Im Internet gefunden [10]

Schach-WM-Kampf Magnus Carlsen kontra Viswanathan Anand rückt näher, 31.000 Follower für den norwegischen Schachmozart und Problemlösung

 

Ein herzliches Willkommen allen Schachfreunden, Kiebitzen, Stammlesern und Schachfans vom Schach-Ticker. Die Temperaturen sind ideal für den Beginn der Aktivitäten der Zugvögel. Sie gehen auf große Reise. Schach wird auch weiter intensiv gespielt. Die mediale Rolle des Internets für das königliche Spiel steigt auch weiter. Sitzen Sie bequem? Eine frisch gebrühte Tasse Kaffee, einen Espresso oder einen Cappuccino zur Hand?

 

Schön, dann kann es frisch und munter losgehen. Ohne Umwege zur 10. Ausgabe von Im Internet gefunden. Heute liegt der Fokus auf den bevorstehenden Schach-WM-Kampf von Herausforderer Magnus Carlsen gegen Schachweltmeister Viswanathan Anand. Johannes Fischer hat weiter an der Vorschau auf das Match gebastelt und beschäftigt sich auf seinem Blog in Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 5 unter anderen mit dem ersten Sieg von Carlsen gegen Anand:

Auch gegen Anand gelang Carlsen 2009 der erste Sieg. Allerdings schon in der ersten Jahreshälfte, beim Turnier in Linares, also noch bevor die Zusammenarbeit mit Kasparov Früchte tragen konnte. In seinen bisherigen Partien gegen Carlsen mit klassischer Bedenkzeit war Anand nur selten in Schwierigkeiten geraten und hatte sich vor allem in der Eröffnung als versierter erwiesen. Ganz anders bei seiner ersten Verlustpartie gegen Carlsen.

Johannes Fischer skizziert dabei auch die kurze, jedoch effektive Zusammenarbeit von Carlsen mit seinem namhaften Trainer, der einst so souverän den Schachweltmeistertitel trug.

 

In meiner Laudatio zur Sportinsider Wahl zur Schach-Website des Jahres 2012 attestierte ich Chess Tigers ein Alleinstellungsmerkmal.

Chess Tigers lässt die Augen von Marketingexperten glänzen. Chess Tigers ist untrennbar mit Schachweltmeister Viswanathan Anand verbunden und sorgt für ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Vishy Anand ist Ehrenmitglied.

Daher war es für mich vorige Woche auch keine Überraschung, das Chess Tigers am 24. September eine Vorschau auf das WM-Match zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen in den Mittelpunkt der Berichterstattung stellte. Mike Rosa hat unter dem Titel Schach-WM 2013 im Netz alle relevanten Daten wie Zeitplan, Spielmodus, die offizielle Website des Turniers, Twitter und Facebook zum WM-Kampf zusammengestellt. Die Einleitung liest sich wenige Wochen vor dem Start so:

Wenn am 09. November Weltmeister Viswanathan Anand im eigenen Lande den Weltranglistenersten Magnus Carlsen zum Showdown bittet, können die Wenigsten von uns live in Chennai dabei sein. Umso wichtiger, dass man sich zu jeder Zeit an jedem Ort via Internet auf dem Laufenden halten kann.

ChessBase zog dann am 26. September mit einem sehr lesenswerten und gut bebilderten Artikel unter dem Titel Weltmeisterschaft: Erste Informationen nach.

 

Magnus Carlsen durchbrach am Wochenende auf seinem Twitter-Kanal die 31.000er Follower Grenze. Auch da bekommen Marketingexperten glänzende Augen. Der Norweger macht das sehr gut.

 

Apropos Lob. Da will ich auch eine Frau nicht vergessen. Einen tollen Schachblog führt seit Jahren Susan Polgar. Ich habe sie regelmäßig seit 2009 auf meinem Radar. Mit welcher Power, welchem Durchhaltevermögen, welch Kreativität sie ihren Schachblog führt verdient ein Extralob von mir. An ihrer Schachblog Content-Power können sich alle deutschen Schachspielerinnen und Schachspieler eine Scheibe abschneiden. Oder auch zwei. Sie offerierte vorige Woche ein Video mit einem Interview mit Viswanathan Anand. Für alle Anand Fans ein unbedingtes Muss.

 

Themenwechsel. Fernschach fasziniert weiter zahlreiche Schachfreunde auf der ganzen Welt. Auf der Website bdf-fernschachbund.de gibt es unter den News auch folgende Nachricht von einem Länderkampf der besonderen Art:

In der letzten Partie des an 200 Brettern gespielten Länderkampfes gegen Rußland, der kurzzeitig einen Server-Weltrekord für Länderkämpfe darstellte, besiegte der Rostocker SIM Thomas Schwetlick seinen russischen Gegner IM Shulman. Leider war dieses Resultat nicht typisch für diesen Länderkampf, denn insgesamt brachten uns die Russen eine schmerzliche 166:234-Niederlage bei.

 

Was macht eigentlich Melanie Ohme? Sie hatte ja im Sommer einen englischen Sprachkurs belegt (Schach-Ticker berichtete), und dann war ja noch das Turnier in Bremen. Die Schachspielerin testet dann auch ihr neu erworbenes Wissen und präsentiert unter dem Titel Bremen 2013 – English Version 8 Artikel für alle Freunde der englischen Sprache. Es geht doch auch nichts über die Praxis. Sofort den Lernstoff umsetzen. Der letzte Artikel What a bummer!  fängt dann auch so geschmeidig an:

The last two rounds could really have been better. I needed only a draw to achieve my second IM norm. But I had very strong opponents, so I failed :-(. Yesterday, I lost against Tomi Nyback (2599) and today I had the same result against Twan Burg (2490).

Melanie Ohme garniert den Textbeitrag dann auch noch mit zwei Fotos. Sie und ein Herr, der einst Uli Hoeneß emotionale Wortduelle und philosophische Erklärungen über die Gesellschaft und das Fußballbusiness mit auf den Weg gab. Nein, die Rede ist nicht von Otto Rehagel.

 

Die Welt ist voller Probleme. Auch Schach macht da keine Ausnahme. Schön wenn es Lösungen gibt. Sven-Hendrik Loßin schreibt für die Schach-Welt von der Problemlöseweltmeisterschaft in Batumi. Unbedingt reinschauen.

 

Kennern der deutschen Schachblogszene ist Schachfreund Loßin auch bekannt als Blogger auf seinem eigenen Lossos Schachblog. Dort schreibt er auch über Problemlösungen.

Wieder einmal wurde eines meiner Selbstmatts zur Löse-WM ausgesucht und wieder für das Open. Nachdem letztes Jahr gar keiner richtig lag (siehe mein Bericht), gab es diesmal eine komplette Lösung und eine halbe Lösung.

Ihnen allen noch eine gute Woche. Besuchen Sie den Schach-Ticker so oft es Zeit, Lust und Neugier zulässt.

 

Ihr

Michael Wiemer

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