Reisebericht

Anne Haast und Iozefina Paulet unterhalten das Publikum (ebenfalls)

Jorden Van Foreest

 
Natürlich wurde nicht dieselbe Person (zuletzt) 1902 und (erstmals?) 2016 niederländischer

Männer

Schachmeister: Jorden Van Foreest (Titelfoto – fast alle Fotos von Harry Gielen, teils via die Turnierseite) ist gerade mal 17 – sein Ur-Urgrossvater Arnold (NL-Meister 1889, 1893 und 1902) und dessen Bruder Dirk (NL-Meister 1885, 1886, 1887) haben zwar beide ein gesegnetes Alter von über 90 erreicht, aber seit 1954 bzw. 1956 sind sie tot. Das wird ein etwas ungewöhnlicher Kombibericht: erst „normaler“ Turnierbericht (relativ knapp), dann Reisebericht (zur letzten Runde war ich – spontane Entscheidung – vor Ort in Amsterdam), dann noch ein bisschen Schachgeschichte mit Fotos in, kann man den Fotografen nicht verübeln, „abweichender“ Qualität.

Frauen

 

 

Der Untertitel bezieht sich auf den Tiebreak des Damenturniers – Anne Haast unterstrichen, da sie diesen am Ende 3-2 gewann. Zunächst wie üblich der Endstand in beiden Turnieren:

 

Herren bzw. „offenes Turnier“ (Zhaoqin Peng hat mal mitgespielt): Van Foreest 5.5/7 (TPR 2819!), Van Wely 5, l’Ami und Van den Doel 3.5, Reinderman und Bok 3, Werle 2.5, Ernst 2.

 

Damen: Haast 5/7 + 3/5, Paulet 5/7 + 2/5, Hortensius 4.5/7, Kazarian 3.5, Van Weersel und Padurariu 3, Jap Tjoen San 2.5, Middelveld 1.5. Bei den Herren ziemlich niederländische Namen (abgesehen von Erwin l’Ami der vielleicht Ahnen in Frankreich hat), bei den Damen „gemischt“ – zu den Gründen in zwei Fällen siehe unten.

 

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Jorden und Thomas machen Platz für Magnus und Tom – dann Warten auf die Pressekonferenz

Adhiban

 
Der letzte Tag in Wijk aan Zee begann früher (Rundenbeginn 12:00 statt 13:30) und dauerte dann genauso lang wie sonst auch – bzw. einschliesslich Abschlussfeier noch länger, aber die verpasse ich aus logistischen Gründen (letzte Fähre nach Texel) jedes Jahr. Generell kann ich meine Reportertage so zusammenfassen: Anreise – Rundenbeginn – einige Zeit Leerlauf/Warten – Interviews – Rückreise. Diesmal bestand der Teil vor Ort aus Rundenbeginn – Warten – Interviews (Schlag auf Schlag) – Warten – Pressekonferenz. Warum es dazu kam und was es mit dem ersten Teil des Untertitels auf sich hat – siehe unten. Zunächst der Stand nach dreizehn von dreizehn Runden:

 

Masters Carlsen 9/13, Caruana und Ding Liren 8, So, Giri, Eljanov 7, Wei Yi und Mamedyarov 6.5, Karjakin 6, Navara und Tomashevsky 5.5, Hou Yifan, Adams, van Wely 5. Oben also grosse Lücken – Carlsen gewann am Ende (zahlenmässig) klar – unten bzw. ab Platz 4 alles dicht beieinander.

 

Challengers Adhiban, Safarli, Dreev 9/13, Bok und Antipov 7, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6.5, Ju Wenjun 6, Batsiashvili 5, Admiraal 4.5, Haast 2. Vorne ein Foto-Finish (Adhiban hatte zu Recht den besten Tiebreak, und das hat in der B-Gruppe Konsequenzen), dahinter und dann wieder zum Tabellenende grosse Lücken.

 

Carlsen hatte ich bereits im letzten Bericht, also bekommt heute Baskaran Adhiban das Titelfoto. Oder heisst er Adhiban Baskaran? Bei Indern, auch beim bekanntesten (und das wird wohl auf absehbare Zeit so bleiben) Vishy Anand, wird generell der Vorname erwähnt. Fotos auch heute von Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

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Züge und Züge in Utrecht

 

Gruppenfoto Utrecht
Schwerpunkt dieses Berichts ist der Ausflug ins Utrechter Eisenbahnmuseum (siehe Titelfoto und später noch einige). Fotos stammen wieder vor allem von Tata Steel via Facebook, fotografiert hat wieder vor allem Alina l’Ami – aber diesmal nicht nur, andere Quellen werde ich, wenn es soweit ist, erwähnen. Da ich zwei Runden bespreche und auch die B-Gruppe nicht ignoriere, wird wiederum auch Wijk aan Zee einfliessen – was die Partien betrifft zu 75%, da nur die A-Gruppe für (noch) liveeinen Tag auf Tour ging.

 

Zunächst der aktuelle Stand in beiden Gruppen: Masters Carlsen 7/10, Caruana 6.5, So, Giri, Ding Liren, Eljanov 5.5, Wei Yi, Mamedyarov 5, Navara, Karjakin 4.5, Hou Yifan, Tomashevsky, van Wely 4, Adams 3.5. Inzwischen hat jede(r) mindestens eine Partie gewonnen, und nur Carlsen und So sind weiterhin ungeschlagen. Da So nur ein volles Erfolgserlebnis hatte (Runde 1 gegen Giri, seither remisiert er konsequent), können nach menschlichem Ermessen nur noch zwei andere Spieler das Turnier gewinnen.

 

Challengers Adhiban 7.5, Dreev 7, Safarli 6.5, Van Foreest, Sevian 6, Nisipeanu, Antipov, Abasov 5, Bok, l’Ami 4.5, Batsiashvili, Ju Wenjun 4, Admiraal 3, Haast 2. Da gab es einige schachliche Erdbeben und quasi täglich eine neue Spitzentabelle. Alle haben mindestens einmal gewonnen und mindestens einmal verloren, Remiskönig ist – wer hätte das erwartet – Nisipeanu. Jorden van Foreest hat endlich meinen Vorbericht gelesen, in dem ich ihm mehr als Platz 11 (der ihm laut Setzliste „gehört“) zutraute.

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Reiseberichte, Figurenopfer, Interviews, …

 

Donnerstag und Freitag war ich vor Ort – Donnerstag beim Ausflug zum Science Center NEMO in Amsterdam (siehe Titelfoto), Gruppenfoto NEMOFreitag wieder in bekannter Umgebung in Wijk aan Zee. Fotos stammen wieder weitgehend von Tata Steel via Facebook – vor allem von Alina l’Ami aber auch von einem oder mehreren nicht namentlich genannten anderen Fotografen (einmal ist offensichtlich, dass dieses Foto nicht von ihr stammt). Dieser Bericht ist vor allem atmosphärisch, zwischendrin werde ich auch das rein schachliche Geschehen, d.h. die Partien besprechen. Jeder Tag vor Ort geht schon deshalb nicht, da ich an meinen Reisetagen kaum zum Schreiben komme – natürlich Notizen im Presseraum, abliveer keine kompletten Berichte. Professionelle Journalisten machen das abends oder morgens im Hotel, ich pendele, bin so immer den ganzen Tag unterwegs (9:30-21:00 oder 22:00) und denke dann „für heute reicht es“. Und nun kommt der Bericht erst, wenn Runde 7 bereits beendet ist.

 

Dennoch der Stand nach sechs Runden: A-Gruppe Caruana, Ding Liren, Carlsen 4/6, So, Hou Yifan, Eljanov 3.5, Giri, Wei Yi, Karjakin 3, Navara, Mamedyarov 2.5, Tomashevsky, van Wely 2, Adams 1.5. Carlsen hat also aufgeholt und zur Spitze aufgeschlossen – wie/warum siehe unten. In der B-Gruppe liegt nun ein Duo vorne, dahinter einer in Reichweite, der Rest (auch Elofavorit Nisipeanu) bereits etwas abgeschlagen: Dreev und Adhiban 5/6, Safarli 4.5, Nisipeanu, Antipov, Batsiashvili 3.5, l’Ami 3, Bok, Ju Wenjun, Sevian, van Foreest 2.5, Abasov, Admiraal 2, Haast 0. In der A-Gruppe ist 3,5/6 noch eine recht gute Ausgangsposition, aber bei den Challengers liegt das Tempo höher.

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Charaktere beim Schach oder Meine Teammitglieder beim Southport Chessclubvon JULIA MARIE MÄTZKOW, Eberswalde

Na, stehe ich nicht gut?! (Julia Marie Mätzkow, mit den schwarzen Steinen)

Na, stehe ich nicht gut?! (Foto: Christian Mätzkow)

 

Hey, da bin ich schon wieder! Schließlich gibt es gibt noch so viel zu erzählen, was ich alles mit meiner englischen Mannschaft erlebt habe. Und genau aus diesem Grund, stelle ich jetzt die einzelnen Teammitglieder vor. Man muss wissen, dass in unserer Liga ein Team aus sechs Spielern besteht, und es wird doppelrundig gespielt. Des Weiteren finden die Mannschaftskämpfe immer am Trainingstag der gastgebenden Mannschaft statt. Das heißt: meistens wurden die Mannschaftskämpfe an Montagen durchgeführt.

 

Wie schon in meinem ersten Artikel [http://www.chess-international.de/Archive/43199#more-43199] angedeutet, werde ich über den Vereinsleiter schreiben. Gleich am ersten Tag wurde ich mit offenen Armen empfangen. Er gab extra die gerade gespielte Partie auf, so dass ich einen Spielpartner finden konnte. Das hat er fortgesetzt, das ganze Jahr über. Zu Anfang dachte ich, dass er es aus purer Höflichkeit tat. Doch falsch gedacht. Immer wenn er am Verlieren war, hat er nur darauf gewartet, dass ich endlich komme, um sich dann schnellst möglichst aus der Affäre zu ziehen. Schachspieler können ganz schön hinterlistig sein.

 

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Meine Erfahrungen mit dem Southport Chessclub von JULIA MARIE MÄTZKOW, Eberswalde

 

JULIA MARIE MÄTZKOW

JULIA MARIE MÄTZKOW

Ich war ein Jahr in England.   Genau vom 28. August des vergangenen Jahres bis 12. Juni. Was? Das gehört hier doch nicht her! Aber das ist kein normaler Reisebericht …

 

Als meine Eltern mich in den Herbstferien im Oktober in Southport bei Liverpool besuchten, wollte sich mein Bruder unbedingt den örtlichen Schachclub ansehen. Trotz kleiner Sprachbarrieren, konnten sie sich irgendwie verständigen, und Max hat sie sofort verzaubert, sodass sie ihn abwerben wollten …

 

Zum nächsten Training des Southport Chessclub bin ich dann alleine hingegangen und habe mir große Sorgen gemacht, dass ich vielleicht unerwünscht sein könnte… Kurz vor dem Vereinstreffen bin ich dann auch noch in den falschen Bus gestiegen und konnte den Club erst nicht finden. Aber nach zweistündiger Suche hatte ich endlich Erfolg. Leicht verschüchtert kam ich in diesem großen Saal an. Doch schon an der Eingangstür wurde ich von den Mitgliedern freundlich empfangen. Sie haben mir den Vereinsvorsitzenden vorgestellt und dieser konnte sich an meinen Bruder erinnern und hoffte nun auf genauso viel Talent. Das war aber leider falsch gedacht. Er meinte dann, dass ich gegen diesen oder jeden Schachfreund spielen sollte, und ich schlug mich gar nicht so schlecht, wie ich anfangs noch angenommen hatte.

 

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Anekdoten, Geschichten und ein bisschen Schach

 

Nick Schilder

Nick Schilder (by Alina I`Ami)

Mehrfach habe ich bereits festgestellt, dass man die Partien selbst fast besser zu Hause im Internet verfolgen kann. [Soweit habe ich diesen Beitrag vor Ort in Wijk aan Zee geschrieben, dann kam immer wieder was dazwischen … jetzt mache ich auf demselben Laptop an anderem Ort – wieder zu Hause – weiter]. Aber „vor Ort in Wijk aan Zee“ (oder potentiell auch anderswo) livehat andere Vorteile – welche wird hoffentlich im weiteren Verlauf deutlich. Ich habe beschlossen, die Partien eher am Rande zu erwähnen, das kommt dann vielleicht im ’normalen‘ Zwischenbericht vor dem ersten Ruhetag. Stattdessen vor allem diverse Anekdoten. Ein Gast im Pressebereich meinte „auch das interessiert die Leser“. Den Namen verrate ich nicht, nur ein paar Hinweise: er hat ein paar (hundert) Elopunkte mehr auf seinem Konto als meinereiner, ist in anderer Funktion vor Ort, ziemlich gross gewachsen und Däne.

 

Was kann der Leser erwarten? Kurz zusammengefasst unter anderem: Welche Sprachen werden im Presseraum gesprochen? Wie berichten Massenmedien – damit meine ich nicht nur das norwegische Fernsehen – über das Turnier? Und ein kleines bisschen werde ich auch nicht über Politik schreiben. Das Ganze teils chronologisch, teils nach Themen geordnet.

 

Die Anreise am Samstag war weitgehend wie üblich, trotz Sturm fuhren öffentliche Verkehrsmittel. Nur beim Umsteigen in Beverwijk regnete es kräftig und blies der Wind auch noch aus der verkehrten Richtung – 200m vom Bahnhof zur Bushaltestelle sind dann 200m zu viel. Im Nachhinein hätte es gereicht, etwa zehn Minuten zu warten, aber dann hätte ich den Bus verpasst. Später erfuhr ich, dass einige per Auto angereiste Amateur-Teilnehmer auf der Autobahn

Turnierseite Livestream Partien-Master Partien-Challenger

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Ein Reisebericht voller Kontraste

 

Masterclass RomanishinUnd noch ein alliterierender Untertitel: Romanischin, Robert Ris-ing Stars und der rasende Reporter Rudi Thomas Richter. Ziemlich zu Anfang sollte ich erwähnen, dass dies quasi die Eröffnung der Amsterdam Chess Academy war, ein Projekt von IM Robert Ris. Auf deren Homepage fand ich auch das Titelfoto von Peter Doggers – zu sehen sind im Uhrzeigersinn Romanischin am Demobrett, hinten Robert Ris, zwei mir unbekannte Schachfreunde, ich selbst (mit rotem Pullover über dem Stuhl), noch ein Unbekannter und Yochanan Afek – IM, Endspielstudienkomponist, Schachtrainer, Journalist usw. , Romanischin begrüsste ihn zuvor mit „hello, my dear old friend!“. Dahinter, nicht auf dem Foto, noch eine Reihe Stühle, insgesamt waren es etwa ein Dutzend Zuschauer/Zuhörer. Als ‚Teaser‘ vorab eine ganz kurze Zusammenfassung dessen, was Romanischin erzählte: Erinnerungen an alte Zeiten. Damals gab es noch die Sowjetunion und Hängepartien, damals gab es weder starke Schachcomputer noch Rauchverbot am Brett und anderswo. Sowjetunion wird im weiteren Bericht nur insofern erwähnt, dass fast alle gezeigten Partien aus sowjetischen Turnieren stammen, der Rest wird nach und nach einfliessen.

 

Kontrastprogramm bezieht sich darauf, dass ich vormittags den Amsterdam Marathon in drei Stunden lief und nachmittags vier Stunden meinem anderen Hobby widmete. Quatsch, erstens laufe ich maximal Halbmarathons, zweitens brauche ich auch für zwei Halbmarathons zusammen (mit dazwischen einigen Wochen Pause) mehr als drei Stunden, drittens könnte ich mich nach einem (Halb)Marathon nicht auf Schach konzentrieren. Ich war stattdessen doppelt Konsument, Zuschauer zuerst beim Marathon-Finish und dann im Cafe Batavia direkt gegenüber vom Amsterdamer Hauptbahnhof.

 

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Jugend gegen Erfahrung in Maastricht

 

Früher spielte Erwin l’Ami mit bei den “Rising Stars vs. Experience” Duellen; inzwischen ist er 29 Jahre alt bzw. immer noch jung – beim Limburg Open am 2014_dagp_28Pfingstwochenende bekamen er und andere Grossmeister es mit einer Reihe junger Spieler zu tun. Traditionell spielt in Maastricht fast die komplette niederländische Jugendspitze. Dieses Jahr fehlten eigentlich nur Robin van Kampen und Benjamin Bok – die sind bereits GMs und erwarten/verlangen daher vermutlich Konditionen. Die besten deutschen Jugendlichen waren verhindert, da parallel die deutsche Jugendmeisterschaft lief. Um das Ergebnis bereits vorwegzunehmen: Nur Erwin l’Ami kam dabei (fast) ungeschoren davon, bestätigte seine Favoritenrolle und war am Ende alleiniger Turniersieger. Da der Schachticker schon zweimal ein Foto von ihm hatte (zusammen mit Ehefrau Alina), wähle ich diesmal ein anderes von der Siegerehrung (Quelle Turnierseite), das besser zum Gesamtbild passt. Das sind einige der Spieler, die den 6.-14. Platz teilten: von links nach rechts Tycho Dijkhuis, GM Ruud Janssen, WGM/IM Alina l’Ami [also doch, ausserdem war sie damit beste Dame], Turnierdirektor Hans Ouwersloot, Thomas Beerdsen, Paul Dreuning vom limburgischen Schachverband und IM Mher Hovhannisyan. Für alle Ergebnisse aller Gruppen verweise ich wiederum auf die Turnierseite.

 

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Ein atmosphärischer Bericht mit Interviews

 

Auch diesmal werde ich die Partien nicht oder kaum besprechen – das machen andere, das können andere besser!? Stattdessen wähle ich auch die Kategorie "Reisebericht". Sonntag war ich abwechselnd hinter und vor den Kulissen, im Pressebereich und im Spielsaal. Diesmal versuchte ich gar nicht erst, beim Livekommentar vor Ort in der Grundschule nebenan vorbeizuschauen: Samstag war es da komplett voll, davor warteten etwa 15 Schachfans. Ich versuchte, mich mit meinem Presseausweis vorzudrängeln, aber die Tata-Offiziellen die den Eingang bewachten sagten nach kurzer Beratung miteinander: "Sorry, alle Stühle sind besetzt, und die Feuerwehr erlaubt nicht, dass Leute stehen." Seit der Neujahrsnacht 2000-2001 gibt es, wie ich hinterher auch Dirk Poldauf erklärte, hierzulande recht strenge Brandschutz-Vorschriften.

 

Die Sieger der A- und B-Gruppe standen ja bereits einen Tag vor Turnierende fest, kurz nach Beginn der Runde war auch die Amateurgruppe 4H entschieden. Mein Vereinskollege Mohamed akzeptierte nach 10 Zügen das gegnerische Remisangebot und war damit Wertungssieger vor diesem mit ihm punktgleichen Jungtalent. Er spielte gegen den 13-jährigen Australier Finley Dale, dessen zwei Jahre älterer Bruder IM Ari gewann die Amateur-Topgruppe. Da besiegte er u.a. Giris Freundin Sopiko Guramishvili in 24 Zügen, wo wird das noch hinführen? [Die Partien des Top Tienkamps gibt es hier, ansonsten habe ich sie mir nicht angeschaut]. Vielleicht führt es nächstes Jahr in die B-Grossmeistergruppe, was ist (vgl. mein Bericht gestern) das australische Wort für 'gaaf' oder 'geil'? Eine Frage ist mir zu spät eingefallen – auf dem Rückweg nach Hause "wollte" ich Ian Rogers, ebenfalls vor Ort im Presseraum, fragen: "Kennen Sie/Kennst Du [auf Englisch ja "you"] die Dale-Brüder?"

 

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Alte und neue Meister im Rijksmuseum

 

Es war bereits ein langer Tag für mich, daher nur ein paar Impressionen zum Drumherum in Amsterdam und kaum zum Geschehen auf den Schachbrettern – das hole ich später nach bzw. dazu kann sich der Leser anderswo informieren. Ich war vor Ort im Rijksmuseum – sicherheitshalber (da ich nicht wusste wie es dort genau laufen würde) etwa eine Stunde vor Beginn der Runde, und das lohnte sich. Ich durfte gleich die Treppe herunter zum Auditorium, während ein mit angereister Vereinskollege draussen bzw. im Foyer warten musste – Einlass für Zuschauer war erst 10 Minuten vor Rundenbeginn. Kaum war ich da, schon sagte Pressechef Tom Bottema: „So, wir gehen zur Nachtwache!“

So geschah – vorneweg Tata-Offizielle und die Teilnehmer der A-Gruppe, dahinter ein ganzer Pulk Journalisten. Sinn der Sache war ein Fototermin, selbst habe ich nicht fotografiert. Das Foto gibt es zum Beispiel auf der Turnierseite, und Evgeny Surov hat ein Video dazu. Gegen 1:46 bin ich kurz im Bild (im dunklen Jackett ohne Krawatte, der mit Krawatte ist Wesley So); allerdings wusste ich das nicht und habe daher auch kein Kamera-Gesicht. Das ’normale‘ Museumspublikum war etwas verdutzt, was ist hier denn los??

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VON JULES WELLING

 

Zu Weihnachten 2012 hatten wir die russische Weihnachtsgeschichte „Ein Läufer hält vier Springer in Schach!“ veröffentlicht, die Schach-Ticker-Webmaster Franz Jittenmeier so gefiel, dass er sie noch einmal am 22. Dezember diesen Jahres auf unsere Webseite stellte [http://www.chess-international.de/?p=21850#more-21850]. Vom gleichen Autoren fand ich nun beim Stöbern im Schachkalender 1994 der Edition Marco von dem bekannten und beliebten niederländischen Schachjournalisten den folgenden Beitrag, den wir Ihnen mit Genehmigung des Verlegers Arno Nickel hier präsentieren können.

 

Apropos ältere Schachkalender-Ausgaben – ich bin glücklicher Besitzer aller Bände seit der Premiere 1984. Einige wenige Restexemplare des Bandes von 1994 sind noch käuflich für 6,00 € über folgenden Link zu erwerben: http://www.edition-marco-shop.de/epages/64079634.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64079634/Products/00011. Das gilt übrigens auch für das empfehleswerte schmale Bändchen „Aus erste Hand“ („Uit de eerste Hand“ ist der Titel der niederländischen Originalausgabe von 1991), in dem Jules Welling [Jahrgang 1949] seine persönlichen Erinnerung an Begegnungen mit den Großmeistern des Schachs festgehaltne hat und das ebenfalls 1994 in der Edition Marco erstmals in deutscher Sprache erschienen ist…

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Ein Bericht von einer ungewöhnlichen Reise auf dem zweitgrößten Kreuzfahrtschiff der Welt von MICHAEL DOMBROWSKY, Hamburg [Teil 1]

 

Für das Fehlen Michael Dombrowskys bei der Premiere seines Buches „Berliner Schachlegenden…“ – es ist gerade in der Edition Marco erschienen – am vergangenen Sonntag [24. November] gab es gute Gründe. Er hatte nämlich eine Schachschiffsreise nach Miami gebucht und dann sinnvoller Weise noch ein paar Tage L.A. dran gehängt. Als er sich für dieses Abenteuer entschied, war freilich noch nicht abzusehen, dass eben am letzten Sonntag in November 2013 – es war der 113. Geburtstag von Kurt Richter, dessen wieder hergestellte Grabstätte just an diesem Tag übergeben wurde – diese Veranstaltung stattfinden würde. [siehe DSB-Webseite http://www.schachbund.de/news/am-grab-von-kurt-richter.html] Aber sei es drum, Er wünschte viel Erfolg und hoffte vor allem, dass das Wetter mitspielt. Vorab hatten wir vereinbart, dass er für den Schach-Ticker exklusiv von ungewöhnlichen Kreuzfahrt berichtet. Und unser Mann aus Hamburg hat natürlich Wort gehalten. Hier nun Teil 1 – es folgt in den nächsten Tagen ein Interview mit Jörg Hickl, dem Organisator solcher außergewöhnlichen Abenteuerreisen, bei denen Schach groß geschrieben wird.

 

Zwei Wochen auf hoher See, nur zwei Stops auf Madeira und St. Thomas während der rund 8500 Kilometer, die der Luxusliner zurücklegte, dazu Schach satt: So hat das Programm einer ungewöhnlichen Schachreise ausgesehen. Großmeister Jörg Hickl und sein Unternehmen „Schachreisen“ hatte diese ganz besondere Schachtour angeboten. (Foto: Das prächtige Kreuzfahrtschiff)

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