liveLive-Übertragung Kurnosov Gedächtnisturnier
U. a. mit: 1 GM Grischuk Alexander RUS 2760; 2 GM Rublevsky Sergei RUS 2738; 3 GM Inarkiev Ernesto RUS 2729; 4 GM Ponkratov Pavel RUS 2712; 5 GM Movsesian Sergei ARM 2685; 6 GM Khismatullin Denis RUS 2676; 7 GM Riazantsev Alexander RUS 2675; 8 GM Lysyj Igor RUS 2665; 9 GM Bocharov Dmitry RUS 2659; 10 GM Zvjaginsev Vadim RUS 2628 ...

Schnellschach

Hans-Joachim Vatter ist Deutscher Schnellschachmeister der Senioren. Christian Clemens gewinnt  bei den Nestoren,  Hannelore Neumeyer  bei den Damen – Ein Bericht von GERHARD MEIWALD

 

Seniorenschnellschachmeister 2016 vlnr FM Kuno Thiel-FM Hans-Joachim Vatter-FM Christof Herbrechtsmeier

FM Kuno Thiel (2), FM Hans-Joachim Vatter (1) und FM Christof Herbrechtsmeier (3)

Am 5. und 6. Mai 2016 fand im wunderschönen hessischen Städtchen Bad Sooden-Allendorf die Deutsche Schnellschachmeisterschaft der Senioren statt. Gerhard Meiwald, Seniorenreferent des DSB zeigte sich bei der Begrüßung hocherfreut, dass 56 Teilnehmer den Kampf um den Meistertitel aufnahmen, darunter auch 6 Frauen. 28 Teilnehmer hatten eine ELO-Zahl von über 2000 und es waren 10 Fidemeister angetreten.

 

Topfavorit FM Clemens Werner (Karlsruher SF 1853, ELO 2345) führte diese Rangliste an vor Titelverteidiger FM Hans-Werner Ackermann (SSC Rostock, ELO 2307) und FM Gottfried Schumacher (HTC Bad Neuenahr-Ahrweiler, ELO 2260) sowie FM Hans-Joachim Vatter (SC Untergrombach, ELO 2255) und FM Christof Herbrechtsmeier (SC Emmendingen, ELO 2238) denen beste Titelchancen einzuräumen waren. Aber auch die sehr spielstarken Nestoren FM Dr.Christian Clemens (SC BS Gliesmarode, ELO 2205), FM Juri Ljubarskij (Hannover 96, ELO 2212) wollten um den Titel mitspielen.

 

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Kollars, Bortnyk und van Wely (und viele andere)

Schnellschach

van Wely
Die erste Märzwoche ist vorbei, und damit auch das erste Turnier aus meiner Liste – Aeroflot in Moskau hatte schon zuvor begonnen, ist allerdings noch in der heissen Phase, nebenbei-zwischendrin in diesem Artikel später ein kurzes Zwischenfazit. Ansonsten berichte ich heute aus dem lettischen Jurmala („aus“ ist nicht wörtlich gemeint, ich war im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Schachspielern nicht vor Ort), und zwar über gleich drei Turniere. Zunächst jeweils der Endstand, bei mehr als 10 Teilnehmern werde ich dabei nicht alle erwähnen:

 

GM-Normturnier: IM Kollars und GM Neiksans 6.5/9, IM Kantans und IM Meskovs 5.5, GM Stupak und IM Ladva 5, IM Carlstedt 4.5, GM Miezis 4, FM Lokander 2, FM Kenneskog 0.5. Da hat aus baltischer Sicht der falsche IM gewonnen und eine GM-Norm erzielt, aus deutscher Sicht war es der richtige.

 

Blitzturnier: GM Bortnyk 9/11, GM Kovalenko 8.5, GMs Vitiugov, Shirov, Naiditsch, IM Ladva, GMs van Wely, Piorun, IM Krivonosov, GM Gleizerov 8, usw. (118 Teilnehmer).

 

Schnellschach: GMs van Wely, Ivanchuk, Shabalov, Neiksans 9/12, GMs Stupak und Alekseev sowie IM Kantans 8.5, 8/12 unter anderem GMs Vitiugov, Naiditsch, Malakhov, Shirov und Kovalenko (128 Teilnehmer, der vorab angekündigte Daniel Fridman war doch nicht in seiner alten Heimat).

 

Das Titelbild (alle Fotos Quelle Turnierseite) gebe ich Loek van Wely.

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Ding Liren und Kosteniuk sind am Ende die besten Basken

 

Was geDing Lirennau baskisches Schach ist, zeigen andere Fotos noch besser als das Titelfoto (alle Fotos Gu Xiaobing – Turnierseite), aber Ding Liren hat nun einmal bei den Herren gewonnen. Es ist, wenn man so will, simultan gegen einen Simultanspieler – allerdings wird nur an zwei Brettern gespielt, jeder hat einmal Weiss und einmal Schwarz, und man kapartiennn auf einem Stuhl hin und her rollen oder eventuell in der Mitte sitzen bleiben. Wie die Spieler ihre Aufmerksamkeit und Bedenkzeit über beide Partien verteilten, wieweit Stellungen auf einem Brett Entscheidungen und letztendliche Ergebnisse auf dem anderen Brett beeinflusst haben, usw. – all das konnte ich live kaum beurteilen, und im Nachhinein auch nicht.

 

Zunächst der Spitzenstand in beiden Turnieren, und dann eher kurz wie es dazu kam:

 

Herren: Ding Liren 7/10, Navara 6(2737), Ponomariov 6(2710), Tomashevsky 6(2708), Mamedyarov 6(2707) usw. In Klammern jeweils der gegnerische Eloschnitt, der als Tiebreaker diente; dahinter vier Spieler mit 5,5/10 und teilweise nach Elo noch stärkeren Gegnern.

 

Damen: Kosteniuk 7/10, Dzagnidze 6.5, Gunina 6, Huang Qian, Mkrtchian, Lagno, Stefanova 5.5. Bei den Medaillen also klare Verhältnisse.

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Schnellschach und Blitz für Herren und Damen

 

Teil 3 wird dann Baskisch, aber dazu gibt es einen eigenen Bericht (in dem ich unwissende Leser aufklären werde, was das bOpening ceremonyedeutet). Wenn es einen Nachfolger von Amber-Turnieren und Schnellschach in Mainz gibt, dann die Mind Games – dieses Jahr offiziell „IMSA Elite Mind Games“. Bisher wurden sie immer imlive Dezember in Peking ausgetragen – das kollidiert mittlerweile nicht nur mit dem London Chess Classic, sondern auch mit dem Katar Open. Vielleicht deswegen gab es das Turnier bzw. die Turniere 2015 nicht, aber nun Ende Februar/Anfang März 2016. Auch nicht mehr in Peking, sondern in Huai’an – mir ehrlich gesagt kein Begriff, aber immerhin, je nachdem welche Wikipedia-Seite man konsultiert und ob man „municipality“ oder „four urban districts“ berücksichtigt, eine Stadt mit 2,5-5 Millionen Einwohnern und einem Flughafen für Inlandsflüge. Da von den Teilnehmer(inne)n keine und keiner durchgehend herausragte, stammt das Titelfoto von der chinesisch angehauchten Eröffnungsfeier (alle Fotos Gu Xiaobing – Turnierseite).

Auch zu diesem Termin hatten die Mind Games Konkurrenz vom seine Schatten vorauswerfenden Kandidatenturnier, sowie vom WM-Match der Damen: Karjakin, Nakamura und Aronian, die bei früheren Auflagen oft vorne mitmischten, verzichteten auf die Reise nach China. Warum Grischuk – Doppelsieger im Dezember 2014 – ebenfalls verzichtete, weiss ich nicht. Hou Yifan, die bisher auch immer mitspielte (und phasenweise, aber nicht durchgehend dominierte), ist derzeit nicht in China sondern wohl bereits in Lviv/Ukraine. Dabei waren immerhin noch diverse Spieler mit Elo über 2700 oder gar (im Schnell- und/oder Blitzschach) über 2800. Um eines vorwegzunehmen: Mamedov hat im Blitz diesen Super-Elitestatus bestätigt, während Ivanchuk selbiges im Schnell- und Blitzschach nicht schaffte.

 

Aus deutscher Sicht interessant: Elisabeth Paehtz darf mitspielen. Für die FIDE Grand Prix Serie ist sie als Weltranglisten-27. nicht gut genug, aber im Schnell- und Blitzschach ist sie in den top20. 2012 gewann sie im Blitz immerhin Bronze, diesen Erfolg konnte sie seither nicht wiederholen, dieses Jahr auch nicht. Und nun vier Turniere der Reihe nach:

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerBaskisch LIVEWann wird was gespielt

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Moskau, Jurmala, Reykjavik, Ho-Ch-Minh-Stadt, Karlsruhe, (im April Bangkok)

 

live

Ab heute 13 Uhr: Aeroflot Open 2016 LIVE!

Mit „Moskau“ meine ich diesmal nicht das Kandidatenturnier – das in der zweiten Märzhälfte (11.-28.3.) sicher hier und anderswo doBoris_Gelfandminieren wird, aber dafür haben sich laut Regelwerk nur acht Spieler qualifiziert. Der Rest darf bzw. muss zuschauen (einige werden sicher auch sekundieren) oder anderswo Schach spielen. Thema dieses Artikels ist (Aeroflot und andere) offene Turniere – Schlag auf Schlag und teilweise parallel zueinander. Da treffen Amateure und Profis aufeinander, die Grenze ist etwas fliessend – es gibt auch „Halbprofis“. Profis kann man eventuell weiter in drei Gruppen unterteilen: 1) diejenigen, die (jedenfalls zeitweise) genug Einladungen zu hochkarätigen Rundenturnieren bekamen und daher allenfalls sporadisch in offenen Turnieren spiel(t)en, 2) die breite Masse, für die offene Turniere Routine und wichtige Einnahmequelle sind, 3) Personen, die ihren Lebensunterhalt weiterhin mit Schach verdienen, aber nur noch gelegentlich selbst am Brett sitzen.

 

Beim Titelbild zögerte ich, wem ich es geben soll, und habe mich bewusst für ein altes Foto entschieden (Quelle stefan64-Wikipedia). Es ist ziemlich genau zehn Jahre alt und stammt aus Wijk aan Zee 2006, damals hiess das Turnier noch Corus Chess. Leser und Leserinnen erkennen den Herrn vermutlich, da er sich äusserlich kaum verändert hat: Boris Gelfand. Im anderen Moskauer Turnier führt er die Setzliste an, da und später anderswo sind noch mehr Spieler dabei, die in WM-Zyklen schon einmal die Endphase erreichten: Kamsky (Aeroflot und Karlsruhe), Ivanchuk und Shirov (Jurmala), Mamedyarov (Reykjavik), Short (Bangkok). Aber nun der Reihe nach:

 

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Elisabeth Paehtz in China – Ein Mammutturnier der Brettspiele

 

Offizielle Seite

Vom 25.2. bis 3.3. werden in der chinesischen Provinz Jiangsu, in der Millionenstadt Huaian, in nichtolympischen Sportarten  Sportarten wie Sclivehach, Go, Chinesisches Schach und Bridge, Wettkämpfe ausgetragen. Sowohl bei den Männern wie bei den Frauen sind Spieler und Spielerinnen der Weltklasse am Start. Insgesamt nehmen 143 Spieler und Spielerinnen an diesem Spektakel teil.

 

Frauen:
Ju, Wenjun CHN GM 2558; Kosteniuk, Alexandra RUS GM 2554; Lagno, Kateryna RUS GM 2529;  Dzagnidze, Nana GEO GM 2529; Harika, Dronavalli IND GM 2511;  tefanova, Antoaneta BUL GM 2509; Z;hao, Xue CHN GM 1985 ; Ta;n, Zhongyi CHN WGM 2504; Khotenashvili, Bela GEO GM 2502; Gunina, Valentina RUS GM 2496; Paehtz, Elisabeth GER IM 2472; Krush, Irina USA GM 2458; Huang, Qian CHN WGM 2450; Ushenina, Anna UKR GM 2450; Socko, Monika POL GM 2448; Mkrtchian, Lilit ARM IM 2434;

 

LIVE Schnellschach MännerLIVE Blitz FrauenLIVE Blitz MännerWann wird was gespielt In Huaian ist es 7 Stunden später als in Deutschland

 

 

Männer:

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Der Zocker/Glückspilz Nakamura ist gleicher als der Schachspieler Anand

 

Ja, das ist starker Tobak. Einem Leser, der alles weiss bis auf seinen eigenen Klarnamen (bzw. diesen im Internet nicht mitteilt), wiAnand-Nakamura (opening blitz)rd es sicher nicht gefallen. Und auch andere Nakamura-Fans werden „Nakamura hurra!“ rufen und Anand womöglich allenfalls nebenbei erwähnen. Aber ich sehe das anders und gebe jedenfalls beiden das Titelfoto – alle Fotos von David Llada, via Turnierseite bzw. Facebook. Der Untertitel „entstand“ im Turnierverlauf, nach und nach sollten zumindest unvoreingenommene Leser meine Einschätzung verstehen (wenn auch nicht unbedingt teilen). Vorab nur kurz zusammengefasst: Nakamura spielte zwar erfolgreiches aber relativ durchwachsenes Schach, Anand hat mich mehr überzeugt. Etwas gegnerische Hilfe gehört zumal im Schnell- und Blitzschach dazu, aber bei Nakamura war es bei gleich drei von vier Siegen offensichtlich, ausserdem überlebte er noch diverse Verluststellungen.
 

Wie dem auch sei, das ist der Endstand: Nakamura und Anand 10.5/15, Kramnik 9.5, Giri und Aronian 5.5, Shirov 3.5. Für 10 Partien gab es maximal 15 Punkte, da Schnellschach bzw. „neuklassisch“ doppelt zählte. Warum Nakamura gegenüber Anand den besseren Tiebreak hatte war kurios, was danach passierte war (vor allem wenn man Zürich 2015 mit einbezieht) auch kurios.

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Im Juni noch mehr Schnell- und Blitzschach auf hohem Niveau

 

„Hohes NiHotel Savoyveau“ bezieht sich jeweils jedenfalls auf die Elozahlen – wie hochklassig die Partien bei wenig Bedenkzeit dann sind wird sich zeigen. Geplant und umgesetzt: ein Vorbericht zur Zürich Chess Challenge 2016. Spontan da „breaking news“ und zeitlich (im doppelten Sinne) passend: neues von der Chess Tour – so neu dass es auf der hier verlivelinkten Seite noch nicht erwähnt wird, aber einige haben ihren Informationsvorsprung auf Twitter weltweitwebkundig gemacht.

 

Aber zunächst zu Zürich: Die Schachgesellschaft Zürich und/oder Sponsor Oleg Skvortsov experimentieren gerne mal, diesmal mit der Bedenkzeit. Dazu gleich mehr, zunächst die Teilnehmer nach aktuellster Elo sortiert: Kramnik, Giri, Aronian, Nakamura, Anand, Shirov. Das ist durchaus ein attraktives und hochklassiges Feld – auch wenn Anand nach seinem Abenteuer Gibraltar zum ersten Mal seit ewig (zumindest in diesem Jahrtausend) live nicht mehr top10 ist und Carlsen nicht eingeladen wurde. Das hat er hier bestätigt, zum möglichen Hintergrund siehe hier. Shirov ist wohl dabei, da er beim Europacup für die Schachgesellschaft Zürich spielte – nachdem russische Teams ihn wohl wegen inzwischen zu wenig Elo aussortierten. Das ist noch nicht alles: im Rahmenprogramm noch ein kurzes Match (zwei Partien) zwischen Gelfand und Morozevich. Gelfand hat aktuell Elo 2735 (war mal mehr), Morozevich 2683 (war mal viel mehr), beide muss ich dem Publikum wohl nicht vorstellen, die sechs zuvor erwähnten (einschliesslich Shirov) auch nicht.

 

Eines bleibt in Zürich beim alten: der Austragungsort im historisch-schicken Savoy-Hotel mitten in der Stadt (Titelfoto Quelle Turnierseite).

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Heisse Duelle im eiskalten Tallinn

Kovalenko
Das Keres-Memorial konnte ich, ähnlich wie die WM im Schnell- und Blitzschach, nur bedingt live verfolgen. Freitag hatte ich Zeit, aber in den ersten vier Runden wird doch (Pflichtaufgaben für die Favoriten) noch nicht allzu viel passieren? Es kam teilweise anders … . Samstag hatte ich selbst einen Mannschaftskampf und habe daher nicht alle Runden in Tallinn live mitbekommen, nach acht von elf Runden führte David Howell. Heute (Sonntag) hatte ich morgens einen Crosslauf – um diese Jahreszeit, jedenfalls anno 2015/2016, muss man auf Texel alle Tage nutzen, an denen es nicht regnet und nicht stürmt. Parallel dazu übernahm Igor Kovalenko die Führung im Turnier, und nun sind alle elf von elf Runden vorbei.

 

Das Titelfoto passt zum Turnier, auch wenn es (Runde 8) verkehrt herum aufgenommen ist: vorne an Brett 4 Kovalenko, dann an Brett 3 Svidler, dahinter an Brett 2 zwei Polen (Kamil Miton und, von hinten, Jan-Krzysztof Duda) die ich nur im Kontext und aufgrund ihres roten Outfits erkenne. Dieses und alle weiteren Fotos stammen vom russischen Schachverband, der mit Vladimir Barsky einen Reporter und Fotografen vor Ort hatte. Da gpartienibt es auch kommentierte Partien, aber dafür bemühe ich nicht Google Translate sondern schreibe meinen eigenen Bericht – ein bisschen beeinflusst (u.a. betrifft Fotoquelle) von chess24, wo Colin McGourty täglich etwas schrieb. Fotos via die Turnierseite sind etwas wahllos, zum Beispiel fehlt Kovalenko ganz – was wird man als Reporter, der nicht selbst vor Ort war, doch mitunter verwöhnt … (diesmal eher nicht).

 

Unser Mannschaftskampf endete übrigens, etwas glücklich, 4,5-3,5. Mit 8-0 Mannschaftspunkten und 18 Brettpunkten (ja, viermal 4,5-3,5) sind wir, En Passant, nun Tabellenführer. Das erwähne ich, weil ich es gerne nebenbei erwähne und weil es auch ein bisschen zum Keres Memorial passt: Kovalenko gewann quasi 4,5-3,5 und hatte dabei in Runde 10 das Glück, das ein Sieger braucht. So stand es zum Schluss: Kovalenko 9/11, Howell, Gelfand, Ganguly 8.5, Duda, Georgiev, Svidler, Berkes, Motylev, Kosteniuk, Tregubov, Miton, Neiksans 8, usw. (178 Teilnehmer). Bei den ersten dreizehn fehlen einige bekannte Namen – einen nenne ich später noch, da er die deutschen Farben vertrat, einige andere Namen werde ich ebenfalls erwähnen.

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Schnellschach in Tallinn

 

Beginn 8.1.: 13 Uhr – Beginn 9. u. 10.1. 10 Uhr

Normalerweise beginnt das Schachjahr (für mich, d.h. offene Turniere in der ersten Januarwoche verfolge ich allenfalls ein bisschen) mit Wijk aan Zee. Dieses Jahr ist Wijk aan Zee eine Woche später, und damit lohnt sich am Tallinnzweiten Januar-Wochenende auch ein (Internet-)Blick nach Tallinn. In Wijk aan Zee sind die Bedingungen (draussen, natürlich nicht drinnen) mal winterlich, mal eher herbstlich. In Tallinn herrscht momentan der Winter – Wettervorhersage kommt später, aber das Titelbild ist auch aussagekräftig. Das habe ich auf Emil Sutovskys Facebook-Seite gefunden – das Turnier wird von ACP, estnischem Schachverband und Estonian Sports Association Kalev (zu Lebzeiten Keres‘ Verein) gemeinsam organisiert.

 

Wer spielt alles mit? Ich nenne zunächst die ersten fünfzehn der Setzliste – da Schnellschach gespielt wird, nach Rapid-Elo sortiert: Svidler, Kovalenko, Gelfand, Fridman, Matlakov, Berkes, Eljanov, Vitiugov, Motylev, Tiviakov, Howell, Ganguly, Georgiev, Sutovsky, Duda. Damenpreise gibt es auch, Kandidatinnen sind wohl vor allem Gunina, Kosteniuk und Cramling. Und da es ein Turnier nach Schweizer System ist, sind auch titellose Spieler dabei – im unteren Bereich der Setzliste (insgesamt haben sich 178 Spieler angemeldet) vor allem Esten, daneben die anderen baltischen Staaten, Finnland usw. . Daniel Fridman vertritt die deutschen Farben alleine – aus biographischen Gründen spielt er öfters mal im Baltikum.

 

Eine Turnierseite gibt es, bzw. eine Seite zum Thema „Paul Keres-100“. Momentan stehen da vor allem allgemeine Infos, während dem Turnier gibt es dann zumindest Live-Übertragung. Da Keres‘ runder Geburtstag Anlass dieses Turniers ist, wähle ich auch die Rubrik Kalenderblätter, aber speziell zu Paul Keres wird Kollege Hartmut Metz etwas schreiben.

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Weitere Medaillen für Armenien, Ukraine und Russland

Turniersaal1
„Die Sowjetunion“ dominierte also. Zum Teil lag es wohl auch daran, dass nur wenige „nicht-sowjetische“ Grossmeister in Minsk dabei waren. Die besten (bzw. in diesem Turnier erfolgreichsten) waren im Blitz Ragger und Navara auf Platz 15 und 16. Im Schnellschach waren diese beiden erfolgreich genug, dass ich sie gleich erwähne, und Altmeister Short ist als Elfter der erste, den ich nicht erwähne (aber hiermit doch). In der top10 mit Smirin auch noch ein ex-sowjetischer Israeli. Und das sind die nackten Ergebnisse – bei Punktgleichheit nach Wertung geordnet:

 

Blitz: Mamedov und Savchenko 18/22, Riazantsev und Bocharov 17, Andriasian, Melkumyan, Petrosian, Grachev, Mykola Bortnyk, Alekseev, Kovalenko 16,5. (Alle Grossmeister, bis auf IM Bortnyk – bei dem ich den Vornamen nenne da Bruder GM Olexandr auch mitspielte)

 

Schnellschach: Popov 10, Melkumyan 9.5, Razin, Navara, Smirin, Petrosian, Ragger, Sychev, Fedorov, Matinian 9. (Razin ist titellos, Sychev und Matinian sind IMs)

 

Wenn der Leser bei einigen Namen, jedenfalls den Nicht-GMs, denkt „wer ist das denn?“, kann ich das nachvollziehen – mir geht es genauso. Einige bekannte(re) Namen landeten unter ferner liefen, und bekamen mitunter gar kein Preisgeld – wobei sich auch bei den niedrigsten Preisen (100 Euro für Platz 11-20 im Blitz, 150 Euro für Platz 18-25 im Schnellschach) die Reise nach Minsk eher nicht lohnte. Wie das Titelfoto (und später ein weiteres) zeigt, spielten noch viel mehr mit – im Blitz offiziell 604, im Schnellschach 759. Dabei haben allerdings eine Reihe die erste Runde kampflos verloren und wurden danach nicht mehr eingeteilt. Quelle für alle Fotos Turnierseite.

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18. bis 20.12. im Sportpalast von Minsk (Weißrussland) – Blitz: Freitag ab 10 Uhr und Schnellschach: Samstag und Sonntag ab 9 Uhr

 

Mamedyarov Shakhriyar

Mamedyarov Shakhriyar

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schnellschach und Blitz die idealen Disziplinen für eine Live-Übertragung mit liveLivestream sind. Schnelle Entscheidungen, wenig Remispartien und das Gefühl direkt dabei zu sein, machen das Zuschauen zu einem besonderen Erlebnis. Die Sprintdisziplinen in der Leichtatlethik sind auch die attraktivsten für die Zuschauer. Dazu kommt, dass die Russen in der Regel eine perfekte Organisation garantieren. Eine Live-Übertragung plus Livestream in HD-Qualität ist selbstverständlich. Die „Offizielle Seite“ ist sehr übersichtlich und bietet alle Informationen zum Ablauf beider Wettbewerbe. Zu meinem Bedauern habe ich keinen deutschen Spieler entdecken können (außer Igor Khenkin im Rapid und einigen Schachtouristen, wie schon im aktuellen Kurz&Knapp berichtet). Immerhin bietet das kleine Land Österreich seinen besten Spieler Markus Ragger auf.

 

Nachfolgend die ersten 20 der Teilnehmerliste im Blitz-Turnier:

 

1 Bogdanovich Stanislav 2815 UKR 2 Navara David 2806 CZE 3 Mamedov Rauf 2777 AZE 4 Shkuro Iuri 2765 UKR 5 Sargissian Gabriel 2749 ARM 6 Mamedyarov Shakhriyar 2749 AZE 7 Smirin Ilya 2743 ISR 8 Andreikin Dmitry 2742 RUS 9 Zubov Alexander 2736 UKR 10 Bortnyk Oleksandr 2732 UKR 11 Alekseev Evgeny 2729 RUS 12 Kovalenko Igor 2718 LAT 13 Andriasian Zaven 2700 ARM 14 Jobava Baadur 2700 GEO 15 Fressinet Laurent 2699 FRA 16 Melkumyan Hrant 2687 ARM 17 Bocharov Dmitry 2683 RUS 18 Rakhmanov Aleksandr 2681 RUS 19 Savchenko Boris 2680 RUS 20 Guseinov Gadir 2672 AZE … insgesamt 678 Teilnehmer – Rapid 801 Teilnehmer!
(Die Zahlen hinter den Namen sind die neuerdings eingeführten speziellen Blitz-Elozahlen).

 

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(Auch) ein Vergleich Ashdod-London

 

Im VorIvanchukbericht schrieb ich, dass Ivanchuk zuvor im Schnellschach vor allem in Lettland glänzte – aber auch die Reise nach Ashdod bei Jerusalem hat er sicher nicht bereut. Um eingangs sein Turnier kurz zusammen zu fassen: Vorrunde souverän, Halbfinale gegen Nepomniachtchi etwas glücklich (aber das war vielleicht das vorgezogene Finale, und gar nichts verglichen mit dem anderen Halbfinale Bacrot-Gelfand), Finale gegen Bacrot absolut souverän. Das Titelfoto stammt von Yochanan Afek via Facebook.

 

Ich werde auch die anderen Teilnehmer erwähnen, und einige wichtige (oder auch für den weiteren Turnierverlauf nicht so wichtige) Momente mit Diagrammen dokumentieren. Da Emil Sutovsky sich zum parallel laufenden Turnier in London äusserte, werde ich beide Veranstaltungen ein bisschen miteinander vergleichen – wobei man unterschiedliche Bedenkzeiten eigentlich nicht direkt vergleichen sollte. Schnellschach- und eventuell Blitz/Armaggedon Kapriolen kommen in London eventuell noch, das wäre dann Runde 10 von 9 (Tiebreaks). In Ashdod spielte der Sieger zehn Partien – geplant waren (mindestens) elf, aber das Finale war vorzeitig vorbei.

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Schach ist mehr als die „Chess Tour“

Kivunim_Ashdod_-_21
Die Schachwelt (gemeint ist nicht die deutschsprachige Webseite) schaut vor allem nach London, der Schachticker hat zwei Augen und blickt nächste Woche auch nach Israel – zumal aber nicht nur weil man beide Veranstaltungen verfolgen kann und nur am Ende bzw. Anfang der jeweiligen Turniertage ein bisschen hin und her klicken muss. Grund ist der umgekehrte Zeitunterschied mit Deutschland und die Tatsache, dass die Runden in London an Wochentagen relativ spät beginnen.

 

In den Teaser passt noch das Teilnehmerfeld in Ashdod: Ivanchuk, Nepomniachtchi, Guseinov, Rapport, Gelfand, Bacrot, Jakovenko, Eljanov, Georgiev, Sutovsky, Smirin, Sevian. Damit haben sie immerhin zwei top10 Spieler laut dieser Liste, nach der die Teilnehmer auch sortiert sind – später noch ein paar Bemerkungen zu Schnellschach-Elo. Und diverse Teilnehmer sind durchaus bekannt, im Zweifelsfall bekannter als der an drei gesetzte Guseinov. Gespielt wird zunächst in zwei Sechsergruppen, danach Halbfinale und Finale im KO-Format, d.h. eventuell Verlängerung (Blitzschach) und Elfmeterschiessen (Armaggedon).

 

Und auch das Titelbild (Quelle Turnierseite) passt noch in den Teaser. Gespielt wird im Kivoonim Center – für ein Schachturnier bietet es jedenfalls von aussen viel Weiss und wenig Schwarz, aber das ist ja nicht die Hauptfunktion dieses Gebäudes (sondern Hilfe für Einwanderer nach Israel). Blau sieht man ebenfalls auf diesem und anderen Fotos, blau ist nächste Woche auch der Himmel und das nahe Mittelmeer. Ob die Teilnehmer am Brett baden gehen, liegt auch am jeweiligen Gegner. Ob sie im Mittelmeer baden gehen, können sie selbst entscheiden – Wettervorhersage durchgehend sonnig und Lufttemperatur bis 20 Grad.

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Turnierseite

Turnierseite

Eine Empfehlung des Schach-Tickers

 

Ausschreibung

Ausschreibung

Am 21.11.2015 um 11 Uhr Vormittags werden die ersten Züge des internationalen Schnellschachturniers in Herne ausgeführt, ein Turnier über 9 Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler. Seit nunmehr 15 Jahren trifft sich die Schachelite in Herne und stellt ihre Schachkünste für einen guten Zweck zur Verfügung. Das Turnier hat in der Vergangenheit wegen der guten Spielmöglichkeiten und der angenehmen Atmosphäre zahlreiche Titelträger aus nah und fern angelockt. Fast die komplette Nationalmannschaft war dabei. U.a. die Europameister  GM Arkadij Naiditsch und GM Daniel Fridman. Letzterer gehört schon zu den Stammgästen. Attraktiv auch der Preisfond. 2.150 Euro sind garantiert, unabhängig von der Teilnehmerzahl. Bei den Preisgeldern gibt es natürlich auch Gewinne für mehrere DWZ-Klassen, für Frauen und für Jugendliche.

 

Wer sich bis zum 14.11. anmeldet, spart 2 Euro Startgeld. Weitere Informationen in der Ausschreibung.

Anmeldung direkt auf der Turnierseite oder an service@chess-international.de

 

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Ein Erlebnisbericht zur Blitzweltmeisterschaft in Berlin aus Sicht eines Zuschauers, Medienberichterstatters, Turnierorganisators und Kollegen … – Von KLAUS STEFFAN

 

Magnus Carlsen und Klaus Steffan

Magnus Carlsen und Klaus Steffan

Am 21. Juni 2015 bekam ich das erste Mal die Info, dass die FIDE sich anschickt, die Schnellschach- und Blitz-WM in Berlin durchführen zu wollen. Der Terminplan der 1. und 2. Bundesliga musste umgestrickt werden.

 

In trockenen Tüchern war die WM in Berlin aber erst im August. Einige Wochen vor Beginn der WM wurden durch den Veranstalter dann Webseite und Anmeldeprozeduren freigeschaltet.

 

Kurzfristig entschied ich mich dann doch, paar Tage frei zunehmen für Berlin. Leider konnte ich Freitag nicht der tollen Eröffnung in einem Berliner Kino beiwohnen. Tag 1 und 2 waren für mich Tabu, weilte ich doch bei einer Jahresinventur in unserer Firma. Sonntagabend schnell noch ein bezahlbares Hotelzimmer für drei Tage gebucht, mich als „Pressemensch“ online registriert und schon ging es am Montagvormittag in Richtung Regierungshauptstadt.

 

Nur 3 Stunden Fahrzeit und ich stand vor der „Bolle Meierei“. Ich hatte wohl Glück. Verfolgte ich doch den Zuschauerandrang vom Samstag und Sonntag nur aus der Ferne. Montag war das Zuschauerinteresse überschaubar. Übrigens die Sicherheitsschleusen fand ich angemessen bei solch einem Ereignis. Am Montag machte ich mich im kleinen Presseraum „breit“. Die Schnellschach-WM gewann dann auch der Topfavorit. Für mich war der Montag eigentlich nur der Einführungstag. Meine Videos und Bilder plante ich zur Blitz-WM. Soweit war ich ganz zufrieden mit mir. Kurzer Talk mit Michael Bezold, David Navara, Falko Bindrich und Ilja Schneider nebst ein paar Fotos. Roland Schmaltz kam dann auch hereinspaziert. Er musste sogar Eintritt zahlen.

 

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Der „Internationale Meister“ Ilja Schneider ist bekannt für seine amüsanten, lockeren und unterhaltsamen Texte. Anlässlich der WM hat Ilja einen privaten Blog geschaltet und berichtet Runde für Runde vom Geschehen. Nach seinen Worten ist das Schachspektakel in Berlin einer der Höhepunkte in seinem schachlichen Leben. Aber lesen Sie selbst:

 

Die WM ist Geschichte, fünfeinhalb Tage intensives Schachfieber sind vorbei, die Traumblase zerplatzt. Für mich war img-20151010-wa0000es wie für viele andere, die reinste Achterbahnfahrt, die Anstrengung enorm, das Teilnehmerfeld brutal. Meistens war es schön, sogar an einige Niederlagen erinnere ich mich mit Wohlwollen, andere Partien waren vom ersten Zug an eine Tortur. Ich bin aber glücklich, dass ich dabei war. Hätte ich das Event hier verpasst, ich hätte es mir wohl über Jahre nicht verzeihen können.

Am Meisten wird sich mir wohl das Blitzturnier in die Erinnerung einbrennen, welches wie ein Drama ohne richtiges Happy End geschrieben war. Die Startphase war phänomenal, ich finde keine anderen Begriffe dafür. Remis gegen Anand (den ich nur bekam, weil meine 51 Elo Punkte, die am Tag vor dem Turnier spurlos von meiner Karteikarte verschwunden waren, doch noch auftauchten). Dann Colorado-Sieg gegen Onischuk. Dann Remis gegen Fedoseev aus Position der Stärke. Dann noch ein Colorado-Sieg gegen Savchenko. Und dann ein Remis gegen den zweiten (Blitz)Ex-Weltmeister Dominguez. Dann zwar eine zweite Null in Berlin gegen Ghaem Maghami, man kann wohl sagen, “He’s got my number”. Doch anschließend schlug ich Bacrot. 4,5/7, ein Plus von vllt 50 Elopunkten. Wahnsinn, wo hat dieses Casino die Kasse, ich möchte bitte meine Chips einlösen! … Weiterlesen

Schnellschach: Alle waren lieb zu Carlsen – Blitz: Spannung bis zum Schluss – Ein Artikel von THOMAS RICHTER

 

Sieger GrischukDa ich zwei recht unterschiedliche Turniere in einem Artikel bespreche, brauche ich diesmal drei Überschriften. Wie Kollege Raymund Stolze bereits erwähnte, war ich die letzten Tage nicht in Berlin, sondern im fernen Korsika – was immerhin andere Einblicke lieferte: Welche Probleme hatte Magnus, und warum war es noch relativ erträglich? Sowie: der norwegische Carlsen-Hype aus relativ neutraler norwegischer Sicht. Das später im Artikel, zunächst der Endstand beider Turniere – jeweils sind die punktgleichen Spieler nach Wertung sortiert, kommt relativ früh „usw.“ und nach …. einige, aber nicht alle deutschen Ergebnisse:

 

Schnellschach: Carlsen 11.5/15, Nepomniachtchi, Radjabov, Dominguez 10.5, Bocharov, Kramnik, Onischuk (Vladimir aus der Ukraine), Ivanchuk, Kovalenko, Mamedyarov, Vachier-Lagrave, Inarkiev 10, usw. … 46. Georg Meier 8.5, 72. Falko Bindrich, 73. Matthias Bluebaum je 8. Vorne fehlen einige bekannte Namen, dazu später mehr.

 

Blitz: Grischuk 15.5/21, Vachier-Lagrave und Kramnik 15, Ivanchuk und Nepomniachtchi 14.5, Carlsen, Svidler, Navara 14, usw. (13.5/21 u.a. Aronian, Gelfand, Dominguez und Mamedyarov) … 68. Georg Meier 11.5, 78. und 79. Daniel (Fridman und Hausrath) 11, 81. Bluebaum 11. Bis auf Meier im Blitz (nach seinem grossen Auftritt letztes Jahr in Dubai vielleicht etwas überbewertet) landeten alle erwähnten deutschen Spieler etwa da, wo sie laut Setzliste hingehören oder darüber – das Turnier war eben stark besetzt.

 

Das Titelfoto (alle Fotos Nailya Bikmurzina, Quelle Turnierseite) bekommt Alexander Grischuk – Carlsen-Fotos gibt es schliesslich zur Genüge im Internet.

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Persönliche Eindrücke von der Weltmeisterschaft im Rapid- und Blitzschach von RAYMUND STOLZE

 

Blitz_WM_Berlin_2015_Sieger_Grischuk

Der neue Blitz-Champion: Alexander Grischuk

Wie bereits angekündigt, habe ich mich mit meinem Kollegen Thomas Richter bei der Berichterstattung von der Weltmeisterschaft im Rapid- und Blitzschach dahingehend geeinigt, dass er dieses Superevent „a posteriori“ mit gebotenem Abstand beleuchten wird – und das wie immer sehr persönlich.

 

Aktuell war für uns IM Ilja Schneider mit seinen Blog „Verblitzt in Berlin“ auf Sendung und ohne Ihrem Urteil vorzugreifen denke ich: Diesen Selbstversuch hat er sportlich durchaus ehrenvoll absolviert und dazu unterhaltsam beschrieben.

 

Als – so gesehen – „freier Mann“ habe ich mich dann doch entschlossen, meine persönlichen Eindrücke während den einmaligen fünf WM-Tagen in der Bolle-Meierei in Moabit in zwei Folgen zu bündeln. Heute also Teil 2 meines Berliner Mosaiks …

 

 

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Der „Internationale Meister“ Ilja Schneider ist bekannt für seine amüsanten, lockeren und unterhaltsamen Texte. Anlässlich der WM hat Ilja einen privaten Blog geschaltet und berichtet Runde für Runde vom Geschehen. Nach seinen Worten ist das Schachspektakel in Berlin einer der Höhepunkte in seinem schachlichen Leben. Aber lesen Sie selbst:

 

Schneider-Anand (Foto: Frank Hoppe)

Schneider-Anand (Foto: Frank Hoppe)

Liebe Freunde,

 

ihr habt es mit Sicherheit schon gesehen, 4,5/11 nach einem sehr wechselhaften Tag. Es gab ein Remis gegen niemand anderen als Vishy Anand, es gab einen Sieg über Bacrot, eine glückliche Rettung gegen Dominguez, der sogar mal Blitzweltmeister war. Und es gab viele, sehr viele, zu viele unglaublich bittere Niederlagen, am Ende 4 am Stück. Ich muss mich da irgendwie herausarbeiten, eine Zusammenfassung ist leider erst morgen nach dem Turnier drin. Die Batterien gehen zu Neige … Hier geht es zur Webseite von Ilja Schneider

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