liveLive-Übertragung Kurnosov Gedächtnisturnier
U. a. mit: 1 GM Grischuk Alexander RUS 2760; 2 GM Rublevsky Sergei RUS 2738; 3 GM Inarkiev Ernesto RUS 2729; 4 GM Ponkratov Pavel RUS 2712; 5 GM Movsesian Sergei ARM 2685; 6 GM Khismatullin Denis RUS 2676; 7 GM Riazantsev Alexander RUS 2675; 8 GM Lysyj Igor RUS 2665; 9 GM Bocharov Dmitry RUS 2659; 10 GM Zvjaginsev Vadim RUS 2628 ...

So sehe ich das…

Remisschieberei in Mannschaftskämpfen – Betrug oder Normalität? – Eine Betrachtung von JOACHIM TALARSKI

 

Am 10. 04. 2016 fand in der Bezirksliga das letzte Meisterschaftsspiel zwischen SV Datteln und SV Erkenschwick II statt. Besser gesagt: Es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, die „Puppen“ zu bewegen. Laut FM Heiko Kumm107b-Fairplay-Remis.96kerow fand kurz darauf eine Facebook-Diskussion statt, in der es um dieses Thema ging. Angeblich war eine Mehrheit der Erkenschwicker für Schiebung, so dass sich die Minderheit beugen musste. Dieser Eintrag wurde kurzfristig gelöscht, vermutlich weil sich das schlechte Gewissen meldete oder weil man Konsequenzen von Seiten des Verbandes fürchtete.

 

Diese Ergebnisabsprache (Schiebung) hat zur Folge, dass Erkenschwick als Tabellenzweiter in die Verbandsklasse aufsteigt und Datteln dem Abstieg entronnen ist. Leidtragende sind Vereine wie SV Hullern und Unser Fritz II. Die einen müssen absteigen, während die anderen den Aufstieg knapp verpasst haben.

 

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Großmeister Vadim Milov (Elo 2611), Nummer 1 in der Schweiz, ohne Chancen beim derzeitigen Präsidenten des Schweizer Schachbundes

 

Die Querelen zwischen GM Vadim Milov und dem Schweizer Schachbund (SSB) gehen weiter. Auf den „Offenen Brief“ von Milov, der am 9. Januar 2016 auf dem Schach-Ticker veröffentlicht wurde, hat der Präsident des SSB Peter Wyss Milov mitmilov Disziplinarmaßnahmen gedroht, falls er weiterhin amtierende und ehemalige Funktionäre kritisiert. Es heißt weiterhin:

 

Auf der Basis des Kaderreglements (Artikel 2.2 und insbesondere Artikel 2.4.3) werden Sie derzeit nicht in das Herren-Kader aufgenommen.

 

Wir finden, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat zu erfahren, was die wahren Gründe der Nichtnominierung sind. Vadim Milov hat auf den Brief ( 7.3.2016)  von Peter Wyss geantwortet und uns gebeten diesen zu veröffentlichen. Wir weisen daraufhin, dass der „Offene Brief“ nicht die Meinung der Redaktion widerspiegelt.

 

Sehr geehrter Herr Wyss,

 

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In Zürich werden zwei Partien am Tag gespielt. Wird dadurch das Interesse an der Live-Übertragung gestärkt? – Von FRANZ JITTENMEIER

 

Das Brett sollte in Flammen stehen. Das sieht der Schachenthusiast gerne!

Das Brett sollte in Flammen stehen. Das sieht der Schachenthusiast gerne!

Auf Facebook stellt GM Emil Sutovsky (Präsident der Association of Chess Professionals) an seine Freunde die Frage, ob schnelle Schachpartien das Interesse an Live-Partien fördern. Das Thema wird kontrovers diskutiert. Die Meisten wollen natürlich die traditionelle Bedenkzeit beibehalten und fürchten um die Qualität der Partien.  Fakt ist allerdings, dass schnelle Partien, Blitz und Schnellschach, sich für eine Live-Übertragung geradezu anbieten. Zwar ist die Qualität der Partien nicht so hoch wie bei normaler Bedenkzeit, doch Entscheidungen fallen innerhalb kurzer Zeit und Verluststellungen können durch Fehler des Gegners in eine Gewinnstellung übergehen.

 

Meiner Ansicht nach darf man die Zukunft des Schachs nicht aus der Sicht des Spielers sehen. Der Spieler möchte natürlich nah am Limit spielen. Das bedeutet aber auch, dass viele Partien in einem Remis enden, was bei den Zuschauern wiederum auf wenig Interesse stößt, die sich eher für Hauen und Stechen interessieren. Nicht dass man mich falsch versteht. Ich bin nicht dafür, die normale Bedenkzeit abzuschaffen. Doch sollte man schnelle Partien, Blitz und Schnellschach auf internationaler Ebene forcieren und mit einer profihaften Übertragungstechnik ausstatten. Profihafte Übertragungstechnik bedeutet auch zu verhindern, dass sehr viele Webseiten eine Live-Übertragung anbieten und dabei die offiziellen Seiten der Veranstalter anzapfen. Dadurch werden die Veranstalter gehindert, global aufgestellten Unternehmen eine interessante Werbeplattform zu bieten. Die Masse der Zuschauer verteilt sich auf viele Seiten. Das wäre so, als wenn alle Spiele der Fußball-Bundesliga von allen Fernsehsendern übertragen werden. Die Werbeeinnahmen sind für den einzelnen Sender natürlich geringer, als wenn ein Fernsehsender die alleinigen Übertragungsrechte hat.

 

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Großmufti von Saudi-Arabien verbietet das Schachspielen – Eine Betrachtung von FRANZ JITTENMEIER

 

Nicht nur in der westlichen Welt hat das Schachspiel einen hohen Stellenwert. An vielen Schulen gehört Schach zum normalen Unterricht. Nachfolgend 10 Vorteile die das Schachspielen sinnvoll machen, ob reich oder arm:9

 

1. Gehirnwachstum: Spiele wie Schach, die das Gehirn herausfordern, fördern die Bildung spezieller Gehirnzellen, der Dendriten. Diese Zellen senden Signale zu den Nervenfasern des Gehirns. Je mehr Dendriten das Gehirn besitzt, desto schneller funktioniert die Reizweiterleitung.

 

2. Beide Gehirnhälften werden beansprucht: Eine deutsche Studie fand heraus, dass Schachspieler sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte einsetzen. Die Denksportler sollten Schachzüge und geometrische Formen erklären.

 

Für die Identifikation der geometrischen Formen hatten sie die gleiche Reaktionszeit wie Laien. Für Schachzüge reagierten die Denksportler und Strategiekünstler jedoch viel schneller, weil sie beide Gehirnhälften aktivierten.

 

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Das Team will dich nicht!“ – Ein Offener Brief von Großmeister Vadim Milov, amtierender Landesmeister und derzeit die Nummer 1 in der Schweiz

 

Vadim Milov (by Andreas Kontokanis)

Vadim Milov (by Andreas Kontokanis)

Es ist wirklich die Ausnahme, dass uns ein Großmeister einen Offenen Brief schickt mit der Bitte, ihn online zu veröffentlichen. Im konkreten Fall kommen haben wir uns dafür entschieden, ihn zu publizieren. Anzumerken ist, dass Leserbriefe nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Allerdings gibt ihm die hierzulande demokratisch festgeschriebene Pressefreiheit mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung die Chance, in unserer Rubrik „So sehe ich das …“ zu Wort zu kommen.

 

Meine Bekannten wissen, dass ich diesen Offenen Brief eigentlich gar nicht schreiben wollte. Doch um sich irgendwie irgendwo Gehör zu verschaffen, sehe ich derzeit keine andere Möglichkeit als diese Internetpublikation. In der Schweizerischen Schachzeitung [SSZ], dem offiziellen Publikationsorgan des Schweizerischen Schachbundes [SSB], wurde nie ein Offener Brief von mir publiziert, was einer Zensur gleichkommt.

 

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Schach als Leistungssport ist in Deutschland möglich! – (M)ein Offener Brief an die Eltern des U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel – Von RAYMUND STOLZE

 

Roven Vogel mit Eltern

Roven Vogel mit Eltern

Ich gebe zu, dass ich schon erstaunt gewesen bin, auf der ChessBase-Seite vom 13. November eine Presseerklärung von Ina und Dieter Vogel zu lesen – das sind die Eltern unseres U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel, der sich ebenfalls persönlich geäußert hat. Sechs Tage später wurde dieser Beitrag  unkommentiert online auch bei der Deutschen Schachjugend veröffentlicht. So weit … – und ich finde das nicht unbedingt – … so gut …

 

ChessBase möchte, so der Anspruch eines nachfolgenden Artikels meines Kollegen André Schulz, mit dem Beitrag der Familie Vogel Anstoß zu einer Diskussion um Talenteförderung, Spitzenschach und Profitum geben [http://de.chessbase.com/post/anstoss-zu-einer-diskussion] und veröffentlichte diese am 23. November unter der meines Erachtens nach eher nicht zutreffenden Schlagzeile „Ist Profischach in Deutschland möglich?“, weil sie in der Tendenz das Problem in dieser Zuspitzung zu eng fast. Eine Zusammenfassung der bisherigen Meinungsäußerungen gibt es bei ChessBase [http://de.chessbase.com/post/ist-profischach-in-deutschland-moeglich].

 

Ich möchte diese nicht weiter kommentieren und stattdessen in einem Offenen Brief den Eltern von Roven Vogel auf ihre Presseerklärung antworten!

 

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Magnus ist auch nur ein Mensch oder: Schach ist nicht Fußball – Von JULIA KIRST

 

In der Fußball-Bundesliga herrscht gähnende Langeweile. Der Branchenprimus Bayern München dominiert bereits die vierte Saison in Folge derart, dass der Julia_Kirst-300x200-300x200Konkurrenz nur der Blick ins Fernglas bleibt, um den Tabellenführer überhaupt sehen zu können.

 

Bei Supergroßmeisterturnieren mit Beteiligung unseres Weltmeisters Magnus Carlsen aus Norwegen war das lange ähnlich, wenn auch nicht ganz so krass. Immer war er vorne mit dabei, gewann Turniere teilweise deutlich und siegte selbst in solchen Partien, die er hätte klar verlieren müssen (z. B. Nakamura–Carlsen in Zürich Anfang 2014). Die Krönung folgte im Juni 2014 bei den Schnell- und Blitzschachweltmeisterschaften in Dubai: Carlsen gewann beide Disziplinen und hatte als erster Spieler überhaupt [selbst ein Kasparow schaffte das nicht] die WM-Titel im Normal-, Schnell- und Blitzschach gleichzeitig inne.

 

Jedoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Bereits im letzten Jahr gab es die ersten kleinen Dämpfer für den Champion: Zwei Niederlagen bei der Schacholympiade im heimischen Tromsø gegen Saric und Naiditsch, dann der blasse Auftritt mit einigen Fehlern im Sinquefield-Cup, als der Italiener Fabiano Caruana überzeugend triumphierte [Start 7/7!] und der Norweger trotz seines zweiten Platzes nur eine Randfigur war. Auch die Titelverteidigung der Weltmeisterschaft im Normalschach gegen Vishy Anand Ende 2014 war nicht so überzeugend wie gewohnt, Magnus profitierte vor allem von Fehlern seines Herausforderers und Vorgängers auf dem WM-Thron. Dennoch gab es nach diesem Match in Sotschi keinen Zweifel: Carlsen ist der beste Schachspieler auf diesem Planeten!

 

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Am Ende „nur“ der 6. Platz bei der Blitz-WM in Berlin – Ein Kommentar von Franz Jittenmeier

 

Magnus Carlsen nach der Siegerehrung

Magnus Carlsen nach der Siegerehrung (by Frank Hoppe)

Wer verliert schon gerne. Keiner von uns. Der Eine frisst es in sich hinein. Der Andere nimmt es locker und leicht. Je mehr auf dem Spiel steht, desto mehr und heftiger ärgert man sich. Für Magnus Carlsen stand viel auf dem Spiel. Hätte er doch gerne alle Titel eingeheimst und mit nach Norwegen genommen. Locker und leicht hatte er die Weltmeisterschaft im Schnellschach mit 11,5 Punkten aus 15 Partien gewonnen. Wenige zweifelten daran dass Magnus Carlsen, nach dem starken Auftritt beim Schnellschach, auch den Titel im Blitzen gewinnt.

 

Alle Partien von Carlsen

Zum Ärger von Carlsen sollte es jedoch anders kommen. Er verlor gegen den späteren Weltmeister Grischuk und flippte regelrecht aus indem er mit seiner Faust in die Luft schlug, seinen Stift auf  den Spielberichtsbogen schmiss, „Fuck“ rief und wortlos den Saal verlies. „Fuck“ ist ja nun kein schönes Wort und eines Weltmeisters nicht würdig. Carlsen war jedoch völlig außer sich, war es doch schon die 3. Niederlage in 5 Partien. Der Titel war in weite Ferne gerückt.  Carlsen legte jedoch einen fulminanten Endspurt hin. Bis auf die vorletzte Runde in der Partie Partie gegen Ivanchuk. Ivanchuk schlug Carlsen und riß ihn aus allen Träumen doch noch den Titel zu gewinnen. Am Ende wurde Carlsen nur Sechster. Man konnte ihm seinen Ärger bei der Siegerehrung noch ansehen.

billionphotos-1629683_xsmall150Verdienter Weltmeister und das zum dritten Mal, Alexander Grischuk aus Russland.  Großmeister Georg Meier landete als bester Deutscher mit  11,5 Punkten auf dem 68. Platz. Über 153 Großmeister machten das Blitz-Spektakel in Berlin zum bestbesetzten Blitzturnier aller Zeiten  Alles in allem eine tolle WM mit einer großen Zuschauerresonanz und weltweitem Interesse. Spielbedingungen und Organisation waren erstklassig.

 

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Warum sich der Godesberger SK aus der 2. Bundesliga zurück zieht – Eine Stellungnahme von Mannschaftsführer und Vorstandsmitglied BODO SCHMIDT

 

In der vergangenen Woche erreichte den Schach-Ticker die Nachricht, dass der Godesberger SK 1929 e.V., der mit seinen aktuell über 170 Mitgliedern zu den acht größten Schachvereinen in Deutschland gehört, sich aus der 2. Bundesliga zurück zieht. Damit wird die Gruppe West mit nur neun Teams die Saison 2015/16 bestreiten und der traditionelle Verein steht als erste Absteiger fest.

 

Wir haben den Mannschaftsführer und 2. Vorsitzenden des Godesberger SK BODO SCHMIDT um eine Stellungnahme gebeten, in der er uns die Hintergründe für diese Entscheidung erläutert. Hier ist sein Beitrag!

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Die sogenannte Spielervereinbarung hat zu einer völligen Auflösung der 1. Mannschaft des Godesberger Schachclubs geführt. Neben Dr. Hübner und mir haben drei weitere Spieler es abgelehnt, dieses Papier zu unterzeichnen. Die übrigen Spieler standen mehrheitlich diesem Papier ebenfalls sehr kritisch gegenüber, waren aber grundsätzlich bereit, zu unterzeichnen, wenn damit eine spielfähige Mannschaft hätte erhalten werden können. Deswegen hat unser Vorstand, der zu meiner Überraschung plötzlich mehrheitlich die Spielervereinbarung für richtig hält, versucht, eine Mannschaft für die 2. BL aufzustellen und hat gemeldet.

 

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Frauen-Super-Team des deutschen Vizemeister SK Schwäbisch Hall ohne Perspektive – Ein Hintergrundbeitrag vom ehemaligen SHA-Capitain MARIO MEINEL

 

Von links nach rechts: Karina Ambartsumova, Irina Bulmaga, Alina Kashlinskaya, Ekaterina Atalik, Jana Zpevakova, Deimante Daulyte

Von links nach rechts: Karina Ambartsumova, Irina Bulmaga, Alina Kashlinskaya, Ekaterina Atalik, Jana Zpevakova, Deimante Daulyte

Drei Wochen sind seit meinem Radiointerview vergangen [Link: http://www.sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2015-05-31-jetzt-steh-ich-da-habe-ein-super-team-und-keine-perspektive ]. Eine Entscheidung über das Wohl des Frauenteams konnte das Präsidium des SK Schwäbisch Hall bis heute noch nicht fällen! Das letzte E-Mail an die Damen [19. Juni] deutet jetzt auf eine Entscheidung am 31. Juli hin!

 

Laut der Jahreshauptversammlung [JHV] im April fehlen 20.000 € für das Team. Nur das Absurde an dieser Geschichte ist, das Herrenteam rüstet weiter auf. Die Großmeister Jewgeni Postny, GM Sebastian Bogner und Peter Michalik wurden neu verpflichtet. GM Dimitri Jakowenko wird wohl bleiben. Ein weiterer Chinese neben GM Li Chao b soll kommen. Die Gerüchte um einen Wechsel von Maxim Rodshtein nach SHA machen hier die Runde. Das alles, obwohl der 1. Vorsitzende Michael Riedel persönlich in der Veranstaltung zu einem rigorosen Sparkurs geraten hat.

 

Wie geht es weiter mit dem Frauenteam? Der 1. Vorsitzende Michael Riedel erlaubt nun den Damen zu wechseln! Möchte einige in der Verbandsliga Nord einbauen mit den IMs Aguetaz und Minh. In diesem B-Team spielen unsere langjährigen Freunde aus Tschechien IM Zpevak und FM Mudrak.

 

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Tugendwächterinnen – Ein Betrachtung zum „Fall“ Mihaela Sandu von WGM CARMEN VOICU-JAGODZINSKY

 

Mihaela Sandu

Stellungnahme Mihaela Sandu

Als ich am Samstag vor einer Woche gebeten worden bin, einige Worte über die Überraschungsfrau der ersten Turnierhälfte, meine Landsfrau Mihaela Sandu zu schreiben, lehnte ich nach kurzem Nachdenken ab. Zum einen war ich in Willingen beicarmen den Deutschen Jugendmeisterschaften als Trainerin beschäftigt. Zum anderen habe ich mit Mihaela nie viel zu tun gehabt. Sie ist vier Jahre älter als ich und gehörte daher in meiner Jugend nie zu den Spielerinnen, mit denen ich enger befreundet war. In den Jahren, in denen ich regelmäßig in der rumänischen Nationalmannschaft gespielt habe, war sie immer eine der Spielerinnen, die als Konkurrenz für mein Brett in Frage kam. Insofern haben wir vermutlich in diesen Jahren immer erleichtert darauf reagiert, wenn die jeweils andere Spielerin ein schwächeres Resultat gezeigt hat.

 

Als sie nun bei den Europameisterschaften mit sagenhaften 5/5 startete, war auch ich verblüfft. Und da ich selbst zweimal Opfer von Computerbetrug in Deutschland geworden bin, habe ich natürlich einen Blick auf ihre Partien geworfen.

 

Aber ein kurzer Blick auf die Partien zeigte, dass hier überhaupt kein Anhaltspunkt für Betrug zu finden war.

 

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Herbert Bastian für eine dritte Amtszeit gewählt

 

Die Schmähbriefe der Vize-Präsidenten Woltmann und Langer auf der Plattform des Hauptsponsors ChessBase haben dem Schachbastian_herbert_2011_foto_wolfgang_maier-f2f91354 im allgemeinen zwar geschadet, aber die Wiederwahl von Herbert Bastian nicht verhindert.

 

Der 103. Bundeskongress des Deutschen Schachbundes hat den jetzigen Präsidenten Herbert Bastian mit 109 Stimmen bestätigt. Es gab 29 Enthaltungen und zwei ungültige Stimmen (?). Insgesamt waren es 216 Stimmberechtigte. Herbert Bastian wurde vom Landesverband Rheinland-Pfalz nominiert. Gegenkandidat Joachim Gries vom Hessischen Landesverband bekam 76 Stimmen.

 

Michael Woltmann und Michael Langer fuhren schwere Geschütze gegen den in China weilenden Präsidenten auf. Dass ausgerechnet der Hauptsponsor ChessBase den beiden Herren seine News-Plattform zur Verfügung stellte, ist mehr als merkwürdig. Die beste Antwort auf diese unseriöse Vorgehensweise der beiden Herren Langer und Woltmann war die Wiederwahl von Herbert Bastian. Es spricht für Herbert Bastian, dass er trotz der schweren Vorwürfe angetreten ist.

 

Der Schach-Ticker gratuliert herzlich Herrn Herbert Bastian zur Wiederwahl.  Hier noch einmal ein Rückblick

Bericht auf der Seite des DSBTwitter

16.5.2015 – Am heutigen Montag [18. Mai] erreichte den Schach-Ticker ein Statement von DSB-Präsident Herbert Bastian, das wir gern veröffentlichen:

 

„Ich bedanke mich bei den Delegierten für ihr großartiges Engagement und für ihre Disziplin, mit der sie diesen schwierigen Kongress durchgestanden und zu einem tragfähigen Ergebnis gebracht haben. Für die kommende Periode appelliere ich an alle, sich auf unser gemeinsames Ziel der Förderung und Verbreitung des Schachsports zu besinnen und die vor uns liegenden Aufgaben mit Mut und Sachverstand anzupacken. Persönliche Befindlichkeiten dürfen uns nicht als Alibi dafür dienen, die Lösung der Sachfragen zu vernachlässigen.“

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„Der Millonäros-Cup“ ist in Oslo mit einem Ausscheidungsturnier gestartet worden – eine Betrachtung zum Projekt „Grand Chess Tour“ von RAYMUND STOLZE

 

Seiner Kolumne von SCHACH Heft 3/2015 titelte Dirk Poldauf mit der Frage „Kommt die Golden Leagbillionphotos-941172ue?“, um dann Stand Februar 2015 zu schreiben: „Fest steht, dass Garri Kasparow einer der Initiatoren dieses Projektes ist und dass derzeit Verhandlungen mit Weltklassespielern geführt werden. Norway Chess in Stavanger (Juni), der Sinquefield Cup in St Louis (August/September) und die London Chess Classic (Dezember) gehören dazu sowie 2016 eine Veranstaltung im indonesischen Jakarta. Die neun besten Spieler der Weltrangliste sollen an allen Etappen teilnehmen plus ein vom jeweiligen Ausrichter Nominierter …“

 

Im Mai hat das Projekt an Fahrt aufgenommen heißt nun „Grand Chess Tour“ und ist mit einen Gesamtpreisfonds von einer Million Dollar ausgestattet. Indonesien ist bei der Premiere doch nicht dabei, für die auf Grundlage der FIDE-Ratingliste vom 1. Januar 2015 Weltmeister Magnus Carlsen [Nummer 1], Fabiano Caruana [2], Alexander Grischuk [3], Wesselin Topalow [4], Viswanathan Anand [5], Levon Aronjan [6], Anish Giri [7], Hikaru Nakamura [9] und Maxime Vachier-Lagrave [13] auf Grundlage der FIDE-Ratingliste gesetzt sind.

 

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Eine Einschätzung von KLAUS DEVENTER (Foto links), Internationaler Schiedsrichter und DSB-Referent für Leistungssport, zum Protestfall Wesley So

 

Wesley So (by Lennart Ootes)

Wesley So (by Lennart Ootes)

In unserer Nachbetrachtung zur US-Landesmeisterschaft 2015 [ http://www.chess-international.de/Archive/37310 ] sind wir auch auf den deventer_klaus_2012_potsdam_kaiserbahnhof_blindsimultan_2Protestfall Wesley So eingegangen.
Auf seiner Facebook Fan-Page erläuterte Wesley So seine Sicht der Ding wie folgte:Ich hatte Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren, und machte mir deshalb auf einem Blatt Papier (nicht meinem Partieformular) eine Notiz … sie lautete: zwei Mal, drei Mal prüfen, nachdenken. Akobian sah das und beschwerte sich beim Schiedsrichter und die Partie wurde als kampflos verloren gewertet. Es tut mir Leid, ich wusste nicht, dass dies gegen die Regeln war…”

 

Uns war völlig klar, dass wir zur Bewertung einen absoluten Experten brauchen. Und so haben wir uns an Klaus Deventer gewendet, der in der Ausgabe 4/2015 der Zeitschrift JugendSchach bereits seine 70. Regelecke veröffentlicht hat. Und das aus gutem Grund. Klaus ist nicht nur DSB-Referent für Leistungssport, sondern auch ein geschätzter Internationaler Schiedsrichter. Wir freuen uns sehr, dass er sofort zusagte hat. Hier ist nun seine Einschätzung zum Protestfall Wesley So, für die wir ihm ausdrücklich danken möchten!

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Die Schach-Bundesliga am Scheideweg – Eine Betrachtung von RAYMUND STOLZE

 

Ich weiß nicht, ob der Rücktritt des SC Eppingen aus der Schach-Bundesliga tatsächlich eine Hiobsbotschaft ist, sondern lediglich unmissverständlich deutlich macht: So wie bisher kann es nicht weiter gehen mit der angeblich stärksten Liga der Welt! [Pressemitteilung siehe http://www.chess-international.de/Archive/36427#more-36427 ]billionphotos-1889129_small500

 

Sind wir doch einmal bei der Beurteilung der Lage ehrlich: Wenn es nämlich tatsächlich so wäre, dann würden die Bundesliga-Verantwortlichen doch längst einen potenten Sponsor gefunden haben, den das Produkt überzeugt. Wie wir wissen, ist dem aber keineswegs so. Niemand steht Schlange, um mit seinem Namen ausgerechnet für das Königliche Spiel finanziell zu bürgen.

 

Ich sage es offen: Die Schach-Bundesliga in diesem Format, dem Zeitmodus [Oktober bis April] und vor allem in den personellen Strukturen – Ausländer um jeden Preis – bei Eppingen sind im Stammaufgebot allein sieben Spieler nicht aus Deutschland – musste einfach auf Dauer scheitern. Von seiner in der Satzung verkündeten Zielstellung, die 1. Schach-Bundesliga attraktiver und öffentlichkeitswirksamer zu gestalten, ist der am 3. Februar 2007 gegründete Schachbundesliga e.V. meilenweit entfernt.

 

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Die neue Rochade – ein guter Schachzug? – (M-)eine Einschätzung von JULIA KIRST (Foto)

 

Wenn neue Schachzeitungen auf den Markt kommen, werden sie erst einmal kritisch beäugt. Etwas Neuem bringt man oft eher SkJulia_Kirstepsis entgegen. Vor allem dann, wenn durch das neue ein altes und nicht so unerfolgreiches Produkt ersetzt wird. Genau das passierte im Februar 2015: Die gute alte Rochade wurde durch die neue unbekannte Rochade Europa ersetzt. Statt dem schachtypischen Schwarz-Weiß sind die Seiten jetzt farbig bunt. Außerdem hat jeder Landesverband nicht mehr x Seiten für seine Präsentation, sondern nur noch maximal vier Seiten. Dafür hat man aber alle Landesverbände auf einen Blick, bei der alten Rochade wurden nur ausgewählte Landesverbände präsentiert.

 

Bei einem meiner Gänge zum Zeitungskiosk fiel mir die neue Rochade schon alleine wegen ihrer bunten und modernen Optik gleich ins Auge, während ich die alte Rochade eher als „unter ferner liefen“ betrachtete. Der Mensch ist eben doch ein Augentier. Dann griff ich sie mir gleich zum Durchblättern. Positiv fielen mir sofort die Rubriken „Eröffnungstrends“, „Dynamisches Schach“, „Schach ohne Grenzen“ und „Powertraining“ auf. Obwohl ich von der neuen Rochade sehr angetan war, entschied ich mich nicht dazu, sie auch zu kaufen. Aber als eine gute Alternative behielt ich sie im Hinterkopf. Einen Tag später konnte ich nicht anders und kaufte sie mir dann doch.

 

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Michael S. Langer will nicht mehr als DSB-Vizepräsident Finanzen kandidieren, aber ist die Katze wirklich aus dem Sack? – Eine kommentierende Betrachtung von RAYMUND STOLZE

 

Diese Meldung brauchte ihre Zeit – acht Tage [1] – , um am 6. Februar auf der DSB-Webbillionphotos-1024734_xsmall150seite veröffentlicht zu werden [http://www.schachbund.de/news/keine-neu-kandidatur-19370.html]. „Keine Neu-Kandidatur“ lautete die Überschrift, und „Nach fast 12 Jahren scheidet Michael S. Langer aus dem Amt“ die Unterzeile.

 

Wie Louisa M. Nitsche mitteilte, die auf der DSB-Geschäftsstelle in Berlin für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sei seit dem 29. Januar die Katze aus dem Sack. Michael S. Langer verkündete seinen Präsidiumskollegen, dass er sich nicht erneut für das Amt des DSB-Vizepräsidenten für Finanzen zur Wahl stellen werde. Die Gründe dafür seien vornehmlich persönlicher Natur, ließ er in seinem Schreiben an den DSB-Hauptausschuss verlauten. „Die Arbeiten an den zu erstellenden Haushalten für die Jahre 2015 (Nachtrag), 2016 und 2017 begleite er der Situation (die Vorstellung der Zahlen erfolgt im Kongress nach den Wahlen) entsprechend beratend weiter“ – sprach´s und bedankte sich abschließend jetzt schon mal für die fast 12 gemeinsamen Jahre.

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Für den DSB-Pokal sind dringend Reformen nötig! – Ein ernst gemeinter Diskussionsbeitrag von RAYMUND STOLZE

 

Zumindest einen Pointe hat der DSB-Pokal mit der NDR-Fernsehproduktion Diner vor One aus dem Jahre 1963 gemeinsam: Wenn nämlich Butler James vor jedem Gag zunehmend lallend fragt: „The same procedure as last year, Miss Sophie?“, und diese erwidert stets: „The same procedure as every year, James!“

 

Nun, was ich damit sagen will: Auch am vergangenen Wochenende fand wie stets im Januar die Pokalvorrunde statt – und es fehlten bis auf das vorberechtigte Team von Baden-Baden und den SC Eppingen, der vom Erstliga-Aufgebot lediglich Christopher Noe [Brett 15] einsetzte und gegen den SC Caissa Schwarzenbach mit 1,5:2,5 in Runde 2 die Segel streichen musste, die übrigen 14 Teams [Ergebnisse siehe http://www.schachbund.de/news/wenig-ueberraschungen-in-der-pokalvorrunde.html].

 

 

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Schach im Fernsehen. Live. Weltweit! – Ein Glosse von RALF MULDE, Bremen

 

Völlig klar ist, dass Schachpartien schon demnächst zur besten Sendezeit im frei empfangbaren Fernsehen zu betrachten sein werden. Ob dafür das Erfolgsduo Pfleger/Hort, unvergessen als eine Art Statler/Waldorf des Weltschachs, wieder die Moderation übernehmen oder es diesmal Ohme & Bischof sein werden, ist noch unklar. Die Indizien für das Bevorstehende sind jedenfalls überwältigend.

 

Schon jetzt darf man sich daran erfreuen, dass zeitgleich auf mindestens zwei Kanälen „Fettleibige Pfeilewerfer, leichtbekleidete Damen, dazu trinkende und singende Zuschauer“ (Daniel Meuren am 29.12. in der FAZ – Link http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/darts-wm-was-ist-so-toll-an-fettleibigen-pfeilewerfern-13342745.html ] beim Dart zu sehen sind, die bedarfsweise gegen regungslose Poker-Spieler ausgetauscht werden, manche davon sind sogenannte „Promis“, allerdings eher aus der fünften Reihe wie der jetzige Tennis-Übungsleiter Boris „Besenkammer“ Becker. Dazu kommen nun die „Rollenden Apotheken“ der Tour de France, die in der ARD irgendeine Kochshow verdrängen werden.

 

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Mein Schachjahr 2014 – von JULIA KIRST

 

Julia Kirst

Julia Kirst

Als Erstes werden Sie sich sicher fragen, warum so eine unbedeutende Persönlichkeit wie ich eine Kolumne über ihr Schachjahr 2014 schreibt. Nun, mein Schach-Ticker-Kollege Raymund Stolze hatte mich darum gebeten – und ich habe zugesagt, weil ich meine persönlichen Erinnerungen und Empfindungen in diesem für mich besonderen Jahr gerne Revue passieren lassen möchte.

 

Schachbücher üben eine ganz besondere Magie auf mich aus. Sie entführen mich in eine grenzenlose Märchenwelt, die einfach faszinierend ist. Jede Stellung hat ein bestimmtes Geheimnis, das es zu ergründen gilt. Wenn ich Meisterpartien nachspiele und sehe, wie die großen Schachkoryphäen diese Probleme lösen, dann empfinde ich Hochachtung und Bewunderung für diese Personen. Besonders interessieren und faszinieren mich die Romantiker, sprich Anderssen, Morphy und Co. Zu ihrer Zeit fuhren Automobile noch nicht auf der Straße und das Wort Computer kannte man überhaupt nicht. Deutschland bestand noch aus vielen Einzelstaaten und in Amerika war Sklaverei an der Tagesordnung.

 

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