WM

Die beiden Inderinnen Harika Dronavalli und Humpy Koneru teilen sich den Sieg beim vierten Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2015/16 – Von RAYMUND STOLZE

 

So ist das halt mit den Sprichwörtern: „Schwestern teilen alles“ trifft diesmal auf Anna und Maria Musitschuk nicht zu, aber „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ dann auf Harika Dronavalli und Humpy Koneru. Den Inderinnen gelang es nämlich mit je 7/11 beim vierten Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2015-16 den Sieg zu teilen.

 

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In Chengdu gemeinsam auf Platz 1: Humpy Koneru und Harika Dronavalli

 

Das trifft dann auch auf die Punkte in der Gesamtwertung zu, denn die Co-Siegerinnen können beide 145 Zähler auf ihrem Konto gut schreiben. Humpy Koneru, die sich 2009 in Istanbul als erste in die Chronik dieses attraktiven Wettbewerbs eintragen konnte, geht damit in der Gesamtwertung gleichzeitig mit total 335 Punkten in Führung. Allerdings hat sie alle ihre drei möglichen Auftritte absolviert, muss also warten, was die hartnäckigsten Verfolger im Oktober in Chanty-Mansijsk bei der letzten Etappe bieten werden.

 

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Die 4. Mannschaftsweltmeisterschaft der Senioren in den drei Sektionen 50+, 65+ und Damen  fand vom 26. Juni bis 4. Juli in der schönen Wein- und Garten-, sowie Karl-May-Stadt Radebeul statt – Ein Beitrag aus Sicht des Teams SV Horst-Emscher von DOROTA WECLAWSKI

Die 4. Schach-Mannschaftsweltmeisterschaft 2016 der Senioren 50+ und 65+ in Radebeul

Die 4. Schach-Mannschaftsweltmeisterschaft 2016 der Senioren 50+ und 65+ in Radebeul

 

Unter der Schirmherrschaft der FIDE, organisierte erneut der Ausrichter ZMDI Schachfestival Dresden e.V., dieses weltstärkste internationale Mannschaftsseniorenturnier, welches letztes Jahr in Dresden stattfand. Die erfahrenen und sehr gut organisierten Schachfreunde um Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan durften dieses Jahr ebenfalls das 100. Jubiläum des Ramada-Cup-Turniers in Halle feiern. „Herzlichen Glückwunsch!!“

 

Die schachliche Spannung und faire Atmosphäre um Schachkultgrößen und dasFußball-EM-Public-Viewing, welches aus Frankreich live übertragen wurde, spielte sich in dem schönen und freundlichen Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre des „Sächsischen Nizza“ ab.

 

Am Dienstag, den 26.06.2016 um 14:00 Uhr, fand die Eröffnung mit 107 Teams aus 23 Nationen statt. Das Open-Turnier für Vierermannschaften wurde vom belebenden Programm der Künstler der Sächsischen Artistenschule Dresden e.V. und von Grundschülern aus Niederlößnitz in Radebeul eröffnet, die mit den Landesflaggen der teilnehmenden Spieler und Spielerinnen einmarschierten. Gänsehautatmosphäre bei allen Teilnehmern und Gästen!

 

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Russia Women entscheidet die Frauenwertung für sich – Ein Beitrag von YVONNE LEDFUß   

 

Germany 50 + World Champion

Germany 50 + World Champion

Der letzte Turniertag war geprägt von einem spannenden Fernduell der führenden Teams. Armenia besiegte die Emanuel–Lasker–Gesellschaft mit 2 ½ und Germany 1 setzte sich mit 3 ½ Punkten gegen das Team Thüringen durch. Damit haben beide 16 Mannschaftspunkte. Infolgedessen entschied die Zweitwertung über den Turniersieg. Mit nur einem halben Brettpunkt Vorsprung lag Germany 1 nach neun Runden vorne. Dritter wurde England 1. Die Plätze vier und fünf belegen die Emanuel–Lasker–Gesellschaft und die Hessische Seniorenmannschaft.

 

In der Sektion 65+ stand das Team Russia 65+ bereits vor der heutigen Runde als Sieger fest. Sie zeigten auch am letzten Tag erneut eine starke Leistung und besiegten Moldova mit 3:1 und sind mit 18 Mannschaftspunkten souveräner Weltmeister. Die Silbermedaillen gehen an St. Petersburg, das heute gegen Norway 1 mit 3:1 gewann. Den dritten Platz belegt mit 13 Mannschaftspunkten Belgium 1. Sie konnten ihre letzte Partie gegen Germany 1 mit 3:1 für sich entscheiden. Vierter ist England 1 und den fünften Platz belegt Germany 2.

 

Turnierseite

 

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Ein Halbzeitbericht von YVONNE LEDFUß

 

DSC_8430 Start Runde 1, Voller Spielsaal

Spielsaal im Turnierhotel

Mit einer kurzen, schwungvollen Zeremonie wurde die 4. World Team Championship 50+ & 65+ eröffnet. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Turniersaal im Radisson Blu Hotel in Radebeul begrüßte Turnierdirektor Dr. liveDirk Jordan vom ausrichtenden ZMDI Schachfestival e.V. 107 Teams aus 23 Nationen. Den Einmarsch der Sportler aus den teilnehmenden Nationen übernahmen – wie schon stellvertretend die „Fahnenkinder“, die dieses Mal von der Grundschule Niederlößnitz in Radebeul kamen. Zu Musik von Jeremiah Clarke brachte jedes Kind eine der 23 Landesflaggen herein.

 

Nach Grußworten des Oberbürgermeisters der Stadt Radebeul, Bert Wendsche, des Bürgermeisters der Partnerstadt Obuchiw, sowie des Landrats des Landkreises Meißen, Arndt Steinbach zeigten die jungen Akteure der Sächsischen Artistenschule Dresden e.V. ihr herausragendes Können. Mit einem rasanten Kurzprogramm begeisterten Jongleure, Seilartisten und Akrobaten in phantasievollen Kostümen die Gäste. Nach dem „Manegenzauber“ eröffnete der Vizepräsident der FIDE Herbert Bastian die Weltmeisterschaft.

 

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107 Teams aus 23 Nationen kämpfen vom 26.6. bis 4.7.  bei den „Senior Team World Championships“ im Turnierhotel Radisson Blue in Radebeul um die Titel.

 

Selbstredend ist dieses Turnier mit fast 500 Spielern wieder ein großartiges Treffen von legendären Meistern, die jahrzehntelang Schachgeschichte geschrieben haben. Unter anderem finden wir die Namen Yuri Balashov, Artur Jussupov, Fridrik Olafsson, Evgeny Shveshnikov, Rafael Vaganjan, Evgeni Vasiukov und Heikki Westerinnen.

 

Eine besondere Erwähnung verdient der im 89-ten Lebensjahr stehende Andreas Dückstein (siehe Bildleiste), der für Österreich an 8 Schacholympiaden teilnahm und dem das Kunststück gelang, Turnierpartien gegen die Weltmeister Euwe, Botwinnik und Spasski zu gewinnen.

 

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Heikki Westerinen (SUO), Yuri Balashov (RUS), Andreas Dückstein (Wien), Vladimir Zhelnin & Evgeni Vasiukov (RUS)

 

Die Startliste der Sektion 50+ mit 57 Einträgen wird angeführt von drei Teams mit einem Eloschnitt > 2500, nämlich Island (am Spitzenbrett mit liveLandesmeister Jon Hjartarson), England (mit John Nunn) und Armenien (mit Rafael Vaganjan).

 

Die leider wenig zahlreich vertretenen Frauenteams von Russland, Titelverteidiger Deutschland 1, Deutschland 2, Litauen und der Mongolei sind in der Sektion 50+ eingeordnet und spielen um den  Titel  „World Woman Team Champion 2016“.

 

In der Sektion 65+ gibt es 50 Meldungen, vorneweg Russland, Sankt Petersburg und Schachfreunde Leipzig, gefolgt von Deutschland 1, Deutschland 2 und Österreich.

 

In beiden Sektionen findet man eine „bunte Mischung“ von Mannschaften ganz unterschiedlicher Herkunft und Zusammensetzung:

 

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Geschichte eines modernen Märchens – Ein Erlebnisbericht von UWE RITTER

 

Die ACO lud auch 2016 in das 5-Sterne-Hotel Helona Resort auf der Insel Kos ein und 249 Schachfreunde aus aller Welt folgten dem Ruf. Dies war ein neuer Teilnehamateur_chess_organizationmerrekord von dem die wenige Tage zuvor beendete Konkurrenzveranstaltung nur träumen konnte.

 

Der Austragungsort 5 Sterne-Hotel Helona Resort Kos

Der Austragungsort 5 Sterne-Hotel Helona Resort Kos

Erfreulich aus Sicht des Veranstalters, dass bereits 6 Schachfreunde zum 5. Mal dabei waren, darunter die aus Deutschland stammenden Teilnehmer Rene Tückmantel und Dr. Thomas Kummle sowie die schweizer Schach-Ikone Dr. Christian Issler, amtierender und langjähriger Vorsitzender des ältesten Schachvereins der Welt, auch als Organisator vieler Tuniere bekannt.

 

Auch dieses Jahr nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit frühzeitig anzureisen und oder blieben ein paar Tage länger. Vollpension, Vergünstigungen bei den Getränkepreisen, kostenfreie Verpflegung während der Partien, dies zu bezahlbaren Preisen in der Neben-Saison.  Wie mir ein  Teilnehmer aus Heidelberg einen Tag nach Beendigung des Turnieres sagte, „Hier muss man keinen Euro zusätzlich ausgeben, es war alles da, was man zum wohlfühlen braucht“.

Gruppe B

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Dr. Gerhard Köhler gewinnt die ACO-WM A-Gruppe in Kos und wird Weltmeister

 

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Mit 6 Punkten aus 9 Partien und klarem Vorsprung gewinnt Dr. Gerhard Köhler die ACO-WM A-Gruppe in Kos (Griechenland) und wird Weltmeister! Präsidium und Hauptausschuss des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt sowie der Universitätssportverein Halle gratulieren dem leidenschaftlichen Schachkämpfer und Präsidenten so wie Förderer des Vereins „Kinderschach in Deutschland“ von ganzem Herzen! Am Start waren übrigens 249 Teilnehmer aus 29 Ländern. Den 2. Platz belegte Ralph-Axel Simon mit 5 Punkten und den 3. Platz Vasileios Sarantos (Griechenland) mit ebenfalls 5 Punkten.

 

Die Weltmeister der einzelnen Gruppen:
Group A: Dr. Gerhard Köhler – Germany; Group B: René Tückmantel – Germany; Group C: Dr. Frank-Martin Belz – Germany; Group D: Szymon Skurniak – Poland; Group E: Michal Redzisz – Poland; Group F: Paul Petzelberger – Germany; Group G: Alexander Alexeev – Russia

 

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Dominanz von Israel und Russland bei der Europa-Mannschaftsmeisterschaft. Jetzt ruft die Weltmeisterschaft!

 

ESTCC2016_PosterUnter dem Kürzel ESTCC 2016 fand vom 18.4. bis 28.4.2016 in einer Ferienanlage auf Chalkidiki im südlichen Griechenland die „European Senior Team Championship“ statt.

 

Ausrichter war die ECU (European Chess Union), also nicht die FIDE, die ihrerseits an gleichem Ort und zu gleicher Zeit eine Amateur(!)weltmeisterschaft in drei Elo-Klassen (U2300, U2100, U1700) mit 160 Teilnehmern durchführte, ein Turnierformat, das vor einigen Jahren von der ACO (Amateur Chess Organization) eingeführt worden war und von der Schachwelt anfangs skeptisch beobachtet wurde. Es gibt also künftig mehrere Amateurweltmeister, jeweils von der FIDE und der ACO. Die ACO wird auf der Insel Kos in wenigen Wochen ihre nächste Amateurweltmeisterschaft durchführen, in 7 Klassen von U1200 bis U2400.

 

Nach dieser Abschweifung bezüglich Terminplanung von FIDE, ECU und ACO zurück zu den Senioren. Wie fast zu befürchten, war das Teilnehmerfeld in beiden Sektionen 50+ und 65+ sehr überschaubar, in Summe nur 18 Mannschaften.

 

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Spielt Hou Yifan doch mit?

Nisipeanu

 
Einerseits ist dieser Artikel voreilig, da noch keine Details bekannt sind. Andererseits reizt es mich, über etwas zu schreiben, was anderswo offenbar kaum registriert wurde. Von einem Kollegen eventuell schon, aber er bzw. sein Arbeitgeber hat es nur nebenbei auf Twitter zweiterwähnt. Worum geht es? Lange war unklar, ob es auch im nächsten WM-Zyklus eine Grand Prix Serie gibt. Vor vier Tagen hat FIDE auf Twitter den Schleier etwas gelüftet: „New FIDE Grand-Prix format, four 9-round swiss events: Oct 2016, Feb, May, July 2017. More details soon!“. Agon/worldchess schreibt da gerne „watch this space!“ – das hat FIDE nicht übernommen. Also etwas später als geplant – das erste Turnier sollte eigentlich im Mai stattfinden – und nach Schweizer System, demnach sicher mit mehr Teilnehmern. Da wäre wohl Platz u.a. auch für Hou Yifan, die beim GP der Damen keine Lust mehr hat.

 

Aber das Titelbild gebe ich einer anderen „Dame“, die trotz Pferdeschwanz bei Damenturnieren nicht spielberechtigt ist. Auch Liviu-Dieter Nisipeanu wäre eventuell dabei – um eine „wichtige“ Rolle zu spielen müsste er besser abschneiden als bei Tata Steel Chess im B-Turnier, daher stammt das Foto von Alina l’Ami. Wichtige Rolle hiesse mindestens einmal im Preisgeld-Bereich, mehr (Qualifikation für das nächste Kandidatenturnier) ist wohl unrealistisch.

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Wie stehen die Aktien für Sergej Karjakin im WM-Match gegen Titelverteidiger Magnus Carlsen? – Anmerkungen von RAYMUND STOLZE

 

Karjakin und Carlsen vor 10 Jahren (Foto: risingstars05, von ChessBase)

Karjakin und Carlsen vor 10 Jahren

Also, um es eingangs gleich klarzustellen: Dieser Beitrag ist keine Kaffeesatzleserei, und bekanntlich soll man mit Prognosen nicht nur im Schach vorsichtig sein. Aber natürlich ist es reizvoll, nach dem doch nicht nur durch die Schlussrunden-Begegnung zwischen Sergej Karjakin [*12. Januar 1990] und Fabiano Caruana [*30. Juli 1992] spannenden Kandidatenturnier schon mal die Chancen des Herausforderers von Titelverteidiger Magnus Carlsen abzuwägen.

 

Der zweieinhalb Jahre jüngere in Miami geborene „US-Heimkehrer“ musste mit Schwarz bekanntlich unbedingt gewinnen, um das WM-Finale zu erreichen – und scheiterte an seinem Kontrahenten, der bis heute der jüngste Schach-Großmeister aller Zeiten ist – am 12 August 2002 errang er diesen Titel mit zwölf Jahren sieben Monaten und null Tagen. Kaum zu glauben ist auch, dass der einstige Ukrainer im gleichen Jahr dem Sekundanten-Team seines damaligen Landsmannes Ruslan Ponomarjow angehörte, der bei der FIDE-K.O.-Weltmeisterschaft im Finale völlig überraschend den klaren Favoriten Wassili Iwantschuk 4,5:2,5 bezwang.

 

Was die schachliche Laufbahn Karjakins im Schnelldurchlauf angeht, der von 2005 bis 2015 an allen sechs Weltpokal-Turnieren teilgenommen hat, ist man bei WIKIPEDIA unter dem Link https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Alexandrowitsch_Karjakin gut informiert. Ein wichtiger Einschnitt für Sergej war ganz sicherlich der 25. Juli 2009, als er die russische Staatsbürgerschaft erhielt und von Oktober an dann für die nach wie vor führende Schachnation der Welt spielt. Dass es mit 19 Jahren zu diesem Wechsel gekommen ist, begründete er später in einem Interview damit, dass er in der Ukraine keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr für sich gesehen hätte und als Einwohner der Krim – Sergej wurde in Simferopol geboren – sich schon immer als Russe gefühlt habe …

 

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In 100 Tagen wird in Radebeul die 4. Schach – Mannschaftsweltmeisterschaft 50+ und 65+ 2016 eröffnet – ein herausragendes sportliches Ereignis. Nach der erfolgreichen Durchführung der 3. Mannschaftsweltmeisterschaft 2015 ist der ZMDI Schachfestival e.V. vom Weltschachverband FIDE erneut mit der Ausrichtung des Turniers betraut worden – Ein Vorbericht von YVONNE LEDFUß

 

GM Lothar Schmid 2012 in Dresden

GM Lothar Schmid 2012 in Dresden

Die Mannschaftsweltmeisterschaft 50+, 65+ 2016 startet am 26. Juni 2016. Am 4. Juli 2016 stehen die Weltmeister fest. Gespielt wird im Radisson Blu Hotel. Der Oberbürgermeister der Stadt Radebeul, Bert Wendsche, zeigte sich gegenüber Dr. Dirk Jordan, Präsident des ZMDI Schachfestival e.V., sehr erfreut darüber, dass die Stadt Radebeul Gastgeberin dieses herausragenden Turniers sein wird und heißt alle Gäste herzlich willkommen. Herausragend deshalb, weil in Radebeul wohl noch nie eine Weltmeisterschaft stattgefunden hat.

 

Radebeul und Schach: Radebeul ist aber in Sachen Schach kein gänzlich unbeschriebenes Blatt, hat die Stadt doch den Großmeister Lothar Schmid hervorgebracht. Schmid wurde 1928 in Radebeul geboren und hat noch einen weiteren Bezugspunkt zu Radebeul – er leitete lange Jahre den Karl May Verlag Bamberg. Schmid wurde mit ca. 13 Jahren Mitglied des Schachklubs Radebeul, gewann mit 15 Jahren die Dresdner Stadtmeisterschaft und spielte dann ab 1948 erfolgreich für die Bundesrepublik Deutschland. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er als Schiedsrichter des berühmten Wettkampfes um die Schachweltmeisterschaft 1972 in Reykjavik zwischen dem sowjetischen Titelverteidiger Boris Spassky und seinem US – amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer, seinerzeit hochstilisiert zum Kampf der Systeme. Es ist wohl nur dem diplomatischen Geschick Schmids zu verdanken, dass der Wettkampf in den Zeiten des „Kalten Krieges“ überhaupt bis zum Ende geführt wurde. Lothar Schmid starb 2013 in Bamberg.

 

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Eher Kurz und Knapp zum WM-Match in Lviv

Game 9

 
Ein Match zwischen Alexander Areshchenko und Bai Jinshi bekam erstaunlich viel Medienaufmerksamkeit – es lag wohl daran, dass nicht diese beiden (elomässig vergleichbaren) gegeneinander spielten, sondern ihre Landsfrauen Mariya Muzychuk und Hou Yifan, und dass es ein WM-Match war. Da es so besser passt, habe ich im ersten Satz die Rollen von Ukraine und China umgedreht. Zum einen gibt es keinen mit Hou Yifan direkt vergleichbaren Chinesen, zum anderen sind die mit Anna Muzychuk vergleichbaren Ukrainer Olexandr (Bortnyk) und Alexander (Zubarev) beim Publikum wohl noch unbekannter – Bai Jinshi spielt, wie Areshchenko, immerhin in der deutschen Bundesliga. Das ist generell mein Ansatz zum Frauenschach: es interessiert mich nicht unbedingt mehr als Männer-/geschlechtsneutrales Schach vergleichbaren Niveaus. Aber für ein WM-Match mache ich eine Ausnahme.

 

Im Teaser nur noch die nackten Fakten: Hou Yifan gewann die zweite, fünfte und neunte Partie, der Rest remis. Endstand also 6-3, und damit war das Match nach neun von zehn angesetzten Partien vorzeitig beendet – dieses Ergebnis entsprach ziemlich genau der Eloerwartung. Das Foto (alle Fotos Vitaliy Hrabar – Turnierseite) zeigt beide zu Beginn der neunten und letzten Partie.

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Das WM-Match zwischen Titelverteidigerin Maria Musitschuk und Herausforderin Hou Yifan begann am 1. März in Lwiw/Ukraine – Von RAYMUND STOLZE

 

Maria Musitschuk (UKR) und Hou Yifan (CHN)

Maria Musitschuk und Hou Yifan

Nun wird es doch endlich ernst mit dem WM-Match der Frauen, das die FIDE für den vergangenen Oktober liveausgeschrieben hatte, aber da sich kein [geeigneter] Ausrichter fand, erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

 

Dass in einer solchen Situation kurzfristig wieder einmal die Russen einspringen würden – siehe Sotschi mit dem WM-Duell der Männer zwischen Magnus Carlsen und Viswananthan Anand – war diesmal jedoch nicht zu erwarten. Erstaunlicherweise hielt sich auch die chinesische Föderation zurück, obwohl mit der bald 22-jährigen Hou Yifan doch ihr absoluter Top-Star Herausforderin der amtierenden Weltmeisterin war. Aber 200.000 € als Minimum an Preisgeld aufzubringen für ein scheinbar ungleiches Duell, das in der Öffentlichkeit doch wenig Interesse finden würde, wollte man selbst für eine Landsfrau nicht.

TurnierseiteVideos

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Magnus Carlsen wird seinen Titel in New York verteidigen – Ein Vorbericht von FRANZ JITTENMEIER

 

Foto: by http://giphy.com/

Die Weltmeisterschaft der Fide findet in diesem Jahr in New York, zwischen dem 11. und 30. November, statt. Titelverteidiger ist Magnus Carlsen aus Norwegen. Der Gegner wird in dem bevorstehenden Kandidatenturnier in Moskau ermittelt. Voraussichtlich werden sich mehr als eine Milliarde Menschen für dieses Spektakel interessieren. Insgesamt sind 1 Millionen Euro zu verteilen.

 

Zwei amerikanische Großmeister, Hikaru Nakamura und Fabiano Caruana, stehen im Wettbewerb in dem achtköpfigen Kandidatenturnier und haben große Aussichten um den Titel in New York zu kämpfen. Die anderen sechs Großmeister in dem Kandidatenturnier sind Peter Svidler und Sergey Karjakin aus Russland, Vishy Anand aus Indien, Veselin Topalov aus Bulgarien, Anish Giri aus den Niederlanden und Levon Aronian aus Armenien.

 

Der letzte amerikanische Spieler in einem Match um die WM-Krone war Gata Kamsky, als er für die USA die  Weltmeisterschaft gegen Anatoly Karpov 1996 spielte. Davor war es Bobby Fischer, der zwischen 1972 und 1975 um die Krone gegen Boris Spassky spielte und siegte. Damals ein Sieg im Kalten Krieg über die damalige Sowjetunion.

 

Schach wird immer beliebter in der ganzen Welt und ist das einzige Spiel, das auf fast jedem neuen Smartphone vorinstalliert ist. Jede Woche werden hunderte von Millionen Schachpartien über das Internet gespielt. In den USA spielen mehr Menschen Schach als die Sportart Golf. So das angesehene Meinungsforschungsinstitut YouGov.

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Gedanken des Dresdner Fotografen KARSTEN WIELAND über seine außergewöhnliche Bildserie bei der 2. Weltmeisterschaft der Menschen mit Behinderung

 

„Die Bilder wirken auf mich schon erschütternd…

Wer trotz Schwerbehinderung so motiviert ist,

durch die halbe Welt zu reisen und Schach zu spielen

 der ist unbesiegbar – egal, wie seine Spielstärke ist.“

 

Tanja Selikson
(in einer Email an den Fotografen Karsten Wieland)

 

Snehit Saraf- Viktor Kononow
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Schach als Leistungssport ist in Deutschland möglich! – (M)ein Offener Brief an die Eltern des U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel – Von RAYMUND STOLZE

 

Roven Vogel mit Eltern

Roven Vogel mit Eltern

Ich gebe zu, dass ich schon erstaunt gewesen bin, auf der ChessBase-Seite vom 13. November eine Presseerklärung von Ina und Dieter Vogel zu lesen – das sind die Eltern unseres U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel, der sich ebenfalls persönlich geäußert hat. Sechs Tage später wurde dieser Beitrag  unkommentiert online auch bei der Deutschen Schachjugend veröffentlicht. So weit … – und ich finde das nicht unbedingt – … so gut …

 

ChessBase möchte, so der Anspruch eines nachfolgenden Artikels meines Kollegen André Schulz, mit dem Beitrag der Familie Vogel Anstoß zu einer Diskussion um Talenteförderung, Spitzenschach und Profitum geben [http://de.chessbase.com/post/anstoss-zu-einer-diskussion] und veröffentlichte diese am 23. November unter der meines Erachtens nach eher nicht zutreffenden Schlagzeile „Ist Profischach in Deutschland möglich?“, weil sie in der Tendenz das Problem in dieser Zuspitzung zu eng fast. Eine Zusammenfassung der bisherigen Meinungsäußerungen gibt es bei ChessBase [http://de.chessbase.com/post/ist-profischach-in-deutschland-moeglich].

 

Ich möchte diese nicht weiter kommentieren und stattdessen in einem Offenen Brief den Eltern von Roven Vogel auf ihre Presseerklärung antworten!

 

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Weltmeisterin im Online-Bitz: Dronavalli Harika (Indien) – Partien hier klicken

 

Die Teilnehmerinnen im Finale:

GM Dzagnidze Nana (GEO)  GM Kosteniuk Alexandra (RUS) GM Gunina Valentina (RUS) GM Dronavalli Harika (IND) IM Rout Padmini (IND) IM Zimina Olga (ITA) WGM Nikolova Adriana (BUL) IM Gvetadze Sofio (GEO) IM Vasilevich Irina (RUS) WGM Foisor Sabina (USA)  Offizielle Seite

 

 

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Favoritensiege bei der Senioren-Einzelweltmeisterschaft in Acqui Terme. Jungseniorin Petra Schulz teilt den ersten Platz  in der Kategorie 50+ und gewinnt die Bronzemedaille.

 

Bei den 25. Senioren-Einzelweltmeisterschaften (9.-22.11.2015) in Acqui Terme wurden drei der vier Titel an die Elo-Favoriten vergeben.

 

Petra Schulz (Foto: Anita Just)Bei den Frauen gewannen die Ersten der Setzranglisten Galina Strutinskaia (Russland) und die legendäre Nona Gaprindashvili (Georgien) die Titel in der Kategorie 50+ bzw. 65+. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht ist der dritte Platz der groß aufspielenden Jungseniorin Petra Schulz (Bild), mit 6-aus-9 punktgleich mit der neuen Weltmeisterin Strutinskaia, gegen die sie in der Schlussrunde nach 48 Zügen ein Remis erkämpfen konnte. Erst die Zweitwertung entschied über die Verteilung der Plätze 1 bis 4 in der Reihenfolge Galina Strutinskaia (RUS), Marina Makropoulou (GRE), Petra Schulz (GER) und Helene Mira (AUT).

 

Kurz nach der Siegerehrung schrieb ich hier noch „Wir hoffen in Kürze ein aktuelles Foto von Petra Schulz nachreichen zu können. Die Turnierseite ist hier leider völlig unergiebig.  ….  “ Inzwischen haben wir dank Dr. Anita Just vom SV W/B Allianz Leipzig ein aktuelles Bild (Sept. 2015)! Sie schreibt uns dazu: „Petra spielt schon seit Jahrzehnten in unserer Frauenmannschaft und in den letzten 2 Jahren hat sie richtig Fahrt aufgenommen! So besiegte sie u.a. WGM Nebolsina und erzielte remis gegen IM A. Savina, IM Ildiko Madl, WGM C. Voicu-Jagodzinsky, WGM V. Misanovic, WGM Daulyte Deimante und WGM Melanie Ohme! 2013/2014 erzielte sie eine WIM-Norm.“

 

Kuriosität am Rande: Unsere Jungseniorin und frisch gekürte WM-Dritte Petra Schulz kann bei den zahlreichen und attraktiven deutschen Senior*innen-Turnieren noch nicht teilnehmen, sondern muss sich noch einige Jahre mit der Vorfreude auf entspannte Turniere in Bade- und Kurorten wie Binz oder Büsum begnügen. Der Grund dafür sind die von der FIDE relativ neu eingeführten Altersgrenzen (50+ und 65+), die von den in Deutschland gebräuchlichen Untergrenzen abweichen, 55 bei den Frauen und 60 für die Männer. [Nachtrag: Eine Ausnahme ist das Seniorenturnier in Cuxhaven, hier dürfen Frauen ab 50 und Männer ab 55 Jahren mitmachen!]

 

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In Acqui Terme kämpfen 300 Seniorinnen und Senioren in vier Kategorien um die WM-Titel

 

Galina Strutinskaya (RUS) und Nona Gaprindashwili (GEO)

Galina Strutinskaya und Nona Gaprindashwili

Vom 9. bis 22. November finden in Acqui Terme (Italien) die Senioren-Einzelweltmeisterschaften statt, und zwar wie neuerdings bei FIDE-Turnieren üblich, in den vier Kategorien women 50+, women 65+, open 50+ und open 65+.

 

Bei den Frauen in der Kategorie w +50 werden von den 17 Teilnehmerinnen – darunter livebefinden sich mit Petra Schulz, Mira Kierzek und Rosemarie Sand drei deutsche Damen – 9 Runden Schweizer System gespielt. Elo-Favoritin ist Galina Strutinskaya aus Russland.

 

Sogar nur 10 Starterinnen gibt es in der Kategorie w +65, die in 9 Runden „jede-gegen-jede“ den WM-Titel ausspielen. Hier ist Nona Gaprindashwili aus Georgien die Favoritin.

 

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Abschlussbericht zur Jugendweltmeisterschaft in Griechenland – Von BERND ROSEN, A-Trainer des DSB

 

Roven Vogel (Bild: Bernd Vökler)

Roven Vogel

Die Überschrift dieses Beitrages verweist auf ein Büchlein von Tibor Florian, das 1987 im Beyer-Verlag erschien und heute nur noch antiquarisch zu erwerben ist. Ich bezweifle mal, dass diese Untersuchung bei der Vorbereitung unserer Starter auf die letzte Partie der WM eine zentrale Rolle spielte, aber als Überschrift über das Geschehen passt der Titel allemal.

 

Bevor ich jedoch in den Rückblick auf die Jugend-Weltmeisterschaft in Porto Carras einsteige, möchte ich Raymund Stolze und Franz Jittenmeier herzlichst zur Verleihung des Deutschen Schachpreises 2015 durch den Deutschen Schachbund gratulieren. Bis jetzt sind die beiden nur in der beim DSB geführten Liste der Preisträger  erwähnt, die eigentliche Laudatio steht noch aus. Aber vielleicht ist man beim DSB ja auch der Meinung, das Wirken der Beiden, die mit Herzblut und Sachkunde das Projekt Schach-Ticker unermüdlich vorantreiben, sei der deutschen Schachöffentlichkeit so präsent, dass eine Laudatio zu veröffentlichen dem berühmten „Eulen-nach-Athen-tragen“ gleichkäme und man darauf besser verzichtet. Eulen…? Athen…? Richtig – ich wollte ja eigentlich über die Jugendweltmeisterschaft in Griechenland schreiben, bei der Roven Vogel (!) bekanntlich den Titel in der U16 gewonnen hat.

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