Presse

Eine Betrachtung von Alexander Armbruster auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Stadien mit Tausenden Zuschauern, die mucksmäuschenstill verfolgen, wie in der Mitte an einem Schachbrett Super-Großmeister grübeln und ziehen – das gibt es nicht. Zu den Bproxyundesliga-Wettkämpfen kommen einige Schach-Begeisterte, schon in der Zweiten Liga spielen die Spieler häufig sogar unter sich.

 

Es gibt Ausnahmen: Der legendäre deutsche Schach-Manager Hans-Walter Schmitt (ein Interview mit ihm darüber, wie Schach vermarktet werden kann, gibt es hier) hatte viele Jahre lang mit seinen „Chess Classic“ riesige Events auf die Beine gestellt – da gab es Turniere für jedermann, Simultan-Veranstaltungen und Wettstreits zwischen Weltklasse-Spielern inklusive Live-Kommentierungen durch erfahrene Großmeister. Mehrere hundert Zuschauer kamen beispielsweise in die Ballsporthalle nach Frankfurt-Höchst, als Schmitt dort im Jahr 1999 die beiden früheren Weltmeister und Dauerrivalen Kasparow und Karpow ans Brett brachte und man ihnen zusehen und zugleich die Partien auf Großleinwand verfolgen konnte!

 

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Ein Beitrag von Alexander Armbruster auf dem Schachblog der Frankfurter Allegemeinen Zeitung

 

Während sich nun in Rio zu den olympischen Sommerspielen mehr als 11.000 Sportler in mehr als 300 Wettbewerben messen, ist eine Disziplin nach  wie vor nicht dabei: Schach. Schade finden das natürlich die Schachspieler selbst, die ihre Leistungen durchaus und – wie dieser Autor findet: zu Recht! – für Sport halten.faz

 

Es soll jetzt aber nicht darum gehen, was alles dafür spricht, Schach als Sportart anzusehen, die verdient hätte, eine offizielle olympische Disziplin zu sein, und was nicht. Vielmehr wollen wir einen Blick darauf lenken, dass der Weltschachbund Fide ebendeswegen seit vielen Jahren eigene Schach-Olympiaden ausrichtet, Wettkämpfe, in denen Mannschaften der Mitgliedsländer gegeneinander antreten. Die Fide selbst ist bekanntlich am 20. Juli 1924 in Paris ins Leben gerufen worden, als in der französischen Hauptstadt gerade die insgesamt achten olympischen Sommerspiele der Neuzeit ausgetragen worden waren. In jenem Sommer gab es dann auch zum ersten Mal Schach-Olympia – allerdings in einem eher seltsamen Modus, nicht vergleichbar mit den aus jeweils vier Spieler besehenden Mannschafts-Wettstreits, wie sie mittlerweile etabliert sind. Und noch nicht von der Fide selbst veranstaltet, sondern vom französischen Schachbund… Weiter auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Das weltbekannte Schach-Open in Bad Wiessee das letzte Mal an alter Stätte

 

Bereits zum 20. Mal findet dieses Jahr die Offene Internationale Bayerische Schachmeisterschaft statt. Bis dato war immer klar, wo sich die Schachprofis treffen. Doch ab kommendSchachspieler-am-See-740x494en Jahr müssen die Schachspieler auf die Wandelhalle verzichten. Und auch eine zweite große Veränderung steht an.

 

490 internationale Schachprofis, darunter einer der drei besten Schachspieler der Welt, treffen sich vom 28. Oktober bis zum 06. November in der Wiesseer Wandelhalle zur 20. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft (OIBM).

 

Einzige Wermutstropfen: Mitbegründer Horst Leckner organisiert den Wettbewerb zum letzten Mal, und auch die Wandelhalle steht als Austragungsort heuer zum letzten Mal zur Verfügung. Dennoch: Der Wettkampf soll im Tegernseer Tal bleiben. Darüber waren sich die Teilnehmer des heutigen Pressegesprächs einig.  … Weiterlesen

Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen

 

Rex Sinquefield, der aus ärmlichen Verhältnissen kommend Milliardär wurde und das seinem am Schach geschärften Verstand zuschreibt, ist mindestens in der wschachblogestlichen Hemisphäre der bedeutendste Schachmäzen. Dank seiner Zuwendungen hat St. Louis die Weltstadt New York als Zentrum des amerikanischen Schachs abgelöst. Sein Geld hat den Ausnahemspieler Fabiano Caruana vom italienischen Verband zurück in die Vereinigten Staaten gelockt. Genauso wie Hikaru Nakamura hat Caruana nun eine Wohnung in St. Louis. Und Amerikas Nummer drei, der von den Philippinen abgeworbene Wesley So, hat sich nur ein paar Autostunden entfernt niedergelassen.

 

Im Jahr 2014 steckte Sinquefield mehrere Millionen in Garri Kasparows Anlauf, Kirsan Iljumschinow an der Spitze des Weltschachbunds Fide abzulösen. Kasparow unterlag mit 60 zu 111 Stimmen, hat aber seine Opposition nicht eingestellt, sondern in Konkurrenz zum mehr schlecht als recht funktionierenden Grandprix der FIDE im Jahr 2015 die Grand Chess Tour ins Leben gerufen… Weiterlesen

 

27. Juli 2016 – Alexander Armbruster schreibt auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Schach und die große Politik hängen seit Jahrzehnten immer irgendwie zusammen, manchmal mehr, manchmal weniger. Die Dauerrivalität der beiden früheren Wproxyeltmeister Garri Kasparow und Anatoli Karpow war ein schillerndes Beispiel – Karpow, der Liebling des sowjetischen Establishments gegen Kasparow, der schließlich sogar seinen eigenen Wettkampfverband auf den Weg brachte (und sich als stärkerer Spieler durchsetzte).

 

Dann natürlich das spektakuläre Weltmeisterschafts-Match zwischen den Amerikaner „Bobby“ Fischer und dem Russen Boris Spasski in der isländischen Hauptstadt Reykjavík im Jahr 1972. Der Kalte Krieg sozusagen auf 64 Feldern – besonders für die Sowjetunion, die Schach dominierte, ging es um viel. Fischer gewann bekanntlich spektakulär, der Zweikampf erregte Aufsehen über die Schachgemeinde hinaus. Medial ist dieser Kampf immer wieder inszeniert worden, jüngst zum Beispiel im Film „Bauernopfer“ … weiterlesen

Für Li Chao und seine Schwäbisch Haller Schachspieler-Entourage ist es nichts Neues, mit den Medien zu sprechen. An diesem Tag geht es jedoch nicht um Sport, sondern um eine asiatische Tradition – Von LAURA ALVIZ, Haller Tagblatt

 

Li Chao und Bai Jinshi spielen für den SK Schwäbisch Hall in der Schach-Bundesliga. Die anderen drei anwesenden Jugendlichen gehören zu Li Chaos Schachclub. Seine Mutter Wu Lihong begleitet die Gruppe. Vor etwa einer Woche feierten sie gemeinsam das chinesische Neujahrsfest.

 

In China wird das neue Jahr nicht immer am selben Tag eingeläutet. „Als Neujahrstag betrachten wir den ersten Tag des Mondkalenders“, erklärt die Aufsichtsperson. In diesem Jahr feierten die Chinesen am 8. Februar. Die gesetzliche Freizeit ist sieben Tage lang.

 

Die Englischlehrerin aus Peking betont immer wieder, wie wichtig das chinesische Neujahrsfest für die Familienzusammenführung sei. „An diesem Tag kommen alle Kinder nach Hause, ganz egal, wie weit weg sie sind“, freut sie sich. Eine große Party wie die in Berlin gäbe es nicht, die chinesischen Bürger schauten allerdings die Gala auf dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Beim Abendessen sitze man traditionell an einem runden Tisch. Die servierten Spezialitäten hängen von der Region ab, in der gefeiert wird. In Li Chaos Familie gibt es Klöße, da sie aus dem Norden Chinas stammt. „Sie sind das berühmteste traditionell-chinesische Essen“, erklärt Wu Lihong entgegen westlicher Vorstellungen. Lei Tingsze, das einzige Mädchen im Schachclub und auch die einzige Südchinesin, isst zum Jahreswechsel verschiedene Arten von Fleisch, Fisch und süße Reisbällchen. „Es ist schwer zu definieren, welches Gericht wir an diesem Tag zu uns nehmen“, beschreibt sie. „Ich kann aus einer großen Vielfalt wählen.“

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Ein Schach-Profi als Werbestar: Magnus Carlsen kassiert für seinen1 Auftritt in einem Werbespot die bislang höchste Prämie eines norwegischen Sportlers. Doch während die Kasse stimmt, läuft es am Schachbrett derzeit weniger gut – Von STEFAN LÖFFLER

 

Stefan Löffler schreibt in der Online-Ausgabe der  fazlogo_ressort einen lesenswerten Artikel über Carlsens Werbeverträge, seine Startgelder, sowie seine Vorstellungen vom nächsten WM-Kampf in Kalifornien. In Norwegen hat Carlsen einen Stellenwert von dem viele Sportler in Deutschland nur träumen. Seit gestern spielt Carlsen in einem Open in Katar. Gleich in der ersten Runde kam Carlsen gegen die Georgierin Nino Batsiashvili nicht über ein Remis hinaus. Im Moment scheint Carlsen nicht in bester Form zu sein. Aber lesen Sie selbst.

Karjaki in Siegerpose (by Otyezda Pobeditelya)

Karjakin in Siegerpose (by Otyezda Pobeditelya)

Lesenswerte Reportage in ZEIT-ONLINE – Von ILJA SCHNEIDER

 

Es war zum Davonlaufen, zum Schreien, zum Verzweifeln. Man hätte Gläser kaputthauen, Türen eintreten können. Peter Svidler hatte in der neunten Partie des dpartienenkwürdigen World-Cup-Finals in Baku in total gewonnener Stellung einen Turm eingestellt, so wie es bei uns Mittwochabend manchmal in der Kneipe nach ein paar Schwarzbier zu viel passiert. Karjakin nahm den Turm weg, er verschlang ihn geradezu. Svidler fiel in sich zusammen, versank in seinem Sessel, erstarrte. Nach einigen quälenden Sekunden streckte er zum fünften Mal seine Hand zur Aufgabe, nachdem er zuvor im gesamten Weltcup noch keine einzige Partie verloren hatte. Karjakin ging mit 5:4 in Führung.

 

Noch nie hat mich ein Schachmatch dermaßen in Ekstase versetzt. Es war ein Kampf zweier Gladiatoren, die beide alles für den Sieg riskierten. Ein offener Schlagabtausch, den nur der gewinnen konnte, dem es als Erstem gelingen würde, die groben Fehler einzustellen. Dem Verlierer dagegen, das war klar, würden so einige schlaflose Nächte bevorstehen …  Spannend geht es weiter auf ZEIT-ONLINE

FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow (by A.Savin)

Kirsan Iljumschinow (by A.Savin)

Unter dieser Schlagzeile schreibt Stefan Löffler auf der Online Ausgabe der Zeit einen beinahe unglaublichen Artikel. Aber lesen und urteilen Sie selbst:

 

Kein Witz! Der Weltschachpräsident Kirsan Iljumschinow will Fifa-Boss werden. Den Schachspielern gefällt’s, sie wären ihn los. Und der Fußball bekäme eine Blatter-Kopie.
Von Stefan Löffler

 

Die Sportwelt und das FBI eint seit Monaten eine Frage: Wer soll den Fußball retten und Chef der korrupten Fifa werden? Seit Sepp Blatter im Juni ein paar Tage nach seiner Wiederwahl seinen Rücktritt fürs nächste Jahr angekündigt hat, sucht der Weltfußballverband einen Nachfolger. Michel Platini will es werden, doch macht er niemandem Hoffnung, weil er aus dem System Fußball kommt, aus der Blatter-Schule… Weiterlesen auf Zeit-Online

 

Lesen Sie auch in der Online-Ausgabe „grenzwisssenschaft-aktuell“: Alien-Kontaktler will nächster FIFA-Chef werden

Qualifikation für das internationale Finale in London

 

Über 6.000 deutsche Teilnehmer beim internationalen Schülerschachturnier von Barclaycard und der Deutschen Schachjugend. 40 Schüler aus 8 Ländern reisen zum großen Finale nach London. Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium aus Hal-berstadt gewinnt das deutsche Finale in Hamburg.

Barclaycard Yes2Chess Deutschlandfinale_2015 1. Platz Käthe Kollwitz Gymnasium, Halberstadt

Barclaycard Yes2Chess Deutschlandfinale 2015 1. Platz Käthe Kollwitz Gymnasium, Halberstadt

 

billionphotos-1209956_128x128Smartphones, Tablets und Co. bestimmen heute den Alltag vieler Kinder. Aber nicht nur! Im Hamburger Circus Mignon im Stadtteil Iserbrook saßen vergangenen Samstag 40 Schüle-rinnen und Schüler hoch konzentriert vor dem Schachbrett. Sie spielten um den Sieg des deutschen Schülerschachturniers von Barclaycard und der Deutschen Schachjugend. Das Siegerteam des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums setzte sich gegen die Konkurrenz durch und darf nun zum internationalen Finale nach London reisen.

 

Unter dem Motto „Yes2Chess“ – „Ja zu Schach“ nahmen dieses Jahr bun-desweit rund 6.000 Schüler der Klassen 1 bis 6 am Schülerschachturnier teil, das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand. International spielten 33.000 Kinder von November 2014 bis Juni 2015 um den Einzug ins Finale. „Mit ‚Yes2Chess’ möchten wir in erster Linie die analytischen Fähigkeiten der Kinder stärken und die sozialen Kompetenzen festigen. Der positive Nebeneffekt ist dabei, den Ehrgeiz und die Freude am Schachspielen bei so vielen Schülerinnen und Schülern zu wecken“, sagt Carsten Höltkemeyer, General Manager von Barclaycard Deutschland… Zur Pressemitteilung

 

Großmeister und Experte Dr. Helmut Pfleger über die laufende WM, die Charaktere von Carlsen und Anand und die Frage, warum Schach tatsächlich Sport ist

 

Herr Pfleger, am Montag konnten Sie die WM-Partie nicht bis zum Ende verfolgen. Hat Sie das geschmerzt?

Manchmal schmerzt es viel mehr, wenn man es bis zum Ende mitanschauen muss (lacht).  Ich persönlich hoffe im Gegensatz zu den meisten anderen, dass Anand gewinnt.

Warum?

Weil er viel sympathischer ist als Carlsen. Ich kenne ihn schon lange persönlich. Mit Carlsen hingegen habe ich nichts zu tun.

Der Flegel gegen den Freundlichen – weiterlesen in der Online-Ausgabe der Augsburger-Allgemeine:

Zwei Patzer ohne Folgenbillionphotos-1211595_xsmall150

 

6. Partie. Anand stand bis zum 25. Zug mit dem Rücken an der Wand. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der Titelverteidiger Magnus Carlsen den Sack zumacht. Da passiert Carlsen im 26. Zug mit Kd2 ein unglaublicher Fehler. Ein richtiger Patzer, der mindestens einen Bauern kostet, wenn nicht sogar die ganze Partie. Kd2 und die Schachwelt hielt den Atem an. In der Live-Übertragung läuft eine Engine mit.  Jeder konnte sehen, dass die Partie zu Gunsten von Anand durch einen taktischen Schlag kippte. Er hätte sich aus der Einengung befreien können. 26. …  Sg6 schlägt e5 kostet Carlsen einen Bauern und überlässt Anand die Initiative. Doch zum Schrecken aller Schachfans, außer ganz Norwegen, übersah Anand diesen Patzer von Carlsen und zog a4. Beide haben, nachdem sie ihre Züge ausgeführt hatten, ihre eigenen Patzer gesehen. Carlsen konnte aufatmen und Anand nervlich angegriffen. Es sollte die einzige Chance in dem Spiel bleiben das Match noch zu drehen. Am Ende verlor Anand sang- und klanglos (Siehe Analyse).
Über entscheidende Fehler in WM-Partien schreibt Raymund Stolze …

 

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Der Tiger zeigte seine Krallen

 

Wir alle wissen, wschulung-300x205ie unangenehm es ist gegen einen Gegner zu spielen der sein Spiel positionell anlegt und nur auf den Fehler seines Gegners lauert, um am Ende mit einem Bauern mehr zu gewinnen. Das ist zwar nicht spektakulär, aber es entspricht den Regeln. Das beste Mittel gegen einen solchen Spieler Erfolg zu haben, ist frühzeitig die Lunte anzuzünden. Das Spiel kompliziert zu machen. Das lieben Positionsspieler überhaupt nicht. So auch Weltmeister Magnus Carlsen. Er ist ein Spieler der sein Spiel so anlegt, dass er möglichst unbeschadet aus der Eröffnung kommt, und  dann beharrlich auf den Fehler seines Gegners wartet. Viele Partien, die Experten schon im Remishafen gesehen haben, hat Carlsen noch zu seinen Gunsten entschieden.
Anand hat in der 3. Partie das gespielt, was er am besten kann. ANGREIFEN. Das Spiel frühzeitig kompliziert machen. Hier fühlt sich der kreative Anand wohl. Das ist seine Stärke.
Der Weltmeister zeigte in der 3. Partie Nerven. Anand  hatte schon frühzeitig einen lästigen Freibauern auf der 7. Reihe von Carlsen platziert und zog die Schlinge immer mehr zu. Carlsen fischte noch ein wenig im Trüben, den Schluss wollte er sich aber nicht mehr zeigen lassen und gab in aussichtsloser Stellung auf.
Ein Fressen natürlich für die schreibende Zunft. Die 3. Partie war spektakulär und keiner hatte mit einem Sieg von Anand, nach seinem groben Schnitzer in der 2. Partie, gerechnet.

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Anands grober Patzer beschert  Carlsen die Führungschulung-300x205

 

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Ob sich Anand auch so hinstellt?

Durch einen unglaublichen Fehler von Anand (Indien) und die damit verbundene Niederlage in der 2. Partie der Weltmeisterschaft in Sotschi (Russland) gegen den Titelverteidiger Magnus Carlsen (Norwegen), setzt Anand sich selber unter Druck. Nach dem heutigen Ruhetag hat Anand morgen mit den weißen Steinen die Möglichkeit auszugleichen. Die Nervenanspannung ist groß. Wie kann man sich sonst einen so groben Fehler von Anand erklären. Was geht in seinem Kopf vor. Zweifellos ist Carlsen ein Genie. Aber Schach auf dem Niveau ist in mehrfacher Hinsicht eine Kopfsache. Nicht nur Schachfiguren und Stellungen gehen durch den Kopf, sondern auch das Umfeld und natürlich der Gegner. Magnus Carlsen ist jung. Er verhält sich am Brett nicht immer Gentlemen like. Der Inder dagegen stets korrekt und fair. Vielleicht lähmt den Inder in seiner Spielweise auch die etwas flapsige Verhaltensweise von Carlsen. Man muss nicht ein Großmeister sein, um zu wissen, dass es ein Unterschied ist gegen einen sympathischen und fairen Spieler spielt, oder gegen ein Spieler, der scheinbar interessenlos die Figuren bewegt.
Die seriöse in- und ausländische Presse berichtet über dieses Schachereignis in ihren Online-Ausgaben. Eine kleine Auswahl. So schreibt zum Beispiel “ Die Zeit Online“ :

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Das Sparkassen Chess Meeting hat einen Botschafter

 

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GM Peter Leko

Der ungarische Weltklasse-Schachspieler Peter Leko wird vom kommenden Jahr an „Botschafter des Dortmunder Sparkassen Chess-Meetings“. Darauf verständigte sich der dreimalige Dortmund-Sieger und Vize-Weltmeister von 2004 in einem Gespräch mit Turnierdirektor Stefan Koth und Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe. Leko weilte mit seiner Frau Sofie zu einem privaten Besuch in seiner „zweiten Heimat“ Dortmund.

 

Die gemeinsamen Überlegungen gehen dahin, dass der renommierte Großmeister bei seinem Auftritten im In- und Ausland über das bedeutende Schach-Turnier und die 140jährige Schachgeschichte Dortmunds informiert, die eng mit dem jüdischen Herrenausstatter und Schachpionier Salomon Elkan verbunden ist. Außerdem will der Publikumsliebling ein- bis zwei Mal im Jahr Werbetermine für das Großmeister-Turnier und damit auch für seinen Sport übernehmen. Angedacht sind beispielsweise Auftritte in der Dortmunder Schachschule und Aktivitäten rund um den Ferdinand-Fabra-Nachwuchspreis, der alljährlich im Rahmen des Sparkassen Chess-Meetings verliehen wird.

 

Die Karriere Peter Lekos ist eng mit dem Sparkassen Chess-Meeting verbunden. Er spielte 1991 als Elfjähriger zum ersten Mal in Dortmund und gehört seit langen Jahren praktisch „zum festen Inventar“ der Veranstaltung. Um, wie er es ausdrückte, als Dank für die langjährige Partnerschaft etwas zurückzugeben, hat Leko jetzt die Initiative ergriffen und den Dortmunder Verantwortlichen seine „Botschafter-Idee“ unterbreitet

Elisabeth Pähtz in der Thüringer Allgemeinen: "Das Frauenschach in Deutschland soll einen Auftrieb erhalten"
 
Leserfoto

Elisabeth Pähtz tritt ab dem 24. August beim 1. Internationalen Erfurter Frauenschachfestival an. Die gebürtige Erfurterin startet in ihrer Heimatstadt als eine der großen Favoritinnen in das Turnier. Foto: David Eeckhout

Frau Pähtz, als amtierende Deutsche Meisterin im Schnell- und Blitzschach nehmen sie ab dem 24. August am 1. Internationalen Erfurter Frauenschachfestival teil. Welche Erwartungen sind mit dem Turnier verknüpft?

Ich hoffe, die sogenannte Großmeister-Norm zu erzielen und ein gutes Turnier zu spielen. Aber wichtiger für mich ist, dass das Frauenschach in Deutschland für die kommenden Jahre einen Auftrieb erhält und auch gefördert wird. Unser Erfurter Schachfestival wird das am stärksten besetzte Frauenturnier sein, was je auf deutschem Boden ausgetragen wurde.

Ist das Heimturnier eher ein Vor- oder ein Nachteil für Sie?

Ich sehe da weder einen Vor- noch einen Nachteil. Zumindest erinnere ich mich nicht daran, jemals in Erfurt gespielt zu haben. Das Erfurter Frauenturnier 2012 war leider zu schwach besetzt und daher auch nicht attraktiv. Für unseren Nachwuchs war dieses Turnier aber optimal. Weiterlesen

Das geht ans Eingemachte. Bernd Vökler sagt es unumwunden. Und der Nachwuchs-Bundestrainer meint es gar nicht einmal auf sich bezogen, obwohl auch hinter seinem Job plötzlich ein Fragezeichen steht.

Mit freundlicher Genehmigung von Axel Eger (Foto)
 

Die Entscheidung des Bundesinnenministeriums (BMI), das Fördergeld für den Deutschen Schachbund "wegen fehlender eigenmotorischer Leistung" des Schachsports zu streichen, macht den Apoldaer fassungslos. So wie knapp 100.000 organisierte Spieler in ganz Deutschland.

 

Denn es geht um mehr als die jährlichen 130.000 Euro, die nach dem BMI-Entscheid plötzlich in der Kasse fehlen. "Das schlägt durch bis auf die Vereine, auf den Nachwuchsbereich", sagt Vökler und rechnet die Variantenkette wie am Schachbrett durch: Was kein Sport ist, braucht keine Bundestrainer, und wo keine Trainer sind, macht es keinen Sinn, Talente zu internationalen Meisterschaften zu schicken.
 

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DSB Schiedsgericht hebt Sperre für Falko Bindrich aus formalen Gründen auf

 

Am 2.05. hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbundes die vom Präsidium im Namen des DSB gegen Falko Bindrich verhängte Spiel- und Funktionssperre von 2 Jahren aufgehoben. Nach Auffassung des Gerichts unterlag Falko Bindrich nicht dem Sanktionsrecht des Deutschen Schachbundes, sondern nur dem Sanktionsrecht des Schachbundesliga e. V.. Dessen Satzung sieht jedoch keine Sperren vor, da diese lediglich für den Bereich der Bundesliga Geltung entfalten könnten.

 

 

Wie berichtet wurde in der 2.Runde der abgeschlossenen Bundesligasaison am 21.10.2012 die Begegnung SC Eppingen gegen SF Katernberg ausgetragen. Bei diesem Wettkampf spielte Falko Bindrich gegen Sebastian Siebrecht. Wegen häufiger Toilettengänge wurde Bindrich vom Schiedsrichter zur Kontrolle aufgefordert. Falko Bindrich weigerte sich, das von ihm mitgeführte Mobiltelefon überprüfen zu lassen, gab aber sowohl vor Ort als auch später in eigenen Veröffentlichungen zu, dass darauf ein Schachanalyseprogramm installiert sei. Außerdem gab er an, mit diesem Programm nachträglich Analysen seiner Partie vom Vortag angefertigt und abgespeichert zu haben. Daraufhin war seine Partie vom Schiedsrichter wegen der Verweigerung der Kontrolle für ihn als verloren gewertet worden.

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Schachspieler löst Polizeieinatz aus

Schach, das Spiel der Dichter und Denker, gilt als leise Sportart. Dass jedoch die sprichwörtliche Stecknadel nicht immer zu hören ist, kennt man aus eigener Stammtisch- und Vereinserfahrung. Und auch außerhalb unserer Szene arbeiten wir an diesem Image. Das zeigte sich bei einem Polizeieinsatz am Montag in Lörrach. Gegen 14.20 Uhr erreichte die Polizei eine Mitteilung über laute Schreie aus einer Wohnung in der Wölblinstraße. und… weiter auf Schachwelt

Was sonst noch alles passieren kann beim Schachspielen im Internet erzählt Ihnen Peule Beckmann:

Hömma … weisse eigentlich, wat dat Neueste is, beiet Schach? Schach im Internet. Dat is Schach mitten Computer. Der Heinz Koslowski zum Beispiel, der hatte son Ding bei sich zuhause und so bald et dunkel wird, war der bei ChessBase am Zocken. Wie er uns gesacht hat, gipt et da einen, der heißt. Hawkeye oder so. Gesprochen wird dat wohl wie Hockey, nur langsamer und so wie der Heinz sacht, spielt der in eine Minute, wie wir in zwanzig Jahren nich.

Na, et kam, wie et für uns alte Säcke kommen musste. Einen Tach kam der Kalle Hermannek zu mich und sacht: "Peule, ich hab ne gute und ne schlechte Nachricht für Dich. Zuerst die schlechte: Der Heinz Koslowski is tot. Und gez die gute: Der hat noch jede Menge Schachbücher hinterlassen.

Dat muß den irgenzwie im Morgengrauen erwischt haben. Laut seiner Frau zu folgen, saß der Heinz bis spät inne Nacht vor sein PC und hat bei ChessBase gezockt. Dabei hat ihn wohl so ein Schachfreund namens "Oldiekiller" dermaßen umgekloppt, dat seine Pumpe dat Klabastern gekriegt hat.

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Garri Kasparow will Fide-Präsidenten Kirsan Iljumschinow ablösen
Wie heute in der Print- und Online-Ausgabe der angesehenen Frankfurter Allgemeinen zu lesen ist, will  Garri Kasparow den amtierenden Fide-Präsidenten Kirsan Iljumschinow, der  auch Gouverneur (bis 2010) der buddhistischen und russischen Republik Kalmückien war, ablösen. Iljumschinow will sich ganz dem Schach widmen und somit auch weiterhin dem Weltschachbund vorstehen. Dem, so hat Kasparow angekündigt, wird sich Kasparow mit allen Mitteln entgegenstellen, indem er sich bei der nächsten Wahl, die 2014 übrigens in Tromsö (Norwegen) stattfindet, als neuer Fide-Präsident zur Verfügung stellt, oder gegebenfalls einen prominenten Kandidaten unterstützt.
Der Imageschaden, den der jetzige Amtsinhaber mit Besuchen bei weltweit geächteten Diktatoren dem Schach und dem Weltverband zufügt, nennt Kasparow als Hauptmotiv. Motivation bezieht er aus den Erfolgen seiner nahezu weltweiten Initiative für Schach in den Schulen, etwa der Unterstützung des Europäischen Parlaments. Kasparow kritisiert die von der FIDE verfolgte Verengung des Schachs als Sport (etwa das aussichtslose Unterfangen, Schach olympisch zu machen) und möchte den erzieherischen Wert des Spiels stärker betonen.
Man denke nur noch an die weltweit im Fernsehen gezeigte Schachpartie, die Iljumschinow mit Gaddafi, kurz vor seinem Sturz, gespielt hat. Hier hat die gesamte Schachwelt nur den Kopf geschüttelt. Iljumschinow ist auch nur noch Fide-Präsident, weil er sich der Stimmen der "Russischen Schachföderation" und der Gunst des Kreml sicher sein kann. Die letzte Wahl im russischen Chanty-Mansijsk konnte Iljumschinow noch für sich entscheiden, doch 2014 in Norwegen kann es schon anders aussehen.
Wie die Fide auf ihrer Internetseite heute bekannt gab, weilt ihr Präsident Iljumschinow in Damaskus (Syrien), um über eine Zusammenarbeit/Kooperation zwischen der Regierung von Syrien und der Fide zu verhandeln. Unglaublch so etwas auf die Fideseite zu setzen.
Links: Kirsan Iljumschinow und rechts Garri Kasparov (Quelle Wikipedia)

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