Vieles war neu bei unserem Zweitliga-Start …


Ein Mädchen-Team mischt den Osten auf – ein Bericht von EBERHARD SCHABEL, TuRa Harksheide

 

In meinem Beitrag zur ersten Doppelrunde der Saison 2015/16 hatte ich auch kurz ein paar Anmerkungen frauenschach1-200x300 zur zweithöchsten deutschen Spielklasse gemacht [ http://www.chess-international.de/Archive/44660 ]. Immerhin haben die Meister aus dem Osten, Westen und Süden das Recht, in die Beletage des Frauenschachs aufzusteigen. Leider führt 2. Liga aber ein gewisses Schattendasein, und ich habe selbst nicht die Manpower, mich auch noch diesem Themenfeld intensiv zu widmen. So kam heute Freude auf, als ich in meinen E-Mail-Briefkasten einen Bericht vom Mannschaftsführer von TuRa Harksheide fand. „Gern schreibe ich auch von unseren weiteren Auftritten in der uns neuen Staffel Ost“, so Eberhard Schabel.

 

Dass wir sein Angebot gern annehmen, versteht sich. Hier also sein erster Beitrag, über das Harksheider Mädchen-Team, das den Osten aufmischt!

 

Das letzte September-Wochenende [26.(27.9.] stand für unseren Verein voll im Zeichen des Liga-Auftaktes unseres Mädchen-Teams in der 2. Frauen-Bundesliga. Zum dritten Mal durften wir eine Doppelrunde austragen. Neu dabei war für uns, dass es gleich die ersten beiden Runden sind. Austragungsort war auch diesmal wieder die MENSA des Coppernicus Gymnasiums in Norderstedt.

 

Die Vorfreude auf den Saisonstart von unseren Mädels war sehr groß , galt es doch diesmal in der Staffel Ost unsere Visitenkarte abzugeben.

 

3 Jahre hatten wir in der West- Staffel gespielt und zuletzt mit unserem 2. Platz die bisher beste Platzierung erobern können. Natürlich stellten wir uns erneut auf die uns bekannten Gegnerinnen ein und wurden dann mit der Auslosung und der Eingliederung in die Ost- Staffel überrascht.

 

Das Harksheider Mädchen-Team [jeweils von links] L. Emily Rosmait, Carina Brandt, Luise Diederichs [hinten] Annika Polert, Inga Marx, Inken Köhler [vorn]

 

Während sich unser Mädchen-t´Team (Altersdurchschnitt = ca. 17 Jahre) auf viele starke Spielerinnen freute, kamen bei mir Erinnerungen aus meiner Zeit in der Ex-DDR auf, wo ich einige noch heute aktive Spielerinnen als kleine Mädchen bzw junge Frauen bei den verschiedensten damaligen Meisterschaften kennen lernte.

 

Nach Lehrte (2012/13) und zweimal Delmenhorst ist nun die zweite Vertretung des Hamburger SK unser Reisepartner und fand sich so mit an unserem Spielort ein. Hinzu gesellten sich die die Mädchen und Frauen des SC Leipzig-Lindenau [3. im Vorjahr] und die SG Löberitz [6. der Vorsaison].

 

Die 1. Runde führte uns mit dem SC Leipzig- Lindenau zusammen, und nach der Papierform sollte es ein Match auf Augenhöhe werden können. Dass es dennoch ein relativ klares 4:2 wurde lag u.a. auch daran, dass die Leipzigerinnen ihre Möglichkeiten nicht ganz nutzten. Allerdings gab es auch auf TuRa Seite Ergebnisse, die vermeidbar gewesen wären, und so ging das Ergebnis wohl so auch in Ordnung.

 

Unsere Schachfreundinnen aus Hamburg hatten im Spiel gegen die SG Löberitz einige Lücken in ihrer Aufstellung, konnten also nicht in bestmöglicher Besetzung antreten. Nach langem Kampf blieb am Ende eine 1,5:4,5 Niederlage, wobei Henrike Voss am 6. Brett gewinnen konnte und Stefanie Schulz ein Remis eroberte.

 

 

Den Abend ließen wir mit leckerem Essen im „101% TuRa“ ausklingen und verfolgten dabei die 0:1-Niederlage des Hamburger SV gegen den FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga.

 

Am Sonntag wartete ab 9 Uhr die SG Löberitz auf unsere Mädchen. Das Team aus Sachsen-Anhalt spielt die zweite Saison in Liga 2 und hofft natürlich, so wie wir auch, auf den Klassenerhalt. Vor dem Spiel machten wir jedoch einen Vorteil für unser Team an den Brettern 4 bis 6 aus, während 2 und 3 eher ausgeglichen besetzt waren und Brett 1 klar an die WGM Dana Reizniece-Ozola ging.

 

Der Verlauf des Wettkampfes bestätigten dann auch meine „Rechenspiele“, und wir konnten uns über ein sicheres 4,5:1,5 freuen.

 

Insgesamt konnten Carina und Emily 2 aus 2 beisteuern, Annika und Inken freuten sich über 1,5 aus 2. Obwohl wir derzeit nach den zwei Wettkämpfen zusammen mit Bundesliga-Absteiger SG Leipzig an der Spitze stehen, wissen wir natürlich, dass die nächsten Aufgaben sehr schwer werden.

 

Hamburg änderte zum Vortag das Team auf zwei Positionen. Für Leonie Helm und Henrike Voss rückten Stephanie Tegtmeier und Annica Garny an 4 bzw 6. Aber auch dieses Match ging verloren, wobei diesmal Karen Pump gewinnen konnte und Stephanie Tegtmeier Remis spielte.

 

Während also TuRa Harksheide einen sehr gelungenen Saisonstart feiern konnte, war der Saisonbeginn für unsere Reisepartnerinnen alles andere als schön. Allerdings kommen noch fünf Runden und bereits in Potsdam am Nikolaus-Wochenende [5./6. Dezember] werden weitere Punkte vergeben.

 

  Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MP BP
1. SG Leipzig xxx 4 4
2. TuRa Harksheide   xxx     4     4
3. Rotation Pankow 2 xxx 2
4. Allianz Leipzig xxx 5 2
5. Leipzig-Lindenau 2 xxx 2
6. SG Löberitz xxx 4 2
7. Hamburger SK 2         2 xxx   0
8. USV Potsdam ½ 1 xxx 0

 

 

Alle Aufstellungen, Spielpläne, Ergebnisse und Tabellen finden Sie unter dem Link http://nsv-online.de/ligen/fbl-1516/?

 

[Redaktion Raymund Stolze]

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