Ein Match für die Geschichtsbücher

Karjaki in Siegerpose (by Otyezda Pobeditelya)

Karjakin in Siegerpose (by Otyezda Pobeditelya)

Lesenswerte Reportage in ZEIT-ONLINE – Von ILJA SCHNEIDER

 

Es war zum Davonlaufen, zum Schreien, zum Verzweifeln. Man hätte Gläser kaputthauen, Türen eintreten können. Peter Svidler hatte in der neunten Partie des dpartienenkwürdigen World-Cup-Finals in Baku in total gewonnener Stellung einen Turm eingestellt, so wie es bei uns Mittwochabend manchmal in der Kneipe nach ein paar Schwarzbier zu viel passiert. Karjakin nahm den Turm weg, er verschlang ihn geradezu. Svidler fiel in sich zusammen, versank in seinem Sessel, erstarrte. Nach einigen quälenden Sekunden streckte er zum fünften Mal seine Hand zur Aufgabe, nachdem er zuvor im gesamten Weltcup noch keine einzige Partie verloren hatte. Karjakin ging mit 5:4 in Führung.

 

Noch nie hat mich ein Schachmatch dermaßen in Ekstase versetzt. Es war ein Kampf zweier Gladiatoren, die beide alles für den Sieg riskierten. Ein offener Schlagabtausch, den nur der gewinnen konnte, dem es als Erstem gelingen würde, die groben Fehler einzustellen. Dem Verlierer dagegen, das war klar, würden so einige schlaflose Nächte bevorstehen …  Spannend geht es weiter auf ZEIT-ONLINE

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