinerzeit viermal remis getrennt hatten, während diesmal bereits zwei Partien entschieden worden sind. Ich hoffe, dass der Inder den Spielfilm von Chennai längst gestrichen hat, denn da folgte ja in Runde 5 und 6 der vorentscheidende Doppelschlag des Norwegers, von dem sich Vishy nicht mehr erholte.

 

Und irgendwie schienen die meisten seiner Fans tief erschüttert zu sein, als ihr Idol in der zweiten Partie anstatt 34…Dd2 zu spielen mit 34…h5?? einen fatalen Aussetzer hatte. Nach 35.Db7 musste Anand sofort aufgeben – es gab keine Rettung mehr.

Kreativer Ansatz hievt US-Programm an die Computer-Spitzemetz
Von Hartmut Metz

 

„,Komodo bringt Kreativität zurück ins Schach“, behaupten die Werbestrategen der Hamburger Software-Schmiede Chessbase. Das mag für das menschliche Schach nicht gelten, denn die Eröffnungsvorbereitung verlangt im Spitzensport immer mehr Heimanalyse mit den Rechnern. Doch bei den Schach-Programmen hat sich „Komodo 8“ mit einem kreativeren Ansatz vor die bisherigen Top-Engines „Houdini“ und „Rybka“ geschoben. Der Amerikaner Mark Lefler, der „Komodo“ von dem 2013 an Leukämie verstorbenen Don Dailey übernahm, vertraut bei seinem Programm auch auf menschliche Stellungsbewertungen. Mit Larry Kaufman hat er einen Großmeister und Computer-Experten zur Hand, der automatisierte Bewertungen der Rechner verringert und subtilere Einschätzungen von Materialverteilungen vornimmt. Vor allem Damen werden überschätzt, glaubt Kaufman dabei an besondere „Fehlurteile“. Zudem stimmte der US-Großmeister die gängige Eröffnungstheorie mit den humanoiden Partien ab – wobei sich die Frage stellt, ob überhaupt noch menschliche Eröffnungszüge im Spitzenschach gemacht werden angesichts der weit größeren Spielstärke der Engines (siehe Partie)…  Mehr

Das Magazin „Karl“ und die Liebe zum Unentschiedenmetz
Von Hartmut Metz

 

Er war der gutmütigste Gegner, den man sich denken konnte, fast jederzeit und gegenüber jedem Gegner mit Remis einverstanden. Aber wehe, wenn man offensichtlich auf Gewinn gegen ihn spielte, dann wurde er wild!“, berichtete Friedrich Sämisch über seinen Wettkampf 1922 gegen Richard Teichmann. Der Einäugige war ein großer Schachspieler – doch „denkbar gering war sein Ehrgeiz. Denkbar groß dagegen sein Bedürfnis nach friedlichem Behagen“, ergänzt Rudolf Spielmann, der selbst kein Opfer im Kampf um den Sieg scheute. So wurde Teichmann zum Inbegriff des Remis-Spielers. Nimmt man seinen Sieg beim legendären Turnier 1911 in Karlsbad aus, erhielt der Thüringer aus gutem Grund den Spitznamen „Richard der Fünfte“ – weil er häufig in Turnieren auf dem fünften Platz landete … In dem Zweikampf mit Sämisch schob Teichmann abrupt alle Figuren zusammen und beendete eine Partie mit dem noch heute im Schach geläufigen Bonmot: „Genug des Stumpfsinns, remis!“ … Weiter

OSG Baden-Baden steht in der Bundesliga vor Jubiläums-Titel
Von Hartmut Metzmetz

 

Hat die Langeweile ein Ende? In der Schach-Bundesliga zieht die OSG Baden-Baden seit 2006 einsam ihre Kreise. Seit Sven Noppes das Amt als Kapitän und Organisator übernommen hat, eilen die Kurstädter von einem Titel zum nächsten. Die zehnte deutsche Meisterschaft in Folge wäre ein Meilenstein. Rivalen wie die SG Köln-Porz, SG Solingen oder Werder Bremen haben mittlerweile die Herausforderung um Platz eins aufgegeben. Porz zog sich gar in die Zweite Bundesliga zurück, weil Mäzen Wilfried Hilgert keinen Sinn mehr darin sah, der OSG Paroli zu bieten – Baden-Badens Sponsor Wolfgang Grenke verpflichtete doch immer die besseren Spieler bis hin zu den Weltmeistern Viswanathan Anand und Magnus Carlsen. Doch nun könnte dem Abonnementmeister ein ernsthafter Rivale erwachsen: In Schwäbisch Hall, das bisher eher durch die gleichnamige Bausparkasse bekannt ist, marschierte ein Team aus der Landesliga durch bis ins deutsche Oberhaus. Dort wird der Aufsteiger nun mit dem ehemaligen Vizeweltmeister Boris Gelfand&Co. zum ersten OSG-Jäger. „Die haben durchaus Chancen“, bestätigt Arkadij Naiditsch… Mehr

Psychoanalytiker Reuben Fine vor 100 Jahren geboren
Von Hartmut Metz

 

metz

Als Psychoanalytiker ist Reuben Fine zumindest einmal nicht sonderlich geschickt vorgegangen: Der Amerikaner, der heute vor 100 Jahren in New York zur Welt kam, beteiligte sich an einer spiritistischen Sitzung. Als der Schach-Großmeister gefragt wurde, ob er mit einem Geist Kontakt aufnehmen wolle, nannte Fine seinen legendären Landsmann Paul Morphy. Dieser erschien angeblich auch, woraufhin Fine über das Medium das Wort an ihn richten durfte: „Bitte fragen sie ihn, ob Schwarz im Evans-Gambit im sechsten Zug mit dem Läufer den Bauern auf b4 schlagen oder lieber nach b6 ausweichen soll.“ Dem Vernehmen nach sei Fine froh gewesen, die Séance mit heiler Haut verlassen zu können … Mit Morphy hat der Jubilar eines gemein wie mit Bobby Fischer: Ihre ersten Auftritte in Europa sorgten für Aufsehen, weil das Trio durchweg grandiose Ergebnisse erzielte… Mehr

Katerina Lagno heizt russisch-ukrainische Konflikte anmetz
Von Hartmut Metz

 

Schach als politisches Spiel hat eine lange Tradition: Die Sowjetunion wollte dereinst die geistige Überlegenheit des Proletariats beweisen und förderte den Denksport extensiv. Das hat sich im Kreml zwar mittlerweile geändert – doch Russland stand wieder im Mittelpunkt, als es Aufruhr vor der Schach-Olympiade in Norwegen gab: Katerina Lagno wechselte die Fronten. Die in Moskau lebende damalige Weltranglistensiebte schloss sich der russischen Schach-Föderation – in dem Fall besonders brisant, weil die 24-Jährige zuvor für die Ukraine am Brett gesessen hatte. Zur Ehrenrettung von Lagno sei erwähnt, dass sie die Verbands-„Rochade“ schon länger geplant hatte. Ohne den Ukraine-Konflikt wäre sie nicht zum Politikum hochgekocht, weil derlei häufiger passiert. Angesichts der russischen Invasion im Nachbarland versuchten die Ukrainer diesmal jedoch, die mögliche einjährige Sperre beim Schach-Weltverband FIDE durchzusetzen… Mehr

Liechtensteiner Nationalspieler Ferster gewinnt Bezirkstitelmetz
Von Hartmut metz

 

Schach-Olympiade am Polarkreis im norwegischen Tromsø – mittelbadische Meisterschaft in Ottenau. Fast Brett an Brett mit Weltmeister Magnus Carlsen – nun im Duell mit Kleinmeistern bei den Bezirks- titelkämpfen. Fabian Ferster hat sich an die Extreme gewöhnt. Der Gaggenauer kämpft regelmäßig für seinen Heimatklub SK Ottenau in der fünften Liga, der Bereichsklasse – und schnuppert als Nationalspieler des kleinen Fürstentums Liechtenstein alle zwei Jahre bei der Mannschafts-WM die Luft der großen Schachwelt. Bei der Olympiade belegte seine Auswahl Rang 119 unter 177 Teams und erfüllte als Nummer 121 der Setzliste die Erwartungen. Dies galt auch für Ferster selbst, der als Spitzenspieler vier von neun Punkten holte. „Die Qualität war nicht so hoch in meinen Partien: Gute Stellungen verlor ich, schlechte gewann ich“, analysiert der 28-Jährige objektiv und ärgert sich vor allem darüber, dass er zum Auftakt den argentinischen Großmeister Sandro Mareco „überspielte und dann unterlag“… Mehr

Naiditsch setzt sich bei deutscher “Supermeisterschaft“ durchmetz
Von Hartmut Metz

 

„Wenn man ein Turnier gewinnt, ist man zufrieden“, unterstreicht Arkadij Naiditsch. Der Großmeister der OSG Baden-Baden zeigte sich trotz der soliden Ausbeute von 5:2 Punkten wenig begeistert von seinem Spiel bei den Grenke Chess Classic. Vor allem seine Niederlage gegen Nachwuchs-Hoffnung Matthias Blübaum (Werder Bremen) geißelte der Weltrang- listen-34. als „katastrophal. So zu verlieren“, nimmt der Sandweierer bezüglich der zweiten Runde der „deutschen Supermeisterschaft“ kein Blatt vor den Mund, sei „keine gute Basis für ein Turnier und war furchtbar“. Die nächste Partie „entschied“ laut Naiditsch den mit mehr als 20 000 Euro dotierten Wettbewerb, an dem alle nationalen Topspieler teilnahmen: „Dass ich gegen Georg Meier so schnell gewann, war wichtig für das Turnier.“ Bis dahin führte der zuletzt so überzeugende Nationalmannschafts- und Vereinskollege. Anschließend brach Meier ein – frustriert von der Schlappe in 25 Zügen und zermalmt von der Doppelbelastung: … Mehr

Italienischer Überflieger gewinnt beim stärksten Turnier der Schach-Geschichte sieben Partien in Folge
Von Hartmut Metz

 

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Das war “deprimierend“, scherzte Weltmeister Magnus Carlsen nach dem Sinquefield Cup in St. Louis. Der Norweger hatte zwar nach zehn Runden mit 5,5 Punkten einen akzeptablen zweiten Platz beim stärksten Schachturnier aller Zeiten belegt – doch den 23-Jährigen trennten Welten vom Sieger. Drehten sich in den letzten Jahren die Schlagzeilen meist um den Aufsteiger aus dem hohen Norden, ist plötzlich ein Großmeister aus dem tiefen Süden Europas in aller Munde: Fabiano Caruana. Der in Miami geborene Italiener deklassierte nicht nur die Konkurrenz. Der 22-Jährige hielt die Schach-Fans Runde für Runde mehr in Atem! Nach drei, nach vier, nach fünf und auch nach sechs Siegen dachte jeder, seine Siegesserie müsse endlich brechen – doch Caruana baute sie gegen die fünf Rivalen, die durchweg in den Top Ten stehen, auf sieben Erfolge hintereinander aus! Das gab es noch nie in solch einem erlesenen Feld. Und selbst in Durchgang acht hatte der Weltranglistendritte gegen den Branchenführer Carlsen erneut Siegchancen… Mehr

Italiener startet beim stärksten Turnier der Schach- Historie mit sieben Siegen
Von Hartmut Metz
metz

„Allmählich gehen uns die Superlative aus“, räumt selbst der sonst so wortgewaltige Yasser Seirawan ein. Dem US-Großmeister bleibt immer mehr die Spucke weg angesichts der Leistungen von Fabiano Caruana. Der Italiener wurde bereits nach vier Runden nur noch als „Mister Perfect“ bezeichnet, weil der Weltranglistendritte beim stärksten Schach-Turnier aller Zeiten bis dahin sensationell alle Partien gewann. Obwohl alle sechs Teilnehmer in den Top Ten stehen und Caruana auch mal mit einem Remis zufrieden gewesen wäre, baute der in Miami geborene Italiener seine Bilanz weiter aus! Als Wesselin Topalow zu Beginn der zweiten Hälfte erneut aufgeben musste, befand er mit Blick auf die 6:0 Zähler des Spitzenreiters: „In der Geschichte ist das höchstens noch mit den 6,5:0,5 Punkten von Anatoli Karpow im spanischen Linares 1994 zu vergleichen… Mehr

Weltranglistenerste Judit Polgar tritt nach Schach-Olympiade ab
Von Hartmut Metz

 

Dem Schach bleibt die beste Spielerin aller Zeiten treu – an Wettbewerben will Judit Polgmetzar aber künftig nicht mehr teilnehmen. Bei der Schach-Olympiade im norwegischen Tromsö feierte die 38-Jährige noch einmal einen schönen Erfolg: Mit dem ungarischen Männer-Nationalteam holte die Budapesterin hinter China die Silbermedaille. „Ich hielt es für den richtigen Moment, jetzt nach mehr als 30 Jahren Turnierschach den Rücktritt von diesem schönen Spiel zu erklären“, erläutert Polgar, die ein Vierteljahrhundert lang ununterbrochen die Weltrangliste der Frauen angeführt hatte! Mit zwölf Jahren übernahm sie bereits die Spitze und brach im Alter von 15 Jahren und vier Monaten den Rekord von Legende Bobby Fischer als jüngster Herren-Großmeister.

Eine Weile zählte Polgar auch zu den Top Ten der Männer. Nun will sich die Mutter „mehr Zeit für meine zwei Kinder, den zehnjährigen Oliver und die achtjährige Hanna, nehmen“. Außerdem möchte die Frohnatur die Arbeit ihrer vor zwei Jahren gegründeten „Judit Polgar Foundation“ forcieren und „nun mehr Werbung fürs Schach“ machen. „Besonders gilt dies für die Ausbildung mit meinem Lernprogramm ,Schach-Palast’, das schon an fast 100 Schulen in Ungarn genutzt wird“, berichtet Polgar von ihren Plänen… Mehr

Baden-Badener gelingt Kunststück bei der Schach-Olympiade
Von Hartmut Metz

 

Siege über Weltmeister sind rar. Noch größeren Seltenheitswert besitzen Siege über Weltmeister bei Schach-Olympiaden, der alle zwei Jahre stattfindenden Mannschafts-WM des Denksports. Erst einem Deutschen war das gelungen: Die DDR-Legende Wolfgang Uhlmann bezwang 1962 in Warna den sowjetischmetzen Weltmeister Michail Botwinnik. Das Kunststück wiederholte nun Arkadij Naiditsch in Tromsö. Der Baden-Badener schlug Magnus Carlsen und sicherte so dem deutschen Quartett den Sieg über Gastgeber Norwegen.

 

„Ich habe großen Respekt vor Carlsen – aber keine Angst!“, wollte Naiditsch einfach seine beste Leistung abrufen, auch wenn der Weltranglisten-38. sein „Leistungsvermögen objektiv betrachtet“ deutlich hinter der Nummer eins einordnet. Mit ein Grund: „Mir fehlt es leider an Konstanz. Mir passieren manchmal Einsteller – da willst du am liebsten aufhören …“, gesteht der deutsche Spitzenspieler. Ohne die Aussetzer würde sich der 28-Jährige durchaus die Top Ten zutrauen. Naiditsch und Georg Meier an Position zwei spielten eine gute Olympiade. Doch weil Daniel Fridman, Debütant Liviu-Dieter Nisipeanu und David Baramidze weniger überzeugten, landete die deutsche Auswahl mit 14:8 Punkten nur auf Platz 30 unter 150 Teams.

 

In der siebten Runde kassierte Carlsen beim 1,5:2,5 der Norweger gegen Deutschland seine erste Niederlage. Auch gegen den Serben Ivan Saric zog der Weltmeister den Kürzeren. Mit 6:3 Punkten schnitt Carlsen letztlich ähnlich ab wie Naiditsch, der 5,5:3,5 Zähler holte.
 

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Putin-Getreuer Iljumschinow bleibt Präsident des Weltverbands

Von Hartmut Metz

 

Für Garri Kasparow hat der Kampf fast so ein Debakel ergeben wie in der russischen Politik – oder genau genommen: Es war auch diesmal russische Politik. Nachdem der 13. Weltmeister der Schach-Geschichte in Russland mutig Opposition gegen Wladimir Putin betriebenmetz hatte und nach mehreren Verhaftungen am Schluss nach Kroatien flüchtete, zog der 51-Jährige erneut den Kürzeren gegen den Kreml-Fürsten – diesmal indirekt: Kirsan Iljumschinow sicherte sich in der Schlammschlacht mit Kasparow die Unterstützung Putins. Der trug natürlich gerne sein Scherflein bei, um den lästigen Gegenspieler als Präsident des Schach-Weltverbands FIDE zu verhindern.
 

Während der Olympiade in Tromsö votierten die 174 in Norwegen vertretenen Verbände für den Amtsinhaber. Iljumschinow erhielt 110, Kasparow nur enttäuschende 61 Stimmen, drei Zettel waren ungültig. Das Ergebnis für den Ex-Weltmeister, der vom amerikanischen Milliardär Rex Sinquefield unterstützt wurde, fiel prozentual gesehen noch schlechter aus als bei den Niederlagen jeweils vier Jahre zuvor für Legende Anatoli Karpow und den Manager und früheren Turnierorganisatoren Bessel Kok, die den seit 1995 umstrittenen Kalmücken an der Spitze der FIDE ablösen wollten. Die neutrale Haltung des Deutschen Schachbunds (DSB) honorierten die Delegierten: DSB-Präsident Herbert Bastian wurde überraschend zu einem der zehn Vizepräsidenten gewählt… Weiter

Renommierte Barsbütteler Künstlerin Elke Rehder befasst sich mit den ersten Tageszeitungs-Kolumnen und Zeitschriften des königlichen Spiels
Von Hartmut Metz
 


Diese Schachkolumne ist inzwischen weit mehr als 1 000 Mal erschienen; Samstag für Sammetzstag, seit einem Vierteljahrhundert. Die erste deutschsprachige Schach- spalte in einer Tageszeitung fand sich 1828 in der „Berliner Stafette“. 101 Jahre hielt das Blatt durch, ehe es kurz nach der Namensänderung in „Allgemeines Oppositionsblatt“ 1929 in der Wirtschaftskrise nicht mehr genügend oppositionelle Käufer fand. In dem Jahrhundert zuvor gehörte eine Schachspalte zum guten Ton einer jeden Tageszeitung. Eine reine Schachzeitung gründete Louis-Charles Mahé de La Bourdonnais als Erster. Der 19-Jährige von der Insel La Réunion fand im berühmten Pariser „Café de la Regence“ nach zwei Jahren keinen ebenbürtigen Gegner mehr und galt von 1821 an bis zu seinem Tod 1840 als stärkster Spieler der Welt. Obwohl er 1836 die erste Schachzeitung, „Le Palamède“, gründete, starb der Franzose mit 45 völlig verarmt in London. 1846 erschien die erste „Deutsche Schachzeitung“ von Hermann Hirschbach in Leipzig. Während sie nur drei Jahrgänge überlebte, wurde die im Juli 1846 in Berlin gegründete „Schachzeitung“ bis heute bewahrt und ging nach mehreren Umbenennungen im heute noch herausgegebenen „Schach“ auf. Die Historie der Schachspalten hat Elke Rehder interessant in ihrem Band „Schach in Zeitungen des 19. Jahrhunderts“ (Edition Jung, 29,80 Euro) aufbereitet…. Mehr

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