Nationale Meisterschaft

Korobov, Anton

Korobov, Anton

Vom 6. bis 17. Dezember 2016 wird in der Ukraine in 11 Runden die Einzelmeisterschaft ausgespielt

 

Teilnehmer:

 

GM Anton Korobov (2692), GM Alexander Areshchenko (2678), GM Alexander Moiseenko (2657), GM Yuriy Kuzubov (2651), GM Zahar Efimenko (2651), GM Andrei Volokitin (2649), GM Martyn Kravtsiv (2645), GM Mikhailo Oleksienko (2615), GM Alexander Kovchan (2585), IM Evgeny Shtembuliak (2478), Vladislav Bakhmatsky (2446), Alexey Solovchuk (2409).

 

Turnierseite

 

Weiterlesen

Die Deutsche Betriebssport-Meisterschaft kürte ihren Meister – Ein Beitrag von Yvonne Ledfuß

 

Heute ging nach 4 Tagen und 7 spannenden Runden die XVI. Deutsche Betriebssport-Meisterschaft im Schach zu Ende. Interessierte Beobachterin der Schlussrunde war die Vizepräsidentin des DBSV, Gabriele Wrede.dsc_3331-1-2-3-platz

 

Nachdem die letzte Partie der Meisterschaft nach mehr als 4 Stunden beendet war – die Meisterschaft zeichnete sich insgesamt allgemein durch faires und kämpferisches Schach aus – begrüßte der Präsident des ZMDI Schachfestival Dresden e.V., Dr. Dirk Jordan, die 35 Mannschaften zur Siegerehrung und übergab das Wort an Frau Wrede. Sie überbrachte die besten Grüße des Vorstandes des DBSV, lobte die Organisation und freute sich gemeinsam mit den Spielern und Organisatoren über eine rundum gelungene Meisterschaft.

 

Die Meistermannschaft kommt in diesem Jahr aus Meißen. Das Team UKA startete in sehr starker Besetzung und wurde seiner Favoritenrolle voll und ganz gerecht. Es gewann sämtliche Begegnungen und holte die Maximalausbeute von 14 Mannschaftspunkten aus sieben Runden. Zweiter wurde AGI Frankfurt. Den dritten Platz belegt das Team Deutsche Post Bonn. Nach der Übergabe der Pokale, der Medaillen und Siegerurkunden wurde zu Ehren des Deutschen Meisters die Nationalhymne intoniert.

 

Turnierseite

Weiterlesen

16. Deutsche Betriebssport – Meisterschaft im Schach 03. – 06. November in Dresden

 

Ev. Kinderheim Herne - Wanne - Eickel gegen SV Osram Berlin 1

Ev. Kinderheim Herne – Wanne – Eickel gegen SV Osram Berlin 1

Mit der im Rahmen des Dresdner Schachherbstes stattfindenden 16. Deutschen Betriebssport – Meisterschaft im Schach erlebt Dresden erneut einen „schachlichen“ Höhepunkt. Nicht zuletzt wegen der guten Organisation hat der Deutsche Betriebssportverband e.V. nach 2014 erneut Dresden als Veranstaltungsort gewählt. Die Deutsche Betriebssport – Meisterschaft ist ein Mannschaftswettbewerb für Vierer – Mannschaften in 7 Runden Schweizer System. Alle Spieler müssen demselben Unternehmen oder derselben Behörde angehören. Fragt man Turnierleiter Martin Sebastian nach besonders interessanten Teams, nennt er sofort das Team des Europäischen Patentamtes. Interessant deshalb, weil dort Spieler unterschiedlicher Nationen vereint sind: ein Schweizer, ein Holländer, ein Spanier und ein Deutscher. Insgesamt sind 35 Mannschaften am Start. Unter den Spielern sind 19 internationale Titelträger, darunter 1 GM, 3 IM, 13 FM und 2 WFM.

 

Zeitplan: Donnerstag, 3.11.2016:  10 Uhr: 1. Runde; 14 Uhr: 2. Runde Freitag, 4.11.2016:  10 Uhr: 3. Runde; 14 Uhr: 4. Runde Samstag, 5.11.2016:  10 Uhr: 5. Runde; 14 Uhr: 6. Runde Sonntag, 6.11.2016:  9 Uhr: 7. Runde; Siegerehrung gegen 13.30 Uhr

 

Zur Siegerehrung wird die Vizepräsidentin des Deutschen Betriebssportverbands e.V., Gabriele Wrede, erwartet.

 

24. Offene Sächsische Senioren Einzelmeisterschaft  31. Oktober – 08. November

 

Weiterlesen

Und Oparin über Oparin Teil zwei

bocharov-oparin
 
Mal was Neues: als Titelbild ein Diagramm – mit Dank an Chessbase (die Software, nicht die Webseite), Grigoriy Oparin der mich informierte und wahrscheinlich eine Engine, die Oparin informierte. Oder fand er es nach (nicht während) der Partie ohne Engine, oder wurde es von einer russischen Quelle erwähnt? Schwarz am Zug, was tun? Oparin nennt es eine „really nice idea“, dass er hier (Schwarz gegen Bocharov im Superfinale der russischen Meisterschaften) mehr hatte als – wie in der Partie gespielt – Dauerschach. Daher wähle ich auch die Kategorie „Faszination Schach“. Leser dürfen, falls gewünscht, zunächst selbst grübeln – oder auch Engines befragen, wobei „meine“ (Gratisversion von Stockfish auf einem Laptop) anderthalb Minuten brauchte und die der Liveübertragung auf chess24 (Einstellungen für Premium-Mitglieder) es erst kapiert, wenn man sie mit dem richtigen schwarzen Zug füttert.

 

Ansonsten: Chess24 hat zu diesem Turnier (und auch sonst) Peter Svidler, der Schachticker hat (mit Dank an chess24) Grigoriy Oparin – Teil eins war nach dem Halbfinale, Teil zwei nun. Bei uns dauerte es etwas länger und ist weniger ausführlich, dafür gibt es zwei Gründe: Chess24 hat Svidler bezahlt, das können wir nicht, und Oparin hat neben Schach auch andere Dinge zu tun. Hat Svidler zwar auch – Frau und Kinder, im Fernsehen Serien oder auch Kricket gucken. Aber vor Ort in Nowosibirsk musste er wohl auf ersteres verzichten, und hat letzteres zumindest verzögert und zuvor direkt nach der jeweiligen Runde seine Partien video-analysiert.

 

Weiterlesen

Sergey Kalinitschew neuer Titelträger – Ein Beitrag von Frank Neumann

 

Fotofinish in der Schlussrunde der Schachmeisterschaft: Großmeister Sergey Kalinitschew liegt einen halben Punkt hinter dem Führenden, dem Lokalmatador und Großmeister Rasmus Svane aus Lübeck.finaltag Mit Schwarz kann Sergey seine Partie gewinnen, Rasmus kommt – ebenfalls mit Schwarz – nicht über ein Remis hinaus. Beide haben somit am Ende der Meisterschaft die gleiche Punktzahl: 7 aus 9. Jetzt muss nach den Regeln der Wertungsdurchschnitt herangezogen werden und hier liegt Sergey 16 Punkte (2.332 zu 2.316) vor Rasmus. Sergey Kalinitschew aus Berlin ist damit Deutscher Schachmeister 2016. Karsten Schulz von den Schachfreunden Schwerin erreichte mit 6 Punkten den letzten Podiumsplatz und wurde Dritter.

 

Sergey Kalinitschew stammt aus Russland, war dort als 21jähriger 1978 bereits „Meister des Sports“ und ist seit 1995 für den Deutschen Schachbund spielberechtigt. Es ist sein erster Titel als Deutscher Meister. Sein Heimatverein SC Kreuzberg (www.schachclubkreuzberg.de) freut sich ebenfalls über den verdienten Erfolg.

 

Seit dem 20.10.2016 spielten 26 Teilnehmer aus allen Bundesländern in insgesamt neun Runden ihren Meister aus. Es wurde mit folgender Bedenkzeit gespielt: 100 Minuten für 40 Züge, 50 Minuten für den Rest der Partie plus 30 Sekunden Inkrement – damit dauerte eine Partie mitunter über sechs Stunden und war somit kein Herbstspaziergang für die Teilnehmer. Zahlreiche Zuschauer haben sich im komfortabel eingerichteten Spielsaal des Holiday Inn Lübeck vor Ort die Partien angesehen. Über 3.000 tägliche Zugriffe auf die Liveübertragung der Partien im Internet beweisen zudem das herausragende Publikumsinteresse.

 

TurnierseitePartienHeft

Weiterlesen

Herren remislich, Damen rhythmisch

Partien Männer

riazantsev2
Wobei es bei den Damen nur auf einige zutrifft, die es auch nicht komplett so durchzogen, und die Herren in einigen Runden (darunter die turbulente elfte und letzte) auch mehrfach nicht remis spielten. Aber das ist der Gesamteindruck von den beiden Turnieren. Um die jeweils siebte bis elfte Runde ergebnismässig (egal wie das zustande kam) kurz zusammen zu fassen: Herren sechsmal Remis, drei entschiedene Partien (eine am Ende turnierrelevant), sechsmal Remis, ein Sieger und Verlierer (potentiell turnierrelevant), vier entschiedene Partien. Damen drei Entscheidungen (bisschen wenig), fünf, vier, fünf und zum Schluss wieder nur drei. In den ersten sechs Runden vor dem Ruhetag jeweils ein ähnliches Bild.

 

Partien Frauen

Am Ende stand es dann so: Herren Riazantsev 7/11, Grischuk und Tomashevsky 6.5, Svidler und Fedoseev 6, Oparin, Vitiugov, Jakovenko, Goganov 5.5, Inarkiev 5, Kokarev 4.5, Bocharov 2.5. Vor und auch direkt nach dem Ruhetag führte ein Sextett (Riazantsev, Grischuk, Tomashevsky, Svidler, Fedoseev, Jakovenko), und Kokarev hatte bis dahin alle Partien remisiert. Am Ende, nach und nach in den verbleibenden und definitiv in der elften Runde, hat sich die Tabelle sortiert. Das Titelbild (fast alle Fotos vom russischen Schachverband, fotografiert hat Eteri Kublashvili) bekommt natürlich Alexander Riazantsev.

 

Damen Kosteniuk 8.5/11, Pogonina 7, Bodnaruk 6.5, Girya, Gunina, Charochkina, Pustovoitova 6, Ovod 5.5, Goryachkina 5, Galliamova 4, Kashlinskaya 3.5, Ubiennykh 2. Nach sechs Runden war Kosteniuk punktgleich mit Pogonina und hatte einen halben Punkt Vorsprung auf Girya, nur Kosteniuk konnte ihr Tempo durchhalten und war bereits eine Runde vor Turnierende definitiv russische Meisterin.

Weiterlesen

Sechs Spieler führen nach sechs Runden mit zusammen +6

 

turniersaalAm Horizont damit ein Szenario wie 2012: damals wurden insgesamt neun Runden gespielt, dann hatten sechs Spieler 5/9 und den fälligen Massen-Stichkampf gewann Schnellschach-Spezialist Dmitry Andreikin. Genau so wird es sich nicht wiederholen: erstens spielt Andreikin diesmal nicht mit, zweitens spielen inzwischen zwölf Spieler elf Runden, drittens kann in den fünf verbleibenden Runden noch einiges passieren. Schon in der heutigen sechsten Runde hatte sich das vorab geplante Konzept für diesen Artikel beinahe erledigt. Aber bei Oparin-Jakovenko konnte der Schwarzspieler seine Gewinnstellung nicht gewinnen – remis, wie in vielen anderen Partien.

 

Stand nach sechs von elf Runden: Grischuk, Jakovenko, Riazantsev, Svidler, Fedoseev, Tomashevsky 3.5/6, Oparin, Goganov, Kokarev 3, Vitiugov 2.5, Inarkiev 2, Bocharov 1.5. Keiner ‚bewarb‘ sich wirklich um das Titelfoto, also gebe ich es quasi allen – (fast) alle Fotos vom russischen Schachverband.

 

Der Zwischenstand bei den Damen passt auch noch in den Teaser: Kosteniuk und Pogonina 4.5/6, Girya 4, Charochkina, Goryachkina, Bodnaruk 3.5, Gunina und Pustovoitova 3, Ovod 2.5, Kashlinskaya und Galliamova 1.5, Ubiennykh 1.

LIVE - MännerLIVE - FrauenLivestream

 

Weiterlesen

Spielsaal (by Peter Kranzl)

Spielsaal (by Peter Kranzl)

Die österreichische Bundesliga mit neuen Spielern

 

Die 1. Bundesliga startet heute in Wulkaprodersdorf. Von Donnerstag bis Sonntag stehen die ersten vier Runden am Spielplan. Maria Saal und Jenbach sind auch hier wieder in der Favoritenrolle. Jenbach hat heuer neben Ex-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov auch den Letten Alexei Shirov im Kader. Maria Saal kontert mit Pentala Harikrishna, der aktuellen Nummer 12 der Weltrangliste. Er ist neben Markus Ragger und Richard Rapport der dritte 2700-er in der Aufstellung des regierenden Meisters und in der Liga überhaupt. Man darf gespannt sein wer von den Stars heute in Mattersburg auftaucht. Zum Auftakt spielen heute: Feffernit gegen St. Veit, Absam gegen Hohenems, Wulkaprodersdorf gegen Maria Saal, Nickelsdorf gegen Götzis, Jenbach gegen Ottakring und Bregenz gegen St. Valentin. Am Samstag kommt es dann zum großen Schlager zwischen Jenbach und Maria Saal. (wk)

 

TurnierseiteResultateLIVE

Weiterlesen

Meisterschaft in guten Händen – Interview mit Herbert Bastian und Ulrich Krause

 

Herbert Bastian (by Frank Hoppe)

Herbert Bastian (by Frank Hoppe)

In wenigen Tagen beginnt in Lübeck die Deutsche Einzelmeisterschaft im Schach. 26 Teilnehmer werden vom 21. bis 29. Oktober ihre Partien im Hotel Holiday Inn in der luebecker_sv-458af52fTravemünder Allee 3 (23568 Lübeck) austragen. Anlässlich dieser wichtigen Meisterschaft haben wir DSB-Präsident Herbert Bastian und Ullrich Krause Landesverbandspräsident von Schleswig-Holstein zum Kurzinterview gebeten.

 

DSB: Herr Bastian, ab 21.10. wird in Lübeck der Deutsche Einzelmeister im Schach ermittelt. Im letzten Jahr haben Sie selbst noch teilgenommen. Sind Sie in diesem Jahr erneut dabei?

 

H.B.: Leider nein. Seit dem Jahr 2000 hatte ich das Glück, in allen folgenden Meisterschaften starten zu können. Nun ist die Serie gerissen.

TurnierseiteLIVE

Weiterlesen

Nur zwei Großmeister in der aktuellen Teilnehmerliste der Deutschen Einzelmeisterschaft – Von Stefan Löffler kritisch betrachtet

 

Rasmus Svane

Rasmus Svane

Heft

Heft

Am kommenden Freitag beginnt die Deutsche Einzelmeisterschaft im Schach. Ein Aushängeschild des deutschen Schachs ist sie schon lange nicht mehr. Die diesjährige Auflage ist so erbärmlich besetzt wie noch nie. So sehr sich der Lübecker SV als einer der bestgeführten Schachvereine Norddeutschlands als Ausrichter ins Zeug legt, ist diese Deutsche Meisterschaft ihren Namen nicht wert. Angeführt wird die Teilnehmerliste für Lübeck von der deutschen Nummer 24 Rasmus Svane.

 

Der nächstbeste angemeldete Spieler ist gerade noch die Nummer 99 der deutschen Rangliste. Nicht einmal zur Förderung von Nachwuchs-Talenten taugt der Wettbewerb noch. Man sollte ihn in Deutsche Amateurmeisterschaft umbenennen. Leider geht das nicht, weil dieser Titel bereits durch eine kommerzielle Turnierserie ohne leistungssportlichen Anspruch belegt ist.

 

Der Präsident des Deutschen Schachbunds Herbert Bastian bekennt sich einerseits zum Leistungs- und Profischach und steht andererseits voll hinter einem Modus, der praktisch ausschließt, dass Deutschlands beste Spieler Deutscher Meister werden wollen. Kein Widerspruch für Bastian, der als Saarländischer Meister selbst mehr als zwanzig Deutsche Meisterschaften bestreiten durfte, ohne je zur deutschen Spitze gehört zu haben… Weiterlesen

Superturniere in Sibirien

 

museum-novosibirskDie russischen Einzelmeisterschaften waren schon immer „erweiterte“ Superturniere – „erweitert“, da sich auch Spieler mit Elo unter 2700 qualifizieren können und das tatsächlich schaffen. Zum Vergleich: die US-Meisterschaften haben einen ähnlichen Status erst seit den Verbandswechseln von Caruana und So, und hinter diesen besten drei klafft da eine recht grosse Lücke.

 

Dabei sind bei den Herren Grischuk, Svidler, Inarkiev, Tomashevsky, Vitiugov, Jakovenko, Fedoseev, Riazantsev, Kokarev, Goganov, Oparin und Bocharov – alles Grossmeister, die Hälfte hat aktuell Elo über 2700, dabei nicht das stärkste mögliche Teilnehmerfeld (zu möglichen Gründen s.u.). Bei den Damen spielen Kosteniuk, Gunina, Pogonina, Bodnaruk, Kashlinskaya, Goryachkina, Galliamova, Girya, Pustovoitova, Charochkina, Ovod und Ubiennykh – immerhin acht aus der russischen Damen-top 10 (da fehlen nur Kateryna Lagno und die inzwischen, wenn überhaupt, nur noch in den USA aktive Nadezhda Kosintseva – ihre Schwester Tatiana ist total inaktiv).

 

Austragungsort ist (Titelfoto vom russischen Schachverband) das „Novosibirsk State Museum of Local History“ in, ja genau, Novosibirsk – Fortsetzung des Programms „Chess in Museums“.

LIVE - MännerLIVE - FrauenLivestream

Weiterlesen

ma – Das hat es in der 65-jährigen Geschichte der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) noch nie gegeben: An der vom CE Genève organisierten Nationalliga-A-Schlussrunde in Carouge vom 8./9. Oktober können mit Zürich, Luzern, Winterthur, Riehen und Genf noch fünf Klubs, also die halbe Liga, Meister werden!

 

Christian Bauer für Zürich ( by Eteri Kublashvili )

Christian Bauer für Zürich ( by Eteri Kublashvili )

liveRekordchampion Zürich geht im Hotel «Ramada Encore» erstmals seit 2010 (damals holten die Zürcher ihren 24. und bisher letzten Titel) als Leader in die Doppel-Schlussrunde – einen Punkt vor Luzern und Winterthur sowie zwei Zähler vor Riehen und Titelverteidiger Genf.

 

Die vier Topfavoriten treffen in Carouge noch aufeinander: Luzern – Zürich und Genf – Riehen in der 8. Runde (Samstag, 12.30 Uhr), Zürich – Genf und Riehen – Luzern in der 9. Runde (Sonntag, 10.30 Uhr). Derweil haben die vom Aussenseiter zum Meisterkandidaten avancierten Winterthurer, die diese Saison dreimal 4:4 spielten (gegen Zürich, Riehen und Genf) und Luzern bezwangen, mit Wollishofen und Bodan Kreuzlingen zwei nach Papierform einfachere Gegner.

 

Doch laut Winterthur-Captain Roman Freuler, der beim letzten Meistertitel seines Vereins 1981 gerade mal sechsjährig war, «ist es manchmal einfacher, mit stärkeren Gegnern mitzuspielen als nominell schwächere Mannschaften zu besiegen.» Aber natürlich geht Winterthur laut Roman Freuler «mit viel Überzeugung und dem Ziel in die Schlussrunde, zweimal zu gewinnen. Dann können wir aus eigener Kraft den 2. Platz sichern, was ein grosser Erfolg wäre.» Für ihn ist die SG Zürich klarer Titelfavorit. «Doch wir wissen, dass die Nervosität bei den Gejagten immer grösser ist als beim Jäger. Deshalb freuen wir uns auf einen grossen Showdown und werden alles geben, um ein Straucheln der Titelkandidaten auszunützen.»

Weitere Infos: Ergebnisse der einzelnen Runden u. Partien

Weiterlesen

Russische Meisterschaften im Schnell- und Blitzschach und Gedenken an Dvoretsky

andreikin-medal

 
Bei der Fotosuche zum Tal Memorial fand ich auf ruchess.ru nebenbei diesen Artikel – eine Gedenkveranstaltung in Sotschi zum Gedenken an Mark Dvoretsky. Klar dass Dvoretsky gewürdigt wurde, aber warum in Sotschi und nicht beim Tal Memorial in Moskau? Vermutlich weil einige, die ihn gut kannten, ohnehin vor Ort in Sotschi waren – denn da wurden auch die russischen Meisterschaften (Damen, Herren und Mannschaften) im Schnell- und Blitzschach ausgetragen.

 

Russland hat mehrere Schachmetropolen – neben der Hauptstadt Moskau und der altepartienn Hauptstadt St. Petersburg auch das sibirische Khanty-Mansiysk, Elista (die letzten Jahre weniger) und (seit einigen Jahren) Sotschi am Schwarzen Meer. Da war es offenbar auch zu dieser Jahreszeit angenehm warm mit Temperaturen bis 25 Grad. Diesen Bericht wollte ich anfangs in den heute noch fälligen Abschlussbericht zum Tal Memorial einbauen, aber es passt vielleicht besser als eigener Artikel. Relativ kurz und knapp, nur Ergebnisse und Fotos – alle vom russischen Schachverband, das Titelfoto zeigt Schnellschach-Meister Dmitry Andreikin.

 

Weiterlesen

Aus Team- und Spielerperspektiven

runde-1
Die spanischen Mannschaftsmeisterschaften haben einen Bericht verdient, auch wenn mir die Vereinsnamen eher kein Begriff sind. Das geht den meisten Lesern wohl auch so. Die beteiligten Spieler(innen) kennen ihren Verein sicher, wobei es für einige „mein Verein“ ist, für andere vielleicht „ein Verein“ – einer von mehreren in diversen Ländern. Nur deshalb werden nationale Mannschaftsmeisterschaften (einzige Ausnahme vielleicht die russische) auch international wahrgenommen – oben auf der Startseite des Schachtickers steht derzeit noch (wird wohl demnächst verschwinden) „Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.“ Ein paar weitere Namen nenne ich im weiteren Bericht.

 

Das Titelfoto vom spanischen Schachverband, dort auch kurze Rundenberichte auf Spanisch. Aus mehreren (noch etwas mehr auf Facebook) habe ich dieses ausgewählt da es am deutlichsten zeigt, was dieses Jahr neu war: Zuvor wurde an sechs Brettern gespielt, nun an sieben – wobei, irgendwie diskriminierend, am siebten Brett keine Männer spielen durften. Nach anderen Regeln, z.B. Inländerquote, habe ich ein bisschen gesucht aber nix gefunden.

 

Schnell noch der Endstand (Mannschafts- und eventuell Brettpunkte): Sestao EDP 13, Merida Patrimonio de la Humanidad 9, Club Ajedrez Jaime Casas 8, Club Ajedrez Solvay 7(23,5), Gros Xake Taldea 7(23), Equigoma Casa Social Catolica 6, Club Magic Extremadura 5, VTI chess24 Atocha 1. Zum Einstieg nun ein paar Worte zu allen Teams: Wer (international bekannte Namen) spielte wo? Was „warum“ betrifft, da bin ich überfragt:

 

Weiterlesen

Shakhriyar Mamedyarov (by David Llada)

Shakhriyar Mamedyarov (by David Llada)

23. bis 26.9.2016 – Runden 12 bis 15 der chinesischen Mannschaftsmeisterschaft

 

Die Chinesen spielen von April bis Dezember 2016 ihre Mannschaftsmeisterschaft aus. Die „Offizielle Seite “ ist eine komplette Zumutung. Offensichtlich gehen die Chinesen davon aus, dass die ganze Welt chinesische Schrift lesen kann. Es ist etwas mühsam die einzelnen Menüpunkte zu übersetzen. Gottseidank gibt es Google als Dolmetscher.

 

live

Insgesamt werden 22 Runden an 6 langen Wochenenden gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für alle Züge zzgl. 30 Sekunden pro Zug. Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern, wobei an zwei Brettern Frauen eingesetzt werden müssen.

 

Neben ausländischen Stars, wie beispielsweise Mamedyarov, Harikrishna, Inarkiev, Malakhov, Dzagnidze und Khotenashvili, nehmen fast alle chinesischen Spitzenspieler teil (z. B.: Ding Liren,  Wang Yue, Yu Yangyi,  Wang Hao, Bu Xiangzhi, Wei Yi ). Die Partien werden im Internet übertragen.

 

TurnierseiteErgebnisseRückblick 2015

Weiterlesen

Vom 23. bis 25.9. finden die Runden 4, 5 und 6 statt.

 

David Nayara ( by Paul Truong)

David Nayara ( by Paul Truong)

Die polnische Extraliga, zu vergleichen mit der deutschen Bundesliga, geht in die Runden 4, 5 und 6. Insgesamt spielen 10 Mannschaften, in 9 Runden, um den Titel des polnischen Mannschaftsmeisters. Jedes Team besteht aus 15 Spielern, aber nur 6 Spieler dürfen sich an die Bretter setzen, wobei das 6. Brett von einer Frau besetzt weden muss. Die ersten 3 Runden wurden bereits im Juni gespielt.

 

Die Zeitkontrolle beträgt 90 Minuten, zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Ab dem ersten Zug livegibt es einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden. Ein Remisangebot vor dem 30. Zug ist nicht erlaubt.

 

Im Gegensatz zur deutschen Bundesliga, wo viele ausländische Legionäre ihre Brötchen verdienen, bestehen die Mannschaften der polnischen Eliteliga fast ausschließlich aus polnischen Spielern.

 

Favorit auf den Titel ist die Mannschaft von Wasko HETMAN Katowice, die zwei Super-Großmeister in ihren Reihen hat. Diese sind: Brett 1: WOJTASZEK, Radosław (2729) und NAVARA, David (2744) an Brett 2.

 

Turnierseite

IM Nikolas Lubbe (2485) schlägt Großmeister l‘ Ami (2611)

 

Erwin-L-Ami (by David Llada)

Erwin l’Ami (by David Llada)

Was für Deutschland die Schach-Bundesliga, ist für die Niederlande die Meesterklasse. Während in Deutschland die erste Runde der Bundesliga im Oktober gespielt wird, fand die erste Runde der Meesterklasse am heutigen Samstag statt. 10 Mannschaften spielen um die Meisterschaft, darunter zahlreiche deutsche Spieler. In jeder Mannschaft spielen 10 Spieler.

partien

Gleich in der 1. Runde gab es eine faustdicke Überraschung. Der J.S.V. Sissa aus Groningen schlägt den Titelverteidiger En Passant Bunschoten-Spakenburg
mit 6:4, obwohl Sissa im Schnitt ca. 100 Elopunkte weniger aufweist. IM Nikolas Lubbe (2485) schlug dabei das Schach-Schwergewicht GM l‘ Ami (2611) und trug entscheidend zu dem Sieg bei.

 

Tabellenführer ist allerdings Groninger Combinatie, die mit 8:2 gegen Charlois Europoort gewinnen konnten.

 

Niederländischer Schachbund

Weiterlesen

Fotos von der Abschlusszeremonie

Van Foreest kampioen
Diese Fotos sah ich erst nach „Redaktionsschluss“ – zwei Kollegen haben ihre Beiträge später veröffentlicht und das Titelfoto eingebaut, ich zeige nun noch ein paar andere Fotos. Alle (bzw. fast alle) Fotos wieder von Harry Gielen, hier im Internet zu finden und auf der Turnierseite verlinkt.

 

Anfangs wollte ich das in meinem Turnierbericht unten einbauen – aber erstens hat dieser, wie ich selbst feststellte und wie zwei Leser per email zumindest andeuteten – bereits „Überlänge“, zweitens wurden zwischenzeitlich vier andere Artikel veröffentlicht, damit würde es eventuell kaum registriert. Grund für diesen „Nachtrag“ ist unter anderem, dass mir zu zwei Fotos nette Zitate einfallen – die sind allerdings fiktiv und, wie ich aus gut informierten Kreisen erfahren habe, so nicht gefallen.

 

Das Titelfoto zeigt natürlich Jorden Van Foreest mit dem, wie Colin McGourty für chess24 schrieb, „recht ungewöhnlichen“ Pokal. Weiter mache ich zunächst mit den Damen, dann die Herren, dann eine Dame und fünf Herren die diesmal gar kein Schach spielten (oder höchstens mal eine freie Blitzpartie) aber im Turnier dennoch eine wichtige Rolle hatten.

 

Weiterlesen

Anne Haast und Iozefina Paulet unterhalten das Publikum (ebenfalls)

Jorden Van Foreest

 
Natürlich wurde nicht dieselbe Person (zuletzt) 1902 und (erstmals?) 2016 niederländischer

Männer

Schachmeister: Jorden Van Foreest (Titelfoto – fast alle Fotos von Harry Gielen, teils via die Turnierseite) ist gerade mal 17 – sein Ur-Urgrossvater Arnold (NL-Meister 1889, 1893 und 1902) und dessen Bruder Dirk (NL-Meister 1885, 1886, 1887) haben zwar beide ein gesegnetes Alter von über 90 erreicht, aber seit 1954 bzw. 1956 sind sie tot. Das wird ein etwas ungewöhnlicher Kombibericht: erst „normaler“ Turnierbericht (relativ knapp), dann Reisebericht (zur letzten Runde war ich – spontane Entscheidung – vor Ort in Amsterdam), dann noch ein bisschen Schachgeschichte mit Fotos in, kann man den Fotografen nicht verübeln, „abweichender“ Qualität.

Frauen

 

 

Der Untertitel bezieht sich auf den Tiebreak des Damenturniers – Anne Haast unterstrichen, da sie diesen am Ende 3-2 gewann. Zunächst wie üblich der Endstand in beiden Turnieren:

 

Herren bzw. „offenes Turnier“ (Zhaoqin Peng hat mal mitgespielt): Van Foreest 5.5/7 (TPR 2819!), Van Wely 5, l’Ami und Van den Doel 3.5, Reinderman und Bok 3, Werle 2.5, Ernst 2.

 

Damen: Haast 5/7 + 3/5, Paulet 5/7 + 2/5, Hortensius 4.5/7, Kazarian 3.5, Van Weersel und Padurariu 3, Jap Tjoen San 2.5, Middelveld 1.5. Bei den Herren ziemlich niederländische Namen (abgesehen von Erwin l’Ami der vielleicht Ahnen in Frankreich hat), bei den Damen „gemischt“ – zu den Gründen in zwei Fällen siehe unten.

 

Weiterlesen

Die Meisterschaften beginnen heute und gehen bis Sonntag, den 28. August. Gespielt wird im Tropentheater in der Linnaeusstraat 2 in Amsterdam

 

Die Teilnehmer sind: Loek van Wely (Foto), Benjamin Bok, Erwin L’Ami, Dimitri Reinderman, Erik van den Doel, Jan Werle, Jorden van Foreest und Sipke Ernst. van Wely

 

Die Teilnehmer in der niederländischen Meisterschaft für Damen: Anne Haast, Anna-Maria Kazarian, Smaranda Padurariu, Iozefina Paulet, Arlette van Weersel Martliveine Middelveld, Hortensius Lisa und Linda Jap Tjoen San.

 

Die Partieen beginnen um 13:00 Uhr und werden live über das Internet übertragen. Am letzten Tag wird bereits ab 12 Uhr gespielt.

 

Die Eröffnung war Sonntag, 21. August um 15:30 Uhr. Danach gab es von 17.30 bis 18.00 Uhr ein Konzert mit einem Ensemble aus Mitgliedern des Royal Concertgebouw Orchestra. Der Besuch des Konzerts war kostenlos.

Turnierseite

Weiterlesen

Online spielen
Forum

Bundesliga-Statistik

de.wikipedia.org

Elo
DWZ/Spielersuche
RSS-FEED
Archive
Kategorien