Betrugsverdacht: Spieler vom A-Open ausgeschlossen

Der Führende des A-Opens im Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting, Jens Kotainy, wurde heute während der 8. Runde wegen Betrugsverdachts vom Turnier ausgeschlossen.

Kotainy, der bereits im Vorfeld verschiedener Manipulationen bezichtigt worden war, stand seit Beginn des Dortmunder A-Opens unter besonderer Beobachtung durch die Organisatoren und Schiedsrichter. Im Verlauf der Partien bestätigte sich der Eindruck einer Zuhilfenahme nicht erlaubter technischer Hilfsmittel. Daraufhin wurde er in der vorletzten Runde vom Turnier ausgeschlossen.

Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes und Schirmherr der Schachtage kündigte in einem Pressegespräch an, in einem formellen Verfahren den Sachverhalt aufzuklären und gegebenenfalls weitere Schritte zu unternehmen.

Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe bedauerte, dass durch diesen Vorfall ein Schatten auf den 40. Geburtstag der Dortmunder Traditionsveranstaltung fällt: „Wir erkennen, dass Schach keine Insel der Glückseligen ist. Dortmund hat es sich von Anfang an auf die Fahnen geschrieben, ein deutliches Zeichen für Sauberkeit und Fairness im Schachsport zu setzen. Diese Devise gilt für alle Turniere im Rahmen des Sparkassen Chess-Meetings. Das sind wir den Spielern, den Besuchern und nicht zuletzt den Sponsoren schuldig.“

Foto: Sparkassen Chess-Meeting 2012

P.S.: Lesen Sie auch den Beitrag in der FAZ-Ausgabe vom Donnerstag, den 31. Juli, oder den am heutigen Abend erschienenen Artikel in der Online-Ausgabe der Ruhr-Nachrichten

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