Schnellschach

Am Ende lacht Carlsen

Carlsen
Es passiert mitunter, dass das „Konzept“ für einen Artikel (Überschriften, Fotos, …) bereits ’steht‘ – und dann doch hinfällig wird bzw. nach der jeweils letzten Runde im Turnier nicht mehr passt. Aber so unvorhersehbar wie beim Schnellschach in Leuven warlive es selten – auch wenn manche einwenden mögen „klar doch, dass Carlsen am Ende vorne liegt“. Auf dem Titelfoto (alle Fotos wieder von der Grand Chess Tour) blickt er noch recht mürrisch drein – erstens tut er das ohnehin oft, zweitens stammt das Foto von Tag eins (Tag zwei aktuell noch nicht online) und da hatte er durchaus Grund dazu.

 

Endstand des Schnellturniers dann: Carlsen 12/18, So 11, Aronian und Anand 10, Caruana 9, Topalov, Giri, Vachier-Lagrave 8, Kramnik und Nakamura 7. Ja, das stimmt so, auch was Nakamura betrifft.

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Diesmal im belgischen Leuven

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Nach jedem Turnier kann man fragen „was, wenn es noch einmal komplett von vorne beginnt?“. Meistens ist diese Frage zwar „nett“ oder „interessant“, aber rein hypothetisch – aber die Chess Tour setzt in dieser Hinsicht neue Masstäbe im Schach. Gerade ist livedas Turnier in Paris vorbei, schon wird es in Leuven wiederholt – mit (bis auf ein Detail) identischem Format und fast identischem Teilnehmerfeld. Einziger Unterschied: Anand ist diesmal dabei, damit ist für Fressinet kein Platz (und ein belgischer Spieler, wer auch immer, wäre ohnehin aktuell eine ziemlich wilde Wildcard).

 

Für Leser mit kurzem Gedächtnis wiederhole ich die Teilnehmerliste – heute mal alphabetisch und damit zu Beginn die „Pointe“: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov, Vachier-Lagrave. Dieser Endstand wäre aus meiner Sicht sehr überraschend, denn MVL traue ich mehr zu.

Titelbild (Fotograf Marco Mertens, Quelle Turnierseite): Austragungsort, das historische Rathaus von Leuven.

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Nakamura vor Carlsen, Topalov und Caruana Flop

Bühne
Die beiden im Untertitel zuerst Genannten zählten natürlich, was Nakamura betrifft speziell bei verkürzter Bedenkzeit, zum engeren Favoritenkreis. Vorne liegen sie auch, da einige ihrer Gegner einfach schlecht gegen sie spielten bzw. übel patzten, währelivend sie selbst derlei in allen neun Runden vermeiden konnten (Ausnahme Carlsen gleich zu Beginn). Topalov am Tabellenende ist aus meiner Sicht nicht überraschend: erstens ist er kein guter Schnellschachspieler, zweitens hat er sich für die Chess Tour mit Ergebnissen aus der Vergangenheit qualifiziert, deren Haltbarkeitsdatum eventuell überschritten ist (sagte er selbst nach dem Kandidatenturnier). Caruana konnte dagegen in der Vergangenheit auch im Schnellschach überzeugen, diesmal hatte er ein für seine Verhältnisse ganz schlechtes Turnier.

 

Wie auf dem Titelfoto zu sehen, haben insgesamt zehn mitgespielt (einer ist ziemlich verdeckt aber doch dabei), mit diesen Ergebnissen: Nakamura 7/9, Carlsen 6.5, So und Vachier-Lagrave 5.5, Kramnik 5, Giri und Aronian 4.5, Fressinet 2.5, Topalov und Caruana 2. Alle Fotos stammen von der Grand Chess Tour – hier bzw. ab da über Flickr. Generell habe ich bei den Fotos den Eindruck, dass Inszenierung wichtiger ist als Schach an sich: bei weitem die meisten Fotos von Tag Null vor dem eigentlichen Turnier, und relativ wenige direkt von den Partien. Auf dem Titelfoto im Vordergrund das kaum erkennbare Publikum. Eintritt war 20 Euro bzw. 15 Euro für Mitglieder des französischen Schachverbands – angemessen oder nicht, das darf der Leser selbst beurteilen. Es ist jedenfalls mehr als doppelt so viel wie in Dortmund (Tageskarte 7 Euro, Dauerkarte 26 Euro), und unendlich mal so viel wie in Wijk aan Zee oder Zürich (Eintritt jeweils gratis).

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Paris, danach Leuven in Belgien

Nachdem Norway Chess sich nach einem Jahr schon wieder verabschiedete, hatte die Chess Tour bekanntlich ein Problem – nur noch Sinquefield Cup und London Classic wäre etwas wenig für eine „Tour“. Aber sie fanden neue Austragungsorte und neue Sponsoren, die allerdings Schnell- und liveBlitzschach bevorzugten und/oder nur ein „halbes“ Turnier finanzieren wollten. Da Frankreich und Belgien Nachbarländer sind und da im Juni noch Termine frei waren im Kalender, bot es sich an, die Turniere direkt nacheinander durchzuziehen – mit nahezu identischem Teilnehmerfeld. In Paris spielen vom 9.-12.6. Carlsen, Kramnik, Caruana, Aronian, Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, So, Topalov und Fressinet. In Leuven (17.-20.6.) macht dann Fressinet Platz für Anand. Wie das Teilnehmerfeld genau zustande kam und warum Anand in Paris fehlt, dazu später mehr. Damit die Spieler sich zwischendurch nicht langweilen bzw. jedenfalls beschäftigt sind, gibt es auch noch ein Rahmenprogramm.

 

Beim Titelfoto hebe ich generell fast nie einen Spieler besonders hervor, es gibt auch keine Ausnahmen für Norweger die – im Rahmen der Chess Tour – dieses Jahr nur Schnell- und Blitzschach spielen. Stattdessen der Austragungsort: das Maison de la Chimie ist durchaus repräsentativ, ausserdem mitten in Paris – ca. 300m Luftlinie zum Eiffelturm.

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Spanische Experimente – wobei nicht immer Spanisch gespielt wird


Kurz vor Turnierbeginn (ab 14:30 heute Freitag 3. Juni) eine kurze Vorschau zu einem etwas anderen Turnier. Spanien experimentiert gelegentlich mit etwas anderen Turnierformaten – vor Jahren hatten sie „Advanced Chess“ eingeführt (Computerhilfe während der Partie erlaubt) und irgendwann wieder eingestellt, nun nennen sie das neueste Experiment „neoklassisch“. Das bezieht sich nicht auf die Zeitkontrolle (25 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement ist schlichtweg Schnellschach), sondern darauf, dass die Spieler Eröffnungen vorgesetzt bekommen, die sie kennen und mögen oder auch nicht.

 

Mehr passt nicht in den Teaser, nur noch die Teilnehmer: Vallejo, Ponomariov, Granda Zuniga, Short, Anton Guijarro. Das Titelbild gebe ich Julio Granda Zuniga, der mit fast 50 Jahren zwei Dinge zum ersten Mal im Leben schaffte: Elo fast 2700 und ein Platz in der deutschen Schachbundesliga (für DJK Aufwärts Aachen). Irgendwo habe ich gelesen, dass er nicht mehr Obstbauer in Peru ist sondern (was die Anreise zur deutschen Bundesliga sicher erleichtert) inzwischen in Spanien lebt. Jedenfalls spielt er jede Menge Turniere in und um Spanien, das Foto stammt vom Andorra Open 2014 (Quelle Federació d’Escacs Valls d’Andorra via Wikipedia). Danach gibt es auch noch ein Open, in dem neben den fünf bereits genannten Grossmeistern auch unbekanntere spanische GMs und Amateure mitspielen, daneben auch ein paar Nicht-Spanier. Einer dieser „Exoten“ ist beim deutschen Publikum wohl relativ bekannt, aber da bitte ich die Leser um etwas Geduld.

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Am Ende siegt doch der Favorit

Logo

 

Ein bisschen erinnerte das Kurnosov Memorial an die Berliner WM im Blitzschach: Auch da kam Grischuk „von hinten“ und war zum Schluss Weltmeister. Unterschiede gibt es auch: Damals war er nicht klarer oder einziger Favorit, und damals hatte er vier Runden vor Turnierende anderthalb Punkte Rückstand auf den „uneinholbar führenden“ Vachier-Lagrave. Diesmal hatte er nach sieben von elf Runden nur einen Punkt Rückstand auf das Duo Movsesian-Inarkiev; kein anderer Spieler „hatte das Turnier bereits gewonnen“. Damals wie diesmal brauchte und erzielte er 3,5 Punkte aus den wichtigen vier letzten Runden.

 

So stand es am Ende: Grischuk 9/11, Smirnov, Riazantsev 8.5, Rublevsky, Movsesian, Inarkiev, Maletin, Shomoev, Lysyj, Yudin, Khusnutdinov, Bocharov 8, usw. (insgesamt 145 Teilnehmer). Alle Grossmeister, mehr oder weniger bekannte Namen, zwei Nicht-Russen fallen heraus: Sergei Movsesian ist Armenier, Rustam Khusnutdinov ist Kasache. Da es keine Vorschau zum Turnier gab, gibt es nun erst ein bisschen Vorschau hinterher. Danach werde ich auf einige Runden eingehen und das teilweise dramatische Geschehen auch diagrammatisch dokumentieren. Da mag der Eindruck entstehen, dass vor allem üppig gepatzt wurde: das gehört im Schnellschach dazu, aber es gab auch recht hochklassiges Schach – nur dann eben ohne den einen Moment in dem die Partie kippte.

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Hans-Joachim Vatter ist Deutscher Schnellschachmeister der Senioren. Christian Clemens gewinnt  bei den Nestoren,  Hannelore Neumeyer  bei den Damen – Ein Bericht von GERHARD MEIWALD

 

Seniorenschnellschachmeister 2016 vlnr FM Kuno Thiel-FM Hans-Joachim Vatter-FM Christof Herbrechtsmeier

FM Kuno Thiel (2), FM Hans-Joachim Vatter (1) und FM Christof Herbrechtsmeier (3)

Am 5. und 6. Mai 2016 fand im wunderschönen hessischen Städtchen Bad Sooden-Allendorf die Deutsche Schnellschachmeisterschaft der Senioren statt. Gerhard Meiwald, Seniorenreferent des DSB zeigte sich bei der Begrüßung hocherfreut, dass 56 Teilnehmer den Kampf um den Meistertitel aufnahmen, darunter auch 6 Frauen. 28 Teilnehmer hatten eine ELO-Zahl von über 2000 und es waren 10 Fidemeister angetreten.

 

Topfavorit FM Clemens Werner (Karlsruher SF 1853, ELO 2345) führte diese Rangliste an vor Titelverteidiger FM Hans-Werner Ackermann (SSC Rostock, ELO 2307) und FM Gottfried Schumacher (HTC Bad Neuenahr-Ahrweiler, ELO 2260) sowie FM Hans-Joachim Vatter (SC Untergrombach, ELO 2255) und FM Christof Herbrechtsmeier (SC Emmendingen, ELO 2238) denen beste Titelchancen einzuräumen waren. Aber auch die sehr spielstarken Nestoren FM Dr.Christian Clemens (SC BS Gliesmarode, ELO 2205), FM Juri Ljubarskij (Hannover 96, ELO 2212) wollten um den Titel mitspielen.

 

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Kollars, Bortnyk und van Wely (und viele andere)

Schnellschach

van Wely
Die erste Märzwoche ist vorbei, und damit auch das erste Turnier aus meiner Liste – Aeroflot in Moskau hatte schon zuvor begonnen, ist allerdings noch in der heissen Phase, nebenbei-zwischendrin in diesem Artikel später ein kurzes Zwischenfazit. Ansonsten berichte ich heute aus dem lettischen Jurmala („aus“ ist nicht wörtlich gemeint, ich war im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Schachspielern nicht vor Ort), und zwar über gleich drei Turniere. Zunächst jeweils der Endstand, bei mehr als 10 Teilnehmern werde ich dabei nicht alle erwähnen:

 

GM-Normturnier: IM Kollars und GM Neiksans 6.5/9, IM Kantans und IM Meskovs 5.5, GM Stupak und IM Ladva 5, IM Carlstedt 4.5, GM Miezis 4, FM Lokander 2, FM Kenneskog 0.5. Da hat aus baltischer Sicht der falsche IM gewonnen und eine GM-Norm erzielt, aus deutscher Sicht war es der richtige.

 

Blitzturnier: GM Bortnyk 9/11, GM Kovalenko 8.5, GMs Vitiugov, Shirov, Naiditsch, IM Ladva, GMs van Wely, Piorun, IM Krivonosov, GM Gleizerov 8, usw. (118 Teilnehmer).

 

Schnellschach: GMs van Wely, Ivanchuk, Shabalov, Neiksans 9/12, GMs Stupak und Alekseev sowie IM Kantans 8.5, 8/12 unter anderem GMs Vitiugov, Naiditsch, Malakhov, Shirov und Kovalenko (128 Teilnehmer, der vorab angekündigte Daniel Fridman war doch nicht in seiner alten Heimat).

 

Das Titelbild (alle Fotos Quelle Turnierseite) gebe ich Loek van Wely.

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Ding Liren und Kosteniuk sind am Ende die besten Basken

 

Was geDing Lirennau baskisches Schach ist, zeigen andere Fotos noch besser als das Titelfoto (alle Fotos Gu Xiaobing – Turnierseite), aber Ding Liren hat nun einmal bei den Herren gewonnen. Es ist, wenn man so will, simultan gegen einen Simultanspieler – allerdings wird nur an zwei Brettern gespielt, jeder hat einmal Weiss und einmal Schwarz, und man kapartiennn auf einem Stuhl hin und her rollen oder eventuell in der Mitte sitzen bleiben. Wie die Spieler ihre Aufmerksamkeit und Bedenkzeit über beide Partien verteilten, wieweit Stellungen auf einem Brett Entscheidungen und letztendliche Ergebnisse auf dem anderen Brett beeinflusst haben, usw. – all das konnte ich live kaum beurteilen, und im Nachhinein auch nicht.

 

Zunächst der Spitzenstand in beiden Turnieren, und dann eher kurz wie es dazu kam:

 

Herren: Ding Liren 7/10, Navara 6(2737), Ponomariov 6(2710), Tomashevsky 6(2708), Mamedyarov 6(2707) usw. In Klammern jeweils der gegnerische Eloschnitt, der als Tiebreaker diente; dahinter vier Spieler mit 5,5/10 und teilweise nach Elo noch stärkeren Gegnern.

 

Damen: Kosteniuk 7/10, Dzagnidze 6.5, Gunina 6, Huang Qian, Mkrtchian, Lagno, Stefanova 5.5. Bei den Medaillen also klare Verhältnisse.

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Schnellschach und Blitz für Herren und Damen

 

Teil 3 wird dann Baskisch, aber dazu gibt es einen eigenen Bericht (in dem ich unwissende Leser aufklären werde, was das bOpening ceremonyedeutet). Wenn es einen Nachfolger von Amber-Turnieren und Schnellschach in Mainz gibt, dann die Mind Games – dieses Jahr offiziell „IMSA Elite Mind Games“. Bisher wurden sie immer imlive Dezember in Peking ausgetragen – das kollidiert mittlerweile nicht nur mit dem London Chess Classic, sondern auch mit dem Katar Open. Vielleicht deswegen gab es das Turnier bzw. die Turniere 2015 nicht, aber nun Ende Februar/Anfang März 2016. Auch nicht mehr in Peking, sondern in Huai’an – mir ehrlich gesagt kein Begriff, aber immerhin, je nachdem welche Wikipedia-Seite man konsultiert und ob man „municipality“ oder „four urban districts“ berücksichtigt, eine Stadt mit 2,5-5 Millionen Einwohnern und einem Flughafen für Inlandsflüge. Da von den Teilnehmer(inne)n keine und keiner durchgehend herausragte, stammt das Titelfoto von der chinesisch angehauchten Eröffnungsfeier (alle Fotos Gu Xiaobing – Turnierseite).

Auch zu diesem Termin hatten die Mind Games Konkurrenz vom seine Schatten vorauswerfenden Kandidatenturnier, sowie vom WM-Match der Damen: Karjakin, Nakamura und Aronian, die bei früheren Auflagen oft vorne mitmischten, verzichteten auf die Reise nach China. Warum Grischuk – Doppelsieger im Dezember 2014 – ebenfalls verzichtete, weiss ich nicht. Hou Yifan, die bisher auch immer mitspielte (und phasenweise, aber nicht durchgehend dominierte), ist derzeit nicht in China sondern wohl bereits in Lviv/Ukraine. Dabei waren immerhin noch diverse Spieler mit Elo über 2700 oder gar (im Schnell- und/oder Blitzschach) über 2800. Um eines vorwegzunehmen: Mamedov hat im Blitz diesen Super-Elitestatus bestätigt, während Ivanchuk selbiges im Schnell- und Blitzschach nicht schaffte.

 

Aus deutscher Sicht interessant: Elisabeth Paehtz darf mitspielen. Für die FIDE Grand Prix Serie ist sie als Weltranglisten-27. nicht gut genug, aber im Schnell- und Blitzschach ist sie in den top20. 2012 gewann sie im Blitz immerhin Bronze, diesen Erfolg konnte sie seither nicht wiederholen, dieses Jahr auch nicht. Und nun vier Turniere der Reihe nach:

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerBaskisch LIVEWann wird was gespielt

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Moskau, Jurmala, Reykjavik, Ho-Ch-Minh-Stadt, Karlsruhe, (im April Bangkok)

 

live

Ab heute 13 Uhr: Aeroflot Open 2016 LIVE!

Mit „Moskau“ meine ich diesmal nicht das Kandidatenturnier – das in der zweiten Märzhälfte (11.-28.3.) sicher hier und anderswo doBoris_Gelfandminieren wird, aber dafür haben sich laut Regelwerk nur acht Spieler qualifiziert. Der Rest darf bzw. muss zuschauen (einige werden sicher auch sekundieren) oder anderswo Schach spielen. Thema dieses Artikels ist (Aeroflot und andere) offene Turniere – Schlag auf Schlag und teilweise parallel zueinander. Da treffen Amateure und Profis aufeinander, die Grenze ist etwas fliessend – es gibt auch „Halbprofis“. Profis kann man eventuell weiter in drei Gruppen unterteilen: 1) diejenigen, die (jedenfalls zeitweise) genug Einladungen zu hochkarätigen Rundenturnieren bekamen und daher allenfalls sporadisch in offenen Turnieren spiel(t)en, 2) die breite Masse, für die offene Turniere Routine und wichtige Einnahmequelle sind, 3) Personen, die ihren Lebensunterhalt weiterhin mit Schach verdienen, aber nur noch gelegentlich selbst am Brett sitzen.

 

Beim Titelbild zögerte ich, wem ich es geben soll, und habe mich bewusst für ein altes Foto entschieden (Quelle stefan64-Wikipedia). Es ist ziemlich genau zehn Jahre alt und stammt aus Wijk aan Zee 2006, damals hiess das Turnier noch Corus Chess. Leser und Leserinnen erkennen den Herrn vermutlich, da er sich äusserlich kaum verändert hat: Boris Gelfand. Im anderen Moskauer Turnier führt er die Setzliste an, da und später anderswo sind noch mehr Spieler dabei, die in WM-Zyklen schon einmal die Endphase erreichten: Kamsky (Aeroflot und Karlsruhe), Ivanchuk und Shirov (Jurmala), Mamedyarov (Reykjavik), Short (Bangkok). Aber nun der Reihe nach:

 

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Elisabeth Paehtz in China – Ein Mammutturnier der Brettspiele

 

Offizielle Seite

Vom 25.2. bis 3.3. werden in der chinesischen Provinz Jiangsu, in der Millionenstadt Huaian, in nichtolympischen Sportarten  Sportarten wie Sclivehach, Go, Chinesisches Schach und Bridge, Wettkämpfe ausgetragen. Sowohl bei den Männern wie bei den Frauen sind Spieler und Spielerinnen der Weltklasse am Start. Insgesamt nehmen 143 Spieler und Spielerinnen an diesem Spektakel teil.

 

Frauen:
Ju, Wenjun CHN GM 2558; Kosteniuk, Alexandra RUS GM 2554; Lagno, Kateryna RUS GM 2529;  Dzagnidze, Nana GEO GM 2529; Harika, Dronavalli IND GM 2511;  tefanova, Antoaneta BUL GM 2509; Z;hao, Xue CHN GM 1985 ; Ta;n, Zhongyi CHN WGM 2504; Khotenashvili, Bela GEO GM 2502; Gunina, Valentina RUS GM 2496; Paehtz, Elisabeth GER IM 2472; Krush, Irina USA GM 2458; Huang, Qian CHN WGM 2450; Ushenina, Anna UKR GM 2450; Socko, Monika POL GM 2448; Mkrtchian, Lilit ARM IM 2434;

 

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerWann wird was gespielt In Huaian ist es 7 Stunden später als in Deutschland

 

 

Männer:

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Der Zocker/Glückspilz Nakamura ist gleicher als der Schachspieler Anand

 

Ja, das ist starker Tobak. Einem Leser, der alles weiss bis auf seinen eigenen Klarnamen (bzw. diesen im Internet nicht mitteilt), wiAnand-Nakamura (opening blitz)rd es sicher nicht gefallen. Und auch andere Nakamura-Fans werden „Nakamura hurra!“ rufen und Anand womöglich allenfalls nebenbei erwähnen. Aber ich sehe das anders und gebe jedenfalls beiden das Titelfoto – alle Fotos von David Llada, via Turnierseite bzw. Facebook. Der Untertitel „entstand“ im Turnierverlauf, nach und nach sollten zumindest unvoreingenommene Leser meine Einschätzung verstehen (wenn auch nicht unbedingt teilen). Vorab nur kurz zusammengefasst: Nakamura spielte zwar erfolgreiches aber relativ durchwachsenes Schach, Anand hat mich mehr überzeugt. Etwas gegnerische Hilfe gehört zumal im Schnell- und Blitzschach dazu, aber bei Nakamura war es bei gleich drei von vier Siegen offensichtlich, ausserdem überlebte er noch diverse Verluststellungen.
 

Wie dem auch sei, das ist der Endstand: Nakamura und Anand 10.5/15, Kramnik 9.5, Giri und Aronian 5.5, Shirov 3.5. Für 10 Partien gab es maximal 15 Punkte, da Schnellschach bzw. „neuklassisch“ doppelt zählte. Warum Nakamura gegenüber Anand den besseren Tiebreak hatte war kurios, was danach passierte war (vor allem wenn man Zürich 2015 mit einbezieht) auch kurios.

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Im Juni noch mehr Schnell- und Blitzschach auf hohem Niveau

 

„Hohes NiHotel Savoyveau“ bezieht sich jeweils jedenfalls auf die Elozahlen – wie hochklassig die Partien bei wenig Bedenkzeit dann sind wird sich zeigen. Geplant und umgesetzt: ein Vorbericht zur Zürich Chess Challenge 2016. Spontan da „breaking news“ und zeitlich (im doppelten Sinne) passend: neues von der Chess Tour – so neu dass es auf der hier verlivelinkten Seite noch nicht erwähnt wird, aber einige haben ihren Informationsvorsprung auf Twitter weltweitwebkundig gemacht.

 

Aber zunächst zu Zürich: Die Schachgesellschaft Zürich und/oder Sponsor Oleg Skvortsov experimentieren gerne mal, diesmal mit der Bedenkzeit. Dazu gleich mehr, zunächst die Teilnehmer nach aktuellster Elo sortiert: Kramnik, Giri, Aronian, Nakamura, Anand, Shirov. Das ist durchaus ein attraktives und hochklassiges Feld – auch wenn Anand nach seinem Abenteuer Gibraltar zum ersten Mal seit ewig (zumindest in diesem Jahrtausend) live nicht mehr top10 ist und Carlsen nicht eingeladen wurde. Das hat er hier bestätigt, zum möglichen Hintergrund siehe hier. Shirov ist wohl dabei, da er beim Europacup für die Schachgesellschaft Zürich spielte – nachdem russische Teams ihn wohl wegen inzwischen zu wenig Elo aussortierten. Das ist noch nicht alles: im Rahmenprogramm noch ein kurzes Match (zwei Partien) zwischen Gelfand und Morozevich. Gelfand hat aktuell Elo 2735 (war mal mehr), Morozevich 2683 (war mal viel mehr), beide muss ich dem Publikum wohl nicht vorstellen, die sechs zuvor erwähnten (einschliesslich Shirov) auch nicht.

 

Eines bleibt in Zürich beim alten: der Austragungsort im historisch-schicken Savoy-Hotel mitten in der Stadt (Titelfoto Quelle Turnierseite).

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Heisse Duelle im eiskalten Tallinn

Kovalenko
Das Keres-Memorial konnte ich, ähnlich wie die WM im Schnell- und Blitzschach, nur bedingt live verfolgen. Freitag hatte ich Zeit, aber in den ersten vier Runden wird doch (Pflichtaufgaben für die Favoriten) noch nicht allzu viel passieren? Es kam teilweise anders … . Samstag hatte ich selbst einen Mannschaftskampf und habe daher nicht alle Runden in Tallinn live mitbekommen, nach acht von elf Runden führte David Howell. Heute (Sonntag) hatte ich morgens einen Crosslauf – um diese Jahreszeit, jedenfalls anno 2015/2016, muss man auf Texel alle Tage nutzen, an denen es nicht regnet und nicht stürmt. Parallel dazu übernahm Igor Kovalenko die Führung im Turnier, und nun sind alle elf von elf Runden vorbei.

 

Das Titelfoto passt zum Turnier, auch wenn es (Runde 8) verkehrt herum aufgenommen ist: vorne an Brett 4 Kovalenko, dann an Brett 3 Svidler, dahinter an Brett 2 zwei Polen (Kamil Miton und, von hinten, Jan-Krzysztof Duda) die ich nur im Kontext und aufgrund ihres roten Outfits erkenne. Dieses und alle weiteren Fotos stammen vom russischen Schachverband, der mit Vladimir Barsky einen Reporter und Fotografen vor Ort hatte. Da gpartienibt es auch kommentierte Partien, aber dafür bemühe ich nicht Google Translate sondern schreibe meinen eigenen Bericht – ein bisschen beeinflusst (u.a. betrifft Fotoquelle) von chess24, wo Colin McGourty täglich etwas schrieb. Fotos via die Turnierseite sind etwas wahllos, zum Beispiel fehlt Kovalenko ganz – was wird man als Reporter, der nicht selbst vor Ort war, doch mitunter verwöhnt … (diesmal eher nicht).

 

Unser Mannschaftskampf endete übrigens, etwas glücklich, 4,5-3,5. Mit 8-0 Mannschaftspunkten und 18 Brettpunkten (ja, viermal 4,5-3,5) sind wir, En Passant, nun Tabellenführer. Das erwähne ich, weil ich es gerne nebenbei erwähne und weil es auch ein bisschen zum Keres Memorial passt: Kovalenko gewann quasi 4,5-3,5 und hatte dabei in Runde 10 das Glück, das ein Sieger braucht. So stand es zum Schluss: Kovalenko 9/11, Howell, Gelfand, Ganguly 8.5, Duda, Georgiev, Svidler, Berkes, Motylev, Kosteniuk, Tregubov, Miton, Neiksans 8, usw. (178 Teilnehmer). Bei den ersten dreizehn fehlen einige bekannte Namen – einen nenne ich später noch, da er die deutschen Farben vertrat, einige andere Namen werde ich ebenfalls erwähnen.

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Schnellschach in Tallinn

 

Beginn 8.1.: 13 Uhr – Beginn 9. u. 10.1. 10 Uhr

Normalerweise beginnt das Schachjahr (für mich, d.h. offene Turniere in der ersten Januarwoche verfolge ich allenfalls ein bisschen) mit Wijk aan Zee. Dieses Jahr ist Wijk aan Zee eine Woche später, und damit lohnt sich am Tallinnzweiten Januar-Wochenende auch ein (Internet-)Blick nach Tallinn. In Wijk aan Zee sind die Bedingungen (draussen, natürlich nicht drinnen) mal winterlich, mal eher herbstlich. In Tallinn herrscht momentan der Winter – Wettervorhersage kommt später, aber das Titelbild ist auch aussagekräftig. Das habe ich auf Emil Sutovskys Facebook-Seite gefunden – das Turnier wird von ACP, estnischem Schachverband und Estonian Sports Association Kalev (zu Lebzeiten Keres‘ Verein) gemeinsam organisiert.

 

Wer spielt alles mit? Ich nenne zunächst die ersten fünfzehn der Setzliste – da Schnellschach gespielt wird, nach Rapid-Elo sortiert: Svidler, Kovalenko, Gelfand, Fridman, Matlakov, Berkes, Eljanov, Vitiugov, Motylev, Tiviakov, Howell, Ganguly, Georgiev, Sutovsky, Duda. Damenpreise gibt es auch, Kandidatinnen sind wohl vor allem Gunina, Kosteniuk und Cramling. Und da es ein Turnier nach Schweizer System ist, sind auch titellose Spieler dabei – im unteren Bereich der Setzliste (insgesamt haben sich 178 Spieler angemeldet) vor allem Esten, daneben die anderen baltischen Staaten, Finnland usw. . Daniel Fridman vertritt die deutschen Farben alleine – aus biographischen Gründen spielt er öfters mal im Baltikum.

 

Eine Turnierseite gibt es, bzw. eine Seite zum Thema „Paul Keres-100“. Momentan stehen da vor allem allgemeine Infos, während dem Turnier gibt es dann zumindest Live-Übertragung. Da Keres‘ runder Geburtstag Anlass dieses Turniers ist, wähle ich auch die Rubrik Kalenderblätter, aber speziell zu Paul Keres wird Kollege Hartmut Metz etwas schreiben.

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Weitere Medaillen für Armenien, Ukraine und Russland

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„Die Sowjetunion“ dominierte also. Zum Teil lag es wohl auch daran, dass nur wenige „nicht-sowjetische“ Grossmeister in Minsk dabei waren. Die besten (bzw. in diesem Turnier erfolgreichsten) waren im Blitz Ragger und Navara auf Platz 15 und 16. Im Schnellschach waren diese beiden erfolgreich genug, dass ich sie gleich erwähne, und Altmeister Short ist als Elfter der erste, den ich nicht erwähne (aber hiermit doch). In der top10 mit Smirin auch noch ein ex-sowjetischer Israeli. Und das sind die nackten Ergebnisse – bei Punktgleichheit nach Wertung geordnet:

 

Blitz: Mamedov und Savchenko 18/22, Riazantsev und Bocharov 17, Andriasian, Melkumyan, Petrosian, Grachev, Mykola Bortnyk, Alekseev, Kovalenko 16,5. (Alle Grossmeister, bis auf IM Bortnyk – bei dem ich den Vornamen nenne da Bruder GM Olexandr auch mitspielte)

 

Schnellschach: Popov 10, Melkumyan 9.5, Razin, Navara, Smirin, Petrosian, Ragger, Sychev, Fedorov, Matinian 9. (Razin ist titellos, Sychev und Matinian sind IMs)

 

Wenn der Leser bei einigen Namen, jedenfalls den Nicht-GMs, denkt „wer ist das denn?“, kann ich das nachvollziehen – mir geht es genauso. Einige bekannte(re) Namen landeten unter ferner liefen, und bekamen mitunter gar kein Preisgeld – wobei sich auch bei den niedrigsten Preisen (100 Euro für Platz 11-20 im Blitz, 150 Euro für Platz 18-25 im Schnellschach) die Reise nach Minsk eher nicht lohnte. Wie das Titelfoto (und später ein weiteres) zeigt, spielten noch viel mehr mit – im Blitz offiziell 604, im Schnellschach 759. Dabei haben allerdings eine Reihe die erste Runde kampflos verloren und wurden danach nicht mehr eingeteilt. Quelle für alle Fotos Turnierseite.

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18. bis 20.12. im Sportpalast von Minsk (Weißrussland) – Blitz: Freitag ab 10 Uhr und Schnellschach: Samstag und Sonntag ab 9 Uhr

 

Mamedyarov Shakhriyar

Mamedyarov Shakhriyar

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schnellschach und Blitz die idealen Disziplinen für eine Live-Übertragung mit liveLivestream sind. Schnelle Entscheidungen, wenig Remispartien und das Gefühl direkt dabei zu sein, machen das Zuschauen zu einem besonderen Erlebnis. Die Sprintdisziplinen in der Leichtatlethik sind auch die attraktivsten für die Zuschauer. Dazu kommt, dass die Russen in der Regel eine perfekte Organisation garantieren. Eine Live-Übertragung plus Livestream in HD-Qualität ist selbstverständlich. Die „Offizielle Seite“ ist sehr übersichtlich und bietet alle Informationen zum Ablauf beider Wettbewerbe. Zu meinem Bedauern habe ich keinen deutschen Spieler entdecken können (außer Igor Khenkin im Rapid und einigen Schachtouristen, wie schon im aktuellen Kurz&Knapp berichtet). Immerhin bietet das kleine Land Österreich seinen besten Spieler Markus Ragger auf.

 

Nachfolgend die ersten 20 der Teilnehmerliste im Blitz-Turnier:

 

1 Bogdanovich Stanislav 2815 UKR 2 Navara David 2806 CZE 3 Mamedov Rauf 2777 AZE 4 Shkuro Iuri 2765 UKR 5 Sargissian Gabriel 2749 ARM 6 Mamedyarov Shakhriyar 2749 AZE 7 Smirin Ilya 2743 ISR 8 Andreikin Dmitry 2742 RUS 9 Zubov Alexander 2736 UKR 10 Bortnyk Oleksandr 2732 UKR 11 Alekseev Evgeny 2729 RUS 12 Kovalenko Igor 2718 LAT 13 Andriasian Zaven 2700 ARM 14 Jobava Baadur 2700 GEO 15 Fressinet Laurent 2699 FRA 16 Melkumyan Hrant 2687 ARM 17 Bocharov Dmitry 2683 RUS 18 Rakhmanov Aleksandr 2681 RUS 19 Savchenko Boris 2680 RUS 20 Guseinov Gadir 2672 AZE … insgesamt 678 Teilnehmer – Rapid 801 Teilnehmer!
(Die Zahlen hinter den Namen sind die neuerdings eingeführten speziellen Blitz-Elozahlen).

 

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(Auch) ein Vergleich Ashdod-London

 

Im VorIvanchukbericht schrieb ich, dass Ivanchuk zuvor im Schnellschach vor allem in Lettland glänzte – aber auch die Reise nach Ashdod bei Jerusalem hat er sicher nicht bereut. Um eingangs sein Turnier kurz zusammen zu fassen: Vorrunde souverän, Halbfinale gegen Nepomniachtchi etwas glücklich (aber das war vielleicht das vorgezogene Finale, und gar nichts verglichen mit dem anderen Halbfinale Bacrot-Gelfand), Finale gegen Bacrot absolut souverän. Das Titelfoto stammt von Yochanan Afek via Facebook.

 

Ich werde auch die anderen Teilnehmer erwähnen, und einige wichtige (oder auch für den weiteren Turnierverlauf nicht so wichtige) Momente mit Diagrammen dokumentieren. Da Emil Sutovsky sich zum parallel laufenden Turnier in London äusserte, werde ich beide Veranstaltungen ein bisschen miteinander vergleichen – wobei man unterschiedliche Bedenkzeiten eigentlich nicht direkt vergleichen sollte. Schnellschach- und eventuell Blitz/Armaggedon Kapriolen kommen in London eventuell noch, das wäre dann Runde 10 von 9 (Tiebreaks). In Ashdod spielte der Sieger zehn Partien – geplant waren (mindestens) elf, aber das Finale war vorzeitig vorbei.

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Schach ist mehr als die „Chess Tour“

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Die Schachwelt (gemeint ist nicht die deutschsprachige Webseite) schaut vor allem nach London, der Schachticker hat zwei Augen und blickt nächste Woche auch nach Israel – zumal aber nicht nur weil man beide Veranstaltungen verfolgen kann und nur am Ende bzw. Anfang der jeweiligen Turniertage ein bisschen hin und her klicken muss. Grund ist der umgekehrte Zeitunterschied mit Deutschland und die Tatsache, dass die Runden in London an Wochentagen relativ spät beginnen.

 

In den Teaser passt noch das Teilnehmerfeld in Ashdod: Ivanchuk, Nepomniachtchi, Guseinov, Rapport, Gelfand, Bacrot, Jakovenko, Eljanov, Georgiev, Sutovsky, Smirin, Sevian. Damit haben sie immerhin zwei top10 Spieler laut dieser Liste, nach der die Teilnehmer auch sortiert sind – später noch ein paar Bemerkungen zu Schnellschach-Elo. Und diverse Teilnehmer sind durchaus bekannt, im Zweifelsfall bekannter als der an drei gesetzte Guseinov. Gespielt wird zunächst in zwei Sechsergruppen, danach Halbfinale und Finale im KO-Format, d.h. eventuell Verlängerung (Blitzschach) und Elfmeterschiessen (Armaggedon).

 

Und auch das Titelbild (Quelle Turnierseite) passt noch in den Teaser. Gespielt wird im Kivoonim Center – für ein Schachturnier bietet es jedenfalls von aussen viel Weiss und wenig Schwarz, aber das ist ja nicht die Hauptfunktion dieses Gebäudes (sondern Hilfe für Einwanderer nach Israel). Blau sieht man ebenfalls auf diesem und anderen Fotos, blau ist nächste Woche auch der Himmel und das nahe Mittelmeer. Ob die Teilnehmer am Brett baden gehen, liegt auch am jeweiligen Gegner. Ob sie im Mittelmeer baden gehen, können sie selbst entscheiden – Wettervorhersage durchgehend sonnig und Lufttemperatur bis 20 Grad.

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