liveLive-Übertragung Kurnosov Gedächtnisturnier
U. a. mit: 1 GM Grischuk Alexander RUS 2760; 2 GM Rublevsky Sergei RUS 2738; 3 GM Inarkiev Ernesto RUS 2729; 4 GM Ponkratov Pavel RUS 2712; 5 GM Movsesian Sergei ARM 2685; 6 GM Khismatullin Denis RUS 2676; 7 GM Riazantsev Alexander RUS 2675; 8 GM Lysyj Igor RUS 2665; 9 GM Bocharov Dmitry RUS 2659; 10 GM Zvjaginsev Vadim RUS 2628 ...

WM

Geschichte eines modernen Märchens – Ein Erlebnisbericht von UWE RITTER

 

Die ACO lud auch 2016 in das 5-Sterne-Hotel Helona Resort auf der Insel Kos ein und 249 Schachfreunde aus aller Welt folgten dem Ruf. Dies war ein neuer Teilnehamateur_chess_organizationmerrekord von dem die wenige Tage zuvor beendete Konkurrenzveranstaltung nur träumen konnte.

 

Der Austragungsort 5 Sterne-Hotel Helona Resort Kos

Der Austragungsort 5 Sterne-Hotel Helona Resort Kos

Erfreulich aus Sicht des Veranstalters, dass bereits 6 Schachfreunde zum 5. Mal dabei waren, darunter die aus Deutschland stammenden Teilnehmer Rene Tückmantel und Dr. Thomas Kummle sowie die schweizer Schach-Ikone Dr. Christian Issler, amtierender und langjähriger Vorsitzender des ältesten Schachvereins der Welt, auch als Organisator vieler Tuniere bekannt.

 

Auch dieses Jahr nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit frühzeitig anzureisen und oder blieben ein paar Tage länger. Vollpension, Vergünstigungen bei den Getränkepreisen, kostenfreie Verpflegung während der Partien, dies zu bezahlbaren Preisen in der Neben-Saison.  Wie mir ein  Teilnehmer aus Heidelberg einen Tag nach Beendigung des Turnieres sagte, „Hier muss man keinen Euro zusätzlich ausgeben, es war alles da, was man zum wohlfühlen braucht“.

Gruppe B

Weiterlesen

Dr. Gerhard Köhler gewinnt die ACO-WM A-Gruppe in Kos und wird Weltmeister

 

amateur_chess_organizationworld_champion_dr_gerhard_koehler

Mit 6 Punkten aus 9 Partien und klarem Vorsprung gewinnt Dr. Gerhard Köhler die ACO-WM A-Gruppe in Kos (Griechenland) und wird Weltmeister! Präsidium und Hauptausschuss des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt sowie der Universitätssportverein Halle gratulieren dem leidenschaftlichen Schachkämpfer und Präsidenten so wie Förderer des Vereins „Kinderschach in Deutschland“ von ganzem Herzen! Am Start waren übrigens 249 Teilnehmer aus 29 Ländern. Den 2. Platz belegte Ralph-Axel Simon mit 5 Punkten und den 3. Platz Vasileios Sarantos (Griechenland) mit ebenfalls 5 Punkten.

 

Die Weltmeister der einzelnen Gruppen:
Group A: Dr. Gerhard Köhler – Germany; Group B: René Tückmantel – Germany; Group C: Dr. Frank-Martin Belz – Germany; Group D: Szymon Skurniak – Poland; Group E: Michal Redzisz – Poland; Group F: Paul Petzelberger – Germany; Group G: Alexander Alexeev – Russia

 

Weiterlesen

Dominanz von Israel und Russland bei der Europa-Mannschaftsmeisterschaft. Jetzt ruft die Weltmeisterschaft!

 

ESTCC2016_PosterUnter dem Kürzel ESTCC 2016 fand vom 18.4. bis 28.4.2016 in einer Ferienanlage auf Chalkidiki im südlichen Griechenland die „European Senior Team Championship“ statt.

 

Ausrichter war die ECU (European Chess Union), also nicht die FIDE, die ihrerseits an gleichem Ort und zu gleicher Zeit eine Amateur(!)weltmeisterschaft in drei Elo-Klassen (U2300, U2100, U1700) mit 160 Teilnehmern durchführte, ein Turnierformat, das vor einigen Jahren von der ACO (Amateur Chess Organization) eingeführt worden war und von der Schachwelt anfangs skeptisch beobachtet wurde. Es gibt also künftig mehrere Amateurweltmeister, jeweils von der FIDE und der ACO. Die ACO wird auf der Insel Kos in wenigen Wochen ihre nächste Amateurweltmeisterschaft durchführen, in 7 Klassen von U1200 bis U2400.

 

Nach dieser Abschweifung bezüglich Terminplanung von FIDE, ECU und ACO zurück zu den Senioren. Wie fast zu befürchten, war das Teilnehmerfeld in beiden Sektionen 50+ und 65+ sehr überschaubar, in Summe nur 18 Mannschaften.

 

Weiterlesen

Spielt Hou Yifan doch mit?

Nisipeanu

 
Einerseits ist dieser Artikel voreilig, da noch keine Details bekannt sind. Andererseits reizt es mich, über etwas zu schreiben, was anderswo offenbar kaum registriert wurde. Von einem Kollegen eventuell schon, aber er bzw. sein Arbeitgeber hat es nur nebenbei auf Twitter zweiterwähnt. Worum geht es? Lange war unklar, ob es auch im nächsten WM-Zyklus eine Grand Prix Serie gibt. Vor vier Tagen hat FIDE auf Twitter den Schleier etwas gelüftet: „New FIDE Grand-Prix format, four 9-round swiss events: Oct 2016, Feb, May, July 2017. More details soon!“. Agon/worldchess schreibt da gerne „watch this space!“ – das hat FIDE nicht übernommen. Also etwas später als geplant – das erste Turnier sollte eigentlich im Mai stattfinden – und nach Schweizer System, demnach sicher mit mehr Teilnehmern. Da wäre wohl Platz u.a. auch für Hou Yifan, die beim GP der Damen keine Lust mehr hat.

 

Aber das Titelbild gebe ich einer anderen „Dame“, die trotz Pferdeschwanz bei Damenturnieren nicht spielberechtigt ist. Auch Liviu-Dieter Nisipeanu wäre eventuell dabei – um eine „wichtige“ Rolle zu spielen müsste er besser abschneiden als bei Tata Steel Chess im B-Turnier, daher stammt das Foto von Alina l’Ami. Wichtige Rolle hiesse mindestens einmal im Preisgeld-Bereich, mehr (Qualifikation für das nächste Kandidatenturnier) ist wohl unrealistisch.

Weiterlesen

Wie stehen die Aktien für Sergej Karjakin im WM-Match gegen Titelverteidiger Magnus Carlsen? – Anmerkungen von RAYMUND STOLZE

 

Karjakin und Carlsen vor 10 Jahren (Foto: risingstars05, von ChessBase)

Karjakin und Carlsen vor 10 Jahren

Also, um es eingangs gleich klarzustellen: Dieser Beitrag ist keine Kaffeesatzleserei, und bekanntlich soll man mit Prognosen nicht nur im Schach vorsichtig sein. Aber natürlich ist es reizvoll, nach dem doch nicht nur durch die Schlussrunden-Begegnung zwischen Sergej Karjakin [*12. Januar 1990] und Fabiano Caruana [*30. Juli 1992] spannenden Kandidatenturnier schon mal die Chancen des Herausforderers von Titelverteidiger Magnus Carlsen abzuwägen.

 

Der zweieinhalb Jahre jüngere in Miami geborene „US-Heimkehrer“ musste mit Schwarz bekanntlich unbedingt gewinnen, um das WM-Finale zu erreichen – und scheiterte an seinem Kontrahenten, der bis heute der jüngste Schach-Großmeister aller Zeiten ist – am 12 August 2002 errang er diesen Titel mit zwölf Jahren sieben Monaten und null Tagen. Kaum zu glauben ist auch, dass der einstige Ukrainer im gleichen Jahr dem Sekundanten-Team seines damaligen Landsmannes Ruslan Ponomarjow angehörte, der bei der FIDE-K.O.-Weltmeisterschaft im Finale völlig überraschend den klaren Favoriten Wassili Iwantschuk 4,5:2,5 bezwang.

 

Was die schachliche Laufbahn Karjakins im Schnelldurchlauf angeht, der von 2005 bis 2015 an allen sechs Weltpokal-Turnieren teilgenommen hat, ist man bei WIKIPEDIA unter dem Link https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Alexandrowitsch_Karjakin gut informiert. Ein wichtiger Einschnitt für Sergej war ganz sicherlich der 25. Juli 2009, als er die russische Staatsbürgerschaft erhielt und von Oktober an dann für die nach wie vor führende Schachnation der Welt spielt. Dass es mit 19 Jahren zu diesem Wechsel gekommen ist, begründete er später in einem Interview damit, dass er in der Ukraine keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr für sich gesehen hätte und als Einwohner der Krim – Sergej wurde in Simferopol geboren – sich schon immer als Russe gefühlt habe …

 

Weiterlesen

In 100 Tagen wird in Radebeul die 4. Schach – Mannschaftsweltmeisterschaft 50+ und 65+ 2016 eröffnet – ein herausragendes sportliches Ereignis. Nach der erfolgreichen Durchführung der 3. Mannschaftsweltmeisterschaft 2015 ist der ZMDI Schachfestival e.V. vom Weltschachverband FIDE erneut mit der Ausrichtung des Turniers betraut worden – Ein Vorbericht von YVONNE LEDFUß

 

GM Lothar Schmid 2012 in Dresden

GM Lothar Schmid 2012 in Dresden

Die Mannschaftsweltmeisterschaft 50+, 65+ 2016 startet am 26. Juni 2016. Am 4. Juli 2016 stehen die Weltmeister fest. Gespielt wird im Radisson Blu Hotel. Der Oberbürgermeister der Stadt Radebeul, Bert Wendsche, zeigte sich gegenüber Dr. Dirk Jordan, Präsident des ZMDI Schachfestival e.V., sehr erfreut darüber, dass die Stadt Radebeul Gastgeberin dieses herausragenden Turniers sein wird und heißt alle Gäste herzlich willkommen. Herausragend deshalb, weil in Radebeul wohl noch nie eine Weltmeisterschaft stattgefunden hat.

 

Radebeul und Schach: Radebeul ist aber in Sachen Schach kein gänzlich unbeschriebenes Blatt, hat die Stadt doch den Großmeister Lothar Schmid hervorgebracht. Schmid wurde 1928 in Radebeul geboren und hat noch einen weiteren Bezugspunkt zu Radebeul – er leitete lange Jahre den Karl May Verlag Bamberg. Schmid wurde mit ca. 13 Jahren Mitglied des Schachklubs Radebeul, gewann mit 15 Jahren die Dresdner Stadtmeisterschaft und spielte dann ab 1948 erfolgreich für die Bundesrepublik Deutschland. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er als Schiedsrichter des berühmten Wettkampfes um die Schachweltmeisterschaft 1972 in Reykjavik zwischen dem sowjetischen Titelverteidiger Boris Spassky und seinem US – amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer, seinerzeit hochstilisiert zum Kampf der Systeme. Es ist wohl nur dem diplomatischen Geschick Schmids zu verdanken, dass der Wettkampf in den Zeiten des „Kalten Krieges“ überhaupt bis zum Ende geführt wurde. Lothar Schmid starb 2013 in Bamberg.

 

Weiterlesen

Eher Kurz und Knapp zum WM-Match in Lviv

Game 9

 
Ein Match zwischen Alexander Areshchenko und Bai Jinshi bekam erstaunlich viel Medienaufmerksamkeit – es lag wohl daran, dass nicht diese beiden (elomässig vergleichbaren) gegeneinander spielten, sondern ihre Landsfrauen Mariya Muzychuk und Hou Yifan, und dass es ein WM-Match war. Da es so besser passt, habe ich im ersten Satz die Rollen von Ukraine und China umgedreht. Zum einen gibt es keinen mit Hou Yifan direkt vergleichbaren Chinesen, zum anderen sind die mit Anna Muzychuk vergleichbaren Ukrainer Olexandr (Bortnyk) und Alexander (Zubarev) beim Publikum wohl noch unbekannter – Bai Jinshi spielt, wie Areshchenko, immerhin in der deutschen Bundesliga. Das ist generell mein Ansatz zum Frauenschach: es interessiert mich nicht unbedingt mehr als Männer-/geschlechtsneutrales Schach vergleichbaren Niveaus. Aber für ein WM-Match mache ich eine Ausnahme.

 

Im Teaser nur noch die nackten Fakten: Hou Yifan gewann die zweite, fünfte und neunte Partie, der Rest remis. Endstand also 6-3, und damit war das Match nach neun von zehn angesetzten Partien vorzeitig beendet – dieses Ergebnis entsprach ziemlich genau der Eloerwartung. Das Foto (alle Fotos Vitaliy Hrabar – Turnierseite) zeigt beide zu Beginn der neunten und letzten Partie.

Weiterlesen

Das WM-Match zwischen Titelverteidigerin Maria Musitschuk und Herausforderin Hou Yifan begann am 1. März in Lwiw/Ukraine – Von RAYMUND STOLZE

 

Maria Musitschuk (UKR) und Hou Yifan (CHN)

Maria Musitschuk und Hou Yifan

Nun wird es doch endlich ernst mit dem WM-Match der Frauen, das die FIDE für den vergangenen Oktober liveausgeschrieben hatte, aber da sich kein [geeigneter] Ausrichter fand, erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

 

Dass in einer solchen Situation kurzfristig wieder einmal die Russen einspringen würden – siehe Sotschi mit dem WM-Duell der Männer zwischen Magnus Carlsen und Viswananthan Anand – war diesmal jedoch nicht zu erwarten. Erstaunlicherweise hielt sich auch die chinesische Föderation zurück, obwohl mit der bald 22-jährigen Hou Yifan doch ihr absoluter Top-Star Herausforderin der amtierenden Weltmeisterin war. Aber 200.000 € als Minimum an Preisgeld aufzubringen für ein scheinbar ungleiches Duell, das in der Öffentlichkeit doch wenig Interesse finden würde, wollte man selbst für eine Landsfrau nicht.

TurnierseiteVideos

Weiterlesen

Magnus Carlsen wird seinen Titel in New York verteidigen – Ein Vorbericht von FRANZ JITTENMEIER

 

Foto: by http://giphy.com/

Die Weltmeisterschaft der Fide findet in diesem Jahr in New York, zwischen dem 11. und 30. November, statt. Titelverteidiger ist Magnus Carlsen aus Norwegen. Der Gegner wird in dem bevorstehenden Kandidatenturnier in Moskau ermittelt. Voraussichtlich werden sich mehr als eine Milliarde Menschen für dieses Spektakel interessieren. Insgesamt sind 1 Millionen Euro zu verteilen.

 

Zwei amerikanische Großmeister, Hikaru Nakamura und Fabiano Caruana, stehen im Wettbewerb in dem achtköpfigen Kandidatenturnier und haben große Aussichten um den Titel in New York zu kämpfen. Die anderen sechs Großmeister in dem Kandidatenturnier sind Peter Svidler und Sergey Karjakin aus Russland, Vishy Anand aus Indien, Veselin Topalov aus Bulgarien, Anish Giri aus den Niederlanden und Levon Aronian aus Armenien.

 

Der letzte amerikanische Spieler in einem Match um die WM-Krone war Gata Kamsky, als er für die USA die  Weltmeisterschaft gegen Anatoly Karpov 1996 spielte. Davor war es Bobby Fischer, der zwischen 1972 und 1975 um die Krone gegen Boris Spassky spielte und siegte. Damals ein Sieg im Kalten Krieg über die damalige Sowjetunion.

 

Schach wird immer beliebter in der ganzen Welt und ist das einzige Spiel, das auf fast jedem neuen Smartphone vorinstalliert ist. Jede Woche werden hunderte von Millionen Schachpartien über das Internet gespielt. In den USA spielen mehr Menschen Schach als die Sportart Golf. So das angesehene Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Weiterlesen

Gedanken des Dresdner Fotografen KARSTEN WIELAND über seine außergewöhnliche Bildserie bei der 2. Weltmeisterschaft der Menschen mit Behinderung

 

„Die Bilder wirken auf mich schon erschütternd…

Wer trotz Schwerbehinderung so motiviert ist,

durch die halbe Welt zu reisen und Schach zu spielen

 der ist unbesiegbar – egal, wie seine Spielstärke ist.“

 

Tanja Selikson
(in einer Email an den Fotografen Karsten Wieland)

 

Snehit Saraf- Viktor Kononow
Weiterlesen

Schach als Leistungssport ist in Deutschland möglich! – (M)ein Offener Brief an die Eltern des U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel – Von RAYMUND STOLZE

 

Roven Vogel mit Eltern

Roven Vogel mit Eltern

Ich gebe zu, dass ich schon erstaunt gewesen bin, auf der ChessBase-Seite vom 13. November eine Presseerklärung von Ina und Dieter Vogel zu lesen – das sind die Eltern unseres U16-Jugend-Weltmeisters Roven Vogel, der sich ebenfalls persönlich geäußert hat. Sechs Tage später wurde dieser Beitrag  unkommentiert online auch bei der Deutschen Schachjugend veröffentlicht. So weit … – und ich finde das nicht unbedingt – … so gut …

 

ChessBase möchte, so der Anspruch eines nachfolgenden Artikels meines Kollegen André Schulz, mit dem Beitrag der Familie Vogel Anstoß zu einer Diskussion um Talenteförderung, Spitzenschach und Profitum geben [http://de.chessbase.com/post/anstoss-zu-einer-diskussion] und veröffentlichte diese am 23. November unter der meines Erachtens nach eher nicht zutreffenden Schlagzeile „Ist Profischach in Deutschland möglich?“, weil sie in der Tendenz das Problem in dieser Zuspitzung zu eng fast. Eine Zusammenfassung der bisherigen Meinungsäußerungen gibt es bei ChessBase [http://de.chessbase.com/post/ist-profischach-in-deutschland-moeglich].

 

Ich möchte diese nicht weiter kommentieren und stattdessen in einem Offenen Brief den Eltern von Roven Vogel auf ihre Presseerklärung antworten!

 

Weiterlesen

Weltmeisterin im Online-Bitz: Dronavalli Harika (Indien) – Partien hier klicken

 

Die Teilnehmerinnen im Finale:

GM Dzagnidze Nana (GEO)  GM Kosteniuk Alexandra (RUS) GM Gunina Valentina (RUS) GM Dronavalli Harika (IND) IM Rout Padmini (IND) IM Zimina Olga (ITA) WGM Nikolova Adriana (BUL) IM Gvetadze Sofio (GEO) IM Vasilevich Irina (RUS) WGM Foisor Sabina (USA)  Offizielle Seite

 

 

Weiterlesen

Favoritensiege bei der Senioren-Einzelweltmeisterschaft in Acqui Terme. Jungseniorin Petra Schulz teilt den ersten Platz  in der Kategorie 50+ und gewinnt die Bronzemedaille.

 

Bei den 25. Senioren-Einzelweltmeisterschaften (9.-22.11.2015) in Acqui Terme wurden drei der vier Titel an die Elo-Favoriten vergeben.

 

Petra Schulz (Foto: Anita Just)Bei den Frauen gewannen die Ersten der Setzranglisten Galina Strutinskaia (Russland) und die legendäre Nona Gaprindashvili (Georgien) die Titel in der Kategorie 50+ bzw. 65+. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht ist der dritte Platz der groß aufspielenden Jungseniorin Petra Schulz (Bild), mit 6-aus-9 punktgleich mit der neuen Weltmeisterin Strutinskaia, gegen die sie in der Schlussrunde nach 48 Zügen ein Remis erkämpfen konnte. Erst die Zweitwertung entschied über die Verteilung der Plätze 1 bis 4 in der Reihenfolge Galina Strutinskaia (RUS), Marina Makropoulou (GRE), Petra Schulz (GER) und Helene Mira (AUT).

 

Kurz nach der Siegerehrung schrieb ich hier noch „Wir hoffen in Kürze ein aktuelles Foto von Petra Schulz nachreichen zu können. Die Turnierseite ist hier leider völlig unergiebig.  ….  “ Inzwischen haben wir dank Dr. Anita Just vom SV W/B Allianz Leipzig ein aktuelles Bild (Sept. 2015)! Sie schreibt uns dazu: „Petra spielt schon seit Jahrzehnten in unserer Frauenmannschaft und in den letzten 2 Jahren hat sie richtig Fahrt aufgenommen! So besiegte sie u.a. WGM Nebolsina und erzielte remis gegen IM A. Savina, IM Ildiko Madl, WGM C. Voicu-Jagodzinsky, WGM V. Misanovic, WGM Daulyte Deimante und WGM Melanie Ohme! 2013/2014 erzielte sie eine WIM-Norm.“

 

Kuriosität am Rande: Unsere Jungseniorin und frisch gekürte WM-Dritte Petra Schulz kann bei den zahlreichen und attraktiven deutschen Senior*innen-Turnieren noch nicht teilnehmen, sondern muss sich noch einige Jahre mit der Vorfreude auf entspannte Turniere in Bade- und Kurorten wie Binz oder Büsum begnügen. Der Grund dafür sind die von der FIDE relativ neu eingeführten Altersgrenzen (50+ und 65+), die von den in Deutschland gebräuchlichen Untergrenzen abweichen, 55 bei den Frauen und 60 für die Männer. [Nachtrag: Eine Ausnahme ist das Seniorenturnier in Cuxhaven, hier dürfen Frauen ab 50 und Männer ab 55 Jahren mitmachen!]

 

Weiterlesen

In Acqui Terme kämpfen 300 Seniorinnen und Senioren in vier Kategorien um die WM-Titel

 

Galina Strutinskaya (RUS) und Nona Gaprindashwili (GEO)

Galina Strutinskaya und Nona Gaprindashwili

Vom 9. bis 22. November finden in Acqui Terme (Italien) die Senioren-Einzelweltmeisterschaften statt, und zwar wie neuerdings bei FIDE-Turnieren üblich, in den vier Kategorien women 50+, women 65+, open 50+ und open 65+.

 

Bei den Frauen in der Kategorie w +50 werden von den 17 Teilnehmerinnen – darunter livebefinden sich mit Petra Schulz, Mira Kierzek und Rosemarie Sand drei deutsche Damen – 9 Runden Schweizer System gespielt. Elo-Favoritin ist Galina Strutinskaya aus Russland.

 

Sogar nur 10 Starterinnen gibt es in der Kategorie w +65, die in 9 Runden „jede-gegen-jede“ den WM-Titel ausspielen. Hier ist Nona Gaprindashwili aus Georgien die Favoritin.

 

Weiterlesen

Abschlussbericht zur Jugendweltmeisterschaft in Griechenland – Von BERND ROSEN, A-Trainer des DSB

 

Roven Vogel (Bild: Bernd Vökler)

Roven Vogel

Die Überschrift dieses Beitrages verweist auf ein Büchlein von Tibor Florian, das 1987 im Beyer-Verlag erschien und heute nur noch antiquarisch zu erwerben ist. Ich bezweifle mal, dass diese Untersuchung bei der Vorbereitung unserer Starter auf die letzte Partie der WM eine zentrale Rolle spielte, aber als Überschrift über das Geschehen passt der Titel allemal.

 

Bevor ich jedoch in den Rückblick auf die Jugend-Weltmeisterschaft in Porto Carras einsteige, möchte ich Raymund Stolze und Franz Jittenmeier herzlichst zur Verleihung des Deutschen Schachpreises 2015 durch den Deutschen Schachbund gratulieren. Bis jetzt sind die beiden nur in der beim DSB geführten Liste der Preisträger  erwähnt, die eigentliche Laudatio steht noch aus. Aber vielleicht ist man beim DSB ja auch der Meinung, das Wirken der Beiden, die mit Herzblut und Sachkunde das Projekt Schach-Ticker unermüdlich vorantreiben, sei der deutschen Schachöffentlichkeit so präsent, dass eine Laudatio zu veröffentlichen dem berühmten „Eulen-nach-Athen-tragen“ gleichkäme und man darauf besser verzichtet. Eulen…? Athen…? Richtig – ich wollte ja eigentlich über die Jugendweltmeisterschaft in Griechenland schreiben, bei der Roven Vogel (!) bekanntlich den Titel in der U16 gewonnen hat.

Weiterlesen

Eine Laudatio auf den deutschen U16-Weltmeister Roven Vogel von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Ju-WM_2015_Roven_VogelEine Überschrift die falscher nicht sein könnte! Zum einen sind wir nicht im Schießsport, wo seit dem Mittelalter bereits auf den großen Vogel geschossen wurde und dem jeweiligen Herrscher immer das Vorrecht des besten Teils überlassen werden musste. Zum anderen hat ja Roven seine Gegner erledigt und nicht sich selbst!

 

Es hat sich rumgesprochen: Roven Vogel ist Weltmeister im Schach in der Altersklasse U16 2015. Roven ist 15 Jahre alt, wohnt in Nossen in Sachsen und spielt seit 2014 für den USV TU Dresden mit der Bundesligamannschaft, in der er ab jetzt öfter zum Einsatz kommen dürfte.

 

Roven trainiert seit einigen Jahren mit GM Henrik Teske und regelmäßig im Sachsen-Kader. Zur Jugend-WM wurde er durch Philipp Humburg sekundiert. Philipp hat offensichtlich die richtige Mischung zwischen Ansporn und Coolness gefunden. Glückwunsch!

 
Weiterlesen

Elisabeth Pähtz coachte bei der Jugend-WM 2015 Teodora Rogozenco und Josefine Heinemann – Ein Gespräch mit Deutschlands Nummer 1 über diese Herausforderung

 

Foto: Jürgen Müller

Foto: Jürgen Müller

Dass ELISABETH PÄHTZ als Deutschlands Nummer 1 über genügend Erfahrungen verfügt, im Nachwuchsbereich als Trainerin zu arbeiten, steht außer Frage. Sie hat das nicht zuletzt im Ausland bewiesen. 2012 war sie beispielsweise mehrere Monate als Coach der B-Auswahl der türkischen Frauenmannschaft tätig.

 

Danach trainierte sie mit Akshaya Kalaiyalahan [Jahrgang 2001], die als eines der größten Talente in England gilt und bei den diesjährigen Jugend-Weltmeisterschaft in der U14 bei den Mädchen mit Elo 2233 auf Setzranglistenplatz 2 rangiert. Elisabeth, die selbst zweimal Weltmeisterin wurde – 2002 in Kreta in der Königsklasse der Mädchen U18 und 2005 in Istanbul bei den Juniorinnen [U20] – gehört bei der Jugend-WM in Griechenland zum deutschen Trainerstab.

 

Schach-Ticker-Autor RAYMUND STOLZE gab sie das folgende Interview.

 

Du betreust in Porto Carras Teodora Rogozenco [U16] und Josefine Heinemann [U18]. Wie ist es dazu gekommen?

 

Weiterlesen

Wer hat von den deutschen Mädchen und Jungen noch eine Chance auf eine WM-TOP 10-Platzierung?  –  Eine Betrachtung von RAYMUND STOLZE

 

 

youth_poster_Porto_Carras_2015-210x300

live

Ich habe mich heute bei meinem letzten Beitrag zur Jugend-WM 2015 – eine Bilanz wird A-Trainer Bernd Rosen für den Schach-Ticker ziehen – einmal auf all jene aus der 38 Teilnehmer starken deutschen Delegation konzentriert, die drei Runden vor Schluss noch eine reale Chance  auf einen Platz unter den TOP 10 hatten …

 

Hier ist mein „Spielfilm“ vom heutigen neunten Spieltag, den ich chronologisch nach Altersklassen gedreht habe, und der bei den Jungen beginnt:

 

U16 Open: Hier hatte Dmitrij Kollars, der auf Setzranglistenplatz 6 gestartet war, sich leider durch eine Niederlage in Runde 8 selbst aus dem Rennen um einen noch möglichen TOP10-Platz geschossen, und so kam eine erneute „0“ nicht unerwartet. Aus dem von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler erhofften Endspurt wird leider nichts.

 

Doch auf einmal war Roven Vogel im Geschäft. Allerdings wartete mit IM Shain Lorparizangeneh aus dem Iran eine harte Prüfung auf den Jungen vom USV TU Dresden. Und eigentlich sah alles nach einer Punkteteilung aus, bis der Iraner mit 34… Td6 einen ersten Aussetzer hatte. Es folgte 35.Ke1 Ta2 36.Lb1 und nun ein echter Blackout mit 36…Txd4, denn nach 37.Lxa2+ waren alle Messen gelesen. Der schwarze Turm auf d4 geht schlichtweg „baden“, also aufgegeben! [http://www.chessbomb.com/arena/2015-wyccc-u16/09-Vogel_Roven-Lorparizangeneh_Shahin]. 7/9 ist für Roven fraglos jetzt eine ausbaufähige Hausnummer!

 

U14 Open: Ein Hamburger Junge sorgt für Aufmerksamkeit. Luis Engel [Elo 2166] hatte es am Dienstag [3. November] mit einem richtig schweren Kaliber zu tun. Sein russischer Gegner Artur Gaifullin mit Elo 2328 und dazu FIDE-Meister musste unbedingt gewinnen, was der Jugend-Bundesligaspieler vom Hamburger SK aber nicht zugelassen hat [http://www.chessbomb.com/arena/2015-wyccc-u14/09-Engel_Luis-Gaifullin_Artur]. Das Remis ist sicher für Luis ein Erfolg, und außerdem bleibt er mit 6/9 weiterhin der einzig ungeschlagene deutsche Teilnehmer [+3 =6 – 0].

 

U12 Open: Deutschlands große Medaillenhoffnung Vincent Keymer hat in Porto Carras in der Tat eine „Tour der Leiden“ mit Höhen und Tiefen hinter sich.

 

Weiterlesen

Die 15-Jährige von Aufbau Elbe Magdeburg liegt mit 6/7 vier Runden vor dem Finale auf Platz 3 bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Porto Carras – Von RAYMUND STOLZE

 

31_Fiona-Steckbrief-277x300_Schachticker

Fiona Sieber (Foto aus 2014)

 

In seinen Berichten von der Jugend-Weltmeisterschaft in Porto Carras kam Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler nicht umhin, das Mädchen-Duo Teodora Rogozenco und Fiona Sieber vor allem wegen ihrer kämpferischen Leistung zu loben. Diese Einstellung hatte sicher ganz wesentlichen Anteil an der Platzierung der beiden. Die kompromisslose Teodora vom Hamburger SK, die immerhin die Titelverteidigerin Zhou Quyu aus Kanada in Runde 3 mal eben weggeputzt hatte, lag nach der sechsten Runde am Sonnabend [31.10.2015] mit vier Punkten auf Platz 11, und Fiona hatte sogar 5/6 erreicht, was Rang 6 bedeutete. Somit wurde der siebte Durchgang am Sonntag für beide so etwas wie ein Weichensteller.

 

Leider verlor die Tochter des Bundestrainers Dorian Rogozenco, der beim Männer-Länderkampf gegen Rumänien in Medias weilt, am Sonntag [1. November] gegen die starke Griechin WIM Stavroula Tsolakidou [Elo 2279].

 

Anders erging es dagegen Fiona [*13. Februar 2000], denn sie wollte die Gunst der Stunde gegen die doch schwächere Spanierin Eihartze Buiza Prieto [Elo 2057] nutzen. Und das gelang ihr doch ziemlich sicher. Wobei ihre Gegnerin mit einem eher zweifelhaften Läuferopfer bereits im neunten Zug kräftig mithalf.

 

Weiterlesen

Der Zwischenbericht zur Jugend-WM in Porto Carras – von BERND ROSEN, A-Trainer des DSB

 

Porto_Carras_StartseiteAlles ist eine Frage der Perspektive: Mit den Worten „Der Mann kann schreiben und hat vor allem die Nähe zu den Jugendlichen“ hat Raymund Stolze meinen Zwischenbericht zur Jugend-WM angekündigt. Vom Standpunkt des 70jährigen livemag das so aussehen, aber ob unseren Jugendspielern der 57jährige Bernd Rosen wirklich so viel näher erscheint? Was mir auf jeden Fall fehlt ist die räumliche Nähe zum Geschehen, weshalb ich auch der Versuchung widerstehe, über die Auswirkungen der prominentesten Personalie zu spekulieren: Elisabeth Pähtz gehört bei diesem Turnier bekanntlich dem Trainerstab an und unterstützt vor Ort Teodora Rogozenco und Josefine Heinemann. Klar – bei der möglichen Schlagzeile „Deutschlands beste Schachspielerin führt den Nachwuchs zum Olymp!“ geht jedem Journalisten das Herz auf, aber den Einfluss dieser Personalie auf das Abschneiden ihrer Schützlinge können letztlich nur diese selbst beurteilen.

 

Festzuhalten ist, dass Teodora Rogozenko nach ihrem tollen Sieg über die Setzlistenerste Zhaou Qiyu in der 3. Runde  anschließend in der 4. Runde einen schrecklichen Betriebsunfall erlitt. Beim Nachspielen der Partie kommt mir unwillkürlich der Satz Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel“ in den Sinn, den der alte Trainerfuchs Konfuzius  schon vor 2500 Jahren formulierte:

 

Weiterlesen

Online spielen
RSS-FEED

Bundesliga-Statistik

de.wikipedia.org

Elo
DWZ/Vereinssuche
DWZ/Spielersuche
Archive
Kategorien
  • Aufrufe heute: 97.200
  • Aufrufe gestern: 154.350