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Kolumne

Rumäne Dieter Nisipeanu wechselt zum Deutschen Schachbund

Von Hartmut Metz

 

Die Nachricht schlug Anfang April wie eine Bombe im deutschen Schach ein: Liviu Dieter Nisipeanu verstärkt die Auswahl des Deutschen Schachbundes (DSB). Der „Transfer-Hammer“, wie die DSB-Webseite titelte, steht auf Platz 58 der Weltrangliste und ist mit einer Ratingzahl vometzn 2 686 Elo hinter Arkadij Naiditsch die neue deutsche Nummer zwei. Als größter Erfolg des Neuzugangs gilt der Sieg bei der Einzel-Europameisterschaft 2005. Bundestrainer Dorian Rogozenco nominierte den 37-Jährigen auch gleich für die Schach-Olympiade im norwegischen Tromsö (1. bis 14. August). Mit der „Verstärkung“ Nisipeanu traut der Hamburger Großmeister der Auswahl durchaus einen Platz „in den Top Ten“ zu.

 

„Ich wollte schon seit ein paar Jahren für Deutschland spielen, aber mir fehlte einfach der Mut, mit jemandem vom DSB darüber zu sprechen“, gestand Nisipeanu, der nach einem Zwist seit 2009 nicht mehr für den rumänischen Verband ans Brett ging. Der Siebenbürgener mit deutschen Wurzeln macht sich nun auch Gedanken, ob er seinen Wohnsitz womöglich nach Baden-Baden verlegt. Schließlich geht er für die OSG seit Jahren erfolgreich auf Punktehatz. In der Bundesliga-Saison trug Nisipeanu mit sechs Siegen und fünf Remis wesentlich zum neunten Titel in Folge bei. So erfolgreich würde er auch gerne in der Nationalmannschaft mit den Vereinskameraden Naiditsch und Georg Meier spielen, denn: „So einen tollen Empfang seitens des DSB hatte ich nicht erwartet! Jetzt gilt es nur noch gut zu spielen, um mich dafür zu bedanken.“ … Weiter

Anand feiert beim WM-Kandidatenturnier grandioses Comeback

Von Hartmut Metz

 

Viswanathan Anand hat ein glanzvolles Comeback gefeiert. Nachdem er den WM-Kampf gegen Magnus Carlsen sang- und klanglos Ende 201

3 verloren hatte, schrieb ihn nicht nur die ganze Schachwelt ab. Auch der Inder haderte mit sich und erwog gar, das Kandidatenturnier in Sibirien abzusagen. Doch ein Gespräch mit seinem alten Rivalen Wladimir Kramnik bestärkte ihn, doch in Chanty-Mansijk mitzuspielen.

 

Der „Tiger von Madras“ stieg dabei wie Phönix aus der Asche empor! Als einziger blieb Anand in den 14 Runden ungeschlagen und deklassierte die Konkurrenz um einen vollen Punkt (das BT berichtete). „Ich leugne nicht, dass dieses Ergebnis zu den angenehmsten Überraschungen meiner Karriere zählt“, gestand der Ex-Weltmeister nach langer Durststrecke. Dank der 8,5:5,5 Zähler kletterte der Baden-Badener Bundesligaspieler auch in der Weltrangliste wieder auf Platz drei hinter Carlsen und Lewon Aronjan, nachdem der 44-Jährige zuletzt fast aus den Top Ten gefallen war. Favorit Kramnik, der mit sieben Punkten hinter seinem russischen Landsmann Sergej Karjakin (7,5:6,5) nur Dritter wurde, glaubt nun, dass Anand in dieser Form sogar Chancen bei der WM-Revanche gegen Carlsen besitzt. Der Zweikampf soll wieder im Herbst stattfinden. Ein Ausrichter wird noch gesucht… Mehr

Ex-Nationalspieler Helmut Reefschläger feiert 70. Geburtstag

Von Hartmut Metz

 

Ein kleines Geschenk hat sich Helmut Reefschläger schon vorab selbst gemacht. Mit seinem alten Weggefährten Michael Dombrowsky veröffentlichte der Baden-Badener Ende 2013 das Buch „Berliner Schachlegenden“ (Edition Marco, 240 Seiten, 29,80 Euro). Reefschläger trug zu dem Werk die Partieanalysen bei. Am Dienstag feiert der 25-fache Nationalspieler nun seinen 70. Geburtstag.

 

Der Jubilar im Range eines Internationalen Meisters ist immer noch Zweitligaspieler und in Personalunion Kapitän der OSG Baden-Baden II. Mit 6:2 Punkten zählt der unterhaltsame Doktor der Mathematik zu den Stützen des Tabellendritten. Nach Mittelbaden verschlug es den früheren Hamburger durch Dombrowsky, der ihn für die SF Lichtental an Land zog. Später spielte Reefschläger für Oberligist Rochade Kuppenheim, ehe er bei der OSG als Trainer anheuerte… Mehr

Lockerer Carlsen spielt mit seinen Kumpels in der zweiten Liga

Von Hartmut Metz

 

Eine exakte Antwort kann Magnus Carlsen ausnahmsweise nicht geben. Aber auf die Frage eines Fans, wie viele Bier er trinken müsste, um gegen einen Meisterspieler zu verlieren, reagiert der 23-jährige Norweger gewohnt lässig: „Selbst stark besoffen steckt meine Schachstärke und mein Wissen in meinen Knochen“, behauptete der Weltmeister bei der Internet-Fragerunde seiner Anhänger auf dem Social News Aggregator Reddit.com. Zudem verriet Carlsen dort, dass er manchmal unter Konten von Freunden online Schach spielt. „Einige Partien habe ich gewonnen … oder viele“, berichtete der Superstar, um nachzuschieben, „Ihr wärt erstaunt, wenn Ihr wüsstet, gegen wen ich im Internet schon verloren habe!“

Dass es Carlsen im Vergleich zu den meisten seiner Vorgänger auf dem Thron locker sieht, war auch vergangenes Wochenende zu sehen: Da trat der Weltranglistenerste kurzerhand in der zweiten norwegischen Liga zum Aufstiegsspiel mit seinen Kumpels von Stavanger an. Großmeister Wladimir Georgiew staunte nicht schlecht, als er plötzlich Carlsen gegenübersaß! Mit seinem Sieg in 40 Zügen trug der „Mozart des Schachs“ wesentlich zum 3,5:2,5-Erfolg über Nordstrand bei… Mehr

Exweltmeister Anand hat sich im Live Chess Rating durch sein bislang sehr gutes Abschneiden beim Kandidatenturnier nach neun Runden auf Platz 3 vorgearbeitet


Was die aktuelle Live-Rating-Weltrangliste angeht, so ist das Kandidatenturnier in Chanty Mansijsk natürlich nicht ohne Auswirkungen geblieben. Immerhin ringt mit Levon Aronjan, Wladimir Kramnik, Wesselin Topalow, Viswanathan Anand und Sergej Karjakin ein Quintett aus den TOP 10 [Stand 1. März] darum, der erste Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Magnus Carlsen zu werden. Und das ist nur mit einem Sieg in diesem hochkarätig besetzen Wettbewerb [FIDE Kategorie 21/Elo-Durchschnitt 2770] möglich.

 

Den sportlichen Teil hat mein Kollege Thomas zuletzt am zweiten Ruhetag [24. März] – gespielt waren zu diesem Zeitpunkt neun von 14 Runden – sehr sachkundig und dazu interessant berichtet [Link: http://www.chess-international.de/Archive/23988#more-23988].

 

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Abgeschriebener Anand führt beim WM-Kandidatenturnier

Von Hartmut Metz

 

Die Fans hatten ihn alle abgeschrieben. Schlappe zwei Prozent trauten dem „Tiger von Madras“ bei einer Umfrage zu, dass er beim WM-Kandidatenturnier noch etwas reißt. Ja, mancher plädierte gar dafür, Viswanathan Anand solle Platz machen für den kaum halb so alten Italiener Fabiano Caruana, der ihn auch in der Weltrangliste überflügelt hatte. Doch der 44-jährige Inder startete furios mit zwei Siegen und einem Remis in das Turnier, bei dem acht Großmeister den nächsten Herausforderer des neuen Weltmeisters Magnus Carlsen ermitteln.

 

Nach sechs von 14 Runden ist Anand als einziger Teilnehmer noch immer ungeschlagen und führt mit einem halben Zähler Vorsprung. Der Weltranglistenachte weist (zum Redaktionsschluss) kurz vor Halbzeit des Wettbewerbs im russischen Chanty-Mansijsk 4:2 Punkte auf. Favorit Lewon Aronjan folgt mit 3,5:2,5 Zählern. Der Weltranglistenzweite kassierte zum Auftakt des Kandidatenturniers gegen seinen Baden-Badener Vereinskameraden die bisher einzige Niederlage… Mehr

Und täglich Brot für die Großmeister: Turnier in Gibraltar ein Fest

Von Hartmut Metz

 

Die Berberaffen sind nicht weit, wenn Spieler auf dem Felsen ein Schachbrett aufbauen und Nüsse bereithalten. Rasch lassen sich die putzigen Gesellen als „Fotomodelle“ einspannen – klauen diesen Touristen in Gibraltar aber gerne auch mal eine Figur. Die Turnierorganisatoren halten für solche Fälle „mehrere Ersatzspielsätze bereit“, berichtet das „Schach-Magazin 64“ in seiner aktuellen März-Ausgabe.

Aber nicht nur die Berberaffen wissen sich ihr täglich Brot in der britischen Enklave zu sichern – für Schachprofis ist das alljährliche Open ein Fest: Rund 200 000 Euro Preisgeld machen das zehnrundige „Masters“ zu einem der am höchsten dotierten offenen Turniere in der Welt. Deshalb ließen sich heuer 68 Großmeister und 39 Internationale Meister anlocken. Die Organisatoren um Großmeister Stuart Conquest vergessen dabei auch nicht die Damen. Mit 50 000 Euro an Spezialpreisen für das „schwache Geschlecht“ lobt das Tradewise Open mehr als jedes andere privat organisierte Turnier auf dem Globus aus. Den ersten Preis sicherte sich diesmal Marija Musitschuk. Die Baden-Badener Bundesligaspielerin kam wie ihre ukrainische Landsmännin Natalia Schukowa auf stolze 7:3 Zähler, was Platz 19 im Gesamtklassement bedeutete … Mehr

Putin-Kritiker nimmt neue Staatsbürgerschaft an / Duell der Schach-Diktatoren: Kasparow will Iljumschinow als FIDE-Präsident ablösen

Von Hartmut Metz

 

Garri Kasparow ist 2005 als Weltranglistenerster zurückgetreten. Doch auch fern des Schachbretts sorgte das „Ungeheuer von Baku“ danach immer wieder für Schlagzeilen. So erfolgreich wie auf den 64 Feldern bewegte sich der inzwischen 50-Jährige aber nirgends mehr. Immerhin verdient der Ex-Weltmeister Respekt für seine couragierten Auftritte in Russland, wo er mutig Wladimir Putin kritisierte. Doch nach seiner Verhaftung vor 18 Monaten während einer Demonstration für die Punk-Band Pussy Riot und wenig erfolgreicher Opposition hat der in Aserbaidschan als Garik Weinstein geborene Politiker Russland im Juni 2013 den Rücken gekehrt.

 

Vergangene Woche nahm Kasparow die kroatische Staatsbürgerschaft an. Die Verleihung an das Schach-Genie übernahm dabei der kroatische Ministerpräsidenten Zoran Milanovic persönlich an seinem Amtssitz! Ein Beleg für den hohen Stellenwert, den der Denksport im ehemaligen Jugoslawien noch immer besitzt. Kasparow hat schon lange gute Beziehungen nach Kroatien, ihm soll auch ein Haus im kroatischen Badeort Makarska gehören… Mehr

Badische Vereine in der Schach-Bundesliga vom Erfolg verwöhnt

Von Hartmut Metz

 

Die badischen Schachvereine sind die besten – zumindest, wenn man die aktuelle Bundesliga-Tabelle als Maßstab nimmt. Der SV Hockenheim und der SC Eppingen stehen auf den Plätzen zwei und drei mit jeweils 16:4 Punkten. Über allen thront wie seit acht Jahren die OSG Baden-Baden (20:0). Der Titelverteidiger baute vergangenen Samstag beim bisherigen schärfsten Rivalen SG Solingen den Vorsprung auf vier Zähler aus. Das 7:1 bedeutete den 25. Sieg in Folge, tags darauf legten die Kurstädter ein 6:2 über Trier nach.

Die Duelle gegen die anderen Badener folgen zwar noch bei in der zentralen Abschlussrunde in Eppingen (4. bis 6. April) – an der neunten deutschen Meisterschaft der OSG-Herren besteht jedoch kein Zweifel. Notfalls aktiviert Kapitän Sven Noppes wie in Solingen ein paar Weltklassespieler, die der Klub gegen schwächere Gegner nicht braucht. Im Duell beim Verfolger liefen Ex-Weltmeister Viswanathan Anand und Alexej Schirow auf. Der lettische Großmeister machte seinem Namen als „Hexer von Riga“ mit zwei hübschen Siegen einmal mehr alle Ehre… Mehr

Großmeister aus Moldawien neuer Schach-Bundestrainer

Von Hartmut Metz

 

Manch einer hält das Amt für eine Herkulesaufgabe – bis dato findet Dorian Rogozenko es jedoch am schwierigsten, „Kinder großzuziehen“, gestand er im Fragebogen des Magazins „Schach“. Ob der Familienvater aus Hamburg diese Meinung revidiert, kann sich schon bald zeigen. Seit wenigen Wochen fungiert der Großmeister mit moldawischen Wurzeln als neuer Bundestrainer. Er folgte dem vom Deutschen Schachbund (DSB) zum Sportdirektor wegbeförderten Uwe Bönsch. Der Hallenser Großmeister war permanent starker Kritik seiner Nationalspieler ausgesetzt. Insbesondere Frontmann Arkadij Naiditsch nahm kein Blatt vor den Mund.

Sicher mit Blick auf den Baden-Badener sagt Rogozenko deshalb auch: „Ich werde hauptsächlich in zwei Richtungen arbeiten. Einmal versuche ich, einen guten Draht zu den aktuellen Nationalspielern zu bekommen, um ihnen bei ihrer schachlichen Arbeit behilflich zu sein.“ …  Mehr

Armenier Aronjan triumphiert an der niederländischen Küste

Von Hartmut Metz

 

Lewon Aronjan hat beim Traditionsturnier in Wijk aan Zee einmal mehr bewiesen, dass er der schärfste Rivale von Magnus Carlsen ist. Der in Berlin lebende Armenier gewann in Abwesenheit des Schach-Weltmeisters die 76. Auflage des Wettbewerbs an der stürmischen holländischen Küste mit 1,5 Punkten Vorsprung. Der Weltranglistenzweite hätte den Niederländer Anish Giri und den Russen Sergej Karjakin (beide 6,5:4,5) sogar fast um 2,5 Zähler distanziert, hätte Aronjan nicht in der Schlussrunde gegen Loek van Wely seine Gewinnstellung durch einen Patzer vermasselt. So blieb dem 31-Jährigen von der OSG Baden-Baden zwar seine bisher beste Turnierleistung versagt, an Carlsen rückte Aronjan dennoch etwas näher in der Weltrangliste heran… Mehr

Microsoft-Gründer unterliegt Weltmeister in nur neun Zügen

Von Hartmut Metz

 

Erst Google vorgeführt, dann Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eine Lehrstunde erteilt und anschließend auch noch Microsoft-Gründer Bill Gates matt gesetzt – was im Geschäftsleben unmöglich erscheint, erledigte Magnus Carlsen binnen weniger Tage en passant. Der neue Weltmeister demontiert nicht nur seine Konkurrenten auf dem Schachbrett wie Anfang der Woche in Zürich, wo der 23-Jährige das bisher stärkste Turnier der Geschichte vor dem Armenier Lewon Aronjan und Fabiano Caruana (Italien) gewann. Auch die Wirtschaftsmogule beeindruckt Carlsen. „Wow, das war schnell!“, raunte Gates, nachdem er in nur neun Zügen matt gesetzt wurde und die ganze Show 62 Sekunden dauerte. Allerdings spielte der Weltranglistenerste wegen der eigentlich viel zu knappen Bedenkzeit äußerst riskant und stand nach acht Zügen auf Verlust – der Norweger hatte jedoch die Rechnung mit dem „Wirt“ gemacht, Gates nutzte seinen Figurengewinn nicht und stürzte ab wie sein Windows-Programm manchmal … mehr

Weit überlegene Ungarin meidet Frauen-Schachturniere / Bewunderung für Magnus Carlsen

Von Hartmut Metz

 

Ein Vierteljahrhundert immer an der Spitze? Eigentlich im Sport undenkbar. Judit Polgar hat es jedoch vollbracht. Die Ungarin führt seit Januar 1989 die Weltrangliste der Schachspielerinnen an. Nicht nur damals und jetzt wieder, sondern durchgehend jeden Tag über 25 Jahre und mit weitem Abstand! Dabei ist die Budapesterin erst 37 – die Konkurrenz muss angesichts des gewaltigen Abstands fürchten, dass die Mutter zweier Kinder noch einige Zeit einsam an der Spitze steht. Die österreichische Großmeisterin Eva Moser traut dem Ausnahmetalent durchaus zu, noch „weitere zehn Jahre“ zu dominieren.

 

Polgar selbst sieht auch „gute Chancen, wenn ich in Form bleibe, noch ein paar Jährchen anzuhängen“. Doch sie „hofft, dass andere Mädchen kommen und es schaffen, nicht nur Weltmeisterin, sondern absoluter Weltmeister zu werden“. Die weitere Besonderheit bei ihr besteht darin, dass die gewitzte Angriffsspielerin mangels Konkurrenz Frauen-Wettbewerbe stets mied. Nur drei Ausnahmen gibt es: Bei der U16-WM 1986 gewann die damals Zehnjährige Bronze, und zweimal räumte Judit Polgar mit ihren Schwestern Susan und Sofia bei den Mannschafts-Olympiaden 1988 und 1990 Gold-Medaillen ab … Mehr

Foto: Offizielle Seite von Judit Polgar

Wojtaszek gelingt Doppel-Erfolg bei Turnieren in Zürich und Basel

Von Hartmut Metz

 

Für Schach-Großmeister ist Weihnachten nach Weihnachten. Dann beginnen ihre Festtage und sie können ihr Weihnachtsgeld verdienen – besser spät als nie. Am 2. Weihnachtsfeiertag beginnen im deutschsprachigen Raum zahlreiche offene Turniere. Kaum sind dann die letzten Feuerwerksraketen verraucht, geht es wieder ans Brett. Dieser Zweiklang hat sich inzwischen auch in der Schweiz etabliert. Das Gros der 23 Großmeister zog vom mit 30 000 Franken dotierten Zürcher Weihnachts-Open weiter nach Basel, auch wenn es dort in der Spitze für den Sieger nur halb so viel zu verdienen gab.

Radoslaw Wojtaszek schaffte dabei ein ungewöhnliches „Double“: In Zürich triumphierte der Pole ebenso wie beim 16. Basler Schachfestival. Lag der Hamburger Bundesligaspieler bereits in der Finanzmetropole mit 6:1 Punkten einen halben Zähler vor den Konkurrenten, setzte sich der Weltranglisten-37. anschließend noch glanzvoller mit 6,5:0,5 Punkten durch. Doch ganz zufrieden war der topgesetzte Großmeister nicht: „Ich stand auch gegen Alexandr Fier auf Gewinn“, grummelte der Sieger ob des verpassten Optimums in Basel ein bisschen …  Mehr

Eva Moser triumphiert beim Großmeister-Turnier in Augsburg

Von Hartmut Metz

 

Die Doping-Probe hatte Eva Moser schon bei einem Wettbewerb davor abgeben müssen – beim Großmeister-Turnier in Augsburg spielte die Baden-Badener Bundesligaspielerin aber wie gedopt: Mit fünf Siegen führte die 31-Jährige die fünf Männer in den ersten Runden vor. „Einen guten Start hatte ich schon oft“, erzählt die zierliche Österreicherin, die diesmal aber nicht einbrach. In den folgenden vier Partien blieb Moser ebenso ungeschlagen und gewann das Turnier mit sensationellen 7,5:1,5 Punkten. Rang zwei ging an Michael Prusikin (7:2). Mit einem Erfolg über den favorisierten Großmeister vom TV Tegernsee war die Weltranglisten-52. in Augsburg gestartet.

Wie die seit 25 Jahren die Weltrangliste anführende Ungarin Judit Polgar macht sich Moser keinen Gedanken um ihren Status als Frau. „Mich interessiert nicht, dass ich in Österreich die Nummer eins bin. Ich will bei den Männern in die Top Ten und Herren-Großmeister werden“, betont das Aushängeschild der Alpenrepublik, in der sie bei den Aktiven aktuell auf Position 14 geführt wird. Immerhin wurde Moser bereits einmal österreichischer Staatsmeister beim starken Geschlecht. Als „Schach-Profi“ sieht sich die Betriebswirtin nicht, weil sie als Redakteurin vor allem für das Verbandsorgan „Schach-Aktiv“ in Graz arbeitet … Mehr

Jubilar Vlastimil Hort kommentiert mit Partner Pfleger die schönsten Partien der jüngeren Schach-Geschichte: Neue DVD

Von Hartmut Metz

 

Vlastimil Hort feiert heute seinen 70. Geburtstag (Fortsetzung der Schachspalte vom vergangenen Sonntag). Der ehemalige Weltklasse-Großmeister feierte zahlreiche Erfolge: Der sechsfache tschechische Einzel-Meister wurde nach seiner Flucht vor dem Kommunismus nicht nur dreimal deutscher Meister. Noch wertvoller sind seine vielen internationalen Siege, darunter zweimal in Dortmund (1982, 1985). Zudem stellte Hort 1985 mit einem Simultan gegen 636 Gegner eine Bestleistung auf, die ins „Guinness-Buch der Rekorde“ einging. Als Bestmarke galt auch sein Blindsimultan gegen starke Gegner 1977 in Reykjavik. Nach der Darbietung ohne Ansicht der Bretter und Figuren befand Hort: „Das Schwierigste ist, die Züge wieder aus dem Gedächtnis zu radieren.“

Die deutschsprachigen Fans haben ihn als Kommentator ins Herz geschlossen. Der vieljährige Bundesligaspieler der SG Köln-Porz paart unterhaltsamen Plauderton mit tschechischer „Schwärmut“ und sprachlicher Klangfärbung. Als das königliche Spiel noch bis 2005 im Fernsehen kam, stand Hort einmal im Jahr in der WDR-Sendung „Schach der… Weiter

Beliebter Kommentator: Vlastimil Hort als „Soldat Schweijk“

Von Hartmut Metz

 

Man hat immer Angst – wir sind zu materialistisch!“ Vlastimil Hort kleidet seine Analysen gerne in philosophische Sätze. Besonders, wenn sie seine „Schwermut“ bestätigen. In seinem böhmischen Singsang klingt die „Schwärmut“ noch niederdrückender, als sie eh schon ist. Beim heute endenden 16. Schachfestival in Basel ist ihm mittlerweile die „Teilnahme wichtiger als der Sieg, obwohl ich natürlich in jeder Partie gewinnen will“. Schließlich sei Schach für ihn „eine wunderbare Droge geworden“. Wie die berühmte Filmfigur aus seiner Heimat, will er, der brave Schach-„Soldat Schwejk“, daher seinen ganzen Mut zusammennehmen und „ohne Angst spielen“. Eine verwunderliche Aussage für den beliebten Kommentator, der einst zur Weltspitze zählte.

 

Die sonst so übliche „Schwärmut“ befällt Hort nicht, wenn es um die Weltmeisterschaft geht. „Nein, weil ich ein Realist bin, wusste ich, dass es für den WM-Titel nicht reicht“, befindet der Oberhausener im Rückblick, auch wenn der gebürtige Tscheche in seinen „besten Jahren selten eine Turnierpartie verlor. Irgendetwas fehlte mir – was, weiß ich leider nicht, das wissen nur die Schachgötter“. Hort, der am 12. Januar seinen 70. Geburtstag feiert, stand aber während seiner besten Zeiten in den Top Ten … Mehr

Japanischstämmiger Amerikaner gewinnt Turnier in London

Von Hartmut Metz

 

Den stärksten amerikanischen Schachspieler seit Bobby Fischer zeichnet vor allem eines genauso aus wie den schachlichen Übervater: Kampfkraft! Hikaru Nakamura riskiert viel und erleidet manchmal damit Schiffbruch – aber gewinnt auch häufiger! Sein kompromissloses Spiel wirkt sich jetzt positiv in der Weltrangliste aus. Am 1. Januar sollte der 26-Jährige erstmals den Sprung auf Platz drei schaffen. Dann liegen nur noch der norwegische Weltmeister Magnus Carlsen und der Armenier Lewon Aronjan, die in London fehlten, vor ihm. Die beiden dürften mit ihm zusammen die kommenden Titel ausspielen. Chancen könnten außerdem der Italiener Fabiano Caruana und der Russe Sergej Karjakin haben. Von der alten Garde scheint lediglich der 38-jährige Wladimir Kramnik der neuen Generation Paroli bieten zu können… Weiter

Zeichnung: http://ajedrezconhumor.blogspot.com.es/

Taktische Aufstellung beschert deutscher Auswahl kleinen Erfolg / Rogozenco neuer Bundestrainer

Von Hartmut Metz

 

Die deutsche Nationalmannschaft hat an ihren Höhenflug von 2011 nicht anknüpfen können. Die Titelverteidigung bei der Schach-Europameisterschaft in Warschau misslang gründlich: Platz 20 unter 38 Teams bedeutete eine herbe Enttäuschung. Allein Arkadij Naiditsch überzeugte am Spitzenbrett mit 5,5:1,5 Punkten und schob sich dadurch auf Platz 18 der Weltrangliste.

Bereits eine Woche später musste die Auswahl des Deutschen Schachbundes (DSB) erneut an die Bretter: Als Europameister hatte man sich für die Mannschafts-WM in Antalya qualifiziert. Ein Desaster wie bei der EM konnte das Team verhindern. Durch vier Siege – darunter zwei 3:1 gegen die nominell überlegenen Quartette aus Armenien und Aserbaidschan – und 8:10 Punkte belegte die Nationalmannschaft Rang sieben unter zehn Teams. Immerhin ein Platz über der Setzliste beim russischen WM-Erfolg. „Mit insgesamt acht Mannschaftspunkten sollten wir nicht unzufrieden sein, aber es war wirklich mehr drin“, meint Naiditsch und begründet, „wir hatten relativ viel Pech, wir hätten mindestens ein, zwei Mannschaftspunkte mehr holen können.“ … Weiter

Vizeweltmeister plant Comeback beim Meisterturnier des 37. Züricher Weihnachtsopen – Ein Bericht von DR. CHRISTIAN ISSLER

 

Es gibt sie also doch noch, die guten Nachrichten, die wirklich so sind! Am gestrigen dritten Adventssonntag [15. Dezember] erreichte mich eine solche aus der Schweiz. Absender war DR. CHRISTIAN ISSLER. Der Vorsitzende der Schachgesellschaft Zürich, die mit 204 Jahren der mit Abstand ältestes Schachverein der Welt ist, beantwortete mir dabei meine Frage aus dem August, wie es denn seinem Freund Viktor Kortschnoi geht und gab mir gleichzeitig das O K., seinen Bericht zu veröffentlichen.

 

„Wegen der Vorbereitung auf die Zurich Chess Challenge 2014 (www.zurich-cc.com) 1 und meiner Praxistätigkeit bin ich leider vorher nicht dazu gekommen, Ihnen zu schreiben.

 

Diese Frage stellen sich natürlich viele Schachfreunde, nachdem es seit einem Jahr still um den Löwen aus Leningrad geworden ist. Viele erinnern sich sicher an den schönen Sieg über den 60 Jahre jüngeren Nachwuchsstar Fabiano Caruana beim neunten Gibraltar Masters [26.1.-3.2.2011] kurz vor seinem 80.Geburtstag.“

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